Fr., 26.01.2018

Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland warnt vor importiertem Antisemitismus Schuster: »Ressentiments gegen Juden von der Pike auf gelernt«

Josef Schuster.

Josef Schuster. Foto: dpa

Von Andreas Schnadwinkel

Bielefeld (WB). Anlässlich des Holocaust-Gedenktags an diesem Samstag warnt Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, vor den Folgen des importierten Antisemitismus durch Flüchtlinge aus der islamischen Welt.

»Klar ist, dass Menschen nach Deutschland gekommen sind, die Ressentiments gegenüber Juden und eine Feindschaft gegenüber Israel mitbringen, weil sie das ‘von der Pike auf’ gelernt haben. Man musste und muss davon ausgehen, dass sie das an der deutschen Grenze nicht einfach so ablegen«, sagte Schuster dem WESTFALEN-BLATT.

Schuster begrüßt, dass in den Integrationskursen mehr Gewicht auf die Vermittlung der deutschen Geschichte gelegt werden soll. »Allerdings stehen wir vor dem Problem, dass einige Teilnehmer der Kurse dann abends zuhause TV-Sender aus ihren Herkunftsländern sehen, in denen genau die Vorurteile präsentiert werden, die man ihnen hier in Deutschland zu nehmen versucht«, sagte Schuster und erklärte, dass ihm »der klassische Antisemitismus der Rechtsextremen aktuell immer noch die größten Sorgen« mache.

Ein ausführliches Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe, 27. und 28. Januar, des WESTFALEN-BLATTES.

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