Mi., 01.08.2018

Carsten Linnemann (CDU) auch für längere Legislaturperiode und weniger Abgeordnete Gesellschaftsjahr für alle gefordert

Carsten Linnemann fordert ein Gesellschaftsjahr.

Carsten Linnemann fordert ein Gesellschaftsjahr. Foto: Jan Gruhn

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Der Paderborner CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann fordert die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für junge Frauen und Männer nach der Schule. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion am Dienstag beim Tag des Landvolks in Paderborn. In den kommenden Tagen werde er mit weiteren Abgeordneten eine Initiative dazu starten.

Linnemann sieht dieses verpflichtende Gesellschaftsjahr als eine notwendige Maßnahme gegen den wachsenden Egoismus in der Gesellschaft. Die jungen Menschen könnten dabei Teamfähigkeit, Solidarität, Übernahme von Verantwortung, Gemeinschaft und den Respekt vor der anderen Meinung erlernen. Diese Kompetenzen seien notwendig, um in dieser Welt erfolgreich zu sein.

Ein soziales Jahr im Ausland könne dabei ebenso akzeptiert werden wie die Mitarbeit bei Johannitern und Maltesern oder auch Bundeswehr, sagte Linnemann. Der Begriff »soziales Jahr« als solcher sei ihm allerdings zu negativ besetzt. Das sei für ihn eine Folge der Debatte über einen derartigen Ersatz für die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht.

Für Verkleinerung des Bundestages einsetzen

Der Paderborner Politiker will noch eine weitere Reform voranbringen: Sie betrifft das Wahlrecht. Er hält eine Verlängerung der Legislaturperiode des Bundestages von vier auf fünf Jahre und eine Beschränkung der Kanzlerschaft auf zwei Perioden (maximal also zehn Jahre) für richtig. Untersuchungen hätten gezeigt, dass in Ländern, in denen es solche Regelungen gebe, von den Regierungen weitsichtigere Entscheidungen getroffen würden. Auch will er sich wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für eine Verkleinerung des Bundestages einsetzen. Die Parlamentarier, die über die Listen ihren Sitz im Bundestag bekommen haben, seien allerdings wenig begeistert.

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