Di., 21.05.2019

Vorratsbeschluss der SPD-Fraktion Untersuchungsausschuss zum Missbrauchsfall von Lügde soll kommen

Campingplatz in Lügde.

Campingplatz in Lügde. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa). Der massenhafte Kindesmissbrauch von Lügde soll in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgearbeitet werden.

Die SPD als stärkste Oppositionsfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag will einen entsprechenden Antrag stellen, allerdings erst wenn alle Anklagen gegen die drei Hauptbeschuldigten zugelassen sind. Diesen Vorratsbeschluss fasste die SPD-Fraktion am Dienstag in Düsseldorf, wie Fraktionschef Thomas Kutschaty erklärte.

Auch Grüne und AfD hatten sich schon für einen Untersuchungsausschuss ausgesprochen. Ohne die SPD-Fraktion würden sie aber nicht die notwendige Stimmenanzahl von mindestens 40 Abgeordneten erreichen.

Auf einem Campingplatz im lippischen Lügde soll ein 56 Jahre alter arbeitsloser Dauercamper mit einem 34-jährigen Komplizen über Jahre hinweg mehr als 40 Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die Anklagen gegen den 56-Jährigen und einen dritten Beschuldigten (49) aus Stade in Niedersachsen liegen vor. Die Klageschrift gegen den 34-Jährigen wird noch erwartet.

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