Do., 10.10.2019

NRW-Parteivorsitzende von CDU, SPD, Grünen und FDP gedenken Opfer in Halle/Saale Laschet: »Wir stellen uns gemeinsam schützend vor die Synagoge«

Felix Banaszak (von links), Mona Neubaur, NRW Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp (FDP) und Michael Szentei-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gmeinde stehen vor dem Eingang zur Neuen Synagoge.

Felix Banaszak (von links), Mona Neubaur, NRW Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp (FDP) und Michael Szentei-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gmeinde stehen vor dem Eingang zur Neuen Synagoge. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa). Mit einer gemeinsamen Schweigeminute an der Neuen Synagoge in Düsseldorf haben NRW-Spitzenpolitiker nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale ein Zeichen gesetzt.

»Wir stellen uns gemeinsam schützend vor die Synagoge in Düsseldorf«, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstagmorgen. Dann legte er gemeinsam mit den Parteivorsitzenden Sebastian Hartmann (SPD), Mona Neubaur und Felix Banaszak (beide Grüne) sowie Joachim Stamp (FDP) weiße Rosen auf die Treppe vor der Synagoge.

»Judenhass darf in unserer offenen Gesellschaft keinen Platz haben – nicht heute, nicht morgen. Der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus eint alle demokratischen Kräfte in Nordrhein-Westfalen«, betonten die Parteichefs in einer gemeinsamen Erklärung.

Kuper: »Wir lassen Euch nicht alleine«

Auch der NRW-Landtag gedachte der Opfer des Anschlags in Halle an der Saale gedacht. Landtagspräsident André Kuper mahnte, auch im Parlament müsse aufgehört werden, »mit zwielichtigen Worten eine Saat auszusäen«. Alle müssten bereit sein, auf politische Geländegewinne zu verzichten und aufzustehen für ein vorurteilsfreies Miteinander.

Kuper sagte an die Adresse jüdischer Gäste auf der Zuschauertribüne des Landtags: »Wir lassen Euch nicht alleine. Wir lassen Euch nicht im Stich. Wir sind froh, dass es Euch gibt.« Antisemitischer Hass und Judenfeindlichkeit hätten keinen Platz in diesem Land. Der Landtag erhebe sich nicht allein im Gedenken an die Opfer des Anschlags, sondern auch »für jüdisches Leben in unserem Land«.

Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge in Halle/Saale einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll.

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