Coronavirus legt das öffentliche Leben lahm – auch Hochschulen und Heime betroffen
NRW schließt alle Schulen und Kitas

Düsseldorf (dpa). NRW steht wegen der Ausbreitung des Coronavirus vor einer beispiellosen Lahmlegung des öffentlichen Lebens. So sind die Schulen ab Montag bis zum Ende der Osterferien am 19. April geschlossen. Auch die Kitas werden ab Montag geschlossen. Der Start des Sommersemesters an den Hochschulen wird gleichfalls bis zum 19. April aufgeschoben. Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser dürfen grundsätzlich nicht mehr besucht werden.

Freitag, 13.03.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 19:28 Uhr
Symbolbild: Rund 5500 Schulen in NRW werden geschlossen. Foto: Sonja Möller
Symbolbild: Rund 5500 Schulen in NRW werden geschlossen. Foto: Sonja Möller

Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus in der ersten Hälfte der kommenden Woche alle Schulen bis zu den Osterferien. Etwa 2,5 Millionen Schüler und ihre Eltern sind betroffen.

In NRW gibt es rund 5500 Schulen mit insgesamt etwa 2,5 Millionen Schüler. Bereits am Montag und Dienstag gibt es keine Schulpflicht mehr. Eltern können ihre Schüler aber zur Betreuung zu Schule bringen. ‚Die Lehrer sind da“, sagte Laschet.

Auch Alten- und Pflegeheime in NRW dürfen grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, betonte Armin Laschet.

Auch Kitas und Hochschulen betroffen

Auch die Kitas in NRW werden ab Montag wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Für Kinder von Ärzten und Pflegepersonal sollten in jeder Stadt und jedem Kreis aber Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden. Die zweiwöchigen Osterferien in NRW beginnen am 6. April. Damit würden die Schulen etwa fünf Wochen geschlossen bleiben.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, verschoben. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

In geradezu beschwörenden Formulierungen versuchte der Regierungschef, der Bevölkerung die Dimension der Coronavirus-Krise zu verdeutlichen. „Unser Land steht vor einer riesigen Bewährungsprobe, wahrscheinlich der größten in der Landesgeschichte“, sagte er. Dementsprechend wäre es die schwerste Krise der vergangenen 74 Jahre. Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar.

Laschet: „Ein unsichtbarer Gegner“

„Wir haben es mit einem unsichtbaren Gegner zu tun, dessen Bekämpfung unser Land an den Rand seiner Kräfte führen wird“, prophezeite Laschet. Seine Ansprache hatte Anklänge an die berühmte Blut-Schweiß-und Tränen-Rede, mit der Winston Churchill die Briten 1940 auf die Entbehrungen des Krieges einschwor. Nach Einschätzungen von Experten werde sich in den kommenden ein bis zwei Jahren „eine große Zahl der Bevölkerung“ in NRW mit dem Coronavirus infizieren - „und das in mehreren Wellen“, sagte Laschet.

Bei den meisten Infizierten sei der Krankheitsverlauf nicht bedrohlich, aber insgesamt sei doch mit einer sehr hohen Zahl von schweren Verläufen zu rechnen. Daher müssten jetzt die „Schwächsten in unserer Gesellschaft“ geschützt werden. Es gehe darum, Zeit zu gewinnen und möglichst viele Menschenleben zu retten. Dafür müsse eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt verhindert werden.

„Brauchen jede Krankenschwester“

Man werde jedes Bett und jede Krankenschwester brauchen. „Dazu muss man die Verbreitung des Virus möglichst verlangsamen.“ Zu eben diesem Zweck beschloss die Landesregierung am Freitag Maßnahmen, die in der jüngeren deutschen Geschichte ohne Beispiel sind. Fast alle Bereiche des täglichen Lebens sind davon betroffen - bis hinein ins sehr Persönliche.

„Vermeiden Sie soziale Kontakte!“, appellierte Laschet an die Bürger. Jeder müsse sich jetzt genau überlegen, welche Folgen sein Handeln haben könne. NRW ist das am schwersten von der Epidemie betroffene Bundesland: Insgesamt gab es bis Freitag 1433 bestätigte Fälle von Infizierungen mit dem neuartigen Virus sowie vier Todesfälle.

Die weitgehendste Maßnahme der Landesregierung ist die Schließung von Schulen und Kitas. Am Montag und Dienstag sollen in den Schulen allerdings noch Lehrer als Anlaufstelle bereitstehen. Diese Übergangstage sollen die Eltern nutzen, um nach Möglichkeit eine Betreuung der Kinder zu organisieren. Eine normalerweise nahe liegende Möglichkeit scheidet aber aus: „Die schlechteste Betreuungsform ist, Kinder zu den Großeltern zu geben“, warnte Laschet. Ältere Menschen seien schließlich am stärksten durch das Virus gefährdet. „Mir ist bewusst, dass diese Distanzierung einer jeden Familie, die Distanzierung von Enkeln zu ihren Großeltern, dass die jedes Herz beschwert.“

Schulen bleiben bis zum 19. April dicht

Die Schulen bleiben bis zum 19. April dicht, wobei ab 6. April sowieso Osterferien wären. An die Abiturienten gerichtet sagte Laschet, dass alle geplanten und nötigen Prüfungen wie etwa Vorklausuren regulär abgeschlossen werden könnten. Die Lehrer hätten nicht frei, sondern sollten sich gerade um solche Belange kümmern. Für Kinder von Ärzten und Pflegepersonal sollen in jeder Stadt und jedem Kreis Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden. Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen „bis auf Weiteres“ verschoben werden.

Der öffentliche Nahverkehr wird nicht eingeschränkt, damit die Pfleger und Ärzte von A nach B kommen können. „Das Aufrechterhalten des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ist eine Aufgabe, die gerade der Bekämpfung der Pandemie dient“, sagte Laschet. Allerdings sperren immer mehr Nahverkehrsunternehmen bei Linienbussen die vordere Tür und richten einen Mindestabstand zum Fahrer ein. Fahrgäste sollen die hinteren Türen benutzen. Ein Ticketkauf beim Fahrer ist bis auf weiteres nicht möglich.

Kein Grund zu Hamsterkäufen

Supermärkte würden weiter versorgt, betonte Laschet. „Die Lieferketten sind da.“ Das Lkw-Verbot an Sonntagen sei dafür gelockert worden. Zu Hamsterkäufen bestehe also kein Grund.

Der Start des Sommersemesters an den Hochschulen des Landes wird zunächst bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, verschoben. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten Anfang April beginnen. Die landeseigenen Kultureinrichtungen wie die Kunstsammlung NRW bleiben ab sofort geschlossen. Laschet empfahl dringend, auch alle anderen Kultureinrichtungen, die nicht in der Trägerschaft des Landes sind, dicht zu machen.

Auch alle Messen, die noch nicht abgesagt sind, müssen abgesagt werden. Zudem rief Laschet dazu auf, freiwillig auf kleinere Veranstaltungen zu verzichten. „Veranstaltungen auch mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden, wenn sie nicht notwendig sind.“ Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind in NRW bereits verboten.

Restaurants und Discos meiden

Laschet rief die Menschen dazu auf, zum Beispiel auch Restaurants und Discos zu meiden. Das sei ein Appell an jeden Einzelnen: „Es gibt aber bisher keine Schließung von Lokalen.“

Für die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes dürfte sich die Krise als enorme Belastungsprobe herausstellen. In der kommenden Woche will Laschet deshalb zu einem Wirtschaftsgipfel einladen. Er wolle mit Vertretern der Unternehmen und Verbände besprechen, „welche Maßnahmen wir noch ergreifen können, damit die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen durch diese Krise kommt“.

Laschet warnte: „Mit dem Rückzug in die eigenen vier Wände darf kein Rückzug der Menschlichkeit einhergehen. (...) Damit diese Krise ein Ende findet, müssen wir jetzt den Anfang für eine nie da gewesene Solidarität machen.“

Was Eltern jetzt beachten sollten

Wenn aufgrund des neuen Coronavirus die Schule ausfällt, stellt dies Eltern vor Fragen. Viele werden den Wunsch haben, daheim dafür zu sorgen, dass ihre Kinder weiter lernen. Dabei könnten sie zwar nicht den Schulunterricht simulieren, sagt Maresi Lassek, Bundesvorsitzende des Grundschulverbandes. Es sei aber wichtig, feste Zeiten zu vereinbaren, damit der Tag strukturiert ist.

Am besten gestalten Eltern das Lernen anschaulich und spielerisch, rät Ilka Hoffmann, die im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Bereich Schule leitet. Das sei wichtig, damit die Kinder nicht auf die Uhr schauen, sondern Spaß an der Sache haben. Statt in ein Mathebuch zu schauen, könnten Eltern bei jüngeren Kindern zum Beispiel Dosen mit Steinchen füllen und fragen: Wie viele Steine fehlen, damit es zehn sind?, rät Hoffmann. Ältere könnte man fragen, was sie zum Beispiel in Biologie oder Physik besonders interessiert, und dann darauf eingehen. Immer gut sei das Wiederholen von Grundlagen - Vokabeln abfragen oder das Einmaleins üben etwa.

Der Erlass an die Schulen im Wortlaut

Hiermit erhalten Sie weitere Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus im Schulbereich.

1. Ruhen des Unterrichts ab Montag bis zum Beginn der Osterferien

Alle Schulen im Land Nordrhein-Westfalen werden zum 16.03.2020 bis zum Beginn der Osterferien durch die Landesregierung geschlossen. Dies bedeutet, dass bereits am Montag der Unterricht in den Schulen ruht. Für Schülerinnen und Schüler in der dualen Ausbildung sowie in Praktika beschränkt sich die Maßnahme auf den Ausfall des Unterrichts. Die Schulen haben Kommunikationsmöglichkeiten mit den Eltern in den kommenden Wochen in geeigneter Weise sicherzustellen.

ÜBERGANGSREGELUNG: Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag (17.03.) aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher. Die Einzelheiten regelt die Schulleitung. Für Lehrerinnen und Lehrer gilt, dass am Montag (16.03.) und Dienstag (17.03.) eine Anwesenheit in der Schule erforderlich ist, um im Kollegium die notwendigen Absprachen zu treffen. Einzelheiten regelt die Schulleitung auf der Grundlage ihres Weisungsrechts (§ 59 Abs. 1 Satz 2 SchulG). Zu einer darüber hinaus gehend erforderlichen Anwesenheit vgl. Ziff. 4.

2. Not-Betreuungsangebot:

Die Einstellung des Schulbetriebes darf nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen - insbesondere im Gesundheitswesen - arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Deshalb muss in den Schulen während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot vorbereitet werden. Hiervon werden insbesondere die Kinder in den Klassen 1 bis 6 erfasst. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie zeitnah mit einer weiteren Schul-Mail.

3. Durchführung von Prüfungen und Erbringung von Leistungsnachweisen etc.

a) Zentralabitur in der gymnasialen Oberstufe und an Beruflichen Gymnasien Die vorzeitige Einstellung des Unterrichts ab dem 16. März bis zum Ende der Osterferien hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Terminsetzungen bei den bevorstehenden Abiturprüfungen. Die Termine sind insbesondere mit Blick auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch aufgrund des durch die Kultusministerkonferenz veranlassten länderübergreifenden Aufgabenpools zwischen den Ländern abgestimmt und bleiben in diesen und allen anderen Fächern grundsätzlich bestehen. Auch die Konferenz des Zentralen Abiturausschusses (ZAA) am 2. April kann wie vorgesehen stattfinden, da die Schulen als Gebäude nicht geschlossen sind.

Selbst für den Fall, dass der Unterricht nicht unmittelbar nach den Osterferien wieder aufgenommen werden sollte, ist vorgesehen, dass die Schulgebäude in Abstimmung mit den örtlich zuständigen Behörden von Abiturientinnen und Abiturienten sowie Lehrkräften genutzt werden können, um an den vorgesehenen Terminen ordnungsgemäße Prüfungen durchzuführen, da die Einstellung des Unterrichts einen generellen prophylaktischen Charakter hat und die Räumlichkeiten selbst nicht betroffen sind.

Sollte es in Einzelfällen an Schulen durch Schulschließungen in den vergangenen Wochen bzw. durch die vorzeitige Einstellung des Unterrichts ab dem 16. März nicht möglich sein, dass alle angehenden Abiturientinnen und Abiturienten die notwendigen Leistungsnachweise (”Vorabiturklausuren”) erbringen konnten, so sollen die Schulen das unmittelbar nach den Osterferien nachholen. Für diesen Fall erfolgt die Zulassung der betroffenen Schülerinnen und Schüler durch die ZAA-Konferenz bis zum 5. Mai und die Schülerinnen und Schüler legen ihre Abiturprüfungen ab dem 7. Mai an den zentralen Nachschreibeterminen ab.

b) Informationen zu anderen Prüfungsformaten

Weitere Informationen u.a. zu Zentralen Prüfungen in Klasse 10 (ZP 10), zentralen Klausuren in der Einführungsphase (ZKE), Prüfungen an Berufskollegs sowie zum Umgang mit Klassenarbeiten etc. werden Ihnen in den kommenden Tagen gesondert übermittelt und auf der Homepage des Ministeriums für Schule und Bildung ( www.schulministerium.nrw.de ) veröffentlicht und stetig aktualisiert.

Im Übrigen wird empfohlen, die Schülerinnen und Schüler in der Zeit bis zum Beginn der Osterferien zum Lernen zu Hause anzuhalten (Lektüre, Aufgabensätze, Referate etc.). Hierzu sollten in der Schule vorhandene technische Infrastrukturen genutzt werden.

4. Dienstpflichten und Erreichbarkeit von Schulleitungen sowie Lehrerinnen und Lehrer

Das Ruhen des Unterrichtsbetriebes entbindet die Schulleitungen und die Lehrkräfte nicht von den bestehenden Dienstpflichten. Das Ruhen des Unterrichts aus Gründen des Infektionsschutzes gilt grundsätzlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte (vgl. Schul-Mail Nr. 1 und 3). In diesem Fall erfüllen die Lehrkräfte ihre Dienstaufgaben, soweit möglich, am heimischen Arbeitsplatz.

Trotz der Entscheidung über das Ruhen des Unterrichts kann eine Schule auch teilweise weiter genutzt werden, wenn sichergestellt ist, dass a) ein Zusammenkommen einer begrenzten Anzahl von Menschen mit den Zielen des Infektionsschutzes vereinbar ist und b) von den betroffenen Schulräumen keine Infektionsgefahren ausgehen. Dieses liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (örtliche Ordnungsbehörden bzw. Gesundheitsämter). In einem solchen Fall kann die Anwesenheit der Lehrkräfte durch die Schulleitung angeordnet werden.

Es muss in jedem Fall eine Erreichbarkeit der Schulleitungen und der Lehrkräfte sichergestellt werden.

Der Ausbildungsbetrieb der Lehrerausbildung in Verantwortung der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (interne und externe Seminarveranstaltungen, ausbildungsfachliche Begleitung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern und Praxissemesterstudierenden) sowie Veranstaltungen der staatlichen Lehrerfortbildung (Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Kompetenzteams und der Bezirksregierungen) werden bis auf weiteres ausgesetzt.

Kommentare

Günther Birkenstock, Büren  schrieb: 13.03.2020 18:54
Auf dem Weg in ein hysterisches Land
Der Corona Virus scheint etwas zutage zu befördern, was schon einige ahnen oder denken, aber nicht auszusprechen wagen: Die Corona-Krise ist eine willkommene Gelegenheit, einmal die Durchsetzungskraft des Staates gegenüber seinen Bürgern zu testen! Wie weit geht die Indoktrination der Massenmedien, die sich wie die Geier aufs Aas stürzen, um die Menschen wie einen hysterisch wirkenden Hühnerhaufen, in der gerade der Fuchs eingebrochen ist, mit Informationen zu überhäufen, die alle in eine Richtung gehen: Wir leben in einem Land, deren Menschen von einer Corona-Virus-Seuche dahingerafft werden könnte. Nur mal zum Vergleich: In der Grippe-Saison 2017/2018 starben in Deutschland 25.000 an dem gewöhnlichen Influenza-Virus. Von den derzeit bekannten ca. 2400 Fällen in Deutschland sind 3 Personen gestorben. Nach einer chinesischen Studie lag die Todesrate bei 2,3 % - das deckt sich doch in etwa mit dem Ergebnis hierzulande. Wurden denn wegen den Grippe-Viren Schulen geschlossen? Aber wegen des Sars-CoV-2-Virus geschieht dies immer mehr und so wie sich der Virus im Land auszubreiten scheint, grassiert auch die Schließungswelle von Großveranstaltungen wie z. B. Fußballstadien, Theateraufführungen usw., die zum vermeintlichen Schutz der Besucher beitragen soll. Ich werde den Verdacht nicht los, dass es für die Bundesregierung eine willkommene Gelegenheit ist, mal die Freiheit von Bürgern nach Belieben einzuschränken, via Massenmedien eine allgemeine Hysterie zu erzeugen, die es dann erlaubt, die Freiheit der Bundesbürger noch mehr zu limitieren – und die Menschen machen sogar bereitwillig mit. Arztpraxen sagen „unwichtige“ Termine ab und Versammlung von Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer treffen wollen, werden gemieden; Gastronomiebetriebe beklagen einen Rückgang der Gäste, Reservierungen und Veranstaltungen. Wie soll dies noch in Zukunft weiter gehen? Sollen ganze Wirtschaftszweige geschlossen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern? Die wirtschaftlichen Kollateralschäden könnten am Ende größer werden als der Schaden, der eintreten würde, wenn allein allgemeine Hygiene-Maßnahmen wie z. B. das regelmäßige Händewaschen und Abstandhalten von anderen beachtet würden. Wir leben in einem hysterisch wirkenden Land, in dem kritische und nachdenkliche Menschen, die zur Zurückhaltung aufrufen, anscheinend keine Chance haben.
Briggy  schrieb: 13.03.2020 16:08
Dann müssen auch die Kneipen, die Bars und die Bordelle geschlossen werden. Und die Politiker bleiben am besten auch zu Hause.
2 Kommentare
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