Landeskabinett beschließt weitere Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie
Spielplätze in NRW geschlossen – Restaurants schließen um 15 Uhr

Düsseldorf (dpa). Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nun auch die Spielplätze in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich geschlossen werden, Restaurants sollen bereits um 15.00 Uhr schließen müssen. Das hat das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte. Außerdem stellt NRW 150 Millionen Euro Soforthilfen im Kampf gegen das Virus bereit. Das Geld solle unter anderem helfen, mehr Beatmungsplätze in Krankenhäusern und mehr Schutzkleidung zu beschaffen.

Dienstag, 17.03.2020, 14:02 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 16:24 Uhr
Armin Laschet. Foto: dpa
Armin Laschet. Foto: dpa

Laschet sagte, die Coronalage im Land sei „nicht nur dynamisch, sondern dramatisch“. Er betonte: „Es geht um Leben und Tod - so einfach ist das. Und so schlimm.“ Sein eindringlicher Appell sei daher: „Bleiben Sie zu Hause.“ Nur so helfe man, das Virus einzudämmen.

Auch in NRW ist das Coronavirus weiter auf dem Vormarsch: Die Zahl der landesweit bestätigten Infektionen ist von mehr als 2700 am Vortag auf 3060 am Dienstag (Stand: 10.00 Uhr) gestiegen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums von Dienstag ist der Kreis Heinsberg mit rund 710 Nachweisen (Vortag 690) und sechs Todesfällen besonders betroffen.

Landesweit stieg die Zahl der Coronavirus-Todesfälle in NRW auf zwölf. Die Todesopfer seien alle „schwer vorerkrankte Menschen“ in hohem Lebensalter gewesen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Stadt und Städteregion Aachen meldeten am Dienstag die ersten Todesfälle. Dabei handelt es sich um zwei Männer, um die 80 Jahre alt, die beide vorerkrankt waren.

Am Tag zuvor hatte Laumann noch gesagt, NRW wolle Spielplätze nicht schließen. Dies könne man Kindern - etwa in kleinen Mietwohnungen - nicht antun. Auch NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte am Montag betont, NRW wolle die Spielplätze offenhalten, weil vor allem Großstadtkinder sonst nicht mehr an die frische Luft kämen.

D as Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

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