Parteitag der US-Republikaner
Trump will Medien bei Nominierungsparteitag ausschließen

Das dürfte bislang beispiellos sein in der amerikanischen Politik-Geschichte: Journalisten sollen keinen Zutritt zur anstehenden Parteiversammlung haben - wegen der Corona-Krise.

Sonntag, 02.08.2020, 22:31 Uhr
Donald Trump möchte beim anstehenden Nominierungsparteitag der US-Republikaner die Medien ausschließen.
Donald Trump möchte beim anstehenden Nominierungsparteitag der US-Republikaner die Medien ausschließen. Foto: Patrick Semansky

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump will Medienvertreter von der Parteiversammlung ausschließen, die ihn offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl am 3. November küren soll.

Begründung sei die Corona-Krise, berichteten die «Arkansas Democrat Gazette», CNN und andere US-Medien unter Berufung auf Sprecher des Nominierungsparteitags am Samstagabend (Ortszeit).

Die Abstimmung soll am 24. August in Charlotte im US-Staat North Carolina erfolgen und CNN zufolge direkt im Internet übertragen werden. Trump werde in Charlotte keine offizielle Ansprache halten. Laut der «Arkansas Democrat Gazette» wird Trump erst am 27. August in einer Rede, deren Umstände noch nicht geklärt seien, seine Nominierung annehmen.

«Angesichts der im Staat North Carolina gültigen gesundheitsbedingten Restriktionen und Beschränkungen planen wir, dass die (Parteitags-) Arbeit in Charlotte vom Freitag, 21. August, bis zum Montag, 24. August, für die Presse nicht zugänglich ist», erklärte eine Sprecherin des Nominierungsparteitags dem Sender NBC. Zuvor war bereits wegen der Corona-Pandemie der Parteitag zwischenzeitlich nach Florida verlegt worden. Wegen der Infektionsgefahr senkten die Republikaner zudem die Anzahl der Delegierten von 2550 auf 336.

Die Demokraten, die den früheren Vizepräsidenten Joe Biden auf den Schild heben wollen, hatten ebenfalls ihre ursprünglichen Pläne umgeworfen. Zunächst war der Nominierungsparteitag in Milwaukee wegen der Corona-Pandemie um gut einen Monat verschoben worden. Dann kündigten sie an, den Kongress vom 17. bis 20. August weitgehend digital abzuhalten. Der «New York Times» zufolge werden nun nur 300 Delegierte und Journalisten statt mehr als 50.000 erwartet. Ein Programm zum genauen Ablauf liegt noch nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-13130/5

Kommentare

Karl  wrote: 03.08.2020 13:07
Interview mit Chris Wallace und Tammy Duckworth
Ich habe ein Interview mit Chris Wallace und Tammy Duckworth gesehen. Es gibt dort eine entscheidende Szene. ( Im Interview an Position 5:17 Fox News Sunday diesen Sonntag) Bevor Chris Wallace eine Frage stellt beschrieb er das Ereignis von 2004 im Irak. Und dann führte er aus, dass Tammy Duckworth Amerika liebt und sie hat mehr für dieses Land gegeben als viele andere sich das vorstellen können. Ich denke Tammy Duckworth kann nicht nur helfen die Wahl zu gewinnen, sie kann auch helfen nach der Wahl die Spaltung des Landes zu überwinden. Und sie kann dazu beitragen, dass der kritische Moment bei Nennung des Wahlergebnisses nicht eskaliert. Dieser Moment kann mit einem "Wir müssen und jetzt gegenseitig helfen" besänftigt werden.
Herbert  wrote: 02.08.2020 23:52
Die USA beginnen wieder strategisch in die Zukunft zu denken
Ich glaube es formiert sich eine Koalition, die über die Parteien hinweg wieder die USA in die Lage versetzen will, dass die USA strategisch handelt. Und da spielt nicht Russland, sondern China die Hauptrolle. Ich glaube Minderheiten, Bildungsgerechtigkeit, Patriotismus, amerikanische Geschichte, das Gesundheitssystem, Tapferkeit, Kampf, Mut wie schwer es auch sein mag bilden im Wahlkampf eine zentrale Rolle. Tammy Duckworth könnte eine Entscheidung als Vizepräsidentin von Biden deswegen herauskommen. Eigentlich hat Sie alles. Sie hat starke Kontakte zum Obamakreis. Sie hat sich im Wahlkampf gegen Mark Kirk durchgesetzt. Sie ist sprachlich sehr schnell und schlagfertig. Und dann ist Sie auch noch Meeresbiologin. Also meine Schlussfolgerung heißt Tammy Duckworth. Mal sehen, was Biden und sein Team schlussfolgern und welcher Name diese Woche bekannt gegeben wird.
Heinz  wrote: 02.08.2020 20:04
Deutschland hat einen Schlüssel
Ich denke, wenn Biden die Wahl gewinnt, wird Deutschland etwas wirklich Großes den USA geben müssen. Und das wird Nord Stream 2 sein. Die USA bekommen damit viel Geld für Flüssiggas. Das schafft Positivschlagzeilen in den USA und Schlagzeilen für Einnahmen und damit für Investitionen in den USA. Und in Deutschland. Und die Besetzung der Krim wird angemessen bepreist. Geht es der USA schlecht, dann geht es Deutschland noch schlechter. In 3 Monaten wird es ein Aufbruchsignal geben müssen an die Welt. Um der Weltwirtschaft willen. Und das Signal muss Rechtssicherheit in Handelsfragen und Territorialbelangen heißen. Eine Trumpwahl kann das nicht leisten.
3 Kommentare
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