Di., 05.01.2016

Kriminalität Die Silvesternacht am Kölner Bahnhof aus Sicht der Polizei

Am Neujahrstag hatte die Kölner Polizei die Einsatzlage noch als entspannt bezeichnet. Der Polizeipräsident hat diese Einschätzung inzwischen als Fehler gerügt.

Am Neujahrstag hatte die Kölner Polizei die Einsatzlage noch als entspannt bezeichnet. Der Polizeipräsident hat diese Einschätzung inzwischen als Fehler gerügt. Foto: Oliver Berg

Von dpa

Köln (dpa) - Die Kölner Polizei hat geschildert, wie der Einsatz am Hauptbahnhof in der Silvesternacht aus ihrer Sicht abgelaufen ist. dpa dokumentiert Auszüge aus der Polizeimitteilung mit der Überschrift: «Fakten zur Silvesternacht».

Am Neujahrstag hatte die Kölner Polizei die Einsatzlage in einer Pressemitteilung noch als entspannt bezeichnet. Der Polizeipräsident hat diese Einschätzung inzwischen als Fehler gerügt.

Aus dem aktuellen Bericht:

«21 Uhr: Auf dem Bahnhofsvorplatz und der Domtreppe befinden sich bereits 400 - 500 augenscheinlich alkoholisierte Personen, die durch aggressives Verhalten auffallen. Es handelt sich in der Mehrzahl um Männer, die unkontrolliert Böller und Raketen abbrennen. ...

23 Uhr: Die genannte Menschenmenge ist auf über tausend Menschen angewachsen. ... Raketen werden häufig absichtlich in die Menge geschossen. Die Stimmung wird zunehmend aggressiver.

23.30 Uhr: Aus Sicherheitsgründen räumen Beamtinnen und Beamte der Polizei Köln und der Bundespolizei die Domtreppe und den Bahnhofsvorplatz. Durch das konsequente Einschreiten der Polizisten werden Personengruppen aufgebrochen, die Situation beruhigt sich zunehmend.

0.45 Uhr: Um den Abreiseverkehr zu gewährleisten, gibt die Polizei den Zugang zum Hauptbahnhof wieder frei. Als die Platzfläche sich erneut füllt, verhält sich die Masse der anwesenden Personen ruhig. Erste geschädigte Frauen erstatten Strafanzeige wegen Diebstahlsdelikten und schildern teilweise auch sexuelle Übergriffe.

Die Polizei ... konzentriert Einsatzkräfte erneut im Bereich des Hauptbahnhofs. Passantinnen werden gewarnt und von Beamtinnen und Beamten sicher durch die Menschenmenge begleitet. Bei aggressiven und auffälligen Personen werden Gefährderansprachen und Identitätsfeststellungen durchgeführt. Platzverweise werden ausgesprochen.

4.00 Uhr: Die Lage hat sich abschließend beruhigt.»

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