Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Keine neuen Corona-Infektionen in Bielefeld - Laschet hält an Lockerungskurs fest - Staatshilfe-Gespräche bei Lufthansa

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus verändert die Welt: Deutschlands Grenzen sind teilweise geschlossen. Hunderttausende Betriebe sind in Kurzarbeit. Es herrscht ein umfassendes Kontaktverbot. Erste Lockerungen sind erfolgt. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Freitag, 01.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 06:27 Uhr
Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt: Coronavirus-Newsblog: Keine neuen Corona-Infektionen in Bielefeld -...
Symbolbild. Foto: dpa

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Hotlines, Frage & Antwort, Grafiken: Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt.

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier.

Archiv:

Lesen Sie hier Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März)

und hier Teil 2 (15. März bis 6. April)

 

NEWSBLOG

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Freitag, 1. Mai

20.15 Uhr: Corona-Impfstoff: Merkel unterstützt Sammlung von Milliarden

Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Staats- und Regierungschefs haben einen Aufruf zur Sammlung von 7,5 Milliarden Euro für Impfstoffe und Arzneien gegen das Coronavirus gestartet.

19.05 Uhr: Weiterer Bewohner und Mitarbeiterin im Haller Marienheim genesen

Es gibt gute Nachrichten aus dem Haller Marienheim: Dort gelten inzwischen ein weiterer Bewohner und die Mitarbeiterin offiziell als genesen. Das teilte der Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen am Freitag mit. Demnach befinden sich aktuell noch drei an Corona erkrankte Bewohner im Marienheim, wie Sprecherin Stephanie Mai mitteilte.

18.38 Uhr: Verfassungsrechtler Papier mahnt zu «Schutz der Freiheit»

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat den Schutz der Freiheitsrechte in der Coronavirus-Krise betont. In der Krise seien nicht die Maßnahmen der Lockerung rechtfertigungsbedürftig, sondern die Aufrechterhaltung von Beschränkungen der Grundrechte, sagte Papier in einem Streitgespräch im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Sinn und Zweck eines Verfassungsstaates in erster Linie der Schutz der Freiheit ist.» Der Gesundheitsschutz rechtfertige nicht jedweden Freiheitseingriff, sagte Papier.

17.23 Uhr: Staatshilfe-Gespräche bei Lufthansa

Die Verhandlungen über milliardenschwere Staatshilfe für die in der Corona-Krise schwer belastete Lufthansa dauern an. In Regierungskreisen war von anhaltenden Gesprächen die Rede. Wie die Deutsche Presse-Agentur bereits erfahren hatte, geht es um ein Rettungspaket in Höhe von neun bis zehn Milliarden Euro.

16.18 Uhr: Corona-Krise kurbelt Amazon-Geschäft an

Der boomende Handel im Internet und florierende Cloud-Dienste bescheren Amazon in der Corona-Krise starke Geschäftszuwächse. Im ersten Quartal stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar (68,9 Mrd Euro), wie der weltgrößte Online-Händler mitteilte. Allerdings hat Amazon wegen der Pandemie auch hohe Ausgaben - etwa aufgrund einer Einstellungsoffensive angesichts des großen Kundenansturms auf seine Lieferdienste.

15.43 Uhr: Weltweit erste Lockerungen der Einschränkungen

Diskussionen über Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gibt es weltweit. Wie weit die Länder gehen, ist allerdings sehr unterschiedlich. Ein Überblick über ausgewählte Staaten.

15.41 Uhr: 90 Infizierte im Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh sind 592 laborbestätigte Corona-Infektionen, und damit ein Infizierter mehr als am Vortag, bestätigt. Davon gelten 484 Personen als genesen und 90 als noch infiziert.

15.37 Uhr: Corona-Zahlen im Kreis Höxter leicht gestiegen

Im Kreis Höxter sind bis Freitagmorgen, 9 Uhr, 293 Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen worden. Gegenüber dem Donnerstag sind das 7 Fälle mehr. Abzüglich der bereits Geheilten ergibt sich daraus eine Zahl von 72 aktiv Infizierten (+2 gegenüber dem Donnerstag). Weitere Todesfälle gab es nicht.

15.34 Uhr: Keine neuen Corona-Infektionen in Bielefeld

In Bielefeld sind im Vergleich zum Vortag erneut keine neuen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hinzugekommen, wie die Stadt am Freitagmittag vermeldete. Demnach sind 375 Bielefelder positiv auf das Coronavirus getestet worden. 312 Menschen sind mittlerweile wieder genesen. Drei Menschen sind bislang aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Zudem befinden sich 666 Menschen in Bielefeld in häuslicher Quarantäne (Donnerstag: 672).

14.36 Uhr: Die langen Schlangen täuschen: Auch Baumärkte spüren Krise

Eine Heckenschere für den Garten besorgen oder Wandfarbe für die Küche: In der Corona-Krise nutzen viele Menschen die Zeit zuhause zum Erneuern und Werkeln - und reihen sich in die oft langen Schlangen vor Heimwerkermärkten ein. Die Vorstellung täusche aber, es sei gleichermaßen zu einem Ansturm gekommen, sagt Sprecher Florian Preuß von der Baumarktkette Hornbach. «In unseren deutschen Märkten hatten wir im April weniger Kunden als üblicherweise. Verantwortung dafür tragen wir selbst - denn wir begrenzen den Eintritt in unsere Märkte seit dem 18. März strikt.»

14.12 Uhr: Bahn braucht Finanzspritze von acht bis zehn Milliarden Euro

Die Deutsche Bahn kommt wegen der Belastungen in der Corona-Krise wirtschaftlich unter Druck und braucht vom Bund zusätzliche Finanzhilfen. Nach dpa-Informationen benötigt der bundeseigene Konzern bis 2024 rund acht bis zehn Milliarden Euro - davon könnte die Bahn bis zur Hälfte übernehmen.

14.02 Uhr: Rund 33.000 Coronavirus-Infektionen und 1261 Tote in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind bis Freitag 33 034 Coronavirus-Infektionen registriert worden. Das waren 371 bestätigte Fälle mehr als am Vortag, wie aus den Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) hervorgeht. Die Zahl der Toten erhöhte sich innerhalb eines Tages um 42 auf 1261 seit Beginn der Pandemie. 

Gleichzeitig galten 24 894 Menschen als genesen - ein Anstieg um 567 innerhalb von 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Genesenen basiert ausschließlich auf freiwilligen Rückmeldungen. Von den insgesamt 7831 Intensivbetten in NRW waren am Freitag nach Angaben des Gesundheitsministeriums 2674 unbelegt.

13.24 Uhr: Laschet hält an Kurs der Lockerungen fest

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält an seinem Kurs der schrittweisen Lockerungen in der Corona-Krise fest. „Im demokratischen Rechtsstaat ist es selbstverständlich, den Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, sobald dies unter Abwägung aller relevanten Aspekte möglich ist“, sagte Laschet dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). Mögliche weitere Schritte würden anhand medizinischer Kriterien sowie unter Berücksichtigung sozialer und wirtschaftlicher Aspekte bewertet. 

Mit der von ihm geforderten Rückkehr in eine „verantwortungsvolle Normalität“ habe er „angemahnt, zwischen der Stilllegung des öffentlichen Lebens und den Schäden, die die Schließungen verursachen, besser abzuwägen“. Abstands- und Hygieneregeln seien verhältnismäßiger als pauschale Schließungen: „Wo Öffnungen verantwortbar sind, sollten wir sie vorsichtig, behutsam, tastend ermöglichen und gleichzeitig deutlich machen, in welchem Bereich derzeit keine Öffnungen möglich sind“, sagte Laschet der Zeitung.

12.55 Uhr: DFB-Chef Keller bietet Hilfe des Fußballs für mehr Corona-Tests an

DFB-Präsident Fritz Keller hat die Hilfe des Fußballs zur Steigerung der Anzahl von Corona-Tests angeboten. „Sollten die Verantwortlichen aus Politik und Wissenschaft zu dem Schluss kommen, dass Massentests – wie beispielsweise in Südkorea - ein gutes Mittel zur Eindämmung des Coronavirus sein könnten, ist der Fußball gerne bereit, hierfür seine Popularität und verbindende Kraft einzubringen. Der Fußball steht bereit, wenn er gebraucht wird, diese Botschaft habe ich entsprechend hinterlegt“, sagte Keller am Freitag. 

Der Verbandschef äußerte die Hoffnung, dass der organisierte Fußball als „Multiplikator“ dienen könne, um für mehr Tests zu werben. „Es ist eine Idee, und ich verstehe das als Angebot. In unseren rund 25 000 Vereinen sind mehr als sieben Millionen Mitglieder im gesamten Bundesgebiet organisiert, basierend auf einer gewachsenen Struktur in unseren Regional- und Landesverbänden mit vielen Ehrenamtlichen, die sich gerade auch in dieser Krise leidenschaftlich mit viel Herzblut engagieren“, sagte Keller. 

12.28 Uhr: Von Madrid bis Teheran - Lockerungen der Einschränkungen

Nach wochenlangen Restriktionen in der Corona-Krise kehrt in einigen europäischen Ländern langsam wieder das Leben zurück nach draußen. Die Lockerungen sind allerdings meist unter Auflagen und strenger Beobachtung. Und in einigen Ländern gelten gar noch strengere Regeln.

12.05 Uhr: Corona-Krise könnte bei Ryanair 3000 Jobs kosten

Der irische Billigflieger Ryanair geht davon aus, wegen der Corona-Krise bis zu 3000 Stellen abzubauen. Die Airline werde im Juli mit einem Restrukturierungsprogramm beginnen, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit. Mehr hier. 

11.40 Uhr: Corona-Fälle in Reha-Klinik in Bad Oeynhausen: 13 Tests positiv

Nach dem Massentest aller 170 Patienten und aller 170 Mitarbeiter der Gollwitzer-Meier-Klinik auf das Coronavirus besteht Gewissheit: „Im Rahmen der Abstreich-Aktion sind bis auf fünf positive Ergebnisse alle weiteren Proben negativ ausgefallen.“ Das teilte Uwe Hamann, Geschäftsführer der Gollwitzer-Meier-Klinik, am Freitagmorgen im Gespräch mit dieser Zeitung mit.  Da zuvor bereits acht Corona-Infektionen bekannt waren, steigt die Gesamtzahl somit auf 13.

10.56 Uhr: Private Pflege-Anbieter warnen vor Lockerungen von Besuchsregeln

Private Pflege-Anbieter sind besorgt über Pläne in einigen Bundesländern, die strengen Besuchsregelungen in stationären Pflegeeinrichtungen wieder zu lockern. „Altenpflegeheime dürfen nicht zum Spiel auf Leben und Tod werden“, warnte der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) am Freitag in Berlin. Die alten, meist hochbetagten Bewohner seien oft multimorbid erkrankt, sehr viele seien dement. Sie gehörten daher zur Hochrisikogruppe mit Blick auf Ansteckungen und Erkrankungen mit dem oft tödlich verlaufenden Coronavirus. 

„Natürlich können auch wir nur zu gut verstehen, wenn die alten Menschen in den Pflegeeinrichtungen ihre Tochter, ihren Sohn, die Enkel sehen wollen oder die Angehörigen ihre pflegebedürftigen Eltern“, räumte der Vizepräsident des Verbandes, Friedhelm Fiedler, ein. Noch sei aber der Verlauf der Pandemie nicht so positiv, dass Schutz und Sicherheit einfach gelockert oder beiseite geschoben werden dürften. „Wer sich im Alter, vor allem dann, wenn etliche Vorerkrankungen vorliegen, ansteckt, spielt mit dem Leben“, mahnte Fiedler. 

10.32 Uhr: Bademeister in der Corona-Krise

Die Becken sind geschrubbt, die Wasserpumpen kontrolliert und die Schlüsselbänder für die Garderobenschränke sind auch schon erneuert. Ginge es nach Schwimmmeister Thomas Dyck aus Köln könnte die Freibadsaison starten.

Aber ob auch in diesem Sommer in deutschen Freibädern trotz Corona-Pandemie geplanscht und gerutscht werden kann, steht noch nicht fest. Langweilig ist vielen Schwimmmeistern trotzdem nicht. Mehr hier.

10.18 Uhr: Corona-Belastungen schaden seelischer Gesundheit

Angst, Schlaflosigkeit und Konflikte in Familien nehmen einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge unter den Einschränkungen in der Corona-Pandemie zu. Wie nach dem Auftreten der Epidemie in China gebe es auch für Deutschland erste Belege, dass die psychosoziale Belastung steige, teilte die Hochschule am Donnerstag mit. 

In einer freiwilligen anonymen Umfrage sagten fünf Prozent der Teilnehmenden, in den vergangenen Wochen häusliche Gewalt erfahren zu haben. Sie gaben mehrheitlich an, dass die Gewalt zuletzt zugenommen habe. Diese äußerte sich demnach auf verbaler (98,4 Prozent), körperlicher (41,9 Prozent) oder sexueller Ebene (30,2 Prozent).

9.41 Uhr: Paketzustellungen dauern wegen Corona-Maßnahmen länger

Die in der Corona-Pandemie notwendigen Schutzmaßnahmen sorgen nach Angaben der Paket-Dienstleister teilweise dafür, dass Pakete später beim Kunden ankommen.

«Angesichts von mehreren Millionen Paketen zusätzlich pro Tag mehr wird es immer auch Fälle geben, in denen die gewohnten Laufzeiten von ein bis zwei Werktagen überschritten werden», sagte ein DHL-Sprecher der dpa. Das liege auch daran, dass etwa Schutzmaßnahmen in den Sortierzentren die Prozesse verzögerten.

9.19 Uhr: Hoffnung auf Strandurlaub - Tagesgäste mancherorts erlaubt

An vielen Stränden Niedersachsens laufen die Vorbereitungen für einen möglichen baldigen Start in die Saison. Einige Strandkörbe sind schon aufgestellt. Mit einem am Mittwoch bekannt gewordenen Konzept für einen Drei-Stufen-Plan will Niedersachsen schrittweise die coronabedingten Einschränkungen für den Tourismus zurücknehmen. Demnach könnten ab Mitte Mai Ferienwohnungen und Hotels mit Einschränkungen genutzt und gegen Ende Mai dann Übernachtungstourismus ohne Restriktionen möglich sein. 

9.14 Uhr: Trump: Hinweise auf Coronavirus-Ursprung in Labor in China

US-Präsident Trump befeuert die These, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor stammen könnte - und dass China die Pandemie womöglich nicht stoppen wollte. Zugleich lobt Trump seine eigene Regierung: Er meint, niemand habe einen besseren Job gemacht.

8.50 Uhr: Bundesliga muss weiter warten - Klopp: "Man wird neidisch"

Nun soll voraussichtlich am 6. Mai die Entscheidung über den Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga fallen. Jammern ist nicht erlaubt, in anderen Ländern sieht es viel schlechter aus. In Frankreich ist die Saison gar abgebrochen worden. Mehr hier.

8.07 Uhr: Forschungsverbände: Corona-Eindämmung „einzig sinnvolle Strategie

Führende Forschungsorganisationen in Deutschland sind sich einig, dass eine konsequente Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 aus epidemiologischer Sicht im Moment die „einzig sinnvolle Strategie“ ist. „Das Erreichen einer “Herdenimmunität„ würde nach den bisher vorliegenden Daten einen Zeitraum von einigen Jahren erfordern, wenn das Gesundheitssystem nicht überlastet werden soll“, heißt es in einer Stellungnahme der Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft.

8.02 Uhr: RKI: Mehr Tests bei Symptomen oder Risikogruppen sinnvoll

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Ausweitung der Tests auf das Coronavirus empfohlen. Auch bei leichten Symptomen solle sofort getestet werden, je früher desto besser, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag. Eine generelle Testung der Bevölkerung ohne Symptome sei nicht ratsam. Abhängig von der Situation sei es aber sinnvoll, Risikogruppen durch häufigere Tests besser zu schützen - zum Beispiel in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Denn Infizierte könnten das Virus ausscheiden, bevor sie Symptome spürten. 

„Es ist gut, die 800 000 Menschen in Pflegeheimen jetzt systematisch und wiederholt zu testen“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz 

7.55 Uhr: Spielplatz auf: Erste Länder setzen Corona-Lockerungen um

Familien können sich am langen Wochenende rund um den Maifeiertag auf erste Lockerungen der Corona-Regeln freuen.

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen Kinder bereits ab Freitag wieder auf die Spielplätze, in Rheinland-Pfalz ab Sonntag. In Berlin sind Schaukeln und Rutschen schon jetzt fast überall wieder geöffnet. Weitere Länder haben nach den Beschlüssen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Vortag rasche Lockerungen angekündigt oder wollen in den kommenden Tagen darüber entscheiden.

7.45 Uhr: Rekord bei Kurzarbeit in OWL

Die Corona-Krise hat die Kurzarbeit in Ostwestfalen-Lippe auf einen neuen Höchststand getrieben. Wie der Leiter der Arbeitsagentur Bielefeld/Gütersloh, Thomas Richter, am Donnerstag sagte, zeigten in OWL im März und April gut 19.000 Unternehmen für rund 300.000 der 850.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine Verringerung der regulären Arbeitszeit an.

„Damit sind im Vergleich zur Finanzkrise 2009/2010 mehr als zehnmal soviele Betriebe und Menschen betroffen“, machte Richter das Ausmaß der Situation am Arbeitsmarkt deutlich. In vielen Betrieben gebe es einen Arbeitsausfall von 50 Prozent, „in nicht wenigen“ von 100 Prozent, so Richter.

Donnerstag, 30. April

20.40 Uhr: Borchener Unternehmen erhält unverhofften Auftrag

„Normalerweise machen wir was ganz anderes“, sagt Dirk Giesguth. Das Coronavirus fügt seinem Unternehmen in Borchen wirtschaftlichen Schaden zu, hat ihm aber gleichzeitig einen unerwarteten Auftrag beschert. Seit Wochen schon produzieren die Mitarbeiter medizinische Rollschränke für Kliniken und Corona-Behelfskrankenhäuser.

18.40 Uhr: Laschet relativiert Pläne für Grundschulöffnung in NRW

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Pläne des Schulministeriums relativiert, am 11. Mai die Grundschulen für alle Schüler in einem rollierenden System wieder zu eröffnen. Eine entsprechende Mail an die Schulen werde „korrigiert“, sagte Laschet am Donnerstag in Düsseldorf. Am 6. Mai werde alles weitere mit Bund und Ländern besprochen.

18.32 Uhr: 69 Genesene, zwei Todefälle und 20 neue bestätigte Infektionen - das Coronavirus in OWL in Zahlen 

Die Gesundheitsämter in OWL haben am Donnerstag 20 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl auf 3286 Infektionen. Gleichzeitig gelten 69 Infizierte wieder als genesen. Erneut hat es im Kreis Gütersloh keine neuen Fälle gegeben. Das gilt auch für die Kreise Paderborn, Lippe und Minden-Lübbecke sowie für die Stadt Bielefeld. Je einen neuen Todesfall gab es im Kreis Höxter und im Kreis Herford. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 286 Infektionen (+2) - 7 Todesfälle (+1) - 209 Genesene (+8)
  • Kreis Paderborn: 578 Infektionen (+0) - 26 Todesfälle (+0) - 380 Genesene (+8)
  • Kreis Lippe: 711 Infektionen (+3) - 28 Todesfälle (+0) - 503 Genesene (+22)
  • Kreis Gütersloh: 591 Infektionen (+4) - 17 Todesfälle (+0) - 473 Genesene (+8)
  • Stadt Bielefeld: 375 Infektionen (+0) - 3 Todesfälle (+0) - 312 Genesene (+11)
  • Kreis Herford: 323 Infektionen (+6) - 6 Todesfälle (+1) - 255 Genesene (+11)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 422 Infektionen (+5) - 7 Todesfälle (+0) - 346 Genesene (+1)

17.46 Uhr: Einblicke in das Leben mit den Corona-Schutzmaßnahmen auf dem Wittekindshof

Wie wird das Leben in den Wohngruppen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen mit Besuchsverboten derzeit organisiert? Funktioniert die Beschaffung von Schutzausrüstung? Was passiert derzeit in den Werkstätten der Stiftung? Das sind nur einige Fragen, die sich die Einrichtung in Volmerdingsen in den vergangenen Wochen immer wieder stellen musste: Ein Einblick dazu.

17.26 Uhr: 32.670 Corona-Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Anzahl der bestätigten Infektionen um 258 neue Fälle auf insgesamt 32 672 seit Beginn der Pandemie gestiegen. Zudem wurden am Donnerstag 19 weitere Todesfälle bekannt. Somit erhöhte sich die Zahl der Toten, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden, auf 1219 im bevölkerungsreichsten Bundesland, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. 772 weitere Menschen haben ihre Genesung bis Donnerstag gemeldet. Die Infektion mit dem Virus haben bislang 24 327 Menschen überstanden. Es ist nicht verpflichtend, den Behörden eine Genesung mitzuteilen. Deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung an die tatsächliche Zahl.

17.22 Uhr: Politik vertagt Entscheidung für Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga muss weiter auf ein klares Signal der Politik für den Neustart des Spielbetriebs warten. Eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spiele in der 1. und 2. Bundesliga soll frühestens am 6. Mai fallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen einen Beschluss über die Fortsetzung der gestoppten Bundesliga und des Vereinssports vertagt.

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Foto: dpa

16.38 Uhr: Grundschüler in NRW kehren am 11. Mai zurück in die Schulen

Alle Grundschüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Das kündigte das NRW-Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen an.

16.02 Uhr: Landtag passt Schulrecht an Corona-Krise an: Nachteile ausgleichen

Schüler, Lehramtsstudierende und -anwärter sollen in Nordrhein-Westfalen im laufenden Schuljahr keine gravierenden Nachteile wegen der Corona-Krise erleiden. Deswegen hat der Landtag am Donnerstag in Düsseldorf mit großer Mehrheit ein „Gesetz zur Sicherung von Schul- und Bildungslaufbahnen im Jahr 2020“ verabschiedet. Unter anderem soll niemand am Ende dieses Schuljahres sitzenbleiben.

15.40 Uhr: Pariser Triumphbogen wird ein Jahr später verhüllt

Die Verpackung des Pariser Triumphbogens durch Christo wird wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben. Nun soll die spektakuläre Aktion zwischen dem 18. September und 3. Oktober 2021 stattfinden, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Christo wollte ursprünglich mit der Verpackung des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt in diesem September beginnen. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem 84-jährigen Konzeptkünstler, dem Centre Pompidou und dem Zentrum nationaler Monumente entstanden, das den Arc de Triomphe verwaltet.

15.33 Uhr: Mobilfunkdaten können Virus-Ausbruch vorhersagen

Die Verfolgung von Mobilfunkdaten kann die geografische und zeitliche Ausbreitung des Coronavirus bis zu zwei Wochen im Voraus vorhersagen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlicht wurde. Die Forscher hatten mit anonymisierten Handydaten eines Telekombetreibers die Bevölkerungsströme aus der schwer von Sars-CoV-2 betroffenen zentralchinesischen Metropole Wuhan analysiert.

15.12 Uhr: Erste Studienergebnisse zu Corona-Wirkstoff Remdesivir

Remdesivir gilt als Hoffnungsträger bei der Suche nach Mitteln zur Behandlung von Covid-19, schon früh starteten Studien zur Wirksamkeit der Substanz. Nun liegen erste Ergebnisse vor. Demnach kann der Wirkstoff die Behandlungsdauer von Covid-19-Patienten einer US-Studie zufolge verkürzen. Die Ergebnisse der Untersuchung seien sehr positiv zu bewerten, sagte Anthony Fauci, Immunologe und Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIAID) der USA. Mehr dazu hier.

14.44 Uhr: Fallzahlen im Kreis Paderborn stabil

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten m Kreis Paderborn bleibt stabil.   Insgesamt sind 578 Menschen positiv auf eine Coronavirus-Infektion getestet worden. Die Zahl der Genesenen ist dagegen gestiegen. 380 Patienten - acht mehr als am Vortag - sind wieder gesund.

14.32 Uhr: Schüler aus Frankreich dürfen wieder über die Grenze

Schüler aus dem Elsass dürfen von Montag an für den Schulbesuch in Deutschland wieder über die Grenze. Von den elsässischen Behörden habe es für diesen Plan grünes Licht gegeben, teilte das Regierungspräsidium Freiburg mit. Dies sei wichtig, da im Mai in Baden-Württemberg erste Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen sollen. Von der Regelung profitieren in erster Linie Schüler aus Frankreich, die in Freiburg das deutsch-französische Gymnasium besuchen und dort Ende Mai die schriftliche Abiturprüfung haben. Seit dem Beginn der Grenzkontrollen im März war Schülern das Reisen über die Grenze nicht mehr möglich. Für den Grenzübertritt benötigen sie den Angaben zufolge nun einen Passierschein, wie ihn zum Beispiel auch Berufspendler erhalten.

14.19 Uhr: Verkehrsminister Scheuer für Fiebermessungen an Flughäfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plädiert in der Corona-Krise für Temperaturmessungen bei Passagieren an Sicherheitschecks in Flughäfen. Die Messungen könnten demnach ein Mittel sein, um auszuschließen, wer an Bord darf und wer nicht. Es werde allerdings nicht das alleinige sein. Das Verkehrsministerium sei dazu mit dem Gesundheits- und Innenministerium im Austausch.

13.18 Uhr: Entscheidung über weitere Corona-Lockerungen erst am 6. Mai

Der Bund will erst bei der nächsten Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai entscheiden, ob ein weiterer größerer Öffnungsschritt bei den strikten Corona-Beschränkungen möglich ist.
Es sei noch zu früh zu beurteilen, ob sich die seit dem 20. April umgesetzten Öffnungsmaßnahmen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt hätten, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder.

13.05 Uhr: Keine Neuinfektionen in Bielefeld

Die Corona-Lage in Bielefeld entspannt sich leicht. Die Stadt vermeldet keine neuen Infektionen. Dafür sind im Vergleich zu Mittwoch weitere elf Bielefelder nach einer Corona-Infektion wieder genesen. Die Gesamtzahl der Infektionen beträgt 375, davon genesen 312. In Quarantäne befinden sich 672 Bielefelder.

13.01 Uhr: Bund will Spielplätze wieder öffnen

Der Bund will die wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder öffnen lassen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagnachmittag.

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Eine Nestschaukel auf einem gesperrten Spielplatz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

12.50 Uhr: Sechster Todesfall im Kreis Herford

Auch aus dem Kreis Herford wird ein weiterer Todesfall gemeldet, diesmal aus Rödinghausen, ein 67-jähriger Mann.

12.35 Uhr: Siebter Todesfall im Kreis Höxter

Im Kreis Höxter ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf sieben gestiegen, es handelt sich dabei um den ersten Todesfall in der Stadt Höxter. Danit stieg der Zahl der Todesfälle in ganz Ostwestfalen-Lippe auf insgesamt 93.

Infektionen gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung im Kreis Höxter nun 286, davon aktuell noch infiziert 70. 291 Menschen befänden sich in Quarantäne.

12.10 Uhr: DFL bestätigt: Ab sofort Corona-Tests bei Bundesligisten

Die Fußballprofis der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden ab diesem Donnerstag flächendeckend auf das Coronavirus getestet. 

Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die DFL für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor einer Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings sollen zwei Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden soll. 

11.50 Uhr: Studie: Kinder vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene

Forscher haben eine neue Studie veröffentlicht. Sie warnen vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten.  Kinder sind einer Analyse in Deutschland zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene.

Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. 

11.15 Uhr: Betriebe melden für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit an

Deutschlands Betriebe melden für mehr als zehn Millionen Menschen Kurzarbeit an - damit wurden selbst die Prognosen der kühnsten Volkswirte weit übertroffen. Die Zahl wirft ein Licht auf das wahre wirtschaftliche Ausmaß der Corona-Krise.

10 Uhr: Kontaktbeschränkungen werden wohl verlängert

Vor Beratungen von Bund und Ländern hat das Kanzleramt Erwartungen an schnelle Lockerungen gedämpft. Die bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen sollen nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun «sicherlich» erst einmal bis zum 10. Mai verlängert werden.

9.30 Uhr: Söder warnt vor zweiter Corona-Welle

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor übereilten Lockerungen der Abwehrmaßnahmen gewarnt.

Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten «eine zweite Welle, ein Rückfall», sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. «Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun.» Als ein Beispiel nannte er Singapur.

8.39 Uhr: Einbruch der Passagierzahlen an Flughäfen im März um mehr als 60 Prozent

Die Corona-Krise hat die Passagierzahlen an den deutschen Flughäfen stark sinken lassen. Gezählt wurden im März noch 7,1 Millionen Ein- und Aussteiger, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Das waren 62,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Wegen der vielen Rückkehrerflüge überstieg die Zahl der Ausssteiger mit 3,9 Millionen deutlich die der abfliegenden Passagiere mit 3,2 Millionen Menschen. Der Einbruch hat sich im April noch verstärkt.

7.45 Uhr: Das bedeutet Kurzarbeit finanziell

Tausende Arbeitnehmer in OWL erhalten in diesen Tagen erstmals Kurzarbeitergeld – die Corona-Krise macht’s nötig. Doch welche Gehaltseinbuße bedeutet das konkret und welche Ersparnis hat eigentlich der Arbeitgeber? Das WESTFALEN-BLATT rechnet anhand von vier Beispielen vor.

7.15 Uhr: Masken aus Brief gestohlen

Als Inge und Günter Brockmeyer aus Herford den Brief ihrer Tochter öffnen, ist die Enttäuschung groß. Der Umschlag ist leer. Irgendjemand hat ihn offenbar geöffnet und die sechs hochwertigen Masken gestohlen. Mehr dazu hier.

6.05 Uhr: Viel mehr Tote in Großbritannien

Großbritannien hat nun auch die mit dem Coronavirus infizierten Menschen, die in Pflegeheimen oder Privathaushalten starben, in die Statistik aufgenommen. Die Zahl beträgt damit 26.097. Damit ist es nun das Land mit den zweitmeisten Opfern in Europa. Einen Überblick über Gro´ßbritannien, USA und Polen gibt es hier. 

5.30 Uhr: Jedem Zweiten geht Lockerung zu schnell

Jedem zweiten Deutschen geht die Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu schnell. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten 49 Prozent diese Meinung.

Mittwoch, 29. April

20.22 Uhr: 15 neue Infektionen in OWL

In OWL bleibt die Zahl der Neuinfektionen niedrig. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsämter in der Region 15 neue Fälle. In den Kreisen Herford und Gütersloh gab es keine neuen Infektionen, dafür steigt die Zahl der Genesenen. Die Kreise Höxter und Lippe mussten dagegen je einen Todesfall verzeichnen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 284 Infektionen (+2) - 6 Todesfälle (+1) - 201 Genesene (+10)
  • Kreis Paderborn: 578 Infektionen (+4) - 26 Todesfälle (+0) - 372 Genese (+12)
  • Kreis Lippe: 708 Infektionen (+3) - 28 Todesfälle (+1) - 481 Genesene (+7)
  • Kreis Gütersloh: 587 Infektionen (+0) - 17 Todesfälle (+0) - 465 Genesene (+6)
  • Stadt Bielefeld: 375 Infektionen (+2) - 3 Todesfälle (+0) - 301 Genesene
  • Kreis Herford: 317 Infektionen (+0) - 5 Todesfälle (+0) - 244 Genesene (+5)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 417 Infektionen (+4) - 7 Todesfälle (+0) - 345 Genesene (+1)
  • OWL gesamt: 3266 Infektionen (+15) - 92 Todesfälle (+2) - 2409 Genesene (+41)

18.43 Uhr: Schwedische Stadt geht mit stinkendem Dünger gegen Walpurgisfeste vor

Alljährlich am 30. April versammeln sich im Stadtpark der südschwedischen Studentenstadt Lund Tausende junge Menschen zum gemeinsamen Feiern - doch damit soll im Corona-Jahr 2020 Schluss sein: Um Studenten vom Park fernzuhalten und eine größere Menschenansammlung anlässlich der traditionellen Walpurgisnacht zu vermeiden, will die Stadt unter anderem eine Tonne Hühnermist versprühen. Letztlich wolle man verhindern, dass Lund am Donnerstag zu einer Art Epizentrum neuer Infektionen mit dem Coronavirus werde, sagte der Vorsitzende des städtischen Umweltausschusses, Gustav Lundblad, der Zeitung „Sydsvenskan“. „Wir bekommen sowohl die Möglichkeit, die Rasenflächen im Park zu düngen und zugleich wird es ziemlich stinken - dann ist das vielleicht nicht so angenehm, im Park zu sitzen und Bier zu trinken.“

18.28 Uhr: SAP und Telekom sollen über technisches Konzept für Corona-Warn-App entscheiden

Die für die Entwicklung einer Corona-Warn-App vorgesehenen Unternehmen SAP und Deutsche Telekom sollen entscheiden, welches technische Konzept dabei zum Einsatz kommt. Das berichteten Teilnehmer einer Sondersitzung des Digitalausschusses des Bundestages, bei der am Mittwoch auch Digital-Staatsministerin Dorothee Bär Auskunft gab.

18.17 Uhr: EU mobilisiert insgesamt 3,3 Milliarden für Balkan

Zur Bewältigung der Corona-Krise und ihrer Folgen in den Balkan-Staaten hat die Europäische Union zusammen mit der Europäischen Investitionsbank insgesamt 3,3 Milliarden Euro mobilisiert. Das Geld soll sowohl zur gesundheitlichen Versorgung eingesetzt werden als auch bei der sozialen und wirtschaftlichen Erholung helfen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Die EIB stellt demnach zusätzliche Kredite in Höhe von 1,7 Milliarden Euro bereit. Einen Großteil der restlichen Hilfe hatte die EU-Kommission bereits kommuniziert. Dabei handelt es sich etwa um umgewidmete Vorbeitrittshilfen für Nordmazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Serbien.Für nächste Woche Mittwoch ist ein EU-Balkan-Videogipfel geplant. Ursprünglich war das Treffen mit allen Staats- und Regierungschefs in Zagreb geplant, das ist wegen der Coronavirus-Pandemie jedoch nicht möglich.

17.39 Uhr: Ticket-Rückerstattung in der ersten Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga wird wegen der Coronavirus-Pandemie - wenn überhaupt - nur mit Partien ohne Stadionzuschauer zu Ende gespielt werden können. Welche Möglichkeiten bieten die Vereine ihren Fans, die bereits Eintrittskarten für die Spiele haben? Die Deutsche Presse-Agentur gibt einen Überblick über die 18 Erstligisten.

17.13 Uhr: 800 Quadratmeter-Regel ist rechtens

Die Begrenzung der Verkaufsfläche für große Geschäfte in Nordrhein-Westfalen auf 800 Quadratmeter ist rechtens. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster am Mittwoch entschieden. Es wies in einem Eilverfahren den Antrag eines Kaufhausbetreibers aus Minden auf eine einstweilige Anordnung gegen die Coronaschutzverordnung des Landes ab. Die Verkaufsfläche sei ein Kriterium, „das eine unterschiedliche Behandlung einzelner Einzelhandelsbetriebe mit Blick auf ihre Relevanz für das weitere Infektionsgeschehen im Ansatz rechtfertigen könne“, teilte das Gericht mit. In NRW dürfen Möbelhäuser oder Babymärkte ohne Begrenzung der Verkaufsfläche öffnen, Warenhäuser, Modehändler oder Technikmärkte aber nicht.

16.48 Uhr: 158.600 Corona-Infektionen in Deutschland - mindestens 6069 Infizierte gestorben

In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag mehr als 158.600 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 157.200 Infektionen). Mindestens 6069 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 6000). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag wieder bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 120.400 (Vortag: 117.400) Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 42.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1780 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 32.400 Fällen und mindestens 1200 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 31.400 bestätigten Fällen und mindestens 1307 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 322,8 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 190,8. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

16.31 Uhr: NINA gibt es jetzt Informationen zu Corona

Wegen der durch die Corona-Krise gestiegenen Nachfrage nach aktuellen Informationen hat die Bundesregierung ihre Katastrophen-Warn-App NINA neu aufgesetzt. Die Abkürzung NINA steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, war die App, die beispielsweise vor Waldbränden oder Unwettern warnt, zuletzt mit rund sieben Millionen Nutzern fast an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Die neue Version sei jetzt für bis zu 40 Millionen User ausgelegt und biete neue Funktionen, hieß es. Unter anderem verschickt die App jetzt auf Wunsch aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie als Push-Nachricht.

Das Innenministerium betonte, die App erhebe weder Standortdaten noch personenbezogene Daten von den Nutzern. NINA habe nichts mit der geplanten Corona-Warn-App zu tun, die noch in der Entwicklung ist und helfen soll, Infektionsketten nachzuverfolgen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte, es gehe darum, möglichst viele Menschen schnell und zuverlässig zu informieren. Die neue Version der App sei „ein wichtiger Schritt bei der Digitalisierung der Verwaltung“ und zeige, dass die Regierung, da wo es nötig sei, schnell handle.

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Foto: dpa

15.32 Uhr: Drei Bundesländer legen Stufenplan für Tourismus-Öffnung vor

Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen Tourismus und Gastgewerbe schrittweise wieder hochfahren. Die Wirtschafts- und Tourismusminister der drei Länder haben am Mittwoch einen Drei-Stufen-Plan zur Aufhebung der coronabedingten Einschränkungen vorgelegt. Nach Angaben eines Sprechers des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums sollen die Lockerungen ab Anfang Mai beginnen.

15.24 Uhr: Russland verlängert Einreiseverbot für Ausländer

Russland verlängert das Einreiseverbot für Ausländer auf unbestimmte Zeit – bis zu einer Besserung der Lage in der Corona-Pandemie. Ursprünglich sollten die Sperren nur bis zum Donnerstag gelten. Es sei nicht möglich, ein Datum für ein Ende der Einschränkungen zu nennen, sagte Regierungschef Michail Mischustin am Mittwoch in Moskau. Ausnahmen gebe es etwa für ausländische Spezialisten, die zur technischen Bedienung von Ausrüstungen nötig seien. Der Flugbetrieb mit dem Ausland ist weitgehend eingestellt.

15.11 Uhr: Gottesdienste sind ab Mai wieder erlaubt

Wochenlang konnten Gläubige wegen der Corona-Krise keine gemeinsamen Gottesdienste feiern - nun ist das bald wieder möglich. Vom 1. Mai dürfen in den Kirchen in Nordrhein-Westfalen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Dennoch rechnen die Kirchen mit eher verhaltenem Andrang. 

14.39 Uhr: 32.414 Corona-Nachweise in Nordrhein-Westfalen - 1200 Tote

Innerhalb eines Tages haben sich 254 Menschen in Nordrhein-Westfalen neu mit dem Coronavirus infiziert. Somit erhöhte sich die Anzahl der bestätigten Infektionen seit dem ersten Fall in NRW auf 32.414 am Mittwoch, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte. Weitere 29 Menschen starben, so dass sich die Anzahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie auf 1200 in NRW erhöhte. Auf Nachfrage teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit, dass die aktuelle Reproduktionszahl (Stand 24. April) in NRW 0,8 beträgt. Das bedeutet, dass ein Erkrankter durchschnittlich weniger als einen Menschen ansteckt. Aktuellere Angaben zur Reproduktionszahl lagen nicht vor. Von der Krankheit erholt haben sich zuletzt 1204 weitere Menschen. Damit gab es am Mittwoch insgesamt 23.555 Genesene im Land. Es ist nicht verpflichtend, den Behörden eine Genesung mitzuteilen. Deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung an die tatsächliche Zahl.

14 Uhr: Letzte Vincenterinerinnen bleiben länger in Brakel

Eigentlich wollten die beiden Vincentinerinnen, Schwester Anselma und Schwester Sigrun, in den kommenden Tagen ihren Ordensschwestern von Brakel nach Borchen im Kreis Paderborn ins Altenheim folgen. Doch jetzt ist alles anders: Wegen der Coronakrise bleiben die beiden letzten Vincentinerinnen länger als geplant ehrenamtlich in ihrer Wirkungsstätte im St. Antonius Seniorenhaus in Brakel.

13.08 Uhr: Anti-Masken-Aushang von Fleischerei sorgt für Aufsehen

Eine Nürnberger Fleischerei hat mit einem Aushang gegen die Maskenpflicht für Aufsehen bei Facebook gesorgt - und daraufhin Besuch von der Polizei bekommen. «Die haben uns an die 5000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht», sagte Inhaber Frank Kraft am Mittwoch. Den Ausgang an der Tür habe er deshalb abgehängt. Seine Angestellten würden nun den vorgeschriebenen Gesichtsschutz tragen.

Die Fleischerei beliefert eigentlich Großkunden, auf telefonische Bestellung können aber auch Privatkunden dort Fleisch abholen. Für diese hatte Kraft einen Zettel mit folgenden Hinweis aufgehängt: «Achtung bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder.» Wer zu einer Risikogruppe gehöre, solle ab Montag nicht mehr bei ihm einkaufen. Ein Foto von dem Aushang machte daraufhin bei Facebook die Runde. Aufmerksamkeit zu erregen, sei gar nicht sein Ziel gewesen, sagt Kraft. «Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung.» Die Corona-Krise nehme er aber sehr ernst, betont er. In dem Unternehmen hielten alle den notwendigen Abstand zueinander ein.

12.43 Uhr: Krankschreibungen per Telefon vorerst bis 18. Mai möglich

Arbeitnehmer können sich vorerst bis 18. Mai auch ohne Praxisbesuch krankschreiben lassen. Die Ausnahmeregelung wegen der Corona-Krise, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich ist, wurde erneut verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Sie wäre sonst am 4. Mai ausgelaufen. Befristet gilt nun weiter, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch zu bekommen sind. Dies kann ebenfalls per Telefon um weitere sieben Tage verlängert werden. Der Bundesausschuss kündigte an, rechtzeitig vor den 18. Mai 2020 über eine mögliche erneute Verlängerung zu entscheiden.

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Foto: dpa

11 Uhr: Bundesregierung verlängert weltweite Reisewarnung

Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Ein entsprechender Vorschlag des Auswärtigen Amts wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vom Bundeskabinett angenommen. Damit sind die Pfingstferien in einzelnen Bundesländern, aber noch nicht die Schulferien im Sommer betroffen, die erst ab 22. Juni beginnen.

12.07 Uhr: Britischer Premierminister Johnson erneut Vater geworden

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Mittwoch erneut Vater geworden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch. Johnsons Verlobte Carrie Symonds habe am Morgen in einem Londoner Krankenhaus einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Sowohl der Mutter als auch dem Baby gehe es gut, berichtete PA unter Berufung auf einen Sprecher des Paares. Der 55 Jahre alte britische Regierungschef war erst am Montag nach überstandener Covid-19-Erkrankung in seinen Amtssitz in der Londoner Downing Street zurückgekehrt. Auch seine 32 Jahre alte Partnerin hatte sich wegen Symptomen der Lungenkrankheit vorübergehend in Selbstisolation begeben. Wie viele Kinder Johnson inzwischen hat, ist nicht klar. Er trennte sich 2018 von seiner langjährigen Ehefrau Marina Wheeler. Mit ihr hat er vier Kinder. Ihm werden jedoch zahlreiche Affären nachgesagt.

10.46 Uhr: Studie zu Corona-Impfstoff - erste Gruppe hat Wirkstoffdosen bekommen

Die vor kurzem genehmigten deutschlandweit ersten Tests von Impfstoff-Kandidaten gegen das neue Coronavirus sind angelaufen. Seit dem Start am 23. April habe eine erste Gruppe von zwölf Teilnehmern mittlerweile in Deutschland Dosen erhalten, teilten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Kooperationspartner Pfizer am Mittwoch mit. Insgesamt soll es im Rahmen der Studie zunächst Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren geben, es handelt sich um eine sogenannte Phase I/II Studie. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte die Studie vor kurzem genehmigt, im Juni sollen erste Daten vorliegen. Sollten die ersten Tests positiv verlaufen, sollen mehr Probanden und auch Risikopatienten in die Prüfung einbezogen werden.

9.41 Uhr: Streaming-Filme einmalig für Oscars zugelassen

Wegen der Coronavirus-Pandemie können in diesem Jahr auch Filme in die Oscar-Auswahl kommen, die nie im Kino waren, sondern ausschließlich bei Streaming-Diensten zu sehen sind. Das teilte die Academy in der Nacht zum Mittwoch in Los Angeles mit.
Normalerweise muss ein Film an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino in Los Angeles zu sehen sein, um für eine Nominierung für die Filmpreise infrage zu kommen. Alle Kinos in Los Angeles sind aber seit mehr als einem Monat wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen.
Nach einer Wiederöffnung der Kinos gelte die vorübergehend gelockerte Regel nicht mehr, hieß es von der Academy. Die nächste Oscar-Verleihung ist für den 28. Februar 2021 geplant. Streaming-Dienste wie Netflix hatten bisher ihre Exklusiv-Produktionen zumindest in wenige Kinos gebracht, damit sie ins Rennen für einen Oscar gehen konnten.

8.46 Uhr: Bundesregierung rechnet mit schwerer Rezession

Die Bundesregierung rechnet infolge der Corona-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Sie erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Dies wäre ein stärkerer Wirtschaftseinbruch als in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Erst 2022 wird laut Prognose das Niveau vor der Corona-Krise erreicht werden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt die Projektion am Mittwochmittag (14 Uhr) in Berlin vor.
Die Frühjahrsprojektion ist auch deswegen wichtig, weil die Eckwerte die Grundlage für die Steuerschätzung im Mai bilden - wegen der Corona-Krise sind dann weniger Steuereinnahmen zu erwarten. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant im Kampf gegen die Krise bereits mit neuen Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro.

7.50 Uhr: So geht es mit Musik leichter durch die Krise

Der Konzert- und Veranstaltungsbetrieb steht still. Somit fehlt die kollektive Musikerfahrung und damit „ein emotionales Erlebnis, das positive Atmosphären erzeugt, die sich sogar chemisch messen lassen“, sagt der Musikpsychologe Stefan Kölsch. Kölsch, Autor des Buches “Good vibrations. Die heilende Kraft der Musik”, macht auf der anderen Seite Mut: „Musik kann auch körpereigene Botenstoffe auslösen, wenn sie allein genossen oder produziert wird, und darüber hinaus Trost und Verbundenheit erzeugen“, sagt der Psychologe und Neurowissenschaftler. Deshalb sei das Singen und Musizieren von Balkonen und offenen Fenstern aus oder in Internet-Chats in Krisenzeiten wie diesen so wichtig. Mehr dazu hier.

7.45 Uhr: Bundesliga-Geisterspiele: Auch Sportminister geben grünes Licht

Nach dem grünen Licht des Arbeitsministeriums gibt es für die Fußball-Bundesliga auch positive Signale von der Sportministerkonferenz für den Wiederbeginn mit Geisterspielen ab Mitte/Ende Mai. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Runde hervor, die der «Rheinischen Post» vorliegt. «Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar», heißt es darin.
Auch das Bundesarbeitsministerium hat nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben. Demnach wurde das weiterentwickelte Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) als positiv befunden.

7.35 Uhr: Sozialwissenschaftler sieht Corona als Katastrophe statt Krise
Die Corona-Pandemie ist nach Überzeugung des Berliner Sozialwissenschaftlers Prof. Martin Voss eine Katastrophe. Dass von ihr in der Regel als Krise gesprochen wird, sieht er kritisch. «Es fehlen bei der Corona-Pandemie die zerstörerischen Bilder und die sofort sichtbaren großen Opferzahlen, die verwundeten Menschen und zerstörten Häuser», sagte Voss, der die Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Freien Universität Berlin leitet, der Deutschen Presse-Agentur. So erscheine es vielen, als wäre alles noch nicht ganz so schlimm.

«Wir haben in den Köpfen ein Bild von einer Katastrophe als Sturm oder Hochwasser», so der Wissenschaftler. Die Pandemie werde jedoch ein Vielfaches der Opfer fordern wie etwa der Tsunami von 2004 oder das Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010. Voss nennt die Corona-Pandemie eine «komplexe Katastrophe», weil praktisch alle Bereiche betroffen und die Auswirkungen nicht wirklich absehbar seien. Die meisten Menschen würden allerdings nicht an der Infektion sterben, sondern an den damit verbundenen indirekten Folgen. «Die Pandemie steht exemplarisch für die komplexen Katastrophen, die uns im 21. Jahrhundert in einer vernetzten Welt zunehmend drohen», warnte Voss.

Ob die Politik angemessen auf die Bedrohung durch die Corona-Pandemie reagiert hat, lasse sich erst auf längere Sicht beantworten. «Wir operieren am offenen Herzen der Gesellschaft in Echtzeit und haben davor gar nicht geübt», sagte er. Offen sei auch, ob die Corona-Krise zu mehr Solidarität führe oder im Gegenteil zu mehr Egoismus.

7.30 Uhr: Hoffnung für den Breitensport

Die Corona-Krise lähmt nicht nur das öffentliche Leben – auch sportliche Aktivitäten sind weitgehend zum Erliegen gekommen. Sportplätze und -hallen sowie Fitnessstudios sind geschlossen. Nur Joggen, Radfahren, Wandern, Kanufahren und Ausritte sind derzeit erlaubt – allein, zu zweit oder mit Mitbewohnern. Experten warnen vor Bewegungsmangel. Die Politik erkennt das Problem – und könnte auch in NRW bald erste Abhilfe schaffen.

6 Uhr: Fast jeder Zweite lehnt Grenzöffnungen für Sommerurlaub ab

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 48 Prozent dafür, die wegen der Corona-Pandemie erlassene Ausreisesperre für Touristen auch im Sommer aufrecht zu erhalten. 20 Prozent sind für eine Öffnung der Grenzen zu einzelnen Ländern. Nur 13 Prozent plädieren dafür, schon im Sommer den Reiseverkehr innerhalb der Europäischen Union wieder vollständig zu erlauben.

5.50 Uhr: Nächstes Corona-Paket der Bundesregierung

Mehr Tests, mehr Unterstützung für Arbeitnehmer, mehr Vorsorge schon für die nächste Grippe-Saison: Die Bundesregierung will heute weitere Hilfsmaßnahmen auf dem Weg bringen, um Folgen der Corona-Krise auf breiter Front abzumilden. Dazu bringen mehrere Ressorts Gesetzespläne ein.

Ein Paket von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht auch umfassendere Meldepflichten für Ärzte und Labore vor. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Krisenmaßnahmen umsetzen, die die Koalitionsspitzen beschlossen hatten. Dazu gehört ein befristet höheres Kurzarbeitergeld bei länger andauerndem Bezug.

Dienstag, 28. April

21.00 Uhr: Grünen-Politiker Palmer entschuldigt sich

Angesichts heftiger Empörung über Äußerungen zum Umgang mit Corona-Patienten hat sich der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer für seine Wortwahl entschuldigt. „Niemals würde ich älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen“, erklärte der Grünen-Politiker am Dienstagabend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Falls er sich „da missverständlich oder forsch ausgedrückt“ habe, tue es ihm leid.Im Sat.1-Frühstücksfernsehen hatte Palmer zuvor erneut eine Lockerung der Corona-Auflagen gefordert und dabei drastische Worte gewählt: „Ich sag es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“, sagte er. Es müsse unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen für Junge und Ältere geben. Einige Kritiker nannten seine Äußerungen „menschenverachtend“. Der Grünen-Politiker schüre Ängste von Millionen alter Menschen, sagte Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

20.45 Uhr: Arbeitsministerium gibt angeblich grünes Licht für Geisterspiele

Die Fußball-Bundesliga hat offenbar eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Geisterspielen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gemacht. Das Bundesarbeitsministerium hat nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben. „Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden“, heißt es demnach mit Blick auf ein weiterentwickeltes Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben von Björn Böhning (SPD) als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium.

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Die DFL und ihre Vereine wollen die Saison unbedingt zu Ende spielen. Foto: DPA

20.33 Uhr: Laut Forschern mehr als eine Million Infektionen in den USA

In den USA hat es Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie bereits mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Virus gegeben. Das ging am Dienstagnachmittag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Demnach starben bereits mehr als 57.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus. In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt.

20.05 Uhr: Mehr als 157.500 Corona-Nachweise in Deutschland - 6054 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagabend mehr als 157.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 156 200 Infektionen). Mindestens 6054 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5842). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt.Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 117.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

19.47 Uhr: Putin verlängert arbeitsfreie Zeit bis Mitte Mai

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin die arbeitsfreie Zeit um gut zwei Wochen verlängert. Diese Regelung gelte nun bis einschließlich 11. Mai, sagte der Kremlchef am Dienstag bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Videokonferenz. Damit wären viele Russen dann insgesamt sechs Wochen bei vollem Lohnausgleich zu Hause. Erst nach dieser Zeit werde es schrittweise Lockerungen geben, meinte Putin.

19.33 Uhr: Familienminister für Kita-Wiedereinstieg in vier Phasen

Die Familienminister von Bund und Ländern empfehlen in der Corona-Krise einen „behutsamen“ Wiedereinstieg in die Kinder-Tagesbetreuung in vier Stufen. Das teilte das Ministerium von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend mit. Ein konkretes Datum für die mögliche Wiederaufnahme des Kita-Betriebs wird in dem gemeinsamen Beschluss nicht genannt. Die vier Phasen umfassen demnach die aktuelle Notbetreuung, eine erweitere Notbetreuung, einen eingeschränkten Regelbetrieb und die Rückkehr zum Normalbetrieb. Der Beschluss soll in die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag einfließen. Letztlich liegt die Entscheidung bei den einzelnen Bundesländern. Oberstes Ziel sei unverändert, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen, hieß es in der Mitteilung.

19.03 Uhr: Nervenkrieg um Lufthansa wird härter

Dass die corona-geschädigte Lufthansa Staatshilfe braucht, ist unstrittig. Einer zu engen politischen Führung will sich das Management aber nicht unterwerfen. Der Nervenkrieg um milliardenschwere Staatshilfen für die corona-geschädigte Lufthansa wird härter.

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In Reih und Glied: Flugzeuge der Fluggesellschaft Lufthansa. Foto: Patrick Pleul

18.44 Uhr: Österreicher dürfen wieder raus

Endlich wieder raus, Freunde treffen, die Familie wiedersehen, Essen gehen und Urlaub im Hotel machen:  Österreich geht mit dem Ende der Ausgangsbeschränkungen am 1. Mai große Schritte in Richtung Normalität. Wie in kaum einem anderen Land Europas scheint die Corona-Krise in der Alpenrepublik im Griff. Einem Hochfahren der Wirtschaft auf immer breiterer Front steht zumindest aktuell nichts im Weg.

18.14 Uhr: Untersuchung zu Viruskonzentration im Rachen von Kindern

In Berlin läuft dem Virologen Christian Drosten zufolge eine Untersuchung zur Rolle von Kindern in der Coronavirus-Pandemie. Im Labor an der Charité sei man dabei, die Viruskonzentration im Rachen von Kindern zu bestimmen, sagte der Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast. Über Ergebnisse und die Datengrundlage könne er wahrscheinlich an diesem Donnerstag sprechen. Drosten erhofft sich demnach mehr Erkenntnisse darüber, ob Kinder das Virus ebenso abgeben wie Erwachsene. Das sei wichtig für die Debatte über Kita-Öffnungen.

18.02 Uhr: Nur 24 neue Infektionen in ganz OWL

In OWL bleibt die Zahl der Neuinfektionen niedrig. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsämter in der Region nur 24 neue Fälle. Im Kreis Gütersloh wurde den fünften Tag in Folge keine Neuinfektion registriert, die Zahl aber um einen Fall reduziert, bei dem ein klinischer, aber kein laborbestätigter Befund vorliegt. Im Kreis Minden-Lübbecke wurde die Zahl der Corona-Fälle am Montag korrigiert. Es gab drei neue Infizierte, drei Fälle aber waren auch falsch erfasst. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 282 Infektionen (+2) - 5 Todesfälle (+0) - 191 Genesene (+10)
  • Kreis Paderborn: 574 Infektionen (+2) - 26 Todesfälle (+0) - 360 Genese (+4)
  • Kreis Lippe: 705 Infektionen (+17) - 27 Todesfälle (+0) - 474 Genesene (+18)
  • Kreis Gütersloh: 587 Infektionen (-1) - 17 Todesfälle (+0) - 459 Genesene (+3)
  • Stadt Bielefeld: 373 Infektionen (+3) - 3 Todesfälle (+0) - 301 Genesene (+46)
  • Kreis Herford: 317 Infektionen (+0) - 5 Todesfälle (+0) - 239 Genesene (+5)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 413 Infektionen (+0) - 7 Todesfälle (+0) - 344 Genesene (+10)
  • OWL gesamt: 3251 Infektionen (+24) - 90 Todesfälle (+0) - 2368 Genesene (+96), damit aktuell noch infiziert: 883

17.49 Uhr: Ministerin Gebauer: Weitere Schüler kehren bald in Klassen zurück

In Nordrhein-Westfalen steht laut Schulministerium die Rückkehr weiterer Schüler in die Klassenräume an. Ab dem 7. Mai könnten Viertklässler und Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen wollen, als nächste Jahrgänge nach wochenlanger Pause zum Präsenzunterricht kommen, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag an. Zuvor hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) ein Rahmenkonzept zur weiteren Schulöffnung in der Corona-Krise beschlossen. Auch gemäß diesem KMK-Beschluss sei eine weitere Öffnung in der kommenden Woche möglich. Ab 4. Mai soll Gebauer zufolge die Wiederaufnahme des Schulbetriebs vorbereitet werden. Damit sei Schulen und Schulleitungen ausreichend Vorlauf gegeben.

17.35 Uhr: Mehr Stromverbrauch durchs Homeoffice

Die Corona-Pandemie könnte die Stromrechnung vieler Haushalte nach Einschätzung des Internet-Vergleichsportals Verivox in diesem Jahr steigen lassen. Gründe seien das weitgehend zum Erliegen gekommene öffentliche Leben und die Arbeit im Homeoffice. „Die Stromkosten sind höher als jemals zuvor, und es ist davon auszugehen, dass der häusliche Stromverbrauch wegen des Kontaktverbotes in diesem Jahr deutlich höher ausfällt als in den Vorjahren“, sagte Verivox-Energieexperte Valerian Vogel.

17.25 Uhr: Wie ein Virus die Welt verändert

Wo breitet sich das Coronavirus gerade am rasantesten aus? Wo sind die Gegenmaßnahmen am härtesten und die Folgen am dramatischsten? Aber auch: Wo gibt es Hoffnung? Diesen Fragen sind Korrespondenten der dpa in aller Welt nachgegangen - von Washington bis Wuhan.

16.51 Uhr: Mehr als 157.200 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 157.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 156.000 Infektionen). Mindestens 6000 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 5817). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag wieder bei 0,9, nachdem sie am Montag kurzfristig auf 1 gestiegen war. Die Zahl 0,9 bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 117.400 (Vortag: 114.500) Menschen die Infektion überstanden.

16.37 Uhr: Streit um Maskenpflicht - Fahrgast schlägt Busfahrer

Gleich zweimal musste die Polizei Dienstagvormittag in einen Streit zwischen einem Fahrgast und einem Busfahrer eingreifen. Dabei wurde der Busfahrer sogar geschlagen. Den Fahrgast nahm die Polizei in Gewahrsam.

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Am Bahnhof Höxter eskalierte der Streit zwischen einem Fahrgast und einem Busfahrer. Foto: Harald Iding

16.23 Uhr: 1171 Tote in NRW - 22.351 Menschen genesen

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Nordrhein-Westfalen am Montag um 300 auf 32.160 Fälle seit Beginn der Pandemie gestiegen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. 40 neue Todesfälle erhöhten die Zahl der Verstorbenen auf 1171.Gemessen an der Gesamtzahl der Infizierten gibt es in NRW pro 100.000 Einwohner 179 Fälle, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 188 Fälle.Mehr als zwei Drittel der Infizierten in NRW sind nach den Daten des Gesundheitsministeriums inzwischen Genesen. Am Dienstag wurden 614 neue Genesene verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie sind es 22.351 Menschen in NRW. Es ist nicht verpflichtend, den Behörden eine Genesung mitzuteilen. Deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung an die tatsächliche Zahl der Genesenen.

15.58 Uhr: Krankenhäuser sollen planbare Operationen wieder durchführen

Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sollten nach Ansicht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) noch mindestens ein Viertel ihrer Intensivbetten für die Behandlung von Covid-19-Patienten freihalten. Angesichts der verlangsamten Ausbreitung des Coronavirus könnten die restlichen Kapazitäten wieder für planbare Eingriffe genutzt werden, wobei es dabei Priorisierungen geben müsse, sagte Laumann am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Trotz der zuletzt auch in NRW gesunkenen Corona-Ansteckungsrate mahnte Laumann zur Vorsicht. Es sei allen bewusst, dass es sich beim Infektionsgeschehen in Deutschland und NRW um einen „dynamischen Prozess“ handele.

15.30 Uhr: Lehrerverband fordert Maskenpflicht an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband hat Beschlüsse der Kultusministerkonferenz kritisiert, keine Maskenpflicht an Schulen einzuführen. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre das zumindest auf Schulfluren, auf dem Pausenhof oder beim Warten auf den Schulbus geboten, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Dort herrsche ein „dynamisches Geschehen“, es könne Gedränge geben. Es sei damit auch viel schwieriger, an solchen Stellen den 1,50 Meter Mindestabstand einzuhalten als im Klassenraum mit weit auseinander gestellten Tischen.

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Schülerinnen und Schüler kommen sich in der Schule naturgemäß manchmal recht nah. Foto: Sven Hoppe

15.15 Uhr: Eltern wünschen sich von Kita-Experten Hilfe für Daheim-Betreuung

Die Eltern von Kita-Kindern wünschen sich in der Corona-Krise Fördertipps von den Erziehern - dies ist eines der Ergebnisse einer Studie der Universität Bamberg. Wie die Hochschule am Dienstag berichtete, sagten bei einer Befragung etwa die Hälfte der Eltern, dass sie von den Kinderbetreuungseinrichtungen gerne Hinweise zur Daheim-Betreuung ihres Kindes, etwa Beschäftigungsideen, hätten. „Wünschenswert wären hier zum Beispiel die Organisation eines (digitalen) Austauschs mit anderen Kindern und Familien, Anregungen zur Förderung der sprachlichen Entwicklung, Reime, Lieder oder auch Bastelanleitungen“, sagte Professorin Yvonne Anders.Bislang haben rund 3200 Eltern sowie mehr als 3000 Kita-Mitarbeiter an der Befragung teilgenommen. Demnach finden es viele Eltern zwar positiv, mehr Zeit für ihre Kinder zu haben (85 Prozent). Andererseits sind die Mütter und Väter nach den Angaben oft am Ende ihrer Kräfte (66 Prozent) und fühlen sich häufig gestresst (73 Prozent).

14.50 Uhr: FDP-Vize Kubicki kritisiert RKI - Zahlen wirken „politisch motiviert“

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat das Robert Koch-Institut und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf kritisiert. Diese „vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert“, sagte Kubicki am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er wies insbesondere auf den Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkünde, melde das RKI bundesweit einen Wert von 1, sagte Kubicki. „Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten.“ Und weiter: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll.“

14.24 Uhr: Palmer: „Wir retten Menschen, die in halbem Jahr sowieso tot wären“

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat erneut eine Lockerung der Corona-Maßnahmen gefordert und dabei drastische Worte gewählt. „Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag im Sat.1-Frühstücksfernsehen. Es müsse unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen für Junge und Ältere geben. Palmer zufolge handelt es sich bei dem Großteil der an einer Corona-Infektion Gestorbenen um Menschen mit Vorerkrankungen, die ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt hätten. Seiner Meinung nach sind die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns gravierender und könnten etwa das Leben armutsbedrohter Kinder kosten. Der Direktor des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm, Dietrich Rothenbacher, betonte dagegen, dass es auch bei jüngeren Erwachsenen schwere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung gebe.

14.14 Uhr: Jeder Schüler soll noch vor Ferien mal in die Schule

Trotz Corona-Beschränkungen sollen alle Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU)  in einem Konzept vor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

13.54 Uhr: Die Renaissance des Wanderns

Was tun, wenn Cafés, Restaurants, Kinos und Bars geschlossen sind? Viele Menschen scheint es als Wanderer in die Natur zu ziehen - ein Trend, der im Sommer und während der Corona-Krise zunehmen könnte.

13.41 Uhr: Modekette Sinn flüchtet unter Rettungsschirm

Die Modehandelskette Sinn sucht angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Das Amtsgericht Hagen habe für das Unternehmen mit Filiale in Bielefeld ein entsprechendes Insolvenzverfahren eröffnet. Ein Wirtschaftsprüfer habe bestätigt, dass Sinn zahlungsfähig sei. Das sei Voraussetzung für ein Schutzschirmverfahren, sagte Firmenchef Friedrich Wilhelm Göbel am Dienstag.

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Die Sinn-Filialen bleiben trotz des Rettungsverfahrens geöffnet, so auch die in Bielefeld. Foto: Bernhard Pierel

13.31 Uhr: Telekom und SAP sollen Corona-App entwickeln

Die geplante Corona-App für den Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionen soll nach Angaben der Bundesregierung von der Telekom und SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Grundlage soll eine „dezentrale Softwarearchitektur“ sein, wie die Ministerien für Gesundheit, für Inneres und das Kanzleramt am Dienstag mitteilten. Kernaufgabe der App sei, dass Bürger nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten schnellstmöglich darüber informiert werden. Hierdurch werde eine zeitnahe Isolation der Betroffenen ermöglicht, Infektionsketten würden unterbrochen. Nach der Fertigstellung durch die Telekom und SAP soll die Corona-App durch das Robert-Koch-Institut herausgegeben werden.

13.23 Uhr: Wer entscheidet, ob der Ball in der Bundesliga wieder rollt?

Alle reden mit - wie so oft beim Fußball. Aber wer entscheidet eigentlich? In der Debatte um die Geisterspiele in der 1. und 2. Bundesliga hat jedenfalls die Politik das Sagen. Und dennoch fließen Meinungen von anderen wichtigen Stellen in der Corona-Krise mit ein. Ein Überblick.

12.53 Uhr: Corona-Massentest in Hochhaus-Komplex: Fünf infiziert

Fünf Bewohner des abgeriegelten Hochhauskomplexes in Grevenbroich sind mit dem Coronavirus infiziert.  Alle anderen Ergebnisse der insgesamt 377 getesteten Bewohner seien negativ, teilte der Rhein-Kreis Neuss mit.

Den Bewohnern waren am Sonntag in einem aufwendigen Verfahren Proben für die Tests entnommen worden. Seitdem durften sie das Gelände nicht verlassen. Der Massentest war notwendig geworden, weil laut Behörden infizierte Bewohner die Quarantäne nicht eingehalten hatten.

12.44 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof lässt 800-Quadratmeter-Regel prüfen

Die Essener Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof geht erneut juristisch gegen die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster von Dienstag hat das Unternehmen für seine Kaufhäuser und die Tochter Karstadt Sports Eilverfahren am OVG eingereicht.

Das Land erlaubt die Öffnung von Geschäften, wenn die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet. Diese Regelung greift das Unternehmen jetzt an. Zuvor waren bereits Eilverfahren anderer Kaufhäuser gegen die umstrittene Öffnungsregel in Münster eingegangen, über die das OVG in dieser Woche zuerst entscheidet.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte bereits Mitte April gegen die Coronaschutzverordnung geklagt, seinen Eilantrag dann aber nach neuen Regelungen der Landesregierung zurückgezogen.

12.15 Uhr: Bahn verlängert Kulanzregelung über 1. Mai hinaus

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will,  kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen.

10.55 Uhr: 156.200 Nachweise und 5845 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag mehr als 156.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 155.500 Infektionen). Mindestens 5845 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 5738). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Ansteckungsrate ist laut der am Montagabend veröffentlichten Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder gestiegen. Demnach steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 117.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.50 Uhr: Mehrheit laut Umfrage für wissenschaftsbasierte Politik-Entscheidungen

Große Teile der Bevölkerung in Deutschland finden laut einer Umfrage, dass die Politik in der Pandemie die Wissenschaft berücksichtigen sollte. 81 Prozent stimmten der Aussage voll und ganz oder eher zu, dass politische Entscheidungen im Umgang mit Corona auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollten. Das geht aus Ergebnissen der repräsentativen Umfrage Wissenschaftsbarometer Corona Spezial im Auftrag der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Dafür wurden Mitte April 1009 Menschen in Deutschland telefonisch vom Institut Kantar befragt.

Bei der vergangenen Befragung vor rund einem halben Jahr waren deutlich geringere Zustimmungswerte für eine ähnliche Frage erfasst worden: Damals war gut die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer für generell wissenschaftsbasierte Politik-Entscheidungen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen allerdings bei einer Minderheit der Bundesbürger auch wissenschaftskritische Einstellungen: Der Aussage, dass für den Umgang mit Corona der gesunde Menschenverstand ausreichend sei und es keinen Bedarf an wissenschaftlichen Studien gebe, stimmten 22 Prozent voll und ganz oder eher zu.Die Umfrage Wissenschaftsbarometer gibt es seit 2014. Wissenschaft im Dialog ist eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, hinter der große deutsche Wissenschaftsorganisationen stehen.

10.16 Uhr: Jedes neunte Geschäft im Einzelhandel von Insolvenz bedroht

Rund jedes sechste Einzelhandelsgeschäft in Deutschland könnte nach Angaben des Handelsverbands infolge der Corona-Krise Insolvenz anmelden müssen.

«Wir fürchten, dass nun bis zu 50.000 Geschäfte von Insolvenzen betroffen sein könnten, weil ihr Eigenkapital insbesondere wegen hoher Mietforderungen nicht ausreicht», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Nach Angaben des Verbands gibt es in Deutschland rund 450.000 Einzelhandelsgeschäfte.

9.23 Uhr: Unternehmen bereiten sich laut Ifo-Institut auf Entlassungen vor

Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Corona-Krise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau.

«Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor», fasste das Münchener Forschungsinstitut das Ergebnis einer Umfrage zusammen. Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. Auch der Rückgang des Indexwertes war der stärkste, der vom Ifo-Institut jemals ermittelt wurde.

9.20 Uhr: Spahn: Kliniken sollen wieder in Normalbetrieb

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Länder aufgefordert, die Zahl der Intensivbetten herunterzufahren, die in den Krankenhäusern für Covid-19-Patienten reserviert sind.

Die Entwicklung bei den Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt es nach Informationen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) in einem Konzept, das Spahn an seine Länderkollegen verschickt hat.

8.45 Uhr: Hausärzte machen mit Nacktprotest auf Materialmangel aufmerksam

Masken, Handschuhe, Kittel: Um auf den Mangel von Schutzmaterial in der Corona-Krise aufmerksam zu machen, haben sich einige Hausärzte zu einem ungewöhnlichen Online-Protest entschlossen. Nackt - teils nur mit Stethoskop bekleidet - wollen sie unter dem Motto #blankebedenken für eine bessere Ausstattung werben. 

Auf der Internetseite der Kampagne heißt es: „Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung. Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus.“ Auf einem der Fotos ist zu sehen, wie sich eine kaum bekleidete Ärztin ihre langen Haare als Mundschutz um das Gesicht wickelt. Eine andere hält ein Schild in der Hand mit der Aufschrift: „Ich habe gelernt, Wunden zu nähen. Warum muss ich jetzt Masken nähen können?“

Seit Wochen fordern Hausärzte in Deutschland in der Corona-Krise mehr Schutz. „Unterstützt die, die euch schützen!“, hieß es Anfang des Monats in einer gemeinsamen Mitteilung des Deutschen Hausärzteverbands und der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

8.17 Uhr: Ansteckungsrate steigt laut RKI wieder

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder gestiegen.

Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0 (Datenstand 27.04. 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

8.05 Uhr: Erster NRW-Polizist ist Opfer des Coronavirus geworden

Die Kreispolizeibehörde Paderborn trauert um einen Kollegen, der in der vergangenen Woche dem Corona-Virus zum Opfer gefallen ist. Der 54-Jährige war im Wachdienst beschäftigt und soll sich im privaten Umfeld angesteckt haben.

Nach Auskunft des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg ist der Beamte das erste Corona-Opfer in den Reihen der nordrhein-westfälischen Polizei, bei der 40.000 Polizeibeamte beschäftigt sind.

7.58 Uhr: Mehr Stromverbrauch durchs Homeoffice

Wegen der Corona-Pandemie könnte die Stromrechnung nach Einschätzung des Internet-Vergleichsportals Verivox für viele Haushalte in diesem Jahr steigen. Grund seien das weitgehend zum Erliegen gekommene öffentliche Leben und die Arbeit im Homeoffice. 

6.40 Uhr: Verein Good Hope aus Halle muss in Tansania unerwartete Herausforderungen meistern

6700 Kilometer liegen zwischen Peter Schulte (73) und Walther de Nijs (54), als die beiden am Montag telefonieren. Schulte ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Good Hope aus Halle, der seit neun Jahren in Tansania einen Kindergarten, ein Waisenhaus und eine Schule unterhält. Der Niederländer Walther de Nijs ist die gute Seele vor Ort, die sich um alles kümmert – und seit März als Corona-Krisenmanager viele neue Aufgaben hat.

6.35 Uhr: Ein Streifzug durch das „maskierte“ Ostwestfalen

Seit Montag gilt in NRW die Mundschutzpflicht. Das WESTFALEN-BLATT hat sich in der Region umgeschaut.

6.30 Uhr: Madrid und Paris wollen Corona-Auflagen lockern

Großbritannien wagt sich noch nicht an Lockerungen in der Corona-Krise, drei andere besonders stark betroffene Länder in Europa schon. Nach Italien wollen nun auch Spanien und Frankreich den Menschen wieder etwas mehr Freiheiten einräumen.

6.20 Uhr: Corona-Massentest in Hochhaus-Komplex: Ergebnisse erwartet

Das Ausmaß der Coronafälle in einem abgeriegelten Hochhauskomplex in Grevenbroich könnte heute deutlich werden:  Nach den Coronavirus-Tests bei 377 Bewohnern werden die Ergebnisse dazu erwartet.

Außerdem laufen nach einem Leichenfund in dem Hochhauskomplex polizeiliche Ermittlungen. In der Wohnung eines 58-Jährigen, der seit längerem nicht gesehen wurde, fanden Einsatzkräfte am Montagnachmittag einen Toten. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich dabei um den Bewohner handelt. Ob der Mann an Corana erkrankt war, war zunächst aber nicht bekannt.

6.15 Uhr: Trump rechnet mit «spektakulärer» Erholung der US-Wirtschaft

Mehr als 26 Millionen Arbeitslose, ein befürchteter Rückgang des Wachstums wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr - US-Präsident Trump bricht sein wichtigstes Wahlkampf-Argument weg. Nun verbreitet Trump Optimismus: Die Wirtschaft werde «phänomenal» zurückkommen.

Montag, 27. April

20.45 Uhr: New York sperrt 160 Kilometer für Autos und Lastwagen

In der Corona-Krise könnten in der Millionenmetropole New York bis zu 160 Kilometer Straße für Autos und Lastwagen gesperrt werden. Zudem sollen Bürgersteige erweitert und Fahrradwege ausgebaut werden, kündigte Bürgermeister Bill de Blasio an. Die ersten rund 65 Kilometer Straßen sollten bereits in den kommenden vier Wochen gesperrt werden, die restlichen im Lauf des Sommers. Die Menschen sollen mit den Straßensperrungen einfacher Abstand voneinander halten können. In der Millionenmetropole gelten zwar strenge Ausgangsbeschränkungen, Sport und Bewegung an der frischen Luft sind aber erlaubt. In den Parks wird es deswegen vor allem bei schönem Wetter schnell sehr voll. Die Straßen sollen so lange geschlossen bleiben, wie die Ausgangsbeschränkungen gelten.

20.00 Uhr: Ansteckung bei illegaler Grillparty

Nach einer Grillparty im Kreis Nordfriesland haben sich mehrere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Drei der sieben Gäste wurden bereits positiv getestet, wie die Kreispressestelle in Husum am Montag auf Anfrage mitteilte. Die Ergebnisse der anderen stünden noch aus. „Erst in den nächsten zwei Wochen wird sich herausstellen, wie groß der Schaden ist, den die sieben Personen mit ihrem Grillabend angerichtet haben“, sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamts Nordfriesland, Antje Petersen. Die Kreispressestelle betonte, das Grillfest sei nicht erlaubt gewesen, da die Gäste mehrfach den Mindestabstand missachtet hätten und auch in keinem gemeinsamen Haushalt lebten. Alle Gäste stünden nun unter Quarantäne, während das Gesundheitsamt ihre Kontaktpersonen ermittele.

19.43 Uhr: Weltweit mehr als 207.000 Tote

US-Wissenschaftlern zufolge sind seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit bereits mehr als drei Millionen Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen worden. Das ging am Montag aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Demnach starben bereits mehr als 207.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert.

19.10 Uhr: Kultusminister wollen Dienstag Rückkehr-Vorschlag für Schulen machen

Die Kultusminister der Länder wollen sich an diesem Dienstag auf ein Konzept für die schrittweise weitere Öffnung der Schulen einigen. Das teilte eine Sprecherin des Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz am Montagabend mit. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) führt zurzeit den Vorsitz in der Kultusministerkonferenz. Bei einer Telefonkonferenz hatten die Minister am Montag rund zwei Stunden lang über ein „Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in den Schulen“ in der Corona-Krise gesprochen. Über den Inhalt machte die Kultusministerkonferenz keine Angaben.

18.56 Uhr: Beiträge für Kindertagesbetreuung auch für Mai ausgesetzt

Zur Entlastung von Eltern in der Corona-Krise werden die Beiträge für die Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen auch für Mai ausgesetzt. Das Land und die Kommunen verzichteten wie bereits im April auch im Monat Mai erneut landesweit auf die Erhebung der entsprechenden Elternbeiträge, gab die Landesregierung am Montagabend bekannt. Damit müssten die Eltern, unabhängig von der Wahrnehmung eines Betreuungsangebots, auch für den Mai keine Elternbeiträge aufbringen.

18.40 Uhr: Keine weiteren Toten in OWL

In Ostwestfalen-Lippe sind im Vergleich zum Vortag keine weiteren Menschen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Damit bleibt die Zahl bei 90 Todesfällen. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg um 12 auf 3228, als Genesen gelten in OWL 2259 (+27). Im Kreis Gütersloh wurde die Zahl der Genesenen um eins nach unten korrigiert, weil eine Person aus Rheda-Wiedenbrück doch noch nicht genesen ist. Im Kreis Padernborn, genauer in Hövelhof, verhält es sich so, dass eine am Sonntag als gesund gemeldete Person noch einmal die Quarantäne verlängern musste. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 280 Infektionen (+1) - 5 Todesfälle (+0) - 181 Genesene (+0)
  • Kreis Paderborn: 572 Infektionen (+1) - 26 Todesfälle (+0) - 356 Genese (+26)
  • Kreis Lippe: 688 Infektionen (+0) - 27 Todesfälle (+0) - 456 Genesene (+0)
  • Kreis Gütersloh: 588 Infektionen (+0) - 17 Todesfälle (+0) - 456 Genesene (+0)
  • Bielefeld: 370 Infektionen (+10) - 3 Todesfälle (+0) - 255 Genesene (+1)
  • Kreis Herford: 317 Infektionen (+0) - 5 Todesfälle (+0) - 234 Genesene (+0)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 413 Infektionen (+0) - 7 Todesfälle (+0) - 334 Genesene (+14)
  • OWL gesamt: 3228 Infektionen (+12) - 90 Todesfälle (+0) - 2259 Genesene (+27), damit aktuell noch infiziert: 969

18.11 Uhr: 31.860 Infektionen und  1131 Tote in NRW

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Nordrhein-Westfalen am Montag um 203 auf insgesamt 31.860 Fälle seit Beginn der Pandemie gestiegen. Zudem wurden 35 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt starben nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums 1131 infizierte Menschen in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Corona-Pandemie. Nach den jüngsten Daten von Montag meldeten sich weiter 154 Menschen als genesen. Die Gesamtzahl der bekannten Genesungsfälle beträgt in dem bevölkerungsreichsten Bundesland nunmehr 21.737. Es ist nicht verpflichtend, den Behörden eine Genesung mitzuteilen, deswegen ist diese Angabe nur eine Annäherung an die tatsächliche Anzahl.

18.05 Uhr: Sportminister: Bundesliga-Fortsetzung weiter frühestens ab Mitte Mai

Die Sportministerkonferenz (SMK) hat sich erneut für eine Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison frühestens ab Mitte Mai ausgesprochen. „Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fußball-Bundesliga vor leeren Zuschauerrängen erachtet die SMK nach wie vor ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar“, sagte die SMK-Vorsitzende, die Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne), einer Mitteilung zufolge am Montag. „Die Deutsche Fußball-Liga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen.“ Zu einer abschließenden Einigung sei es bei der telefonisch durchgeführten Konferenz der Sportministerinnen und -minister der Bundesländer am Montag nicht gekommen, heißt es in der Mitteilung. Eine solche soll im Bundeskanzleramt bis zu diesem Dienstagabend vorgelegt werden.

17.50 Uhr: Sommerurlaub: Wie es gehen könnte und wie eher nicht

Die Urlaubszeit naht - und zugleich gerät die Tourismusbranche immer stärker unter Druck. Trotz Corona-Pandemie könnte es aus Sicht der Bundesregierung eine Lösung geben, die vielem gerecht wird: Deutschland-Ferien.

17.09 Uhr: Ministerin Giffey: Brauchen eine Perspektive für Kita-Öffnung

Familienministerin Franziska Giffey hat sich erneut gegen eine zu lange Schließung von Kitas in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Kinder und ihre Familien müssen stärker in den Fokus rücken, wenn wir über eine schrittweise Rückkehr zu etwas mehr Normalität sprechen“, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Eine pauschale Schließung der Kitas für über 80 Prozent der Kinder bis zu den Sommerferien könne nicht die Antwort sein.„Im Leben eines Kindergartenkindes und für seine Entwicklung bedeutet schon ein Monat eine unglaublich lange Zeit“, argumentierte Giffey. „Wenn Kitas über Monate Kindern nicht zugänglich sind, ist das eine Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann.“

16.53 Uhr: Poggenpohl stellt Insolvenzantrag

Der Küchenhersteller Poggenpohl Möbelwerke GmbH hat angesichts erheblicher Auftrags- und Umsatzrückgänge seit Ausbruch der Corona-Pandemie Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ein Sprecher des Bielefelder Amtsgerichts bestätigte am Montag den Insolvenzantrag.

16.48 Uhr: Virologe Drosten erhält Morddrohungen

Der in der Corona-Krise viel in den Medien präsente Virologe Christian Drosten wird nach eigenen Angaben mit dem Tod bedroht. Für viele Deutsche sei er der Böse, der die Wirtschaft lahmlege, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité in einem Interview der britischen Zeitung „Guardian“, über das mehrere Medien am Montag berichteten. Er leite die Drohungen an die Polizei weiter. Nachts wach hielten ihn allerdings vielmehr die E-Mails von Eltern, die ihm von ihren Sorgen vor der Zukunft berichteten. Der Experte für Coronaviren hatte schon vor einiger Zeit in seinem NDR-Podcast berichtet, dass er Hassbotschaften bekomme.

16.37 Uhr: Mehr als 156.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 5817 Tote

In Deutschland sind bis Montagnachmittag mehr als 156.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 155.100 Infektionen). Mindestens 5817 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 5720). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Sonntag wie in den Tagen zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 114.500 (Vortag: 112.000) Menschen die Infektion überstanden.

15.55 Uhr: Tourismusbeauftragter: Mieten von Ferienhäusern im Sommer realistisch

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat Hoffnung auf Sommerurlaube in gemieteten Ferienwohnungen und -häusern gemacht. „Ich glaube, dass ein Urlaub eher regional dieses Jahr möglich sein wird“, sagte Bareiß am Montag nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. Er glaube, es werde „im Sommer problemlos möglich sein“, Ferienwohnungen und Ferienhäuser zur Vermietung aufzumachen.Er sehe auch keinen Grund, normale Hotelzimmer nicht schrittweise zu öffnen, sagte Bareiß. Für die Hotelrestaurants und Frühstücksbuffets könne man Lösungen finden. Ein „Nebeneinanderliegen so Handtuch an Handtuch am Nordseestrand“ werde es aber nicht geben können. „Auch da muss man klar definieren, wie Abstände eingehalten werden können.“ Die Besuchermagnete dürften nicht zu Infektionsherden werden.

15.30 Uhr: Mehrheit der Deutschen für Coronavirus-Impfpflicht

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für eine verpflichtende Impfung gegen das neue Coronavirus. 45 Prozent der Befragten wünschen sich auf jeden Fall eine Impfpflicht, sobald es einen Impfstoff gibt. 16 Prozent beantworteten die Frage mit „eher ja“. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Civey-Instituts für das Nachrichtenportal t-online.de hervor. Knapp ein Drittel der repräsentativ ausgewählten Befragten lehnte eine Impfpflicht ab. Der Rest war unentschieden.

14.41 Uhr: Kein baldiges Ende der Reisewarnungen

In der Corona-Krise ist bei den aktuellen Reisewarnungen und Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Das Auswärtige Amt strebe bei Gesprächen in Brüssel aber mit den EU-Partnern an, gemeinsame Kriterien dafür zu entwickeln, wann der Reiseverkehr und der Verkehr insgesamt wieder aufgenommen werden könne, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin.„Die Reisewarnung gilt aktuell bis zum 3. Mai, und über die Verlängerung muss bis dahin gesprochen und entschieden werden“, sagte der Sprecher. Er sprach von einem „klaren Erwartungsmanagement“, dass die Urlaubssaison 2020 anders sein werde als gewünscht und gewohnt. „Es gibt noch keine förmliche Entscheidung, aber Sie hören aus meinen Worten, dass mit einem baldigen Ende der Reisewarnungen jetzt nicht unmittelbar zu rechnen ist“, sagte er.

14.24 Uhr: Bundesregierung dämpft Hoffnung auf schnelle neue Lockerungen

Bei der Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise an diesem Donnerstag sind kaum weitgehende neue Lockerungen zu erwarten. Regierungssprecher Steffen Seibert dämpfte am Montag die Hoffnungen. „An diesem 30. April wird es wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben“, sagte er in Berlin. Der Termin komme zu früh, um die Auswirkungen der zuletzt beschlossenen Öffnungen beurteilen zu können. Stattdessen verwies Seibert auf die nächsten geplanten Beratungen am 6. Mai. Die Bundesregierung müsse bei den verschiedenen Öffnungsschritten immer im Blick haben, wie sich die Infektionszahlen veränderten, sagte Seibert. Derzeit berät sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) alle zwei Wochen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder.

14.14 Uhr: Mann hustet in Gütersloh mit Absicht Menschen an - Festnahme

In Gütersloh soll ein 40 Jahre alter Mann Menschen vor einem Supermarkt mit Absicht angehustet haben. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen, gegen ihn wurde zudem ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Das teilte die Polizei am Montag mit. Demnach habe am Freitag eine Zeugin die Beamten alarmiert. Der 40-Jährige soll die in einer Schlange wartenden Personen mehrfach nach Geld und Zigaretten gefragt haben. Die Polizisten nahmen den Mann nach ihrer Kontrolle in Gewahrsam - um weitere Straftaten zu verhindern, wie es hieß. Ob er an Corona erkrankt ist oder entsprechend getestet wurde, konnte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage nicht sagen.

13.40 Uhr: Verbot für große Geschäfte verfassungswidrig

Die geltende 800-Quadratmeter-Regel bei der Öffnung von Geschäften sorge für eine Ungleichbehandlung, erklärt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Und ist damit verfassungswidrig. An ihrer Gültigkeit ändert das aber nichts.

13.25 Uhr: Kramp-Karrenbauer warnt vor „massiven Lockerungen“

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor „massiven Lockerungen“ im Kampf gegen das Coronavirus gewarnt. „Über massive Lockerungen zu reden bei einer Zahl von 2000 Neuinfektionen, das ist eine Wette, die, ich sage mal, riskant ist“, sagte die Verteidigungsministerin am Montag bei einem Besuch in Leipzig. Sinnvoll sei dies erst bei 1000 Neuinfektionen pro Tag „oder noch besser bei 600 oder bei 500“. „Ich hoffe, dass es in dieser Woche in der Schalte mit den Ministerpräsidenten auch noch einmal eine größere Verständigung darüber gibt“, so Kramp-Karrenbauer.

12.01 Uhr: Arminia versteigert Trikots für den guten Zweck

DSC Arminia Bielefeld unterstützt das Klinikum Bielefeld in der Bewältigung der Corona-Krise und bekundet damit seine Solidarität und Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitern, die sich in diesen Zeiten in besonderem Maße für die Gesundheit der Menschen in dieser Stadt einsetzen. Verein und Klinikum kooperieren künftig unter dem Motto „Fußball unterstützt #alltagshelden“. Als erste Aktion werden originalsignierte Trikots versteigert. 

10.58: Arzneimittel-Versorgung ist einfacher

Apotheken können ihre Patienten einfacher und schneller mit wichtigen Arzneimitteln versorgen. Bei Lieferengpässen kann die Apotheke beispielsweise leichter Alternativpräparate abgeben, ohne dass den Patienten dabei Mehrkosten entstehen. 

9.49 Uhr: Laschet rechnet mit Freigabe für Bundesliga-Spielbetrieb

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rechnet mit einer Zustimmung der zuständigen Behörde für einen Neustart der Fußball-Bundesliga. Im Bundesarbeitsministerium werde das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer bewertet, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung „Anne Will“ am Sonntagabend. „Die werden uns einen Vorschlag machen. Ich gehe davon aus, was ich so bisher höre, dass die Kriterien erfüllt sind“, fügte Laschet hinzu.

9.24 Uhr: Einführungsdatum von Corona-App ungewiss

Die Bundesregierung hat sich am Wochenende bei der Corona-Warn-App für eine dezentrale Speicherung entschieden. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßt den Kursschwenk der Bundesregierung hin zu einer dezentralen Variante. Diese Lösung ist nach Einschätzung von Experten besser für den Datenschutz als ein zentraler Abgleich der Daten. Zudem wird damit der Weg frei, die Apps mit den Smartphone-Systemen von Apple und Google zu verknüpfen. Das dürfte die Apps effizienter und sicherer machen.

Die Corona-Apps sollen helfen, die Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

9.15 Uhr: Staatshilfen für Condor

Der angeschlagene Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission erteilte angesichts der Coronavirus-Pandemie heute die Genehmigung für ein Kreditprogramm der Bundesregierung in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro.

8.56 Uhr: Erste Restaurants in Stockholm wegen Corona-Verfehlungen geschlossen

Wegen Verstoßes gegen die Coronavirus-Abstandsregeln sind in Stockholm fünf erste Restaurants geschlossen worden. Trotz vorheriger Inspektionen und der Möglichkeit zur Korrektur hätten die Betreiber der Lokale die Vorschriften und Empfehlungen der schwedischen Gesundheitsbehörde zum Kampf gegen die Corona-Verbreitung nicht erfüllt, teilte die Region Stockholm am Sonntagabend mit.Die Schließungen hätten vor allem mit dem Gedränge sowohl im Lokal als auch davor zu tun. Die Lage im Gesundheitswesen sei extrem angespannt, weshalb die Ausbreitung des Coronavirus abgebremst werden müsse.

8.40 Uhr: Ruf nach Klimaschutz trotz Corona

Die Forderung nach mehr Klimaschutz auch in der Corona-Krise wird lauter. Vor internationalen Klimagesprächen, zu denen die Bundesregierung eingeladen hat, verlangen mehr als 60 Unternehmen gemeinsam, Konjunktur- und Investitionsprogramme «systematisch klimafreundlich auszurichten». Darunter sind Konzerne wie Thyssenkrupp und Bayer, der Stahlhersteller Salzgitter und Wacker Chemie. Wie sich der Kampf gegen die Pandemie und gegen den Klimawandel verbinden lassen, ist am Montag und Dienstag das Thema beim Petersberger Klimadialog. Das jährliche Spitzentreffen findet erstmals als Videokonferenz statt.

8.15 Uhr: Gewinneinbruch bei Adidas

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie einen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sank um 97 Prozent auf 20 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute mitteilte. Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zurück. Für das zweite Quartal kündigte Adidas einen nochmals stärkeren Rückgang bei Umsatz und Ergebnis an. Weiterhin seien weltweit mehr als 70 Prozent der Läden geschlossen, hieß es. 

7.44 Uhr: NRW-Familienminister fordert Handlungsfreiheit für die Länder

Kitas in Nordrhein-Westfalen sollen nach Vorstellung von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) schon bald wieder öffnen. Gleiches soll für die Spielplätze gelten. Dafür sollen die Länder mehr Freiheiten erhalten: "Mir ist es sehr wichtig, dass wir uns kein Korsett schaffen, in dem die Länder alles gleich machen müssen. Die Länder brauchen mehr Freiheit beim Umgang mit der Pandemie insgesamt, weil die Entwicklung regional unterschiedlich ist", sagte Stamp.

7.12 Uhr: Kanzleramtschef mahnt zum Zusammenhalt

Kanzlerin Merkel will mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag erneut über die Corona-Krise beraten. Kanzleramtschef Helge Braun zieht eine gemischte Zwischenbilanz - und mahnt zum Zusammenhalt. Das Kanzleramt hat sich dabei auch ausdrücklich zu einer regional angepassten Reaktion auf die Corona-Krise bekannt: Bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern «muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann», schreibt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Zwischenbilanz der Maßnahmen im Kampf gegen Corona für die Koalitions-Abgeordneten von Union und SPD.

6.40 Uhr: Vorsichtige Lockerungen in etlichen Staaten

Nach wochenlangem Stillstand wegen der Corona-Pandemie lockern einige Staaten vorsichtig und schrittweise ihre teils einschneidenden Beschränkungen im Alltags- und Wirtschaftsleben. Italien hebt ab dem 4. Mai eine Reihe von Beschränkungen auf und erlaubt etwa wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. 

In der Schweiz dürfen ab diesem Montag etwa Friseurgeschäfte, Kosmetik- oder Nagelstudios sowie Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen. In der Türkei können nach einer viertägigen weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 30 weiteren Städten und Provinzen die Menschen ihre Häuser wieder verlassen. In dem vom Virus stark getroffenen Spanien durften gestern nach sechs Wochen kompletter Ausgehsperre Kinder bis 14 Jahre erstmals wieder das Haus verlassen - und das sind landesweit etwa 5,8 Millionen. Es gelten aber strenge Auflagen.

6.32 Uhr: Handel in OWL ist vorbereitet

Die Maskenpflicht gilt ab heute in NRW nicht nur im Öffentlichen Personennahverkehr, sondern auch in Geschäften und Einkaufsmärkten. „Der Handel ist darauf vorbereitet“, versprach am Sonntag der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes in OWL, Thomas Kunz. Die Ladeninhaber hätten sich oft schon vor einigen Tagen mit Gesichtsschutz für ihre Mitarbeiter eingedeckt. Einige Händler halten einfache Masken bereit, die sie an ihre Kunden kostenlos oder gegen Entgelt abgeben. Man solle aber nicht davon ausgehen, dass das überall so ist, sagt Kunz. Die Verpflichtung, eine Maske mitzubringen, liege beim Kunden.

6.15 Uhr: VW schaltet auch am Stammsitz wieder Bänder an

Nach fast eineinhalb Monaten Zwangspause in der Corona-Krise fährt der VW-Konzern die Autoproduktion auch in der Wolfsburger Zentrale wieder langsam an. Im sächsischen Zwickau, wo das neue E-Modell ID.3 gefertigt wird, sowie bei den SUVs und Kleinwagen in Bratislava (Slowakei) hatte das Unternehmen kürzlich schon mit dem Neustart begonnen. Neben Wolfsburg sollen nun Hannover und Emden sowie weitere Standorte in Europa hinzukommen.

Während der Unterbrechung - Mitte März ausgelöst durch die eingebrochene Autonachfrage, weltweit gekappte Lieferketten und Ansteckungsrisiken in den Fabriken - hatte VW nur kleine Bereitschaftsteams in den Werken gehalten.

6.05 Uhr: In NRW gilt ab heute Maskenpflicht

In der Coronavirus-Krise geht es in Deutschland mit den Lockerungen weiter: Bereits vergangene Woche kehrten Tausende Jugendliche in vielen Bundesländern für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen an die Schulen zurück - jetzt kommt der nächste Schwung. Das weitere Vorgehen aber ist noch offen, soll nun aber auch festgezurrt werden.

Gleichzeitig sind Millionen Deutsche in der ganzen Bundesrepublik ab heute vielerorts zum Tragen von Schutzmasken verpflichtet. In NRW gilt: Im öffentlichen Personennahverkehr sowie beim Einkaufen müssen die Bürger einen Mund-Nase-Schutz tragen, hinzu kommen Wochenmärkte, Haltestellen, Bahnhöfe, Taxis, Arztpraxen, Post, Bank und Tankstellen.

Sonntag, 26. April

20.54 Uhr: Italien lockert die Corona-Beschränkungen

Italien lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Corona-Beschränkungen und erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom bei der Vorstellung eines Gesamtplans zur schrittweisen Öffnung des Landes an.

20.17 Uhr: New York plant langsame Rückkehr zur Normalität

Der Gouverneur des besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vorgelegt. „Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren“, sagte Andrew Cuomo, „aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen.“ Firmen sollen zum Beispiel sicherstellen, dass in ihren Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden können und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben.

Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo – vorausgesetzt, die Lage bessere sich weiterhin. Zu den Hoch-Zeiten der Pandemie starben in New York täglich fast 800 Menschen, am Samstag fiel die Zahl der Toten nun unter 400. Cuomo fürchtet aber, dass sich das wieder ändern könnte, wenn der Lockdown zu schnell endet. „Machen wir jetzt einen Fehler“, sagte er, „dann verspielen wir womöglich alle Erfolge.“

19.20 Uhr: Laschet: Am Donnerstag keine fundamentalen Entscheidungen zu erwarten

Der nordrhein-westfälische Regierungschef Armin Laschet dämpft die Erwartungen an das nächste Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über den Kampf gegen die Corona-Epidemie. „Ich glaube, dass wir am Donnerstag keine neuen fundamentalen Entscheidungen haben werden“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag im ARD-„Bericht aus Berlin“. Es sei verabredet gewesen, dass man nach den ersten Lockerungsmaßnahmen zwei Wochen abwarte. „Da braucht man auch ein bisschen Geduld.“ Man werde vor allem über Kinder und Jugendliche sprechen, über Amateursport, über Spielplätze sowie den Umgang mit Gottesdiensten.

Grundsätzlich warb Laschet dafür, Fragen der Corona-Beschränkungen ganzheitlich zu diskutieren - „dass man auch mal denkt, welche Schäden richten wir eigentlich an durch den Lockdown. Was heißt das für Kinder und Jugendliche, die in Wohnungen sind, die nicht mehr in die Kita kommen?“ Man müsse viel umfassender diskutieren und nicht jeden Tag auf die Infektionszahlen schauen.

18.45 Uhr: Maskenpflicht-Kontrollen in Padersprinter-Bussen

In den Bussen des Padersprinters wird von diesem Montag an die neu eingeführte Maskenpflicht kontrolliert. Fahrscheinkontrolleure seien dann wieder im Einsatz und würden stichprobenartig prüfen, ob die Fahrgäste einen geeigneten Mund-Nasenschutz tragen,  teilte das Unternehmen mit.

18.05 Uhr: Bielefelder Gastronomen machen auf prekäre Situation aufmerksam

Hunderte von leeren Stühlen auf dem Rathausplatz haben in der Bielefelder Innenstadt die Blicke der Passanten auf sich gezogen. Mit der Aktion griff der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Ostwestfalen eine Initiative der Interessensgemeinschaft Sächsischer Gastronomen auf, um durch kreativen Protest auf die prekäre Situation des Gastronomiegewerbes aufmerksam zu machen. 

Zwar begrüße man die Herunterstufung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für Speisen als ein gutes Signal, sagte Regine Tönsing, Hauptgeschäftsführerin der Dehoga OWL. Gleichwohl würden viele Betriebe ohne zusätzliche direkte Finanzhilfen die Krise nicht überleben.

17.22 Uhr: Bundesarbeitsminister plant Gesetz für Recht auf Homeoffice

Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge ist die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice während der Corona-Krise von 12 auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Recht auf Arbeit von zu Hause aus in Zukunft gesetzlich verankern: "Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde", kündigte der Minister an.

17.08 Uhr: Deutschlandweit sind 112.000 Patienten wieder gesund

Neuesten Zahlen zufolge sind in Deutschland mehr als 155.100 Corona-Infektionen nachgewiesen. Zugleich steigt die Zahl der Genesenen auf rund 112.000. Mindestens 5720 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Die Reproduktionszahl liegt nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wie in den Tagen zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

16.37 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in OWL

Der Kreis Lippe meldet zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Damit steigt die Zahl der Menschen, die in Ostwestfalen-Lippe mit einer nachgewiesenen Infektion verstorben sind, auf 90. Es wurden in der Region im Vergleich zum Vortag nur wenige Neuinfektionen registriert. Nach den aktuellen Daten der Gesundheitsämter vom Sonntag liegt bei insgesamt 14 neuen Patienten eine laborbestätigte Infektion vor. Deutlich angestiegen ist dagegen die Zahl der wieder genesenen Patienten. Noch infiziert gelten in OWL derzeit 984 Menschen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

15.56 Uhr: Corona-Zahlen im Kreis Gütersloh bleiben stabil

Die Corona-Zahlen im Kreis Gütersloh sind Sonntag im Vergleich zu Samstag konstant geblieben. Dabei zu berücksichtigen ist, dass der Kreis Gütersloh mit Sonntag, 26. April, die Generierung der Statistik von 12 Uhr auf jeweils 0 Uhr umgestellt hat.

15.53 Uhr: Milliarden-Rettungspaket für die Lufthansa

Ein milliardenschweres Rettungspaket für die angeschlagene Lufthansa rückt immer näher. Zu Staatshilfen in der Corona-Krise ist Anfang dieser Woche ein Krisengespräch von Bundesregierung und Konzern auf höchster Ebene geplant.

14.20 Uhr: Corona-Test für alle 450 Bewohner eines Hochhauses

Weil sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Familien nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten haben, hat das Gesundheitsamt in Grevenbroich einen ganzen Hochhauskomplex mit 117 Wohnungen abgeriegelt. Alle 450 Bewohner sollen vorsichtshalber auf das Virus getestet werden.

11.38 Uhr: Mehr als 154.100 Corona-Nachweise in Deutschland

 In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mehr als 154 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 152 400 Infektionen).

10.19 Uhr: Corona-Warn-App nun doch mit dezentralisierter Speicherung

In der Diskussion um die Entwicklung einer Corona-Warn-App ist die Bundesregierung auf dezentralisierte Speicherung der Nutzerdaten eingeschwenkt. Das bestätigten Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) in Berlin.

9.30 Uhr: Boris Johnson will Amtsgeschäfte wieder aufnehmen

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach seiner Covid-19-Erkrankung die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Er werde am Montag in den Regierungssitz Downing Street zurückkehren, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

8.01 Uhr: Erster Shopping-Samstag in Corona-Krise verläuft ruhig

Der ruhige Verlauf nach der Wiedereröffnung großer Teile des Einzelhandels in der Corona-Krise hat sich auch am Wochenende fortgesetzt. In den meisten Orten blieb der Andrang am Samstag wie schon unter der Woche verhalten.

7.56 Uhr: Wolfgang Schäuble warnt vor Überlastung des Staates

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts der massiven Hilfen in der Corona-Krise vor einer Überforderung des Staates gewarnt. Es gebe im Moment ein verbreitetes Gefühl, «wir könnten jedes Problem mit unbegrenzten staatlichen Mitteln lösen, und die Wirtschaft kriegen wir hinterher wieder mit einem Konjunkturprogramm in Gang», sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel».

7.54 Uhr: Tourismusbeauftragter: Vorerst keine großen Fernreisen

In der Corona-Krise hält der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, Sommerurlaub in Deutschland für möglich - aber keine großen Fernreisen. Er sprach sich allerdings für vorsichtige Lockerungen bei der geltenden weltweiten Reisewarnung aus.

Samstag, 25. April

20.27 Uhr: Im Saarland verteilen Kommunen fünf Millionen Masken

Vor dem Start der Maskenpflicht im Saarland lässt die Landesregierung am Wochenende fünf Millionen Masken an die Kommunen verteilen. Sie sollen zum Start der Pflicht ab Montag (27. April) dann in allen saarländischen Städten und Gemeinden entweder per Einwurf in den Briefkasten oder in Ausgabestellen zu ihren Trägern finden, wie die Landesregierung am Samstagabend mitteilte.
«Als einziges Bundesland werden wir flächendeckend allen Bürgerinnen und Bürger jeweils fünf Masken zur Verfügung stellen», sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) laut Mitteilung. «Die Alltagsmaske ist für uns alle die ständige Erinnerung, dass Corona leider nicht vorbei ist», erklärte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Von Montag an ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Transport und beim Einkaufen im Saarland Pflicht. Das Bundesland hat rund eine Million Einwohner.

20 Uhr: New York will 40.000 Menschen täglich auf Corona testen

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will die Zahl der Virus-Tests drastisch erhöhen. «Ab heute dürfen alle Apotheken Tests vornehmen», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Damit würden auf einen Schlag 5000 neue Test-Orte verfügbar.
Bisher überprüft New York laut Cuomo rund 20.000 Menschen täglich, das ist mehr als jeder andere US-Bundesstaat. Cuomo will diese Zahl nun auf 40.000 verdoppeln. Zugleich lockerte er die Bedingungen, wer sich untersuchen lassen kann. In der Vergangenheit akzeptierten viele Kliniken nur Menschen mit schweren Corona-Symptomen wie Atemnot. Künftig sollen Bürger in besonders wichtigen Berufen getestet werden, etwa Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute.
Cuomo kündigte auch an, die Zahl der Antikörper-Tests zu erhöhen. Am Donnerstag hatten vorläufige Ergebnisse einer Antikörper-Studie gezeigt, dass sich in der Millionenmetropole New York City womöglich jeder fünfte Bürger mit dem Virus infiziert hat. Im gesamten Bundesstaat lag der Wert bei 14 Prozent. Damit könnten dort deutlich mehr Menschen an Covid-19 erkrankt und möglicherweise immun sein als bisher bekannt.

19.14 Uhr: mehr als 153.600 Corona-Infektionen in Deutschland, fast 5600 Patienten gestorben

Neuesten Zahlen zufolge sind in Deutschland mehr als 153.600 Corona-Infektionen nachgewiesen. Zugleich steigt die Zahl der Genesenen auf knapp 110.000. Mindestens 5598 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 5407). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

18.30 Uhr: In OWL sind derzeit 991 Menschen noch infiziert, es gibt zwei weitere Todesfälle

Hier eine Übersicht über die Zahlen vom Samstag der Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen steigt moderat. Viele Patienten sind wieder genesen. Noch infiziert sind derzeit 991 Menschen. Im Kreis Paderborn und im Kreis Lippe gibt es jeweils einen weiteren Todesfall. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 279 Infektionen (+2) - 5 Todesfälle - 180 Genesene (+5)
  • Kreis Paderborn: 565 Infektionen (+1) - 26 Todesfälle (+1) - 330 Genese (+28)
  • Kreis Lippe: 687 Infektionen (+10) - 25 Todesfälle (+1) - 434 Genesene (+13)
  • Kreis Gütersloh: 588 Infektionen (unverändert) - 17 Todesfälle - 457 Genesene (+12)
  • Bielefeld: 358 Infektionen (+8) - 3 Todesfälle - 254 Genesene (+8)
  • Kreis Herford: 316 Infektionen (+1) - 5 Todesfälle - 234 Genesene (+15)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 409 Infektionen (+2) - 7 Todesfälle - 317 Genesene (+2)
  • OWL gesamt: 3202 Infektionen (+24) - 88 Todesfälle (+2) - 2123 Genesene (+83), damit aktuell noch infiziert: 991

17.01 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt auf über 20.000

Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien am Samstag auf mehr als 20.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Zwar hat das Land laut Experten den Höhepunkt der Pandemie-Welle inzwischen überschritten, doch die Zahl der täglich neu registrierten Todesfälle ist weiterhin hoch. Bis Freitagabend wurden erneut 813 verzeichnet.
Insgesamt starben nach offizieller Statistik in Großbritannien bisher 20.319 Infizierte. Doch erfasst werden dabei bislang nur die Sterbefälle von nachweislich Infizierten in Krankenhäusern. Die tatsächliche Zahl der Toten könnte daher nach Schätzungen der «Financial Times» mehr als doppelt so hoch sein. Trotzdem werden die Rufe nach Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in dem Land immer lauter.
Premierminister Boris Johnson, so spekulierten Medien, könnte in der kommenden Woche wieder in die Amtsgeschäfte zurückkehren. Er erholt sich derzeit noch von seiner eigenen Covid-19-Erkrankung. Der Regierungschef musste Anfang des Monats mehrere Tage lang auf der Intensivstation in einer Londoner Klinik behandelt werden. Seine Regierung steht in der Kritik, den Ausbruch der Pandemie verschlafen zu haben.

16.19 Uhr: Russland verteidigt WHO gegen Vorwürfe aus den USA

Russland verteidigt die Weltgesundheitsorganisation WHO gegen Vorwürfe aus den USA, die UN-Behörde leiste schlechte Arbeit in der Corona-Krise. «Ich glaube, die WHO wird ihrer Rolle als leitendes und koordinierendes Organ durchaus gerecht», sagte Außenminister Sergej Lawrow am Samstag russischen Agenturen zufolge. «Ja, es ist nicht ideal. Aber niemand ist perfekt.» Wenn es Kritik an der Behörde gebe, habe dies weniger mit der WHO selbst zu tun, sagte Lawrow. «Meiner Meinung nach will man mit diesen Angriffen eher die eigenen Maßnahmen rechtfertigen, die zu spät und unzureichend waren.»
Mitten in der Coronavirus-Pandemie hatte US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Zahlungen an die WHO veranlasst. Die Maßnahme stieß international auf Kritik. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten in der Krise mitverantwortlich. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und global ausgebreitet. Auch Kritiker in den USA werfen Trump vor, einen Sündenbock zu suchen, um von seinem Zögern zu Beginn der Corona-Krise abzulenken.

16.16 Uhr: Einige Hundert Menschen versammeln sich vor Berliner Volksbühne

Trotz eines Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin einige Hundert Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren. Sie trafen sich am Nachmittag auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne. Gegen 15 Uhr sperrte die Polizei die Straßen zum Platz ab. Einige Hundert weitere Demonstranten mussten vor den Absperrgittern warten. Die Polizei forderte diese Menschen auf, den Ort zu verlassen, weil derartige Versammlungen nicht erlaubt seien.
Über Lautsprecheransagen wurden die Menschen zudem aufgefordert, Abstand zu bewahren. Die Polizei betonte, dass es keine genehmigte Demonstration gebe.
Die Protestierer waren eine Mischung aus verschiedenen politischen Strömungen. Unter ihnen waren bekannte Rechtspopulisten, AfD-Politiker, Verschwörungstheoretiker, aber auch sehr viele Menschen ohne deutlich erkennbare politische Ausrichtung. Die Polizei war mit knapp 200 Menschen im Einsatz. Schon an den vergangenen vier Samstagen hatten sich Demonstranten versammelt.

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Eine Frau trägt auf ihrer Kleidung den Slogan "Freiheit ist nicht alles, aber ohne Freiheit ist alles nichts" bei einer Kundgebung gegen die Corona-Einschränkungen. Demonstrationen sind derzeit in Berlin verboten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Foto: Jörg Carstensen/dpa

15.30 Uhr: weiterer Todesfall im Kreis Paderborn

Im Kreis Paderborn sind nun insgesamt 565 Menschen positiv auf eine Coronavirus-Infektion getestet worden. Das teilte das Kreisgesundheitsamt am Samstagnachmittag mit. Gegenüber dem Vortag sei ein Fall hinzugekommen. Es gab auch einen weiteren Todesfall.

14.25 Uhr: jetzt 358 Corona-Infektionen in Bielefeld

Es gibt jetzt 358 Corona-Infektionen in Bielefeld. 254 Menschen und damit acht mehr als am Freitag sind in Bielefeld mittlerweile genesen. Aktuell müssen 15 Personen im Krankenhaus behandelt werden, vier davon werden auf der Intensivstation beatmet. Drei Bielefelder sind am Coronavirus gestorben.

13.59 Uhr: Söder sagt, er erwarte keine größeren Entscheidungen am 30. April

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, er erwarte keine größeren Entscheidungen bei der nächsten Telefonschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 30. April. «Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen», sagte der CSU-Chef in einem am Samstag veröffentlichten «Focus online»-Interview. «Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten.»
Die Situation in Bayern habe sich zwar deutlich verbessert. «Unsere Experten sagen: Wir haben den Freistaat vor dem Schlimmsten bewahrt», erklärte Söder in dem Gespräch. Trotzdem brauche es Geduld - in der Politik und der Bevölkerung.

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, mit einer Mundschutzmaske mit bayerischem, weißblauen Rautendesign am Freitag bei einer Sitzung des bayerischen Landtags. Foto: Peter Kneffel/dpa

«Ich verstehe doch jedes Kind, das draußen mit vielen Freunden spielen will – oder jeden, der mal wieder zum Abendessen ins Restaurant oder in den Biergarten gehen möchte», sagte Söder. «Aber die Politik sollte von sich aus nicht den Eindruck erwecken, dass Corona kein Problem mehr sei.»
Am 30. April will die Kanzlerin erneut mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgeben in der Krise sprechen. Bund und Länder werden aber voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Einschränkungen entscheiden, wie Merkel deutlich gemacht hatte.

13.30 Uhr: Tadschikistan schließt Schulen

us Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus werden im zentralasiatischen Tadschikistan nun doch Schulen geschlossen und Sportveranstaltungen abgesagt. Die Ex-Sowjetrepublik präsentiert sich seit langem als eines der letzten Corona-freien Länder - was aber angezweifelt wurde.

13.11 Uhr: Versuch der Schadensbegrenzung nach Desinfektionsmittel-Idee

Nach viel öffentlicher Kritik und offiziellen Warnungen hat sich US-Präsident Donald Trump bemüht, seine Idee zu Desinfektionsmittel-Injektionen gegen das Coronavirus wieder einzufangen. Trump sagte im Weißen Haus, die Äußerung sei nur «Sarkasmus» gewesen.

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Donald Trump. Foto: Foto: Alex Brandon/AP/dpa

12.20 Uhr: Mehr als 152.400 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 152.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 149.900 Infektionen).

11.10 Uhr: Schwesig zur Corona-Bekämpfungsstrategie: «Wir lernen jeden Tag dazu»

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat um Verständnis für die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und für Geduld geworben. «Wir sind in einer Ausnahmesituation, für die niemand den Königsweg hat», schrieb die SPD-Politikerin am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.
Dabei bezog sie sich direkt auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der im Bundestag erklärt hatte, dass in kürzester Zeit und unter großen Unwägbarkeiten tiefgreifende Entscheidungen zu treffen gewesen seien. Politik und Wissenschaft müssten auf Entwicklungen in der Pandemie reagieren. Im Nachhinein könne sich auch manche Entscheidung als falsch erweisen, hatte der Minister eingeräumt.
«Wir lernen jeden Tag dazu und entwickeln deshalb Entscheidungen weiter», schrieb Schwesig. Auf ihr Drängen hin hatte Mecklenburg-Vorpommern als eines der ersten Bundesländer eine Maskenpflicht für Nutzer des Nahverkehrs beschlossen. Gleichzeitig gingen die seit Montag geltenden Lockerungen für den Einzelhandel im Bundesvergleich mit am weitesten.

10.58 Uhr: Corona-Krise frisst tiefes Loch in deutsche Wirtschaft

Die Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute sehen durch die Corona-Krise die deutsche Wirtschaft in Teilen aus den Angeln gehoben. «Die Corona-Krise stellt alles in den Schatten», sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

9.51 Uhr: Leere Stühle, leere Kassen: Gastronomen setzen Zeichen auf dem Domplatz in Paderborn

"Ich habe unzählige 16-Stunden-Tage hinter mir, zwei Herzinfarkte, immer wieder neuere und strengere Gesetze und Regelungen gemeistert – aber ob wir diesen Krieg gegen die Corona-Misere gewinnen, weiß ich nicht“, sagt Markus Wahden von der Alt-Engiger-Mühle in Elsen betrübt.

Die Paderborner Gastronomen fürchten eine Pleitewelle. Im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion haben sie am Freitagmorgen auf dem Dom- und Marktplatz gemeinsam ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt, um auf die Not ihres Gewerbes hinzuweisen. Etwa 80 Betriebe, darunter auch aus Bad Lippspringe und Büren, stellten als symbolische Geste jeweils einen oder vier leere Stühle auf, die auf fehlende Gäste und Einnahmen hinweisen sollen. Auf einem heißt es auf einem Zettel plakativ „Aussitzen geht nicht!“

9.40 Uhr: Ökonomen rechnen trotz Corona-Krise nicht mit Inflation

Ungeachtet gigantischer Staatsausgaben rechnen Ökonomen in der Corona-Krise vorerst nicht mit einem Inflationsschub - eher im Gegenteil mit sinkenden Preisen. Ein wesentlicher Faktor dabei ist der Absturz der Ölpreise, so die Einschätzung mehrerer Volkswirte.

8.35 Uhr: Grünes Licht für Fahrschulen

Nach rund fünfwöchiger Corona-Zwangspause – überbrückt mit Soforthilfen und Kurzarbeit – dürfen Fahrschulen landesweit den Betrieb wieder aufnehmen. Nachdem seit Wochenbeginn erste Fahrschulwagen mit Genehmigungen ihrer örtlichen Ordnungsämter zurück auf der Straße waren, hat die Landesregierung eine seit Freitag gültige Allgemeinverfügung erlassen, um Einheitlichkeit herzustellen – und verbindliche Schutzmaßnahmen vorzuschreiben.

8.15 Uhr: Erstes Shopping-Wochenende nach der Corona-Pause

Die Einzelhändler in Deutschland gehen mit gedämpften Erwartungen in das erste Wochenende mit erweiterten Einkaufsmöglichkeiten nach der coronabedingten Schließung ihrer Läden.

8.14 Uhr: Reisebusbetriebe fürchten um ihre Existenz

Alle Busse auf dem Hof, keine Urlauber in Sicht: Für viele Reisebusbetreiber wird die Corona-Flaute bedrohlich. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant nun Nothilfen für die schwer gebeutelte Busbranche. Damit soll eine Pleitewelle verhindert werden.

Freitag, 24. April

20.26 Uhr: Niedrigste Opferzahl in New York seit drei Wochen

Die Zahlen von Toten und Infizierten in New York gehen nach der ersten Corona-Infektionswelle weiter zurück. Am fünften Tag in Folge lag die Zahl der Gestorbenen am Freitag bei unter 500 - mit 422 Todesopfern sank die Zahl im US-Bundesstaat auf den tiefsten Wert seit drei Wochen. Das teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Insgesamt sind mehr als 16.000 Menschen in New York gestorben. In den Hochzeiten vor noch wenigen Tagen gab es täglich knapp 800 Opfer.
Cuomo warnte dabei vor einer zweiten Infektionswelle, wenn die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen gelockert würden. Der Gouverneur ist vorsichtig, was die Wiedereröffnung von Gesellschaft und Wirtschaft angeht. Dies könne nur graduell geschehen. Die Beschränkungen gelten nach derzeitigem Stand noch bis zum 15. Mai.

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New York: Eine Schaffnerin trägt wegen des neuartigen Coronavirus ein Plastikvisier vor dem Gesicht. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

18.00 Uhr: Drosten sieht Hinweis auf Hintergrundimmunität

Milde oder symptomlose Corona-Verläufe könnten nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten mit früheren Infektionen mit Erkältungs-Coronaviren zusammenhängen. Unter Berufung auf eine Studie eines Charité-Kollegen bekräftigte der Wissenschaftler am Freitag im NDR-Podcast, dass eine gewisse Hintergrundimmunität in der Bevölkerung zu bestehen scheine. Drostens Team habe an der Studie zu sogenannten T-Helferzellen mitgewirkt, die zentral für die Immunantwort seien. Die Forscher hätten bei Untersuchungen von Abwehrzellen in Proben aus der Zeit vor der Pandemie gesehen, dass bei 34 Prozent der Patienten reaktive T-Zellen vorlagen, die bestimmte Teile des neuen Coronavirus sozusagen erkannten. Sogenannte Reaktivität sei erwartbar, wenn man die Erkrankung hinter sich habe - allerdings hätten diese Patienten keinen Kontakt mit Sars-CoV-2 gehabt, so Drosten. Dass dennoch reaktive T-Zellen vorlagen, könne an durchgemachten Infektionen mit menschlichen Erkältungs-Coronaviren liegen.

17.45 Uhr: Lufthansa-Chef: 10.000 Mitarbeiter weniger nach der Krise

Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit einem Abbau von 10.000 Jobs in der Corona-Krise. Die Flotte werde um etwa 100 Flugzeuge schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende am Freitag in einer internen Botschaft an die Mitarbeiter. Bislang hatte die Lufthansa die Zahl von 7000 Stellen genannt, die krisenbedingt wegfallen könnten. Unter anderem soll der Betrieb der Gesellschaft „Germanwings“ eingestellt werden.Vor Ausbruch der Pandemie hatte der größte Luftverkehrskonzern Europas weltweit rund 130.000 Mitarbeiter und 760 Flugzeuge. Der Konzern plante dabei schon vor der Corona-Krise den Verkauf der Catering-Sparte LSG Sky Chefs mit weltweit rund 35.000 Beschäftigten.

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Bis auf weiteres außer Dienst gestellte Maschinen der Lufthansa Foto: DPA

17.35 Uhr: Mehr als 50.000 Coronavirus-Tote in den USA

In den USA sind mehr als 50.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das ging am Freitagvormittag (Ortszeit) aus Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor. Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Den Angaben zufolge wurden in den Vereinigten Staaten bislang bereits mehr als 870.000 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst. Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, sind gemessen an den absoluten Zahlen weltweit am stärksten von der Epidemie betroffen.

17.25 Uhr: Lindner fordert Entscheidungen im Wochentakt

Die geltenden Corona-Auflagen sollen erst übernächste Woche erneut auf den Prüfstand. FDP-Chef Christian Lindner kritisierte das am Freitag scharf. „Wenn Ankündigungen immer wieder kassiert werden, erschwert das die Vorbereitungen in Betrieben und geht zu Lasten des Vertrauens“, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Zusagen und Zeitpläne sollten mindestens eingehalten werden, besser wäre aus unserer Sicht eine wöchentliche Bewertung und Entscheidung.“ Lindner reagierte damit auf eine Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sie mit den Ministerpräsidenten erst am 6. Mai über mögliche weitere Lockerungen sprechen werde. Erst dann sei es möglich, die Wirkung der diese Woche begonnenen Geschäftsöffnungen abzuschätzen. Ursprünglich war der kommende Donnerstag für ein solches Gespräch angepeilt.

17.00 Uhr: Mehr als 151.700 Corona-Nachweise in Deutschland - 5407 Tote

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 151.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 149 200 Infektionen). Mindestens 5407 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 5179). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag wie in den beiden Vortagen bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 106 800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

15.48 Uhr: Das sind die Regeln für die Maskenpflicht in NRW

Die NRW-Landesregierung hat die Regeln für die Maskenpflicht bekanntgegeben, die am Montag in Kraft tritt. Die Pflicht gilt demnach in Bussen und Bahnen, in Geschäften und in Arztpraxen. Wir dokumentieren die Mitteilung der Landesregierung vom Freitag im Wortlaut.

15.30 Uhr: Überblick zu Corona-Infektionen in OWL

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Ostwestfalen-Lippe steigt weiter an. Hier eine Übersicht über die aktuellen Zahlen (Stand Freitag) der Gesundheitsämter der Kreise und der Stadt Bielefeld - für Einzelheiten bitte auf die Links klicken (in Klammern: Veränderung zum Vortag; Quellen: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW):

  • Kreis Höxter - 277 bestätigte Fälle (+11) - 5 Todesfälle - 175 Genesene (+22)
  • Kreis Paderborn - 564 bestätigte Fälle (+10) - 25 Todesfälle - 302 Genese (+33)
  • Kreis Lippe - 677 bestätigte Fälle (+7) - 24 Todesfälle (+1) - 421 Genesene (+13)
  • Kreis Gütersloh - 588 bestätigte Fälle  - 17 Todesfälle - 445 Genesene (+3)
  • Bielefeld - 350 bestätigte Fälle (+1) - 3 Todesfälle (+1) - 246 Genesene (+1)
  • Kreis Herford - 315 bestätigte Fälle (+7) - 5 Todesfälle - 219 Genesene (+54)
  • Kreis Minden-Lübbecke - 407 bestätigte Fälle (+6) - 7 Todesfälle - 315 Genesene (+7)
  • OWL gesamt - 3178 bestätigte Fälle (+39) - 86 Todesfälle (+6) - 2123 Genesene (+133)
  • NRW - 31.110 bestätigte Fälle (+512) - 1052 Todesfälle (+52) - 20.257 Genesene (+621)

14.40 Uhr: Bald Online-Antrag für Entschädigungen bei Corona-Ausfällen möglich

Wer wegen der Corona-Krise einen Verdienstausfall erleidet, kann seine Entschädigung in den meisten Bundesländern künftig online beantragen. Ab nächster Woche sollen Arbeitgeber und Selbstständige auf der Seite www.ifsg-online.de alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen können, wie das Bundesinnenministerium am Freitag mitteilte. Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium entwickelt. Nach und nach teilnehmen wollen nach Angaben des Bundesinnenministeriums neben Nordrhein-Westfalen auch Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

14.07 Uhr: Wirbel um Ebola-Medikament

Weltweit suchen Ärzte und Pharmakologen nach einem Medikament gegen das Coronavirus. Manche Hoffnung hat sich bereits zerschlagen. Nun gibt es Wirbel um ein vielleicht vielversprechendes Ebola-Medikament. Bei der Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 geben erste Erfahrungen mit einem ursprünglich gegen Ebola entwickelten Medikament Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. 

14.01 Uhr: Autofahrer am Steuer müssen Mund-und Nasenschutz absetzen

Wer sein Gesicht am Steuer des Autos unkenntlich macht, muss mit Bußgeldern in Höhe von 60 Euro rechnen. Eine Mund- und Nasenmaske zum Corona-Schutz etwa müssen Autofahrer am Steuer daher absetzen, informiert der Automobilclub von Deutschland (AvD). Denn Augen, Mund und Nase müssen hinter dem Steuer freibleiben. So sind unter anderem auch Karnevalsmasken, Schleier, Nikab, Schutzmasken oder ein über den Mund gezogener Schal tabu. Das Maskierungsverbot regelt seit 2017 die Straßenverkehrsordnung (StVO) im Paragraph 23, Absatz 4.

13.51 Uhr: Gottesdienste auch in Bayern ab 4. Mai wieder erlaubt

Trotz der andauernden Corona-Krise sollen ab dem 4. Mai öffentliche Gottesdienste in Bayern wieder unter strengen Auflagen erlaubt werden. Es gelte nach wie vor Vorsicht und Umsicht: Aus Begegnungen des Glaubens sollten keine neuen Infektionen entstehen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag am Rande einer Landtagssitzung in München. Es sei aber wichtig, das Grundrecht der Religionsausübung wieder zu ermöglichen. Zu den Auflagen gehören Hygiene-Konzepte, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und Mindestabstände von zwei Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten.

13.40 Uhr: Laumann nimmt Muslime wegen Ramadan in die Pflicht

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat muslimische Bürger am Tag nach dem Beginn des Ramadans zur Beachtung der Umgangsregeln während der Corona-Pandemie aufgerufen. „Ich appelliere daran, die Feierlichkeiten, die mit dem Ramadan zusammenhängen, auf den engsten Familienkreis zu konzentrieren“, sagte der CDU-Politiker am Freitag: „Also dafür, alles nur mit der Kernfamilie zu machen und nicht mit den größeren Verbünden, die man sonst gerne eingeladen hätte. So, wie wir das an Ostern auch gemacht haben.“ Gleichwohl gelte die Öffnung der Kirchen zum 1. Mai für Gottesdienst natürlich auch für muslimische Gotteshäuser, betonte Laumann. Sie müssten jedoch ebenso wie alle anderen ein Konzept vorlegen, „nach dem der Infektionsschutz gewährt ist“.

13.30 Uhr: FTI verlängert Reisestopp bis Mitte Mai

Der Reiseveranstalter FTI verlängert den Stopp aller Reisen bis zum 15. Mai. Damit reagiere man auf die aktuelle Situation und die Einschätzung der Bundesregierung zur Urlaubsplanung, teilte das Münchner Unternehmen am Freitag mit. Man wolle den Kunden Planungssicherheit bieten.Entscheidendes Datum ist der Tag der Abreise. „Gäste, deren Urlaub damit leider nun nicht mehr stattfinden kann, erhalten in den kommenden Tagen schriftlich von uns alle Informationen zur Stornierung“, sagte FTI-Chef Dietmar Gunz. Zuletzt hatte FTI die Grenze für den Reisestopp am vergangenen Mittwoch auf den 3. Mai verschoben.

13.25 Uhr: DFB-Pokalfinale nicht am 23. Mai in Berlin

Das DFB-Pokalfinale kann aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen.

13.15 Uhr: 1052 Tote in NRW

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) hat am Freitag 31.110 Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen gezählt und damit 512 bestätigte Fälle mehr als am Vortag. Die Todesfälle erhöhten sich innerhalb eines Tages um 52 auf nun 1052 seit Beginn der Pandemie, wie aus den Berechnungen des LZG hervorgeht. Demgegenüber stehen 20.257 genesene Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland - 621 mehr als noch am Donnerstag, wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Freitag in Düsseldorf sagte.

12.54 Uhr: 108 Millionen neue Schutzmasken

Angesichts der Corona-Epidemie ist weiterer Nachschub an Schutzausstattung für das medizinische Personal über den Bund beschafft worden. Insgesamt seien inzwischen 108 Millionen Schutzmasken nach Deutschland gekommen und zum großen Teil verteilt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Berlin mit. Solches Material ist weltweit knapp. Die Bundesregierung war deswegen im März in eine ergänzende zentrale Beschaffung eingestiegen und hat auch regelmäßige Luftfrachtkapazitäten ins wichtige Herstellerland China reserviert. Für eine Inlands-Produktion sind Anreize geplant.

12.40 Uhr: Kubicki hält einheitliche Corona-Auflagen für nicht mehr zulässig

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki hat ein sofortiges Ende bundesweit einheitlicher Corona-Auflagen verlangt. Infektionsrechtlich sei das Argument einer bundesweiten Einheitlichkeit nicht tragbar, sagte Kubicki in einem Interview des „Donaukurier“ (Freitag). „Wenn wir feststellen, dass die Infektionswahrscheinlichkeit in Bayern etwa viermal so hoch ist wie in Schleswig-Holstein, dürfen aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht in beiden Ländern die gleichen Maßnahmen angewendet werden.“ Die massiven Grundrechtsbeeinträchtigungen, die zuerst ins Werk gesetzt worden seien, könnten nicht mehr aufrechterhalten werden. „Die Begründung war ja, eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Diese Gefahr besteht derzeit nicht.“

12.25 Uhr: Drittes Todesopfer in Bielefeld

In Bielefeld ist ein weiterer Mensch aufgrund des Coronavirus gestorben. Eine 78 Jahre alte Bielefelderin ist tot. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Virus in Bielefeld auf drei. Ob die Frau Vorerkrankungen hatte, teilte die Stadt nicht mit.

12.14 Uhr: Sozialverbands-Chefin fordert Wiedereröffnung von Kitas

Der Sozialverband VdK pocht in der Corona-Krise auf eine Wiedereröffnung auch von Kitas und Spielplätzen. „Die Kitas müssen wieder öffnen. Weitere Wochen der Isolation ohne die Möglichkeit, Gleichaltrige zu treffen und mit ihnen zu spielen, sind inakzeptabel“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Freitag in einer Mitteilung. „Kinder brauchen andere Kinder.“ Dabei müssten die Kitas genau wie die Schulen Schutzkonzepte entwickeln. Bentele schlug vor, den Kita-Betrieb mit einem Drittel der Normalkapazität wieder aufzunehmen. Es seien auch Kleingruppen im zeitlich versetzten Schichtbetrieb denkbar, so dass die Kinder zwei Mal die Woche die Möglichkeit hätten, ihre Freundinnen und Freunde zu treffen, mit ihnen zu spielen. Zudem forderte Bentele Konzepte, wie Spielplätze unter Wahrung der Sicherheitsabstände wieder geöffnet werden können.

12.03 Uhr: Fake-News mit Ikea-Foto

Krisenzeiten wie jetzt sind Zeiten für Falschmeldungen. Die sogenannten Fake-News werden schnell für bare Münze genommen, wie ein aktuelles Beispiel aus Bielefeld zeigt. Es geht um ein Bild, auf dem dicht an dicht Menschen vorm Bielefelder Ikea-Möbelhaus stehen. Das Foto wurde mit der Behauptung in sozialen Netzwerken verbreitet, die Situation dokumentiere die Warteschlange ohne jegliche Sicherheitsabstände an diesem Mittwoch bei der Wiederöffnung des großen Geschäfts nach der wochenlangen Zwangsschließung in der Corona-Krise.

11.56 Uhr: Bundesligastart mit Masken?

Das Bundesarbeitsministerium prüft nach „Spiegel“-Informationen die Möglichkeit, Profis bei einem Neustart der Fußball-Bundesliga mit Gesichtsmasken spielen zu lassen. Das gehe aus einem Papier des Ministeriums als Reaktion auf das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) hervor, berichtete der „Spiegel“ am Freitag. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums bestätigte auf Nachfrage, dass es ein solches Papier gebe, verwies aber darauf, dass es sich lediglich um einen ersten Entwurf auf Arbeitsebene handele.Demnach sollen Spieler und Schiedsrichter während der Partien einen Mund-Nasen-Schutz nach medizinischen Standards tragen. Diese dürften während des Spiels nicht verrutschen, ansonsten müsse das Spiel sofort unterbrochen werden. Alle 15 Minuten solle es zudem eine Spielunterbrechung geben, damit die Masken ausgetauscht werden könnten.

11.51 Uhr: RKI warnt: Dürfen jetzt nicht nachlässig werden

Nach ersten Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor Nachlässigkeit gewarnt. Dass Deutschland bisher relativ gut durch die Epidemie gekommen sei, sei den frühzeitig getroffenen Eindämmungsmaßnahmen zu verdanken. „Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag in Berlin. Die Lockerungen dürften nun nicht zu einem „Erdrutsch“ an weiteren Lockerungen führen. Die Reproduktionszahl werde weiter auf 0,9 geschätzt, sagte Schaade. Im Mittel stecke fast jeder Infizierte einen anderen Menschen an. Die Herausforderung sei, diesen Wert weiter unter 1 zu halten.

10.15 Uhr: Forschungsinstitut befürchtet "schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte"

Die deutsche Wirtschaft wird wegen der Corona-Krise nach einer Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) deutlich einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 8,4 Prozent zurückgehen, die Zahl der Arbeitslosen auf drei Millionen steigen. Die Zahl der Kurzarbeiter werde sich im Jahresdurchschnitt auf dem Rekordwert von 2,5 Millionen bewegen. Das geht aus einem Bericht des IAB zur wirtschaftlichen Lage in der Corona-Krise hervor, der heute in Nürnberg veröffentlicht wurde. „Die deutsche Wirtschaft stürzt in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte“, schreibt das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit.

8.31 Uhr: Reaktionen der OWL-Klubs auf das DFL-Konzept

Die Deutsche Fußball Liga bereitet sich intensiv auf eine Fortsetzung der Bundesligasaison vor. Grundlage ist ein Konzept, das die medizinischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Geisterspiele in der Corona-Krise vorgibt. Wann es in der 1. und 2. Liga weitergeht, muss die Politik entscheiden.  Bei den OWL-Klubs kommt das Konzept jedenfalls gut an.

7.58 Uhr: "Fridays for Future" ruft zur Online-Demo auf

Die Klimabewegung "Fridays for Future" will auch heute in vielen Ländern für mehr Klimaschutz demonstrieren. Wegen der weltweiten Pandemie finden die Aktionen überwiegend im Internet statt. Unter anderem soll es ab den frühen Morgenstunden einen 24-Stunden-Livestream auf Youtube geben, in dem Klimaaktivisten und -forscher aus aller Welt zu Wort kommen sollen.

7.39 Uhr: 5321 Todesfälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet aktuell insgesamt 150.383 bestätigte Corona-Infektionen in Deutschland. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um 2337. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg um 227 auf jetzt 5321.  Nach Angaben des Instituts sind ungefähr 106.800 Erkrankte wieder gesund.

7.07 Uhr: Kritik an Ergebnissen des EU-Videogipfels

Die Ergebnisse des EU-Videogipfels zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise stoßen auf heftige Kritik. «Zukunft wird mit Mut gemacht - leider fehlt dieser den EU-Staats- und Regierungschefs in dieser wichtigen Stunde», sagte der SPD-Europaabgeordnete Udo Bullmann nach dem Videogipfel.

Kanzlerin Angela Merkel und die anderen EU-Staats- und Regierungschefs hatten am Donnerstag versucht, ihren Dauerstreit über Corona-Bonds überwinden. Dabei billigten sie zwar ein bereits verabredetes 500-Milliarden-Hilfspaket und vereinbarten die Gründung eines Wiederaufbaufonds, über den noch einmal 1000 Milliarden Euro oder mehr verteilt werden könnten. Details blieben aber völlig offen und ebenso umstritten.

6.55 Uhr: Trump sorgt mit eigenwilligen Behandlungs-Ideen für Spott

US-Präsident Donald Trump hat mit eigenwilligen Ideen für mögliche Therapieansätze gegen das Coronavirus für Aufsehen gesorgt. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus ermunterte der US-Präsident Forscher unter anderem dazu, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Außerdem sinnierte er über Optionen, starkes Licht «in den Körper» zu bringen, um Corona-Infektionen zu behandeln. Das sorgte für Spott, etwa in den Reihen der Demokraten.

6.39 Uhr: Schulstart in OWL ohne größere Probleme

Halbierte Klassen, feste Sitzordnung, Mundschutz, Desinfektionsmittel und Mindestabstand: Nach einer fast sechswöchigen Corona-Zwangspause inklusive der Osterferien sind in OWL am Donnerstag die ersten Schüler in ihre Klassenräume zurückgekehrt. Größere Probleme gab es beim landesweiten Schulbeginn im Ausnahme-Modus nach ersten Erkenntnissen nicht – wohl aber weiterhin Kritik von der Lehrergewerkschaft GEW sowie Schülerinitiativen.

6.34 Uhr: Gastronomen fordern mehr Hilfe als die geplante Steuersenkung

Die Entscheidung der Bundesregierung, den Mehrwertsteuersatz auf Speisen in Restaurants von 19 auf sieben Prozent zu senken, wird von Gas­tronomen in Ostwestfalen-Lippe grundsätzlich sehr begrüßt. Bernhard Kampmann, Chef des „Schlichte Hofs“ in Bielefeld, schränkt aber ein: „Ich hoffe nur, dass wir genügend Umsatz haben, damit sich diese Maßnahme auch auswirkt.“ 

6.10 Uhr: Pflegeheime fordern mehr Unterstützung

In der Corona-Krise  fordern Pflegeheimbetreiber stärkere Unterstützung, um bedrohliche Infektionsfälle zu verhindern. «Man muss versuchen, jedwedes Risiko so klein wie möglich zu halten», sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste.

«In dem Moment, wo es eine Corona-Infektion in einem Pflegeheim gibt, ist die Lage absolut kritisch. Denn die Bewohner sind ja schon in einem geschwächten gesundheitlichen Zustand.» Noch immer sei aber in vielen Einrichtungen Schutzausstattung wie Masken knapp. Nötig seien auch mehr Tests für Pflegekräfte und bessere Kooperation der Behörden.

Donnerstag, 23. April

20.42 Uhr: Coronakrise - Fragen und Antworten zu den Sitzungen der DFL und UEFA

Wie geht es mit der Bundesliga weiter? Wie mit der Champions League? Am Donnerstag versuchten sowohl die Deutsche Fußball Liga als auch die Europäische Fußball-Union, weitere Antworten im schwierigen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie zu finden. Mehr hier.

20.31 Uhr: Coronavirus bei US-Katzen nachgewiesen - keine Gefahr durch Haustiere

In den USA ist erstmals in Haustieren das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.

Beide Tiere, die an verschiedenen Orten in dem Bundesstaat lebten, hätten Atemwegsbeschwerden gehabt. «Dieser Nachweis überrascht nicht und liefert uns auch keine neuen Kenntnisse oder Empfehlungen», kommentierte Achim Gruber, Leiter des Instituts für Tierpathologie an der Freien Universität Berlin. Katzenhalter müssten sich bei Einhaltung von Hygieneregeln keine Sorgen machen - weder um ihr Tier noch um sich selbst. Das gelte auch für Hundebesitzer.

20.16 Uhr: Mehr als 149.900 Corona-Nachweise in Deutschland - 5261 Tote

In Deutschland sind bis Donnerstagabend mehr als 149.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 147.400 Infektionen). Mindestens 5261 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 5018). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Länder ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 103.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 39 800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1502 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 30 500 Fällen und mindestens 1000 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 29.900 bestätigten Fällen und mindestens 1172 Toten.

19.55 Uhr: Überblick zu Corona-Infektionen in OWL

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Ostwestfalen-Lippe steigt weiter an. Hier eine Übersicht über die aktuellen Zahlen der Gesundheitsämter der Kreise und der Stadt Bielefeld - für Einzelheiten bitte auf die Links klicken (in Klammern: Veränderung zum Vortag; Quellen: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW):

  • Kreis Höxter - 266 bestätigte Fälle (+1) - 5 Todesfälle - 153 Genesene (+6)
  • Kreis Paderborn - 554 bestätigte Fälle (+6) - 25 Todesfälle (+1) - 269 Genese (+52)
  • Kreis Lippe - 670 bestätigte Fälle (+8) - 23 Todesfälle (+1) - 408 Genesene (+21)
  • Kreis Gütersloh - 591 bestätigte Fälle (+1) - 17 Todesfälle - 442 Genesene (+20)
  • Bielefeld - 349 bestätigte Fälle (+9) - 2 Todesfälle - 245 Genesene (+14)
  • Kreis Herford - 308 bestätigte Fälle (+8) - 5 Todesfälle - 165 Genesene
  • Kreis Minden-Lübbecke - 401 bestätigte Fälle (+3) - 7 Todesfälle (+2) - 308 Genesene (+15)
  • OWL gesamt - 3139 bestätigte Fälle (+36) - 84 Todesfälle (+4) - 1990 Genesene
  • NRW - 30.598 bestätigte Fälle (+397) - 1000 Todesfälle (+37) - 19.636 Genesene (+587)

19.43 Uhr: Entscheidungen über mögliche weitere Lockerungen erst am 6. Mai

Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich erst am 6. Mai über mögliche weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Die Auswirkungen der am Montag begonnenen Öffnung der Geschäfte könne man erst 14 Tage später abschätzen, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Andere Lockerungen träten auch noch später in Kraft. „Das heißt, wir können dann am 6. Mai über diese Fragen sprechen.“ Da es auch noch andere wichtige Themen gebe, gehe sie davon aus, dass sie und die Ministerpräsidenten der Länder sich aber auch schon wie geplant am 30. April zusammenschalten würden. 

19.35 Uhr: EU-Gipfel: 500-Milliarden-Hilfspaket gebilligt

Der EU-Gipfel hat das vereinbarte Paket mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten gebilligt. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend von Teilnehmern. Auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte, der zuletzt noch Vorbehalte gegen Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM hatte, habe nicht widersprochen, hieß es. Die Hilfen sollen zum 1. Juni bereitstehen. 

Auf das Paket hatten sich die EU-Finanzminister vor zwei Wochen geeinigt. Es enthält drei Punkte - jeweils ein „Sicherheitsnetz“ für Jobs, für kleine und mittlere Unternehmen und für angeschlagene Staaten wie Italien oder Spanien, die ohnehin verschuldet sind und nun auch noch von der Corona-Pandemie schwer getroffen werden. 

19.06 Uhr: NRW erlaubt Gottesdienste ab 1. Mai

Kirchen und Religionsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen dürfen vom 1. Mai an wieder öffentliche Gottesdienste feiern und Versammlungen abhalten. Sie hätten erklärt, dass sie die Vorkehrungen zur Einhaltung des Mindestabstands und zum Schutz vor einer Verbreitung des Coronavirus bis dahin vornehmen könnten, teilte die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mit.

18.21 Uhr: Corona und die Folgen: Mallorca bangt um die Zukunft

Idylle am Ballermann: Wo sonst Tausende bei Bier und Sangria zu den Klängen von Hits wie «Saufi saufi» und «Alle blau» feiern, hört man dieser Tage nur die Vögel zwitschern und die Wellen des Mittelmeeres rauschen. Doch bei Hoteliers, Gastronomen und Händlern schrillen die Alarmglocken.

17.53 Uhr: Coronavirus in NRW: 1000 Tote seit Beginn der Pandemie

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten nach einer Infektion mit dem Coronavirus auf 1000 seit Beginn der Pandemie gestiegen. 37 neue Todesfälle kamen nach den jüngsten Zahlen von Donnerstag im Vergleich zu denen vom Vortag hinzu. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen beträgt 82 Jahre, teilte das Landeszentrum für Gesundheit NRW mit. Die Zahl der bestätigen Infektionen stieg auf insgesamt 30 598 Fälle. Innerhalb eines Tages kamen 397 hinzu. Auch die Gruppe der Genesenen wird größer: Mit 587 neuen sind jetzt insgesamt 19 636 Fälle gemeldet, die nach einer Coronavirus-Infektion als genesen gelten, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte. 

Die Kapazitäten auf den Intensivstationen werden den Angaben zufolge ständig ausgebaut. Im Vergleich zum Vortag waren am Donnerstag 25 mehr Intensivbetten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern verfügbar. Rund 36 Prozent der 2875 Plätze auf Intensivstationen waren noch frei. Diese werden außerdem täglich mit weiteren Beatmungsgeräten ausgestattet, am Donnerstag gab es 20 Beatmungsplätze mehr als am Mittwoch. Auch die Verdopplungszeit wird länger. Am Mittwoch betrug sie 22,3 Tage - das heißt, dass an dem Tag doppelt so viele Infizierte vorhanden waren wie am 31. März.

17.49 Uhr: Unionspolitiker für Atemschutzmasken auf Rezept für Risikogruppen

Gesundheitspolitiker von CDU und CSU plädieren für Atemschutzmasken auf Rezept für besonders gefährdete Risikogruppen in der Corona-Krise. Dadurch könne eine „ethisch nicht zu rechtfertigende Kontaktbeschränkung für einzelne Bevölkerungsgruppen“ vermieden werden, heißt es in einem Papier der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion im Bundestag, das der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitagausgaben) vorliegt. 

Es solle geprüft werden, wie ein solches Konzept zur ärztlichen Verordnung von sogenannten FFP2- und FFP3-Masken „schnellstmöglich umgesetzt“ werden könne. Diese Masken können im Gegensatz zum einfachen Mund-Nasen-Schutz die Träger vor einer Ansteckung schützen.

17.44 Uhr: Brinkhaus wirft Bundesregierung Alleingänge in Corona-Krise vor

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus aus Gütersloh hat einen Machtverlust des Bundestags in der Coronakrise beklagt und der Bundesregierung problematische Alleingänge vorgeworfen. „Die Zeit der Schnellschüsse ist jetzt vorbei. Ich werde da langsam unleidlich“, sagte Brinkhaus in einem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch mit dem „Spiegel“. „Es kann nicht sein, dass sich in der Bundesregierung eine Einstellung breit macht, nach dem Motto: Alles Wichtige wird im Kabinett oder zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten entschieden. Die Ministerpräsidentenkonferenz steht meines Wissens auch nicht im Grundgesetz als politische Institution.“

Ähnlich hatte sich Brinkhaus am Donnerstagvormittag in der Aussprache zu einer Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert. Brinkhaus sieht laut „Spiegel“ in der aktuellen Dominanz der Exekutive eine Gefahr für das politische System. „Das macht mir richtig Sorgen“, sagte der CDU-Politiker. Man müsse „darauf achten, dass die Balance gewahrt bleibt und die Regierung sich nicht daran gewöhnt zu sagen: Wir hauen jetzt mal einen raus, das muss jetzt mal schnell durchs Parlament. So geht das nicht.“

17.31 Uhr: Lufthansa macht wegen Corona Milliarden-Verlust im ersten Quartal

Die Lufthansa hat im ersten Quartal wegen der Corona-Krise einen operativen Verlust (bereinigtes Ebit) von 1,2 Milliarden Euro eingeflogen. Im Vorjahr hatte das Minus in dem traditionell schwachen Quartal zu Jahresbeginn noch 336 Millionen Euro betragen. Allein im März habe man knapp 1,4 Milliarden Euro Umsatz verloren, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit. Im gesamten Quartal lagen die Erlöse mit 6,4 Milliarden Euro in ähnlicher Größenordnung unter dem Vorjahreswert von 7,8 Milliarden Euro.

16.52 Uhr: 500 Millionen Euro Corona-Hilfen für Schulen und Schüler

Die von Union und SPD vereinbarten 500 Millionen Euro Extra-Hilfsgelder für bedürftige Schüler und Schulen in der Corona-Krise sollen schnell fließen. Es liefen bereits Gespräche mit den Ländern darüber, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin. 

Die Koalitionsparteien hatten in der Nacht zum Donnerstag bei einem Spitzentreffen vereinbart, ein „Sofortausstattungsprogramm“ über eine halbe Milliarde Euro aufzulegen. Das Geld sollen die Schulen für die Erstellung von Online-Lehrangeboten nutzen. Außerdem sollen bedürftige Schüler einen Zuschuss von 150 Euro bekommen, für den Kauf eines Laptops oder eines anderen Gerätes für den Unterricht zu Hause.

16.41 Uhr: AfD-Forderung für schnelle Lockerung abgelehnt

Mit großem Unverständnis haben Politiker anderer Fraktionen auf die Forderung der AfD-Bundestagsfraktion nach einer schnellen Aufhebung von Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie reagiert. Mehr hier.  

16.17 Uhr: Coronavirus bei vier weiteren Tigern und drei Löwen in New Yorker Zoo

Nach einem positiven Test bei der Tigerkatze Nadia ist in einem Zoo in New York auch bei drei Löwen und vier weiteren Tigern das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Die Tests bei den weiteren Tieren seien mittels Stuhlprobe erfolgt, teilte der Bronx Zoo in der Nacht zum Donnerstag mit. Allen acht Großkatzen gehe es weiter gut, sie verhielten sich normal und bei denjenigen, die gehustet hätten, habe sich das schon deutlich reduziert. 

Vor rund zwei Wochen hatte der Zoo mitgeteilt, dass die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia positiv auf das Virus getestet worden sei. „Es ist - unseres Wissen nach - das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat“, hatte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, danach dem Magazin „National Geographic“ gesagt. 

15.55 Uhr: Mittlerweile mehr als 2000 Corona-Todesfälle in Schweden

In Schweden sind inzwischen mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Bis Donnerstagnachmittag stieg die Zahl der Todesopfer in dem skandinavischen EU-Land auf insgesamt 2021, darunter 1128 rund um die Hauptstadt Stockholm. Landesweit ist bislang bei 16 755 Menschen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, wie Zahlen der staatlichen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten zeigten.

15.48 Uhr: EU-Gipfel berät über Wiederaufbau nach Corona

Die EU-Staaten streiten seit Wochen darüber, ob sie zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise gemeinsame Schulden aufnehmen. Bei einem Videogipfel wollen Kanzlerin Merkel und ihre EU-Kollegen vorankommen. Ist eine Lösung in Sicht?

15.14 Uhr: DFL-Chef Seifert rechtfertigt Rückkehr-Pläne des Fußballs

DFL-Chef Christian Seifert hat sich gegen Kritik an den Neustart-Plänen des deutschen Profifußballs gewehrt. Wie auch andere Firmen in der Corona-Krise sei die Deutsche Fußball Liga ein Unternehmen, „das zurückkehren möchte und irgendwann zurückkehren muss“, sagte Seifert am Donnerstag in Frankfurt am Main. 

Um das Produkt Fußball herzustellen, brauche es eben „gewisse Rahmenbedingungen“. Dafür lege die DFL nun ihre Pläne vor. Wenn es nicht gelinge, ein umsetzbares und genehmigungsfähiges Konzept zu präsentieren, „dann ist das eben so und dann wäre das auch zu akzeptieren“, sagte Seifert.

14.52 Uhr: Söder wäre für deutschlandweite Impfpflicht gegen Corona

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten.

«Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen», sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einem Treffen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) in Ulm. Bis es einen Impfstoff gebe, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben.

14.35 Uhr: Verbraucher wegen Corona in historischem Stimmungstief

So schlecht war die Stimmung bei den Verbrauchern in Deutschland noch nie: Die Angst vor Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit in der Corona-Krise hat das Konsumklima in der Bundesrepublik auf einen historischen Tiefstand gedrückt, wie der Nürnberger Marktforscher GfK heute mitteilte.

14 Uhr: Aktueller Stand in OWL

- Bielefeld: Neun weitere positiv getestet - 245 Genesene - 513 in Quarantäne
Zahl der Infizierten im Kreis Paderborn auf 554 gestiegen - 25 Menschen verstorben 
401 Corona-Fälle im Mühlenkreis - 308 Menschen gelten wieder als genesen 

13.30 Uhr: AfD: Staatliche Corona-Maßnahmen weitgehend überflüssig

Die AfD hält die von Bund und Ländern angeordneten Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie inzwischen für weitgehend überflüssig. 

Da die meisten Bürger jetzt von sich aus Abstand hielten und Vorsicht walten ließen, sei es nun an der Zeit, «die Schutzmaßnahmen in die private Verantwortung der Bürger zu überführen», sagte der AfD-Co-Fraktionschef Alexander Gauland im Bundestag.

13 Uhr: Corona-Betrüger machen hohe Beute

Die Polizei meldet den ersten bekannt gewordenen Coronavirus-Betrug aus Bielefeld: Kriminelle haben eine Rentnerin (81) um eine fünfstellige Summe gebracht. Ein Anrufer gab sich zuvor am Telefon als viruskranker Enkel aus, der dringend Geld für lebensrettende Spritzen braucht.

12.35 Uhr: Trump unterzeichnet vorübergehenden Einwanderungsstopp

Jetzt ist es amtlich: Legale Einwanderung in die USA ist für zunächst 60 Tage nicht mehr möglich. Es gibt aber Ausnahmen: etwa für Gesundheitsfachkräfte oder Farmarbeiter aus Lateinamerika.

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Unterschrift die Verfügung zum vorübergehenden Stopp legaler Einwanderung besiegelt.

Der Einwanderungsstopp gilt nach Angaben des Weißen Hauses von diesem Freitag (MESZ) an für zunächst 60 Tage. Betroffen sind im Wesentlichen Ausländer, die sich um eine sogenannte Green Card bemühen, also um einen dauerhaften Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.

10.05 Uhr: Merkel: Länder teils zu forsch - Bürger brauchen Ausdauer

Kanzlerin Angela Merkel hat das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Öffnung der Beschränkungen in der Corona-Krise scharf kritisiert. «Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen.»

Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie «in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch», sagte Merkel heute in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Krise im Bundestag. Welche Länder sie meinte, sagte Merkel nicht.

Die Kanzlerin bereitet die Bürger in der Corona-Krise auf noch lang anhaltende Beschränkungen vor.

10 Uhr: Möbelhaus wieder geöffnet: Lange Warteschlangen bei Ikea in Bielefeld

In Zeiten des neuartigen Coronavirus ist ein Stück Alltagsnormalität zurück. Seit Montag sind Einzelhandelsgeschäfte bis 800 Quadratmetern Größe wieder geöffnet. Möbelhäuser dürfen unabhängig von ihrer Fläche Ware verkaufen. Bei der Wiederöffnung des Ikea-Möbelhauses in Bielefeld standen bereits morgens hunderte von Kunden Schlange.

Der Zutritt für Besucher ist so gesteuert, dass sich maximal eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche im Einrichtungshaus aufhält. „Auf diese Weise lässt sich ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern in allen Bereichen gewährleisten“, heißt es vom Möbelhaus.

9.10 Uhr: Ölpreise erholen sich 

Die leichte Erholung der Ölpreise hat sich an diesem Donnerstagmorgen fortgesetzt. Im Zuge der anhaltenden Doppelbelastung aus Angebotsschwemme und Nachfrageeinbruch wegen der Corona-Pandemie bleibt der Ölmarkt dennoch angespannt.

8.30 Uhr: Konsum auf historischem Tief

Kurzarbeit und die Angst vor Arbeitslosigkeit lassen die Deutschen Zurückhaltung beim privaten Konsum üben. Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge in historischer Weise eingebrochen. 

8 Uhr: Soll die Bundesliga bald wieder starten?

Am heutigen Donnerstag ab 11.00 Uhr beraten die 36 Profi-Clubs der Deutschen Fußball Liga das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Die Vereine streben den baldigen Neustart der Bundesliga und 2. Liga an - bestenfalls im Mai.

Die wegen der Pandemie seit Mitte März ausgesetzte Spielzeit soll wenn möglich bis zum 30. Juni abgeschlossen werden. An Geisterspielen geht dabei kein Weg vorbei. Kritiker werfen der DFL und den Clubs vor, eine Sonderrolle für sich zu beanspruchen. Argumente haben beide Seiten. 

7.15 Uhr: So bereitet sich Bielefeld auf die Maskenpflicht vor

Von Montag an gilt auch in Nordrhein-Westfalen die Pflicht, in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen einen Schutz vor Mund und Nase zu tragen. Und bereits am Mittwoch setzte in Bielefeld der Ansturm auf die Masken ein. 

Klar ist allerdings auch: Alle Bielefelderinnen und Bielefelder müssen sich selbst einen Schutz organisieren, betont Stadt-Sprecherin Gisela Bockermann: „Eine Verteilung kostenloser Masken von Seiten der Stadt wie in Dresden wird es in Bielefeld nicht geben.“ Sorgen müsse sich deshalb jedoch niemand, unterstreicht die Sprecherin. Denn wenn keine andere Maske zur Hand sei, reiche auch ein Tuch oder ein Schal, um Mund und Nase zu bedecken. „Es geht auch mit einfachen Mitteln, die jeder zu Hause hat.“

7 Uhr: „Autoindustrie sollte Probleme aus eigener Kraft lösen“ 

Als stellvertretender NRW-Landesvorsitzender der Metall-Arbeitgeber spricht der Gütersloher Unternehmer Ernst Wolf (66) für eine in OWL wichtige Branche. Sie könne, glaubt er, zumindest im konsumnahen Bereich bis Jahresende weitgehend aus der Krise herauskommen.

Im Interview geht es um die aktuelle Lage der Metall- und Elektrobranche, Kurzarbeit und andere Themen. 

6.10 Uhr: EU-Gipfel berät über Wiederaufbau nach Corona

Im Streit über die Aufnahme gemeinsamer Schulden zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise nehmen die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag (15.00 Uhr) einen neuen Anlauf.

Bei einem Videogipfel wollen Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen vor allem über den Plan zur wirtschaftlichen Erholung nach der akuten Krise beraten. Eine Lösung wird allerdings noch nicht erwartet.

6.05 Uhr: Geisterspiele und Abbrüche: Europas Fußball in der Krise

Wenn es nach dem Wunsch der Deutschen Fußball Liga geht, könnte der Spielbetrieb in der Bundesliga schon in wenigen Wochen wieder aufgenommen werden. Vorausgesetzt, Bundesregierung und Gesundheitsexperten stimmen den DFL-Plänen zu, hätte Deutschland in Zeiten der Coronavirus-Pandemie eine Vorreiterrolle im europäischen Fußball.

In anderen Ländern sind die Verantwortlichen längst nicht so optimistisch. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA berät an diesem Donnerstag über die Folgen möglicher Saisonabbrüche.

6 Uhr: Impfallianz fordert frühe Verhandlungen

Auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff liefern sich Wissenschaftler weltweit einen Rennen gegen die Zeit. Wer soll bei einem Erfolg zuerst versorgt werden? Experten raten zu frühen Vereinbarungen, um ein Hauen und Stechen zu verhindern.

Die internationale Impfallianz Gavi rät Regierungen und Gesundheitsorganisationen zu frühen internationalen Vereinbarungen über die künftige Verteilung einer Immunisierung gegen das Coronavirus.

So sollte es Regeln für die Reihenfolge von Impfungen geben, aber auch für eine faire internationale Verteilung, sagte der Gavi-Geschäftsführer und Epidemiologe Seth Berkley in einem Videogespräch mit deutschen Journalisten. Er rechne binnen 12 bis 18 Monaten mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffes. Mit Glück und den bereits vereinfachten regulatorischen Auflagen könne es auch schneller gehen.

5.50 Uhr: Umstrittener Schulstart

Trotz Bedenken von Oppositionsparteien sowie Schüler- und Lehrervereinigungen bleibt es in Nordrhein-Westfalen bei der schrittweisen Öffnung der Schulen schon ab diesem Donnerstag.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) verteidigte die Wiederaufnahme des Schulbetriebs für Prüflinge als „möglich und erlaubt“. Sie folge bei der Umsetzung einem Hygiene-Gutachten von drei Fachgesellschaften für die Landesregierung und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags.

SPD und Grüne kritisierten die Entscheidung. Sie befürchten Gefahren für Schüler, Lehrer und deren Angehörige durch eine verfrühte Öffnung und sehen wesentliche Fragen zum Gesundheitsschutz unbeantwortet.

5.45 Uhr: Trump kritisiert Lockerung der Corona-Auflagen

US-Präsident Donald Trump will die US-Wirtschaft möglichst rasch wieder vom Joch der Corona-Beschränkungen befreien - doch jetzt bremst er sogar einen republikanischen Gouverneur aus.

Die angekündigten Lockerungen im Bundesstaat Georgia ab diesem Freitag kämen «zu früh», sagte Trump. «Sicherheit muss Vorrang haben», sagte der Republikaner am Mittwochabend im Weißen Haus. Gouverneur Brian Kemp müsse tun, was er für richtig halte, aber er rate dazu, weiter abzuwarten, sagte Trump. Unterdessen warnten seine Berater schon vor einer zweiten Coronavirus-Epidemie im Herbst.

5.40 Uhr: VW fährt die Produktion wieder hoch

Mit Zwickau geht das erste deutsche Fahrzeugwerk des VW-Konzerns wieder in Betrieb. Damit können auch die Zulieferer der Automobilbranche ihre Mitarbeiter Stück für Stück aus der Kurzarbeit zurückholen.

5.30 Uhr: Koalition plant neue Corona-Hilfen

Mit neuen milliardenschweren Hilfen für Arbeitnehmer, Gastronomiebetriebe, Unternehmen und Schulen will die große Koalition die massiven Folgen der Corona-Krise abmildern. 

Das Kurzarbeitergeld soll erhöht werden, um vor allem für Geringverdiener Einkommensverluste auszugleichen. Zugleich wird die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds verlängert. Die in der Krise besonders belasteten Gastronomiebetriebe bekommen Steuererleichterungen.

Darauf verständigten sich am späten Mittwochabend die Spitzen der schwarz-roten Koalition in Berlin. Die Bundesregierung müsse weitere Maßnahmen einleiten, um soziale und wirtschaftliche Härten abzufedern sowie den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu unterstützen, heißt es in einem Beschlusspapier.

Mittwoch, 22. April

20.53 Uhr: Geld zurück oder Gutschein? - Wie Veranstalter reagieren

Wenn Kurse oder Veranstaltungen wegen der Corona-Krise ausfallen, sollen Verbraucher nach dem Willen der Bundesregierung mit Gutscheinen entschädigt werden. Das soll Betreiber vor hohen Rückzahlungen und möglichen Insolvenzen bewahren.

20.50 Uhr: Weitere Infizierte in Haller Altenheim

In das Haller Marienheim kehrt keine Ruhe ein. Vier am Coronavirus infizierte Bewohner sind bereits verstorben,  jetzt wurden zwei weitere Infektionen nachgewiesen.

19.18 Uhr: Zwei weitere Corona-Todesfälle in OWL

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Ostwestfalen-Lippe steigt weiter an. Zwei weitere Erkrankte mit nachgewiesener Coronavirus-Infektion sind verstorben. Hier eine Übersicht über die aktuellen Zahlen der Gesundheitsämter der Kreise und der Stadt Bielefeld - für Einzelheiten bitte auf die Links klicken:

17.07 Uhr: Leere Kliniken, fehlende Patienten - Ärzte sind besorgt

Mediziner und Krankenhäuser beobachten in der Corona-Krise einen beunruhigenden Trend. Aus Angst vor einer Infektion kommen sehr viel weniger Patienten mit akutem Behandlungsbedarf in die Kliniken.

15.17 Uhr: Maskenpflicht kommt in allen Bundesländern

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus müssen sich die Menschen in ganz Deutschland auf das Tragen von Masken einstellen. Am Mittwoch kündigte auch Bremen als letztes Bundesland eine Plicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an.

13.54 Uhr: Häusliche Gewalt: Nachfrage nach Beratung steigt

Beim deutschlandweiten Hilfetelefon «Gewalt gegen Frauen» hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen.

13.48 Uhr: Trump: Einwanderungs-Stopp zunächst für 60 Tage

Die Begrenzung der Einwanderung in die USA wegen der Corona-Krise soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zunächst für 60 Tage gelten.

12.00 Uhr: Maskenpflicht auch in NRW

Auch Nordrhein-Westfalen führt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Vom kommenden Montag an sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Indem Mund und Nase mit Stoff bedeckt werden, soll die Gefahr minimiert werden, Mitmenschen mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken. Neben OP-Masken sind auch selbstgenähte Stoffmasken oder über das Gesicht gezogene Schals und Tücher als Schutzbarriere erlaubt.

Die Landesregierungen von NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatten sich bei der Maskenpflicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. «Wir brauchen möglichst ähnliche Regelungen in allen deutschen Ländern», teilte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit. «Wir müssen alles tun, was dabei hilft, umsichtig den Weg zurück zu einem Leben in Normalität zu finden. Die Maskenpflicht in einigen Bereichen des öffentlichen Lebens kann dabei sinnvoll unterstützen.»

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Foto: Federico Gambarini/dpa

Nordrhein-Westfalen drohte zu einem Flickenteppich unterschiedlicher kommunaler Regelungen zu werden: Münster und Dorsten waren zum Wochenanfang mit eigenen Verfügungen vorgeprescht. Mehrere Städte aus dem Ruhrgebiet, dem Bergischen Land, dem Kreis Siegen-Wittgenstein sowie die Stadt Leverkusen erhöhten zuletzt den Druck: Sie kündigten eine Maskenpflicht in ihren Städten an, sollte eine landesweite Regelung ausbleiben. Auch die Opposition hatte sich für eine einheitliche Regelung stark gemacht.

11.32 Uhr: Klinische Prüfung von Corona-Impfstoff genehmigt

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen Corona erteilt.  Wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel mitteilte, erhält das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

10.45 Uhr: Keine Sonntagszustellung von Paketen

Das Bundesarbeitsministerium lehnt die von der Deutschen Post angestrebte Zulassung einer Sonntagszustellung von Paketen ab. Die Post hatte damit in der derzeitigen Ausnahmesituation «punktuell und nach Abstimmung mit den örtlichen Betriebsräten» schnell auf bestehende regional begrenzte Engpässe reagieren wollen.

Ein Sprecher von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dies werde vom Ministerium nicht befürwortet. «Wie bereits das Verwaltungsgericht Berlin in mehreren Eilverfahren entschieden hat, liegt keine Versorgungskrise vor, die die Versorgung der Bevölkerung durch eine Sonntagszustellung von Paketen dringend nötig machen würde.»

9.22 Uhr: Lockerungsdebatte hält an - Laschet will weitere Schritte

Die meisten Geschäfte haben gerade wieder geöffnet, doch die Debatte um weitere Lockerungen in der Corona-Krise geht munter weiter. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet befeuert sie. Am 30. April wollen Bund und Länder wieder beraten - für FDP-Chef Christian Lindner ist das zu spät.

8.28 Uhr: Ministerin Karliczek sträubt sich gegen Bafög-Öffnung in Corona-Krise

Vor dem Treffen des Koalitionsausschusses an diesem Mittwoch bleibt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei ihrer Absage an eine Öffnung des Bafög wegen der Corona-Krise. Dabei geht es um Studenten, die eigentlich keinen Bafög-Anspruch haben, aber ihren Nebenjob verlieren und finanziell in Not geraten. «Was wir nicht gebrauchen können im Moment ist, dass wir jetzt in ein langwieriges Gesetzgebungsverfahren gehen», sagte Karliczek am Mittwoch im Deutschlandfunk. Man sei aktuell «in guten Gesprächen» für schnelle Überbrückungsmöglichkeiten. «Ich denke, dass das in dieser Woche jetzt was wird.» Karliczek hatte wiederholt angekündigt, an Stelle einer Bafög-Öffnung zinslose Darlehen für Studierende bereitstellen zu wollen.

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Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die SPD und die Opposition - außer der AfD - pochen jedoch auf eine Öffnung. Auch bei der Förderungshöchstdauer werden Lockerungen gefordert.
Nicht Bafög-berechtigt sind etwa ausländische Studierende, Studierende im Zweitstudium und Studierende, die die Regelstudienzeit bereits überschritten haben. Viele Studentenjobs zum Beispiel in der Gastronomie ruhen wegen des Shutdowns.

8.00 Uhr: Maskenpflicht in Osnabrück

Nach Städten wie Wolfsburg und Braunschweig hat auch die Stadt Osnabrück für bestimmte Orte eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken eingeführt. Die Regelung gilt von diesem Samstag an für alle städtischen Einrichtungen und im öffentlichen Nahverkehr, wie Stadtsprecher Sven Jürgensen sagte. Auch im Einzelhandel und bei Dienstleistungen wie der Post und in Banken müssen Menschen demnach Mund und Nase bedecken, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter untereinander nicht gewahrt werden kann.

Einfache Schutzmasken, ein Tuch oder Schal sind dem Sprecher zufolge ausreichend. Bei sportlichen Aktivitäten im Freien, in der Schule und Kindertagesstätten ist eine Alltagsmaske nicht vorgeschrieben. Die genauen Regelungen sollen am Donnerstag in einer Allgemeinverfügung veröffentlicht werden.

7.40 Uhr: Bundesvorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE im Gespräch

„Lehrer und Schüler drücken sich nicht“: VBE-Chef Udo Beckmann spricht im Interview mit Andreas Schnadwinkel über die schrittweise Rückkehr in die Schulen.

7.31 Uhr: US-Bundesstaat Missouri verklagt China wegen der Corona-Ausbreitung

Der US-Bundesstaat Missouri hat China wegen der Coronavirus-Pandemie verklagt. Die bei einem US-Gericht eingereichte Klage wirft unter anderen der Regierung und der Kommunistischen Partei in Peking vor, für die Todesfälle sowie die wirtschaftlichen Einbußen durch das Virus auch in dem US-Bundesstaat verantwortlich zu sein. Medienberichten zufolge hat die Klage allerdings wenig Aussichten auf Erfolg, da China als souveräner Staat geschützt sei.

7.22 Uhr: Zahl der Anrufe wegen häuslicher Gewalt laut Ministerium gestiegen

Beim deutschlandweiten Hilfetelefon «Gewalt gegen Frauen» hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen. Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet, sagte eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Bis dahin sei die Entwicklung der Beratungskontakte vergleichbar zum Vorjahr 2019 verlaufen - also ohne Auffälligkeiten. Ein Trend sei feststellbar. Giffey hatte Anfang der Woche die gestiegene Nachfrage in Zusammenhang mit der Corona-Krise gestellt, Familien stünden auf engem Raum unter besonderem Stress.

7.03 Uhr: Rekordquartal für Netflix - Corona-Pandemie sorgt für Kundenansturm

Die Corona-Pandemie und Serienhits wie «Tiger King» haben dem Online-Videodienst Netflix zu seinem bislang stärksten Quartal verholfen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe, wie der Streaming-Marktführer am Dienstag nach US-Börsenschluss in Los Gatos mitteilte. Damit verbuchte Netflix das Vierteljahr mit seinem bislang größten Kundenandrang und übertraf sowohl die eigene Prognose als auch die Erwartungen der Wall-Street-Analysten bei Weitem.

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Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Zum Quartalsende brachte es Netflix auf knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Das Wachstum habe im März rasant zugelegt, als die Menschen in immer mehr Ländern wegen des Coronavirus angewiesen wurden, möglichst zuhause zu bleiben, hieß es im Brief an die Aktionäre. Auch finanziell lief es rund: Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde mit 709 Millionen Dollar (653 Mio Euro) mehr als verdoppelt.

6.33 Uhr: Baumgart zur Debatte um Saison-Fortsetzung: «Alle Stimmen hören»

Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat in der Debatte um eine mögliche Fortsetzung der Bundesliga-Saison in Zeiten der Corona-Krise Verständnis für Kritiker eines solchen Vorgehens gezeigt. «Natürlich muss man diese Meinungen ernst nehmen. Man muss alle Stimmen hören», sagte Baumgart der Deutschen Presse-Agentur. Einige Fan-Gruppierungen und Politiker hatten die Pläne der Deutschen Fußball Liga kritisiert, die aktuelle Saison mit Hilfe von Geisterspielen zu Ende zu spielen.
Gleichwohl warb Baumgart auch für die Interessen des Profifußballs. «Es geht letztendlich darum, dass auch wir wieder unseren Beruf ausüben wollen», sagte der Trainer des Tabellenletzten. «Und der beinhaltet nun einmal, dass wir wieder auf dem Platz stehen und gegeneinander Fußball spielen.»
Die DFL will bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag weitere Details zu ihren Plänen vorstellen. Einen konkreten Termin für den Bundesliga-Neustart wollen die Vertreter der Liga und der 36 Clubs dabei aber noch nicht festlegen. Die Entscheidung, ob und ab wann wieder gespielt werden kann, trifft am Ende die Politik. Klar ist, dass nur Spiele ohne Zuschauer infrage kommen.

6.00 Uhr: Kommentar zu einer Maskenpflicht auch in NRW

Das Tragen von Schutzmasken ist bei uns kulturell nicht eingeübt. In zehn von 16 Landesregierungen sei aber die Einsicht bereits gereift, dass man keine Zeit hat, auf eine Verhaltensänderung der Bevölkerung zu warten, schreibt Thomas Hochstätter in seinem Kommentar zu einer Maskenpflicht. Ausgrechnet im vom Coronavirus stark belasteten NRW sei das leider noch nicht der Fall.

Dienstag, 21. April

20.39 Uhr: Trump will Einwanderung aussetzen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den «Angriff des unsichtbaren Feindes» an sowie die Notwendigkeit, die «Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger» zu schützen.

20.01 Uhr: Termin für Bundesliga-Geisterspiele bleibt offen

Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ab dem 9. Mai? Das hatten die Ministerpräsidenten Markus Söder und Armin Laschet ins Gespräch gebracht. Das Bundesinnenministerium hat diesem Vorschlag heute widersprochen.

19.27 Uhr: Maskenpflicht in immer mehr Bundesländern

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Mehrheit der Bundesländer nun doch auf eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen und beim Einkaufen. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es aber nicht, Bund und Länder hatten das Tragen eines Mundschutzes zunächst nur «dringend empfohlen». 

Eine Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske oder ersatzweise einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung im Nahverkehr und in Geschäften kündigten am Dienstag weitere Länder an. Entsprechende Regelungen, die sich aber zum Teil unterscheiden, führen nun auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein. Thüringen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hatten dies bereits zuvor angekündigt.

18.34 Uhr: OP-Team in Halle muss in Quarantäne

Am Klinikum Halle muss ein achtköpfiges OP-Team in Quarantäne, weil  eine in Melle wohnhafte OP-Schwester unter Verdacht steht, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein.  Wie der Chefarzt für Allgemeinchirurgie und neue Ärztliche Direktor, Dr. Michael Feltkamp, sagte, zeige sie zum einen Symptome. Zum anderen habe ihr Lebensgefährte eine bestätigte Corona-Erkrankung. Als Kontaktpersonen zur mutmaßlich erkrankten Schwester müssen laut Feltkamp drei Viertel der OP-Mannschaft in eine zweiwöchige Quarantäne gehen.

18.25 Uhr: Drei weitere Todesfälle in OWL

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Ostwestfalen-Lippe steigt weiter an. Drei weitere Erkrankte mit nachgewiesener Coronavirus-Infektion sind verstorben. Hier eine Übersicht über die aktuellen Zahlen der Gesundheitsämter der Kreise und der Stadt Bielefeld - für Einzelheiten bitte auf die Links klicken:

17.51 Uhr: Clausen fordert Maskenpflicht

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen hat die einheitliche Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften gefordert. "Diese Position vertreten alle nordrhein-westfälischen Oberbürgermeister", sagte er. Am Dienstagmorgen hätten sie in einer Telefonkonferenz mit Kommunalministerin Ina Scharrenbach deutlich gemacht, dass sie sich eine einheitliche Regelung für NRW wünschen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir nicht mehr lange darauf warten müssen.“

17.02 Uhr: UEFA rät zum Saisonabschluss

Die Europäische Fußball-Union hat ihren 55 Mitgliedsverbänden erneut dringend empfohlen, die derzeit ausgesetzte Saison zu beenden. Der Dachverband erarbeitet  aber Richtlinien, die im Falle eines Saisonabbruchs die Frage der Europapokal-Qualifikation klären sollen. 

16.34 Uhr: 144.300 Corona-Infizierte in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 144.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 142.600 Infektionen). Mindestens 4675 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 4462). Im Bundesschnitt sind von 100.000 Menschen knapp 174 mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt haben schon 95.200 Menschen die Infektion überstanden.

16.17 Uhr: IKEA in Bielefeld öffnet wieder

Die Möbelkette Ikea will ab Mittwoch ihre Filialen in Nordrhein-Westfalen öffnen. Dazu zählt auch das Haus in Bielefeld-Brackwede. Für die Wiedereröffnung habe man ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

15.51 Uhr: Nächstes Corona-Hilfspaket geplant

Noch mehr Tests, Erleichterungen für Pflegebedürftige, größere Vorsorge schon für die nächste Grippe-Saison: Angesichts der Corona-Krise plant die große Koalition weitere Hilfsmaßnahmen. Ein Gesetzentwurf für die Regierungsfraktionen sieht auch Unterstützung für Kliniken und Privatpatienten vor. Das Kabinett soll ihn nach dpa-Informationen in der kommenden Woche auf den Weg bringen.

14.12 Uhr: Außenminister Maas glaubt an Sommerurlaub mit Einschränkungen

Die Menschen in Deutschland können nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas in der Corona-Krise nicht auf einen normalen Sommerurlaub hoffen. Der SPD-Politiker schloss dabei aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden.

13.35 Uhr: Saison in Handball-Bundesliga abgebrochen - Kiel Meister

Die Saison in der 1. und 2. Handball-Bundesliga (HBL) ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag nach einer Abstimmung mit großer Mehrheit beschlossen. Zudem legte das HBL-Präsidium fest, dass die Abschlusstabelle nach der sogenannten Quotientenregelung gewertet wird. Dabei werden bei jedem Team die Pluspunkte durch die absolvierten Spiele geteilt und anschließend mit 100 multipliziert. Damit steht der THW Kiel erstmals seit 2015 wieder als deutscher Meister fest. 

13.15 Uhr: Sieben Corona-Apps bei Test in Niederlanden durchgefallen

Ein Test von sieben Corona-Warn-Apps hat in den Niederlanden große Mängel ans Licht gebracht. Keine der Apps habe sich bisher als geeignet erwiesen, räumte das Gesundheitsministerium in Den Haag gegenüber dem niederländischen TV-Sender NOS ein. Sieben Entwickler hatten sich am Wochenende dem Urteil von Dutzenden Experten gestellt. Diese hatten nach einem Bericht des Senders eine Reihe von gravierenden Mängeln festgestellt. 

Sechs von sieben Apps wiesen Sicherheitslücken auf. Bei einem war sogar ein Datenlücke festgestellt worden. Fast alle der getesteten Apps hatten nach Ansicht der Experten Konstruktionsfehler. Die Apps waren von Technikern, Datenschützern, Juristen und Gesundheitsexperten getestet worden. 

12.58 Uhr: Trump: Ausreichend Tests für Lockerung von Corona-Maßnahmen

Gouverneure von US-Bundesstaaten kritisieren die Trump-Regierung in der Corona-Krise über Parteigrenzen hinweg wegen mangelnder Testkapazitäten. Der Präsident beharrt darauf, das sei ungerechtfertigt. Die Proteste gegen Schutzmaßnahmen dauern indes an. Mehr hier.

12.05 Uhr: Mehr als 143.100 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag mehr als 143.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 4522 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.  Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 95.200 Menschen die Infektion überstanden.

11.10 Uhr: Seit Corona-Verordnung 102 Demos angemeldet - nur sieben genehmigt

Seit Inkrafttreten der Coronaschutz-Verordnung sind in Nordrhein-Westfalen sieben Demonstrationen genehmigt worden - allerdings unter strengen Auflagen. Von insgesamt 102 angemeldeten Demos wurden 44 dagegen wieder abgeblasen und 51 verboten, wie aus einem Bericht des Innenministeriums an den Landtag hervorgeht. 

Demonstrationen sind wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich verboten. Die örtlichen Behörden können Ausnahmen erlauben, wenn die Teilnehmer unter anderem Mundschutz tragen - so lange dieser sie nicht vermummt - sowie den Mindestabstand auf dem Boden markieren und kein Infomaterial verteilen.

11.05: Schulen in Dänemark: Ältere Kinder müssen lange zuhause bleiben

Pädagogen und Politiker in Dänemark rechnen nicht damit, dass die älteren Schüler noch vor den Sommerferien in die Schulen zurückkehren können. Der Vorsitzende des Lehrerverbands, Anders Bondo Christensen, sagte am Dienstag der Zeitung „Politiken“, die 6. bis 9. Klasse müsse sich darauf einstellen, bis zu den Ferien zu Hause zu lernen, denn sie könnten nicht im Einklang mit den beschlossenen Abstandsregeln unterrichtet werden. „Dafür gibt es weder Platz noch Personal.“ 

Die Kindergärten und die ersten fünf Klassen wurden in der letzten Woche in Dänemark wieder geöffnet. Um eine Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen die Schüler Abstand voneinander halten.

10.58 Uhr: Neue Staatshilfe für Ferienflieger Condor geplant

Der deutsche Staat will den Ferienflieger Condor ein weiteres Mal vor dem finanziellen Absturz bewahren.

Der Kreditrahmen soll von zuletzt 380 Millionen Euro auf 550 Millionen Euro erweitert werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen erfuhr. Noch seien Details ungeklärt und auch die EU-Kommission müsse dem Plan noch zustimmen, hieß es einschränkend.

10.42 Uhr: Experte: Autoverkauf mit Senkung der Mehrwertsteuer ankurbeln

Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hat vorgeschlagen, den Autoverkauf in Deutschland mit einer Senkung der Mehrwertsteuer anzukurbeln. Ein zeitlich begrenzt niedriger Satz für hochwertige Konsumgüter sei nach der Corona-Krise wirksamer als eine Abwrackprämie wie aus dem Jahr 2009, führte der Professor der Universität St. Gallen aus. Der Vorschlag käme den deutschen Herstellern mit ihren hochwertigen und teuren Modellen entgegen. 

Die feste Abwrackprämie von 2500 Euro habe 2009 mutwillig ökonomische Werte vernichtet, zu einem hohen Prüfaufwand geführt und letztlich vor allem den meist ausländischen Herstellern von billigen Kleinwagen geholfen. „Ein klassisches Eigentor“, urteilt Dudenhöffer mit Blick auf die deutsche Autoindustrie. Auch würden mit einem Eintauschkonzept nur die Käufer erfasst, die bereits ein Auto besitzen.

10.36 Uhr: Studie: Bis 11. Mai rund 6 Prozent der Franzosen mit Corona infiziert

Wissenschaftler warnen in Frankreich vor zu weitgehenden Lockerungen nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen am 11. Mai. In dem Land werden sich den Berechnungen der Forscher zufolge bis dahin 3,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Das entspräche 5,7 Prozent der Bevölkerung und sei nicht ausreichend, um eine zweite Welle der Pandemie zu verhindern. Es müssten etwa 70 Prozent der Bevölkerung immun sein, damit die Epidemie allein durch Immunität kontrolliert werden könnte. 

10.05 Uhr: Fan-Organisation „Unsere Kurve“ macht Druck auf Bundesliga-Fußball

Die Fan-Organisation „Unsere Kurve“ hat den Profifußball vor einer Wiederaufnahme der Bundesliga mit Geisterspielen unter Druck gesetzt und ein Umdenken gefordert. „Wir möchten nicht mehr über Symptome diskutieren, sondern endlich über die Krankheit und die Wege zur Gesundung des Fußballs sprechen.

Vereine und Verbände sind herausgefordert, jetzt verbindliche Schritte zur Gesundung des Profifußballs einzuleiten und zu gehen“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. „Anders ist eine Akzeptanz für Maßnahmen zur Beendigung der laufenden Saison aus unserer Sicht nicht zu erreichen.“

9.54 Uhr: Oktoberfest wegen Corona abgesagt

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag bekannt.

«Es tut uns weh, es ist unglaublich schade», sagte Söder. Ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen bedeute jedoch eine zu hohe Gefahr.

9.18 Uhr: Corona-Krise bringt Freizeitparks in Existenznot

Bestes Wetter in den Osterferien - das heißt eigentlich Hochsaison für Freizeitparks. Doch das Coronavirus hat den Betreibern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten mancherorts gravierende Folgen haben.

8.45 Uhr: Mehr Länder setzen auf Maskenpflicht

Zur Eindämmung des Coronavirus setzen immer mehr Bundesländer auf eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Mehrere Landesregierungen wollen dies an diesem Dienstag besiegeln oder darüber beraten. Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen von «Alltagsmasken» in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel «dringend zu empfehlen». Die Grünen fordern nun «eine klare, gemeinsame Linie» von Bund und Ländern, wie Parteichefin Annalena Baerbock der Deutschen Presse-Agentur sagte.

8.35 Uhr: Giffey fordert Debatte über mehr Kita-Notbetreuung und Spielplatzöffnung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Eltern entlasten, die wegen der Corona-Krise kleine Kinder zu Hause betreuen müssen. 

Die SPD-Politikerin sprach sich am Dienstag im Inforadio vom rbb dafür aus, mehr Eltern einen Zugang zur Kita-Notbetreuung zu ermöglichen. Das gelte insbesondere für Alleinerziehende, Eltern von Vorschulkindern und Familien in besonders belasteten sozialen Situationen. 

Es gehe natürlich auch um alle anderen: "Wir haben 3,5 Millionen Kita-Kinder in Deutschland, und hier müssen Lösungen gefunden werden, die zumindest eine Teilentlastung der Eltern ermöglichen - in kleinen Gruppen, in zeitlich begrenzten Betreuungsmöglichkeiten. Darüber wird jetzt die AG Kita aus Bund, Ländern und Expertinnen und Experten in dieser Woche beraten." 

7.34 Uhr: Trump will Einwanderung in die USA zeitweise aussetzen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Er werde einen dahingehenden Erlass unterzeichnen, schrieb er auf Twitter.

Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den «Angriff des unsichtbaren Feindes» an sowie die Notwendigkeit, die «Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger» zu schützen.

6.55 Uhr: Wegen Corona: NRW-Abgeordnete wollen auf Diätenerhöhung verzichten

Die großen Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag wollen ein Zeichen in der Corona-Krise setzen und dieses Jahr auf ihre turnusmäßige Diätenerhöhung verzichten. Man wolle sich so solidarisch mit den Menschen im Land zeigen, die um ihre Existenzen bangen, heißt es nach dpa-Informationen in einem gemeinsamen Gesetzentwurf von CDU, SPD, FDP und Grünen. Dem Vernehmen nach würde das Land damit rund 500 000 Euro sparen. Mit dem gemeinsamen Gesetzentwurf, der am Dienstag in den Fraktionen beraten werden soll, kommen CDU, SPD, FDP und Grüne der AfD zuvor - sie will einen eigenen Entwurf in den Landtag einbringen. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor über die geplante Aussetzung der Diätenanpassung berichtet.

6.27 Uhr: Spielergewerkschaft: Keine Dauer-Isolation für Profi-Fußballer

Die Spielergewerkschaft VDV hat sich gegen eine mögliche Dauer-Isolierung von Profi-Fußballern ausgesprochen. Im Falle der Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Geisterspielen stünden die Spieler einer Isolierung skeptisch gegenüber, sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky der Deutschen Presse-Agentur. Die Arbeitsverträge würden derartige Quarantäne-Lager nicht vorsehen. „Die Spieler bezweifeln zudem, dass sich dadurch das Infektionsrisiko ganz erheblich reduzieren ließe“, betonte er. 

„Die Spieler möchten natürlich auch, dass der Ball möglichst bald wieder rollen kann“, sagte Baranowsky, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dies aus medizinischer Sicht verantwortbar sei. Im Training werde schon jetzt auf Hygiene und Abstandsregelungen geachtet. „Es gilt das Motto: Torschussübungen statt Zweikampfschulungen.“

6.15 Uhr: Tendenziell eher ruhig - Kein Kundenansturm in OWL

Erstmals seit mehreren Wochen haben am Montag in Ostwestfalen-Lippe zahlreiche vor allem kleinere Geschäfte die Türen wieder für ihre Kunden aufgemacht.

5.55 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Erhöhen Kontaktlinsen mein Corona-Risiko? Muss ich weiter zahlen, obwohl mein Fitnessstudio seit Wochen geschlossen hat? Hier die fünfte Folge unserer Reihe „Leser fragen, Experten antworten”. Mehr hier

5.40 Uhr: Koalition plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket

Erst vor wenigen Wochen hatten Bundestag und Bundesrat im Eilverfahren zahlreiche Hilfen und Regelungen verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Nun plant die Bundesregierung das nächste Gesetzespaket, um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Mehr hier

Montag, 20. April:

21.05 Uhr: vierter Todesfall in Haller Heim

Im Haller Marienheim ist bereits der vierte Tote im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Covid-19-Virus in der katholischen Alten- und Pflegeeinrichtung an der Schulstraße zu beklagen. Der Verband der katholischen Altenhilfeeinrichtungen (VKA) informierte am Montag über eine Sprecherin selbsttätig über den erneuten Todesfall, nachdem der Kreis Gütersloh am Sonntag noch ohne Nennung der Herkunft über den insgesamt fünften Todesfall in Halle berichtet hatte.

20.55 Uhr: Mehr als 143.100 Corona-Nachweise in Deutschland - 4514 Tote

In Deutschland sind bis Montagabend mehr als 143.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 142.300 Infektionen). Mindestens 4514 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4415). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Länder ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91 500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

20.35 Uhr: Krankschreibung per Telefon bleibt doch möglich

Im März wurde die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung eingeführt. Die Regelung sollte zum Wochenbeginn ausgelaufen, doch es gab massive Kritik. Und die zeigt Wirkung. Krankschreibungen per Telefon sind jetzt doch wieder möglich.

19.59 Uhr: 6,1 Prozent der bestätigten Corona-Fälle in NRW im Krankenhaus

Von den 28.935 laborbestätigten Corona-Fällen in Nordrhein-Westfalen sind aktuell 1775 in stationärer Behandlung, das sind 6,1 Prozent. 622 von ihnen werden intensiv-medizinisch behandelt, 461 von ihnen müssen beatmet werden. Das sind elf weniger als am Vortrag.

In NRW stehen 7790 Intensivbetten zur Verfügung (5269 mit Beatmung), belegt snd derzeit 2937 Intensivbetten (davon 1943 mit Beatmung).

Nach einer landesweiten Umstellung der Statistik gehen nur noch laborbestätigte Fälle in die Zählung ein. Deswegen ist zum Beispiel im Kreis Minden-Lübbecke die Gesamtinfektionszahl um mehr als 100 niedriger als noch vor einigen Tagen. 

Hier die Angaben für Ostwestfalen-Lippe von Montag, für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

18.46 Uhr: Maske auf in der Pandemie - eine Mundschutz-Anleitung

In der Corona-Krise haben sich einige Kommunen und Länder für eine Maskenpflicht an verschiedenen öffentlichen Orten entschieden. Dem Rest der Republik wird das Tragen auch von selbstgemachten Masken oder anderen Behelfsstoffen «dringend empfohlen».

Was der selbstgemachte Mundschutz verspricht und wie er richtig getragen wird, lesen Sie hier.

17.53: Söder und Laschet: Bundesliga-Geisterspiele ab 9. Mai denkbar

Geisterspiele der Fußball-Bundesliga sollen ab 9. Mai möglich sein. Das sagten Markus Söder und Armin Laschet, die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, am Montag im Live-Programm der „Bild“. „Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt“, betonte Laschet.

17.44 Uhr: Schulen in NRW bereiten sich auf Öffnung vor – ein Beispiel aus Gütersloh

Zwei Lehrerinnen schreiten die Wege ab. Wo werden Türen berührt? Welche Wege werden die Schüler gehen? Wo könnten sich Gruppen bilden? In der Geschwister-Scholl-Schule in Gütersloh ist am Montag alles in Bewegung. Klassenzimmer werden umgestellt, Namensschilder auf Tische geklebt und Desinfektionsspender angebracht. In ganz Nordrhein-Westfalen bereiten sich die Schulen auf die schrittweise Öffnung vor. Bis Mittwoch soll alles so bereitstehen, dass Prüflinge der Abschlussklassen ausreichende Schutzmaßnahmen vorfinden, um wieder in die Einrichtungen kommen zu können.

17.40 Uhr: Oliver Kirch sammelt Spenden 

Der ehemalige Fußballprofi Oliver Kirch sammelt mit Hilfe prominenter Ostwestfalen Spenden für wohltätige Organisationen in der Region. Er will damit Menschen unterstützen, die besonders unter den wochenlangen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und der damit einhergehenden Isolation zu leiden haben.

17.25 Uhr: 4462 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Montagnachmittag mehr als 142.600 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 141.900 Infektionen).

Mindestens 4462 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 4400). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

16.45 Uhr: Merkel: «Noch lange nicht über den Berg»

Am ersten Tag der Lockerung der coronabedingten Beschränkungen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bürger vor Leichtsinn gewarnt und weiter zu größter Vorsicht aufgerufen.

«Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen, (...) sondern wir müssen wachsam und diszipliniert bleiben», sagte die Kanzlerin in Berlin nach einer Sitzung des Corona-Krisenkabinetts.

15.45 Uhr: Brüssel: Schon 3,4 Billionen gegen Corona-Krise mobilisiert

Es sind schwindelerregende Summen, die kaum jemand erfassen kann: Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise purzeln die Billionen. Und mindestens noch einmal 1000 Milliarden Euro sollen folgen.

15.30 Uhr: Erste Schulen öffnen, Hochschulen starten digital

Viele Studierende in Deutschland sind ins Sommersemester gestartet - weitgehend von zuhause aus. Die ersten Schüler hingegen durften schon in ihre Klassenräume zurückkehren. Von normalem Schulbetrieb kann aber noch längst keine Rede sein.

Nach fünf Wochen Schließung und Ferien gehen die ersten Schüler wieder zur Schule. In Sachsen haben Abiturienten am Montagmorgen in kleinen Gruppen die Prüfungsvorbereitungen begonnen.

Um Schüler und Lehrer vor einer Infektion zu schützen, wurden Schutzmasken verteilt und Desinfektionsmittel bereitgestellt. Andere Bundesländer folgen in den nächsten Tagen, Nordrhein-Westfalen etwa am Donnerstag.

14.55 Uhr: Münster führt Maskenpflicht beim Einkauf ein

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Stadt Münster als erste nordrhein-westfälische Großstadt eine Maskenpflicht beschlossen. Sie soll ab kommendem Montag (27. April) in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt Münster am Montag. Der Krisenstab habe sich zu dieser Maßnahme entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien. „Es darf aber auch ein Schal oder ein Tuch vor dem Mund sein“, sagte die Sprecherin weiter. Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, der dürfe aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden.

Bußgelder seien zunächst nicht vorgesehen, sagte die Sprecherin. Die Bürger hätten sich bislang an die geltenden Abstandsregeln gehalten. Man gehe davon aus, dass sie nun auch der Verpflichtung nachkommen, Mund und Nase beim Einkaufen oder Busfahren zu bedecken. 

13.45 Uhr: Arbeitgeber gegen pauschale Erhöhung von Kurzarbeitergeld

Die Arbeitgeber lehnen eine pauschale Erhöhung des Kurzarbeitergelds für betroffene Arbeitnehmer in der Corona-Krise ab. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erklärte am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: «Die Bürger und Unternehmen als Steuer- und Beitragszahler werden Leistungsausweitungen mit der Gießkanne nicht dauerhaft finanzieren können. Die Politik kann deshalb die Erwartungen nur nachhaltig enttäuschen.»

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich hinter Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gestellt, das Kurzarbeitergeld befristet anzuheben. Man sei darüber in der Regierung im Gespräch. Der DGB schlägt vor, die staatlichen Zuschüsse von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken. Die CDU ist skeptisch.

13.30 Uhr: Virologe Drosten erhält Sonderpreis für Kommunikation

Der Virologe und Charité-Professor Christian Drosten (48) erhält in diesem Jahr den einmaligen «Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie». Der Preis sei mit 50.000 Euro dotiert, teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stifterverband am Montag mit. Drosten erkläre den Menschen auf anschauliche, transparente und faktenbasierte Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen.

Als Spezialist für neu auftretende Infektionskrankheiten ist er zu einem der präsentesten Köpfe in der Corona-Krise geworden. Drosten ist Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) sowie Professor am Berlin Institute of Health (BIH).

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Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin Foto: Christophe Gateau/dpa

13.29 Uhr: Lauterbach: Falsch, zehntausend Tests für Geisterspiele zu verbrauchen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich gegen einen baldigen Neustart der Bundesliga mit Geisterspielen ausgesprochen. «Es ist falsch, 10tausend Tests für Geisterspiele zu verbrauchen während in Pflegeheimen und bei Lehrern noch nicht ausreichend getestet werden kann», twitterte der Mediziner am Montag. Grund für die Skepsis ist, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs derzeit wohl nur möglich wäre, wenn alle Teams umfangreich auf Corona getestet werden würden. Außerdem befürchtet Lauterbach Fanansammlungen in privaten Räumen. «Der Druck für eine Lex Bundesliga schadet jetzt.»

Über Geisterspiele in den Fußballligen wird derzeit viel diskutiert. Fleischfabrikant und Schalke-Boss Clemens Tönnies hatte unlängst angeboten, Corona-Tests der Profis im Labor seines Rheda-Wiedenbrücker Konzerns durchzuführen.

13.26 Uhr: Spahn will über Krankschreibung per Telefon nochmal reden

Nach massiver Kritik am Auslaufen der telefonischen Krankschreibungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Gespräche darüber angekündigt. Der Minister verwies am Montag zwar darauf, dass die Entscheidung von der Selbstverwaltung von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen getroffen wurde. Dennoch werde man im Lichte der Debatte das Gespräch mit der Selbstverwaltung suchen.

In der Corona-Krise war die Möglichkeit eingeführt worden, sich bei Erkältungssymptomen telefonisch krankschreiben zu lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen (G-BA) hatte dies am Freitag aber nicht mehr verlängert - gegen die Stimmen von Medizinern und Krankenhäusern. Arbeitnehmer, die sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen wollen, müssen dafür seit diesem Montag wieder beim Arzt vorsprechen.

Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das massiv kritisiert. Arbeitgeber hatten die Entscheidung, die Ausnahmeregelung auslaufen zu lassen, begrüßt. Der G-BA Vorsitzende Josef Hecken hatte den Schritt mit einer deutlichen Verlangsamung der Dynamik in der Corona-Krise begründet.

11.48 Uhr: Dresdner stehen Schlange für kostenlose Schutzmasken

Tausende Dresdner haben am Montagmorgen für eine kostenlose Schutzmaske Schlange gestanden. Über mehrere hundert Meter standen die Bürger am Dresdner Rathaus, wo nach Angaben der Stadt rund 20.000 Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff in den Farben schwarz oder weiß verteilt wurden. Pro Person wurde eine Maske ausgegeben - eine weitere durfte für Familienmitglieder mitgenommen werden. Insgesamt hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) rund 200.000 Masken geordert, die in den nächsten Tagen dezentral an Einwohner der Stadt verteilt werden sollen. Der Mund- und Nasenschutz stammt aus der Produktion von Dresdner Firmen. Seit Montag müssen Sachsen beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen Mund- und Nasenschutz tragen.  

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Mitarbeiter der Stadt Dresden verteilen vor dem Rathaus Mundschutzmasken. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

11.38 Uhr: Kommentar: Die Gesundheit geht vor

Unser Wirtschaftsredakteur Edgar Fels schreibt in seinem Kommentar zur Debatte um weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen: "So schmerzhaft es ist, der Gesundheitsschutz muss Vorrang haben. Niemand will, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus wieder beschleunigt. Diese Gefahr aber bestünde, wenn alle Geschäfte, Hotels, Kneipen und Restaurants auf einen Schlag geöffnet wären. Ein Rückschlag wäre fatal für die Wirtschaft. Dass es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen gibt, ist allerdings mehr als unglücklich."

11.22 Uhr: Deutsche Post bemüht sich weiter um Sonntagszustellung

Die Deutsche Post bemüht sich in der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben weiter um eine Sonntagszustellung von Paketen. «Es wäre hilfreich, wenn wir einen weiteren Tag bekommen könnten, um in der aktuellen Situation der Flut der Pakete Herr zu werden», sagte der für das Bundesgebiet zuständige Betriebschef der Deutschen Post DHL, Thomas Schneider, der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung».

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Herten: Ein Zusteller von Deutsche Post DHL liefert ein Paket aus. Foto: picture alliance / dpa

10.40 Uhr: Mehr als 142.400 Corona-Nachweise in Deutschland - 4420 Tote

In Deutschland sind bis Montagvormittag mehr als 142.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 140.400 Infektionen). Mindestens 4420 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 4289). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre jeweiligen Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91.500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.35 Uhr: Söder kündigt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr in Bayern an

Bayern führt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommender Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte.

10.14 Uhr: Laschet verteidigt unter anderem Öffnung von Möbelhäusern

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die weitergehenden Lockerungen in seinem Bundesland nach der scharfen Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) verteidigt. Nordrhein-Westfalen sei das Land der Küchenbauer, sagte Laschet am Montag nach Angaben von Teilnehmern in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums am Montag. Von anderen Teilnehmern hieß es zudem aber auch, Laschet habe Merkel grundsätzlich unterstützt.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte unter anderem angekündigt, man wolle bereits im ersten Schritt zusätzlich Möbelhäuser und Babyfachmärkte öffnen lassen.

9.43 Uhr: Merkel kritisiert «Öffnungsdiskussionsorgien»

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen machte Merkel am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu «Öffnungsdiskussionsorgien» geführt habe. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark.

Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung bei den Corona-Infektionen wieder umkehre, weil sich zu wenige Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten würden, machte Merkel demnach deutlich. Die Diskussion über Lockerungen sei nicht hilfreich.

8.49 Uhr: Neuseeland hat nach eigenen Angaben unkontrollierten Virus-Ausbruch gestoppt

Neuseeland hat nach Einschätzung von Premierministerin Jacinda Ardern den «unkontrollierten Ausbruch» der Lungenkrankheit Covid-19 gestoppt. Der Ausnahmezustand wird aber um fünf Tage verlängert. Lockerungen der Corona-Beschränkungen soll es nach dem 27. April geben, wie Ardern am Montag erklärte. Seit dem 26. März ist der Pazifikstaat mit rund 5 Millionen Einwohnern im verordneten Stillstand mit strengen Auflagen für Verkehr, Arbeit und Alltag.  Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bislang 1440 Virus-Fälle verzeichnet, 12 Menschen starben. Die Reproduktionszahl des Virus liege bei 0,48. Das bedeutet: Zehn Infizierte geben das Virus im Schnitt an 4,8 andere Menschen weiter; damit geht die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurück. Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab. In Deutschland lag er jüngst bei 0,7.

8.30 Uhr: Unionsfraktionsvize Linnemann warnt vor Missbrauch von Corona-Hilfen

er stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann aus Paderborn, hat Bürger und Betriebe davor gewarnt, staatliche Corona-Hilfen zu missbrauchen. Schnelle Hilfen seien zwar angezeigt, sagte Linnemann der «Rheinischen Post». Finanzämter würden aber anhand der Steuererklärungen prüfen, ob die gezahlten Hilfen auch gerechtfertigt gewesen seien. «Unser Geld ist endlich. Wir können nicht jede Firma retten», sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

Wie mögliche staatliche Beteiligungen an «systemrelevanten Unternehmen» finanziert werden, müsse später entschieden werden, sagte Linnemann. An den Kosten sollten sich indes alle beteiligen - ob «CEOs, Bischöfe, Beamte oder Politiker.» Wie ein solcher Beitrag aussehen könnte, solle diskutiert werden, «sobald wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.»

8.24 Uhr: Bund will Kosten für ausländische Corona-Patienten übernehmen

Der Bund will die Kosten für die Behandlung schwerkranker ausländischer Corona-Patienten in Deutschland übernehmen. «Europa steht auch in Krisenzeiten zusammen», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) laut Mitteilung am Montag vor einer Sitzung des Corona-Kabinetts. Deutschlands Krankenhäuser versorgten auf ihren Intensivstationen bereits mehr als 200 schwerkranke Corona-Patienten aus europäischen Partnerländern. Man sei bereit und in der Lage, weitere aufzunehmen. «Das ist unser Verständnis von europäischer Solidarität.»

Die Vorschläge zur Kostenübernahme liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Darin heißt es, Behandlungskosten würden üblicherweise Ländern in Rechnung gestellt. Dies soll nun wegfallen. «Es handelt sich dabei ausschließlich um Covid-19-bedingte Notfälle, für die die jeweiligen Kapazitäten der betreffenden EU-Nachbarländer nicht ausreichen.» Die mutmaßlichen Kosten bezifferte das Ministerium auf bis zu 20 Millionen Euro.

8.06 Uhr: Volkswagen fordert staatliche Kaufprämie in Corona-Krise

Der Autobauer Volkswagen fordert wegen der drohenden Nachfrageflaute in der Corona-Krise eine neue staatliche Förderprämie. «In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen», sagte der bei der Marke VW fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter im Gespräch mit dem «Handelsblatt». «Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden», sagte Brandstätter. Ein neues Fördermodell könnte sich an eingesparten Emissionen des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2) orientieren. «Wir gehen damit aus der Krise hinaus und hinein in die grüne Transformation.»

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Eine Mitarbeiterin schraubt am neuen Volkswagen Golf 8 an einer Produktionslinie im VW-Werk in Wolfsburg. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

An den bestehenden Klimazielen wolle VW auf jeden Fall festhalten. «Klimaschutz bleibt eine Menschheitsaufgabe. Daran ändert die Corona-Pandemie überhaupt nichts», sagte er. «Viele profitieren davon, wenn es in der Automobilindustrie wieder losgeht», betonte Brandstätter die Bedeutung der Branche für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschlands wichtigster Industriezweig stehe für zehn Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung.

7.45 Uhr: 74 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben bislang 74 Todesfälle in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gemeldet. Am schwersten betroffen sind die Kreise Paderborn, Lippe und Gütersloh.

Nach einer landesweiten Umstellung der Statistik gehen nur noch laborbestätigte Fälle in die Zählung ein. Deswegen ist zum Beispiel im Kreis Minden-Lübbecke die Gesamtinfektionszahl um mehr als 100 niedriger als noch vor einigen Tagen. Unter der Woche melden die Ämter täglich neue Zahlen, die meisten auch am Wochenende.

Hier die Angaben vom Sonntag, in Klammern der Zuwachs seit der letzten Meldung, für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

7.00 Uhr: Laut Trump sorgt die Corona-Krise für beispiellose Nachfrage nach Waffen

Die Corona-Krise hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einer beispiellosen Nachfrage nach Schusswaffen unter Amerikanern geführt. «Menschen kaufen wegen dieses Seuchenanstiegs Waffen in einem Ausmaß, das man davor nicht gesehen hat», sagte Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz zur Corona-Krise im Weißen Haus.

Der Republikaner Trump verurteilte in diesem Zusammenhang schärfere Waffengesetze im US-Bundesstaat Virginia, die der demokratische Gouverneur Ralph Northam kürzlich unterzeichnet hatte. Trump unterstellte Northam, Menschen in Virginia ihr in der US-Verfassung verankertes Recht auf Waffenbesitz streitig machen zu wollen. «Das können wir nicht erlauben», sagte der Präsident.

Trump nannte keine Zahlen. US-Medien haben in den vergangenen Wochen aber über eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Waffen berichtet. Der amerikanische Online-Munitionshändler Ammo.com meldete zwischen dem 23. Februar und Ende März ein Umsatzplus von 792 Prozent verglichen mit dem knapp 40-tägigen Zeitraum davor.

6.45 Uhr: Mehr Läden und erste Schulen öffnen

Deutschland beginnt an diesem Montag mit der vorsichtigen Lockerung von Einschränkungen in der Corona-Krise. Nach einem Monat Zwangspause dürfen Geschäfte unter einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder aufmachen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab.

In den ersten Ländern geht für die Abschlussklassen die Schule wieder los. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln gelten jedoch weiter. Und Sachsen führt sogar eine Maskenpflicht ein.

6.30 Uhr: US-Onlinehändler bietet Mundschutz mit dem Arminia-Logo an

In der Corona-Krise boomt das Geschäft mit Schutzmasken. Bei solchen verlockenden Profitaussichten nimmt es anscheinend aber nicht mehr jeder Händler so genau mit Lizenzen und Rechten – wie ein Beispiel aus den USA zeigt. Dort gibt es online den Mundschutz mit dem Logo des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld zu kaufen. Der Haken an der Sache: Eine Lizenz, Produkte mit dem DSC-Logo zu verkaufen, scheint der Händler nicht zu besitzen.

6.00 Uhr: Kanzleramtschef mahnt, wiedergewonnene Freiheit mit Disziplin zu nutzen

Von diesem Montag an dürfen kleinere Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Kanzleramtschef Helge Braun warnt die Bürger vor Übermut. Sonst drohe ein Teufelskreis.

Sonntag, 19. April

19.18 Uhr: Trump greift China in Corona-Krise an

US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht und seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik verteidigt.

18.24 Uhr: Gastgewerbe befürchtet riesige Pleitewelle

Im deutschen Hotel- und Gaststättengewerbe droht wegen der Corona-Krise nach Darstellung der Branche etwa jedem dritten Betrieb die Pleite. Rund 70.000 Hotel- und Gastronomie-Betriebe stünden vor der Insolvenz, warnte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

17.08 Uhr: 349 Fälle in Bielefeld

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen in Bielefeld ist bis Sonntag (Stand 16 Uhr) auf 349 gestiegen. Das sind vier mehr als am Samstag. Am Freitag lag die Zahl der Covid-19-Fälle bei 343 seit   Ausbruch der Pandemie in Deutschland .

15.26 Uhr: Corona-Pandemie: Deutschland vor ersten Lockerungen

Vor Beginn erster Lockerungen in der Corona-Krise hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Bund und Länder zu mehr Einigkeit aufgerufen.

14.58 Uhr: Laschet: „Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten“

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Kirchen, Synagogen und Moscheen möglichst bald wieder zu öffnen. „Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten“, sagte Laschet am Sonntag im Deutschlandfunk. Dass sich Menschen nicht zu Gottesdiensten treffen dürften, sei eine massive Einschränkung der Grundrechte, die man jeden Tag aufs Neue begründen müsse. Von Montag an dürfen vielerorts kleinere Geschäfte, aber auch Auto- und Möbelhäuser wieder die Türen öffnen. 

Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen in den kommenden Tagen gemeinsam mit Bund und Ländern ein Konzept erarbeiten, wie Gottesdienste in Deutschland bei Einhaltung der Hygieneregeln zum Schutz vor Corona schrittweise wieder möglich werden. Sachsen will schon ab diesem Montag unter bestimmten Bedingungen wieder öffentliche Gottesdienste erlauben. Teilnehmen dürfen daran maximal 15 Gläubige.

14.51 Uhr: Kritik an Stopp von Krankschreibungen per Telefon

Gesundheitspolitiker und Verbraucherschützer üben massive Kritik daran, dass es von diesem Montag an keine telefonischen Krankschreibungen bei Atemwegsbeschwerden mehr geben soll. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nannte den Schritt am Samstag „verfrüht“. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden. Auch Vertreter anderer Parteien und Verbraucherschützer sprachen von einem Fehler und forderten, dass die Entscheidung zurückgenommen wird. 

„Es ist zu befürchten, dass nun auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erscheinen und dadurch andere Menschen anstecken. Das muss verhindert werden“, sagte Huml. Sie forderte eine Verlängerung der Ausnahmeregelung. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hatte am Freitag beschlossen, diese auslaufen zu lassen. Betroffene Arbeitnehmer müssen sich demnach von diesem Montag an wieder in der Praxis vorstellen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte das begrüßt. 

13.55 Uhr: Unionsfraktionsvize Linnemann fordert verkaufsoffene Sonntage ab sofort 

Zur Stärkung des in der Corona-Krise geschwächten Einzelhandels hat der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Carsten Linnemann aus Paderborn verkaufsoffene Sonntage gefordert. „Wir müssen sofort das Sonntagsöffnungsverbot für Geschäfte lockern“, sagte Linnemann der Düsseldorfer Rheinischen Post (Montag) mit Blick auf bisher nur eingeschränkte Möglichkeiten vor allem für Lebensmittelläden zum Verkauf auch an Sonntagen.

Es sei nötig, einen zusätzlichen Tag zum Verkauf der Waren zu nutzen, „damit der Einzelhandel die Verluste ein Stück weit auffangen kann“, sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Er sprach sich ferner für weitere offene Debatten darüber aus, wie der Staat die persönlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen in der Corona-Krise wieder zurückfahren soll. „Wir müssen Exit-Szenarien diskutieren“, sagte der CDU-Politiker. Er sei froh, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) diese Debatte schon vor Ostern angestoßen habe: „Sonst wären wir noch nicht so weit wie jetzt.“

13.39 Uhr: Scholz will Hoteliers und Restaurantbetreibern helfen

Etwa 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe sind hierzulande wegen der Corona-Krise von der Pleite bedroht, wie die Branche warnt. Die Bundesregierung signalisiert Bereitschaft zu Hilfen. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch - auch Jahre alte Forderungen. Mehr hier

13.30 Uhr: Australien für unabhängige Untersuchung des Corona-Ausbruchs

Australiens Außenministerin Marise Payne hat sich für eine unabhängige internationale Untersuchung der Coronavirus- Pandemie ausgesprochen. Der Schlüssel dabei werde die Transparenz sein, vor allem auch vonseiten Chinas, sagte sie am Sonntag dem Sender ABC. 

„Es wird Länder brauchen, die bereit sind, transparent zu sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und sicherzustellen, dass wir einen Überprüfungsmechanismus haben, dem die internationale Gemeinschaft vertrauen kann“, betonte sie. Die unabhängige Untersuchung müsse die Genese des Virus, den Umgang damit sowie die Offenheit überprüfen, mit der Informationen dazu geteilt wurden, sagte sie auf die Frage, was sie von China wissen wolle.  

13.14 Uhr: WHO sieht viele Staaten nicht gut auf Epidemien vorbereitet

Die Weltgesundheitsorganisation WHO attestiert vielen Staaten einem Medienbericht zufolge keine gute Pandemie-Vorbereitung. Die meisten Staaten weltweit seien schlecht bis mittelmäßig auf Epidemien vorbereitet, zitiert der „Spiegel“ aus einem Positionspapier für eine für Sonntag angesetzt Videokonferenz der Gesundheitsminister der G20-Staaten zur Corona-Krise. 

Den Vorsitz der G20, zu der auch die USA, China und Deutschland gehören, hat derzeit Saudi-Arabien. Die WHO antwortete der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfragen zu dem Positionspapier zunächst nicht. 

Nur ein Drittel der Länder könne Seuchenausbrüche entdecken und darauf reagieren, heißt es laut „Spiegel“ in dem Papier. Selbst hoch entwickelte Gesundheitssysteme hätten dann nur noch „begrenzte Kapazitäten“, grundlegende Leistungen zu erfüllen. Dem Bericht zufolge prophezeit die WHO, in armen Ländern mit schwächeren Systemen würden die Folgen der Corona-Pandemie „verheerend sein“. 

13.05 Uhr: Giffey: Eltern brauchen eine Perspektive für Kita-Öffnung

Familienministerin Franziska Giffey fordert eine rasche Lösung für Familien mit Kindern in der Corona-Krise. „Für mich ist ganz klar: Das Wohl der Familien muss eine hohe Priorität beim schrittweisen Wiedereröffnen haben“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Eine pauschale Aussage, die Kitas bleiben bis zum Sommer zu, führt bei vielen Familien zu noch mehr Stress und kann nicht die einzige Antwort sein.“ Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher brauchten eine Perspektive - natürlich abgewogen vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens. 

Ab Montag will eine Arbeitsgruppe von Ländern, Bund und Experten Leitlinien erarbeiten, wie eine schrittweise Wiederöffnung der Kitas aussehen kann. „Es geht um gut abgewogene Schritte, ohne die Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zunichte zu machen“, betonte Giffey.

12.55 Uhr: Kuscheln und stillen auch bei Corona-Infektion

Dürfen Mütter trotz Corona-Infektion mit ihren Neugeborenen kuscheln und sie stillen? Diese Frage dürfte bei steigenden Fallzahlen immer mehr Mütter und Ärzte beschäftigen.

Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfehlen Körperkontakt: «Mütter und Säuglinge sollten in die Lage versetzt werden, kontinuierlich zusammenzubleiben und Hautkontakt durchzuführen – Tag und Nacht, insbesondere unmittelbar nach der Geburt.» Auch das Stillen wird empfohlen - unabhängig davon, ob bei Mutter oder Kind eine Infektion vermutet oder auch bestätigt wurde.  

12.40 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten und Todesfälle in NRW steigt nur leicht an

Von Samstag auf Sonntag ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Nordrhein-Westfalen nur verhältnismäßig leicht angestiegen. Das Gesundheitsministerium zählte am Sonntagmittag 29.580 Infizierte, wie aus einer Mitteilung hervorging. Am Vortag waren es 29.155. Die Zahl der zuvor positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Todesfälle erhöhte sich auf 882, das sind 20 mehr als noch am Samstag. Erfreulicherweise stieg die Zahl der Genesenen deutlich stärker an: Am Sonntag waren bereits 18.036 Genesene bekannt und damit gut 500 mehr als am Vortag. 

Auf den Intensivstationen waren am Sonntag 2988 Betten frei, 1959 davon mit Beatmungsgeräten. 630 Intensivbetten waren zum Meldezeitpunkt von Covid-19-Erkrankten belegt, davon wurden 472 künstlich beatmet, etwas weniger als noch am Samstag. 

Parallel veröffentlicht das Ministerium seit dieser Woche auch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI zählte in NRW am Sonntag 28 788 Infektionen. Als Grund für den Unterschied wird genannt, dass die Meldewege „unterschiedlich lang“ seien. Um die Zahlen zwischen den Bundesländern korrekt vergleichen zu können, sollen ab Montag nur noch die Zahlen des RKI veröffentlicht werden.

12.13 Uhr: Paris will zwei Millionen Masken kostenlos verteilen

In Paris sollen zum Schutz gegen den Coronavirus etwa zwei Millionen Masken kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden. Bis Ende dieses Monats sollten zunächst rund eine halbe Million wiederverwendbarer Masken verfügbar sein, kündigte Bürgermeisterin Anne Hidalgo in der Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ an. Bis Mitte Mai sollen dann alle Bewohner der französischen Hauptstadt mit einer eigenen Maske ausgestattet werden. Die Kosten bezifferte Hidalgo auf drei Millionen Euro.

12.04 Uhr: 32.000 Soldaten verfügbar für den Einsatz gegen das Coronavirus

Die Bundeswehr hält für den Einsatz in der Corona-Krise inzwischen mehr als 32 000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent „Hilfeleistung Corona“ gehörten mehr als 17 000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Der Sanitätsdienst hat seine Arbeit damit in großem Maße auf den Kampf gegen das Coronavirus ausgerichtet. 

Rund 17 000 der bundesweit 22 000 Angehörigen des Sanitätsdienstes dienten inzwischen in einem „Corona-Kontigent“ - entweder in den Sanitätseinrichtungen oder in den fünf Bundeswehrkrankenhäusern, die zu rund 80 Prozent zivile Patienten versorgten, sagte der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Ulrich Baumgärtner, der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz.

11.55 Uhr: Corona-Krise: ESM-Chef erwartet weitere 500 Milliarden

Die EU-Staaten haben erst kürzlich nach zähen Verhandlungen ein erstes Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und schlingernde Staaten geschnürt. Nun bringt der Chef des Eurorettungsschirms ESM, Klaus Regling, weitere Milliarden ins Spiel.

11.40 Uhr: Häusliche Isolation in Corona-Krise: 73 Prozent legen Gewicht zu

In der Corona-Krise haben nach einer Umfrage in China 73 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben Gewicht zugelegt. Als Gründe wurden vor allem mangelnde Bewegung und ungesunder Lebensstil in der häuslichen Isolation genannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Hinweis auf eine Erhebung der Zeitung „Zhongguo Qingnianbao“ unter 3005 Menschen berichtete. Einige sagten auch, dass sie einfach mehr und häufiger gegessen hätten, während sie zuhause hockten.

11.20 Uhr: Mehr als 140.400 Corona-Nachweise in Deutschland - 4289 Tote - 85.400 Menschen 

In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 140.478 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140.448 Infektionen). Mindestens 4289 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: 4288). Die Zahlen gehen aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Um 10.30 am Samstag lagen keine aktualisierten Daten der Länder vor, daher gibt es keine 24-Stunden-Vergleichszahlen. 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde eine hohe statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an. 

Bei einer Reproduktionszahl von 0,8 geben zehn Infizierte das Virus an acht andere Menschen weiter - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht. Anfang März lag die Reproduktionszahl noch bei 3. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Freitag auch auf weiterhin bestehende regionale Unterschiede hingewiesen: So gebe es durchaus Regionen, in denen die Reproduktionsrate noch höher als 1 liege. 

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 85.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

11.10 Uhr: Kuscheln und stillen auch bei Corona-Infektion

Das Baby nach der Geburt endlich in die Arme schließen - das wünschen sich die meisten Eltern. Doch ist das auch möglich, wenn die Mama mit dem Corona-Virus infiziert ist? Experten geben grünes Licht. Mehr hier

11.02 Uhr: Premier Boris Johnson schaltet sich in Regierungspolitik ein

Der britische Premierminister Boris Johnson schaltet sich nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung schon wieder kräftig in die Regierungspolitik ein. Johnson habe mit Außenminister Dominic Raab, der ihn teilweise vertritt, und weiteren Mitarbeitern am vergangenen Freitag ein dreistündiges Gespräch per Videocall gehabt, berichtete die Zeitung „Sunday Telegraph“. Bereits zuvor habe er mehrmals von seinem Landsitz Chequers aus Anweisungen gegeben. 

Nach Regierungsangaben vom Samstag hatte Johnson „einige Kontakte“ mit Kabinettsmitgliedern gehabt, es wurde aber nicht das Ausmaß genannt. Er halte sich an die Anweisungen seines Arztes, hieß es.

Der 55-jährige Premier musste wegen seiner Lungenerkrankung Covid-19 auf der Intensivstation einer Londoner Klinik behandelt werden. Seit einigen Tagen erholt er sich nun auf dem Landsitz in der Nähe der Hauptstadt.

10.45 Uhr: Das erste Mal mit Maske - Mundschutz-Erfahrungsbericht von Redakteurin Margit Brand

Einkaufen mit Maske – ab Montag soll das normal sein. Und doch fremdelt WB-Redakteurin Margit Brand noch mit dem Mund-Nase-Schutz, der jedes Lächeln verbirgt und die Brille beschlagen lässt. Mehr hier.

10.40 Uhr: Laborleiter: Institut in Wuhan ist nicht Ursprung des Virus

Der Chef des Instituts für Virologie in der zentralchinesischen Stadt Wuhan hat amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, dass das neue Coronavirus aus seinem Labor stammen könnte. „ Das Virus ist auf keinen Fall von uns gekommen“, sagte Yuan Zhiming in einem am Sonntag in chinesischen Medien verbreiteten Interview des Staatsfernsehens. 

„Wir wissen genau, welche Virus-Forschung in dem Institut vorgeht und wie mit Viren und Proben umgegangen wird“, sagte er. Auch habe sich niemand in seinem Labor mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. 

10.31 Uhr: Kartenzahlungen verdrängen Bares wegen Corona schneller

An der Ladenkasse lieber mit Karte zahlen als mit Bargeld? Manchen Verbrauchern scheint das in Corona-Zeiten sicherer. Das ist zwar gar nicht belegt. Doch Scheine und Münzen könnten nun im Handel schneller schwinden, glauben Berater.

10.15 Uhr: Kein Freibrief für Schutzmasken am Steuer durch Corona-Krise

Trotz der Coronavirus-Pandemie gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Freibrief für Autofahrer zum Tragen von Schutzmasken. Polizisten würden je nach Einzelfall entscheiden, ob das Tragen einer Atemschutzmaske am Steuer medizinisch gerechtfertigt sei, teilte das NRW-Innenministerium auf Anfrage mit. 

Der Schutz der Gesundheit habe oberste Priorität. Wenn die Polizei aber Anhaltspunkte dafür habe, dass die Verdeckung des Gesichts bewusst genutzt wird, um Ordnungswidrigkeiten zu begehen, könne sie dennoch ein Bußgeld verhängen. Grundsätzlich dürfen Autofahrer ihr Gesicht nicht so sehr verdecken, dass es nicht mehr erkennbar ist. 

Die Polizei in Baden-Württemberg geht einen anderen Weg: „Man muss am Steuer den Atemschutz so tragen, dass die Augen und Stirn erkennbar sind“, heißt es dort. Fahrer könnten dann trotz Maske auf den hochauflösenden Blitzerfotos identifiziert werden.

9.46 Uhr: Corona-Konzert mit Megastars und Millionenspenden

Ein Star-besetztes Dankeschön für die Helfer an vorderster Front der Corona-Krise: das virtuelle Konzert «One World: Together at Home» brachte Künstler wie Elton John, Taylor Swift und Lady Gaga zusammen. Aus Hessen war auch Milky Chance dabei. Mehr hier.

8.52 Uhr: Kanzleramtschef: «Herdenimmunität» untauglich gegen Corona

Kanzleramtschef Helge Braun hält die Strategie einer «Herdenimmunität» für untauglich im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland.

«Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73.000 Menschen mit Corona infizieren», sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.»

8.40 Uhr: Freibäder in Zeiten von Covid-19: Betreiber wollen Planungssicherheit

Vor dem Start der Freibadsaison in Deutschland drängen die Betreiber wegen der Corona-Krise auf Planungssicherheit. „Wir brauchen ein eindeutiges Signal“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), Christian Ochsenbauer. Ähnlich äußerte sich der Städte- und Gemeindebund. 

Die meisten Freibäder öffnen üblicherweise Mitte Mai – das gehe allerdings nicht von heute auf Morgen. „Das Hochfahren der technischen Anlagen und die Beprobung zur Sicherstellung der Hygiene von Badewasser und Trinkwasser benötigt bei Freibädern bis zu zwei Wochen“, sagte Ochsenbauer. Obwohl noch unklar ist, ob und wann sie öffnen dürften, liefen in vielen Betrieben die üblichen Vorbereitungen für den Saisonstart. In einigen Kommunen habe man dagegen bereits entschieden, auf die Öffnung 2020 ganz zu verzichten, sagte Ochsenbauer. 

8.14 Uhr: Städtetag NRW fordert spätere Schulöffnungen

Der Städtetag NRW appelliert an die Landesregierung, die geplante Wiederaufnahme des Schulunterrichts zu verschieben und den Kommunen mehr Vorlaufzeit einzuräumen. Den Schulbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen, sei „absolut sinnvoll“, erklärte der Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Thomas Hunsteger-Petermann, am Samstag in Köln. Es gebe jedoch jetzt viel zu regeln und offene Fragen zu klären, betonte der CDU-Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Für die Prüfungsjahrgänge sollten die Schulen frühestens ab dem 27. April geöffnet werden. 

Um Unterricht für die Abschlussklassen vorzubereiten, sei ein Vorlauf von mindestens einer Arbeitswoche nötig, sagte Hunsteger-Petermann. Die Schulen müssten grundgereinigt werden, die hygienischen Voraussetzungen für den Schutz vor Infektionen geschaffen, Räume vorbereitet und der Schülerverkehr organisiert werden. Es fehle zudem an klaren Vorgaben, wie groß die Lerngruppen sein dürfen und wie sich das Schulministerium versetzte Schulanfangszeiten vorstelle. Außerdem sollten die Kommunen eng einbezogen werden, wenn Hygienekonzepte für die Schulen erarbeitet werden.

8.06 Uhr: Spaniens Regierung will Ausgangssperre erneut verlängern

In der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land erneut um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 9. Mai verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Samstagabend in einer Rede an die Nation an.

Über die Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, wird das Parlament wieder abstimmen müssen. Es wird jedoch eine breite Unterstützung auch der Opposition erwartet. 

8.00 Uhr: Textil- und Modeindustrie für Konsumgutscheine - Konsum ankurbeln

Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie hat in der Corona-Krise für einen Neustart der Wirtschaft ein umfassendes Konjunkturprogramm gefordert. Verbandspräsidentin Ingeborg Neumann sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie könne der Idee sehr viel abgewinnen, Einkaufs- beziehungsweise Konsumgutscheine mit einer zeitlich befristeten Gültigkeit auszugeben. „Das wäre eine unbürokratische Möglichkeit, den Konsum zu beleben.“ 

Daneben sprach sie sich für eine zeitlich befristete Reduzierung der Umsatzsteuer und Einfuhrumsatzsteuer für sämtliche Textil- und Lederwarenerzeugnisse aus sowie eine rasche und vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. 

7.55 Uhr: Trump greift China an und droht mit Konsequenzen

US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht und seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik verteidigt. «Es hätte in China gestoppt werden können», sagt Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

«Das ist nicht geschehen, und die ganze Welt leidet deswegen.» Der Präsident warf der Regierung in Peking deshalb Versäumnisse vor. Kritik an seiner Regierung in der Corona-Krise nannte er eine «Hexenjagd». Mehr hier

7.45 Uhr: Altmaier: "Nicht durcheinanderlaufen wie ein Hühnerhaufen"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Bund und Länder in der Corona-Krise zu mehr Einigkeit aufgerufen. «Wir dürfen nicht durcheinanderlaufen wie ein Hühnerhaufen und uns gegenseitig abwechselnd mit Verschärfungen und Lockerungen überbieten.»

«Wenn wir jetzt die Nerven behalten, können wir einen zweiten Lockdown vermeiden. Deshalb ist ein gemeinsames Handeln von Bund und Ländern so wichtig», mahnt der CDU-Politiker in der «Bild am Sonntag».

Samstag, 18. April

19.06 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Bielefeld

345 Personen wurden in Bielefeld positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind zwei Personen mehr als am Vortag. Von den positiv Getesteten sind mittlerweile 214 Menschen genesen.

17.09 Uhr: Taylor Swift sagt alle Konzerte für 2020 ab

Wegen der Corona-Pandemie hat die US-Sängerin Taylor Swift (30) alle Konzerte und öffentlichen Live-Auftritte für 2020 abgesagt. «Die Sicherheit und Gesundheit der Fans sollten immer unsere allererste Priorität sein», hieß es in einer Mitteilung.

15.58 Uhr: Zwei weitere Todesfälle im Kreis Minden-Lübbecke

Im Kreis Minden-Lübbecke sind zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit COVID 19 zu beklagen, einer von ihnen stammte aus dem Kreisgebiet aus der Stadt Bad Oeynhausen. „Wir sind sehr traurig. Unser Beileid gilt allen Familienangehörigen, die jetzt einen lieben Menschen verloren haben“, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann.

15.27 Uhr: Mangel an Schutzkitteln in britischen Kliniken

In den britischen Kliniken werden Ausrüstungen zum Schutz gegen das Coronavirus bedrohlich knapp.

15.01 Uhr: Bahnkunden-Verband fordert: Mindestabstand auch im Nahverkehr

Der Deutsche Bahnkunden-Verband fordert, es müsse auch in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs das Abstandsgebot zwischen den Menschen gelten. „Wenn die oberste Priorität das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,5 Metern ist, dann muss dies auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln umsetzbar sein“, erklärte der Verband am Samstag. „Deshalb gehören bauliche Maßnahmen auf den Bahnsteigen und in den Fahrzeugen selbstverständlich dazu.“ Der Verband versteht sich als Lobby der Bahnkunden. 

14.56 Uhr: 29.155 Infizierte und 17.502 Genesene

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Nordrhein-Westfalen erneut gestiegen. Insgesamt habe es seit Beginn der Pandemie 29.155 Infektionen gegeben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mit. Das sind knapp 550 mehr bekannte Fälle als noch am Freitag. Die Zahl der zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten Todesfälle stieg auf 862 an - um 54 im Vergleich zum Vortag. Genesen sind 17.502 Menschen, das sind 478 mehr als am Freitag. 

Auf den Intensivstationen waren am Samstag noch 2904 Betten frei, 1942 davon mit Beatmungsgeräten. 632 Intensivbetten waren zum Meldezeitpunkt von Covid-19-Erkrankten belegt, davon wurden 486 künstlich beatmet. 

Parallel veröffentlicht das Ministerium seit dieser Woche auch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI zählte 28.306 Infektionen. Als Grund für den Unterschied wird genannt, dass die Meldewege „unterschiedlich lang“ seien. Um die Zahlen zwischen den Bundesländern korrekt vergleichen zu können, sollen ab Montag nur noch die Zahlen des RKI veröffentlicht werden.

14.51 Uhr: 48 Coronafälle im Oldentruper Hof in Bielefeld

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Oldentruper Hof gibt es mittlerweile 48 bestätigte Coronafälle. Die Betroffenen sind von den anderen Flüchtlingen separiert worden. Um die Einhaltung der angeordneten Quarantäne sicherzustellen, hat das Land einen Bauzaun um das Areal errichtet und den Sicherheitsdienst verstärkt.

„Die Situation ist herausfordernd – vor allem für die Flüchtlinge“, sagt Jörg List, Dezernatsleiter bei der Bezirksregierung in Detmold und für die Flüchtlingsunterbringung zuständig. Weil man damit gerechnet hatte, dass irgendwann auch in den Flüchtlingsunterkünften Infektionen mit Covid-19 auftreten könnten, sind in allen Einrichtungen die Belegungszahlen reduziert worden.

14.38 Uhr: Tönnies: „Die Entscheidung liegt nun bei der DFL“ 

Wie das WESTFALEN-BLATT berichtete, hat der Fleischkonzern Tönnies der DFL angeboten, Corona-Tests im Firmenlabor durchzuführen. Nun hat sich Konzernchef und Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies dazu geäußert.

14.04 Uhr: Städtetag: Bei Wiedereröffnung von Geschäften kein großer Andrang

Der Deutsche Städtetag rechnet bei der Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte von diesem an Montag mit Zurückhaltung der Kunden. „Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung die wiedergewonnenen Möglichkeiten ab Montag gerne nutzen wird“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wir erwarten jetzt auch nicht den riesigen Ansturm: Die Geschäfte, die jetzt wieder öffnen, sind eine Woche später noch genauso erreichbar.“ Die Städte rechneten damit, dass diese ersten Lockerungen auch mit der weiter gebotenen Vorsicht genutzt werden.

13.40 Uhr: Cookinseln erklären sich zur coronafreien Zone

Die Cookinseln im Südpazifik haben sich offiziell zu einem coronafreien Gebiet erklärt. Es seien keine Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, und alle 900 Tests seien bislang negativ ausgefallen, teilte das Büro von Premierminister Henry Puna am Freitag (Ortszeit) mit. 

Als die ersten Covid-19-Fälle im rund 3000 Kilometer entfernten Neuseeland bekannt wurden, hatten die Cookinseln im März Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Einige davon wurden nun gelockert. 

So ist der Besuch von Gottesdiensten wieder erlaubt, ebenso Reisen zwischen der Hauptinsel Rarotonga, wo die Hauptstadt Avarua liegt, und anderen Inseln. Am Montag sollen die Schulen wieder öffnen. Die Menschen müssen aber weiter Abstandsregeln befolgen, Versammlungen mit mehr als zehn Personen bleiben verboten. Internationale Flüge bleiben eingeschränkt.

13.34 Uhr: Umfrage: Union bei 39 Prozent - SPD und Grüne verlieren

Im Zuge der Corona-Krise gewinnt die Union einer Umfrage zufolge weiter an Beliebtheit. Im RTL/n-tv-„Trendbarometer“ des Forsa-Instituts steigt die CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 39 Prozent. Das ist der derzeit höchste Wert aller größeren Befragungsinstitute und auf dem Niveau vom August 2017, also noch vor der vergangenen Bundestagswahl (32,9). 

SPD und Grüne verlieren je einen Prozentpunkt und kommen auf 16 beziehungsweise 15 Prozent, wie die am Samstag veröffentlichte Umfrage ergab. Die mit der Union regierenden Sozialdemokraten behaupten sich damit wie in der Vorwoche vor den Grünen, die sie monatelang weit überholt hatten, aber nun stark abgesackt sind. Bei allen anderen Parteien ändert sich nichts.

12.45 Uhr: Außenminister wollen Lieferketten und Flugverbindungen sichern

Die Außenminister von mehr als zehn Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien, haben in einer Telefonkonferenz vereinbart, sich für die Offenhaltung von internationalen Handels- und Transportwegen in der Corona-Krise einzusetzen. Es gelte jetzt die Aufmerksamkeit auf die Wiederherstellung wesentlicher Lieferketten und Flugverbindungen zu richten, teilte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD), am Samstag mit. „Nur durch internationale Kooperation können wir diese sichern und dazu beitragen, dass dringend benötigte Güter ankommen und die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.“

12.23 Uhr: SPD-Ministerpräsident erwartet baldige Maskenpflicht

In Sachsen und Mecklenburg-Vorpormmern müssen die Menschen ab nächster Woche in manchen Bereichen des öffentlichen Lebens bereits eine Maske tragen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil geht davon aus, d ass dies auch bundesweit zur Pflicht werden könnte.

12.05 Uhr: Polizeigewerkschaften fordern Pflicht für Mund-Nasen-Schutz

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) haben sich für eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen, Bahnen und Geschäften ausgesprochen. Bund und Länder hatten nach ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch den Bürgern solche Gesichtsbedeckungen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln „dringend empfohlen“, aber keine Tragepflicht vereinbart. Die Länder gehen nun unterschiedliche Wege: Sachsen will an diesem Montag und Mecklenburg-Vorpommern am übernächsten Montag eine Pflicht einführen. 

„Es wäre wünschenswert gewesen, wenn es zu einer bundeseinheitlichen Regelung gekommen wäre und das verpflichtende Tragen von Mund-Nase-Masken sowohl in Geschäften als auch im öffentlichen Nahverkehr eingeführt worden wäre“, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt dem „Handelsblatt“. 

11.55 Uhr: Geisterstimmung? Wie Fußball-Fans die Stimmung retten wollen

Leere Ränge und keine Stimmung. Bis zum 31. August wird es in der Bundesliga höchstens Geisterspiele geben. Fans und Vereine wollen die Stimmung in den Stadien mit kreativen Ideen retten. 

10.53 Uhr: Trump rechnet mit bis zu 65.000 Corona-Toten in den USA

US-Präsident Donald Trump rechnet infolge der Coronavirus-Pandemie mit 60.000 bis 65.000 Toten in den USA - deutlich weniger als in bisherigen Vorhersagen befürchtet. Jeder Tote sei einer zuviel, betonte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die derzeit erwartete Opferzahl liege aber unter Vorhersagen von mindestens 100.000 Toten, die das Weiße Haus kürzlich vorgestellt hatte. «Ich denke, dass wir hoffentlich erheblich unter den 100.000 bleiben werden», sagte der US-Präsident.

10.35 Uhr: Insolvenzangst in OWL-Betrieben wächst

In Ostwestfalen rechnet etwa jedes zehnte Unternehmen aufgrund der Corona-Krise mit Umsatzeinbußen von mindestens 50 Prozent, in Lippe ist es sogar jedes siebte. Das ergaben Blitzumfragen, die die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen durchgeführt haben. Mehr hier. 

9.58 Uhr: Hohe Holzberge im Wald: Nachfrage auch wegen Corona schwach

Die Corona-Krise hinterlässt auch Spuren im Wald. Zum Teil stapeln sich Holzberge im Sauerland und im Bergischen Land schon meterhoch am Wegesrand. Die Waldarbeiter holen wegen der Trockenheit und des Borkenkäferbefalls abgestorbene oder kranke Fichten in großen Mengen ab; bei Nachfrage und Abtransport hake es aber, hieß es beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW auf dpa-Anfrage. 

Einige Sägewerke arbeiteten mit reduzierten Kapazitäten, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs. Das wichtige China-Geschäft sei infolge der Pandemie eingebrochen und laufe nun erst wieder an. Beim Export gehe die Kurve langsam wieder nach oben. Der Holz-Abtransport per Bahn sei ein Problem, das allerdings schon länger und unabhängig von Corona bestehe. 

9.45 Uhr: Arbeitsminister Heil für Anhebung von Kurzarbeitergeld

Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil hat sich für eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes in der Corona-Krise ausgesprochen.

«Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeutet Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch. Miete und Rechnungen müssen ja weiterbezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung», sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

9.05 Uhr: Daimler wirft nach Corona-Stillstand die Werke wieder an

Nach vier Wochen Stillstand in großen Teilen der Produktion fährt der Autobauer Daimler seine Werke von diesem Montag an wieder hoch.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Antriebs- und Getriebetechnik, einem Bereich, auf den nicht nur die übrigen Werke in Deutschland, sondern auch die im Ausland und insbesondere in China angewiesen sind. Während einige Standorte zunächst mit einer Schicht beginnen, soll in anderen gleich wieder in zwei oder drei Schichten gearbeitet werden, wie Personalvorstand Wilfried Porth und Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht sagten.

8.50 Uhr: „Hamsterersong“ aus Lübbecke erreicht in 4 Tagen 40.000 Klicks bei Youtube

Mehr als 40.000 Aufrufe in nur vier Tagen, davon träumt sicher so mancher, wenn er sein frisch produziertes Video ins Netz stellt. Einer der es geschafft hat ist Uli Werner aus Lübbecke. Mit seinem „Hamsterersong“ trifft er den Nerv der Zeit und besingt das aktuelle Drama, das sich in deutschen Supermärkten seit einigen Wochen tagtäglich abspielt. Zum Text.

8.19 Uhr: Anträge auf Frequenzen für Autokinos boomen wie nie zuvor

In der Corona-Krise sind Autokinos die letzte Bastion der Unterhaltungsindustrie: Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es derzeit so viele Anträge auf die Erteilung entsprechender Frequenzen wie nie zuvor. Seit Anfang März habe die Behörde bundesweit 43 Rundfunkfrequenzen für Autokinos zugeteilt, sagte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Vor der Corona-Krise wurden lediglich vereinzelt Frequenzen für Autokinos beantragt.“ Weitere knapp 80 Anträge auf Frequenzzuteilung lägen noch vor und würden zügig bearbeitet. 

Die Bundesnetzagentur muss Autokinos eine Erlaubnis dafür geben, dass sie die Tonspur der Filme über die Autoradios senden darf. Dabei muss gewährleistet sein, dass dieser nicht mit anderen Funksignalen kollidiert und Störungen hervorruft. Autokinos erleben derzeit einen nie gekannten Boom. Neben Filmvorführungen finden bereits erste Gottesdienste und Konzerte in den Autokinos statt.

8.12 Uhr: Fleischkonzern in Rheda könnte Profifußballer auf Corona testen

Bei dem Versuch, den Profifußball in Deutschland wieder ins Rollen zu bekommen, könnte auch der Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück eine bedeutende Rolle spielen. „Wir verfügen über ein akkreditiertes Labor, in dem täglich Schweineblut in modernen Analyserobotern auf Antikörper untersucht werden. Diese Laborkapazität könnte vorübergehend auch für Massen-Antikörpertests für menschliches Blut eingesetzt werden“, sagte Sprecher Fabian Reinkemeier auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES

7.55 Uhr: Wirtschaftsweise Schnitzer für Deutschland zuversichtlich

Die neue Wirtschaftsweise Monika Schnitzer ist zuversichtlich, dass Deutschland gut aus der Corona-Krise kommen wird.

«Ich erwarte, dass die Wirtschaft mit der langsamen Lockerung der Maßnahmen auch rasch wieder ins Laufen kommt», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der Anreiz, wieder aktiv zu werden bei den Unternehmen und auch der Nachholbedarf der Konsumenten seien groß.

7.45 Uhr: Regierung erwartet «für lange Zeit eine neue Normalität»

Die Bürger müssen sich nach Überzeugung der Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie noch lange auf einen veränderten Alltag einstellen.

«Was wir jetzt brauchen, ist für lange Zeit eine neue Normalität», sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in der ARD. Solange es weder Therapien noch Impfstoffe gebe, müsse man lernen, mit dem Virus zu leben.

Freitag, 17. April: 

20.22 Uhr: Mehr als 137.800 Corona-Nachweise in Deutschland - 4089 Tote - 81.800 genesen

In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 137.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 134.400 Infektionen). Mindestens 4089 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 3800). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 81.800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

20.16 Uhr: Spaniens Regierung: Tourismus wohl erst gegen Jahresende wieder aktiv

Die spanische Regierung hat die Tourismusbranche, das Gastgewerbe sowie den Kultur- und den Fernverkehrssektor des Landes vor „enormen Problemen“ aufgrund der Corona-Krise gewarnt. In diesen Wirtschaftsbereichen könne erst gegen Jahresende mit einer Reaktivierung gerechnet werden, sagte Arbeitsministerin Yolanda Díaz am Freitag in einem Fernseh-Interview. Für den Produktionssektor erwarte man schon im Sommer eine Erholung. 

Besonders große Sorgen bereitet der Tourismussektor. Die Finanzministerin und Sprecherin der linken Koalitionsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, María Jesús Montero, untermauerte die Worte ihrer Kabinettskollegin: „Unser Land wird die touristischen Aktivitäten so lange nicht wieder aufnehmen, bis es eine Garantie für außerordentlich sichere Bedingungen gibt, sowohl für die Menschen, die in unserem Land leben, als auch für unsere Besucher“, sagte sie am Freitag auf einer Pressekonferenz.

19.58 Uhr: Zeichen der Solidarität: Deutsche Schiffe lassen Hörner erschallen

Als Zeichen der Solidarität und der Hoffnung in Zeiten der Coronakrise haben Schiffe in Hamburg, Lübeck, Travemünde, sowie auf der Nord- und Ostsee am Freitagabend ihre Hörner erschallen lassen. Es gab vereinzeltes Tuten in allen Hafenbereichen in Hamburg, sagte ein Sprecher. 

Die Schiffe waren aufgerufen, um 18.00 Uhr die Schiffshörner für 20 Sekunden hören zu lassen. Wie der Stützpunktleiter des Fördervereins für Hochseesegeln „Trans Ocean“ in Travemünde erklärte, war der Aufruf an die weltweit 200 Vereinsstützpunkte weitergeleitet worden - so wollen auch Schiffe auf Hawaii und auf den karibischen Antillen dem Ruf Folge leisten.

18.53 Uhr: Bundesregierung warnt vor Nationalismus in Corona-Krise

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise vor Nationalismus in der EU gewarnt. Auf Warnungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, fehlende Solidarität in der EU könne Populisten in Italien, Spanien und vielleicht Frankreich zum Sieg verhelfen, ging Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin aber nicht im Detail ein. 

Kanzlerin Angela Merkel haben mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Deutschland, in der Mitte Europas gelegen und international vernetzt, wirtschaftlich und auch menschlich nicht gut aus dieser Krise herauskommen werde, wenn dies nicht auch in ganz Europa gelinge. „Ich denke, es ist immer notwendig, und das ist in der Corona-Pandemie ganz besonders der Fall, den Bürger zu zeigen, dass ein multilaterales, gemeinsames, solidarisches, europäisches Vorgehen besser ist als jeder Rückfall in Nationalismen“, sagte Seibert weiter.

18.36 Uhr: #SchulboykottNRW: Harsche Kritik an Wiedereröffnung bei Twitter

Das Vorhaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung, kommende Woche den Schulbetrieb wieder anlaufen zu lassen, sorgt für Proteste im Internet. Unter dem Hashtag #SchulboykottNRW meldeten sich beim Internetdienst Twitter am Freitag Tausende Benutzer zu Wort, die sich um die Gesundheit von Schülern und Lehrern sorgten. In vielen sarkastischen Grafiken wurden zum Beispiel Friedhöfe oder ein Abiball voller Grabsteine gezeigt. 

Die weiterführenden Schulen öffnen ab kommendem Donnerstag wieder die Pforten für Prüflinge der Jahrgangsstufen 10, 12 und 13. Sie sollen dort nicht nach klassischem Stundenplan unterrichtet werden, sondern gezielte Angebote zur Prüfungsvorbereitung auf das Abitur oder mittlere Abschlüsse erhalten. 

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte in dieser Woche betont, es sei den Schülern freigestellt, daran teilzunehmen oder zu Hause weiterzulernen. SPD und Grüne lehnen das ab. „Es ist unzumutbar, dass die Schülerinnen und Schüler sich jetzt zwischen Gesundheitsschutz für ihre Familie und Prüfungsvorbereitung in der Schule entscheiden müssen“, beklagten die Grünen. Auch die SPD kritisierte „unnötigen Entscheidungsdruck“ und Verunsicherung. Dagegen hatte die AfD im Schulausschuss davor gewarnt, sich von „einigen wenigen Schülern“ vor den Karren spannen zu lassen, die einfach keine Prüfungen ablegen wollten. Die meisten wollten zur Schule, betonte die Fraktion. 

Dagegen warnte der Lehrerverband NRW am Freitag vor einem Frühstart, der nicht einmal die Zeit lasse, die nötigsten Hygiene- und Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

18.15 Uhr: Wirtschaftsverbände fordern Fahrplan für weitere Lockerungen

Spitzenverbände der Wirtschaft haben die Politik in der Corona-Krise vor einem Flickenteppich von Regelungen gewarnt und einen klaren Fahrplan für weitere Lockerungen gefordert.

Industriepräsident Dieter Kempf sagte nach Beratungen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag in Berlin, jede Woche Verlängerung der Einschränkungen sei eine enorme Herausforderung für die Wirtschaft. Ein wirksamer Arbeitsschutz und das Wiederhochfahren der Wirtschaft könnten unter einen Hut gebracht werden, auch wenn es Engpässe bei der Schutzausrüstung gebe.

17.46 Uhr: Belgischer Virologe erwägt Fußballspiele mit Schutzmasken

Fußballer könnten in der Corona-Krise nach Ansicht eines führenden belgischen Virologen mit Schutzmasken spielen. „Eine Möglichkeit wäre das Tragen von Masken, um Fußball zu spielen“, sagte der Experte Marc Van Ranst der belgischen Zeitung „Le Soir“. Dabei gehe es nicht um chirurgische Masken, die völlig ungeeignet wären. Man finde im Internet jedoch Masken gegen Luftverschmutzung, die von Radfahrern oder American-Football-Spielern getragen würden. 

„Die sind komfortabler“, sagte der Virologe, der als Kapazität auf seinem Gebiet gilt. „Wenn es für sie möglich ist, warum sollte es dann nicht auch für Fußballspieler möglich sein?“ 

Vor der Absage aller Spiele seien manche Mannschaften mit Schutzmasken aufs Feld gekommen, hätten diese aber für das Match abgenommen. In Italien hätten die Zweitligisten von Benevento und Pescara mit Masken spielen wollen, doch der Schiedsrichter habe dies abgelehnt, sagte Van Ranst

17.36 Uhr: 28.607 Corona-Fälle in NRW - 17.023 sind genesen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 28.607 seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Freitag waren das somit (Stand 14 Uhr) 607 Infektionen mehr als am Donnerstagmittag, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte. Auch die Zahl der Toten, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stieg an: Im Vergleich zum Vortag kamen 48 Todesfälle hinzu, seit Beginn der Pandemie waren es so insgesamt 808. Die Anzahl der Genesenen stieg auf 17.023, das waren 1175 mehr als am Vortag. 

17.15 Uhr: Bildungsministerin gegen Bafög-Öffnung

Viele Studenten stehen in der Corona-Krise plötzlich ohne Geld da. Die Länder fordern mehr Unterstützung für Betroffene - zum Beispiel durch eine Auszahlung von Bafög auch an diejenigen, die bislang kein Anrecht darauf haben. Das lehnt Anja Karliczek ab.

16.56 Uhr: Söder hält bei Politikern Gehaltsverzicht wegen Corona für denkbar

Angesichts der Corona-Krise hält CSU-Chef Markus Söder bei Politikern einen Verzicht bei Gehältern und Diäten für denkbar. „Ich denke, da wird man insgesamt, was die Regierungen und Parlamente betrifft, ein Signal setzen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Bild“-Zeitung (Freitag). Söder betonte, dass dies „in einer gemeinsamen Runde“ entschieden werden müsse. „Da braucht es keinen Unter- oder Überbietungswettbewerb.“ 

Mit Blick auf die anstehende Erhöhung der Bundestagsdiäten sagte Söder, dies könne er sich derzeit „überhaupt nicht vorstellen“. Auch er selbst sei prinzipiell nicht abgeneigt, auf Geld zu verzichten: „Wir verzichten auf vieles, wir würden da auch vieles machen. Ich finde, es sollten aber alle gleich machen. Aber ich bin für alles bereit.“ Dies betreffe aber den gesamten Beamtenbereich.

16.10 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof klagt auf Öffnung der Filialen

Kleine Läden machen wieder auf, große Geschäfte bleiben noch zu, aber Autohäuser gehören zu den Ausnahmen. Die schrittweisen Ladenöffnungen sind für Bürger und sogar für manche Händler selbst schwer zu durchschauen - und landen nun vor Gericht.

Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof will sich nicht damit abfinden, dass ihre Türen weiter geschlossen bleiben sollen. Das Unternehmen habe in einem Eilverfahren Klage gegen die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen eingereicht, teilte das Oberverwaltungsgericht am Freitag in Münster mit. Karstadt selbst wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

15.21 Uhr: 940 Militärs nach Corona-Ausbruch auf Flugzeugträger positiv getestet

Nach dem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ sind Hunderte weitere Militärs positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt gebe es nun 940 positive Testergebnisse, sagte Maryline Gygax Généro, Zentraldirektorin des Gesundheitsdienstes der Streitkräfte, am Freitag vor einem Senatsausschuss. 645 Seeleute seien negativ getestet worden. Betroffen seien 2300 Militärs, die etwa auf dem Flugzeugträger oder mit der begleitenden Flugzeugträgerkampfgruppe unterwegs waren. Die restlichen Testergebnisse seien noch offen - die Zahl könnte also noch deutlich ansteigen. Von den erkrankten Militärs seien 20 im Krankenhaus, einer werde auf der Intensivstation behandelt.

14.56 Uhr: Sachsen führt Maskenpflicht ein

Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef. 

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht „die richtige Antwort“, so Kretschmer. Von Montag an sollen in Sachsen einige Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden. Es sei ein „zumutbares Instrument“ für die größeren Bewegungsmöglichkeiten, die die Menschen in Sachsen nun hätten.

14.52 Uhr: Ausbruch ist laut Jens Spahn beherrschbar geworden

Gerade haben Bund und Länder die Kontaktsperren im Kampf gegen die Corona-Pandemie verlängert. Da spricht der Bundesgesundheitsminister davon, dass die bisherigen Maßnahmen «erfolgreich» seien. Eine erste Entwarnung? Eher nicht.

14.45 Uhr: Klopapier ist weniger gefragt

Nach Hamsterkäufen in der Corona-Krise hat sich die Nachfrage nach Toilettenpapier im Einzelhandel mittlerweile entspannt. Verbraucher zeigten etwas mehr Gelassenheit bei gefragten Produkten, zu denen neben Hygieneartikeln etwa auch Nudeln und Reis gehörten, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Diesen Trend bestätigten die großen Drogeriemarkt-Ketten. So teilte das Unternehmen dm mit, nach „extremen Abverkaufsspitzen“ beobachte man nun, „dass sich die Nachfrage verändert und in einzelnen dm-Märkten wieder Toilettenpapier in den Regalen vorhanden ist“. Der Konkurrent Rossmann beurteilte die Lage ähnlich: „Im Fokus der verstärkten Nachfrage stehen weiterhin Hygieneartikel, jedoch nicht mehr in dem Umfang wie noch vor einigen Wochen“, sagte eine Sprecherin.

14.12 Uhr: Lindner fordert mehr Tempo bei Aufhebung der Corona-Beschränkungen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat in der Corona-Krise mehr Tempo bei einer schrittweisen Rückkehr in die Normalität gefordert. „Wenn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt, dass die Pandemie beherrschbar geworden sei, sollte das Konsequenzen haben“, sagte Lindner am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es könne nicht sein, dass Bundes- und Landesregierungen erst in 14 Tagen neu beraten wollten. „Ab jetzt muss die Lage jede Woche neu geprüft werden, damit nicht länger als nötig in Bürgerrechte eingegriffen wird.“

14.05 Uhr: „Corona-Luftbrücke“: Mehr als 240 000 Gestrandete wieder zu Hause

Einen Monat nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind mehr als 240 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Außenminister Heiko Maas sagte am Freitag in Berlin, bei dieser größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sei „großartiges vollbracht“ worden. Bis in die nächste Woche sind weiter Sonderflüge mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen geplant, um Deutsche vor allem aus Südafrika und Südamerika, aber auch von den Pazifikinseln zurückzuholen. Danach werden sich die Botschaften zusammen mit den europäischen Partnern um die noch verbleibenden Einzelfälle kümmern. 

13.52: Ultras begehren gegen Geisterspiele auf

Während die Deutsche Fußball Liga das Szenario Geisterspiele für die 1. und 2. Bundesliga weiter vorbereitet, sind die Fans in dieser Frage gespalten. Der Zusammenschluss „Fanszenen Deutschland“ hat sich vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer in der aktuellen Situation ausgesprochen. „Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne“, heißt es in einer über die Ultra-Gruppen der Vereine verbreiteten Erklärung. Derweil kämpft die DFL um die vierte und letzte Rate aus den Fernsehgeldern. 

13.45 Uhr: Gottesdienstverbot: Religion und Politik arbeiten an Konzept

Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen gemeinsam mit Bund und Ländern in den kommenden Tagen ein Konzept für die schrittweise Lockerung der Auflagen in der Corona-Krise erarbeiten.

Dieses soll dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Zum Schutz vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurden auch Gottesdienste mit Gläubigen untersagt.

13.23 Uhr: Religion und Politik sollen Konzept für Lockerung erarbeiten

Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen gemeinsam mit Bund und Ländern in den kommenden Tagen ein Konzept für die schrittweise Lockerung der Auflagen in der Corona-Krise erarbeiten.

Dieses soll dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Zum Schutz vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurden auch Gottesdienste mit Gläubigen untersagt.

13.21 Uhr: Einbrecher stehlen 3000 Schutzmasken in Paderborn

„Das ist eine besonders frevelhafte Tat!“ Bernd Horenkamp, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Paderborn, ist entsetzt: Unbekannte sind in der Nacht zu Freitag beim DRK eingebrochen und haben rund 3000 zertifizierte Masken gestohlen.

Umgeworfene Kartons, Kleidungsstücke liegen am Boden: Der oder die Unbekannten, die in der Nacht zu Freitag die Paderborner Kleiderkammer in der Neuhäuser Straße heimgesucht haben, haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Polizei ist inzwischen vor Ort gewesen und hatte die Ermittlungen zu der dreisten Tat aufgenommen. 

12.50 Uhr: Corona-Warn-App kommt in Deutschland erst im Mai

Eigentlich sollte eine Smartphone-App, die Betroffene vor einer Corona-Infektion warnen soll, schon zum Ende der Osterfreien verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Spahn sagt nun, dass sich die Menschen in Deutschland noch gedulden müssen. Mehr hier.

12.23 Uhr: Kinder-Notbetreuung wird ausgeweitet

In der Corona-Krise bekommen mehr Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder - es wird aber vorerst keine bundesweit einheitliche Regelung geben.

11.51 Uhr: Flughafen: Gottesdienst im Auto

Unter dem Motto „Dem Himmel so nah“ wird am Sonntag, 19. April, ein Gottesdienst am Flughafen Paderborn-Lippstadt gefeiert. Das Besondere: Zum Schutz vor dem Coronavirus bleiben die Teilnehmer in ihren Autos sitzen.

11.49 Uhr: RKI sieht «wirklich gutes Zwischenergebnis»

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht ermutigendende Tendenzen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. RKI-Präsident Lothar Wieler sprach am Freitag in Berlin von einem «wirklich guten Zwischenergebnis».

So habe es in dieser Woche einen deutlich geringeren Anstieg der Fallzahlen gegeben. Ein Infizierter stecke 0,7 weitere an. Gleichwohl meldeten die Gesundheitsämter bundesweit immer noch mehr als 3000 Fälle pro Tag.

10.39 Uhr: 134.400 Corona-Nachweise in Deutschland - 3827 Tote

In Deutschland sind bis Freitagvormittag mehr als 134 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 131.400 Infektionen). Mindestens 3827 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 3554). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 81.800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.30 Uhr: Schäuble bringt Verkürzung der Sommerferien ins Spiel

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

«Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen», sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen».

10.13 Uhr: Corona-Ansteckungsrate in Deutschland deutlich gesunken

Die Reproduktionsrate gilt als eine wichtige Marke, um den Verlauf der Ansteckungswelle in Deutschland beurteilen zu können. Auch politische Entscheider blicken unter anderem auf diese Zahl. Nun wurde ein besonders niedriger Wert errechnet.

8.55 Uhr: Handel hofft auf mehr

Erleichterung bei den einen, Empörung bei den anderen: Die Regelungen für eine Lockerung der coronabedingten Einschränkungen im Einzelhandel ab kommenden Montag treffen auf ein geteiltes Echo. Vor allem die Entscheidung, dass – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche noch nicht wieder öffnen dürfen, stoßen auf Kritik und Unverständnis. 

6.49 Uhr: Zahlen in Wuhan korrigiert: 1290 Tote mehr als bisher berichtet

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zuhause gestorben. Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten zu beschäftigt gewesen, „was zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten führte“, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

6.30 Uhr: Verler Automatisierungsspezialist Beckhoff erwartet Wachstum

Ausgerechnet mitten in der Corona-Krise erwartet der Verler Automatisierungsspezialist Beckhoff nach einem schwächeren Jahr 2019 die Rückkehr auf den Wachstumspfad. „Wir sind mit guten Zahlen und einem starken Auftragseingang mit zweistelligen Zuwachsraten ins Jahr gestartet und der Trend hält aktuell immer noch an“, sagt Firmengründer Hans Beckhoff. „Ich bin optimistisch, dass die Corona-Krise nicht so tiefe Spuren in der Wirtschaft hinterlässt, wie es derzeit befürchtet wird.“

6.25 Uhr: Angebot für Notbetreuung von Kindern soll ausgeweitet werden

Bund und Länder suchen eine gemeinsame Linie für die Notbetreuung jüngerer Kinder in der Corona-Krise. Dabei sollten nicht nur die Jobs der Eltern zählen, mahnen Experten.

6.15 Uhr: Trump will USA in drei Phasen wieder öffnen

US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump.

Donnerstag, 16. April:

20.25 Uhr: Mehr als 134.400 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3800 Tote

In Deutschland sind bis Donnerstagabend mehr als 134.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 131400 Infektionen). Mindestens 3800 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 3553). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

20.12 Uhr: Stadt Paderborn sagt Libori-Fest 2020 offiziell ab

Wie erwartet wird das Libori-Fest in Paderborn in diesem Jahr ausfallen. Diesen Beschluss hat die Stadt Paderborn am Donnerstag gefasst. Mehr hier.

20.02 Uhr: Polen kündigt vorsichtige Lockerung der Corona-Maßnahmen an

Polen will die Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Epidemie vorsichtig lockern. Ab kommendem Montag werde der Aufenthalt in Wäldern, Parks und Grünanlagen wieder erlaubt, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau. „Das bringt größeren psychischen Komfort.“ Zudem dürfen sich Minderjährige ab 13 Jahren künftig wieder ohne Begleitung von Erwachsenen in der Öffentlichkeit bewegen. Auch solle in Geschäften wieder eine größere Zahl von Kunden zugelassen werden. Bislang sind nur Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken geöffnet. In einer weiteren Phase werde man Handwerksbetriebe und den Handel über die bisherigen Geschäfte hinaus wieder anlaufen lassen, kündigte Morawiecki an. Einen zeitlichen Horizont dafür nannte er nicht.

19.45 Uhr: Hunderttausende Kinder könnten laut UN als Corona-Folge sterben

1,5 Milliarden Kinder sind laut UN von Schulschließungen weltweit betroffen. Einem neuen Bericht zufolge könnten sich diese und andere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie tödlich für viele auswirken. Mehr hier.

18.35 Uhr: Kardinal Woelki: „Schnellstmögliche Lockerung des Gottesdienstverbots“

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki und andere Religionsvertreter haben am Donnerstag mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über eine Lockerung des Gottesdienstverbots gesprochen. 

„Dank an unseren MP @ArminLaschet für ein sehr konstruktives und gutes Gespräch und seinen Einsatz für die schnellstmögliche Lockerung des Gottesdienstverbotes“, twitterte Woelki im Anschluss. Abstand, Vorsicht und Hygiene blieben wegen der Corona-Pandemie unverzichtbar. „Aber Religionsausübung ist eines der wichtigsten Grundrechte und gehört so zum Fundament, das unsere Gesellschaft trägt“, mahnte Woelki und forderte: „Deshalb müssen Gottesdienste unter Auflagen zugelassen werden, je früher, desto besser.“ Die Sehnsucht der Menschen nach Seelsorge, Orientierung und Gottesdienst sei gerade jetzt groß. 

18.25 Uhr: Trump droht Kongress in Corona-Krise mit Zwangspause

Mitten in der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump mit der Anordnung einer Zwangspause für das Parlament gedroht, um freie Stellen in seiner Regierung schnell ohne den Kongress besetzen zu können.

17.41 Uhr: Bundesweite Standards für Corona-Schutz am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer in Deutschland müssen sich wegen der Corona-Krise auf strengere Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben am Arbeitsplatz einstellen.

Für die schrittweise Rückkehr von mehr Beschäftigten sollen künftig neue bundesweit einheitliche Regeln greifen, die das Bundeskabinett am Donnerstag beschloss. «Wer in diesen besonderen Zeiten arbeitet, braucht auch besonderen Schutz», sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin.

17.40 Uhr: Virus wird sich laut Virologe gleichmäßiger in Deutschland verteilen

Die bislang ausgeprägten regionalen Unterschiede bei der Coronavirus-Epidemie in Deutschland werden sich nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten auflösen. Der anfängliche Effekt, dass sich das Virus nach Einschleppungen zunächst stark lokal verbreitet, wie bisher in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werde immer weiter verwischen, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast. 

Es sei bereits zu sehen, dass sich die „lokale Clusterung“ so langsam auflöse. „Das Virus wird sich jetzt über die nächsten Wochen und Monate, über den Sommer, in ganz Deutschland weiter verteilen.“ Zu dieser gleichmäßigeren Verteilung komme es trotz der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung, da es immer noch Übertragungen gebe.

17.33 Uhr: Verbände: Vor Schulöffnungen Klos sanieren

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf die schrittweise Wiederöffnung der Schulen werden Forderungen nach gründlichster Hygiene zum Schutz vor dem Corona-Virus laut.

17.16 Uhr: Umfrage: Hohe Zustimmung für mehr staatliche Krisenvorsorge

Angesichts der Corona-Pandemie befürwortet laut einer Umfrage eine große Mehrheit der Bundesbürger eine stärkere staatliche Krisenvorsorge.

16.34 Uhr: Keine weiteren Todesfälle in Paderborn

Im Kreis Paderborn sind insgesamt 512 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden,  Gegenüber dem Vortrag sind kreisweit drei Fälle dazu gekommen.

15.48: Pizzakurier mit Covid-19 - 72 Familien in Selbstquarantäne

Weil sie Essen von einem beliebten Pizzalokal bestellt hatten, müssen 72 Familien in der indischen Hauptstadt Neu Delhi in Selbstquarantäne. Das sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein örtlicher Behördenvertreter der indischen Presse-Agentur IANS am Donnerstag. Der Grund: Ein Pizzakurier des Lokals sei positiv auf Covid-19 getestet worden. Der Mann habe schon gut drei Wochen vor dem Test Coronavirus-Symptome gezeigt, schrieb die Zeitung „India Today“. 

Auch seine Kollegen mussten in Quarantäne. Ihre Tests seien negativ ausgefallen, schrieb der Essenslieferdienst Zomato, über den einige der betroffenen Bestellungen gebucht worden waren, auf Twitter. Das betroffene Restaurant habe vorübergehend seinen Betrieb eingestellt. Der Lieferdienst schrieb: „Covid-19 könnte uns allen passieren – und es ist fast unmöglich, uns ganz zu isolieren, besonders wenn wir bei Notwendigem wie Essen Hilfe von außen brauchen.“

15.37 Uhr: Hunderttausende Musikfans müssen auf Festivals verzichten

Ob Rock, Metal oder Elektro: Hunderttausende Menschen wollten in diesem Sommer auf Festivals feiern und ihre Stars live erleben. Doch daraus wird jetzt nichts - wegen der Corona-Pandemie.

15.21 Uhr: Bund und Länder wollen über mehr Notbetreuung für Kinder beraten

Nach Beschlüssen zu ersten Lockerungen in der Corona-Krise wollen Bund und Länder eine gemeinsame Linie für die Ausweitung der Kinder-Notbetreuung finden. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat dazu die Länder-Ressortchefs zu einer Telefonkonferenz an diesem Freitag eingeladen. „Ich sehe die Bedürfnisse von Kindern in ihrer frühkindlichen Entwicklung und Sprachbildung, aber auch die Bedürfnisse von erwerbstätigen Eltern, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. „Sie brauchen Entlastungen und eine klare Perspektive.“

15.05 Uhr: Dax erholt sich vom jüngsten Rückschlag

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag stabilisiert. Der Dax erholte sich von seinem knapp vierprozentigen Vortagsverlust, und stieg am Nachmittag um 1,16 Prozent auf 10 399,02 Punkte. Der MDax gewann 1,05 Prozent auf 21 950,64 Zähler. Auf europäischer Bühne legte der EuroStoxx 0,86 Prozent auf 2832,31 Punkte zu.

14.56 Uhr: Japan weitet Notstand auf das ganze Land aus

Bislang galt eine starke Einschränkung des öffentlichen Lebens nur im Großraum Tokio und einigen Provinzen. Angesichts steigender Infektionszahlen weitet Ministerpräsident Shinzo Abe den Notstand auf das gesamte Land aus.

14.20 Uhr: Bielefeld - Maske mit BI-Logo und Visier aus dem Drucker

Not macht erfinderisch. Warum nicht, wenn andere Geschäfte gerade wegbrechen, Gesichtsmasken nähen, die ohnehin allenthalben fehlen? Und warum nicht Gesichtsvisiere produzieren, wenn keine Workshops stattfinden können? Zwei Bielefelder Beispiele für Reaktionen auf die Corona-Krise. Mehr hier. 

14.05 Uhr: Laut NRW-Ministerin: Alle vor den Sommerferien wieder in die Schulen

In Nordrhein-Westfalen sollen alle Schüler bis zu den Sommerferien in die Schulen zurückkehren können. Auch wenn es wegen der coronabedingten Schutzmaßnahmen nicht fünf Tage Unterricht in der Woche mit einem vollumfänglichen Stundenplan sein könnten, sei das ein wichtiges Ziel, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Die Lehrer bräuchten wieder einen persönlichen Kontakt zu ihren Schülern, um auf vielfältige Probleme eingehen zu können.

13.42 Uhr: Schulen brauchen laut Lehrerverband „Corona-Hausordnungen“

Bevor die Schulen wieder geöffnet werden können, müssen die Kommunen nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes die Hygienebedingungen in den Einrichtungen deutlich verbessern. Von den Schulträgern erwarte man die „Nachrüstung von Toiletten- und Waschanlagen, Desinfektionsspendern und enger getaktete Reinigungszyklen“, sagte Verbandspräsident Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Zudem forderte er zusätzliche Schulbuslinien und die Bereitstellung von Atemschutzmasken. Risikopersonen unter Lehrkräften und Schülern müssten identifiziert und weiterhin vom Präsenzunterricht ausgenommen werden. 

Alle Schulen sollten nach Ansicht des Lehrerverbandes „Corona-Hausordnungen“ aufstellen mit Regeln für den Schulbetrieb unter den neuen Bedingungen.

13.15 Uhr: Bund spannt milliardenschweren Schutzschirm für Warenverkehr

Damit deutsche Firmen in der Corona-Krise nicht auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben und Lieferketten nicht reißen, spannt die Bundesregierung einen milliardenschweren Schutzschirm. Ziel ist es, einen reibungslosen Warenverkehr aufrechtzuerhalten.

Der Staat übernimmt für das Jahr 2020 Garantien für Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro, wie das Wirtschafts- und das Finanzministerium mitteilten.

11.10 Uhr: Rat zum Mundschutz - wie die Maske richtig schützt 

Das Tragen von Masken zum Schutz vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionen muss nach Meinung von Experten mit einer Reihe anderer Maßnahmen einhergehen.

Es kommt auf die Art und Weise an, wie die Maske getragen wird. Der Stoff muss Mund und Nase bedecken. Beim An- und Ausziehen ist darauf zu achten, dass das Sekret nicht über die Hände verteilt wird.

11.00 Uhr: 3554 Tote und mehr als 131.400 Infektionen in Deutschland 

In Deutschland sind bis Mittwochvormittag mehr als 131.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 128.500 Infektionen). Mindestens 3554 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 3222) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.40 Uhr: London will Maßnahmen um drei Wochen verlängern

Großbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch heute offiziell verkündet werden.

9.45 Uhr: Heavy-Metal-Festival in Wacken fällt aus

Immer mehr Festivals werden wegen der Coronavirus-Krise abgesagt. Jetzt kommt auch das Aus für Wacken. Das Heavy-Metal-Festival in Schleswig-Holstein sollte ursprünglich vom 30. Juli bis 1. August 2020 stattfinden. 

Zum Umgang mit den bereits verkauften Tickets für das Festival und den Plänen für 2021 wollen sich die Organisatoren «so bald wie möglich äußern, bitten hierfür aber um etwas Geduld», hieß es. In den vergangenen Jahren haben jeweils etwa 75.000 Metalfans die Veranstaltung im Norden besucht.

9.20 Uhr: Bayer will bei Herstellung von Corona-Impfstoff helfen

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will nach der Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bei der Produktion des Mittels aushelfen. Zurzeit halte das Unternehmen schon Kapazitäten vor, um diese bei Bedarf teilweise umwidmen zu können, sagte Unternehmenschef Werner Baumann.

8.30 Uhr: Expertin: Corona-Krise kann Nutzen für Kinder haben

Schulen und Kitas bleiben weiter zu. Viele Kinder leiden unter der sozialen Isolation. Doch laut einer Expertin kann die Krise auch einen Nutzen für die Entwicklung haben.  Bochumer Professorin für Kinder- und Jugendpsychotherapie, Silvia Schneider meint: «Kinder können gestärkt aus der Krise hervorgehen.»

8 Uhr: Erster NFL-Spieler mit Coronavirus infiziert

NFL-Profi Brian Allen (24) von den Los Angeles Rams hat sich als erster Profi der American-Football-Liga mit dem Coronavirus infiziert.

Der Spieler fühle sich gut, sei gesund und auf dem Weg der Genesung, hieß es in einer Club-Mitteilung. Alle Trainingsgelände der NFL-Teams sind wegen der Pandemie derzeit gesperrt.

6.35 Uhr: Beschränkungen belasten viele Wirtschaftszweige

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern über erste Lockerungen in der Corona-Krise können einige Wirtschaftszweige aufatmen, bei anderen dauert die Anspannung dagegen an. Auf Kritik stößt vor allem die Maßnahme, zunächst lediglich Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Aber auch die Verlängerung der Beschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft bis zum 3. Mai löst Unmut aus.

6.20 Uhr: «Auf lange Sicht keine Rückkehr zum gewohnten Unterricht»

Wer beginnt wie schnell? Als Zeitmarke für die langsame Rückkehr zum Schulbetrieb haben Kanzlerin und Ministerpräsidenten den 4. Mai genannt. Doch die Länder handhaben das ganz unterschiedlich.

Trotz der prinzipiellen Übereinkunft von Bund und Ländern über eine behutsame Wiederöffnung der Schulen geht die SPD-Vorsitzende Saskia Esken von einem langen coronabedingten Notbetrieb aus. «Es wird auf lange Sicht keine Rückkehr zum gewohnten Unterrichtsgeschehen geben», sagte die frühere baden-württembergische Landeselternvertreterin. 

An diesem Donnerstag befassen sich mehrere Landeskabinette mit der praktischen Umsetzung der Beschlüsse.

6.00 Uhr: Bundesliga-Geisterspiele: Eine 750-Millionen-Euro-Frage

Für die Fußball-Bundesliga steht eine Menge Geld auf dem Spiel, doch für den Rest des Landes womöglich noch viel mehr. Darf sich die schönste Nebensache der Welt mitten in der Coronavirus-Pandemie eine Sonderrolle genehmigen und die Saison fortsetzen? Ein Pro und Kontra zu Geisterspielen.

5.55 Uhr: Trump droht Kongress in Corona-Krise mit Zwangspause

Mitten in der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump mit der Anordnung einer Zwangspause für das Parlament gedroht, um freie Stellen in seiner Regierung schnell ohne den Kongress besetzen zu können. Besonders wegen der Epidemie sei es nötig, dass seine Regierung freie Positionen endlich füllen könne, sagte Trump im Weißen Haus. Die Verfassung gebe ihm das Recht, eine solche Pause für den Kongress anzuordnen.

Sollte Trump dies tatsächlich tun, könnte der Republikaner zahlreiche Posten auch ohne Zustimmung des Kongresses besetzen. Die Demokraten dürften die Anordnung einer Zwangspause des Parlaments vehement ablehnen. Derzeit treten - vor allem wegen der Coronavirus-Epidemie - weder das Repräsentantenhaus noch der Senat in Washington zu regulären Sitzungen zusammen.

5.45 Uhr: Beschlüsse zu Ladenöffnung: Handel in OWL verärgert

Den am Mittwochnachmittag bekannt gewordenen Plan der Politik,  dass Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern – das entspricht etwa der Größe eines mittelgroßen Supermarktes – am kommenden Montag wieder geöffnet werden können, die größeren Geschäfte und Warenhäuser aber nicht, hält Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes OWL Thomas Kunz für „völlig unnötig“. 

Zu den Geschäften, die möglicherweise mindestens zwei weitere Wochen bis Anfang Mai geschlossen bleiben, gehörten in OWL etwa Klingemann in Höxter, Hagemeier in Minden sowie Klingenthal in Herford, Gütersloh und Paderborn. Auch der Elektronikmarkt Saturn in Bielefeld darf demnach nicht öffnen.

Die stationären Geschäfte haben inzwischen fast drei Wochen keine Umsätze mehr gemacht. Auch wenn Kunz bisher von keinen Pleiten wegen der Corona-Krise Kenntnis hat, so ist für ihn aber auch klar: „Das hält keiner mehr lange durch. Bei fünf Wochen geht es an die Existenz.“

5.35 Uhr: Umfrage: Hohe Zustimmung für mehr staatliche Krisenvorsorge

Ist Deutschland genügend gewappnet für Notsituationen wie gerade in der Corona-Krise? Forderungen nach deutlich mehr Vorbereitungen und Reserven werden schon laut - und finden eine breite Unterstützung.  Laut einer Umfrage befürwortet eine große Mehrheit der Bundesbürger eine stärkere staatliche Krisenvorsorge.

Mittwoch, 15. April:

20.45 Uhr: mehr als 131.400 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3500 Tote

Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 131.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 128 400 Infektionen). Mindestens 3553 (Vortag Stand 20.30 Uhr: 3217) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 72.600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

20.30 Uhr: Abschlussklassen in NRW können nächste Woche in den Unterricht

Die Schulen in NRW sollen nach den Osterferien kommende Woche schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen - zunächst für Schüler, die unmittelbar vor einem Abschluss stehen. Bei der Öffnung der Kitas wird es in Nordrhein-Westfalen keinen Sonderweg geben: Die Einrichtungen würden vorerst nicht geöffnet, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

19.50 Uhr: das private und öffentliche Leben bleibt stark eingeschränkt

Nach fast vier Wochen werden erste Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in Deutschland gelockert - das private und öffentliche Leben bleibt dennoch stark eingeschränkt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, dass kleine und mittlere Geschäfte wieder öffnen dürfen.  Lesen Sie hier eine Zusammenfassung.

19.30 Uhr: In eigener Sache: neue Zählweise bei den Corona-Infektionen

Die bisher täglich veröffentlichten Zahlen zu den Coronazahlen in Ostwestfalen-Lippe erscheinen heute nicht, weil sie aktuell keinen Aussagewert haben. Der Grund ist, dass einige Kreise bereits auf eine neue Zählweise umgestellt haben und die Zahlen deshalb nicht mehr vergleichbar sind. Bisher wurden generell auch Menschen als infiziert gezählt, die mit einem positiv Getesteten in einem Haushalt lebten.  Künftig wollen die Behörden nur noch positiv Getestete in die Statistik aufnehmen. So meldete der Kreis Minden Lübbecke am Mittwoch 376 bestätigte Fälle, nach alter Zählweise waren es 488. NRW meldete am Mittwoch landesweit 27.657 Infizierte, 14.686 Genesene und 708 Tote. 

19.22 Uhr: Entscheidung über Bundesliga-„Geisterspiele“ noch offen

Ob und ab wann in der Fußball-Bundesliga wieder ein Spielbetrieb ohne Publikum möglich sein wird, muss nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch diskutiert werden.  „Bundesliga war heute kein Thema“, sagte Söder am Mittwoch nach knapp vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern. Die Liga selber überlege ja und arbeite an Sicherheitskonzepten. „Das wird sicherlich dann demnächst ein Thema sein, darüber zu reden, ob, in welcher Form “Geisterspiele„ möglich sind.“ Das werde man dann noch diskutieren.

19.10 Uhr: Laschet: Prüfungen an NRW-Schulen ab nächster Woche

In der kommenden Woche können an den NRW-Schulen Prüfungen und Vorbereitungen der Abschlussklassen wieder stattfinden. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf nach einer Einigung von Bund und Ländern zur Corona-Krise an.

18.42 Uhr: Vorsichtige Lockerungen der Einschränkungen - die Zusammenfassung

Bund und Länder haben eine Reihe von Lockerungen der coronabedingten Beschränkungen in Deutschland beschlossen - die strengen Kontaktverbote sollen aber grundsätzlich bis Anfang Mai weiter gelten.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Erst Anfang Mai soll demnach auch der Schulbetrieb langsam wieder aufgenommen werden. Dagegen dürfen Geschäfte unter bestimmten Voraussetzungen bereits vom kommenden Montag an wieder öffnen.

Hier gibt es die Beschlüsse in der Zusammenfassung.

18.31 Uhr: Friseure sollen sich auf Öffnung vorbereiten

In der Corona-Krise sollen sich Friseure auf eine baldige Öffnung von Läden vorbereiten. Das geht aus dem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sollen sich Friseurbetriebe darauf vorbereiten, unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufzunehmen. 

18.25 Uhr: Tourismusverband warnt vor existenziellen Folgen

Der Deutschen Tourismusverband (DTV) befürchtet angesichts des anhaltenden Reisestopps in der Corona-Krise existenzielle Folgen für die Branche in Deutschland. „Es ist jetzt mit einer weiteren großen Stornierungswelle zu rechnen, die die Liquidität vieler Betriebe übersteigen wird. Das ausgefallene Ostergeschäft ist in weiten Teilen des Tourismus nicht mehr nachzuholen“, warnte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz am Mittwoch. 

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern sollen die Menschen in Deutschland vorerst weiter auf private Reisen verzichten. Das gilt auch für überregionale touristische Tagesausflüge. Die weltweite Reisewarnung wird aufrechterhalten. Übernachtungsangebote im Inland sollten weiterhin nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

18.19 Uhr: Gastronomiebetriebe bleiben vorerst weiter dicht

Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben Gastronomiebetriebe in Deutschland vorerst weiter geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Das geht aus einem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Geschlossen haben weiter auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen sowie Theater, Opern und Konzerthäuser.

18.12 Uhr: Versammlungsverbot in Gotteshäusern bleibt bestehen

Das wegen des Coronavirus verhängte Versammlungsverbot in Gotteshäusern bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt, wie aus dem am Mittwoch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten vereinbarten Papier hervorgeht. Auch in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften sollen damit vorerst keine religiösen Feierlichkeiten und Veranstaltungen stattfinden.

18.07 Uhr: Bürger sollen weiter auf private Reisen verzichten

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen die Bürger in Deutschland weiter auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten verzichten - sowie auf überregionale tagestouristische Ausflüge. Das geht aus einem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

17.45 Uhr: drei weitere Todesfälle in Paderborn

Im Kreis Paderborn sind insgesamt 509 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden, Stand: 15. April, 16 Uhr.  Gegenüber dem Vortrag sind kreisweit vier Fälle dazu gekommen. 

Die Gesamtzahl der Infizierten schlüsselt sich auf wie folgt – die Zahlen in Klammern sind die Differenz zum Vortag: Altenbeken: 7, Bad Lippspringe: 12, Bad Wünnenberg: 27, Borchen: 11, Büren: 23, Delbrück: 58, Hövelhof: 46 (+1), Lichtenau: 9, Paderborn 269 (+3), Salzkotten: 47.

Erstmals wurde auch die Anzahl der Genesenen, insgesamt 131, aufgeschlüsselt nach Orten veröffentlicht: Altenbeken: 1, Bad Lippspringe: 1, Bad Wünnenberg: 16, Borchen: 3, Büren: 4, Delbrück: 24, Hövelhof: 9, Lichtenau: 3, Paderborn 60, Salzkotten: 7.

Drei weitere Todesfälle sind zu beklagen. 21 Menschen aus dem Kreis Paderborn, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, sind verstorben. 45 (+2) Menschen werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 10 (8) davon intensivmedizinisch. 128 sind genesen, haben also eine Coronavirusinfektion gesund überstanden.

17.35 Uhr: WHO-Chef bedauert Zahlungsstopp der USA und fordert Solidarität

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hat angesichts des Streits mit den USA zu Solidarität im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. „Wir bedauern die Entscheidung des Präsidenten der USA, die Beitragszahlungen an die WHO zu stoppen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Genf. 

„Wenn wir uns im Kampf gegen das Coronavirus spalten lassen, wird das Virus diese Risse ausnutzen“, sagte Tedros. „Das ist eine Zeit, in der wir alle in unserem gemeinschaftlichen Kampf gegen eine gemeinsame Bedrohung zusammenstehen sollten.“ Solidarität sei die wichtigste Regel für dieses Spiel, in dem es darum gehe, das Coronavirus zu besiegen.

17.02 Uhr: Schulstart in Deutschland schrittweise ab 4. Mai geplant

Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. 

In einer Beschlussvorlage für die Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten war die Rede davon, dass die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, „wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann“. 

Dabei solle neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbusbetrieb mit in den Blick genommen werden. „Jede Schule braucht einen Hygieneplan.“ Die Schulträger seien aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen. 

16.45 Uhr: Mehr als 130.300 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3400 Tote

In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag mehr als 130.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 127.900 Infektionen). Mindestens 3456 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3143) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 72.600 Menschen die Infektion überstanden.

16.41: Fitnessstudios müssen weiter geschlossen bleiben

Nach einer Entscheidung des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) bleiben Fitnessstudios während der Corona-Krise weiterhin geschlossen. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Münster mit. Ein Betreiber aus Bielefeld wollte per Eilverfahren die Öffnung erzwingen und wandte sich gegen die Coronaschutzverordnung des Landes. Die untersagt ausdrücklich den Betrieb von Fitnessstudios, Sonnenstudios, Schwimmbädern, Spaßbädern und Saunen. Nach Auffassung des OVG zu Recht (Az.: 13 B 440/20.NE). 

Um die Infektionsdynamik zu bremsen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, seien die Betriebsuntersagungen notwendig, um persönliche menschliche Kontakte zu minimieren, heißt es in der Begründung. Beim Sport im Fitnessclub würden Kontakte entstehen, die Infektionen begünstigen. Das gelte sowohl für Gruppen als auch Einzeltraining an Geräten, durch das Fachpersonal oder in den Umkleiden und Duschen. Auch die intensivere Atmung beim Sport sei ein Problem.

16.36 Uhr: Rund 27.600 Infizierte und über 14.600 Genesene in NRW

Innerhalb eines Tages sind 451 nachgewiesene Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen hinzugekommen. Somit stieg die Zahl der durch das NRW-Gesundheitsministerium bestätigten Fälle am Mittwoch - Stand 10.00 Uhr - auf 27 657. Seit Dienstag kamen zudem 47 Todesfälle von Infizierten dazu, insgesamt sind damit im einwohnerstärksten Bundesland 708 Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Derweil stieg auch die Zahl der Genesenen: Am Mittwoch kamen 819 dazu, in der Statistik gab es somit 14 686 Genesene. 

Das NRW-Gesundheitsministerium listete neben den eigenen Zahlen auch die Daten der Infizierten auf, die das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigte. Dieses zählte in NRW rund 1600 Infektionsfälle weniger als das Ministerium. Die Abweichung bestehe wegen der „unterschiedlich langen Meldewege“, hieß es. Um die Zahlen zwischen den Bundesländern korrekt vergleichen zu können, würden ab dem kommenden Montag nur noch die Zahlen des RKI veröffentlicht. 

Zudem berichtete das NRW-Gesundheitsministerium, wie es um die Belegung der Intensivbetten steht. Insgesamt gab es in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern am Mittwoch 7779 Intensivbetten, von diesen wurden 4875 genutzt. Auf Intensivstationen war den Angaben zufolge etwa einer von sieben Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt handelte es sich um 677 Patienten in intensiv-medizinischer Behandlung. Rund 80 Prozent dieser Fälle wurden beatmet. 

16.25 Uhr: Bund und Länder wollen Masken in Handel und ÖPNV empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel „dringend“ empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr. 

Alltagsmasken dienen laut Gesundheitsministerium dazu, andere vor einer Infektion zu schützen. Spezialmasken, die auch den Träger selbst schützen, sollten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben.

15.33 Uhr: Fußball-Clubs zittern: Insolvenzgefahr trotz Rekordzahlen?

Bis zum Ausbruch der Corona-Krise jagte der Profifußball in Deutschland einen Umsatzrekord nach dem anderen. Mittlerweile drohen den Klubs horrende Verluste, aber die Frage lautet: Warum ist dieser Aufprall in einer Boombranche offenbar so hart?

15.05 Uhr: Mehr Müll durchs Homeoffice - Aufkommen in Bielefeld ist gestiegen

Die Abfalleimer im Einzugsbereich der Bielefelder Eisdielen seien an den Osterfeiertagen schier übergequollen von leeren Papp- und Kunststoffbechern, sagt Andreas Geisler, Geschäftsbereichsleiter Stadtreinigung im Umweltbetrieb. Weil eben nur der Außer-Haus-Verkauf während der Corona-Pandemie erlaubt ist. Überhaupt: In den vergangenen vier Wochen, in denen die Menschen nach Möglichkeit zu Hause bleiben sollten, sei das Müllaufkommen aus privaten Haushalten deutlich gestiegen.

14.50 Uhr: Kann das Coronavirus Geheilte erneut treffen?

Mehrfach kamen aus Asien Meldungen zu einzelnen Corona-Patienten, die als genesen aus dem Krankenhaus entlassen und einige Tage später wieder positiv auf das Virus getestet wurden.

Zuletzt gab es eine Mitteilung der südkoreanischen Seuchenschutzbehörde KCDC zu 91 solchen Fällen. Waren die Betroffenen nicht immun und steckten sich direkt wieder an? Oder kam der Erreger, wie das zum Beispiel Herpesviren tun, nach einem Ruhestadium zurück?

14.46 Uhr: Kleine Schritte, viele Tests: EU will einheitliche Linie bei Corona

Eine Öffnung in kleinen Schritten, enge Absprachen mit den EU-Partnern - und testen, testen, testen: Diese gemeinsame Strategie zur Lockerung der Corona-Auflagen haben Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ratschef Charles Michel den 27 EU-Staaten empfohlen. Es handele sich um eine „sehr schwierige Aufgabe“, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. 

Die überall in der EU verhängten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen hätten entscheidend geholfen, die Zahl der Coronavirus-Infektionen zu begrenzen. Nach Einschätzung der EU-Kommission wurden so Millionen Menschenleben in Europa gerettet. Denn ohne Beschränkungen könne jeder Infizierte vier bis sechs andere Personen anstecken, erläuterte ein EU-Beamter. 

Die Veröffentlichung der EU-Strategie sei auch kein Signal, dass die Auflagen bereits aufgehoben werden könnten, betonte von der Leyen.

14.40 Uhr: Westfalenbahn hebt Sonderfahrplan auf

Ab dem 20. April fahren die Züge der Westfalenbahn wieder nach dem regulären Fahrplan, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt: 

„Mit dem Ablauf der Osterferien und den durch die Politik angekündigten Lockerungen in der Coronakrise werden im SPNV wieder leicht höhere Fahrgastzahlen erwartet. Um den Fahrgästen weiterhin ein gutes Gefühl bei der Beförderung und genug Abstand in den Zügen zu bieten, wird die WestfalenBahn ab Montag, den 20. April 2020, wieder ihren regulären Zugverkehr aufnehmen.“

14.20 Uhr: DOSB entwickelt Positionspapier zur Wiederaufnahme des Vereinssports

Der Deutsche Olympische Sportbund hat mit Sportmedizinern ein Positionspapier zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens in Deutschland entwickelt. Wie der DOSB am Mittwoch mitteilte, werde damit ein Vorschlag unterbreitet, wie die notwendige Solidarität und Vorsicht auf Grund der Coronavirus-Pandemie mit einer Wiederaufnahme von Bewegung und Sporttreiben im Verein auf der Basis angepasster Regeln kombiniert werden könne. 

Der DOSB gebe mit dem Positionspapier konkrete übergeordnete Leitlinien vor, deren sportfachliche Ausgestaltung in angepassten Übergangsregeln jeweils in den Händen der verantwortlichen nationalen Fachverbände liegen soll. „Wir wollen durch verantwortungsvolle Regeln im Sport die angemessene “Distanz„ einhalten, um die Verbreitung des Coronavirus nicht zu begünstigen und somit unserer gemeinsamen Verantwortung weiterhin gerecht werden“, heißt es. Gleichzeitig wolle man aber auch den vielen Menschen im Land wieder Zugänge zu dem für das physische, psychische und soziale Wohlbefinden so wertvollem Sporttreiben in ihren Vereinen ermöglichen.

13.55 Uhr: Tour de France wird verschoben

Die 107. Tour de France der Radprofis ist wegen der derzeitigen Coronavirus-Pandemie nach hinten verschoben worden und soll nun vom 29. August bis 20. September stattfinden. Ursprünglich war die Frankreich-Rundfahrt vom 27. Juni bis 19. Juli geplant.

«Nach der Ansprache des Präsidenten am Montagabend und im Rahmen des Kampfes gegen die Verbreitung von Covid-19 stimmten die Organisatoren der Tour de France mit dem Radsport-Weltverband überein, die Tour zu verschieben», hieß es in einem Statement des Veranstalters ASO.

13.28 Uhr: Bund sieht Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter vor

Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen.

12.34 Uhr: Deutschland verlängert Grenzkontrollen

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten.

11.37 Uhr: Kreis Gütersloh vermeldet 14. Todesfall

Aufgrund technischer Probleme konnte der Kreis Gütersloh am Dienstag keine neuen Corona-Zahlen übermitteln. Nun liegen die Zahlen vor. Es gibt einen 14. Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus zu vermelden. Ein älterer Mann aus Halle ist verstorben.

11.02 Uhr: Wirtschaftsministerium erwartet Einbruch des Konsums

Die Pandemie macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Die Rede ist von einem «bisher einmaligen» Absturz der Industriekonjunktur. Doch auch beim privaten Konsum ist mit einem tiefen Einbruch auszugehen.

9.58 Uhr: Bund für Verlängerung von Kontaktbeschränkung bis 3. Mai

Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten.

8.44 Uhr: Homeschooling ist „cool“

Bisher hat sich das deutsche Bildungssystem schwer getan mit Fernlehrkonzepten, jetzt scheint die Not zur Tugend geworden: Homeschooling, also Unterricht ohne Schulpräsenz, ist in Corona-Zeiten die Alternative zum Lernrückstand. Vier Schüler unterschiedlicher Schulformen und Klassenstufen habe ihre Erfahrungen vor den Osterschulferien geschildert.

7.34 Uhr: Trump dreht WHO mitten in Corona-Krise den Geldhahn zu

Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich.

7.13 Uhr: Möbelhersteller plädieren für „kontaktarmen Einkauf“

Der vor einem Monat wegen der Corona-Krise abrupt gestoppte Verkauf von Möbeln in den Geschäften zwingt immer mehr Hersteller zur Kurzarbeit. In mehr als jedem zweiten Betrieb ruht die Arbeit bereits oder es findet nur noch eine eingeschränkte Produktion statt.

6.41 Uhr: Coronavirus hat Altenheim fest im Griff

Das Coronavirus hat sich im Warburger Seniorenzentrum Sankt Johannes weiter ausgebreitet. 23 Bewohner und 10 Mitarbeiter des Alten- und Pflegeheims sind mit dem Virus infiziert worden, berichtet Geschäftsführer Thomas Berens. „Die Lage ist ernst, der Leidensdruck groß“, sagte Berens dem WESTFALEN-BLATT am Dienstag.

6.20 Uhr: Handel für rasche Öffnung der Läden

Der Stillstand in der Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart. Vor allem im Handel wird der Ruf nach einer Wiedereröffnung der Geschäfte immer lauter. Die Industrie mahnt einen verbindlichen Fahrplan für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen an.

6.17 Uhr: Dänemark öffnet Kindergärten und Schulen wieder

Deutschlands nördliches Nachbarland Dänemark wagt sich mit der Öffnung seiner Schul- und Tageseinrichtungen für jüngere Kinder an eine erste vorsichtige Lockerung seiner Corona-Maßnahmen.

6.13 Uhr: Wird es Lockerungen geben? Merkel und Länder beraten

Vor Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel über Lockerungen von Beschränkungen in der Corona-Krise hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) einen gemeinsamen Fahrplan der Länder gefordert.

Dienstag, 14. April:

20 Uhr: Blick auf die Zahlen in Ostwestfalen-Lippe

  • Bielefeld: 294 (+/- 0) – ein Todesfall, 170 genesen
  • Kreis Gütersloh: technische Panne, keine neuen Angaben am Dienstag
  • Kreis Herford: 290 (+ 3) - vier Todesfälle, 126 genesen
  • Kreis Höxter: 225 (+ 2) - ein Todesfall, 77 genesen
  • Kreis Lippe: 584 (+ 13) - zwölf Todesfälle (+ 3), 191 genesen
  • Kreis Minden-Lübbecke: 488 (+ 6) - drei Todesfälle, 286 genesen
  • Kreis Paderborn: 505 (+ 15) - 19 Todesfälle (+5), 128 genesen

19.04 Uhr: Debatte um Lockerungen nimmt wieder Tempo auf

Das öffentliche Leben ist eingefroren. Wie kann es langsam wieder in Bewegung kommen, ohne dass die Corona-Pandemie außer Kontrolle gerät? Bund und Länder wollen beraten. Die ersten Länder preschen mit Zeitplänen vor.

18.42 Uhr: Toter in Haller Heim

Das Haller Marienheim hat den dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet. Darüber hinaus sind vier weitere Bewohner des Seniorenheims infiziert.

18.08 Uhr: Drei Seniorinnen im Klinikum Lippe verstorben

Im Kreis Lippe sind drei weitere Menschen verstorben, nachdem sie positiv auf das Virus getestet worden waren. Sie waren alle weit über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist um 13 auf 584 gestiegen. Dieser Zahl stehen 191 Genesene gegenüber.

17.22 Uhr: Fünf weitere Todesfälle im Kreis Paderborn

Im Kreis Paderborn sind insgesamt 505 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion getestet worden.  Es gibt fünf weitere Todesfälle. Inzwischen sind insgesamt 19 Menschen aus dem Kreis Paderborn, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, verstorben.

17.22 Uhr: Mehr als 127.900 Corona-Nachweise in Deutschland - 3143 Tote

In Deutschland sind mehr als 127.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 126.000 Infektionen).

Mindestens 3143 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2942) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

16.30 Uhr: Ministerin will Schulen in NRW nach Osterferien schrittweise öffnen

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen.  Das sei ihr „festes Ziel“, um vor allem die Durchführung von Prüfungen und die Vergabe von Abschlüssen zu ermöglichen, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

16.25 Uhr: Ältere Kinder bald wieder in die Kitas

In Nordrhein-Westfalen soll der letzte Jahrgang vor der Einschulung bald wieder die Kindertagesstätten besuchen dürfen. In der kommenden Woche werde die Notfallbetreuung noch fortgesetzt. „Danach schlage ich vor, den letzten Jahrgang vor der Einschulung wieder zuzulassen“, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

16.02 Uhr: IWF erwartet wegen Coronavirus eine globale Rezession

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Wirtschaft in diesem Jahr weltweit dramatisch schrumpfen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren.

Die globale Wirtschaftsleistung könnte 2020 um 3 Prozent zurückgehen, jene der Eurozone sogar um 7,5 Prozent, wie der IWF in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung erklärte.

15.55 Uhr: Neue Zentrum entlastet Hausärzte im Kreis Höxter

Um die niedergelassenen Ärzte im Kreis Höxter in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie zu entlasten, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Dienstag ein neues ambulantes Behandlungszentrum in Herste bei Bad Driburg in Betrieb genommen. Der Krisenstab des Kreises Höxter hat die KVWL bei der Einrichtung unterstützt.

14.57 Uhr: viele österreichische Geschäfte wieder geöffnet

Die Entwicklung bei den Corona-Zahlen ist in Österreich so gut, dass die Regierung am Fahrplan zum Wiederhochfahren der Wirtschaft festhält. Die von Covid-19 verschreckten Bürger sind wieder Konsumenten.

14.25 Uhr: Corona-Soforthilfe soll Freitag wieder starten

Nach der Aussetzung der Corona-Soforthilfe wegen Betrugsfällen soll das Programm am Freitag wieder starten. „Neben der Sicherheit hat die Schnelligkeit weiter höchste Priorität, denn die Unternehmen brauchen diese Hilfen“, sagte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Das Antragsformular solle im Laufe des Freitags wieder auf der offiziellen Seite des Ministeriums online gehen. Auch die ersten, in der vergangenen Woche gestoppten Überweisungen an bereits bewilligte Antragssteller sollten noch diese Woche wieder fließen.

Um weiterem Betrug vorzubeugen, sollen die Bezirksregierungen die angegebenen Kontoverbindungen mit jenen abgleichen, die bei den Finanzämtern hinterlegt sind.

Das Wirtschaftsministerium hatte das Soforthilfe-Programm für Selbstständige und kleine Unternehmen zunächst gestoppt, nachdem eine Betrugsmasche aufgeflogen war. Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt gehen dem Verdacht nach, dass unbekannte Täter die auf „Fake-Websites“ eingegebenen Daten abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das Ministerium weitergeleitet haben.

13.40 Uhr: Landtag verabschiedet Pandemie-Gesetz für NRW

Der Landtag hat am Dienstag in Düsseldorf mit großer Mehrheit im dritten Anlauf ein Pandemie-Gesetz für Nordrhein-Westfalen beschlossen. Es sieht außerordentliche Regierungsbefugnisse für den Fall einer katastrophalen Entwicklung der Corona-Krise vor. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP stimmten ebenso wie die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen dafür. Die AfD stimmte dagegen.

Das Gesetz sei eine wichtige Grundlage, damit der Staat in der Krise Gestaltungsspielräume habe, betonte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in der Sondersitzung des Landtags. „Wir sind mit Sicherheit nicht über den Berg, sondern in einer der größten Herausforderungen unseres Gesundheitssystems.“

Die bis zum 31. März 2021 befristete Novelle erlaubt dem Gesundheitsministerium unter anderem, die Krankenhausträger zu verpflichten, zusätzliche Behandlungskapazitäten zu schaffen und nicht dringend notwendige Operationen zu verschieben. Die staatlichen Behörden dürfen außerdem Medikamente oder medizinisches Apparate beschlagnahmen - allerdings nicht, wie ursprünglich von der schwarz-gelben Regierung geplant - bei Privatpersonen.

13.25 Uhr: Mundschutzpflicht in Jena weiter verschärft

Jena hatte als erste deutsche Stadt wegen der Corona-Epidemie eine Atemmasken-Pflicht erlassen. Die Bewohner machen gut mit, aber offenbar reicht das nicht aus. Jetzt gilt auch am Arbeitsplatz die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. 

13 Uhr: RKI rät zum Schulstart für höhere Jahrgänge

Anders als die Leopoldina regt das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) an, Schulen zuerst wieder für die höheren Jahrgänge zu öffnen. Es gehe dabei um die Annahme, dass Jugendliche Abstandsregeln besser einhalten könnten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. «Das ist eine Entscheidung der Politik», ergänzte er. Es gebe Gründe dafür und dagegen. Vieles sei ein Ausprobieren. Es gebe derzeit noch keine Hinweise darauf, dass die Coronavirus-Epidemie in Deutschland eingedämmt sei, betonte Wieler.

12.50: Handel dringt auf möglichst rasche Öffnung der Geschäfte

Der deutsche Einzelhandel dringt auf eine möglichst rasche Öffnung aller Geschäfte. «Der Einzelhandel muss flächendeckend wieder öffnen dürfen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. 

Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange geschlossen bleiben müssten, drohe «eine gewaltige Pleitewelle und somit ein bleibender Schaden für unsere vitalen Stadtzentren». 

11.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Pflegeheimen unterschätzt

Forscher haben Zahlen zu Covid-19-Todesfällen für fünf europäische Länder analysiert. Demnach sterben viele Erkrankte in Pflegeheimen.  Etwa jeder zweite Todesfall durch das Coronavirus in fünf europäischen Ländern wird einer Studie zufolge aus einem Pflegeheim gemeldet.

10 Uhr: Bundesregierung entlastet Kreuzfahrtreedereien

Deutschland und andere europäische Länder wollen in der Corona-Krise Kreuzfahrtreedereien entlasten, um Jobs in der Werftindustrie zu schützen.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, haben sich Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien und Norwegen auf Prinzipien verständigt, wie Reedereien auf Antrag für ein Jahr die Schuldentilgung für die mit staatlichen Exportkreditgarantien finanzierten Kreuzfahrtschiffe aussetzen können. Damit solle «Liquiditätskrisen» vorgebeugt werden.

8.50 Uhr Kleinanzeigen gehen «durch die Decke»

Dank der coronabedingten Ladenschließungen brummen Marktplätze im Internet. Bei ebay-Kleinanzeigen stieg die Zahl der Angebote in der letzten Märzwoche um 25 Prozent im Vergleich zu den zwei Vorwochen. Ein Viertel mehr Nachrichten tauschten Verkäufer und Interessenten aus. Die Seitenaufrufe seien um 20 Prozent gestiegen.

8.05 Uhr Chinas Exporte sinken im März um 6,6 Prozent

In Folge des Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im März erneut gesunken. Der Rückgang fiel mit einem Minus von 6,6 Prozent im Vorjahresvergleich zwar noch immer deutlich aus, das Minus war aber nicht mehr so groß wie noch im Januar und Februar, als die Ausfuhren um 17,2 Prozent eingebrochen waren.

6.30 Uhr: Bielefelder Ordnungsamt: über Ostern 444 Verstöße gegen Kontaktverbot 

Zumindest der Großteil der Bielefelder hat sich – trotz des perfekten Frühlingswetters – an die Kontaktbeschränkungen gehalten. Dass es aber auch immer noch Unvernünftige gibt, zeigt die Bilanz der Kontrollen des Ordnungsamts. Täglich waren 50 bis 60 Mitarbeiter im Einsatz.

Insgesamt 444 Verstöße registrierten die Teams des Ordnungsamtes von Gründonnerstag bis einschließlich Ostersonntag. Besonders häufig auf größere Menschengruppen trafen die Streifen auf dem Kesselbrink und in den Heeper Fichten, auf Schulhöfen sowie auf Spiel- und Sportplätzen.

6.00 Uhr: Wirtschaftsforschungsinstitut warnt vor übereiltem Exit

Die Debatte um eine Öffnung der strengen Corona-Beschränkungen wird kontrovers geführt. Wissenschaftler befürchten bei zu schneller Aufhebung der Kontaktbeschränkungen ein Wiederaufflammen der Epidemie.

«Es ist wichtiger, dass die Kontaktbeschränkungen nachhaltig gelockert werden, als dass sie schnell gelockert werden», sagt der Wissenschaftliche Direktor des Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). «Am Ende zählt die Gesamtdauer der Betriebsunterbrechungen. Wenn jetzt für zwei Wochen alles wiedereröffnet wird, um dann wieder für zwei Monate schließen zu müssen, ist nichts gewonnen». 

5.50 Uhr: Debatte um Beschränkungen: deutsche Politiker fordern Lockerungen

Die Experten haben ihre Empfehlungen abgegeben, nun muss die Politik entscheiden: Wann werden Corona-Beschränkungen wieder gelockert? Die Debatte darüber ist vor dem Treffen von Merkel und den Ministerpräsidenten am Mittwoch in vollem Gange.

Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck plädierten dafür, Kitas und Schulen nach und nach wieder zu öffnen - aber begleitet von Vorsichtsmaßnahmen. Die SPD-Ministerpräsidenten wollen mögliche Lockerungen an eine Reihe von Indikatoren knüpfen. Unterdessen sprach sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Stoffmaskenpflicht aus.

5.40 Uhr: Bundestagswahlkampf 2021: Merz sieht Wirtschaftspolitik als mögliches Topthema

Kürzlich hat Friedrich Merz erst eine Corona-Infektion überstanden. Nun kündigt er seine Mithilfe dabei an, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in Deutschland zu bewältigen. Der Ex-Unionsfraktionschef rechnet damit, dass die Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise ein wesentliches Thema im Bundestagswahlkampf 2021 werden könnte.

5.30 Uhr: Österreich lockert Anti-Corona-Maßnahmen

Mit der stufenweise Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wagt Österreich als eines der ersten Länder in Europa einen Schritt in Richtung Normalität. Von heute an dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen.

Davon profitieren können rund 80 Prozent aller Einzelhändler. Allein in Wien dürfen somit rund 4500 Läden wieder ihre Waren verkaufen. Der Schritt nach vierwöchigem Stillstand fast aller Wirtschaftsbereiche ist mit Risiken verbunden. Bisher ist Österreich dank früher und strenger Maßnahmen von den schlimmsten Auswirkungen der Corona-Pandemie verschont geblieben.

Ostermontag, 13. April:

20.50 Uhr: Macron verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 11. Mai

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Hoffnung, sagte Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache.

Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seien die Krankenhäuser überlastet. Der Präsident bedankte sich bei allen, die sich an die Regeln halten. Er wisse, dass dies noch schwieriger sei, wenn man in einer engen Wohnung lebe. Der 11. Mai als Ende der Ausgangsbeschränkungen sei aber nur möglich, wenn sich die Menschen weiter verantwortungsbewusst verhalten, warnte Macron.

17.54 Uhr: Mehr als 10.000 Todesfälle in New York

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen, weniger als in den Tagen zuvor. «Die Zahl ist praktisch flach, aber auf einem schrecklichen Level von Schmerz, Trauer und Sorge.» Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195.031.

17.32 Uhr: 45 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Viele Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben auch am Ostermontag Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Im Kreis Paderborn ist demnach ein weiterer Mensch mit einer bestätigten Infektion verstorben. Damit stieg die Gesamtzahl in OWL auf 45. Besonders viele genesene Patienten gibt es im Kreis Gütersloh. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

16.27 Uhr: Rund 126.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 2942 Tote

In Deutschland sind bis Montagnachmittag mindestens 126.000 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 123.600) Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 2942 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2800) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.
Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.
Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts haben in Deutschland rund 64 300 Menschen die Infektion überstanden. Damit gelten etwa die Hälfte der bisher erfassten Infizierten inzwischen als genesen. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen - unter anderem, weil zahlreiche milde oder symptomlose Verläufe gar nicht durch Tests erfasst wurden.

15.37 Uhr: SPD fordert Aufnahme weiterer Kinder aus Lagern in Griechenland

SPD-Chefin Saskia Esken pocht auf die Aufnahme weiterer Kinder aus Flüchtlingslagern in Griechenland. «Im Koalitionsausschuss haben wir mit CDU und CSU vereinbart, dass Deutschland bei der Linderung der Not der Kinder einen angemessenen Beitrag leistet, auch wenn nicht alle Mitgliedstaaten der EU sich beteiligen», sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mit der Corona-Pandemie sei die Lage für die Menschen in Griechenland nicht einfacher geworden, daher müssten nach der beschlossenen Aufnahme von 50 Kindern weitere Schritte «sehr zügig» folgen.

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Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD. Foto: Michael Kappeler/dpa

Angesichts der katastrophalen Verhältnisse in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln fordert unter anderem das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, möglichst viele Menschen aufs Festland zu holen. Deutschland hat zugesagt, in dieser Woche zunächst 50 unbegleitete und besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche aufzunehmen.

14.46 Uhr: Bayerns Innenminister: 78.000 Kontrollen an Ostern

In Bayern hat die Polizei am Osterwochenende dem Landesinnenministerium zufolge rund 78.000 Kontrollen wegen der in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen und der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel durchgeführt. Dabei registrierte sie rund 10.000 Verstöße. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bescheinigte aber den Menschen im Freistaat insgesamt ein «sehr vorbildliches» Verhalten.
Trotz des schönen Osterwetters hätten sich die allermeisten Bürger an die geltenden Schutzmaßnahmen gehalten. Während der Feiertage habe es nur geringen Ausflugsverkehr gegeben. Während in den Bergen nur wenige Wanderer unterwegs gewesen seien, hätten in den Naherholungsgebieten viele Menschen das Wetter genutzt, um an die frische Luft zu gehen - sei es für Spaziergänge oder Radfahren.

13.10 Uhr: Leopoldina empfiehlt, Schulen sollten so bald wie möglich wieder geöffnet werden

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen.

In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler, die sich mit weiteren Schritten in der Corona-Pandemie beschäftigt, heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus.

12.38 Uhr: EU-Kommissionsmitarbeiter stirbt nach Coronavirus-Infektion

Ein mit dem Coronavirus infizierter Mitarbeiter der EU-Kommission ist nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestorben. Sie sei sehr traurig über den Tod eines an Covid-19 erkrankten Mitarbeiters, schrieb die deutsche Politikerin am Montag auf Twitter. Der Mann starb demnach am Sonntag. Von der Leyen drückte seiner Familie sowie seinen Kollegen des Europäischen Forschungsrats und der Generaldirektion Forschung und Innovation der EU-Kommission ihr Mitgefühl aus.

12.36 Uhr: Boris Johnson erholt sich auf Landsitz Chequers

Der britische Premierminister Boris Johnson erholt sich von seiner Coronavirus-Infektion auf dem englischen Landsitz Chequers. Das Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert nordwestlich von London ist seit etwa 100 Jahren der Landsitz des jeweils amtierenden Premiers.

Dort hält sich auch Johnsons schwangere Verlobte Carry Symonds auf. Sie hatte sich nach eigenen Angaben ebenfalls mit dem Erreger angesteckt und war mit eher milden Symptomen in Isolation.

Johnson war zuvor eine Woche im St. Thomas' Hospital in London behandelt worden. Zwischendurch hatte sich sein Zustand so sehr verschlechtert, dass er für drei Nächte auf die Intensivstation kam.

12.08 Uhr: EM-Pläne für 2021 wackeln: Rückzug von Spielorten droht

Die verschobene Fußball-Europameisterschaft könnte für 2021 ein anderes Gesicht bekommen. Der Rückzug von eingeplanten Spielorten ist möglich. Auch München hat sich noch nicht final wieder zur Gastgeber-Rolle bekannt.

11.12 Uhr: Corona-Lockerungen: CDU-Chefin will einheitliches Vorgehen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer pocht auf ein möglichst einheitliches Vorgehen bei einem schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen nach den Osterferien.

11.11 Uhr: 150 Platzverweise an See in Brandenburg

150 Platzverweise auf einen Streich hat die Brandenburger Polizei am Ostersonntag am Summter See im Landkreis Oberhavel ausgesprochen. Ein Zeuge habe über eine größere Menschenansammlung am Ufer informiert, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg am Ostermontag. Dicht an dicht hätten dort Sonnenbadende gelegen. Auf der kleinen Strandfläche konnte die geltende Abstandsregel zur Verringerung der Ansteckungsgefahr von Corona von 1,50 Metern nicht eingehalten werden. Die Polizisten verwiesen alle Anwesenden des Strandes und sprachen Platzverweise aus. «Die Strandlaken wurden ruhig eingepackt, alle reagierten verständnisvoll», sagte Herbst.

10.35 Uhr: Papst-Mahnung: Solidarität statt Egoismus

Ostern - das ist sonst ein großes, buntes Fest der Christen in aller Welt. Diesmal, mitten in der globalen Corona-Krise, spricht der Papst im fast leeren Petersdom. Aber er findet mahnende Worte auch für die Zeit danach. Gegen Eigennutz und für Solidarität in Europa: Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie hat Papst Franziskus in seiner Osterbotschaft einen Kurswechsel gefordert.

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Papst Franziskus schaut während seiner Mittagssegnung aus dem Fenster seines Ateliers auf dem menschenleeren Petersplatz. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

9.29 Uhr: Welt im Corona-Dilemma: Vorsicht oder Rückkehr zum Normalbetrieb?

Bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gibt es Hoffnungsschimmer. Desto stärker werden die Rufe nach einem Wiederhochfahren der Wirtschaft. Doch bei der Abwägung von Gefahren und Risiken bewegen sich Experten und Politiker noch immer auf dünnem Eis.

8.25 Uhr: Schweizer Lockdown: Sommermärchen-Prozess steckt weiter fest

Ein Urteil im Sommermärchen-Prozess gegen drei ehemalige DFB-Funktionäre bleibt auch durch die Verlängerung des Schweizer Lockdowns unwahrscheinlich. Erst für den 27. April ist eine teilweise Lockerung der strikten Kontaktbeschränkungen in der Coronavirus-Krise vorgesehen.

7.00 Uhr: Kieler Virologe: Ohne Schutzmaßnahmen wären Krankenhäuser voll

Für eine Entwarnung in der Corona-Krise gibt es nach Überzeugung des Kieler Virologen Prof. Helmut Fickenscher bisher keinen Grund. «Würde man die Schutzmaßnahmen aufheben, hätten wir höchstwahrscheinlich in kurzer Zeit volle Krankenhäuser», sagte der Leiter des Instituts für Infektionsmedizin der Universität Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Dann könnten wegen Überlastung nicht einmal mehr simple Unfälle angemessen behandelt werden. «Die Bremsung muss aufrechterhalten werden», sagte Fickenscher, der auch Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) ist.
Dass die Zahl der Infektionen nicht mehr so stark steigt, sei schlicht die Folge der strengen Schutzmaßnahmen. «Die Entwicklungen in New York und in Großbritannien führen uns ja vor Augen, wie extrem schwer etwas wieder eingefangen werden kann, wenn es außer Kontrolle geraten ist.»

6.43 Uhr: Tausende in Nicaragua kommen inmitten der Pandemie zusammen

Tausende Nicaraguaner haben die Abstandsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) missachtet und sind zu Ostern in Badeorte gereist oder haben an Festivals teilgenommen. Gut besucht war etwa das «Summer Music Fest 2020» am Sonntag in einem Badeort nahe der Hauptstadt Managua, wie das regierungsnahe Portal «El19Digital» berichtete.
Während die Bischöfe in dem katholischen Land wegen der Coronavirus-Pandemie Prozessionen ohne Publikum abhielten und zum Daheimbleiben aufriefen, hatte die linke Regierung von Präsident Daniel Ortega Dutzende Veranstaltungen während der Karwoche organisiert und den Tourismus angekurbelt.
Das kleine Land zwischen Pazifik und Atlantik geht innerhalb Lateinamerikas einen gefährlichen Sonderweg in der Corona-Krise. Weder schließt es Schulen, noch schränkt es das öffentliche Leben wesentlich ein. Begründet wird dies damit, dass es in Nicaragua nur neun Corona-Infizierte und keine lokale Übertragung gebe.

5.31 Uhr: Heinsberger Schüler fordern Absage der schriftlichen Abiprüfungen

Abiturienten im besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung zur Absage der schriftlichen Prüfungen aufgefordert. In einem offenen Brief und einer Petition sprechen sie sich für ein Durchschnittsabitur oder Prüfungen im kommenden Jahr aus. Würden die Klausuren wie angekündigt ab dem 12. Mai geschrieben, könnte das den Notenschnitt vieler deutlich verschlechtern, argumentieren die Schüler. Bei einem Durchschnittsabitur würden die Noten der vergangenen Halbjahre die Endnote bilden.
Es gehe nicht darum, sich vor den Prüfungen zu drücken, schreiben die Schüler von acht Gymnasien. Aber viele hätten Erkrankte in der Familie, und einige bangten auch um die Arbeitsplätze ihrer Eltern - das bedeute psychischen Druck. Zudem sei der Unterricht seit Mitte Februar entfallen, den Stoff müssten sie sich daher selbst beibringen. An einigen Schulen im Kreis Heinsberg sei auch das Vor-Abitur ausgefallen. «Wir Schüler sind von dem Leid, welches die Corona-Krise mit sich gebracht hat, genauso betroffen wie der Rest der Bevölkerung auch», heißt es in dem Brief.

Ostersonntag, 12. April:

20.55 Uhr: mehr als 124.000 Corona-Nachweise in Deutschland - rund 2800 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagabend mindestens 124.167 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden.  Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Mindestens 2830 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts haben in Deutschland rund 60.200 Menschen die Infektion überstanden.

19.50 Uhr: Bocelli singt in Mailand für die Hoffnung

Der Tenor Andrea Bocelli hat im leeren Mailänder Dom ein besonderes Osterkonzert gegeben. Der 61-Jährige sang am Sonntag unter anderem die Arie „Sancta Maria“ des italienischen Komponisten Pietro Mascagni. Begleitet wurde Bocelli vom Organisten der Kathedrale. Später sang er das englische Lied „Amazing Grace“ draußen mit Blick auf den Domplatz. Der blinde Klassik-Star aus Italien hatte sein etwa halbstündiges Event mit „Music For Hope“ (Musik zum Hoffen) betitelt. Sein Land ist von der Corona-Krise mit fast 20 000 Toten besonders betroffen.Der Auftritt wurde auf seinem Youtube-Kanal gestreamt. Wie dort abzulesen war, verfolgten zeitweise mehr als zwei Millionen Menschen das Konzert.

18.35 Uhr: Osteransprache von Ministerpräsident Laschet

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung i n einer Osteransprache auf „viele kleine, vorsichtige Schritte“ vorbereitet, um die Einschränkungen in der Corona-Krise zu lockern.

18.15 Uhr: keine größeren Verstöße gegen Corona-Regeln am Ostersonntag

Die Menschen in Deutschland haben sich auch am Ostersonntag weitgehend an die geltenden Corona-Einschränkungen gehalten. Die Polizeien in den Bundesländern zeigten sich zufrieden mit dem Verhalten der Bürger. Nur vereinzelt kam es zu kleineren Verstößen.

17.43 Uhr: 44 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Viele Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben auch am Ostersonntag aktuelle Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Zwei weitere Menschen sind mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verstorben: ­ ein Mann im Kreis Gütersloh, außerdem ein 75-Jähriger aus Herford. Damit stieg die Gesamtzahl in OWL auf 44. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

17.09 Uhr: Unbürokratische Finanzhilfen für Studierende angekündigt

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat zusätzliche unbürokratische Finanzhilfen für Studierende angekündigt, die wegen der Corona-Krise ohne Arbeit und Einkünfte dastehen. „Studierende, die ihren Job verloren haben, sollen als Überbrückungshilfe ein zinsloses Darlehen beantragen können“, sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur. „Die Unterstützung für die betroffenen Studierenden muss unbürokratisch, schnell und wirksam sein.“

16.30 Uhr: Mit Urlaubsbuchung noch warten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Corona-Pandemie geraten, mit der Buchung des Sommerurlaubs noch zu warten: "Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen."

15.03 Uhr: Britischer Premier Johnson aus Klinik entlassen 

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Regierungssprecher in London mit.

Zuvor hatte Johnson den Mitarbeitern des Londoner Krankenhauses gedankt, in dem er nach einer Infektion mit dem Coronavirus mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht hatte.

12.05 Uhr: Papst predigt in fast leerem Petersdom

Die Corona-Pandemie überschattet das christliche Osterfest. Papst Franziskus predigt heute im fast leeren Petersdom. Zuvor hatte er dazu aufgerufen, selbst in «dunkelster Stunde» Hoffnung zu haben.

11.51 Uhr: mehr als 120.000 Menschen in Deutschland infiziert

Mehr als 120.000 Menschen haben sich hierzulande mit dem Coronavirus infiziert, rund 2800 sind daran bereits gestorben. Aber es gibt auch gute Nachrichten: viele haben die Infektion bereits überstanden.

11.30 Uhr: Ausbreitung des Virus „differenzierter und flexibler steuern“

Der Expertenrat Corona der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen schlägt vor, die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus jetzt „differenzierter und flexibler zu steuern“, um negative Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Das Experten-Papier und eine Studie über den besonders von der Coronavirus-Epidemie betroffenen Kreis Heinsberg sollen als Grundlage dienen für die Diskussion der Länder zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der nächsten Woche.

11.12 Uhr: „Die ganze Wirklichkeit des Lebens“

„Wir Christen müssen den Menschen die frohe Botschaft von Ostern als Botschaft der Hoffnung zusagen, die über die Schmerzen und die Gefährdungen dieser Wochen und Monate hinausverweist“, sagte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt am Ostersonntag.

11.01 Uhr Uhr: Wildtiere erobern in Corona-Zeiten die Städte

Wegen Corona sind die Straßen in vielen Ländern seit Wochen leer ... und werden von Wildtieren «erobert». Tierschützer freuen sich.  Im Kampf gegen das Aussterben könnte das Virus offenbar einigen Arten helfen.

8.59 Uhr: Johnson an Klinikmitarbeiter: «Verdanke ihnen mein Leben»

 Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Mitarbeitern des Londoner Krankenhauses gedankt, in dem er nach einer Infektion mit dem Coronavirus mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht hatte.

«Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben», sagte Johnson in einer knappen Mitteilung am späten Samstagabend.

8.51 Uhr: Bundeswehr-Hilfe bei Corona-Lockerungen angeboten

Kommende Woche wird über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Soldaten könnten bei möglichen Regel-Lockerungen unterstützen. Experten legen Maßgaben vor. Und eine Umfrage zeigt, wie die Deutschen zu einer Maskenpflicht stehen.

8.30 Uhr: USA verzeichnen weltweit meiste Tote in Corona-Krise

In den USA gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore starben dort bisher außerdem mehr als 20.600 Infizierte.

Damit haben die USA in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten zu verzeichnen - und somit Italien (19.468) überholt.

Karsamstag, 11. April:

20.18 Uhr: Expertenteam der NRW-Regierung legt Maßgaben für Lockerungen vor

Eine von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingesetzte Expertengruppe hat einem Medienbericht zufolge Maßgaben und Vorschläge für Lockerungen der strengen Corona-Einschränkungen vorgelegt. Nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» nannte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Vorschläge «transparent» und «nachvollziehbar».
In einem Papier der interdisziplinären Expertengruppe, das der «FAS» vorliegt, heißt es demnach, über Lockerungen könne erst nachgedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem «absehbar nicht überfordert ist» und Voraussetzungen für ein besseres «Monitoring» der Krise geschaffen seien. Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität «schrittweise forciert werden».
Ein möglicher Weg könne darin bestehen, «einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens nach und nach wieder zuzulassen». Dazu gehörten Schulen, Universitäten und der Einzelhandel. Bei den Schulen solle es dabei zeitversetzten Unterricht und Unterschiede je nach Alter geben. In Kitas und im «Präsenzunterricht» sollten zuerst vor allem Lehrkräfte arbeiten, die nicht zu Risikogruppen gehören.

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Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, gehört zu dem Expertenteam. Foto: Federico Gambarini/dpa

Die konkreten Schritte und die Geschwindigkeit der Öffnung sollen sich dem Bericht zufolge an vier Kriterien orientieren. Zunächst müsse bestimmt werden, wo die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch sei und wo weniger. Zweitens gelte die Frage: «Für wen wäre eine Ansteckung besonders gefährlich?». Diese Gruppen müssten weiter besonders geschützt werden. Drittens komme es darauf an, was «für Wirtschaft und Gesellschaft besonders wichtig» sei. Zuletzt schließlich müsse bedacht werden, wie gut sich im jeweiligen Bereich Schutzmaßnahmen umsetzen ließen. Die Experten warnten allerdings auch vor verfrühtem Optimismus.

17.43 Uhr: Keine größeren Verstöße gegen Corona-Regeln - Vorfall in Frankfurt

Das sonnige Frühlingswetter hat am Karsamstag bundesweit viele Menschen ins Freie gelockt. Nach ersten Angaben der Polizei hielten sich die meisten dabei aber an die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bei einer Kontrolle zur Einhaltung der Kontaktregeln wurden in Frankfurt jedoch am Freitagabend Polizisten attackiert. Mehrere Verdächtige wurden nach Angaben der Polizei vom Samstag vorübergehend festgenommen.

17 Uhr: Bundespräsident ruft zu Geduld und Solidarität auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen.

«Wie es jetzt weitergeht, wann und wie die Einschränkungen gelockert werden können, darüber entscheiden nicht allein Politiker und Experten», sagte Steinmeier in einer am Samstag aufgezeichneten Fernsehansprache zu den Osterfeiertagen, die am Abend in mehreren Fernsehsendern ausgestrahlt werden sollte. «Sondern wir alle haben das in der Hand, durch unsere Geduld und unsere Disziplin - gerade jetzt, wenn es uns am schwersten fällt», ergänzte er.

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Foto: Jesco Denzel/Bundespresseamt/dpa

16.33 Uhr: inzwischen 42 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Die Zahlen der Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe sind der wichtigste Anhaltspunkt, um die Gefahr durch das Virus einordnen zu können. Hier sind die neuesten Werte vom Karsamstag. Ein weiterer Todesfall wurde aus dem Kreis Lippe bekannt, zwei weitere aus dem Kreis Paderborn. Damit stieg die Gesamtzahl in OWL auf 42. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken!

15.09 Uhr: Mittlerweile mehr als 10.000 Corona-Fälle in Schweden

In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus am Samstagmittag veröffentlichten Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervor. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind in dem skandinavischen EU-Land demnach bislang gestorben, darunter mehr als 500 allein in der Region rund um die Hauptstadt Stockholm.
Damit hat Schweden in Skandinavien bisher die meisten Infektions- und Todesfälle zu verzeichnen - allerdings ist das Land gemessen an seiner Bevölkerungszahl von rund 10,3 Millionen Einwohner auch das mit Abstand größte der Region. Im Gegensatz zu den Nachbarländern verfolgt die schwedische Regierung eine weitaus freizügigere Strategie im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2: Die Schweden dürfen weiter in Restaurants und Cafés gehen, auch Schulen und Kindergärten sind nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt.

14.11 Uhr: Ausgangsverbot in 31 türkischen Städten

Nach der kurzfristigen Ankündigung weitgehender Ausgangsverbote für das Wochenende in 31 Städten der Türkei ist es am Freitagabend zu Panikkäufen gekommen.

12.55 Uhr: Zweiter Todesfall im Haus Bredemeier

Im Hövelhofer Altenzentrum Haus Bredemeier ist ein weiterer Todesfall unter den positiv auf das Coronavirus getesteten Bewohnern zu beklagen. Wie   Geschäftsführerin Monika Stricker mitteilte , ist am Karfreitag eine 97-jährige Frau verstorben, bei einer weiteren Bewohnerin fiel der Coronatest positiv aus.

12.42 Uhr: Mehr als 500 000 Infizierte in den USA

In den USA gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Nach den am Samstagvormittag veröffentlichten Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore starben dort bisher außerdem mehr als 18.700 Infizierte.

12.22 Uhr: Linken-Politikerin fordert 200 Euro Pandemie-Zuschlag auf Hartz IV

Die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann hat angesichts der Corona-Krise einen Pandemie-Zuschlag von 200 Euro pro Monat auf Hartz IV und Sozialhilfe gefordert. Die Bundestagsabgeordnete begründete in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ihre Forderung damit, dass derzeit viele Tafeln geschlossen und die Kosten für einige Güter gestiegen seien.
Außerdem müsse die Bundesregierung rückwirkend ab dem 1. März einen monatlichen Zuschuss zum Mittagessen zahlen. «Familien trifft die Corona-Krise doppelt hart: Wer Hartz IV oder Kinderzuschlag bezieht, hat Anspruch auf ein kostenloses Schulmittagessen. Dieses Mittagessen ist aufgrund der Schulschließungen nun weggefallen.» Das werde voraussichtlich auch nach den Osterferien so bleiben.

11.49 Uhr: Gesundheitsministerium plant Hilfen für Zahnärzte

Das Bundesgesundheitsministerium will in der Corona-Krise einem Medienbericht zufolge nun auch Therapeuten und Zahnärzte finanziell unterstützen.

10.22 Uhr: Studie: Coronavirus könnte auch das Nervensystem schädigen

Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 kann sich nicht nur mit Fieber, Husten und Atembeschwerden äußern, sondern auch neurologische Symptome verursachen.

10.18 Uhr: Zwei Drittel der Deutschen zufrieden mit Krisenmanagement

Zwei Drittel der Deutschen sind zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus - und die Tendenz ist steigend.

10.03 Uhr: Kredite: Tausende Verbraucher beantragen Zahlungsaufschub

Tausende Verbraucher haben in der Corona-Krise den Aufschub von Zahlungen für Kredite beantragt. Allein die Sparkassen setzten bislang nach Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) Zins- und Tilgungsleistungen von 80.000 Kreditnehmern aus.

9.57 Uhr: Unterstützung für Therapeuten und Zahnärzte in Aussicht

Das Bundesgesundheitsministerium will in der Corona-Krise einem Medienbericht zufolge nun auch Therapeuten und Zahnärzte finanziell unterstützen.

8.22 Uhr: Wittekindshofer Werkstätten in Benkhausen helfen in der Corona-Krise

Schnelle, kollegiale Hilfe leisten die Wittekindshofer Werkstätten für das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen (HDZ): Wittekindshofer Mitarbeiter fertigen in der Betriebsstätte Benkhausen derzeit 700 Visiere an, die das HDZ für den Katastrophenfall vorsorglich bestellt hat, sollte es in der Corona-Pandemie zu einer maximalen Auslastung der Intensivkapazitäten kommen und der Vorrat an vorhandener Schutzkleidung ausgehen.

8.17 Uhr: Juncker fordert Einführung von Corona-Bonds

Trotz der Einigung der EU-Finanzminister auf ein Hilfspaket in der Corona-Krise hat sich der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weiter für gemeinsame europäische Anleihen ausgesprochen.

Karfreitag, 10. April:

21.15 Uhr: Osterfeuer "to go" in Hövelhof

Wegen der Coronavirus-Pandemie fallen die beliebten Osterfeuer in diesem Jahr aus. In Hövelhof hat eine Initiative darauf reagiert und bietet ein "Osterfeuer to go" an.

20.10 Uhr: mehr als 2450 Tote und 116.000 Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind bis zum Nachmittag mindestens 116.304 Infektionen mit dem neuen Coronavirus und mehr als 2450 Tote registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Weltweit sind laut US-Experten bereits mehr als 100.000 Menschen gestorben.

19.41 Uhr: Papst geht Kreuzweg ohne Pilgerschar

In ganz kleinem Kreis hat Papst Franziskus im Petersdom mit den Zeremonien zum Karfreitag begonnen. Er feierte in der riesigen Kirche mit wenigen Würdenträgern und Gästen die sogenannte Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Für Pilger war der Dom wegen der Coronavirus-Pandemie gesperrt. Zum ersten Mal geht der Papst in diesem Jahr den traditionellen Kreuzweg am Karfreitag ohne Pilgerschar.

19.20 Uhr: Großbritannien meldet 980 Todesfälle an einem Tag

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis zum Abend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Sterbefälle erfasst.

18.14 Uhr: So viele Pakete wie in der Vorweihnachtszeit

Acht Millionen Päckchen und Pakete verzeichnet die Deutsche Post momentan täglich - ein Aufkommen wie in der Vorweihnachtszeit. Deshalb schlägt das Unternehmen vor, dass vorübergehend auch sonntags gearbeitet werden darf.

17.23 Uhr: 39 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Viele Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben auch Karfreitag aktuelle Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Vier weitere Menschen sind demnach einer Coronavirus-Infektion verstorben – drei im Kreis Gütersloh, einer im Kreis Paderborn. Hier ein Überblick über die Zahl der Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Mehr Informationen erhalten Sie beim Klick auf die Links.

16.20 Uhr: Laschet-Appell: „Weitermachen, durchhalten, Abstand halten“Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat erneut das Einhalten der Kontaktregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus gefordert. „Wir erleben Ostertage wie wir sie noch nie hatten“, sagte Laschet in einer per Twitter verbreiteten Videobotschaft. Das Zusammensein mit Familie und Freunden und andere liebgewordene Traditionen könnten in diesem Jahr nicht stattfinden.„Wir schützen und retten Leben mit unserem Verhalten und mit dem Einhalten des Kontaktverbots“, sagte Laschet. Nur so seien die Infektionen einzudämmen und Zeit zu gewinnen, um die Kurve abzuflachen. Der Weg zurück in die Normalität werde bestimmt durch das Verhalten von heute. „Es gilt weitermachen, durchhalten, Abstand halten und zusammenhalten“, sagte der CDU-Politiker.

15.16 Uhr: Opec will deutlich weniger Erdöl fördern

Vor allem Corona ist schuld: Der Bedarf an Rohöl wird nach Schätzung der Opec im zweiten Quartal 2020 um rund zwölf Millionen Barrel sinken. Der Ölpreis ist schon im Keller. Das Ölkartell und seine Partner sehen sich zu einem radikalen Schritt gezwungen.

13.44 Uhr: Karfreitags-Gottesdienst im Autokino

Streng getrennt und doch gemeinsam: In einem Autokino haben mehrere Hundert Christen in Düsseldorf trotz der Corona-Krise einen Karfreitags-Gottesdienst besucht. Nach Angaben des Kinobetreibers waren Besucher in rund 400 Autos auf den Parkplatz an der Messe der Landeshauptstadt gekommen. Per Autoradio konnten sie die ökumenische Feier verfolgen.

Gehalten wurde der Gottesdienst vom evangelischen Pfarrer Heinrich Fucks und Pfarrer Frank Heidkamp für die katholische Kirche. Die Geistlichen standen auf einer kleinen Bühne unter einem Dach. Einige Besucher waren an dem sonnigen Tag im offenen Cabrio vorgefahren, andere hatten das Dachfenster ihres Fahrzeugs geöffnet.

12.59 Uhr: Minister Altmaier entdeckt in Corona-Krise Bodybuilding für sich

In der Corona-Krise hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hin und wieder etwas mehr freie Zeit - und nutzt die, um ein altes Hobby wieder zu beleben. «Zuhause liegen seit eh und je zwei Hanteln, die ich viel zu selten bewegt habe», sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen». «Durch die Auswirkungen dieser Krise habe ich sie wieder angefasst und festgestellt, dass man auch in meinem Alter und mit meiner Figur noch "Bodybuilding" treiben kann.»
Aktuell sei er viel mit Telefonkonferenzen beschäftigt, habe aber auch immer mal wieder Freizeit, erzählte Altmaier. «Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung, dass ich abends etwas früher Zuhause bin, weil die üblichen Abendtermine wegen der Krise so nicht mehr möglich sind.» Die freie Zeit nutze er außerdem zum Fahrradfahren - und zum Lesen und Nachdenken.

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Peter Altmaier Foto: Michael Kappeler/dpa

11.46 Uhr: Philosophin über Corona-Verstöße: Kontakt fühlt sich unverdächtig an

Verstöße gegen die Kontaktsperre in der Corona-Krise sind nach Meinung einer Philosophin häufig kein Ausdruck von Egoismus. «In vielen Fällen wird das Gebot und der Ernst der Lage nicht vollumfassend verstanden, weil sich der soziale Austausch moralisch unverdächtig anfühlt», sagte Sabine Döring, Professorin für Praktische Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. «Mehr noch nehmen wir ihn als integralen Bestandteil des guten Lebens wahr.»
Wir verstünden zwar abstrakt oder intellektuell, dass wir andere nicht gefährden sollen, aber es gelinge uns nicht, sozialen Austausch als einen Anwendungsfall dieser Norm zu begreifen. «Wir kommen also in einen Widerspruch zwischen dem Richtigen und dem Guten - ein ethischer Konflikt.» Zudem sei es schwierig, etwas einzuhalten, «was man nicht eingeübt hat».

10.20 Uhr: Ein Viertel der Verbraucher zahlt in der Krise anders

Die meisten Menschen in Deutschland bezahlen Umfragen der Bundesbank zufolge seit Beginn der Corona-Krise ihren Einkauf wie gewohnt. Lediglich 25 Prozent von rund 1000 Befragten haben ihr Zahlungsverhalten geändert. «Wir können aus der aktuellen Momentaufnahme nur erkennen, dass - auch wenn es ernst wird, also in der Krise - Bargeld immer noch ein sehr beliebtes Zahlungsmittel des täglichen Gebrauchs ist», sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. «Unmittelbare Auswirkungen auf das mittelfristige Bezahlverhalten können wir aus der momentanen Situation nicht erkennen.»

Fast alle, die ihr Zahlungsverhalten geändert haben, begleichen Einkäufe der Umfrage zufolge seltener bar (90 Prozent). 79 Prozent zahlen häufiger kontaktlos mit der Girocard und 62 Prozent verstärkt mit PIN oder Unterschrift. Doppelnennungen waren möglich.

9.30 Uhr: FDP plädiert für Homeoffice-Pauschale bei Werbungskosten

Die FDP verlangt steuerliche Erleichterungen für die vielen Menschen in Deutschland, die in der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten. «Wir schlagen vor, dass während der Krise eine Homeoffice-Pauschale von 100 Euro pro Monat als Werbungskosten eingeführt wird», sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Viele Betriebe hätten ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. «In der Regel lassen sich die Kosten für ein Arbeitszimmer steuerlich absetzen. Viele Menschen haben aber kein "richtiges" Arbeitszimmer, sondern arbeiten aus der Küche oder vom Balkon», sagte Dürr. «Sowas kann bislang nicht steuerlich geltend gemacht werden. Es darf aber keinen Unterschied machen, ob der Laptop auf dem Küchentisch oder in einem extra Zimmer steht.»

7.04 Uhr: Hinweise auf Übertragung von Coronavirus im Mutterleib

Eine Übertragung des Coronavirus auf Babys im Mutterleib ist Hinweisen aus China zufolge denkbar. Das schreiben chinesische Wissenschaftler um Zhi-Jiang Zhang von der Universität Wuhan im «European Respiratory Journal». Sie hatten unter allen rund 81.000 Infektionen, die bis Mitte März in China gemeldet wurden, vier infizierte Neugeborene ausfindig gemacht.

In allen vier Fällen traten bei den Babys nur leichte Symptome auf, bei denen keine Intensivpflege oder künstliche Beatmung erforderlich war. Die Mütter waren ebenfalls infiziert, drei davon zeigten unmittelbar vor der Geburt Symptome von Covid-19.

Alle Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt, sie konnten sich also nicht während einer Vaginalgeburt bei der Mutter angesteckt haben. Drei der Babys wurden direkt nach der Geburt von ihren infizierten Müttern getrennt und auch nicht gestillt, sondern isoliert. Zudem waren die Zeitspannen zwischen Geburt und Infektionsnachweis sehr kurz. Die Forscher schreiben: «Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass das Virus in der Gebärmutter übertragen werden kann.» Allerdings könnten andere Übertragungswege auch nicht ganz ausgeschlossen werden.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte waren bislang keine Hinweise bekannt, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann.

7.03 Uhr: Menschen meiden Notaufnahmen wegen Coronavirus - Ärzte besorgt

Der Rückgang von Patienten in den Notaufnahmen alarmiert Mediziner. Chefärzte vom Nürnberger Klinikum warnen davor, wegen der Corona-Pandemie dringend notwendige Behandlungen aufzuschieben. Die Folgen seien für viele Menschen wahrscheinlich gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, teilte das Klinikum am Donnerstag mit.
So seien in den vergangenen Wochen deutlich weniger Menschen mit einem leichten Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Notaufnahme gekommen. In die Kliniken kämen dafür vermehrt Patienten, bei denen die Beschwerden schon weiter fortgeschritten seien als üblich.

6.45 Uhr: Melitta stellt Schutzmasken in Form eines Kaffeefilters her

Der Filterspezialist Melitta aus Minden und der Hemdenhersteller Seidensticker aus Bielefeld stellen Schutzmasken her. Wie Melitta mitteilte, weise ihre Atemmaske in Form einer Kaffeefiltertüte sehr gute Filtrations-, Atem- und Trageeigenschaften auf. Sie bestehe aus einem dreilagigen Vlies und erfülle die an OP-Masken gestellten Anforderungen.

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Sieht schräg aus, soll aber super wirken: die Atemmaske von Melitta. Foto: Firma

Mehr über die Millionen Masken aus OWL steht hier.

6.15 Uhr: EU-Finanzminister einigen sich auf Rettungspaket gegen Corona-Krise

Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise haben die EU-Staaten ein Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und schlingernde Staaten geschnürt. Die Einigung erzielten die Finanzminister nach extrem langwierigen und schwierigen Verhandlungen.

1.00 Uhr: Brinkhaus: Corona darf Balance unserer Demokratie nicht verändern

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat vor einer dauerhaften Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Parlament und Regierung infolge der Corona-Krise gewarnt. «So eine Krise ist immer die Stunde der Regierung, das stelle ich überhaupt nicht infrage», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Aber wir müssen aufpassen, dass sich in der Corona-Pandemie die Balance zwischen Legislative und Exekutive nicht dauerhaft verschiebt.»
Die Regierung dürfe sich nicht daran gewöhnen, «dass sie dem Bundestag sagt, jetzt muss das alles mal ganz schnell gehen - oder dass sie per Verordnungsermächtigung regiert statt per Gesetz», sagte Brinkhaus. «Ich bin sehr wachsam, was unsere Gewaltenteilung angeht und ich werde persönlich sehr genau darauf achten, dass sich im Sommer das alte Kräfteverhältnis wiedereinstellt. Es wäre fatal, wenn die Corona-Krise nicht nur unsere Wirtschaft beschädigt, sondern auch die Balance unserer parlamentarische Demokratie verändert.»

Gründonnerstag, 9. April:

19.45 Uhr: mehr als 111.100 Nachweise und 2200 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Donnerstagnachmittag mindestens 111.118 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 106.700 Infektionen).  Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mindestens 2223 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2007). 

19.30 Uhr: neue Todesfälle nach Coronavirus in Ostwestfalen-Lippe

In Ostwestfalen-Lippe melden die Gesundheitsämter weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen, diesmal im Kreis Herford. Die Gesamtzahl stieg demnach am Donnerstag auf 35. Aber auch die Zahl der Genesenen wuchs weiter, auf nun schon über 1000. Einzelheiten gibt es bei Klicks auf die Links.

17.53: Fed weitet Notprogramm aus - 2,3 Billionen Dollar Hilfspaket

Die US-Notenbank Fed will die US-Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie mit billionenschweren Krisenhilfen stützen.

17.30 Uhr: Merkel sieht «Anlass zu vorsichtiger Hoffnung»

Kurz vor den Ostertagen sieht Kanzlerin Angela Merkel in der Corona-Krise zwar Grund zur Zuversicht, hält eine schnelle Rückkehr zur Normalität aber nicht für möglich.

16.55 Uhr: Marienheim in Halle: Bewohner an Corona verstorben

Einer der fünf mit dem Covid-19-Virus infizierten Senioren im Haller Marienheim ist in der Nacht zu Donnerstag in der Einrichtung verstorben.

14.19 Uhr: Klient im Kinderheim positiv getestet

Im Heilpädagogischen Kinderheim Rietberg gibt es einen bestätigten Coronafall. Das teilt die Diakonische Stiftung Ummeln mit, deren Tochter - die Flex-Eingliederungshilfe - die Einrichtung betreibt. Demnach wurde ein Klient in einem Krankenhaus positiv auf das Virus getestet.

14.16 Uhr: Warnung vor Diskriminierung in Corona-Krise

Das Deutsche Institut für Menschenrechte warnt vor einer Benachteiligung älterer und behinderter Menschen in der Corona-Krise. «Restriktionen zur Eindämmung des Coronavirus dürfen Menschen mit Behinderungen nicht diskriminieren oder besonderen Risiken aussetzen», erklärte Direktorin Beate Rudolfg. Zudem müssten die Rechte älterer Menschen besser geschützt werden.

13.07 Uhr: DFB-Präsident Keller rechnet mit Insolvenzen im Profifußball

DFB-Boss Fritz Keller befürchtet dramatische Folgen für den Profifußball durch die Coronavirus-Pandemie. "Ich glaube nicht, dass nach der Corona-Krise die Landschaft des Fußballs gleich sein wird wie heute", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes dem TV-Sender Phoenix.

12.14 Uhr: Umfrage: Kaum Reisen an Ostern geplant

Normalerweise fahren über Ostern viele Deutsche in Urlaub oder besuchen Verwandte - doch in der Corona-Krise wollen die allermeisten den Empfehlungen der Regierung folgen. Die Politik ringt mit der Frage, wie es mit den Einschränkungen weitergeht. Bis auf wenige Ausnahmen wollen sich die Deutschen auch an Ostern an die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise halten.

11.25 Uhr: 650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet

Die Zahl der Betriebe, die in der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 650.000 gestiegen. Das gab die Bundesagentur für Arbeit bekannt. Dies bedeute eine Steigerung um rund 40 Prozent gegenüber dem jüngsten Vergleichswert.

10.29 Uhr: Betrugsverdacht: NRW stoppt Auszahlung von Soforthilfen

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) gefallen, teilte das Ministerium mit.

9.34 Uhr: Zweiter Tag in Folge mit fast 2000 Corona-Toten in den USA

In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging.

9.29 Uhr: Nach den Osterferien schrittweise Rückkehr zur Normalität denkbar

Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich.

7.00 Uhr: Chaos in Sachen Dauercamping

Dürfen Dauercamper in Nordrhein-Westfalen ihre Parzellen trotz der strengen Corona-Auflagen nutzen? „Ja”, sagt die Landesregierung, „Nein”, meinen die Ordnungsämter verschiedener Städte.

6.55 Uhr: DGB fordert deutliche Anhebung des Kurzarbeitergelds

Hunderttausende Firmen haben in der Corona-Krise schon ihre Mitarbeiter nach Hause geschickt und Kurzarbeit angemeldet. Damit die Einkommen nicht ganz wegbrechen, gibt es Kurzarbeitergeld vom Staat. Aber die bisherige Höhe reicht nicht, finden die Gewerkschaften.

6.45 Uhr: Lehrerverband: Kein «Unterrichts-Vollstart» nach den Ferien

Seit fast vier Wochen sind die Pausenklingeln in den Schulen stumm und die Stühle hochgestellt. Immer lauter wird nun die Frage gestellt: Wie geht es weiter nach den Osterferien? Der Lehrerverband macht wenig Hoffnung, dass schnell Normalität einkehrt.

Alles hänge von der medizinisch-virologischen Lageeinschätzung und den Maßnahmen ab, die am kommenden Mittwoch von den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen würden. 

6.20 Uhr: Zeit der Hamsterkäufe ist erst einmal vorbei

Die erste Panik nach dem Corona-Ausbruch hat sich laut Marktforschern gelegt. Für viele Verbraucher sei der Umgang mit der Krise mittlerweile ein Stück weit Routine geworden. 

6.15 Uhr: Rockband U2 spendet Millionen für Kampf gegen Coronavirus

Die irische Band U2 setzt sich schon seit Jahren für soziale und politische Projekte ein. Für den Kampf gegen das Coronavirus haben sie nun zehn Millionen Euro gespendet. Mit dem Geld wurde medizinische Ausrüstung finanziert.

Mittwoch, 8. April:

19.15 Uhr: Johnsons Zustand bessert sich angeblich

Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson ist angeblich auf dem Weg der Besserung. Doch für eine Entwarnung scheint es noch zu früh. Johnson muss noch immer auf der Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Toten in Großbritannien steigt unterdessen weiter dramatisch.

19.02 Uhr: Bundesregierung erwartet 40 Millionen Corona-Schutzmasken

Die Bundesregierung erwartet zum Schutz gegen Corona-Infektionen eine schnelle Großlieferung von Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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Illustration. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa

17.59 Uhr: Jetzt fünf Corona-Infizierte im Haller Marienheim

Im Haller Marienheim ist die Zahl der mit dem Covid-19-Virus infizierten Senioren seit dem vergangenen Wochenende von zwei auf fünf Personen gestiegen. Weiterhin befindet sich bereits seit dem Wochenende eine infizierte Mitarbeiterin des Hauses in Quarantäne.

17.15 Uhr: DSC-Stürmer im Interview: Andreas Voglsammer hat wegen Corona mehr Zeit für die Reha

Andreas Voglsammer hat sich Ende Januar einen Mittelfußbruch zugezogen. Der Stürmer von Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld arbeitet an seinem Comeback. Mit seiner französischen Bulldogge Jigo ist der 28-Jährige bei Freunden in der Nähe von München untergebracht, wo er seine Reha absolviert. Über die Corona-Krise, seine mögliche Rückkehr und Fußball an der Spielkonsole sprach Voglsammer mit Jens Brinkmeier.

16.39 Uhr: Paderborner Osterlauf fällt dieses Jahr aus

Der 74. Paderborner Osterlauf findet in diesem Jahr nicht mehr statt. Aus verschiedenen organisatorischen Gründen hat der ausrichtende SC Grün-Weiß Paderborn entschieden, die Veranstaltung nicht auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sondern ganz ausfallen zu lassen. „Diese Absage ist uns nicht leicht gefallen“, bekennt Wolfgang Krenz, der Präsident des SC Grün-Weiß Paderborn.

16.27 Uhr: drei weitere Todesfälle in OWL

Nach den Angaben der Gesundheitsämter vom Mittwoch ist die Zahl der Todesfälle nach Corona-Infektionen in OWL um drei gestiegen. Todesnachrichten gab es aus den Kreisen Paderborn und Lippe. Damit stieg die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 33. Hier ein Überblick über die Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Mehr Informationen zu den Zahlen vom Mittwoch erhalten Sie beim Klick auf die Links.

15.40 Uhr: 13 Millionen Euro für notleidende Sportvereine in NRW

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will notleidende Sportvereine während der Coronavirus-Pandemie mit bis zu zehn Millionen Euro unterstützen. Existenzbedrohte Sportclubs in NRW können vom 15. April an über das Förderportal des Landessportbundes Mittel beantragen. Die Höchstsumme pro Verein ist dabei zunächst auf 50.000 Euro beschränkt. Das teilte die für den Sport zuständige Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) in Düsseldorf mit. Zusätzliche drei Millionen Euro stehen für die Arbeit der Übungsleiter in den Vereinen bereit.

15.04 Uhr: NRW lässt Schutzmasken nun exklusiv in Bielefeld produzieren

Nordrhein-Westfalen lässt in der Corona-Krise nun Schutzmasken exklusiv von dem Bielefelder Unternehmen Dr. Freist Automotive GmbH (DFA) produzieren. Täglich würden 320 000 Masken nur für NRW von der Firma gefertigt, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Dennoch sei das nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“. Das Land sei dabei, weitere Unternehmen für die Maskenproduktion zu finden. NRW wolle einen „erheblichen Anteil der Produktion von Schutzkleidung“ im eigenen Land fertigen. Denn auf den internationalen Märkten gebe es in vielen Bereichen „Wild West“-Methoden. NRW habe bereits 3,7 Millionen Schutzmasken landesweit ausgeteilt.

14.44 Uhr: Keine Aufnahmestopp in NRW-Pflegeheimen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat seine Ablehnung eines Aufnahmestopps für Pflegeheime bekräftigt. „Wir müssen die Heime für neue Fälle offen halten“, sagte Laumann in Düsseldorf. NRW gehe dabei bewusst andere Wege als Bayern oder Niedersachsen in der Coronavirus-Pandemie. Wegen des Todes mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in entsprechenden Heimen hatten diese Bundesländer einen Aufnahmestopp verhängt. „Ich will das aber, wenn es eben geht, weiter nicht“, sagte Laumann.

14.32 Uhr: Behandlung bei Johnson schlägt offenbar an

Die Behandlung des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson zeigt Wirkung. Das teilte der Regierungssitz Downing Street mit. „Der Premierminister ist klinisch stabil und die Behandlung schlägt an“, hieß es in der Mitteilung. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas's Hospital in London behandelt und sei gut gelaunt. Ein Regierungssprecher sagte Journalisten zudem, Johnson erhalte eine reguläre Sauerstoffbehandlung, könne aber selbstständig atmen. Er arbeite nicht, sei aber in der Lage, die für ihn notwendigen Kontakte zu pflegen.

14.27 Uhr: Hoffen bis zuletzt - Festivals noch nicht abgesagt

Bundesligaspiele in vollen Stadien sind verboten, aber bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ sollen im Juni 155.000 Menschen feiern dürfen? Das klingt wie ein Scherz. Trotzdem halten viele Veranstalter an ihren Mega-Events fest. Fans können nur warten.

14.09 Uhr: Zwölf Wochen Haft nach Schutzmasken-Diebstahl in London

Ein Mann in Großbritannien ist zu zwölf Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er vier Schutzmasken aus einem Krankenhaus in London gestohlen hatte. Das teilte die Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service) per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der 34 Jahre alte Mann war demnach vom Sicherheitsdienst des King's College Hospital zur Rede gestellt worden, als er die Klinik verlassen wollte, und gab den Diebstahl zu. Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag zugetragen. Schutzmasken sind in britischen Krankenhäusern, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, sehr knapp.

13.54 Uhr: 20 Menschen aus 42-köpfiger Großfamilie in Bielefeld infiziert

260 Menschen in Bielefeld sind bislang positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind Stand Mittwoch, 13 Uhr, 27 mehr als noch am Dienstag. Der Grund dieser vergleichsweise deutlichen Zunahme der Zahlen: 20 Familienmitglieder einer 42-köpfigen Großfamilie aus Bielefeld-Jöllenbeck sind positiv getestet worden.

13.34 Uhr: Vorwürfe gegen Altersheime und Kliniken in Italien

In Italien wird Kritik an Fehlern im Umgang mit der Corona-Krise in Krankenhäusern und Altersheimen lauter. In Heimen in der besonders betroffenen Lombardei scheint es zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus gekommen zu sein. Allein in einer bekannten Geriatrie bei Mailand seien seit März 110 Menschen gestorben und Fälle verdeckt worden, berichtete unter anderem die Zeitung „Corriere della Sera“.Die Staatsanwaltschaft in Mailand habe Ermittlungen zum Zustand in mehreren Heimen aufgenommen.

13.11 Uhr: Reisebranche vor ungewissem Sommergeschäft

Reiseveranstalter hoffen trotz der Ungewissheit über die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter auf das Sommereisegeschäft. „Wir teilen den Wunsch vieler Urlauber, dass auch das Reisen im Rahmen der Lockerungen bald wieder möglich sein wird“, erklärte Branchenprimus Tui am Mittwoch auf Anfrage. Es gebe weiter ein großes Interesse zu verreisen oder ausgefallene Urlaube nachzuholen. Wie andere Veranstalter auch, bietet Tui seinen Kunden aktuell an, Reisen im Mai kostenlos auf spätere Abreisen zu verschieben.

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Viele Menschen hoffen, im Sommer Urlaub machen zu können. Foto: DPA

12.41 Uhr: Ausflüge in Corona-Zeiten: Wo darf man noch hin?

Die Corona-Krise schränkt das Leben massiv ein. Eine Reisewarnung der Bundesregierung für touristische Auslandsreisen gilt noch bis mindestens Ende April. Aber auch in Deutschland ist die Vermietung von Unterkünften zu Urlaubszwecken überall untersagt. Die Verunsicherung ist groß - darf man überhaupt noch irgendwo hin?

12.35 Uhr: Laumann will „in Kürze“ wieder Besuche in Pflegeheimen ermöglichen

Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein.“ Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden, betonte der 62-Jährige. „Sie können es den 170.000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können.“

12.15 Uhr: Ministerium geht weiter von schriftlichen Abiprüfungen aus

Die wegen der Corona-Krise verschobenen schriftlichen Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen können nach derzeitiger Einschätzung des Schulministeriums vom 12. Mai an starten. Das sagte Schulstaatssekretär Matthias Richter am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Auch in den anderen Bundesländern könnten die schriftlichen Abiprüfungen vermutlich abgehalten werden. Für NRW gehe er davon aus, dass die Prüfungen - „wenn nicht etwas Unvorhergesehenes passiert“ - unter der Beachtung des Infektionsschutzes durchgeführt werden könnten. Gleichwohl gebe es unter den Kultusministern der Länder „Szenarien ohne Prüfungen“, sagte Richter.

11.45 Uhr: Gesundheits-Staatssekretär: Boris Johnson „gut gelaunt"

Der Zustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben weiterhin stabil. „Er fühlt sich wohl und ist gut gelaunt“, b erichtete Gesundheits-Staatssekretär Edward Argar am Mittwoch dem Fernsehsender ITV.

11.35 Uhr: Wieder mehr Corona-Infektionen in NRW - aber fast 10.000 Genesene

Die Zahl der Corona-Infektionen, aber auch der wieder genesenen Patienten, ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Am Mittwoch (Stand 10 Uhr) meldete das Gesundheitsministerium insgesamt 22.669 bestätigte Infektionen - fast 1100 mehr als am Dienstagmorgen (21.582). Zudem wurden 408 Todesfälle im bevölkerungsreichsten Bundesland registriert, nach 347 am Vortag. Seit Beginn der Pandemie ist aber auch bei 9636 Menschen in NRW bestätigt, dass sie wieder genesen sind. Am Dienstag hatte das Ministerium erstmals die Gesamtzahl der gemeldeten Genesenen angegeben - es waren 8858 Menschen.

10.37 Uhr: EU bleibt über Corona-Rettungspaket zerstritten

Trotz einer dramatischen Nachtsitzung haben die EU-Staaten vorerst kein gemeinsames Corona-Rettungspaket zustande gebracht. Eurogruppen-Chef Mario Centeno vertagte die Sitzung der Finanzminister am Mittwochmorgen nach 16 Stunden auf Donnerstag. Ein Kompromiss „sei noch nicht geschafft“, schrieb Centeno auf Twitter. Es ging um ein „Sicherheitsnetz“ im Umfang von rund 500 Milliarden Euro mit drei Elementen, um die Folgen der schweren Corona-Wirtschaftskrise gemeinsam zu bewältigen.

10.26 Uhr: Ein Theologe und die Frage: Ist Corona eine Strafe Gottes?

Normalerweise pendelt Prof. Dr. Peter Schallenberg (56) regelmäßig zwischen Paderborn und Rom. Doch was ist schon normal in dieser Zeit? „Meine Aufgaben im Vatikan ruhen jetzt natürlich“, sagt der Paderborner Moraltheologe. Die Corona-Pandemie beschäftigt auch ihn. Andreas Schnadwinkel hat mit Peter Schallenberg über die biblische und theologische Ebene eines grassierenden Virus’ gesprochen. Das Interview lesen Sie hier.

10.11 Uhr: Laschet fordert bessere Bezahlung von Pflegekräften

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert eine bessere Bezahlung von Pflegekräften nach der Corona-Krise. „Wir setzen jetzt alle auf die Pflegerinnen und Pfleger, die machen einen exzellenten Job - mehr, als sie müssten“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Und das müsse sich nach der Krise auch in der Entlohnung widerspiegeln. Dafür brauche es mehr Tarifverträge. „Die Corona-Krise zeigt, wie sehr die Gesellschaft auf diese Leistungsträger angewiesen ist“, hatte Laschet auch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt.

9.56 Uhr: Milliardenkredit vom Staat für Tui

Die Zeichen standen schon gut, jetzt ist die Entscheidung da: Die von der Corona-Krise schwer getroffene Tui kann mit einem Staatskredit die nächste Zeit überbrücken. Aber das globale Reisegeschäft liegt am Boden, viele Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Reicht die Unterstützung aus?

9.45 Uhr: Herforder Johannes-Haus: So belastend ist das Besuchsverbot für Angehörige

„Mama ist die Beste!“, sagt Petra Thieschäfer und wirft einen Handkuss über den Balkon. Seit Wochen darf sie ihre Mutter Renate (84) nicht in den Arm nehmen, die nach einem Schlaganfall im Johannes-Haus lebt. Das Corona-bedingte Besuchsverbot in Altenheimen trifft Bewohner und deren Angehörige besonders hart. 

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Petra Thieschäfer (57) steht am Balkon und erzählt ihrer Mama Renate vom Tag. Die 84-Jährige freut sich über den täglichen Besuch. Foto: Moritz Winde

9.37 Uhr: Der lange Weg zurück: Diese Länder lockern Corona-Maßnahmen

Ganz bedächtig und nur ein vorsichtiger Schritt nach dem anderen: Mehrere Länder wagen eine erste Lockerung ihrer in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen. Bei einigen deutschen Nachbarn führt der Weg Richtung Normalität über den Baumarkt und den Tennisplatz.

9.15 Uhr: 100 Millionen Meter Erfahrung

Über das Schloß Holte-Stukenbrocker Unternehmen Windel Textile Far East (WTFE) werden die Bezirksregierung Detmold, der Medizinfachhandel und Apotheken ab Mitte April mit  Gesichtsschutzmasken beliefert. Mehr dazu lesen Sie hier. 

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Jens Hermsmeier, Chef der WTFE, importiert ab Mitte April Schutzmasken für den medizinischen Bereich aus China von einem seiner Partnerunternehmen. Foto: Monika Schönfeld

9.05 Uhr: Europäische Corona-Warn-App soll Ende der Osterferien kommen

Die in Europa entwickelte Smartphone-Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie steht voraussichtlich bald nach Ostern als konkrete Corona-Warn-App zur Verfügung. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT an. „Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben“, sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt. Das Konzept war in den vergangenen Wochen von 130 Experten aus acht europäischen Ländern entwickelt und von Soldaten der Bundeswehr in Berlin getestet worden. Die App soll Menschen rasch und anonym informieren, wenn sie Kontakt zu anderen hatten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

8.15 Uhr: Corona-Krise trifft Pflegebedürftige und Angehörige hart

Der Blick in Corona-Zeiten ist auf Kliniken und Heime gerichtet, die allermeisten Pflegebedürftigen werden aber daheim versorgt. Was wird, wenn die osteuropäischen Kräfte gehen? Wenn ambulante Pfleger sich infizieren?

8.07 Uhr:  Wirtschaftsforscher: Corona-Krise löst tiefe Rezession aus

Die Corona-Krise löst aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen, wie aus dem Gutachten hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.

7.59 Uhr: Genesene Corona-Infizierte helfen

150 genesene Corona-Infizierte haben sich bisher im NRW-Herz- und Diabeteszentrum gemeldet, um mit ihren Antikörpern schwerkranke Corona-Patienten zu retten.

7.06 Uhr: Streit um Krisenhilfe: Auch EU-Nachtsitzung ohne Ergebnis

Im Streit über das milliardenschwere Corona-Krisenpaket der Europäischen Union haben die Finanzminister auch in der Nacht zum Mittwoch zunächst keinen Durchbruch geschafft.

Noch sei nichts vereinbart und es sei immer noch unklar, ob eine Lösung erzielt werde, hieß es am frühen Morgen aus Verhandlungskreisen.

6.45 Uhr: „Pflegekräften vertrauen”

Pflege hinter verschlossenen Heimtüren: Trotz der seit Wochen fehlenden Kontrolle durch Angehörige sieht der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus (CDU), aktuell keinen Grund zur Sorge.  Er sei überzeugt, dass die Menschen in Heimen weiterhin gut versorgt würden, sagte der Staatssekretär dieser Zeitung.

6.15 Uhr: Trump stellt WHO in Corona-Krise an den Pranger - und droht

US-Präsident Trump hat das Coronavirus bereits zum «unsichtbaren Feind» erklärt, nun hat er in der Krise einen neuen Gegner ausgemacht: die Weltgesundheitsorganisation. Mitten in der Krise droht er, US-Gelder einzufrieren.

Dienstag, 7. April:

20.45 Uhr: Mehr als 103.000 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagabend mindestens 103.036 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 98.700 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

19.25 Uhr: Frachtflugzeug mit acht Millionen Schutzmasken aus China gelandet

Ein großes Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern gebracht. Der Jet war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und landete nach einem Zwischenstopp in Seoul (Südkorea) in München. Die dringend erwartete Fracht wurde von prominenten Gästen in Empfang genommen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (beide CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware.

19.21 Uhr: Deutschland will 50 minderjährige Migranten aufnehmen

Die Migrantenlager auf den griechischen Ägäis-Inseln sind schon heute überfüllt und unhygienisch. Was, wenn sich dort das Coronavirus verbreitet? Deutschland will in der kommenden Woche 50 unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin erfuhr, hat die Landesregierung in Hannover zugesagt, dass sie ihre Corona-Quarantäne von zwei Wochen in Niedersachsen verbringen können. Anschließend sollen sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden. Der Transfer solle nach Möglichkeit schon in der kommenden Woche beginnen. Die Aufnahme erfolge im Rahmen einer europäischen Lösung und werde von der EU-Kommission koordiniert.

19.10 Uhr: Lufthansa startet Schrumpfprozess - Germanwings am Boden

In der Corona-Krise streicht die Lufthansa ihre Flotte zusammen. Mindestens 42 Jets der Kerngesellschaft Lufthansa und der Eurowings sollen dauerhaft stillgelegt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zudem werden Leasingverträge für alle angemieteten Flieger gekündigt, was zusammen eine Reduzierung der Flotte mit bislang 763 Flugzeugen um rund 10 Prozent ergibt.Zudem soll der Flugbetrieb der Kölner Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen werden, wie Lufthansa mitteilte. Dies bedeute aber keineswegs, dass die rund 1400 Beschäftigten ihre Jobs verlieren, stellten Unternehmenssprecher klar.

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Flugzeuge der Lufthansa, Germanwings und Eurowings auf dem Vorfeld des Flughafens. Foto: Federico Gambarini/dpa

18.40 Uhr: Italien meldet nur geringen Anstieg bei Corona-Infizierten

In Italien verlangsamt sich der Anstieg der Corona-Infektionskurve weiter. Doch die Zahl der Todesopfer innerhalb eines Tages bleibt mit 604 hoch. Unter anderem bei den Neuinfektionen konnte der Zivilschutz in Rom am Dienstag ein Signal der Hoffnung vermelden. So kletterte die Zahl der aktuell mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in einem Tag nur noch um weniger als ein Prozent. Das war ein vergleichsweise niedriger Anstieg. Die Experten sprachen insgesamt von einem Erfolg der strikten Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Zusammengerechnet sind in Italien seit dem Ausbruch im Februar nun 135.586 Infektionsfälle registriert worden. Die Zahl der offiziellen Corona-Toten kletterte auf 17.127.

18.16 Uhr: 8858 Personen in NRW von Coronainfektion genesen

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in NRW weiter auf nun 21.825 bestätigte Fälle gestiegen. Das berichtete das Gesundheitsministerium am Dienstag - Stand 16 Uhr. Am Montagnachmittag seien es 20.814 Infizierte gewesen. Die Todesfälle im Land nahmen von 297 auf 363 gemeldete Verstorbene zu. Erstmals bezifferte das Ministerium auch die Gesamtzahl der Genesenen - das waren 8858 Personen in Nordrhein-Westfalen.

17.45 Uhr: Vier weitere Tote in OWL

Sowohl im Kreis Minden-Lübbecke als auch im Kreis Lippe sind jeweils zwei weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der in OWL insgesamt Infizierten stieg um 95 auf 2502, 30 Menschen sind gestorben. Stand ist in den meisten Fällen Dienstag, 12 Uhr. Hier ein Überblick über die Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Mehr Informationen erhalten Sie beim Klick auf die Links.

16.43 Uhr: Gerichtshof bestätigt Gottesdienstverbot wegen Corona-Pandemie

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel hat den Eilantrag eines Christen gegen das Gottesdienstverbot in der Corona-Krise abgelehnt. Dabei handele es sich zwar um eine in der jüngeren Vergangenheit beispiellose Einschränkungen der Religionsfreiheit, erklärte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Diese massiven Eingriffe seien aber durch gesetzlichen Grundlagen getragen und zur Erreichung eines legitimen Ziels, der befristeten Verhinderung weiterer Infektionen und der Gewährleistung einer möglichst umfassenden Versorgung von Covid-19-Patienten. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 892/20.N)

16.26 Uhr: Länderkonsens bei Wiedereröffnung der Schulen gefordert

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen Konsens aller 16 Bundesländer bei der bundesweiten Wiedereröffnung von Schulen und Kitas nach dem 19. April. Darauf werde Nordrhein-Westfalen bei den Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) direkt nach Ostern drängen, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. „Ich kann mir schwer vorstellen, dass wir in der Frage der Schulen und Kitas in Deutschland völlig unterschiedliche Regelungen haben.“ Mit den Länderchefs und Merkel müsse auch darüber gesprochen werden, wann der Handel und andere Bereiche wieder starten könnten.

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Eine Öffnung der Schulen soll im bundesweiten Konsens geschehen. Foto: DPA

16.10 Uhr: Interview: Muss sich der Einzelhandel mehr wehren?

Warum wehrt sich der Einzelhandel nicht stärker gegen die umstrittenen Beschränkungen während der Corona-Krise? Darüber hat Andreas Schnadwinkel mit Stefan Genth, dem Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), gesprochen. Hier geht es zum Interview.

15.45 Uhr: Mindestens bis zum Sommer keine Fußballspiele mit Publikum

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sieht keine Chance, in den nächsten Wochen zu einem normalen Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga zurückzukehren. „Eines ist klar: Ich kann mir für diese Saison keine Spiele mit Publikum mehr vorstellen“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. „Bis zum Sommer - Minimum - werden wir Spiele ohne Publikum haben - wenn wir überhaupt Spiele haben.“ Ob es Spiele in Zeiten der Corona-Pandemie geben könne, werde derzeit zwischen der Deutschen Fußball-Liga und den Ländern besprochen, sagte Laschet.

15.30 Uhr: China meldet erstmals keine neuen Toten

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat China keine neuen Todesopfer mehr gemeldet. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Am Dienstag führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Januar überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf. Insgesamt sind den offiziellen Angaben zufolge in China bislang 3331 Menschen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben gekommen, 81740 haben sich demnach nachweislich infiziert. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings deutlich höher liegen, da die Art der Erhebung immer wieder geändert worden ist und viele Fälle nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Als Zeichen, dass sich die Lage gebessert hat, sollen mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung der chinesischen Metropole Wuhan die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben werden.

14.57 Uhr: Infektionsgeschehen in NRW verlangsamt sich weiter

Die Verbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen verlangsamt sich nach Angaben von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) weiter. Am Montag habe der für die Berechnung der Dynamik des Infektionsgeschehens wichtige Verdoppelungszeitraum der Infektionszahlen bei 11,1 Tagen gelegen, sagte Laschet am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts. Im Durchschnitt liege NRW damit etwas besser als andere Bundesländer. Die Verlangsamung zeige, dass die Maßnahmen, die in NRW ergriffen worden seien, wirkten, so Laschet. „Man merkt, dass sich die Menschen an die Regeln halten.“

14.44 Uhr: Briten-Premier Johnson in „stabilem Zustand“

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben stabil. Johnson hatte die Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. Ein Regierungssprecher äußerte sich am Dienstag in London zum Zustand des Premiers. Der 55-Jährige musste bislang auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Dem Regierungschef werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er „atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung“.

14.35 Uhr: Laschet bereitet auf stufenweise Rückkehr in Normalität vor

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung in der Corona-Krise auf eine stufenweise Rückkehr in die Normalität vorbereitet. Am Mittwoch tage der Expertenrat, und es würden erste Zwischenergebnisse erwartet, sagte Laschet am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts. „Nach meiner Auffassung brauchen wir flexible Antworten“, sagte er. Derzeit werde der Schutz der Bevölkerung durch das massive Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens erreicht. Künftig werde man in Landkreisen mit einer hohen Infektionsquote wohl anders reagieren müssen als in Regionen mit weniger Infizierten. „Die Menschen müssen einen Plan erkennen“, sagte Laschet. „Wir brauchen einen Fahrplan in eine wachsame, verantwortungsvolle Normalität.“

14.20 Uhr: Waschbare Mehrweg-Schutzmasken aus OWL

Angesichts der Knappheit vor allem von medizinischen Schutzmasken in der Corona-Krise haben sich zwei Firmen aus OWL zusammengetan, um dem Mangel mit einer Mehrweg-Alternative zu begegnen. Der Textildienstleister Sitex mit Hauptsitz in Minden und der für Filter bekannte  Melitta-Konzern   machen gemeinsame Sache.

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Die Mehrwegmaske von Sitex besteht aus einem textilen Träger-Teil und einem eingelegten Spezialvlies als Filter von der Melitta-Tochter Wolf PVG. Foto: Oliver Schwabe

13.57 Uhr: 30 Corona-Fälle im Haus Bredemeier in Hövelhof

Im Hövelhofer Seniorenzentrum Haus Bredemeier ist die Testung aller Mitarbeiter abgeschlossen. Wie Geschäftsführerin Monika Stricker mitteilte, sind neben zehn Bewohnern insgesamt 20 der rund 200 Mitarbeiter der Einrichtung positiv auf Corona getestet worden.  Mehr lesen Sie hier.

13.44 Uhr: Söder erwartet Maskenpflicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken. „Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben“, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an.

13.34 Uhr: Zwei weitere Tote im Kreis Minden-Lübbecke

Die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke hat am Dienstagmittag mitgeteilt, dass zwei weitere Menschen im Mühlenkreis infolge einer Corona-Erkrankung gestorben sind. Mehr lesen Sie hier.

12.42 Uhr: mehr als 99.700 Nachweise und 1600 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag mindestens 99.700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mindestens 1633 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. 

12.06 Uhr: 21.582 Infizierte in NRW

Die Zahl der Corona-Infektionen und Todesopfer steigt auch in NRW weiter: Am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) zählte das Gesundheitsministerium für Nordrhein-Westfalen 21.582 Fälle von Covid-19 und damit rund 860 bestätigte Infektionen mehr als noch am Montagmorgen. Wie das Ministerium weiter mitteilte, nahmen auch die Todesfälle im Land zu - von 293 auf nun 347 gemeldete Verstorbene.Besonders betroffen waren die Stadt Köln, der Kreis Heinsberg und Aachen mit der Städteregion Aachen. Hohe Fallzahlen gebe es auch im Rhein-Sieg-Kreis, in den Kreisen Steinfurt und Borken sowie im Rhein-Erft-Kreis, im Kreis Mettmann und in den Städten Düsseldorf und Münster. Die Liste basiert auf behördlichen Meldungen aus den Städten und Kreisen an das Ministerium.

11.35 Uhr: Premier Johnson wegen Coronavirus auf der Intensivstation

Er gab sich nach seiner Corona-Infektion noch optimistisch, wirkte aber schon ziemlich angeschlagen.  Plötzlich hat sich Boris Johnsons Zustand so stark verschlechtert, dass er auf die Intensivstation muss. Als Premier-Vertreter hat Außenminister Raab jetzt das Sagen.

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Premierminister Boris Johnson Foto: Matt Dunham/PA Wire/dpa

10.25 Uhr: Bielefelder Unternehmen Ruf-Jugendreisen hat Stornofristen verlängert

Zahlreiche Jugendliche aus Bielefeld waren in ihrem Leben mindestens einmal mit Ruf auf Reisen, viele von ihnen haben später als Reiseleiter Jugendgruppen für Ruf betreut. Das Bielefelder Unternehmen gilt als Europas führender Veranstalter für Jugendreisen. 50.000 Elf- bis 23-Jährige pro Jahr sind mit Ruf zu 60 Zielen weltweit unterwegs, seit der Gründung 1981 insgesamt mehr als eine Million.  Welche Folgen die Corona-Pandemie für das Jugendreise-Unternehmen hat, erläutert Kristina Oehler, geschäftsführende Gesellschafterin, im Interview.

9 Uhr: Gesichtsschutz-Börse in Höxter

In diesen Krisentagen Schutzmasken zu bekommen, das ist schwierig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase aus Beverungen hört immer wieder besonders von Kranken oder Senioren aus dem Kreis Höxter, dass sie nirgendwo Mundschutz zum Schutz vor Corona bekommen können. „Da müssen wir etwas tun. Ich sehe den Mangel. Viele möchten sich selbst und andere aktiv schützen“, sagte Haase.

Er will eine Gesichtsschutz-Börse gründen, die Menschen die Möglichkeit gibt, an behelfsmäßigen Mund- und Nasenschutz zu kommen und die Sammelstellen für Masken organisiert.  Gestartet worden ist das Projekt am Montag beim DRK in Höxter. 

7.30 Uhr: Das Ende eines Rituals?

Verschwindet das fast zur Selbstverständlichkeit gewordene Händeschütteln wegen des Coronavirus gar? Wird es geradezu unhöflich, jemandem die Hand zu reichen?  Es gebe Alternativen zum Händeschütteln, sagt die Bielefelder Expertin für gutes Benehmen, Inge Wolff: „Ein fröhliches ‚Guten Morgen‘ mit einem lächelnden Gesicht ist genauso schön.“ Wolff leitet den Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI), und der hat schon vor Corona etwa bei der Schweinepest und Grippeepidemien dazu geraten, auf den Händedruck zu verzichten.

6.55 Uhr: IHK fordert Exit-Plan – Händler wollen öffnen

Die  Wirtschaft in Ostwestfalen fordert von der Politik, dass sie Pläne für einen zügigen Ausstieg aus den gegenwärtigen Einschränkungen der Bewegungs- und Gewerbefreiheit entwickelt.

6.30 Uhr: Corona-Krise: Städtetag fordert "kommunalen Rettungsschirm"

Die Corona-Krise trifft auch die Kommunen in Deutschland hart, Steuereinnahmen brechen weg, es geht um Milliarden.  Der Städtetag fordert Bundeshilfen. Müssen sonst vor Ort Schwimmbäder, Theater oder Büchereien geschlossen werden?

6.15 Uhr: UN-Sicherheitsrat soll erstmals zu Corona beraten

Die Corona-Pandemie braucht eine globale Antwort - doch der UN-Sicherheitsrat sorgt bisher mit Untätigkeit für Aufsehen.  Das könnte auch an einem geplanten hochrangigen Treffen der Vetomächte liegen.

6 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Corona - und immer neue Fragen. Ging es zu Beginn unserer Serie „Leser fragen, Experten antworten” vor allem um medizinische Aspekte,  so stehen im vierten Teil die Folgen der Corona-Krise im Mittelpunkt.

Montag, 6. April:

21.28 Uhr: britischer Premierminister auf Intensivstation

Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson hat sich verschlechtert. Er sei  auf eine Intensivstation gebracht worden, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Pesse-Agentur in London. Der 55-Jährige war am Sonntag in das St. Thomas' Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht.

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Das St. Thomas Hospital im Zentrum Londons.

21.25 Uhr: Auch Dänemark lockert Corona-Maßnahmen
Nach Österreich und Tschechien hat auch Dänemark eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen angekündigt. In einem ersten Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen null bis fünf von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden,  sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. 

20.30 Uhr: 98.700 Infektionen in ganz Deutschland

In Deutschland sind bis Montagabend mehr als 98.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag, Stand 20.15 Uhr: mehr als 95.900 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1575 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 1415). Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 25.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 444 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20.800 Fällen und mindestens 297 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 20.000 Fällen und mindestens 427 Toten.

19.16 Uhr: sieben weitere Todesfälle in OWL

Sieben weitere Menschen sind  nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Kreis Gütersloh und im Kreis Paderborn verstorben.  Im Kreis Gütersloh betreffen die fünf neuen Todesfälle nach Auskunft von Kreissprecher Jan Focken fünf Personen im Alter zwischen 79 und 95 Jahren. Hier ein Überblick über die Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Mehr Informationen erhalten Sie beim Klick auf die Links.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat am Montag 20.721 Corona-Infizierte im Land gezählt. Die Zahl der Verstorbenen in NRW erhöhte sich am Montag auf 293. Einen Tag zuvor waren es noch 258 Todesfälle.

17.28 Uhr: Online-Handel leidet massiv unter der Corona-Krise

Auch ein  Großteil der Online-Händler leidet massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit. "E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus", sagte der bevh-Präsident Gero Furchheim.

17.00 Uhr: "Wege durch das Land" erst im Spätsommer

Eigentlich wäre Anfang Mai der Auftakt für das  Literatur- und Musikfestival "Wege durch das Land" gewesen. Jetzt haben die Veranstalter beschlossen, die OWL-weiten Veranstaltungen wegen der Coronavirus-Pandemie in den Spätsommer zu verlegen.

16.45 Uhr: NRW-Schulministerin denkt in Sachen Abitur über Prüfungsalternativen nach

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) denkt darüber nach, dass die Abiturprüfungen in NRW wegen des Coronavirus in diesem Jahr doch ausfallen könnten. «Sollte ein Schulstart nach den Osterferien nicht möglich sein, müssen wir neu nachdenken», sagte die Ministerin dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Denkbar sei dann etwa, die Abiturnote aus den bereits vorhandenen Noten zu ermitteln. «Die Abiturienten haben ja zwei Drittel der Leistung bereits erbracht», sagte sie. «Ähnlich könnte man auch bei der Ermittlung der Noten bei den mittleren Abschlüssen vorgehen.»

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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP)

Die Prüfungen weiter in den Sommer zu verschieben, sei keine Option. Der Beginn der Sommerferien lasse eine weitere Verschiebung nicht zu.

Die Schulen müssten sich außerdem darauf einstellen, dass ältere und vorerkrankte Lehrer beim bislang geplanten Schulstart am 20. April erstmal noch zu Hause bleiben. «Pädagogen, die älter als 60 sind, wurden vor den Ferien vorsichtshalber schon nicht bei der Notbetreuung eingesetzt», sagte die FDP-Politikerin.

15.40 Uhr: Corona-Fall in der Freiwilligen Feuerwehr

In der Freiwilligen Feuerwehr Spenge gibt es  den ersten Corona-Fall. Auf die Einsatzfähigkeit der Spenger Wehr hat das jedoch keine Auswirkungen. „Wir hatten in letzter Zeit keinen Einsatz, sodass auch kein Kontakt bestand. Dienste und Übungen setzen wir schon länger aus“, sagt Wehrführer Thomas Reschke.

15.22 Uhr: Steinmeier hält Ostersamstag Fernsehansprache zu Corona

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Ostersamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Das hat das Bundespräsidialamt heute in Berlin mitgeteilt. Die Ansprache werde in ARD und ZDF jeweils im Anschluss an die Hauptnachrichtensendungen am Abend ausgestrahlt. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht, normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten.

14.45 Uhr: In Jena gilt jetzt Mundschutzpflicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in Jena seit heute eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Im Freien ist der Mundschutz nicht vorgeschrieben. Nach Angaben der Stadt ist auch kein medizinischer Mundschutz notwendig, es reichen selbstgenähte Masken sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken. Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es zur Begründung. Ab Freitag, 10. April, soll die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet werden.

13.50 Uhr: IHK-Präsident fordert Pläne für schrittweisen Ausstieg aus dem Shutdown

Die Wirtschaft in Ostwestfalen fordert von der Politik, dass sie Pläne für einen Ausstieg aus den gegenwärtigen Einschränkungen der Bewegungs- und Gewerbefreiheit entwickelt. „Mit jedem Tag, den der Shutdown weiter geht, wächst die Zahl der Betriebe, die die Krise nicht überleben werden“, sagte Wolf Meier-Scheuven, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, am Montag auf einer telefonischen Pressekonferenz.

12.44 Uhr: Kanzleramt: Corona-App bald einsatzbereit

Die geplante Handy-App zur Analyse der Corona-Infektionswege ist nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun sehr bald einsatzbereit - schon in den kommenden Tagen oder spätestens Wochen.

11.57 Uhr: Österreich will Anti-Corona-Maßnahmen ab 14. April lockern

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus  direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab die Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus.

11.46 Uhr: Tierheim in Paderborn: Mehr Vermittlungen als sonst

Wegen des Coronavirus  vermittelt das Tierheim in Schloß Neuhaus jetzt mehr Katzen und Hunde als sonst. Aber das ist auch der einzige positive Effekt der Pandemie. Der Wegfall von Einnahmen aus Flohmärkten und Festen bereitet ­große Sorgen.

10.12 Uhr: Regierung will zusätzliche Hilfe für Mittelstand beschließen

Die Bundesregierung will in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen in großem Umfang vor allem für den Mittelstand beschließen. Das «Corona»-Kabinett wolle ein zusätzliches Kreditprogramm verabschieden,  erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Ziel ist es, eine Pleitewelle zu verhindern und Jobs zu erhalten.

9.36 Uhr: Führt Chinas Rohstoff-Eigenbedarf zu Engpässen bei Exporten?

Die Rohstoff-Großmacht China könnte wegen neuer politischer Vorgaben und der Folgen der Corona-Krise künftig deutlich geringere Mengen an Handelspartner wie Deutschland liefern.  Dies zeigt eine Untersuchung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA).

8.46 Uhr: So planen die OWL-Vereine in der Corona-Krise

Vorbereiten auf den Tag X: Bei manchen Vereinen der Bundesliga und 2. Liga darf von Montag an wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt werden.  Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld begann bereits am Freitag damit und gehörte so zu einer kleinen Gruppe von Vereinen, die eher starten durften. Der Kontakt wurde zwar fast täglich gepflegt, doch erst am Montag kommt der Trainerstab  des Bundesligisten SC Paderborn zum ersten Mal seit dem 13. März wieder zusammen.

7.29 Uhr: An Corona-Auflagen gehalten

Trotz frühlingshaften Temperaturen: Nach Auskunft mehrerer Polizeidienststellen haben sich die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen auch am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag an die Corona-Auflagen gehalten. „Die Lipper haben sich gut verhalten, wir haben nichts zu meckern“, sagte etwa ein Sprecher der Polizei Detmold am frühen Montagmorgen.

6.58 Uhr: Osterhasen schon mit Rabatt - Kontaktverbote belasten auch die Hersteller von Spielwaren

Der Lebensmittelhandel  hat derzeit alle Hände voll zu tun. So lässt sich vermuten, dass es der Branche auch wirtschaftlich gut geht. Doch das gilt nicht für alle Bereiche. Es gibt Sortimente, da tut sich auch der Lebensmittelhandel unter den jetzigen Bedingungen des Kampfes gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus schwer.

6.23 Uhr: Corona-Krisenkabinett tagt: Beschaffung von Schutzmaterial

Das Corona-Krisenkabinett will am Vormittag voraussichtlich über Probleme bei der Beschaffung von Schutzmaterial und Hilfen für Unternehmen beraten. Engpässe gibt es in Deutschland  vor allem bei Schutzkleidung und Atemmasken.

Sonntag, 5. April:

20.47 Uhr: Die Corona-Infektionen im Überblick:

18.13 Uhr: Mathilden-Hospital in Herford: Patienten infiziert

Nicht nur Mitarbeiter, auch die ersten Patienten sind im Mathilden-Hospital mit dem Coronavirus infiziert. „Es handelt sich um fünf Personen, sie werden isoliert von allen anderen versorgt“, sagt Geschäftsführer Dr. Georg Rüter. Die Zahl der infizierten Mitarbeiter ist von acht auf zwölf gestiegen. „Auf einer Station, aber nur auf dieser, haben wir mit dem Virus ein Problem.“

17.54 Uhr: MdB Carsten Linnemann (CDU) warnt vor Corona-Bonds 

Der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,  Carsten Linnemann aus Paderborn, spricht sich gegen Corona-Bonds aus.  In der Montagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES warnt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, vor "milliardenschweren Umverteilungsinstrumenten, bei denen drohe, dass sie dauerhaft bleiben".

16.38 Uhr: 481 Personen im Kreis Gütersloh infiziert

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 5. April, 12 Uhr, insgesamt 481 (Vortag: 470) laborbestätigte Coronainfektionen.

15.58 Uhr: Eine Bewohnerin des Hövelhofer Altenzentrums verstorben

Bereits am Samstag ist eine  Bewohnerin des Hövelhofer Caritas-Altenzentrums Haus Bredemeier verstorben. Das teilte die Gemeinde am Sonntagnachmittag mit. Am Freitag hatte sich der Zustand der 85-jährigen Bewohnerin, bei der das Virus nachgewiesen worden war, deutlich verschlechtert. Sie wurde in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert, wo sie wenig später starb.  Bereits am 27. März waren in den Altenheim erste Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern bekannt geworden.

15.07 Uhr: Regierung ruft zu Einhaltung der Kontaktverbote auf

Angesichts des Frühlingswetters warnt die Bundesregierung die Bürger, im Kampf gegen das Coronavirus auch über Ostern unbedingt die  Kontaktverbote einzuhalten.

14.30 Uhr: 222 Infizierte in Bielefeld

222 Menschen in Bielefeld sind bislang positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind Stand Sonntagmittag 13 mehr als noch am Samstag.

13.26 Uhr: Autohandel - „Nicht alle werden überleben“

Verrückte Welt: Im Baumarkt stehen die Menschen mit Sicherheitsabstand in einer Warteschlange, doch auf der anderen Straßenseite darf das Autohaus nicht öffnen. Die Autohändler sind in großer Sorge. Bernd Hillebrand vom gleich­namigen Autohaus am Frankfurter Weg in Paderborn ist sicher: „Diese Krise werden einige Autohäuser nicht überleben.“  Hier geht es zum Bericht.

12.55 Uhr: Englischer Fußball in der Kritik - «Muss Teil beitragen»

Nirgendwo im Fußball wird so viel Geld umgesetzt wie in England. Und trotzdem halten Spieler wie Clubs während der Corona-Krise ihr Geld lieber beisammen. Die Kritik ist groß.  Mehr hier

12.36 Uhr: Gut 20.500 Corona-Infektionen in NRW - 258 Patienten gestorben

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntag auf 20 523 gestiegen. Damit erhöhte sich die Zahl innerhalb von 24 Stunden (von Samstag bis Sonntag jeweils 11.30 Uhr) um gut 1100 Fälle, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. 258 Menschen in NRW sind bisher an der Krankheit Covid-19 gestorben - das ist ein Anstieg um acht im Vergleich zum Vortag. 

Das NRW-Gesundheitsministerium führt eigenen Angaben nach bisher keine Statistik über genesene Corona-Patienten. Am Wochenende veröffentlicht das Gesundheitsministerium einmal am Tag um 11.30 Uhr die Fallzahlen und werktags zweimal - jeweils morgens und nachmittags. 

12.04: Kanzleramt: Zeit mit höchsten Infektionszahlen noch vor uns

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont,  dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe.

Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, «uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten», sagte Braun der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns.» Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine «Verdoppelung alle drei Tage» gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, sagte Braun dem Blatt. «Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage.»

10.41 Uhr: Mehr als 91.300 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1300 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 91.384 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.30 Uhr: 85.559 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Mindestens 1318 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.30 Uhr: 1154). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 23.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 370 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 19.400 Fällen und mindestens 250 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 176,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 109,9. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.35 Uhr: Was Promis während der Corona-Krise zuhause anstellen

Keine Dreharbeiten, keine Auftritte: während der Corona-Krise sitzen auch Promis zuhause fest. Viele kommen dabei auf witzige Ideen, sammeln Spenden oder helfen einfallsreich.  Hier gibt es einen Überblick.

10.20 Uhr: Trump schwört USA auf harte Zeiten ein

US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie  auf harte Zeiten eingeschworen. Es werde in den nächsten zwei Wochen «viele Tote geben, leider», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump. Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben. Die Zahl der bekannten Infektionen überschritt die Marke von 300.000 - deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt.

9.36 Uhr: Schalke-Boss Tönnies: „Saisonabbruch wäre der Super-GAU“

Der Schalker Aufsichtsratschef und Fleischunternehmer Clemens Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) rechnet im Fall eines Saisonabbruchs in der Fußball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie mit dramatischen Folgen. „Ein Saisonabbruch wäre der Super-GAU“, sagte der 63-Jährige der „Welt am Sonntag“. „Dann würden wir so manchen Verein nächste Saison nicht wiedersehen, befürchte ich.“ Er mache sich derzeit „große Sorgen“ um den FC Schalke und den gesamten Fußball, „weil keiner genau weiß, mit welchem Szenario wir planen können“. 

Die Bundesliga pausiert wegen der Corona-Krise bis mindestens zum 30. April, anschließend könnten die verbleibenden Partien als Geisterspiele ausgetragen werden. „Das müssen wir akzeptieren, auch wenn die Atmosphäre in den Stadien natürlich brutal fehlt“, sagte Tönnies. „Aber es ist wichtig, dass nach den richtigen Maßnahmen, die ergriffen wurden, endlich wieder gespielt wird.“ Er halte das Risiko dabei für „kalkulierbar“, wenn ordentlich getestet werde.

9.31 Uhr: Von der Leyen für «Marshall-Plan» nach der Krise

Trotz aller Hilfemaßnahmen muss Europa mehr Geld für die Zeit nach der Corona-Krise in die Hand nehmen. Aus diesem Grund sprach sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für massive Investitionen in den EU-Haushalt aus.

«Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa», schreibt sie in einem Gastbeitrag für die «Welt am Sonntag». Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.  Mehr hier.

9.17 Uhr: Bielefeld - Schutzausrüstung für Zahnärzte wird knapp

Knapp 200 Zahnärzte gibt es in Bielefeld. Sie gehören zu einer der​ durch das Coronavirus  am meisten gefährdeten Berufsgruppen. Denn ihr Arbeitsbereich ist der Mund - direkt neben dem oberen Rachenraum, in dem die Krankheitserreger bereits lauern. Bestimmte Behandlungen nehmen sie daher derzeit nicht vor.

Denn es hapert an Schutzmasken, Handschuhen und Brillen, teils auch an Desinfektionsmitteln. Nachbestellungen seien aktuell schwierig, sagt Dr. Jost Rieckesmann, in Bielefeld als Zahnarzt niedergelassen und Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.

8.34 Uhr: Debatte um Beschaffung von Schutzkleidung geht weiter

Schutzmasken werden in der Corona-Krise dringend gebraucht.  Für ihre Beschaffung fordert die FDP eine Luftbrücke. Die CSU setzt auf eine nationale Notfallproduktion. Andere bitten die Bundeswehr um Hilfe.

7.52 Uhr: Experten äußern Kritik an geplantem NRW-Epidemie-Gesetz

Das von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Epidemie-Gesetz für NRW ist bei Experten auch auf Kritik und Skepsis gestoßen. In Stellungnahmen für eine Anhörung im Gesundheitsausschuss des Landtags am kommenden Montag (6. April) äußerten Vertreter von Pflegern, Ärzten, Gewerkschaften und Kommunen sowie Rechtswissenschaftler Bedenken. CDU und FDP wollten angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eigentlich einen Gesetzesentwurf mit weitgehenden Regierungsbefugnissen schon vor einigen Tagen im Eiltempo durch Landtag bringen. Die Opposition bremste das aber zunächst aus. 

Der Entwurf sieht unter anderem Zwangsverpflichtungen von Ärzten und Pflegern im Notfall vor. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. 

7.48 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in den USA steigt auf mehr als 300.000

n den USA gibt es inzwischen  mehr als 300.000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Samstagnachmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor.

Knapp 8200 Menschen starben demnach in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

7.30 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

Samstag, 4. April:

20.45 Uhr: Beschränkungen werden weitgehend eingehalten

Trotz des frühlingshaften Wetters haben die meisten Bürger in Deutschland am Samstag die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie befolgt.In Nordrhein-Westfalen gingen bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen Zehntausende in Parks und Innenstädten, an Flüssen und Seen spazieren.  Die meisten hielten sich dabei an die Auflagen, sich maximal zu zweit in der Öffentlichkeit zu treffen und Abstand zu halten. Polizei und Ordnungsämter überwachten das Geschehen mit großem Personaleinsatz - in Düsseldorf auch mit einer Drohne aus der Luft. An besonders beliebten Naherholungszielen hatten die Städte vorgesorgt. So hatte die Stadt Dortmund ihre Bürger gebeten, sich am Phoenix-See nur im Uhrzeigersinn um den See zu bewegen, um enge Begegnungen zu vermeiden.

18.57 Uhr: Industrie fordert Lockerung von Bürokratie-Fristen

Die Industrie fordert wegen der Corona-Krise, Fristvorgaben und Informationspflichten für Unternehmen zu lockern. «Die Unternehmen kommen schon in normalen Zeiten mit den zahlreichen Melde-, Prüf- und Anzeigepflichten kaum zurecht», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, der Zeitung «Welt am Sonntag». «In der jetzigen Krise sind sie kaum zu schaffen, wenn die Politik an den starren Abgabefristen festhält.»

18.29 Uhr: 17 Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Nach den Zahlen der Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe von diesem Samstag liegt bei insgesamt 2123 Menschen in der Region eine bestätigte Coronavirus-Infektion vor. 17 Menschen sind verstorben – darunter ein 63-Jähriger, der im Klinikum Lippe behandelt wurde. Hier ein Überblick über die Zahl der Infektionen in den einzelnen Kreisen mit einem Vergleich zum Vortag. Weitere Infos erhalten Sie bei einem Klick auf die Links.

17.33 Uhr: Kaum noch Passagiere an Berliner Flughäfen

Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Wie aus dem Verkehrsbericht März hervorgeht, betrug der Rückgang bei den Fluggästen auf den ganzen Monat betrachtet fast zwei Drittel (64,7 Prozent).

15.30 Uhr: Vierter Mensch stirbt im Kreis Gütersloh an Corona

Im Kreis Gütersloh ist ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, ob Vorerkrankungen vorlagen und aus welcher Kommune der Mensch stammte, teilte der Kreis aber nicht mit.

14.29 Uhr: Noch 40.000 Reisende im Ausland

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland befinden. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium der «Rheinischen Post» mit.

13.20 Uhr: 209 Corona-Fälle in Bielefeld

Die Stadt Bielefeld hat erneut einen Anstieg der Corona-Fälle vermeldet. Seit Freitagmittag ist die Zahl von 200 auf 209 (Stand: Samstag, 12 Uhr) gestiegen. Weiterhin heißt es in der Mitteilung, dass 86 Personen mittlerweile genesen sind.

13.04 Uhr: Opposition fordert mehr Koordination bei Masken-Produktion

Angesichts der  Beschaffungsprobleme bei Schutzkleidung und Medikamenten werfen die Grünen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schwere Versäumnisse in der Corona-Krise vor.

12.18 Uhr: Versicherer kommen Kunden in der Krise entgegen

Große Versicherer kommen ihren Kunden in der Corona-Krise entgegen. Der Marktführer Allianz erweitert in mehreren Bereichen den Umfang seiner Policen, und will sich bei Zahlungsschwierigkeiten seiner Kunden kulant zeigen.

«Die Botschaft ist: Wir sind da», sagte Bernd Heinemann, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur. Das Münchner Unternehmen hat in Deutschland mehr als 20 Millionen Kunden, Nummer zwei ist die Generali-Gruppe mit 10 Millionen. Der italienische Konzern richtet nun auch in Deutschland einen Nothilfefonds in Höhe von 30 Millionen Euro ein, der vor allem für Firmenkunden und «junge Geschäftspartner» gedacht ist, wie die ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt beheimatete deutsche Generali mitteilte.

12.06 Uhr: SC Paderborn spart mehr als eine Millionen Euro

Die Profis des SC Paderborn und alle Mitarbeiter verzichten auf einen Teil ihres Gehalts, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken.  Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen wird die Vereinbarung bei dem Fußball-Bundesligisten zunächst bis zum 30. Juni laufen. Die Ersparnis soll bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen. 

Manager Martin Przondziono wollte am Freitag keine Angaben zur Größenordnung machen. Der 50-Jährige beschrieb die Verhandlungen mit dem Spielerrat (Christian Strohdiek, Uwe Hünemeier, Leopold Zingerle, Sebastian Schonlau und Klaus Gjasula) als sehr offen und konstruktiv. Warum die Vereinbarung im Vergleich zu anderen Erstligisten erst relativ spät zustande kam, begründete er so: „Viele unserer Jungs waren in Quarantäne und sind zum Teil auch gar nicht vor Ort. Da war die Kontaktaufnahme in einigen Fällen nicht so einfach.“

11.20 Uhr: Mehr als 85.500 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 1150 Tote

In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 85.559 Infektionen (Vortag Stand 11.00: mehr als 80.500 Infektionen) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18 500 Fällen und mindestens 224 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 160,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 102,9. 

Mindestens 1154 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 1022) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

11.04 Uhr: Osterferien beginnen in NRW mit leeren Straßen

Die Osterferien haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen mit leeren Straßen begonnen. Landesweit meldete der WDR um kurz nach 10.00 Uhr morgens gerade einen Kilometer Stau. Normalerweise gibt es zum Ferienbeginn volle Straßen und Verkehrsbehinderungen vor allem in Richtung Süden und Westen in die Niederlande und Belgien. NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hatte am Vortag ausdrücklich appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten. 

Das betreffe nicht nur Reisen und Tagesausflüge innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern auch die beliebten Reisen in die Niederlande und nach Belgien. Offiziell verboten seien Urlaube in den Nachbarländer zwar nicht. „Aber Sie haben natürlich keine Möglichkeit Ihren Urlaub da zu verbringen, weil Sie nirgendwo hingehen können“, hatte Holthoff-Pförtner gesagt.

10.50 Uhr: Mehr häusliche Gewalt vor allem in Städten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht vor allem in den Städten die Gefahr  einer Zunahme häuslicher Gewalt im Zuge der Corona-Krise.

«Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Aus ländlichen Regionen, wo es mehr Möglichkeiten gebe, raus zu gehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. «Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen», sagte Giffey. Bereits in der vergangenen Woche habe sie aber aus Berlin die Rückmeldung bekommen, dass die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent gestiegen seien.

9.45 Uhr: Armine Amos Pieper spricht über das Leben eines Profis in der Corona-Krise

Amos Pieper kann sich über Langeweile in der Corona-Krise nicht beklagen. Der Abwehrspieler von Arminia Bielefeld hat im Herbst ein Fernstudium begonnen.  Im Video-Interview spricht der 22 Jahre alte Profi des Zweitliga-Tabellenführers über die Zwangspause, Wirtschaftspsychologie und ein Regal, das nun endlich steht.

9.10 Uhr: Die Kurve flacht auch in Bielefeld etwas ab

In der Zeit vom 20. bis 26. März hatte sich die Zahl der Corona-Fälle in Bielefeld verdoppelt, in der Woche von 27. März bis 2. April lag die Steigerung nur noch bei 46 Prozent. „Es gibt ein deutliches Abflachen der Kurve. Ein Grund zur Entspannung ist das aber noch nicht”, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Chef des städtischen Krisenstabs. Noch immer könne es sich dabei um eine Momentaufnahme handeln.  Mehr hier. 

9.00 Uhr: Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Zum Auftakt der Osterferien appellieren Politiker an die Menschen, das Kontaktverbot weiter einzuhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.  Mehr hier 

8.43 Uhr: Linke und Grüne kritisieren Reisebeschränkung in Deutschland

Die Linke im Bundestag lehnt die teilweise angeordneten Einreisebeschränkungen innerhalb Deutschlands zur Eindämmung der Corona-Krise ab.

Der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag), zwar seien die allgemeinen Kontaktsperren richtig. «Aber an den Bundesländern Grenzen hochzuziehen und zu sagen, die einen dürfen sich mal einen Tag am Meer von ihrem Alltag in der Wohnung erholen und die anderen nicht - das geht zu weit. Wohin soll das führen?» Wer den Mindestabstand wahre und sich verantwortungsvoll verhalte, solle spazieren gehen dürfen, ohne Probleme mit der Polizei zu bekommen - egal ob im Wald, im Park oder am Meer, sagte Korte.

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, sagte dem RND, nötig seien bundeseinheitliche Regelungen. « Wir brauchen ein schlüssiges und transparentes Gesamtkonzept. Wir brauchen keine Kleinstaaterei.»

8.11 Uhr: Abmahnungen für „Mundschutz“

Firmen und Private, die in der Corona-Krise „Schutzmasken“ herstellen, laufen Gefahr, Abmahnbriefe von Anwälten zu erhalten. Der Fernsehsender NTV berichtet von solchen Fällen insbesondere in Bayern. Näherinnen, die selbst genähte Masken etwa über Ebay anbieten, soll es ebenso ergangen sein.

ustiziabel kann ein Angebot sein, wenn es gegen das Medizinproduktegesetz verstößt. Es soll verhindern, dass Kranke mit falschen Versprechungen zum Erwerb von Produkten verführt werden. Deshalb darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass ein Produkt eine Wirkung erzielt, die nicht nachweisbar ist.  So darf nicht einfach behauptet werden, eine Maske schütze vor dem Coronavirus.

8.07 Uhr: Deutlich weniger Unfalltote in NRW

Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr ist in Nordrhein-Westfalen im März - vermutlich bedingt durch die Corona-Krise - deutlich gesunken. Lediglich 23 Menschen kam im vergangenen Monat im Land bei Verkehrsunfällen ums Leben, teilte ein Polizeisprecher in Duisburg auf dpa-Anfrage mit. Im März 2019 seien es 37 Tote gewesen. Der Rückgang beträgt somit 38 Prozent. 

Die Corona-Krise führe zu einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen. Die Polizei warnte davor, die freieren Straßen zu nutzen, um zu rasen. Die Tempokontrollen seien keineswegs ausgesetzt. Die Polizei schreite konsequent ein.

8.01 Uhr: Mehr als 85.100 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 1100 Tote

In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 85.100 Infektionen (Vortag Stand 20.00 Uhr: mehr als 79.400) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit. 

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18.500 Fällen und mindestens 224 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 160,3 die meisten Infektionen.

7.50 Uhr: Grafik - Die am stärkten von Covid-19 betroffenen Länder

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