Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Stechmücken übertragen das Coronavirus nicht - Corona räumt die E-Scooter-Branche auf

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus verändert die Welt: Deutschlands Grenzen sind teilweise geschlossen. Hunderttausende Betriebe sind in Kurzarbeit. Erste Lockerungen sind erfolgt. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Sonntag, 10.05.2020, 06:01 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 17:52 Uhr
Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt: Coronavirus-Newsblog: Stechmücken übertragen das Coronavirus nicht -...
Symbolbild. Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt.

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier.

Archiv:

Lesen Sie hier Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März)hier  Teil 2 (15. März bis 6. April) und hier Teil 3 (6. April bis 30. April)

 

NEWSBLOG

Sonntag, 10. Mai

10.54 Uhr: Elon Musk will wegen Corona-Frust Teslas Firmensitz verlegen

Tesla-Chef Elon Musk will den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers wegen anhaltender Corona-Beschränkungen in Kalifornien in einen anderen US-Bundesstaat verlegen. Tesla werde die Zentrale und kommende Unternehmungen «sofort» nach Texas oder Nevada verlegen, schrieb Musk auf Twitter. «Ehrlich, das ist das i-Tüpfelchen», schrieb er in Bezug auf Auflagen des Bezirks Alameda bei San Francisco, die eine Wiedereröffnung der dortigen Tesla-Fabrik vor Juni verhindern würden.

10.18 Uhr: Stechmücken übertragen das Coronavirus nicht

Von Stechmücken geht in der Corona-Pandemie nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr aus. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 werde durch Tröpfcheninfektion übertragen - mit dem Stich einer Mücke könne das Virus nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht in den Körper gelangen, sagte Mücken-Expertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) der Deutschen Presse-Agentur.

9.13 Uhr: Geflüchtete mit Masken versorgt

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Runden Tisches Flüchtlingshilfe Lübbecke haben die Bewohner der Hausstätte mit Masken ausgestattet. „Die Mitarbeiter haben sich verständlicherweise große Sorgen gemacht, inwieweit die Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus in der Hausstätte eingehalten werden können. Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass die Bewohner über hinreichend Informationen bezüglich notwendiger Verhaltensweisen verfügen und sehr umsichtig und verantwortungsvoll miteinander umgehen“, sagt Marie-Luise Bernotat.

8.28 Uhr: DFL: Fall Dynamo stellt Fortführung im Moment nicht in Frage

Der Quarantäne-Fall Dynamo Dresden bringt die ersten Pläne zum Neustart der 1. und 2. Bundesliga bereits durcheinander. Obwohl die Mannschaft des Tabellenletzten nach zwei weiteren positiven Corona-Tests zwei Wochen weder spielen noch trainieren darf, sieht die Deutsche Fußball Liga den Neustart im Unterhaus aber derzeit nicht in Gefahr. «Wenn Dresden jetzt 14 Tage in die Quarantäne geht, dann ist das für den Moment noch kein Grund, die Fortführung der Zweiten Liga komplett in Frage zu stellen», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Samstagabend im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF.

8.11 Uhr: Stille in der Leitstelle

Es ist eine Stille, wie man sie derzeit häufiger erlebt: wenige Menschen, wenige Autos. Auf dem Parkplatz der Feuerwehrzentrale und Kreis-Leitstelle in Eilshausen wirkt diese ruhige Atmosphäre dennoch befremdlich, auch jetzt noch. Denn hier geht es fast immer um schnelle Lösungen, an denen viele Menschen beteiligt sind. Doch ein Blick in die Zentrale verdeutlicht: Die Sicherheit im Kreis Herford ist gewährleistet – auch oder gerade in der Corona-Krise.

8.06 Uhr: Corona räumt die E-Scooter-Branche auf

Gerade lieferte sich die E-Scooter-Branche noch einen Wettlauf, wer am schnellsten Stadt für Stadt seinem Netz hinzufügt, jetzt hat die Corona-Krise eine abrupte Vollbremsung verursacht.  Viele Anbieter haben ihre Dienste vorübergehend gestoppt oder zumindest ausgedünnt. Auch Kündigungen gab es schon.

8.04 Uhr: Umstrittene Corona-Lockerungen in Spanien

In halb Spanien werden am Montag die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie gelockert. Die Entscheidung der linken Zentralregierung sorgt indes nicht nur in jenen Regionen für Unmut, die vorerst noch nicht in den Genuss der Lockerungen kommen. Auch auf Mallorca sind die Einwohner unzufrieden, obwohl dort Hotels erstmals seit zwei Monaten wieder öffnen und Restaurants und Bars im Außenbereich wieder Gäste bewirten dürfen. «Allein: Es fehlt die Kundschaft», schrieb die «Mallorca Zeitung». Das Wochenblatt prophezeite am Wochenende, deshalb würden «so gut wie alle Häuser» auch am Montag geschlossen bleiben.

Samstag, 9. Mai

21.30 Uhr: Dynamo Dresden für zwei Wochen in Quarantäne

Eine Woche vor dem geplanten Anpfiff für die Restsaison der 1. und 2. Fußball-Bundesliga haben die Hoffnungen auf einen noch einigermaßen geordneten Verlauf der ausstehenden Spielzeit in Corona-Zeiten einen schweren Rückschlag erhalten.

Die komplette Mannschaft der SG Dynamo Dresden, der Trainer- und auch der Betreuerstab mussten nach zwei weiteren positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 in häusliche Quarantäne für 14 Tage. Damit kann die Partie der stark abstiegsbedrohten Sachsen in der 2. Liga am 17. Mai bei Hannover 96 nicht stattfinden.

21.15 Uhr: RKI: Reproduktionszahl steigt wieder über 1

Nachdem die wichtige Reproduktionszahl lange gesunken war, verzeichnet das Robert-Koch-Institut nun einen Anstieg über einen kritischen Wert. Für eine Bewertung der Neuinfektionen sei es aber noch zu früh.

19.40 Uhr: Auch in OWL: Demo gegen Corona-Regeln

50 Demonstranten fanden sich am Samstagnachmittag auf dem Kesselbrink in Bielefeld ein und pochten auf ihre im Grundgesetz verbürgten Grundrechte, die sie durch die Maßnahmen im Kampf gegen den Coronavirus gefährdet sahen.

19 Uhr: Drittliga-Neustart am 26. Mai?

Einem Bericht der «Sportschau» zufolge plant der DFB die Saisonfortsetzung in der 3. Liga schon für den 26. Mai. Auf die Clubs scheinen arbeitsreiche Tage zuzukommen. Die kurzfristige Umsetzung der Hygienekonzepte ist für viele nicht möglich. 

18.05 Uhr: Bäckereien in Bielefeld starten wieder den Cafébetrieb

Neben den Restaurants dürfen von Montag an auch die Bäckereien wieder ihre angeschlossenen Cafés öffnen.

18 Uhr: Bahngewerkschaft: Fahrgastzahl erholt sich frühestens 2022

Die Deutsche Bahn muss sich aus Sicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf eine längere Durststrecke einstellen. Es werde mehrere Jahre dauern, bis sich im Fernverkehr die Fahrgastzahlen erholen, sagte der kommissarische EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel der Deutschen Presse-Agentur.

17.45 Uhr: Trotz Krise bislang wenig Stellenabbau im Mittelstand

Der deutsche Mittelstand zeigt sich trotz herber Einbußen infolge der Corona-Pandemie bislang insgesamt robust. 

Jedes fünfte Unternehmen hat bereits Förderkredite beantragt (21 Prozent), mehr als die Hälfte hat Mitarbeiter in Kurzarbeit (54,5 Prozent), aber bislang baut nur knapp jeder zehnte Mittelständler (8,2 Prozent) Stellen ab.

17.20 Uhr: Rund 30 Festnahmen bei Demonstration in Berlin

Erneut gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen. In mehreren deutschen Städten protestieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. 

Den Demonstranten ginge es um den Schutz der Grundrechte. Nach Berichten von Augenzeugen warfen die Demonstranten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie der Politik und auch Medizinern vor, Panikmache zu betreiben und die Grundrechte der Bevölkerung zu beschneiden. Auch Impfgegner waren unter den Demonstranten.

Bei einer Veranstaltung vor dem Berliner Reichstagsgebäude wurden etwa 30 Menschen festgenommen. Dabei ging es vor allem um die Feststellung der Personalien, weil trotz der Ansage der Polizei zu viele Menschen auf dem Platz vor dem Reichstag waren oder der Mindestabstand nicht eingehalten wurde.

Bei der Demonstration vor dem Reichstagsgebäude wurde die Grenze von 50 Teilnehmern überschritten.
Foto: dpa

16.30 Uhr: Infektionszahlen in OWL

Bielefeld:  Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Bielefeld bis zum Samstag nicht angestiegen. Stand jetzt sind weiterhin 387 Bielefelderinnen und Bielefelder positiv getestet worden. Das ist keine Veränderung zum Vortag. Von den positiv Getesteten sind mittlerweile 340 Menschen genesen. Die Neuinfektionsrate der letzten sieben Tage beziffert sich somit auf 2,4 pro 100.000 Einwohner. Das entspricht acht Neuinfizierten in einer Woche. 

Kreis Paderborn:  Im Kreis Paderborn hat sich gegenüber dem Vortag ein weiterer Mensch in Hövelhof mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionsfälle um einen Fall auf 596. Davon sind 484 Menschen wieder genesen. Sechs  Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, fünf befinden sich auf der Intensivstation. 

Kreis Höxter:  Im Kreis Höxter ist die Zahl der Corona-Toten an diesem Samstag um zwei Menschen auf 15 angestiegen. Das gab die Kreisverwaltung in ihrer Tagesübersicht bekannt. Bei 315 getesteten Menschen ist inzwischen eine Infektion nachgewiesen worden – einer mehr als am Donnerstag. 245 (+2) gelten als genesen. Die Anzahl der Infektionen betrug am Samstag 55 (-3) Personen beträgt.

Kreis Minden-Lübbecke: Die Anzahl der am Coronavirus erkrankten Personen im Kreis Minden-Lübbecke ist von Freitag auf Samstag um eine Person gesunken. Derzeit sind 64 Personen infiziert. Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge am Samstag mitteilt, gibt es insgesamt 451 durch Labortests bestätigte Fälle. 380 Personen gelten als wieder genesen, eine Person mehr als am Freitag. Sieben Personen sind bislang mit dem Coronavirus verstorben. 

Kreis Lippe: Im Kreis Lippe gibt es insgesamt 737 bestätigte Coronafälle – damit sind fünf weitere Infektionen bekannt. 569 Personen sind wieder genesen, vier mehr als noch am Vortag. 29 Personen sind verstorben. Somit sind aktuell 139 Personen in Lippe mit dem Coronavirus infiziert.

15.07 Uhr: Büren friert Haushalt ein

Unter besonderen Bedingungen hat erstmals seit Beginn der Corona-Krise am Donnerstag auch der Bürener Rat wieder getagt. Um die Abstandsregelungen einhalten zu können, wichen Ratsmitglieder und Verwaltung in den Theatersaal der Stadthalle aus.

13.41 Uhr: Spielhallen dürfen ab Montag öffnen

Nicht nur Gaststätten, auch Spielhallen und Spielotheken dürfen vom Montag, 11. Mai, an in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. Voraussetzung ist allerdings neben den üblichen Hygiene- und Abstandsvorschriften, dass nur Automatenspiele angeboten werden. Spielbanken mit Roulettetischen und ähnlichen Angeboten müssen weiter geschlossen bleiben.

12.37 Uhr: Müller+Müller produzieren Glasfläschchen für Covid-19-Impfstoff

Noch gibt es gegen das Coronavirus keinen Impfstoff. Die Entwicklung läuft weltweit auf Hochtouren, erste Versuche und klinische Studien sind bereits gestartet. Doch trotz der intensiven Forschung dürfte es noch einige Zeit dauern, bis ein Impfstoff auf den Markt kommt. Das Unternehmen Müller+Müller aus Holzminden steht bereit, um schnell Millionen Fläschchen für den Impfstoff gegen Covid-19 liefern zu können.

12.27 Uhr: Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern öffnen für Gäste

Seit mehreren Wochen sind die Restaurants in ganz Deutschland wegen des Corona-Virus geschlossen, nun dürfen in Mecklenburg-Vorpommern von Samstag an die Betriebe als bundesweite Vorreiter wieder öffnen.Dabei ging der Präsident des regionalen Branchenverbands Dehoga MV, Lars Schwarz, davon aus, dass zunächst etwa ein Drittel der Wirte an der Ostseeküste oder an der Mecklenburgischen Seenplatte diese Gelegenheit nutzen wird.

12.06 Uhr: Corona-Krise hat kreatives Potenzial freigesetzt

Langeweile macht kreativ: Seit der Corona-Zwangspause sind bei dem Rekord-Institut für Deutschland (RID) zahlreiche Rekordversuche angemeldet worden. «Vor allem bei den Einzelrekorden haben viele Menschen versucht, in den eigenen vier Wände neue Rekorde aufzustellen», sagte RID-Geschäftsführer Olaf Kuchenbecker der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

12.01 Uhr: Clausen: „Corona ist nicht vorbei!“

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen wendet sich in Zeiten weiterer Corona-Lockerungen mit einer Video-Botschaft an die Bürger.

11.31 Uhr: Laschet fordert Grenzöffnung zu Frankreich

In der Debatte über die in der Corona-Krise verhängten Grenzkontrollen wächst der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Nach anderen Länderchefs verlangte auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Kontrollen an der deutsch-französische Grenzen möglichst schon Anfang nächster Woche aufzuheben. Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte die Kontrollen in einem dpa-Interview eine Gefahr für den Binnenmarkt.

10.24 Uhr: NRW: Altenheime dürfen schon am Samstag für Besucher öffnen

In Nordrhein-Westfalen sind Besuche in Alten- und Pflegeheimen bereits ab diesem Samstag möglich. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums. «Das ermöglicht den Heimen, Besucherströme am Muttertagswochenende besser zu steuern und kann letztlich für eine Entlastung sorgen», sagte er. Zuvor hatte der WDR berichtet. Laut Verordnung darf jeder Bewohner maximal einen Besuch pro Tag empfangen - maximal zwei Personen.

9.44 Uhr: Corona-Massentests in NRW-Schlachthöfen

Als Konsequenz aus dem Corona-Ausbruch im Westfleisch-Schlachthof im münsterländischen Coesfeld hat die NRW-Landesregierung den Betrieb am Freitag vorübergehend geschlossen. Das hat Landesgesundheitsminister Karl-Jo­sef Laumann (CDU) mitgeteilt. Bereits am Vormittag hatte die Staatskanzlei die fünf Bezirksregierungen im Land angewiesen, die Beschäftigten aller 35 Großschlachtereien in NRW auf mögliche Infektionen mit dem Coronavirus zu testen. Dies gelte insbesondere für alle Mitar­bei­ter, die mit einem Werkvertrag ausgestattet sind, heißt es in der Anweisung, die un­serer Zeitung vorliegt. Laumann geht von bis zu 20.000 zu testenden Personen aus.

9.18 Uhr: Digitales Schützenfest

Für viele Dörfer und Städte in Nordrhein-Westfalen zählt das Schützenfest im Sommer zu den Jahreshöhepunkten. Das Coronavirus stoppt die Feierlaune. Doch so mancher Verein sucht nun nach digitalen Wegen. Auch in diesem Jahr floss er reichlich, der Kräuterschnaps zum Schützenfest in Wesel-Bislich. Nur eben nicht in großer Runde von Hofstaat, Schützenbrüdern und hunderten Gästen, sondern privat allein – und nur virtuell gemeinsam. Denn das Coronavirus hat das große Fest im 2800-Seelen-Ort in diesem Jahr gestoppt – wie ungezählte andere kleinere und größere Schützenfeste in den kommenden Monaten auch.

9.05 Uhr: Einstieg in den Absturz

Deutschlands Exporteure haben den Beginn der Corona-Krise im März deutlich zu spüren bekommen. Saisonbereinigt brachen die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 11,8 Prozent ein, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. „Die Corona-Krise beginnt im Außenhandel beispiellose Spuren zu hinterlassen“, sagte Holger Bingmann, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA. Für die kommenden Monate rechnen Außenhandelsverband und Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit noch stärkeren Rückgängen.

8.24 Uhr: „Der Impfstoff ist die Lösung“

Weltweit suchen Forscher in mehr als 100 Projekten nach einem Mittel gegen den Erreger der neuen Infektionskrankheit Covid-19. Vor allem ein Impfstoff wird sehnlichst erwartet. Über dessen Zulassung entscheidet maßgeblich das im hessischen Langen ansässige Paul-Ehrlich- Institut. Mit dem Präsidenten der Bundesbehörde, Klaus Cichutek, sprach Philipp Jacobs.

8.23 Uhr: Sprecherin von US-Vizepräsident mit Coronavirus infiziert

Nach einem Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump ist nun auch die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, mit dem Coronavirus infiziert. Es gehe ihr gut und sie freue sich, bald wieder zurück zur Arbeit zu kommen, schrieb sie am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter. Miller, die mit Trumps einflussreichem Berater Stephen Miller verheiratet ist, war zuletzt auch in Kontakt mit dem Vizepräsidenten, Journalisten und ranghohen Beamten gewesen.

8.21 Uhr: Magier Roy Horn an Covid-19-Erkrankung gestorben

Durch ihre Auftritte mit Tigern und Löwen wurden die deutschen Magier Roy Horn und Siegfried Fischbacher weltberühmt. Die Karriere von «Siegfried & Roy» endete, als Horn 2003 lebensgefährlich verletzt wurde - nun ist er mit 75 Jahren an Covid-19 gestorben. «Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren», sagte Fischbacher (80) in einer Mitteilung. «Schon bei unser ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.»

Freitag, 8. Mai

21.01 Uhr: Brüssel für Verlängerung des Einreisestopps in die EU

Die weitreichenden Einreisebeschränkungen in die EU wegen der Corona-Krise sollten aus Sicht der EU-Kommission um weitere 30 Tage bis zum 15. Juni verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Freitag vor. Die Lage in Europa und weltweit bleibe instabil.

«Daher sollten Maßnahmen an den Außengrenzen fortgesetzt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit durch Reisen in die EU zu verringern», teilte die EU-Kommission mit. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage, die Bundesregierung werde über die neue Empfehlung der EU-Kommission in der kommenden Woche entscheiden. Sie verwies zudem auf laufende Gespräche des Innenministeriums mit den deutschen Bundesländern sowie Nachbarländern zum Thema.

20.59 Uhr: Jugendreise-Anbieter Ruf gibt Europa nicht auf

Die Corona-Krise trifft Deutschlands führenden Jugendreise-Anbieter Ruf hart. Doch in der Zentrale in Bielefeld bleibt man zuversichtlich. Auch wenn die Vorzeichen nicht besonders vielversprechend sind: Die Hoffnung, schon geplante Reisen ins europäische Ausland in diesem Sommer trotz Corona-Krise noch durchführen zu können, hat Kristina Oehler nicht aufgegeben. Seit dem vergangenen Herbst ist sie neue geschäftsführende Gesellschafterin an der Seite von Burkhard Schmidt-Schönefeldt und Thomas Neumann.

20.49 Uhr: "Wege durch das Land" geht neue Wege

Eigentlich hätte am Freitag, 8. Mai, die 21. Saison von „Wege durch das Land“ auf Gut Böckel beginnen sollen. Um trotz der Corona bedingten Verschiebung einen Ausblick auf ihre „Liebeserklärung an den Fehler“ – so das diesjährige Motto – zu geben, werden auf der neuen Webseite von „Wege durch das Land“ und in den sozialen Medien unter dem Hashtag #wegezuhause ab sofort Auszüge der angekündigten Veranstaltungen präsentiert.

19.45 Uhr: Online-Aktionärsversammlung beim Duftstoffriesen Symrise

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie macht das Duftstoffunternehmen Symrise (10.000 Mitarbeiter) in Holzminden von einer gesetzlichen Neuregelung Gebrauch und führt eine reine Online-Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre durch. Die virtuelle Hauptversammlung findet am Mittwoch, 17. Juni, ab 11 Uhr statt.

18.03 Uhr: Corona-Infektionen in weiterem Fleischbetrieb in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es in einem weiteren fleischverarbeitenden Betrieb eine hohe Zahl von Corona-Infektionen. In Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen) hätten sich in einem Schwesterbetrieb des Coesfelder Werks 150 von 1250 Mitarbeitern mit dem Virus angesteckt, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag mit.

17.38 Uhr: Phantasialand öffnet am Montag noch nicht

Das Phantasialand in Brühl wird am Montag trotz neuer Lockerungen der Corona-Auflagen noch nicht wieder öffnen. Es würden noch „konkrete Regelungen von Seiten der zuständigen Behörden“ abgewartet. Diese sollten vor einer möglichen Wiedereröffnung zuerst mit den eigenen Konzepten abgeglichen werden, teilten die Betreiber mit.

17.02 Uhr: Zwölf neue Infektionen in OWL und 53 weitere Genesene

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben an diesem Freitag zwölf neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es gab zwei neue Todesfälle, 53 weitere Personen gelten inzwischen als genesen. Das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn hatte zudem eine erfreuliche Nachricht zu vermelden: Altenbeken ist die dort die erste Kommune ohne aktue Coronavirus-Infektion. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 314 Infektionen (+2) - 13 Todesfälle (+0) - 243 Genesene (+4)
  • Kreis Paderborn: 595 Infektionen (+1) - 30 Todesfälle (+1) - 484 Genesene (+9)
  • Kreis Lippe: 732 Infektionen (+5) - 29 Todesfälle (+1) - 565 Genesene (+9)
  • Kreis Gütersloh: 598 Infektionen (+1) - 19 Todesfälle (+0) - 549 Genesene (+26)
  • Stadt Bielefeld: 387 Infektionen (+1) - 3 Todesfälle (+0) - 338 Genesene (+3)
  • Kreis Herford: 327 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (+0) - 290 Genesene (+1)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 451 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (+0) - 379 Genesene (+1)

    OWL gesamt: 3404 Infektionen (+12) – 108 Todesfälle (+2) – 2848 Genesene (+53)

16.27 Uhr: Auch Unterkünfte von Erntehelfern werden kontrolliert

Nach den zahlreichen Corona-Infektionen bei Arbeitern eines Fleischbetriebs in Coesfeld sollen auch die Unterbringungsmöglichkeiten von Erntehelfern kontrolliert werden. Wie Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Freitag sagte, werde man sich die Unterbringung von Saisonarbeitnehmern „genauer ansehen“.

Die Bedingungen der Unterkünfte müssten nach der vorgeschriebenen zweiwöchigen Quarantäne gleich bleiben, erklärte Heinen Esser. Seit April dürfen ausländische Erntehelfer unter strengen Regeln in Deutschland arbeiten. So müssen sich in NRW die Unterkünfte auf dem Betriebsgelände der Landwirte befinden und dürfen bisher 14 Tage lang nur halb belegt werden.

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Foto: dpa

16.13 Uhr: Lockerungen werden in Coesfeld verschoben

Der von besonders vielen Corona-Infektionen betroffene Schlachtbetrieb in Coesfeld wird vorübergehend geschlossen. Das teilte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag in Düsseldorf mit. Nach dem Corona-Ausbruch werden mehrere für den kommenden Montag vorgesehen Lockerungen der Schutzmaßnahmen um eine Woche auf den 18. Mai verschoben. 

Die für Schulen und Kindertagesstätten für den 11. Mai geplanten Öffnungsschritte dürften dagegen umgesetzt werden. Die Verschiebung betreffe die Lockerung der Kontaktbeschränkungen, die Öffnung von Gaststätten und Freizeitparks. Auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürften am kommenden Montag nicht öffnen, sagte Laumann. Da gelte auch für Fitnessstudios und Tanzschulen.

15 Uhr: Ein Todesfall im Kreis Paderborn - Altenbeken ist coronafrei

Das Kreisgesundheitsamt Paderborn muss einen weiteren Corona-Toten vermelden, hat am heutigen Freitag aber auch weitere gute Nachrichten parat. So sind aktuell (Stand: 8. Mai, 14.15 Uhr) im Kreis Paderborn noch 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Einer Neuansteckung in Hövelhof – steht ein Plus von 21 Genesenen gegenüber. Und mit Altenbeken gibt es eine erste Kommune, die frei von Corona ist.

14.26 Uhr: Neuer Corona-Brennpunkt im Norden - Schlachthof in Schleswig-Holstein

Auch in Schleswig-Holstein hat jetzt ein Landkreis die von Bund und Ländern festgelegte Obergrenze neuer Corona-Infektionen überschritten. Mit 87 bestätigten aktuellen Fällen lag der Kreis Steinburg am Freitag über der Höchstzahl von 50 Neuinfizierten je 100 000 Einwohner. Der Grenzwert für den Kreis mit 131 000 Einwohnern liegt nach Behördenangaben bei 66 Neuinfektionen. Insgesamt gab es dort bislang 164 bestätigte Covid-19-Fälle. Drei Menschen starben. 74 sind wieder gesund.

Zu notwendigen Maßnahmen könnten noch keine Angaben gemacht werden, sagte eine Sprecherin des Kreises. Es gebe noch keine entsprechende Verordnung des Landesgesundheitsministeriums. Die meisten Infizierten sind Beschäftigte eines Schlachthofs in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg). Ein Großteil der Ausländer, die dort arbeiten, sind auf dem Gelände einer Kaserne im Kreis Steinburg in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht hat. In dem Schlachthof gab es bis Donnerstag 109 Infektionen.

14.07 Uhr: Stamp: Kinder sollen insgesamt zwei Tage bis zur Sommerpause wieder in die Kita kommen dürfen

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte am Freitag in Düsseldorf unter anderem an, dass alle Kinder in NRW wenigstens für zwei Tage vor der Sommerpause in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Unklar blieb zunächst, ob damit zwei Tage pro Woche oder zwei Tage insgesamt bis zum Beginn der Sommerpause gemeint war. Diesbezüglich hatte es unterschiedliche Medienberichte gegeben. Stamp stellte kurze Zeit später am Rande einer Pressekonferenz noch einmal klar, dass es sich um mindestens zwei Tage bezogen auf den gesamten Zeitraum bis zum Beginn der Sommerferien handeln wird. Damit sei es für die Kinder wieder möglich, Freunde und Erzieher zu sehen. Dies bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur auch das Ministerium.

13.20 Uhr: 2,5 Millionen Schutzmasken gelandet

In der Nacht zu Freitag ist am Paderborn-Lippstadt Airport eine Maschine vom Typ Boeing 777-200 der Nordwind Airlines mit 2,5 Millionen Schutzmasken an Bord gelandet. Der Flug fand im Auftrag der Bundesregierung statt. Mehr lesen Sie hier. 

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In der Nacht zum Freitag ist auf dem 2,5 Millionen Schutzmasken gelandet eine Maschine mit 2,5 Millionen Schutzmasken an Bord gelandet. Foto: Paderborn-Lippstadt Airport

12.51 Uhr: Apple macht Stores in Deutschland mit Temperaturmessungen wieder auf

Apple macht ab Montag nach einer coronabedingten Auszeit seine Geschäfte in Deutschland mit Vorsichtsmaßnahmen und verkürzten Öffnungszeiten wieder auf. Bei Kunden soll am Eingang die Temperatur gemessen werden und sie müssen Gesichtsmasken tragen, wie der iPhone-Konzern am Freitag ankündigte. Wer keine Mund-Nase-Bedeckung dabeihat, bekomme eine gestellt. Da nur eine eingeschränkte Kundenzahl den Laden betreten darf, um den Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten, könne es zu Wartezeiten kommen, warnte Apple und empfahl, weiterhin online einzukaufen. Die Läden sollen von 11 bis 18 Uhr öffnen, und im Fokus werde die Beratung von Kunden mit technischen Problemen stehen, für die sie sich online anmelden könnten. Apple hatte seine rund 500 Stores wegen der Corona-Pandemie geschlossen, bisher wurden sie in China, Südkorea, Australien und Österreich wieder geöffnet.

12.31 Uhr: In allen NRW-Schlachtbetrieben werden Mitarbeiter auf Corona getestet

Nach dem Corona-Ausbruch unter den Beschäftigten einer fleischverarbeitenden Firma im Münsterland sollen die Mitarbeiter aller Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf das Virus getestet werden. Das teilte der Sprecher der Landesregierung, Christian Wiermer, am Freitag mit. Das Coronavirus hatte sich in dem Coesfelder Betrieb der Firma Westfleisch ausgebreitet. 129 Infizierte waren am Donnerstag nach Angaben des Kreises erfasst worden. Von ihnen seien 13 ins Krankenhaus gekommen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist in Coesfeld der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche überschritten worden. Er lag am Freitag (Stand: 0.00 Uhr) bei 52,7.

12.01 Uhr: Große Solidarität in Istanbul

Wer in der türkischen Millionenmetropole Istanbul wegen der Corona-Krise kein Geld mehr für die Gas- oder Wasserrechnung hat, kann sie nun auf einer Webseite anonymen Spendern zum Bezahlen anbieten. Den Zahlen auf der Seite am Freitagvormittag zufolge wurden über die Kampagne der Stadt in den ersten zwei Tagen bereits rund 76.000 Rechnungen im Wert von fast 9,5 Millionen Lira (etwa 1,2 Millionen Euro) bezahlt. Rund 119.000 Rechnungen warteten noch auf Spender. Die Rechnungen kämen von bedürftigen Familien, das habe die Stadtverwaltung geprüft, heißt es auf der Webseite.

11.42 Uhr: Staat büßt laut Bericht wegen Corona 100 Milliarden Euro Steuern ein

Bund, Länder und Gemeinden müssen sich wegen der Corona-Krise auf dramatische Einbußen bei den Steuereinnahmen einstellen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitag) dürfte der Staat allein in diesem Jahr rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als noch bei der Schätzung im vergangenen Herbst prognostiziert. Das will das Blatt aus Kreisen der Schätzer erfahren haben. Der Arbeitskreis der Steuerschätzer legt am kommenden Donnerstag seine neue Prognose vor. Das Bundesfinanzministerium war demnach zuletzt von Mindereinnahmen in Höhe von rund 82 Milliarden Euro ausgegangen, davon etwa 33 Milliarden Euro beim Bund. Hintergrund ist der erwartete schwere Konjunktureinbruch in Deutschland. Die Bundesregierung rechnet in ihrer Frühjahrsprojektion, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt. Dies wäre ein stärkerer Wirtschaftseinbruch als in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren.

11.18 Uhr: Mehr als 167.000 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7100 Tote

In Deutschland sind bis Freitagvormittag über 167.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 166.000 Infektionen). Mindestens 7198 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 7093). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte rund sieben weitere Personen anstecken. 

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 141.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2071 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 34.200 Fällen und mindestens 1371 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32 800 bestätigten Fällen und mindestens 1517 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. 

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 337,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 200,9. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

11.12: Vorschulkinder dürfen ab 28. Mai wieder in die Kitas - eingeschränkter Regelbetrieb ab September

Die Vorschulkinder in Nordrhein-Westfalen dürfen ab 28. Mai wieder in die Kindertagesstätten und die Tagespflege kommen. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Freitag in Düsseldorf an. Ab Juni sollen alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wenigstens für zwei Tage vor der Sommerpause in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Ab September sollen möglichst alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wieder in einem eingeschränkten Regelbetrieb in die Kindertagesstätten gehen können. NRW werde eine eigene wissenschaftliche Studie zu Corona-Infektionen bei Kita-Kindern durchführen. Mehrere Tausend Kinder sollten über einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich auf das Corona-Virus getestet werden. Ob für Juni Kita-Gebühren gezahlt werden müssen, stehe noch nicht fest. Das hänge vom Betreuungsangebot im Juni ab.

11.05 Uhr: Sterblichkeit in Deutschland bis Mitte April „über dem Durchschnitt“

Während der Corona-Pandemie sind laut Statistischem Bundesamt überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland gestorben. Das geht aus einer am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Sonderauswertung hervor. Für die jüngeren Daten nutzen die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Derzeit liegen damit vorläufige Daten bis 12. April vor. Demnach liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit 23. März „über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019“. In der letzten Märzwoche seien mindestens 19 385 Menschen gestorben, zwischen 30. März und 5. April mindestens 20.207 und zwischen 6. und 12. April mindestens 19.872. Damit starben zwischen 6. und 12. April knapp 2000 Menschen beziehungsweise elf Prozent mehr als im vierjährigen Durchschnitt für diese Woche. Vergleicht man einzelne Jahre, waren es zwischen 6. und 12. April 18 Prozent mehr Tote als 2017 und 4 Prozent mehr als 2018.

10.42 Uhr: NRW-Polizeigewerkschaft warnt vor Fanansammlungen und Abendspielen

Die Veröffentlichung des Bundesliga-Spielplans nach der Corona-Pause durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf den Plan. Sie befürchtet unerlaubte Fanansammlungen rund um die Stadien oder in den Innenstädten und spricht sich zudem gegen Abendspiele aus. Mit dem 26. Spieltag setzen die 1. und die 2. Bundesliga ihren Spielbetrieb am 16. Mai ohne Zuschauer in den Stadien fort. Auch ein Erstliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr), zwei Partien am Sonntag (15.30 Uhr/18 Uhr) und ein Montagabendspiel (20.30 Uhr) sind geplant. Vor allem die Abendspiele sehen die NRW-Ordnungshüter, die sich stets gegen Geisterspiele ausgesprochen hatten, sehr kritisch. „Wenn schon wieder gespielt wird, dann müssen wenigstens solche Schwierigkeiten vermieden werden. Für Abendspiele in der Bundesliga haben wir absolut kein Verständnis“, sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende NRW, Michael Maatz, der „Rheinischen Post“ (Freitag).

9.32 Uhr: Corona-Infektionen im Kreis Coesfeld: Grenzwert überschritten

Dem besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Coesfeld drohen als erstem in Nordrhein-Westfalen neue Beschränkungen in der Pandemie. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche überschritten worden. Er lag am Freitag (Stand: 0.00 Uhr) bei 52,7. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass zahlreiche im Zuge der Corona-Krise verfügte Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder gelockert werden, bei einer Überschreitung dieser Obergrenze aber umgehend wieder ein Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss.  Das Virus hatte sich zuletzt vor allem in dem fleischverarbeitenden Betrieb Westfleisch in Coesfeld ausgebreitet. 129 Infizierte waren am Donnerstag nach Kreisangaben erfasst worden. Alle 1200 Beschäftigten des Standortes sollten auf das Virus getestet werden. Der Kreis Coesfeld erklärte am Morgen, dass die Situation fortlaufend bewertet und über Maßnahmen beraten werde.

9.09 Uhr: Deutsche sehen drohenden Verzicht voraus

Die Corona-Pandemie könnte die Kauflaune der Menschen in Deutschland noch lange Zeit beeinflussen: Jeder Dritte glaubt einer Befragung des Marktforschungsinstitutes GfK zufolge, dass sich seine finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werde. Ein Viertel wolle auf den eigentlich geplanten Urlaub verzichten, sieben Prozent wollen den Kauf von Kleidung, Autos und Luxusgütern verschieben. Die Konsumexperten von GfK gehen davon aus, dass Verbraucher künftig bewusster einkaufen werden. „Das neue “Normal„ wird durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und knappere Verbraucherbudgets gekennzeichnet sein“, sagte die GfK-Expertin Petra Süptitz. „Darauf werden sich Händler und Hersteller einstellen müssen“, betonte sie. Ein Drittel gab bei der GfK-Studie unter dem Titel „Covid-19 Consumer Pulse“ an, in Zukunft weniger Geld für den Kauf langlebiger Produkte, wie Möbel, Autos oder Fernseher ausgeben zu wollen.

8.30 Uhr: OWL wirbt um Urlauber aus Ostwestfalen

Mit großer Erleichterung hat die der OWL GmbH angegliederte Organisation Teutoburger Wald Tourismus die  angekündigten Lockerungen   für Gaststätten, Hotels, Ferienwohnung und andere Unterkünfte aufgenommen. Ihr Leiter Markus Backes hofft sogar auf neue Kundschaft für die Branche in OWL, die hier jährlich einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erwirtschafte. 

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Gesundheit ist im Zuge der Corona-Krise ein noch wichtiger geworden. Davon sollen die Kurorte in OWL profitieren. In Bad Lippspringe hat das Gelände der Landesgartenschau inzwischen wieder geöffnet. Foto: Oliver Schwabe

8.15 Uhr: Export sinkt in Corona-Krise deutlich - Stärkster Rückgang seit 1990

Der deutsche Export ist zu Beginn der Corona-Krise eingebrochen. Die Unternehmen führten im März Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro aus. Das waren 7,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 11,8 Prozent weniger als im Februar 2020, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Vormonat war es der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990. Die Importe verringerten sich binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 91,6 Milliarden Euro. Der Einbruch im März hinterließ deutliche Spuren im ersten Quartal. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 324,9 Milliarden Euro. Die Einfuhren verringerten sich um 2,9 Prozent auf 273,1 Milliarden Euro.

8.00 Uhr: Bibliotheken öffnen wieder - nur Ausleihe möglich

In allen Bundesländern können die Bibliotheken nun wieder öffnen. Doch ein Bibliotheksbesuch wie vor Beginn der Corona-Pandemie wird so schnell nicht möglich sein. „Man muss etwas differenzieren, was Öffnen heißt“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, Andreas Degkwitz, der Deutschen Presse-Agentur. Man werde zunächst nur Bücher ausleihen und zurückgeben können, die Arbeitsplätze blieben gesperrt, und auch Veranstaltungen werde es nicht geben. „Vorerst kehrt kein Leben in die Bibliotheken zurück.“ Welche der mehr als 9000 Bibliotheken in Deutschland wann öffnen werden oder schon geöffnet sind, hängt von den Vorgaben der Bundesländer ab und wie schnell die Einrichtungen die Hygienekonzepte umsetzen können.

7.45 Uhr: Den Kirchen fehlen Millionen

Die beiden großen christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen rechnen mit einem Einbruch bei den Kirchensteuern infolge der  Corona-Krise.   Niedrigere Löhne durch Kurzarbeit, geringere Verdienste Selbstständiger und wachsende Arbeitslosigkeit lassen die wichtigste Einnahmequelle der Kirchen spärlicher sprudeln. Mehr lesen Sie hier.

7.30 Uhr: Schutzmaske wird zur Sprachbarriere

Mit Mund-Nase-Schutz verschmiert der Lippenstift, juckt die Nase oder beschlägt die Brille. Über Sorgen wie diese kann Stefanie Schmidt nur lächeln. Die 37-Jährige ist gehörlos. Für sie und andere Hörbehinderte ist die Maske bei der Begegnung mit Hörenden eine echte Sprachbarriere.  An einen Notfall mag die Borchenerin nicht denken.

7.20 Uhr: Trump stimmt Amerikaner auf Wiedereröffnung des Landes ein

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf die Wiedereröffnung des Landes eingestimmt - Sorgen vor einer erneuten Zuspitzung der Corona-Krise zum Trotz. „Es ist ein großer Moment in unserer Geschichte, weil wir unser Land wieder öffnen“, verkündete Trump in einer am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft. „Die Leute wollen, dass sich unser Land öffnet.“ Er versprach: „Wir wollen es auf sichere Weise machen.“ Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten darüber, wie das geschehen soll.

7.05 Uhr: Anschub für Gastronomen

Erst waren es kleine Schritte, jetzt lockert die Landesregierung in vielen Bereichen die zur Corona-Abwehr verhängten Beschränkungen. Das sei keine leichte Übung, räumte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) ein.  Vor allem die Wirtschaft brauche jetzt dringend Impulse.

6.43 Uhr: NRW-Restaurants dürfen auch Gruppen bewirten

Bei der Öffnung von Restaurants und Cafés ab Montag müssen Gastronomen in NRW den Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen einhalten, allerdings dürfen sie durchaus größere Personengruppen bewirten. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erklärte, dass die Freigabe für das Treffen von Personen aus maximal zwei Haushalten keine Begrenzung der Personenzahl beinhalte. Mehr erfahren Sie hier.

6.30 Uhr: Klingbeil sieht Nähe zwischen AfD und Corona-Verschwörungstheoretikern

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht eine „gefährliche Nähe“ zwischen der AfD und Menschen, die in der Corona-Krise Verschwörungstheorien verbreiten. „Das ist die gleiche Tonspur, in der die Leute unterwegs sind“, sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit versuchten vor allem rechte Gruppen das Land durch Verschwörungstheorien zu destabilisieren, indem sie mit professionellen Videos und Tonnachrichten nachweislich Lügen verbreiteten. „Das ist der organisierte Versuch, zu spalten und zu hetzen“, warnte Klingbeil. Er rief die Bürger auf, sich stärker als bisher dagegen zu wehren. „Wir brauchen einen Widerstand der normalen Leute, das fängt im Bekanntenkreis, in den eigenen WhatsApp-Gruppen an“, forderte der Bundestagsabgeordnete.

6.16 Uhr: Forderungen nach „Kindergipfel“ und Hilfen für Eltern

Wegen der weiterhin ungewissen Perspektiven für Schulen und Kitas in der Corona-Krise reißen die Forderungen nach mehr Unterstützung für Familien nicht ab. „Wir brauchen einen Kindergipfel der Ministerpräsidenten und zuständigen Landesminister im Kanzleramt“, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch der Deutschen Presse-Agentur.

6.11 Uhr: Altenheime skeptisch wegen schneller Öffnung zum Muttertag

Die schnelle Öffnung der NRW-Altenheime nach langem Besuchsverbot schon am Muttertag (10.5.) stößt bei Einrichtungen im Land auf Skepsis und Kritik. Leitungskräfte benötigten eine angemessene Vorbereitungszeit zur Umsetzung der Schutzvorgaben, kritisierte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste mit Blick auf NRW. „Leider wird dies nur unzureichend berücksichtigt, wenn bereits in einigen Tagen wieder Besuche flächendeckend (...) ermöglicht werden sollen.“ „Viele Heime können in der Kürze der Zeit gar keine entsprechenden Hygienekonzepte umsetzen“, sagte Christian Woltering, Geschäftsführer beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen.

6.01 Uhr: Mexikanern geht das (Corona-)Bier aus

Mexiko geht in der Corona-Krise das Bier aus. Es bleibe nur noch das, was von dem Bier übrig sei, das vor dem 6. April gebraut wurde, sagte die Chefin des mexikanischen Brauereiverbands, Karla Siqueiros, der Deutschen Presse-Agentur. Damals wurde die Bierproduktion in dem nordamerikanischen Land eingestellt, nachdem die Regierung die Industrie als nicht unerlässlich eingestuft hatte. Mexiko ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt. Im vergangenen Jahr wurden dort 124,5 Millionen Hektoliter gebraut und gut 40 Millionen Hektoliter in rund 180 Länder exportiert. Die beliebteste mexikanische Marke - im In- wie im Ausland - ist Corona.

Donnerstag, 7. Mai

21.04 Uhr: Corona-Welle im Westfleisch-Werk

Mindestens 129 Mitarbeiter des Westfleisch-Werkes im münsterländischen Coesfeld sind am Coronavirus erkrankt. Das Unternehmen betreibt auch ein auf Rindfleisch spezialisiertes Fleischcenter in Lübbecke.

20.12 Uhr: BBL reicht Hygienekonzept ein - Playoff-Runden mit je zwei Spielen

Der deutsche Basketball-Meister soll in einer Playoff-Runde mit Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Das teilte die Basketball-Bundesliga am Donnerstag mit. Die jeweiligen Ergebnisse der beiden Partien im Viertel-, im Halbfinale sowie im Finale werden zu einem Endergebnis addiert, das dann über den Sieger entscheidet. Zuvor spielen die insgesamt zehn Mannschaften in zwei Fünfer-Gruppen in einer einfachen Gruppenphase nach dem Modus jeder gegen jeden. Alle Begegnung finden im Münchner Audi Dome statt. Geplant ist das „Final10“ von Anfang Juni an für einen Zeitraum von drei Wochen.

In der Gruppe A trifft Titelverteidiger Bayern München auf Crailsheim, Oldenburg, Göttingen und Ulm. In der Gruppe B spielen Ludwigsburg, Berlin, Vechta, Bamberg und Frankfurt gegeneinander. Die Basketball-Bundesliga hatte anders als der Handball und das Eishockey entschieden, die seit Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison nicht abzubrechen, sondern mit einem Turnier an einem Standort doch noch einen Meister zu ermitteln.Die Pläne müssen von Politik und Behörden noch genehmigt werden. Dafür reichte die Liga am Donnerstag ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept ein, das sich an dem der Deutschen Fußball Liga orientiert. Allerdings sehen die Pläne im Basketball zusätzlich vor, alle zehn Mannschaften während des gesamten Turniers in einem Hotel zusammenzuziehen.

18.46 Uhr: Banksy stellt Krankenschwester als Superheldin dar

Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise bei den Helden der Corona-Krise bedankt: mit einem großen Gemälde im britischen General Hospital in Southampton.

Das auch auf Banksys Instagram-Account veröffentlichte Bild aus der Klinik zeigt einen Jungen, der kniet und eine Krankenschwester-Puppe in seiner linken Hand durch die Luft schweben lässt. Sie streckt wie Superman ihre Hand aus - und trägt Gesichtsmaske, Umhang und eine Schürze mit rotem Kreuz. Es ist das einzige farbige Element im ansonsten schwarz-weißen Gemälde. Im Papierkorb vor dem Jungen liegen eine Spiderman- und eine Superman-Figur.

17.51 Uhr: Deutsche dürfen wieder im Designer Outlet Roermond shoppen

Das bei Verbrauchern aus Nordrhein-Westfalen beliebte Designer Outlet im niederländischen Roermond darf ab Montag wieder seine Tore öffnen. Das beschlossen die Behörden in der Provinz Limburg am Donnerstag. Das Shopping-Zentrum musste am 21. März auf Anordnung der Behörden im Zuge der Corona-Maßnahmen schließen. Auch deutsche Kunden sind nach Angaben der Behörden wieder willkommen. Bisher hatte die niederländische Polizei an der Grenze Deutschen dringend geraten, wieder umzukehren. Ein Einreiseverbot gab es aber nicht.

17.48 Uhr: Greizer Landrätin will Lockerungen trotz hoher Infektionszahl

Trotz der hohen Zahl von Coronavirus-Infektionen im Thüringer Landkreis Greiz will Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) in der kommenden Woche mit Lockerungen bei den Beschränkungen beginnen. „Einerseits ist es wichtig, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, andererseits können wir unserer Wirtschaft, unserer Gastronomie keine weiteren Blockaden aufbürden“, erklärte Schweinsburg am Donnerstag.

In Greiz lag bis Donnerstag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche laut Landesregierung bei 87,6 (Stand 7. Mai, 10.00 Uhr). Damit war der Ostthüringer Landkreis bundesweit unter allen Kreisen und kreisfreien Städten der einzige, wo der kritische Wert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner noch überschritten wurde.

17.17 Uhr: Gastronomien in Hessen öffnen vom 15. Mai an

Versammlungen mit bis zu 100 Teilnehmern sind in Hessen unter Auflagen von diesem Samstag an wieder möglich. Im Ausnahmefall könnten die Behörden unter bestimmten Voraussetzungen auch höhere Teilnehmerzahlen ermöglichen, teilte die hessische Landesregierung am Donnerstag mit. Restaurants und andere Gaststätten in Hessen dürfen vom 15. Mai an wieder unter Auflagen öffnen. Diskotheken und Tanzklubs blieben aber vorerst weiter geschlossen.

16.46 Uhr: Schrittweise Lockerungen in Frankreich ab 11. Mai bestätigt

Frankreich will ab dem 11. Mai die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus schrittweise lockern. Das Datum 11. Mai hatte Präsident Emmanuel Macron für die erste Phase der Lockerungen bereits vor einigen Wochen angekündigt. Der Staatschef und die Regierung wollten jedoch kurzfristig entscheiden, ob die Situation im Land eine Lockerung zulasse.Künftig sollen die Départements je nach Verbreitung des Virus in grüne und rote Zonen eingeteilt werden.

In den grünen Départements soll es weitgehendere Lockerungsmaßnahmen geben. In den roten Départements sei das Virus aber noch besonders aktiv. Besonders ernst sei die Situation etwa im französischen Überseegebiet Mayotte und im Großraum Paris.In Mayotte würde die erste Phase der Lockerungen zunächst verzögert, in der Hauptstadt nicht. Hier soll es besonders strenge Regeln im öffentlichen Nahverkehr geben. In Frankreich gelten seit dem 17. März strenge Ausgangsbeschränkungen - nur aus triftigem Grund dürfen die Menschen das Haus verlassen. Das Land ist mit weit mehr als 25 000 Toten schwer von der Coronavirus-Krise getroffen.

16.32 Uhr: 29 neue Infektionen in OWL - keine weiteren Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben an diesem Donnerstag 29 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es gab keine neuen Todesfälle, 59 Personen gelten inzwischen als genesen. Das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke hat 26 bestätigte Fälle in einem Altenpflegeheim in Minden gemeldet. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 312 Infektionen (+2) - 13 Todesfälle (+0) - 239 Genesene (+4)
  • Kreis Paderborn: 594 Infektionen (+4) - 29 Todesfälle (+0) - 475 Genesene (+12)
  • Kreis Lippe: 727 Infektionen (-1) - 28 Todesfälle (+0) - 556 Genesene (+14)
  • Kreis Gütersloh: 597 Infektionen (+1) - 19 Todesfälle (+0) - 523 Genesene (+18)
  • Stadt Bielefeld: 386 Infektionen (+7) - 3 Todesfälle (+0) - 335 Genesene (+8)
  • Kreis Herford: 326 Infektionen (+0) - 7 Todesfälle (+0) - 289 Genesene (+2)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 450 Infektionen (+16) - 7 Todesfälle (+0) - 378 Genesene (+1)
  • OWL gesamt: 3392 Infektionen (+29) – 106 Todesfälle (+0) – 2795 Genesene (+59)

15.59 Uhr: 26 Corona-Infizierte in Mindener Altenheim

Im Altenpflegeheim Haus Morgenglanz in Minden haben sich 13 Bewohner sowie 13 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag mit. Insgesamt ist die Zahl der aktuell Infizierten auf 65 gestiegen. Bislang sind im Mühlenkreis seit Ausbruch der Corona-Pandemie 450 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

15.52 Uhr: Niederlande lockern Maßnahmen

Auch die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter gelockert und auch einen Plan für Urlauber vorgelegt. Touristen dürfen ab dem 1. Juli wieder in die beliebten holländischen Feriengebiete reisen. Dann können alle Campingplätze und Ferienparks wieder voll geöffnet werden. Bisher galt das nur eingeschränkt, auch mussten auf Campingplätzen Duschen und WCs geschlossen bleiben.

Da es nie ein Einreiseverbot gab, können auch deutsche Urlauber dann wieder Unterkünfte mieten.Die Kommunen in der Grenzregion raten allerdings noch von Besuchen zum Shoppen ab, um Gedränge in den Zentren zu verhindern. Immer mehr Geschäfte öffnen wieder, da die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden. Wann das gerade bei Konsumenten aus Nordrhein-Westfalen populäre Designer-Outlet in Roermond an der deutschen Grenze wieder die Türen öffnet, ist noch nicht bekannt.

Ab 1. Juni dürfen Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen wieder jeweils maximal 30 Gäste empfangen. Ab Juli sind dann bis zu 100 erlaubt.

15.31 Uhr: Touristische Übernachtungen in Hotels ab 18. Mai wieder möglich

Touristen dürfen schon ab dem 18. Mai wieder in Hotels in Nordrhein-Westfalen übernachten. Das sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Am Mittwoch hatte es im Nordrhein-Westfalen-Plan der Landesregierung zur Lockerung der Corona-Beschränkungen noch geheißen, dass die Hotels erst an Christi Himmelfahrt (21. Mai) wieder für Touristen geöffnet würden.Der Starttermin sei vorverlegt worden, damit sich die Betriebe auf Gäste am langen Himmelfahrtswochenende vorbereiten könnten, sagte Pinkwart. Auch gastronomische Angebote solle es dann wieder in Hotels geben. Ab 30. Mai seien auch touristische Führungen sowie kleine Gruppen- und Busreisen wieder möglich. Für alles gelten laut Pinkwart strenge Hygiene-Konzepte.

15.10 Uhr:  Pinkwart: Gastronomie mit Sitzplätzen darf mit 1,5 Meter Tischabstand öffnen

Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen in Nordrhein-Westfalen dürfen ab kommenden Montag wieder ihren Betrieb aufnehmen. Voraussetzung dafür seien 1,5 Meter Abstand zwischen den einzelnen Tischen, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Außerdem müssten Gäste namentlich registriert werden, damit Infektionsketten im Zweifel nachverfolgt werden können. Anders als in anderen Bundesländern soll es jedoch keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten geben. Bars, Discos und andere gastronomische Einrichtungen ohne Sitzgelegenheiten müssen weiter geschlossen bleiben.

14.28 Uhr: RKI stellt regelmäßige Pressekonferenzen ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen zur Corona-Pandemie vorerst ein. Man wolle die Briefings künftig anlassbezogen veranstalten, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Donnerstag in Berlin. Die Fallzahlen gingen glücklicherweise seit längerer Zeit zurück. Per Verteiler und auf der RKI-Webseite würden weiterhin Informationen bereitgestellt. «Wir stehen natürlich auch weiter für Presseanfragen zur Verfügung», so Schaade.

Die Entscheidung sei von der Institutsleitung getroffen worden, erklärte Schaade. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, könne es auch wieder Briefings geben. Das RKI hatte sich zunächst täglich den Fragen von Medienvertretern gestellt. Zuletzt fanden die Briefings zweimal pro Woche statt. Mehrere Journalisten kritisierten die Entscheidung in einer Fragerunde und bei Twitter.

14.21 Uhr: Entwarnung für Rosenheim - Kreis Greiz bleibt Brennpunkt der Corona-Nachweise

Die oberbayerische Stadt Rosenheim hat am Donnerstag die neu vereinbarte Obergrenze für neue Corona-Infektionen deutlich unterschritten. Gemäß Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl bei 36,3 Covid-19-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. «Damit sind wir weit entfernt von der Grenze der 50», sagte der Pressesprecher der Stadt, Thomas Bugl, auf Anfrage. «Rosenheim ist auf einem deutlichen Weg der Besserung, und wir haben mit Sicherheit nicht die Gefahr eines absehbaren neuerliche Lockdowns.»

Am Vortag habe der Wert noch bei 49 gelegen. Grund seien Testungen in drei Flüchtlingsunterkünften in der Woche zuvor gewesen, deren Ergebnisse nun wegen der Sieben-Tages-Frist in der Berechnung nicht mehr berücksichtigt würden. Die Unterkünfte seien weiter unter Quarantäne. «Wir haben dort noch einzelne Infektionsfälle.» Mehrere Bewohner seien aber bereits genesen. Genesene, bei denen alle nötigen Tests negativ seien, bekämen Bändchen und dürften damit auch wieder nach draußen.

Der Kreis Greiz in Thüringen bleibt bundesweiter Brennpunkt neuer Corona-Nachweise. Bis Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 80,5 (Stand 7. Mai 0.00 Uhr), wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Damit war der Ostthüringer Landkreis unter allen Kreisen und kreisfreien Städten der einzige bundesweit, wo der kritische Wert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner noch überschritten wurde.

14.10 Uhr: Fußball-Bundesliga startet am 16. Mai 

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga wird am 16. Mai mit dem 26. Spieltag fortgesetzt. Das haben die 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am Donnerstag in Frankfurt beschlossen. Die Politik hatte am Mittwoch zugestimmt, dass die seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzte Saison in beiden Ligen mit Spielen ohne Publikum zu Ende gespielt werden kann.

13.44 Uhr: Mit UV-Licht gegen Corona: Spaniens Militär startet Pilotprojekt

Das spanische Militär will ab sofort auch UV-Strahlung im Kampf gegen das Coronavirus einsetzen. Mittels eines in Deutschland produzierten Roboters namens tEODor, der eigentlich für Entschärfungsaufgaben entwickelt wurde, sollte am Donnerstag zunächst die Universitätsklinik von Valencia mit ultraviolettem Licht desinfiziert werden, wie spanische Medien unter Berufung auf die Streitkräfte berichteten. Der Roboter wurde mit einer UV-Lampe ausgerüstet, die per Fernbedienung aktiviert werden kann.

Das Projekt „ATILA“ hat das Ziel, das Virus auf Oberflächen von öffentlichen Gebäuden unschädlich zu machen - und gilt als „eine weitere Methode, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern“, wie die Nachrichtenagentur „Europa Press“ schrieb. Jedoch können großflächige Desinfizierungen nur einen Teil des Kampfes gegen Sars-CoV-2 darstellen - die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen.

Mikroorganismen wie Viren und Bakterien können von UV-Strahlung in Sekundenschnelle unschädlich gemacht werden - ganz ohne Zugabe von Chemikalien.Auch in anderen Ländern wird die Technologie bereits erprobt. So setzt die Hamburger Europa-Passage bereits seit April auf UV-Bestrahlung der Oberflächen und Rolltreppen. Dort wurde eine  Anlage eingebaut, mit der mittels Hochleistungs-UV-Lampen Keime, Bakterien und Viren sowie Pilze abgetötet werden sollen.

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Der ferngesteuerte Entschärfungsroboter "TEODOR" neutralisiert im Rahmen einer Anti-Terror-Übung auf dem Gelände der Polizeiakademie Hessen eine künstliche Sprengvorrichtung mittels Wasserschuss. Foto: dpa

13.18 Uhr: Vereinte Nationen: Durch Corona-Grenzschließungen steigt der Migrationsdruck

Zehntausende Migranten sind wegen der Corona-Maßnahmen gestrandet. Die wachsende Armut dürfte viele weitere Menschen in die Flucht treiben. Die Vereinten Nationen sagen, was das für Zielländer wie Deutschland bedeuten kann. 

Der Generaldirektor der UN-Organisation für Migration (IOM), António Vitorino, warnte am Donnerstag in Genf davor, die fast weltweit eingestellte legale Migration - etwa mit Arbeitsvisa oder zur Familienzusammenführung - langfristig zu stoppen. «Dann steigt der Druck deutlich auf den irregulären Migrationsrouten. Und Schmuggler und Menschenhändler nutzen das aus.»

12.36 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner im Interview über die Corona-Krise, Kritik an der Kanzlerin und Konjunkturpakete

In der Corona-Krise hat die FDP schon seit Wochen Aufhebungen der Beschränkungen gefordert. Mit den jetzt angekündigten Lockerungen ist Parteichef Christian Lindner (41) nur bedingt zufrieden. Oliver Horst sprach mit Lindner über die Krise, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Freiheiten und die Rolle der Ministerpräsidenten Armin Laschet (NRW/CDU) und Markus Söder (Bayern/CSU).

12.29 Uhr: Schleswig-Holstein hebt Einreiseverbot für Touristen auf

Schleswig-Holstein hebt das Einreiseverbot für Touristen mit Wirkung zum 18. Mai wieder auf. Der Tourismus war in Schleswig-Holstein seit Mitte März praktisch auf null runtergefahren.

«Es ist an der Zeit, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unseres Landes in den Blick zu nehmen und den Weg Schleswig-Holsteins zu gestalten», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Damit verbunden fällt auch das Betretungsverbot für Inseln und Halligen.

12.06 Uhr: Betrugsverdacht bei Corona-Hilfe: Razzia in Salafisten-Szene

Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen sind in Berlin mehrere Wohnungen in der salafistischen Szene durchsucht worden.

Rund hundert Beamte des polizeilichen Staatsschutzes nahmen am Donnerstagmorgen Wohnungen und Autos von fünf Tatverdächtigen in Augenschein, die der salafistischen Szene zugerechnet werden. «Die Beschuldigten sind verdächtig, betrügerisch "Corona-Soforthilfen" bei der IBB beantragt und erhalten zu haben», teilte die Polizei auf Twitter mit.

10.59 Uhr: Kanzleramtsminister für einheitliche Grenzöffnungen in Europa

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) plädiert in Sachen Grenzöffnungen für einen Gleichschritt Deutschlands mit seinen Nachbarstaaten. „Der Anfang dieser Grenzkontrollen war, dass in Deutschland die Geschäfte auf waren und im Nachbarland nicht mehr und es dann zu ganz viel Bewegung kam, weil die Leute dann zum Einkaufen über die Grenze gekommen sind“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Eine „Überfüllung der Innenstädte“, die dies zur Folge habe, könnten wir aber „gerade nicht gebrauchen“. Grenzkontrollen an den europäischen Binnengrenzen dürften zufolge jedoch „immer nur mit guter Begründung und auf beschränkte Zeit sein“.

10.48 Uhr: Mehr als 166.000 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7090 Tote

In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag über 166.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 164 800 Infektionen). Mindestens 7093 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 6943). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwoch bei 0,65. Das bedeutet, dass zehn Infizierte zwischen sechs und sieben weitere Personen anstecken. 

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 139.900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 43.800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2043 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33.900 Fällen und mindestens 1357 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32.700 bestätigten Fällen und mindestens 1497 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. 

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 335,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 199,7. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

10.31 Uhr: „Schlimmster Tag“: Über 600 Corona-Tote in Brasilien in 24 Stunden

Die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Brasilien immer schneller. Den Daten des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch zufolge wurden erstmals mehr als 600 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Demnach lag die Zahl der Gestorbenen „am schlimmsten Tag“, wie das Portal „G1“ schrieb, zwischen Dienstag und Mittwoch bei 615. Das ist die höchste Zahl für diesen Zeitraum seit Beginn der Covid-19-Pandemie. Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 8536 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 125.218 Infizierte wurden inzwischen registriert.

10.12 Uhr: Söder ermahnt Fußballclubs: „Die Liga steht schwer unter Bewährung“ 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine eindringliche Mahnung an den deutschen Profifußball gerichtet. Die Regeln des DFL-Konzeptes müssen bei den Geisterspielen strikt eingehalten werden, gerade auch nach dem Fall Salomon Kalou. 

„Es ist vertretbar“, verteidigte Söder am Donnerstag im Radiosender Bayern1 die Zustimmung der Politik zu einer Fortsetzung der Saison in Bundesliga und 2. Liga. „Ein bisschen Bauchgrummeln hat jeder dabei. Die Liga steht auch schwer unter Bewährung, das einzuhalten. Die Öffentlichkeit wird genau hinschauen“, sagte der 53-jährige Söder. 

9.46 Uhr: Tausende Mieter haben wegen der Corona-Krise Geldsorgen

Menschen, die in der Corona-Krise ihre Miete nicht mehr zahlen können, sind gesetzlich vor Kündigungen geschützt. Tausende Mieter haben sich schon mit Geldsorgen an große Wohnungsunternehmen gewandt. Doch sie sind in der Minderheit.

9.07 Uhr: Corona-Gegenmittel - Söder glaubt nicht an Impfpflicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) glaubt nicht an eine Impfpflicht, sobald es ein Gegenmittel gegen das Coronavirus gibt. „Impfen ist generell eine sehr, sehr sinnvolle Sache. Wenn ein Impfstoff vorliegt - ich werde mich impfen lassen. Ich würde es auch empfehlen“, sagte er am Donnerstag dem ZDF-„Morgenmagazin“. Aus seiner Sicht hätte aber Freiwilligkeit „Vorrang“. Vor allem für Risikogruppen und Pflegepersonal sei eine Impfung sinnvoll.

In Sachen Lockerungen der Corona-Beschränkungen plädiert Söder für Umsicht statt Hektik. Die am Mittwoch in der Bund-Länder-Schalte beschlossenen umfangreichen Lockerungen seien „ein Stück Rückgabe von Verantwortung an den einzelnen“. Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, die Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni zu verlängern. Allerdings dürfen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen.

9.02 Uhr: Bundesliga kurz vor dem Neustart: Wie geht es jetzt weiter?

Die Fußball-Bundesliga kommt zurück. Zwei Monate nach der Einstellung des Spielbetriebs wegen der Coronavirus-Pandemie soll es nach der Freigabe der Politik nun am 15. Mai weitergehen.

Diese und andere Fragen wird die Deutsche Fußball Liga mit den 36 Vereinen auf der Mitgliederversammlung heute erörtern.

8.44 Uhr: Zwölf Prozent weniger Ausbildungsstellen

Jetzt wäre eigentlich die Zeit, dass Betriebe und Schulabgänger zueinander finden und sich auf ein Ausbildungsvertrag einigen. Doch die Corona-Krise wirft auch den Lehrstellenmarkt zurück. Nach Angaben der regionalen Arbeitsagenturen hatten die Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe Ende April knapp 11.500 Lehrstellen gemeldet – 12,3 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2019.  Mehr hier.

8.05 Uhr: Unions-Protest gegen Seehofer: Umgehende Grenzöffnungen gefordert

Zwölf Bundestags- und Europaabgeordnete der Union haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dazu aufgefordert, die wegen der Corona-Pandemie angeordneten Kontrollen an den deutschen Grenzen sofort zu beenden. „Nach über sieben Wochen muss Schluss sein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas“, heißt es in der Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag) darüber berichtet. Die Erklärung ist unter anderem von Ex-Unionsfraktionschef Volker Kauder, Fraktionsvize Andreas Jung (beide CDU) und Daniel Caspary, dem Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament), unterzeichnet.

6.35 Uhr: Umfrage: Viele Verbraucher wollen Verhalten wegen Corona ändern

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Corona-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener reisen und einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor. 

Solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

6.19 Uhr: Wirtschaft in OWL erleichtert

Die in Berlin beschlossenen und später von einzelnen Ministerpräsidenten konkretisierten Lockerungen der bisherigen Einschränkungen wegen der Corona-Krise stoßen in der ostwestfälischen Wirtschaft auf Erleichterung und Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Gastronomie, den Tourismus und den Einzelhandel. Mehr hier.

6.05 Uhr: Klare Perspektiven für Kita-Kinder gefordert

Nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Lockerung der Corona-Auflagen beklagen SPD und Grüne fehlende Perspektiven für Eltern und Kinder.

SPD-Chefin Saskia Esken bezeichnete die Vereinbarungen als «fatales Signal an die Familien». Grünen-Fraktionsvize Katja Dörner kritisierte: «Die Pläne zur Öffnung der Kitas bleiben vage, Familien wissen weiterhin nicht, worauf sie sich einstellen müssen.» Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), warnte vor den Langzeitfolgen vor allem für die Kinder suchtkranker Eltern.

5.45 Uhr: DFL macht Tempo: Bundesliga-Rückkehr am 15. Mai

Jetzt soll es für die Fußball-Bundesliga ganz schnell gehen. Nach der Freigabe durch Bund und Länder für Geisterspiele beschloss das Präsidium der Deutschen Fußball Liga noch vor der heutigen Mitgliederversammlung, die seit Mitte März unterbrochene Saison am 15. Mai fortzusetzen.

«Nach Abwägung aller Argumente» habe sich der Dachverband für diesen Termin entschieden, heißt es in einem Schreiben an die 36 Clubs der 1. und 2. Liga, aus dem der «Kicker» zitierte.

Mittwoch, 6. Mai

21.10 Uhr: Bundesligastart am 15. Mai

Die DFL will die Saison in der Bundesliga am 15. Mai fortsetzen. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Proficlubs am Mittwochabend informiert worden, bestätigte der Dachverband der Deutschen Presse-Agentur. Am Donnerstag sollen in einer Mitgliederversammlung mit den Clubs der 1. und 2. Liga noch die Details der Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Spielzeit beraten werden.

20.57 Uhr: Trump: Doch keine Auflösung der Corona-Arbeitsgruppe

US-Präsident Donald Trump will nun doch an der Arbeitsgruppe des Weißen Hauses zur Corona-Krise festhalten. Trump kündigte an, die Runde werde weiterarbeiten, bis sie nicht mehr gebraucht werde.  Die «Task Force» solle sich vermehrt um die Rückkehr zum Normalbetrieb im Land kümmern und um zwei oder drei neue Mitglieder ergänzt werden. Am Dienstag hatten Trump und sein Stellvertreter Mike Pence noch gesagt, man prüfe die Auflösung der Runde - was auf Kritik stieß. Trump begründete seinen Kursschwenk damit, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, wie angesehen die Gruppe sei.

20.39 Uhr: Mehr als 165.900 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Mittwochabend über 165.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 164.800 Infektionen). Mindestens 7092 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 6942). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,65. Das bedeutet, dass zehn Infizierte zwischen sechs und sieben weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 137.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

19.21 Uhr: Bundesratspräsident Woidke kritisiert unterschiedliche Lockerungen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat das Vorangehen anderer Länder mit weiteren Lockerungen der Corona-Regeln kritisiert. «Das, was in den letzten Tagen passiert ist, ist aus meiner Sicht deshalb kritikwürdig, weil es die Menschen im Land verunsichert», sagte der amtierende Bundesratspräsident am Mittwoch in Potsdam. «Es wird der Eindruck erweckt, es gibt einen Wettbewerb zwischen den Bundesländern: Wer ist nun der Schnellste, wer ist der, der am ehesten lockert?»
Der Erfolg im Umgang mit dem Coronavirus, der Lockerungen erst ermöglicht habe, sei auch wegen des bisher weitgehend einheitlichen Handelns erreicht worden, sagte Woidke. «Wir sind darauf angewiesen, uns miteinander abzustimmen, und vor allen Dingen, die Entscheidungen zu treffen auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse.» In den vergangenen Tagen hatten mehrere Länder bereits vor der gemeinsamen Abstimmung von Bund und Ländern eine Lockerung der Beschränkungen für Gaststätten und Tourismus angekündigt.

18.24 Uhr: Hofreiter: Sorge, dass die Situation entgleitet

Die Grünen im Bundestag haben die Länder aufgefordert, die umfassenden Lockerungen in der Corona-Krise vorsichtig umzusetzen. Er habe «Sorge, dass uns die Situation entgleitet», sagte Fraktionschef Anton Hofreiter am Mittwoch. Bei der Öffnung müssten alle Beteiligten bei der Umsetzung des «sehr weiten Korridors», auf den Bund und Länder sich geeinigt hätten, «zurück zu einer verantwortlichen, umsichtigen Linie» kommen. «Wir müssen bei einem schrittweisen Vorgehen bleiben», forderte Hofreiter. Das «unkoordinierte Vorpreschen» mehrerer Ministerpräsidenten habe sein Vertrauen, dass Umsicht, Orientierung an der Wissenschaft und Solidarität die Richtschnur seien, beschädigt.
Die nächsten Schritte müssten einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, die Situation beispielsweise von Schülern, Kindern, Familien und Frauen zu verbessern, forderte Hofreiter weiter. «Und wenn immer mehr Menschen nun wieder zurück an ihre Arbeit gehen können, muss klar sein, dass ihre Kinder auch gut betreut werden und Kitas und Grundschulen dafür gerüstet sind.»

17.08 Uhr: Alle NRW-Grundschüler sollen ab 11. Mai tageweise in die Schule gehen

Alle Grundschüler in NRW sollen nun doch ab dem 11. Mai in einem tageweisen Wechsel in die Klassenräume zurückkehren. Das kündigte die Landesregierung am Mittwoch in Düsseldorf an. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betonte, Bildung und Gesundheit seien beide ein «hohes Gut». Die schrittweise Schulöffnung werde vorsichtig verlaufen.
Man werde auch über die Grundschulen hinaus allen Schülern in Nordrhein-Westfalen vor den Sommerferien wieder sukzessive einen Schulbesuch ermöglichen. Nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause sollen ab 11. Mai auch Jahrgänge der weiterführenden Schulen zurückkehren, sagte Gebauer. Seit dem 23. April gibt es schon wieder Unterricht für diejenigen Schüler, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen.

17.07 Uhr: Gaststätten, Freibäder und Fitnessstudios in NRW öffnen wieder

Restaurants, Freibäder und Fitnessstudios sollen wieder aufmachen: Nordrhein-Westfalen hat umfangreiche Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen. So dürfen ab dem 11. Mai Gaststätten wieder öffnen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf ankündigte. Die Erlaubnis werde für den Innen- und den Außenbereich gelten. Voraussetzungen sind demnach die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept. Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen ebenfalls ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Gastronomie und Tourismus starten wieder, sagte Laschet.
Ebenfalls am 11. Mai dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen im bevölkerungsreichsten Bundesland wieder öffnen. Ab dem 20. Mai sollen die Freibäder folgen - allerdings mit Ausnahme von Spaßbädern. Hallenbäder dürfen demnach ab dem 30. Mai wieder den Betrieb aufnehmen. Auch Theater, Opern und Kinos dürfen in NRW ab dem 30. Mai unter Auflagen wieder öffnen.
Bereits ab diesem Donnerstag erlaubt NRW wieder kontaktlosen Breitensport und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern. Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Die Erlaubnis soll dann auch für Sport in geschlossenen Räumen gelten.

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Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, äußerte sich nach der Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder im Bundeskanzleramt zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Foto: Marcel Kusch/dpa/POOL/dpa

16.54 Uhr: Obergrenze bei Neuinfektionen: Greiz und Rosenheim liegen drüber

Im Landkreis Greiz in Thüringen und im oberbayerischen Stadtkreis Rosenheim sind in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert worden. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervor. Bund und Länder wollen ab dieser Obergrenze in Landkreisen oder kreisfreien Städten künftig umgehend ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen. Wie die neuen Auflagen konkret aussehen, entscheiden allerdings die Länder selbst. Zu möglichen Auswirkungen für die beiden Kreise gab es zunächst keine Informationen.
Sollte sich das Infektionsgeschehen klar eingrenzen lassen, zum Beispiel innerhalb einer Pflegeeinrichtung, dann könne das Beschränkungskonzept auch nur diese Einrichtung und nicht den ganzen Landkreis umfassen, hieß es von Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin. In Greiz lag der Ausbruchsschwerpunkt dem Landratsamt zufolge zuletzt in stationären Pflegeeinrichtungen. Mit 85 nachgewiesen Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohnern liegt der Landkreis auf dem obersten Platz der RKI-Statistik. Im Stadtkreis Rosenheim wurden zuletzt 52 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert.
In den allermeisten deutschen Landkreisen liegt die Quote bei unter 25 Einwohner pro 100 000 Fälle, in einigen Landkreisen, wie zum Beispiel in Vorpommern-Greifswald, gab es in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen registrierten Fall mehr.

16.36 Uhr: Drei weitere Todesfälle in OWL

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben an diesem Mittwoch drei weitere Todesfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen. Verstorben sind zwei Personen aus dem Kreis Paderborn und eine 78-jährige Person aus Warburg. Die Gesamtzahl der Infektionen nahm um 15 zu, die der Genesenen um 46. Aktuell gibt es demnach in OWL 521 Infizierte. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 310 Infektionen (+2) - 13 Todesfälle (+1) - 235 Genesene (+9)
  • Kreis Paderborn: 590 Infektionen (+2) - 29 Todesfälle (+2) - 463 Genesene (+9)
  • Kreis Lippe: 728 Infektionen (+2) - 28 Todesfälle (+0) - 542 Genesene (+9)
  • Kreis Gütersloh: 596 Infektionen (+1) - 19 Todesfälle (+0) - 505 Genesene (+7)
  • Stadt Bielefeld: 379 Infektionen (+0) - 3 Todesfälle (+0) - 327 Genesene (+5)
  • Kreis Herford: 326 Infektionen (+0) - 7 Todesfälle (+0) - 287 Genesene (+3)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 434 Infektionen (+8) - 7 Todesfälle (0) - 377 Genesene (+4)
  • OWL gesamt: 3363 Infektionen (+15) – 106 Todesfälle (+3) – 2736 Genesene (+46)

16.34 Uhr: Russland erlaubt nach wochenlangem Shutdown erstmals Lockerungen

Nach mehr als sechs Wochen Zwangsferien sollen in Russland trotz massiv steigender Corona-Zahlen vom 12. Mai an erstmals Lockerungen im Shutdown möglich werden. Kremlchef Wladimir Putin sagte am Mittwoch, dass die Verantwortung dafür in den jeweiligen Regionen liege und abhängig sei von den Infektionszahlen. Zugleich mahnte er bei einer im Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit der Regierung vor übereilten Schritten.
Der russische Präsident hatte Ende März im Kampf gegen das Corona-Virus eine arbeitsfreie Zeit für das Land angeordnet, die noch bis 11. Mai läuft. Die Hauptstadt Moskau etwa will von kommender Woche an die Wiederöffnung von Industriebetrieben und Baustellen zulassen. Damit könnten eine halbe Million Menschen wieder zur Arbeit, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin. Geschäfte bleiben zu.

16.20 Uhr: Ohne Vertrauen gehe es nicht, sagt Merkel

Infektionsobergrenzen für die einzelnen Kreise: Wer denn die Arbeit der Gesundheitsämter überwache, wollte ein Journalist von der Bundeskanzlerin wissen. "Die ganze Bundesrepublik ist aufgebaut auf Vertrauen", sagte Merkel. Die CDU-Politikerin gab sich überzeugt, dass das Konzept der dezentralen Pandemie-Bekämpfung bei gleichzeitigen Lockerungen der Maßnahmen funktionieren werde.

16.02 Uhr: Merkel betont Notwendigkeit weiterer Kontaktbeschränkungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat hervorgehoben, dass trotz weiterer Lockerungen von Corona-Auflagen nach wie vor Abstand und Kontaktbeschränkungen erforderlich sind. Dies sei wichtig, um zu vermeiden, dass sich Infektionen schnell weiter verbreiten, sagte sie am Mittwoch in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten.
Daher sollten Kontaktbeschränkungen grundsätzlich weiter bis 5. Juni verlängert werden - mit der Lockerung, dass sich nun auch Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen. Bisher gilt, dass man sich in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten soll.
Merkel betonte, dass inzwischen ein Punkt erreicht sei, an dem die Virus-Verbreitung verlangsamt worden sei. Zugleich habe das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt werden können. Dies habe erreicht werden können, weil die Bürger verantwortungsvoll ihr Leben in Zeiten des Virus gelebt, sich auf Beschränkungen eingelassen und damit das Leben anderer Menschen gerettet hätten.

15.51 Uhr: Merkel: Entwicklung bei Corona trotz Lockerungen gut

Die Entwicklung in der Corona-Pandemie ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel trotz erster Öffnungsschritte bei den Beschränkungen gut. Die täglichen Neuinfektionen lägen bundesweit zum Teil nur noch im dreistelligen Bereich, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die Zahlen seien «sehr erfreulich». Allerdings habe man erst die allererste Phase der Pandemie hinter sich. Man stehen noch vor einer langen Auseinandersetzung mit dem Virus.

15.40 Uhr: Training im Freizeitsport wieder erlaubt

Bund und Länder wollen den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben, wenn auch mit Einschränkungen für einige Sportarten.

15.18 Uhr: Bund und Länder erlauben Neustart im Bundesliga-Fußball

Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Damit erhält die Deutsche Fußball Liga als Dachorganisation der 36 Proficlubs der 1. und 2. Liga die lange erhoffte Genehmigung für Geisterspiele.

14.41 Uhr: Bundesweit Besuche in Pflegeheimen und Kliniken möglich

Die weitgehenden Besuchsbeschränkungen für Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen in der Corona-Krise sollen bundesweit begrenzt gelockert werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Nordrhein-Westfalen und Bayern hatten schon am Dienstag die Auflagen gelockert.Angesichts insgesamt niedriger Infektionszahlen soll demnach in Schutzkonzepte der Einrichtungen und Verfügungen der Länder eine Regelung aufgenommen werden, wonach jedem Patienten oder Bewohner wiederkehrender Besuch durch eine definierte Person ermöglicht wird. Voraussetzung ist, dass es aktuell „kein aktives Infektionsgeschehen“ der Corona-Epidemie in der jeweiligen Einrichtung gibt.

14.31 Uhr: Weiterer Todesfall in Warburg

Im Kreis Höxter ist ein weiterer Corona-Toter zu beklagen. Das hat der Kreis am Mittwochvormittag mitgeteilt. Nach Angaben des Gesundheitsamtes handelt es sich um eine 78-jährige Person aus Warburg. Damit hat sich die Zahl der positiv getesteten Verstorbenen im Kreis Höxter auf 13 erhöht.

14.21 Uhr: Bund und Länder erlauben wieder Training im Freizeitsport

Bund und Länder wollen den wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Freizeitsportler müssten sich aber an bestimmte Auflagen halten.

14.08 Uhr: Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Alle Geschäfte in Deutschland sollen  unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

13.49 Uhr: Kontaktbeschränkungen werden bis 5. Juni verlängert - mit Lockerung

Bund und Länder haben die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch auch auf eine Lockerung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen.

13.26 Uhr: Zwei Todesfälle im Kreis Paderborn

Es gibt im Kreis Paderborn zwei weitere Corona-Todesfälle zu beklagen. Damit sind mittlerweile 29 Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt hatten, verstorben. Aber es gibt auch positive Nachrichten.

13.05 Uhr: Köln füttert Stadttauben durch die Corona-Krise

Köln hilft den Tauben in der Stadt mit Futter durch die Corona-Krise. Rund 25 Tierschützer haben die Erlaubnis bekommen, die nicht immer gut beleumundeten Vögel an bestimmten „Taubenhotspots“ mit Essen zu versorgen, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Die Ausnahmeregelung gelte bereits seit einigen Wochen. Hintergrund war die Sorge, die Tiere könnten in Zeiten von Kontaktbeschränkungen langsam verhungern. Der Grundgedanke: Sind die Innenstädte menschenleer, bleibt auch weniger Essen liegen.

Mehrere Medien hatten berichtet.Normalerweise gilt auch in Köln ein Fütterungsverbot für Tauben. Wer dagegen verstößt, muss mit bis zu 1000 Euro Strafe rechnen. Das Kölner Umweltamt folgte nach eigenen Angaben aber im März der Einschätzung von Tierschützern, nach der den Vögeln in Corona-Zeiten geholfen werden muss. Vermehrt seien damals schon „geschwächte und verhungernde Tauben“ gefunden worden. Als „verwilderte Haustauben“ gelte für sie aber das Tierschutzgesetz.

Allzu lang werden die Vögel allerdings nicht mehr auf ihre Futterhelfer bauen können. Die Sonderregelung ist an die Corona-Beschränkungen gebunden, die aktuell ja gelockert werden. „In Kürze wird das Thema erledigt sein“, sagte ein Stadtsprecher.

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Foto: dpa

12.47 Uhr: Ministerin Gebauer: Erste Schulöffnungen in NRW gut angelaufen

Vor der geplanten weiteren Öffnung der Schulen hat das NRW-Schulministerium eine positive Zwischenbilanz zur bisherigen teilweisen Wiederaufnahme des Unterrichts gezogen. Die Rückkehr der ersten Schüler am 23. April nach der Corona-Zwangspause - ausschließlich aktuelle Abschlussjahrgänge - sei „weitestgehend problemlos“ verlaufen, hieß es in einem Bericht von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an den Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags am Mittwoch.

Die ersten Rückmeldungen aus den Schulen zeigten auch, dass es in den überwiegenden Fällen „keine gravierenden Probleme bei der Einhaltung der Infektionsschutz- und Hygienestandards“ gebe. Mehr als zehn Prozent der gut 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen seien wieder in die Klassenräume zurückgekehrt.

12.16 Uhr: Gelato mit Schutzhelm in Rom

Das Eis der Zukunft kommt mit einer langen Plastikzange durch ein Loch in einer Plexiglaswand gefahren. Paolo Costantini trägt einen Schutzhelm mit Plastikvisier, Plastikhandschuhe und eine Atemschutzmaske.

«Das was vor Covid war, kann man vergessen. Wir müssen unsere Arbeit komplett neu erfinden», sagt der preisgekrönte Eismacher aus Rom. Vor seiner Eisdiele «Il Gelatone» in Sichtweite des Kolosseums steht eine Desinfektionsmaschine für die Hände, mit einem Thermoscanner soll die Temperatur der Kunden gemessen werden, bevor sie eintreten. Am Boden kleben schwarz-gelbe Streifen, die den notwendigen Mindestabstand zwischen zwei Menschen signalisieren.

11.56 Uhr: Kabinett beschließt Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie

Restaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. „Wir geben Gaststätten und Restaurants einen kräftigen Schub, wenn sie wieder öffnen“, erklärte die Parlamentarische Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen.

Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke. Zugleich beschloss das Kabinett, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld großteils steuerfrei gestellt werden. Das Finanzministerium geht davon aus, dass durch die Maßnahmen in diesem und kommendem Jahr rund 2,7 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden.

11.38 Uhr: Prognose: Wirtschaft in Eurozone bricht um 7,7 Prozent ein

Die Wirtschaft der Eurozone könnte laut der EU-Frühjahrsprognose wegen der Corona-Krise dieses Jahr um 7,7 Prozent schrumpfen und sich auch im nächsten Jahr nicht vollständig erholen. Die Prognose legte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vor. Die EU-Kommission sprach bei der Vorlage ihrer Prognose von einer Rezession historischen Ausmaßes. «Europa erlebt einen ökonomischen Schock, wie es ihn seit der großen Depression nicht mehr gegeben hat», sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

10.57 Uhr: Mehr als 164 800 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 6943 Tote

In Deutschland sind bis Mittwochvormittag über 164 800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 164 000 Infektionen). Mindestens 6943 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 6808). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut sieben weitere Personen anstecken. Die Reproduktionszahl schwankte in den vergangenen Tagen zwischen 0,7 und 0,8.Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 137 400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.39 Uhr: Frankfurter Messe sagt Großmessen im September ab

Die Frankfurter Messegesellschaft hat die für September geplanten Großmessen „Light + Building“ und „Automechanika“ abgesagt. Nach den jüngsten Ankündigungen der Regierung zur Corona-Pandemie könne keine Garantie gegeben werden, dass Großveranstaltungen zu diesem Zeitpunkt stattfinden könnten, hieß es am Mittwoch zur Begründung. Unnötige Kosten für Besucher und Aussteller müssten vermieden werden. Derzeit sind in Deutschland bis Ende August Großveranstaltungen untersagt.

Für beide Messen wurden bereits neue Termine festgelegt. Die nächste Automechanika soll demnach vom 14. bis zum 18. September 2021 stattfinden und dann ihren Zweijahresturnus in den ungeraden Jahren weiterführen. Die Baufachmesse Light + Building ist für den 13. bis 18. März 2022 geplant und bleibt damit in den geraden Jahren. Die Buchmesse des Deutschen Börsenvereins steht für den Oktober noch im Messeplan.

10.03 Uhr: Mehr als eine halbe Million Teilnehmer bei „Datenspende“-App

Bei der „Datenspende“-App des Robert Koch-Instituts, die Informationen aus Fitness-Trackern zur Eindämmung des Coronavirus sammeln soll, machen inzwischen gut 509 000 Nutzer mit. Ein wissenschaftliches Projekt mit der Teilnahme von Bürgern in dieser Größenordnung sei weltweit einzigartig, kommentierte das RKI den Stand von Dienstag in einem Blogeintrag.

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Foto: dpa

9.28 Uhr: Uni Paderborn richtet Hilfsfonds ein

Die Universitätsgesellschaft Paderborn (UG) hat mit dem AStA und der Universität einen Corona-Hilfsfonds für Studenten eingerichtet. Die Förderung in Höhe von bis zu 450 Euro erhalten Studenten, die sich nachweislich aufgrund der Corona-Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden.

9.22 Uhr: DGB warnt vor «Corona-Crash» auf dem Ausbildungsmarkt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert in der Corona-Krise mehr Einsatz von Politik und Wirtschaft für die Berufsausbildung. «Wir erwarten von Bundesregierung und Arbeitgebern, dass sie um jeden Ausbildungsplatz kämpfen», sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Berufsbildungsberichts, der am Mittwoch im Bundeskabinett beraten wird. In dem jährlichen Bericht wird die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ausführlich dargestellt.

8.21 Uhr: Bielefelder Richter fordert Gesamtplan

Der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld, Jens Gnisa, schlägt in der juristischen Debatte zu Corona einen Gesamtfahrplan für die Lockerungen vor. „Wir sind jetzt in einer verfassungsrechtlichen Diskussion, die nicht gut ist. Wenn der Kanzleramtsminister damit anfängt, die Urteile einzelner Gerichte zu kritisieren, dann müssen wir aufpassen”, sagte Gnisa am Dienstag dem WESTFALEN-BLATT.

7.47 Uhr: Baron Münchhausen wird 300 Jahre alt - Jubiläum in Corona-Zeiten

Seine Lügengeschichten wie der Ritt auf der Kanonenkugel sind weltweit bekannt: Doch Baron von Münchhausen ist nicht nur Kunstfigur und Filmheld, sondern eine historische Persönlichkeit. An diesem Montag (11. Mai) wäre Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen 300 Jahre alt geworden. Dank der Lockerungen der Corona-Beschränkungen können sich Besucher wieder auf seine Spuren im Weserbergland begeben.

Auf dem Gutshof des 1797 gestorbenen Landadligen in Bodenwerder öffnet am Dienstag (12. Mai) das Münchhausen-Museum wieder - allerdings unter strengen Auflagen. Chefin Claudia Erler hat die gesamte Sammlung neu gestaltet, darunter viele Dinge aus dem Nachlass. Zeitnah soll auch die Sonderausstellung „Phantasie lügt nie“ gezeigt werden. Der sächsische Kunsthandwerker Fredo Kunze hat Figuren aus den Lügengeschichten an der Drehbank gefertigt.

Mit einem Festakt und einer Veranstaltungsreihe wollte die Gemeinde Bodenwerder das Jubiläum feiern. Die Feierlichkeiten seien nur verschoben, nicht abgesagt, betont die Verwaltung. Eine vom Bundesfinanzministerium herausgegebene Münchhausen-Silbermünze ist ab Donnerstag (7. Mai) erhältlich. Zudem erscheint eine Münchhausen-Briefmarke.

Museumsdirektorin Claudia Erler setzt einer Figur vom Baron von Münchhausen einen Mundschutz auf im Münchausen-Museum Bodenwerder.
Foto: dpa

7.33 Uhr: US-Regierung will Corona-Arbeitsgruppe auflösen

Die US-Regierung will die ranghoch besetzte Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus auflösen und sich anstatt dessen auf die Wiederöffnung der Wirtschaft konzentrieren. Die Menschen in Amerika seien «Kämpfer» und wollten zurück an die Arbeit gehen, sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Gleichzeitig räumte er ein, dass es bei der von ihm angestrebten weitgehenden Lockerung der Corona-Beschränkungen weiterhin Neuinfektionen und Todesfälle geben werde. Das sei keine «perfekte Situation», aber man könne das Land nicht «fünf Jahre» geschlossen halten», sagte Trump.

6.32 Uhr: Tag der Entscheidung: Bundesliga wartet auf die Freigabe

Alles deutet auf einen schnellen Neustart hin. Die 36 Profifußball-Vereine aus der Bundesliga und 2. Bundesliga hoffen beim Politik-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten auf Klarheit - und werden wohl nicht enttäuscht.

Dienstag, 5. Mai

21 Uhr: Wirtschaftsminister der Länder wollen Gastronomieöffnung ab 9. Mai

Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

20.51 Uhr: Mehr als 164 800 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 6900 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagabend über 164 800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 19.15 Uhr: mehr als 164 000 Infektionen). Mindestens 6942 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 19.15 Uhr: 6803). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut sieben weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 135 100 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

19.22 Uhr: 18 neue bestätigte Fälle in OWL, sieben weitere Erkrankte gestorben

Die Gesundheitsämter in OWL haben für diesen Dienstag 18 neue laborbestätigte Infizierungen gemeldet. Auch die Zahl der Todesfälle ist gestiegen. Sieben weitere Personen und damit insgesamt 103 sind gestorben. Besonders viele Todesfälle wurden für den Kreis Höxter gemeldet. Nach Angaben der Kreisverwaltung seien im Laufe des Montags Todesfälle vom verlängerten Maiwochenende gemeldet worden. Insofern ergebe sich eine „statistische Verschiebung“. Im Kreis Paderborn sind derweil 30 weitere Personen genesen. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 308 Infektionen (+3) - 12 Todesfälle (+4) - 226 Genesene (+8)
  • Kreis Paderborn: 588 Infektionen (+3) - 27 Todesfälle (+1) - 454 Genesene (+30)
  • Kreis Lippe: 726 Infektionen (+10) - 28 Todesfälle (+0) - 533 Genesene (+19)
  • Kreis Gütersloh: 595 Infektionen (+0) - 19 Todesfälle (+1) - 498 Genesene (+4)
  • Stadt Bielefeld:  379 Infektionen (+0) - 3 Todesfälle (+0) - 322 Genesene (+7)
  • Kreis Herford: 326 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (+1) - 284 Genesene (+11)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 426 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (0) - 373 Genesene (+16)
  • OWL gesamt: 3348 Infektionen (+18) – 103 Todesfälle (+7) – 2690 Genesene (+95)

18.05 Uhr: Spielplätze öffnen in NRW

Endlich wieder mit anderen Kindern spielen: Spielplätze in NRW öffnen am Donnerstag. Viele Eltern sind verunsichert. Was erlaubt ist und was gut fürs Kind ist, lesen Sie hier.

17.41 Uhr: Wirtschaftsminister beraten über kontrollierte Kneipenöffnung

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer streben noch in diesem Monat eine bundesweit kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an, aber mit deutlich reduziertem Publikumsverkehr. Die Öffnung soll für Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse gelten, wie aus der Beschlussvorlage für Wirtschaftsministerkonferenz der Länder hervorgeht, die der dpa vorliegt.

Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygienevorschriften, Abstandsregeln sowie die Vorlage eines Plans zum Schutz der Beschäftigten. Die Öffnung soll ab dem 18. Mai 2020 gelten. Die Empfehlung ist als Grundlage für die Besprechung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gedacht. An der Videokonferenz wollte am Dienstagabend auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teilnehmen.

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Foto: dpa

16.54 Uhr: Ein weiterer Todesfall im Kreis Paderborn

Im Kreis Paderborn haben sich drei weitere Menschen, je ein Fall in Borchen, Büren und Paderborn, mit dem Coronavirus angesteckt. Damit gibt es im Kreis Paderborn mittlerweile 588 Fälle bestätigte Corona-Infektionsfälle, teilte das Kreisgesundheitsamt am Dienstag mit. Darüber hinaus sei ein weiterer Todesfall in Paderborn hinzu gekommen: Insgesamt seien somit 27 Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hatten, verstorben.

16.47 Uhr: Streit über Reisegutscheine: Brüssel gegen deutsche Lösung

Die EU-Kommission bleibt im Streit mit Deutschland um eine Gutscheinlösung bei abgesagten Reisen hart - die Koalition sucht nun nach Alternativen. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sagte, die Lage spitze sich von Tag zu Tag zu. «Deshalb brauchen wir schnell eine Lösung im Sinne der ganzen Reisebranche und der betroffenen Kunden.» Nach EU-Recht müssen Pauschalreisen sowie Flugtickets zeitnah erstattet werden. Die Bundesregierung aber will eine verpflichtende Gutscheinlösung, um Liquidität von Firmen zu sichern. Brüssel müsste einer solchen Lösung zustimmen. Die EU-Kommission lehnt dies aber ab.

16.10 Uhr: Laumann: Corona-Situation in NRW „sehr entspannt“

Die Corona-Infektionslage in NRW hat sich nach Angaben von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) „sehr entspannt“. Akut seien landesweit noch 6101 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, sagte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Der für die Ausbreitung des Virus wichtige Verdoppelungszeitraum liege mittlerweile bei 33 Tagen. Die Lage zeige, dass die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den vergangenen Wochen gewirkt hätten. Er könne „durchaus etwas optimistisch in die Zukunft schauen“, sagte Laumann.

15.42 Uhr: NRW lässt wieder Besuche in Pflegeheimen ab Muttertag zu

Bewohner in nordrhein-westfälischen Alters- und Pflegeheimen dürfen ab kommenden Sonntag (10. Mai) unter strengen Auflagen wieder Besuch bekommen. Das seit Mitte März geltende coronabedingte Besuchsverbot werde aufgehoben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Damit dürfen von Muttertag an Familienangehörige und Freunde wieder Bewohner von Heimen besuchen. Zudem sollen auch die Behindertenwerkstätten wieder öffnen. Für Besuche in Pflegeheimen gelten aber strenge Schutzmaßnahmen.

15.30 Uhr: 41 neue Corona-Tote in NRW

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen ist am Dienstag deutlich um 41 auf 1331 gestiegen. Das Landesgesundheitsministerium registrierte zudem 33.712 Infektionen mit dem Virus und damit 167 mehr als am Montag.

Zugleich galten 26 280 Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland als genesen - im Vergleich zu Montag kamen somit am Dienstag 440 dazu. Die Gesamtzahl der Genesenen basiert ausschließlich auf freiwilligen Rückmeldungen an die Behörden.

14.58 Uhr: Koalition weist Spekulationen über Corona-Impfpflicht zurück

Die große Koalition hat Spekulationen über eine Impfpflicht gegen das Coronavirus zurückgewiesen. „Ein für alle Mal: Eine Corona-Impfpflicht stand nie im Gesetzentwurf, zu keinem Zeitpunkt“, sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas am Dienstag. „Es wäre auch absurd, eine Impfpflicht im Bundestag zu beschließen, wo es doch bisher überhaupt keinen Impfstoff gibt.“ Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

14.28 Uhr: Vier Todesfälle im Kreis Höxter

Im Kreis Höxter gibt es vier weitere Corona-Tote zu beklagen. Drei der Verstorbenen (64, 78 und 84 Jahre alt) kommen aus Höxter. Eine 77 Jahre alte Person aus Steinheim ist ebenfalls gestorben.

14.09 Uhr: Siebter Todesfall im Kreis Herford

Bei dem siebten Todesfall handelt es sich um einen 80-jährigen Mann aus Enger mit Vorerkrankungen. Im Kreis Herford gibt es aktuell 35 Infizierte.

14.02 Uhr: Handel drängt auf rasche bundesweite Öffnung aller Läden

Nach dem Vorpreschen von Bayern und anderen Bundesländern fordert der Handel in Deutschland auch bundesweit grünes Licht für die Öffnung aller Läden. Es sei höchste Zeit für eine Auflösung des föderalen Flickenteppichs und die Öffnung aller Geschäfte ohne Größenbeschränkungen, sagte ein Sprecher des Handelsverbandes Deutschland (HDE) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch ein Sprecher des Handelsverbandes Textil (BTE) drängte: „Wir erwarten jetzt, dass die Wettbewerbsgleichheit in allen Bundesländern schnellstens wieder hergestellt wird.“ Angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen gebe es keinen Grund mehr, an Ladenschließungen festzuhalten.

13.34 Uhr: Segler aus Singapur nach Monaten auf See gerettet

Ein Segler im Südpazifik, der wegen der Corona-Pandemie monatelang auf dem Meer ausharren musste, hat wieder Land unter den Füßen. Wie örtliche Medien am Dienstag berichteten, wurde er von Marinesoldaten im Pazifik gerettet und konnte schließlich in Fidschi an Land. Wegen des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus war Wong Tetchoong aus Singapur in drei Ländern das Anlegen verweigert worden. Der 59-Jährige war Anfang Februar von Singapur aus zu einem dreijährigen Segelabenteuer aufgebrochen, bevor das Virus zu einer Pandemie wurde und Häfen in aller Welt geschlossen wurden, wie die Zeitung „Fiji Sun“ berichtete.

13.25 Uhr: Frankreich will eigene Corona-App Anfang Juni fertig haben

Frankreich will seine eigene Corona-Warn-App ab Anfang Juni zum Einsatz bringen. Die „StopCovid“-App, mit der der Kontakt von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen nachverfolgt werden soll, solle bis zum 2. Juni fertig sein, sagte der Staatssekretär für Digitales, Cédric O, am Dienstag dem Fernsehsender BFM Business. Die App werde dabei nicht auf die Schnittstellen von Google oder Apple zurückgreifen, erklärte O. Es gebe bei den Lösungen der US-Konzerne eine „Reihe von Problemen hinsichtlich des Schutz der Privatsphäre und der Verbindung mit dem Gesundheitssystem“, sagte er. Ab kommender Woche werde eine Testphase der App unter realen Bedingungen beginnen, kündigte O an. Sie solle dann ab dem 2. Juni einsatzbereit sein, wenn in Frankreich ein zweiter Schritt der Lockerung der Corona-Beschränkungen geplant ist.

12.50 Uhr: RKI: Bisher 2,4 Millionen Corona-Tests in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher rund 2,4 Millionen Corona-Labortests gemacht worden. Das betreffe den Zeitraum bis einschließlich Woche 17 dieses Jahres, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Circa 7,2 Prozent der Tests seien positiv gewesen. Mit Stand Kalenderwoche 18 lägen die Laborkapazitäten bei rund 142.000 pro Tag, hieß es unter Berufung auf Daten von 133 Laboren. Es würden Anstrengungen unternommen, um die Testkapazitäten weiter zu erhöhen. Das sei wichtig, um ein genaues Bild zu bekommen.

12.30 Uhr: Bis Anfang Juni Entscheidung über Autokauf-Anreize

Die Autobranche fordert schnell Klarheit, ob es Kaufprämien gibt. Die Nachfrage liegt infolge der Corona-Krise am Boden. 

Neben den Herstellern und dem Branchenverband VDA machen sich auch die «Autoländer» Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg für Kaufprämien stark.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, dass die Koalition Ende Mai oder Anfang Juni ein Konjunkturpaket auflegen wolle, um die Wirtschaftstätigkeit anzukurbeln.

Autoproduktion mit Mund- und Nasenschutz. Die Branche fordert höhere Kaufprämien, um die eingebrochene Nachfrage anzukurbeln.
Foto: dpa

11.10 Uhr: Bayerisches Kabinett will Exit-Fahrplan beschließen

Nach wochenlangen coronabedingten Schließungen, Einschränkungen und Beschränkungen will das bayerische Kabinett heute einen umfassenden Fahrplan für Lockerungen beschließen.

Es solle dazu ein langfristiges Konzept geben, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Es werde einen Fahrplan für nahezu alle Bereiche geben, von Schule und Kitas über Gastronomie und Hotels bis hin zu Pflegeheimen.

10.43 Uhr: Asselborn gegen weitere Kontrollen an deutscher Grenze zu Luxemburg

Luxemburg dringt auf eine Abschaffung der deutschen Einreisekontrollen an der Grenze zum Großherzogtum. Es gebe «keinen ersichtlichen Grund», die Mitte März eingeführten Kontrollen weiter aufrechtzuerhalten, schrieb Außenminister Jean Asselborn laut Mitteilung am Dienstag an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Luxemburgs Corona-Lage bedrohe die Nachbarregionen «in keinster Weise». Die Kontrollen schürten Unmut auf beiden Seiten der Grenze und gefährdeten das Zusammenleben in der Großregion.

Seit 16. März ist der Grenzverkehr wegen der Corona-Pandemie auch zwischen Luxemburg und Deutschland deutlich eingeschränkt. Seehofer hatte entschieden, die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und einigen anderen Staaten bis zum 15. Mai zu verlängern. Asselborn übermittelte Seehofer ein Schreiben von 13 Bürgermeistern aus der Grenzregion, die ihren Unmut über die Kontrollen ausdrückten. Die Abschaffung der Kontrollen wäre auch ein wichtiges Signal einer schrittweisen Rückkehr zum Schengener Abkommen, schrieb Asselborn.

10.23 Uhr: Patientenschützer kritisieren Corona-Immunitätsnachweis

Patientenschützer lehnen Pläne der Bundesregierung, auch beim Coronavirus einen Nachweis für eine Immunität zu ermöglichen, rundweg ab. «Der Immunitätsausweis wäre ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte», sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Der Vorschlag gehe «ethisch weit über die aktuelle Bekämpfung der Pandemie hinaus», beklagte er. «Denn während die Immunisierten Teilhabe am öffentlichen Leben erhalten, wird sie den Nichtimmunisierten verwehrt. Das ist zutiefst diskriminierend.» Zudem verleite der Immunitätsausweis zu vorsätzlichen Selbstinfektionen.«

Der Hochrisikogruppe bliebe dann nur die Wahl zwischen langanhaltender Isolation oder Lebensgefahr. Eine solche Spaltung der Gesellschaft ist unverantwortlich», kritisierte Brysch.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag erklärt, dass es vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Er habe den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. In der Koalition sei vereinbart worden, bis dahin keine gesetzliche Regelung zu dieser Frage vorzunehmen. Neben der Opposition hatte sich zuletzt auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert.

10.15 Uhr: Grundschulen stehen vor kaum lösbaren Problemen

Donnerstag soll es endlich wieder losgehen. Auch in den Bielefelder Grundschulen startet der Unterricht nach einer wochenlangen Zwangspause. Zumindest für die 2848 Viertklässler in der Stadt. Aber schon das bringt die bringt die 44 städtischen und die drei Grundschulen in freier Trägerschaft in arge Probleme. 

Martina Reiske, Leiterin der Sudbrackschule, ist auch im Vorstand der Schulleitungsvereinigung NRW. Für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hat sie neulich eine Rechnung aufgemacht, wie der Schulstart an ihrer Schule ablaufen wird. Es ist eine Rechnung, die nicht aufgeht.

9.20 Uhr: Spahn zum Kalou-Video: DFL-Konzept muss «auch gelebt werden»

Auch nach dem Video von Hertha-Profi Salomon Kalou hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keinen Zweifel am Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). «Das grundsätzliche Konzept macht Sinn und kann auch Vorbild sein im übrigen für andere Profisport-Bereiche. Aber dann muss es auch gelebt werden», sagte der Politiker am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk.

Deswegen sei es wichtig gewesen, dass der Berliner Verein nach diesem Video auch Konsequenzen gezogen hat. «Und ich hoffe, dass jetzt alle verstanden haben, dass es hier um etwas geht», meinte Spahn weiter.

Kalou hatte am Montag über Facebook ein Video veröffentlicht. Dies zeigte unter anderen, wie bei seinem Mitspieler Jordan Torunarigha eine Probe für einen Corona-Test genommen wird. Zudem hatte der 34-Jährige Gespräche in der Umkleidekabine unter anderem mit Teamkollege Vedad Ibisevic aufgenommen. Während der Video-Sequenz gab Kalou immer wieder Mitspielern oder Vereinsmitarbeitern die Hand und verstieß damit gegen die von der DFL in ihrem Konzept gemachten Vorgaben. Kalou wurde noch am Montag von Hertha BSC suspendiert.

9 Uhr: USA: Prognosen gehen von Zuspitzung der Corona-Pandemie aus

US-Präsident Donald Trump und die Gouverneure einiger Bundesstaaten drängen auf eine rasche Wiederöffnung der Wirtschaft - obwohl die Corona-Pandemie längst nicht unter Kontrolle gebracht ist. Daten von zwei verschiedenen Modellen prognostizieren für diesen Monat einen deutlichen Anstieg der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle in den USA.

6.13 Uhr: In der Pandemie wird weniger eingebrochen

In der Corona-Pandemie wird vorläufigen Zahlen zufolge weniger in Wohnungen und Wohnhäuser eingebrochen. Dieser Trend zeichnet sich nahezu bundesweit ab, wie eine Länder-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt. So ging etwa in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnungseinbrüche im März und April im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich zurück. Auch in Bayern sank die Zahl der Einbrüche - ebenso wie die Kriminalität

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„Mit diesen hohen Zahlen habe ich nicht gerechnet“
Eigentlich ist Markus Altenhöner Kreisdirektor und Kämmerer. 90 Prozent seines Tagesablaufs ist er derzeit jedoch mit der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigt. Der 40-Jährige leitet den zwölfköpfigen Krisenstab. Foto: Moritz Winde
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