Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: 333 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Infektionsfall in Sondermaschine bestätigt

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert.  Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Sonntag, 31.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 11:49 Uhr
Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt: Coronavirus-Newsblog: 333 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Inf...
Symbolbild. Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt.

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier.

Archiv:

Lesen Sie hier Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März)hier  Teil 2 (15. März bis 6. April), hier  Teil 3 (6. April bis 30. April). und hier Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai).

 

NEWSBLOG

Montag, 1. Juni

9.15 Uhr: Mehr als eine halbe Million Corona-Infizierte in Brasilien

Die Zahl der Corona-Fälle in Brasilien ist auf über eine halbe Million gestiegen. 514.849 Menschen haben sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes mitteilte. Nach den USA ist Brasilien das Land mit den meisten Corona-Infektionen weltweit. Da im größten Staat Lateinamerikas relativ wenig getestet wird, dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten allerdings noch wesentlich höher sein.

Mindestens 29.314 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit liegt Brasilien nach den USA, Großbritannien und Italien bei der Zahl der Todesopfer der Pandemie an vierter Stelle. In vielen Städten Brasiliens haben die Krankenhäuser bereits ihre Belastungsgrenze erreicht. Die Behörden richten provisorische Kliniken in Fußballstadien ein und lassen auf riesigen Flächen neue Gräber ausheben.

8.29 Uhr: Infektionsfall in Sondermaschine der deutschen Wirtschaft bestätigt

DEr Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung einer Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, am Montag der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es handelt sich nach Angaben der Gesundheitskommission der nordchinesischen Stadt um einen 34-jährigen Ingenieur aus Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Der Mann war am Freitag mit rund 180 in China tätigen Managern, Technikern und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft und Angehörigen sowie vier China-Korrespondenten nach Tianjin geflogen. Da China im März wegen der Pandemie die Grenze dicht gemacht hatte, waren sie in Deutschland gestrandet.

7.20 Uhr: „Digitale Kunstpäckchen“ in der Kunsthalle Bielefeld

Die Kunsthalle Bielefeld hat ihre Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche erweitert und neue digitale Formate entwickelt. Das „Kindermuseum“ und der „Teens Club“ bieten Kindern und Jugendlichen Angebote, um zuhause oder in der Schule die in der Kunsthalle gezeigten Kunstwerken kennen zu lernen und selbst kreativ zu werden. Für Schüler und Lehrer bieten die „Digitalen Kunstpäckchen“ die Möglichkeit, sich auch ohne den Museumsbesuch im Klassenverband oder in kleineren Gruppen intensiv mit den Werken der Sammlung oder der Ausstellung zu beschäftigen.

"Über die ‚Digitalen Kunstpäckchen‘ können wir jetzt auch mit Schul- und Kitagruppen wieder in Kontakt treten. Denn trotz der Öffnung des Museums ist der Besuch außerschulischer Lernorte bis zu den Sommerferien weiterhin nicht gestattet", sagt Christiane Lutterkort, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung an der Kunsthalle Bielefeld.

6.48 Uhr: 333 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.815 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8511 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

Sonntag, 31. Mai

16.48 Uhr: Wieder Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

In Stuttgart haben am Sonntag wieder mehrere Hundert Menschen gegen Einschränkungen durch die Corona-Verordnung des Landes demonstriert. Nach Polizeiangaben blieb am Nachmittag alles friedlich. Die Hygiene- und Abstandsregeln würden eingehalten, sagte eine Polizeisprecherin. Bereits am Vortag hatte es eine Reihe von Demonstrationen mit mehreren Hundert Teilnehmern gegeben.
Am Samstag hatten sich rund 150 Menschen auf dem Wasen versammelt. Die Demonstration fand unter Einsatz vieler Polizeikräfte statt. Redner verlangten unter anderem die sofortige Öffnung der Kitas und den sofortigen Vollbetrieb der Schulen. Die Gefahr, an Corona zu sterben, sei inzwischen geringer als die, von einer Straßenbahn überfahren zu werden, sagte ein Redner.
Ein Bündnis aus 25 linken Gruppierungen aus Stuttgart und der Region hatte auf einer anderen Demo vor einem drohenden Sozialabbau als wirtschaftliche Folge der Corona-Pandemie gewarnt.

16.34 Uhr: Spanien hebt Zwangsquarantäne für Einreisende schon am 21. Juni auf

Das Urlaubsland Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag in Madrid. Im Juli wolle man «in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüßen».
Von der vorverlegten Aufhebung der Pflicht zur zweiwöchigen häuslichen Isolierung werden im Juni jene Menschen profitieren, die in Spanien einreisen dürfen, weil sie im Land entweder einen Erstwohnsitz haben oder aus beruflichen Gründen einreisen. Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

16.04 Uhr: Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Corona-Tote seit März

Erstmals seit März ist in Schweden innerhalb von 24 Stunden kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben infolge der Pandemie seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37.500 Menschen werden in der Statistik als infiziert geführt.
Die relativ hohe Totenzahl - gemessen an zehn Millionen Einwohnern - sei vor allem auf Infektionen in Pflegeheimen in und um die Hauptstadt Stockholm zurückzuführen, heißt es. Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.

15.46 Uhr: Kompletter Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die Entwickler der Corona-Warn-App des Bundes haben den kompletten Programmcode der mit Spannung erwarteten Anwendung offengelegt.

«Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert», erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar.

15.21 Uhr: Trump will G7-Gipfel nun auf September schieben

Hin und Her um den G7-Gipfel: Erst wollte US-Präsident Trump das Treffen wegen der Corona-Krise per Video abhalten. Dann wollte er seine Amtskollegen doch für Juni einladen. Nun sollen sie im September kommen - mit einem schwierigen Gast.

15.15 Uhr: 160 Menschen in Quarantäne nach Corona-Ausbruch in Göttingen

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Mit Stand Samstagabend befanden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Bislang sind 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.
Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, so dass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

15.15 Uhr: Jugendarbeit des CVJM in Lübbecke startet wieder

Aufgrund der massiven Verordnungen von Bund, Land und Kommune musste die Jugendarbeit des CVJM Lübbecke ruhen und das Jugendzentrum am Markt musste geschlossen bleiben. Keine Gruppen, Treffen oder Veranstaltungen. Doch mit den neuesten Lockerungen des Lockdowns konnten die Planungen für das JaM beginnen. Seit Donnerstag nimmt nun der CVJM Lübbecke Stück für Stück seine Jugendarbeit wieder auf. Die Vorgaben zum Infektionsschutz wurden in ein Konzept eingearbeitet, welches mit gewissen Einschränkungen die Art und Weise der verschiedenen Angebote mal stärker und mal schwächer beeinflusst oder einschränkt, teilt der CVJM mit. Doch Jugendreferent Bodo Borchard meint dazu: „Wir werden das Beste daraus machen, und sinnvoll eingeschränkt ist besser als gar nichts.“

14.32 Uhr: Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler wohl zögern

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben. In Bayern, wo am Samstag wie auch in Baden-Württemberg zweiwöchige Schulferien begonnen haben, zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge.
Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland seien nicht stark ausgelastet, sagte eine Sprecherin am Sonntag.
Auch auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. «Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig», sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen, zuständig für A2 und A7 im Raum Hannover, sagte, das Verkehrsaufkommen sei im Großen und Ganzen normal. Weil das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen nicht gelte, seien mehr Lastwagen unterwegs und damit gebe es auch etwas mehr Verkehr als sonst.
«Auf den Straßen ist nicht viel los», sagte für Sachsen ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden. Auch an der Grenze zu Polen blieb der befürchtete Ansturm aus.

14.29 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Büren

Drei neue Infektionsfälle in Büren sind zu verzeichnen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Paderborn steigt damit auf 651, Stand 31. Mai, 12 Uhr. Das hat der Kreis Paderborn am Sonntagnachmittag bekannt gegeben.

14.07 Uhr: „Eine Insolvenzwelle ist nicht in Sicht“

Banken stehen in der Corona-Krise im Kreuzfeuer. Mit ihren Unterschriften stellen  F irmenkundenberater derzeit die Weichen, ob ein Unternehmen die Krise mit Hilfe eines Kredites überlebt oder nur noch tiefer in eine schon bestehende Schieflage gerät. Christian Schlüter steht bei der Kreissparkasse Herford an der Spitze von 100 Kreditexperten, darunter 30 spezialisierte Firmenkundenberater.

13.41 Uhr: Russland überschreitet Marke von 400.000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten größeren Lockerungen auf über 400.000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405.843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine größere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau - Europas größter Stadt - wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

13.12 Uhr: Es kribbelt in den Füßen

Sechs DJs treten in Schloß Holte-Stukenbrock auf und feiern mit 200 Fahrern und Beifahrern die Premiere des "Drive-In-Clubbings" auf dem Parkplatz des Safarilandes.

12.54 Uhr: Formel 1 darf nach Zwangspause starten

Mit 112 Tagen Verspätung können Ferrari-Star Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton endlich in die Formel-1-Saison starten.

Nach dann mehr als dreieinhalb Monaten Corona-Zwangspause muss die Königsklasse des Motorsports am ersten Juli-Wochenende auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg den WM-Kampf aber vor leeren Rängen einläuten.

10.45 Uhr: Jeder Dritte will Maskenpflicht lockern oder abschaffen

Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten für eine Abschaffung.

9.52 Uhr: Infektionsfall bei erstem Flug mit 200 Deutschen nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission am Sonntag berichtete. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

8.33 Uhr: Paderborner Mutter in Sorge: „Der Junge geht mir ein“

Barbara Burow ist der Verzweiflung nah. Seitdem das Coronavirus grassiert, darf ihr Sohn Leon-Maurice nicht mehr in die Caritas-Werkstatt für behinderte Menschen in Schloß Neuhaus. „Er hat weder Therapien, kann sich nicht frei bewegen und dreht zu Hause schon durch wie wahrscheinlich mehrere behinderte Jugendliche“, bedauert sie und leidet genauso wie ihr Kind massiv unter der Situation. Die Caritas-Werkstätten im Erzbistum Paderborn betonen, sie würden alles tun, damit Leon-Maurice in den nächsten Wochen zurückkehren könne.

8.09 Uhr: Kirche zwischen Würde und Hygiene

Seit dem zweiten Maiwochenende werden im Pastoralverbund Salzkotten wieder Gottesdienste gefeiert. Doch fast nichts ist, wie es vor Corona war. Über Messfeiern ohne gemeinsamen Gesang, Beten mit Mundschutz und Kirche in der Zukunft sprach die Redakteurin Marion Neesen mit dem Leiter des Pastoralverbundes Pfarrer Martin Beisler.

8.06 Uhr: Weniger Beteiligung bei Corona-Demonstrationen

In mehreren deutschen Städten haben wieder Menschen gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert - aber nach weitreichenden Lockerungen weit weniger als an vergangenen Wochenenden.

Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretiker richteten. In Frankfurt am Main demonstrierten bei mehreren Veranstaltungen insgesamt rund 550 Menschen. Nach einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten schritt die Polizei ein.

Samstag, 30. Mai:

18.32 Uhr: Delbrücker Hallenbad öffnet wieder

Nach rund 13 Wochen coronabedingter Zwangsschließung öffnet das Delbrücker Hallenbad am Samstag, 6. Juni, wieder seine Türen. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die den Kommunen erst seit Donnerstag vorliegt, tritt am 30. Mai in Kraft und erlaubt, dass Hallenbäder zumindest für das reine Bahnen-Schwimmen wieder geöffnet werden dürfen – nicht mehr, aber eben auch nicht ­weniger.

18.05 Uhr: Covid-19: Bundeswehr holt erkrankte Polizisten aus Afghanistan zurück

Die Luftwaffe holt erstmals an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus dem Ausland zurück - sie kommen aus NRW. Ein Airbus A400 startete am Samstag Richtung Afghanistan, wie der „Spiegel“ berichtete. Das Transportflugzeug mit medizinischem Personal an Bord soll nach einer Zwischenlandung im nordafghanischen Masar-i-Scharif am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Die Rückkehr sei für den Sonntagabend geplant, sagte eine Sprecherin der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Mitfliegen soll nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auch ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bundeswehrsoldat aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif. 

Die beiden erkrankten Polizisten stammten aus Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der dpa. Drei Beamte zeigten Anfang der Woche Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Zwei von ihnen wurden positiv auf das Coronavirus getestet, bei einem dritten war das Testergebnis negativ. Alle drei sollen nun nach Deutschland zurückgeholt werden. Die Beamten wurden im Feldhospital der Nato in Kabul medizinisch behandelt. Auf dem Flug sollen die begleitenden Ärzte und Soldaten Schutzmontur tragen, um sich nicht selbst zu infizieren, wie der „Spiegel“ berichtete. 

16.33 Uhr: Wieder Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

In Berlin und anderen deutschen Städten sind am Samstag wieder Menschen aus Protest gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus auf die Straße gegangen.

Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextreme und Verschwörungstheorien richten. In Berlin begleitete die Polizei die verschiedenen Kundgebungen mit insgesamt 550 Einsatzkräften. Mehr hier.

16.18 Uhr: Größerer Coronavirus-Ausbruch nach Feiern in Göttingen

Nach der Infektion Dutzender Menschen einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven mit dem Coronavirus ist nun ein weiterer größerer Ausbruch in Niedersachsen bekannt geworden. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, infizierten sich bei einigen größeren privaten Feiern mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus. Die Betroffenen seien zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. „Aus Datenschutzgründen können keine weiteren Angaben zu den Betroffenen gemacht werden“, teilte die Sprecherin mit. Die Menschen hätten sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt. 

Eine abschließende Zahl an Infizierten lag zunächst nicht vor. „Derzeit werden alle Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen auf das Virus getestet, um einen Überblick über die Situation zu erlangen“, erklärte die Stadtsprecherin. Auch am Pfingstwochenende solle getestet werden. Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewege sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

15.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in NRW steigt um 107

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 107 neue Corona-Fälle registriert worden. Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 37.891. Davon meldeten sich bislang 33.892 wieder genesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich im Vergleich zu den Angaben vom Freitag um 7 auf 1594. 

Daraus ergibt sich, dass aktuell nachweislich rund 2400 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

15.45 Uhr: Volkswirte befürchten schwere Zeiten für den Arbeitsmarkt

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute befürchten erhebliche und nachhaltige Auswirkungen der Corona-Krise auf Arbeitsmarkt und Konjunktur.

«Ich erwarte im Mai einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosen von saisonbereinigt 180.000», sagte Katharina Utermöhl von der Allianz in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit wären in nur zwei Monaten 500.000 Jobs verloren gegangen. «Die gesamte positive Entwicklung der vergangenen fünf Jahre auf dem Arbeitsmarkt würde dann ausradiert», sagte Utermöhl.

14.37 Uhr: Corona-Fallzahlen in Minden-Lübbecke unverändert

Die Zahl der Menschen im Kreis Minden-Lübbecke, ist von Freitag, 29. Mai, bis Samstag, 30. Mai, unverändert geblieben. 486 Corona-Fälle wurden im Kreis registriert. Auch die Zahl der Fälle, die inzwischen abgeschlossen sind, blieb bei 446, zehn Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

13.44 Uhr: Entwarnung nach Corona-Infektion eines Schulkindes in Halle

Ein Kind der Grundschule Gartnisch hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, wie Regina Bresser, für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, dem WB bestätigt hat. Die Infektion ist nach Einschätzung der Fachleute vom Gesundheitsamt jedoch so weit unter Kontrolle, dass weitergehende Quarantäne-Maßnahmen für andere Schüler, Lehrer und Eltern nicht notwendig seien. Mehr lesen Sie hier.

12.52 Uhr: Clausen: Kita in Bielefeld auch im Juli beitragsfrei

Auch im Monat Juli sollen Bielefelds Kita- und OGS-Eltern keine Gebühren zahlen müssen. Das kündigte Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) am Freitag an. „Auch wenn die Kindertageseinrichtungen jetzt wieder öffnen, können wir nicht die gewohnte Qualität anbieten“, so der OB. Aus diesem Grund wolle die Stadt auch im kommenden Monat keine Entgelte erheben.

12.08 Uhr: Ansturm auf die Campingplätze

Auf den Camping- und Wohnmobilstellplätzen entlang der Weser herrscht am langen Pfingstwochenende Hochbetrieb. „Man merkt richtig, wie froh die Leute sind, dass sie wieder reisen können“, sagt Donia Fernhout vom Campingplatz Bootshaus in Beverungen. Sie hat mit ihrem Partner Paul Straathof das Bootshaus erst Anfang dieses Jahres übernommen, konnte wegen der Corona-Krise aber zunächst nicht öffnen. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgegangen ist“, berichtet Fernhout. Die 30 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile sind ausgebucht. Auf der Wiese sind auch die ersten Zelte aufgeschlagen worden.

10.56 Uhr: OWL-Airport in Wartestellung

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt geht in der   Corona-Krise das Warten auf die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs weiter. Seit neun Wochen ist kein Linien- oder Urlaubsflieger mehr auf dem OWL-Airport gelandet oder abgehoben. Auch wenn es noch kein festes Datum für das Ende der Corona-Zwangspause gibt, wird der Re-Start vorbereitet. „Wir wollen vom 22. Juni an startklar sein, um dann den Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen zu können“, sagt Flughafen-Vertriebschef Klaus Marx.   Fast alle 200 Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit. 
Die sechs Airlines, die laut Sommerflugplan eigentlich rund 90 Flüge pro Woche zu elf Zielen anbieten wollten, tasten sich derzeit vorsichtig beim Hochfahren des Flugbetriebs voran – an größeren Airports. Als Voraussetzung für die Wiederaufnahme in größerem Umfang gilt der für den 15. Juni geplante Wegfall der Reisewarnungen für 31 europäische Staaten.
Auch vor diesem Hintergrund sind erste Flüge der Airlines in Paderborn in deren Buchungssystemen ab diesem Stichtag wieder vorgesehen und auch buchbar – etwa von Tuifly nach Mallorca, Rhodos, Teneriffa oder Kos. Dass vor dem 22. Juni ein Urlaubsflieger tatsächlich in Büren abhebt, hält Marx für ausgeschlossen.

9.50 Uhr: „Bitte erheben Sie sich – nicht!” - Welche Benimm-Regeln vor Gericht gelten und was Corona daran ändert

In mehreren nordrhein-westfälischen Arbeitsgerichten müssen Prozessbeteiligte und Zuschauer seit einigen Tagen nicht mehr aufstehen, wenn das Gericht den Verhandlungssaal betritt. So soll die   Verbreitung des Coronavirus erschwert werden. René Schoob, der Direktor des Arbeitsgerichts in Detmold: „Wir haben diese Regelung zusammen mit anderen Maßnahmen auf Anregung des Landesarbeitsgerichts Hamm eingeführt.” Dessen Sprecher Johannes Jasper erklärt: „Wer sich erhebt, stützt sich gewöhnlich mit beiden Händen an der Tischplatte ab und kommt mit dem Oberkörper weiter nach vorne, also in Richtung Gericht. Beides ist unter Infektionsgesichtspunkten ungünstig.”

9.14 Uhr: Trump verkündet Abbruch der US-Beziehungen zur WHO

Inmitten der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump den Abbruch der Beziehungen seines Landes mit der Weltgesundheitsorganisation WHO verkündet. «Wir werden heute unsere Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation beenden», sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

7.49 Uhr: Fans helfen dem SCP

In Corona-Zeiten stehen die Fans zu ihrem Verein: Mehr als 60 Prozent der Anhänger des SC Paderborn haben bislang ganz oder teilweise auf eine Rückerstattung von Dauer- oder Tageskarten für die laufende Saison verzichtet. Bis zum 30. Juni sollen die Inhaber von Dauer- und Tageskarten ihre Ansprüche oder ihren Verzicht anmelden.

6.58 Uhr: Abheben nicht vor Ende Juni

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt geht das Warten auf die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs weiter. Seit neun Wochen ist kein Linien- oder Urlaubsflieger mehr auf dem OWL-Airport gelandet oder abgehoben. Auch wenn es noch kein festes Datum für das Ende der Corona-Zwangspause gibt, wird der Re-Start vorbereitet. Bis zum 22. Juni soll alles startklar sein.

06.14 Uhr: Nur Kredite statt Zuschüsse für Zahnärzte

Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZVWL) Westfalen-Lippe hat der „Schutzschirmverordnung“ des Bundesgesundheitsministeriums zugestimmt. Anders als zunächst in Aussicht gestellt und bei Krankenhäusern und Ärzten weiterer Fachrichtungen praktiziert, sieht diese für Zahnärzte lediglich Überbrückungskredite statt nicht zurückzuzahlende Zuschüsse vor. In der Corona-Krise arbeiteten Praxen defizitär. Eine Umfrage der KZVWL ergab für März einen Behandlungsausfall von 20 bis 50 und für April von 50 bis 80 Prozent. Kurzarbeit nutzten demnach 85 bis 90 Prozent der Praxen. Inzwischen zeige sich ein leichter Anstieg der Patientenzahlen.

Freitag, 29. Mai

21.20 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

In Klammern: Veränderung, in der Regel  zum Vortag Quellen: Robert-Koch-Institut (RKI), Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter

aktuell Infizierte: 28 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 353
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn

aktuell Infizierte: 62 (+1) 
bestätigte Fälle insgesamt: 648 (+5)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe

aktuell Infizierte: 7 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 741
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh

aktuell Infizierte: 65 (+16)
bestätigte Fälle insgesamt 668: (+19)
davon Todesfälle: 19

Bielefeld

aktuell Infizierte: 11
bestätigte Fälle insgesamt: 410
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford

aktuell Infizierte: 3 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell Infizierte: 40 (-17)
bestätigte Fälle insgesamt: 486 
davon Todesfälle: 10 (+1) 

Ostwestfalen-Lippe

aktuell Infizierte 216: (-6)
bestätigte Fälle insgesamt 3637: (+24) 
davon Todesfälle: 119 (+1)

18.50 Uhr: RKI meldet rund 560 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 560 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zwar hatte das RKI am frühen Freitagmorgen die Zahl zunächst mit 741 angegeben, allerdings seien darin wegen technischer Probleme auch ältere Fälle enthalten, wie eine RKI-Datenexpertin auf Nachfrage erläuterte. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 180.458 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 29.05. 0 Uhr).

Bislang starben nach RKI-Angaben 8450 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 900 mehr als noch einen Tag zuvor.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag bei 0,61 (Datenstand 28.5. 0 Uhr; Dienstag 0,68). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 28.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

18.25 Uhr: NRW-Schulministerin: Möglichst viel Präsenzunterricht nach Sommerferien

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer will Schülern nach den Sommerferien wieder möglichst viel Unterricht in den Klassenräumen ermöglichen. Ihr Ziel sei es, dann „in einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht zurückzukehren“, sagte die FDP-Politikerin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

18.16 Uhr: Zehnter Corona-Toter im Kreis Minden-Lübbecke

Es gibt einen weiteren Todesfall in Verbindung mit dem Sars-Cov-2-Erreger im Kreisgebiet. Ein 73-jähriger Bewohner aus dem Mindener Altenheim Haus Morgenglanz, der zu den positiv Getesteten gehörte, ist verstorben.

16.55 Uhr: 105 neue Corona-Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 105 Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazugekommen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, stieg die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 37.784. Davon seien 33.699 wieder genesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich im Vergleich zu den Angaben vom Donnerstag leicht um 6 auf 1587.

Daraus ergibt sich, dass aktuell nachweislich etwa 2500 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.Die meisten Neuinfektionen innerhalb eines Tages wurden in Gütersloh verzeichnet - innerhalb eines Tages kamen 19 neue Infektionen hinzu. Ein Dutzend Städte und Kreise in NRW haben innerhalb der letzten sieben Tage weniger als eine Neuinfektion pro 100 000 Einwohner gemeldet.

16.25 Uhr:  NRW-Landtag erleichtert Voraussetzungen zur Kommunalwahl

Trotz Corona-Pandemie sollen die diesjährigen Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen rechtssicher vorbereitet werden und unter den nötigen Infektionsschutzvorkehrungen ablaufen können. Dafür hat der Landtag am Freitag einstimmig ein sogenanntes Kommunalwahlerleichterungsgesetz verabschiedet.

Damit erhalten die Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber angesichts der widrigen Umstände mehr Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Im Fall der Kommunalwahl in NRW am 13. September 2020 sollte die Frist am 16. Juli um 18.00 Uhr ablaufen. Dieser Stichtag wird um elf Tage nach hinten verschoben. Außerdem wird die Zahl der erforderlichen Unterstützungsunterschriften um 40 Prozent verringert.

15.52 Uhr: Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen

Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt.

Voraussetzung sei, dass sie mindestens sechs Nächte außerhalb Kopenhagens gebucht haben. «Wir sind wie alle anderen dabei, Dänemark wieder zu öffnen. Wir machen es kontrolliert und schrittweise», so Frederiksen. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.49 Uhr: Österreich gibt Maskenpflicht Mitte Juni weitgehend auf

Österreich lockert angesichts niedriger Corona- Infektionszahlen Mitte nächsten Monats die Maskenpflicht weitgehend. Am 15. Juni falle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit großteils, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag bekannt. Die Sperrstunde in der Gastronomie werde dann um zwei Stunden bis 1.00 Uhr ausgeweitet.Masken sollen dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie etwa bei Friseuren oder in der Gastronomie getragen werden, wo der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

14.18 Uhr: Nach den Sommerferien Unterricht im Vereinsheim?

Zur Entzerrung und Einhaltung der Abstandsregeln an den Schulen hat der Bundeselternrat für die Zeit nach den Sommerferien vorgeschlagen, auch Unterricht in Vereinsheimen, Konferenzzentren und kommunalen Gebäuden anzubieten. Die ersten Reaktionen darauf fallen positiv aus.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zeigte sich am Freitag offen dafür, der Deutsche Lehrerverband auch. Auch im neuen Schuljahr werde Schulbetrieb nicht überall im Regelbetrieb stattfinden können, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Deutschen Presse-Agentur.

13.08 Uhr: Schweizer Altenheim bastelt virensicheren Kuschelvorhang

Einen virensicheren Kuschelvorhang haben Mitarbeiter eines Altenheims in der Schweiz entwickelt. Der Vorhang aus durchsichtiger Plastikfolie soll es Bewohnerinnen und Bewohnern erlauben, Gäste zu umarmen, wie der Geschäftsführer der Stiftung Solina, Patric Bhend, am Freitag berichtete. Die Vorrichtung hat Ärmel, die ein richtiges In-den-Arm-Nehmen erlauben, obwohl die Personen von Kopf bis Fuß durch die Plastikplane getrennt sind.Bhend ließ sich von einem Video aus Großbritannien inspirieren, wo jemand aus einem Duschvorhang einen so genannten “cuddle curtain„ - Kuschelvorhang - gemacht hatte. Die Kollegen hätten sich dann aus dem Baumarkt Folie besorgt und gebastelt. Die Bewohner hätten beim Ausprobieren schon Spaß gehabt. „Das war mit viel Lachen verbunden, das ist ja auch schon ein verbindendes Element“, sagte Bhend. „Jede Abwechslung ist willkommen und trägt zur guten Stimmung bei.“

12.47 Uhr: David Guetta lädt Fans erneut zur virtuellen Dachparty

Im April feierte David Guetta eine virtuelle Dachparty in Miami und sammelte Geld für Corona-Hilfsmaßnahmen - an diesem Wochenende möchte der französische Star-DJ in New York nachlegen.

Schauplatz diesen Samstag ab 19 Uhr (Ortszeit): «Ein ikonischer Ort, der noch geheim ist», wie der 52-Jährige dem Sender CNN verriet. Fans können sich das DJ-Set «United At Home» live über die Social-Media-Kanäle anschauen. Via Zoom möchte der Musiker mit ihnen interagieren. Neben bekannten Hits wolle er auch neue Musik spielen.

Bei der Dachparty in Miami sammelte Guetta eigenen Angaben zufolge rund 750.000 Dollar. Der DJ lieferte spektakuläre Bilder: Fans tanzten auf den Balkonen der angrenzenden Hochhaustürme oder schauten von Booten aus zu. Prominente wurden zugeschaltet, darunter die Fußballer Olivier Giroud und Robert Pires sowie Box-Olympiasiegerin Estelle Yoka Mossely. Zur Corona-Pandemie sagte Guetta: «Wir werden das alle zusammen durchstehen. Das ist ein Moment, der zeigt, wie sehr die Welt vereint werden muss.»

12.09 Uhr: Tennis ohne Zuschauer

Auch im Tennis soll es Geisterspiele geben. Im Juni sind in Berlin Kurz-Turniere mit Top-Spielern wie Alexander Zverev und Julia Görges geplant - ohne Zuschauer.

11.05 Uhr: Paderborner Senioreneinrichtung ist wieder coronafrei

Das Paderborner Perthes-Haus hat sich nach den dramatischen Ereignissen rund um das Coronavirus langsam erholt. Neun Todesfälle gab es. Doch nach Auskunft von Perthes-Geschäftsführer Felix Staffehl ist die Einrichtung inzwischen coronafrei. „Mit großer Freude und Erleichterung ist festzustellen, dass im Perthes-Haus Paderborn alle Bewohner und Mitarbeiter negativ getestet worden sind. Mittlerweile sind auch alle Mitarbeiter nach der Covid-19-Erkrankung wieder im Dienst und auch die erkrankten Bewohner sind wieder genesen“, erklärte Staffehl auf Anfrage.

10.02 Uhr: Comedy-Abende im Bünder Autokino abgesagt

Die beiden Live-Comedy-Abende im Bünder Autokino an diesem Wochenende sind abgesagt worden, ebenso wie das geplante Konzert der Kinderrockband Krawallo. Der Grund: Das mögliche Corona-Infektionsrisiko war dem Veranstalter zu hoch.

Eigentlich hätten am heutigen Freitag und am Samstag Comedians wie David Werker oder Rosenberg Lipinsky für Lacher auf dem Festplatz am Holser Schluchtweg sorgen sollen. Insgesamt 100 Fahrzeuge mit jeweils zwei bis drei Insassen sowie 40 mal zwei Personen an Tischplätzen hätten an beiden Abenden die Veranstaltungen besuchen können.

9.09 Uhr: Einzelhandel leidet

Der Einzelhandel in Deutschland hat wegen geschlossener Geschäfte in der Corona-Krise kräftige Umsatzeinbußen erlitten. Im April sank der Erlös preisbereinigt um 6,5 Prozent. Besonders groß sind die Umsatzverluste bei Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren.

8.34 Uhr: Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig

Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. «Im Moment ist die Lage vergleichsweise entspannt», sagte Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. «Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah und veranlassen die erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Erkrankung», sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert.

7.40 Uhr: Gastwirte wollen Angebot im Außenbereich aufstocken

Mehr Tische und Stühle an der frischen Luft - wegen der Corona-Pandemie wollen zahlreiche Gastronomiebetriebe in Nordrhein-Westfalen ihre Terrassenflächen vergrößern. Durch die Abstandsregeln musste das Platzangebot in den Gebäuden reduziert werden, womit den Gastwirten wichtige Umsätze verloren gehen. In Münster sind bisher 45 Anträge auf eine Ausweitung der Außengastronomie bei der Stadt eingegangen, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag mitteilte. Davon seien 40 genehmigt worden. „Dadurch wurde eine Zusatzfläche von 650 Quadratmetern generiert“, sagte er. In der Landeshauptstadt Düsseldorf waren es den Angaben eines Sprechers zufolge am Donnerstag 74 Anträge.Der Branchenverband Dehoga NRW fordert, dass die Städte und Kommunen unbürokratisch eine Erweiterungen der Flächen für die Außengastronomie genehmigen. „Die Vergrößerungen sind wichtig, weil sie die Unsicherheiten der Gäste abbauen können“, erklärte ein Verbandssprecher.

6.42 Uhr: Widersprüchlichkeiten in Corona-Schutzverordnung

Die neue Corona-Schutzverordnung, die von Samstag an in NRW gilt, beinhaltet einige Widersprüchlichkeiten. Bei Konzerten und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen verlangt das Land Mund-Nasen-Schutz und mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen den Besuchern. Dagegen dürfen Fahrgäste in Reisebussen nebeneinander sitzen, wenn die Fahrgastzahl den Mindestabstand von 1,50 Metern unmöglich macht und die Reisenden Masken tragen. Ein weiteres Beispiel: Trompetespieler müssen sich an andere Vorgaben halten als Saxophonisten.

6.15 Uhr: Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden

Mit mehr Desinfektionsmittelspendern für Hände, häufigeren Reinigungen und virusabtötendem Licht will die Deutsche Bahn sich an den Bahnhöfen auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise einstellen. „Wir fokussieren all unsere Anstrengungen gerade auf Sauberkeit und Hygiene an den Bahnhöfen“, teilte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla der Deutschen Presse-Agentur mit. An 600 Stationen seien inzwischen Hand-Desinfektionsspender aufgestellt.

Mit sogenannten Wegeleitsystemen sollen nach und nach an allen Bahnhöfen Fahrgastströme stärker gelenkt und entzerrt werden, um Abstandsregeln besser einhalten zu können. Mit neuen Reinigungsmaschinen könnten Flächen zudem großflächiger als bislang desinfiziert werden. Außerdem experimentiert der Konzern eigenen Angaben zufolge mit Techniken wie UV-C-Licht, das etwa Viren auf den Handgriffen von Rolltreppen abtöte. Derzeit gibt es dazu Versuche am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main. Auch desinfizierende Lacke etwa für Fahrstuhlknöpfe und Treppenhandläufe würden ausprobiert. Der Fahrgastverband Pro Bahn lobte die bisherigen Hygiene-Bemühungen der Bahn, vor allem im Fernverkehr.

Donnerstag, 28. Mai

21.00 Uhr: Nach Corona-Fall an Bünder Gesamtschule insgesamt 23 Kontaktpersonen in Quarantäne

Während aufgrund der Corona-Erkrankung einer Zwölftklässlerin der Bünder Erich-Kästner-Gesamtschule im Kreis Herford nur drei Kontaktpersonen der Jugendlichen unter Quarantäne gestellt wurden, stellt sich die Situation im Nachbarlandkreis Osnabrück anders dar. Dort stehen gleich 20 Personen unter Quarantäne. Die Schülerin wohnt in Melle.

19.42 Uhr: Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni

Bundesinnenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird - zeitgleich mit der angestrebten vollständigen Öffnung der Grenzen zu den europäischen Nachbarn. Es habe dazu am Vorabend ein «sehr, sehr gutes Gespräch» mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.
Seehofer erklärte die Grenzkontrollen und Schließungen von Grenzübergängen als unverzichtbar zur Bekämpfung der Pandemie. Sein französischer Kollege Christophe Castaner lehnte es ab, die Kontrollen schon vor dem 15. Juni aufzuheben, damit etwa deutsche Touristen in den Pfingstferien nach Frankreich reisen können.

18.34 Uhr: der Überblick für Ostwestfalen-Lippe (in Klammern Veränderung zum Mittwoch)

Kreis Höxter:
aktuell Infizierte: 29 (-5)
bestätigte Fälle insgesamt: 353 (+1)
davon Todesfälle: 17 

Kreis Paderborn:
aktuell Infizierte: 61 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 643
davon Todesfälle: 33 

Kreis Lippe:
aktuell Infizierte: 10 (-10)
bestätigte Fälle insgesamt: 741 (+1)
davon Todesfälle: 29 

Kreis Gütersloh:
aktuell Infizierte: 49 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 649 (+6)
davon Todesfälle: 19  

Bielefeld
aktuell Infizierte: 11 (-4)
bestätigte Fälle insgesamt: 410  
davon Todesfälle: 4  

Kreis Herford (Angaben vom 26.05)
aktuell Infizierte: 5  
bestätigte Fälle insgesamt: 331  
davon Todesfälle: 7  

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell Infizierte: 57 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 486 (+3)
davon Todesfälle: 9  

OWL gesamt
aktuell Infizierte: 222 (-20)
bestätigte Fälle insgesamt: 3613 (+11)
davon Todesfälle: 118

17.58 Uhr: Lockerungen in Frankreich - fast das ganze Land ist grün

Die Corona-Warnstufe ist fast in ganz Frankreich im grünen Bereich. Nur der Großraum Paris und die Überseegebiete Französisch-Guyana und Mayotte sind noch auf Orange, sagte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Donnerstag bei der Präsentation weiterer Corona-Lockerungen. Die Einteilung in Farben gibt etwa an, wie schwer die Regionen vom Virus betroffen sind und wie die Situation der Intensivbetten dort ist. Mit Beginn der ersten Lockerungen am 11. Mai war der gesamte Nordosten des Landes rot - darunter auch die an Deutschland grenzende Region Grand-Est.

Frankreich ist mit mehr als 28 000 Toten besonders schwer von der Covid-19-Pandemie betroffen. Prémier Philippe gab in seiner Rede den Fahrplan für die sogenannte zweite Phase der Lockerungen bekannt. Sie beginnt am 2. Juni. Die erste Phase nach rund zwei Monaten strenger Ausgangsbeschränkungen hatte am 11. Mai begonnen.Rote Regionen gibt es nun auf der neuen Karte nicht mehr. Die Resultate seien gut, sagte Philippe. „Das Virus ist nach wie vor im ganzen Land in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden. Wir sind dort, wo wir Ende Mai sein wollten. Wir sind sogar ein bisschen besser, als wir gehofft hatten“, so der Premier. Die Lockerungen im Großraum Paris und in Französisch-Guyana sowie Mayotte werden nun etwas langsamer vorangehen, so der Regierungschef. Generell gelte, dass Kontaktsportarten, Nachtclub-Besuche oder große öffentliche Versammlungen zunächst nicht wieder aufgenommen werden können.

17.56 Uhr: Drosten optimistisch: Chance auf Herbst und Winter ohne zweite Welle
Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube so langsam, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, «sprich: ohne eine tödliche neue zweite Welle», sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Donnerstag im NDR-Podcast. Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt.
Kontaktpersonen sollten dann ohne vorherige Diagnostik als infiziert betrachtet und isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Zeige sich zum Beispiel eine Infektion bei einem Lehrer, schaue man sich an, welche Klassen er zuletzt unterrichtete - diese Schüler müssten dann ein oder zwei Wochen zu Hause bleiben, aber man müsse nicht die ganze Schule schließen, so Drosten. Japans Infektionskurve «krieche» nach unten, lange habe man dort aber nicht offensiv die Strategie kommuniziert.
Drosten betonte, auch viele der derzeit in Deutschland bereits geltenden Maßnahmen verhinderten mögliche Superspreading-Events. Angenommen werde inzwischen, dass der Großteil der Infizierten nur sehr wenige oder keine anderen Menschen anstecke.

17.31 Uhr: Streit über Tempo bei Schul- und Kitaöffnungen

Der Streit über das Tempo bei Schul- und Kitaöffnungen hat am Donnerstag weiter Fahrt aufgenommen. Mehrere Bundesländer haben inzwischen angekündigt, dass zumindest an Grundschulen die Schüler bald nicht mehr getrennt, sondern wieder in voller Klassenstärke unterrichtet werden sollen.

Kritiker wiesen vor diesem Hintergrund auf mögliche gesundheitliche Gefahren hin. Befürworter hoben dagegen hervor, welche negativen Folgen ein dauerhaft eingeschränkter Schul- und Kitabetrieb für Kinder und Jugendliche haben könnte. Auch die Frage, ob es wenigstens nach den Sommerferien an den Schulen wieder halbwegs normal weitergehen soll, bleibt umstritten.

16.30 Uhr: 72 UPS-Mitarbeiter nahe Hannover mit Coronavirus infiziert

Beim Postdienstleister UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden. Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover ständen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit.

Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.

Nachdem es nach der ersten Infektion Mitte Mai einen stetigen Anstieg der Fälle gab, habe das Gesundheitsamt am 18. Mai gemeinsam mit dem Unternehmen die betroffenen Abteilungen identifiziert, erklärte die Region. Vor Ort seien die Hygienemaßnahmen überprüft worden um sicherzustellen, dass die Abstände im Arbeitsablauf eingehalten werden. Bereits seit Mitte Mai besteht auf dem Firmengelände eine Maskenpflicht.

Am Dienstag ließ das Gesundheitsamt vorsorglich weitere 80 Mitarbeiter testen – bei 55 war das Ergebnis negativ. Sie werden am Freitag erneut getestet. UPS wollte sich noch am Donnerstag zu den Auswirkungen der Infektionen äußern. Zunächst war keine Stellungnahme zu erhalten.Wie der Amtsarzt der Region Hannover erklärte, bleibe das erhöhte Risiko von Infektionen in Unternehmen und Einrichtungen wie Schulen und Kitas, in denen viele Menschen zusammenkommen, bestehen. Das Gesundheitsamt verfolge die Kontakte jeden gemeldeten Infektionsfall, um die Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen.

16.14 Uhr: Umfrage: Corona-Maßnahmen finden fast drei von vier Deutschen richtig

Die im März beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bewerten einer repräsentativen Umfrage zufolge fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) rückblickend als richtig. Für 15 Prozent der Befragten gingen sie zu weit, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hervorgeht. Für neun Prozent der Befragten gingen die Maßnahmen demnach nicht weit genug.Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen halten den Angaben zufolge 58 Prozent der Deutschen für richtig. Jeder Vierte (25 Prozent) gab dagegen an, die Lockerungen gingen zu weit. Für 15 Prozent gingen sie nicht weit genug.

15.33 Uhr: Unterricht ohne Abstand: Elternverband und Lehrer skeptisch

Mit Blick auf die Debatte um die weitere Öffnung der Schulen in der Corona-Pandemie zeigen sich Bundeselternrat und Deutscher Philologenverband skeptisch.

«Vor jedem nächsten Schritt und bevor wieder mehr Unterricht stattfinden kann, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden», sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing. Dazu gehörten auch verfügbare Corona-Tests für Lehrer und Schüler, wenn die 1,50-Abstandsregel in den Klassenzimmern nicht mehr eingehalten werden kann. Sie warnte vor «übereilten Schritten bei weiteren Schulöffnungen», wenn der Hygiene- und Gesundheitsschutz nicht gewährleistet werden könne.

15.04 Uhr: Bierabsatz im April um gut 17 Prozent eingebrochen

Die Corona-Krise hat mit geschlossenen Lokalen und Absagen großer Volksfeste den Bierabsatz einbrechen lassen. Im April 2020 setzte die deutsche Brauwirtschaft 17,3 Prozent weniger alkoholhaltiges Bier als im gleichen Monat des Vorjahres ab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf der Basis der Biersteuer veröffentlichte. Regional betrachtet wurde der mit Abstand größte Rückgang mit 54,9 Prozent in der Region Schleswig-Holstein/Hamburg ermittelt. Aber auch in den beiden Bundesländern mit der größten Bierherstellung, Bayern und Nordrhein-Westfalen, gab es deutliche Rückgänge um 18,8 beziehungsweise 20,3 Prozent. Lediglich die Braubranche in Thüringen legte mit plus 4,3 Prozent im April zu.

14 Uhr: Zwölf Wochen Pandemie: Kreisgesundheitsamt Paderborn zieht Bilanz

Die Corona-Krise hat das Kreisgesundheitsamt Paderborn – wie viele andere auch – eiskalt erwischt. Die Pandemie ist ein echter Stresstest. Nachdem der Kreis zunächst personell stark aufgerüstet hat, wird nun das Personal nach und nach reduziert. Allerdings können die Kräfte und auch das Corona-Zentrum innerhalb kürzester Zeit wieder reaktiviert werden, erläutert die stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert, im Interview.

12.48 Uhr: Easyjet will 30 Prozent der Stellen streichen

Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Corona-Krise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen, statt zu wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Luton bei London mitteilte. Das Management begründete die Kürzungen mit dem Einbruch des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie.

12.12 Uhr: Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Die Vatikanischen Museen und das Kolosseum gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Nach der Corona-Sperre öffnen sie nun wieder für Besucher. Diese können dabei etwas Besonderes erleben. Doch für Italiens Kunststädte ist Corona ein Alptraum.

10.35 Uhr: Jens Spahn warnt vor neuer Spaltung der Gesellschaft

Gesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer ähnlichen Polarisierung wie die Debatte über die Flüchtlingspolitik führen könnte: «Wir haben ein Wir-Gefühl erlebt. Jetzt müssen wir aufpassen». Dass Debatten über Gesundheit oder Freiheitsrechte stattfänden, finde er richtig und wichtig, sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen». Aber: «Wir alle haben die Verantwortung, dass es nicht wieder so polarisierend wird wie teilweise in der Diskussion über die Migration. Wir müssen sehr aufpassen, dass uns das nicht wieder passiert.»

9.17 Uhr: Ifo-Institut erwartet gravierenden Konjunktureinbruch

Das Ifo-Institut erwartet 2020 einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um 6,6 Prozent. Das sagen die Münchner Wirtschaftswissenschaftler in ihrer am Donnerstag aktualisierten Konjunkturprognose voraus. 2021 könnte die Wirtschaft dann von niedrigem Niveau aus um 10,2 Prozent wachsen.

Damit rechnen die Ifo-Forscher in diesem Jahr mit einem deutlich gravierenderen Einbruch als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent geschrumpft. Kurz nach Beginn der Corona-Beschränkungen im März hatten die Ökonomen noch einen glimpflicheren Verlauf der Krise erwartet. Zuletzt hatten Ifo-Chefkonjunkturforscher Timo Wollmershäuser und seine Kollegen Ende April ein Minus von 6,2 Prozent vorhergesagt.

8.15 Uhr: Neue Hygieneregeln für NRW

Musiker, Kinogänger, Jugendliche und Busreise-Fans können sich freuen: Ab Samstag ist für sie vieles wieder erlaubt – aber mit Einschränkungen. Das Gesundheitsministerium hat strenge Hygieneregeln aufgestellt. So müssen Trompeter zum Beispiel einen Plopp- oder Schallschutz benutzen. In Reisebussen bleiben die Toiletten verschlossen. Im Kino gilt der Mindestabstand. Bei Ferienfreizeiten sollen „Bezugsgruppen“ von etwa 10 Kindern oder Jugendlichen gebildet werden.

7.12 Uhr: Schlachtarbeiter tauchen in keiner Statistik auf

Niemand will sie in seiner Statistik haben: 13 mit Corona infizierte Schlachtarbeiter finden sich bis heute weder in den Corona-Zahlen des Kreises Gütersloh wieder noch in denen des Nachbarkreises Osnabrück.  Beide Landratsbehörden meinen, die andere sei zuständig.  

Jeder Kreis ist im Moment daran interessiert, die offiziellen Infizierten-Zahlen so niedrig wie möglich zu halten. Denn spätestens, wenn es innerhalb von sieben Tagen 50 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gibt, müssen die Gesundheitsämter eingreifen und Einschränkungen verhängen. Von diesem Grenzwert sind die Kreise in Ostwestfalen-Lippe im Moment allerdings weit entfernt, im Kreis Gütersloh lag die Zahl am Mittwoch bei 5,2.

6.44 Uhr: Weltweit mehr als 5,6 Millionen Fälle

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA Angaben von Wissenschaftlern zufolge mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten.

6.15 Uhr: Streit über die Wiederöffnung von Schulen und Kitas

Der Streit über die Wiederöffnung von Schulen und Kindergärten in der Krise verschärft sich. Immer mehr Bundesländer planen inzwischen eine schrittweise Rückkehr zum Regelbetrieb - obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse über die Ansteckungsgefahr gibt, die von Kindern ausgeht. «Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt, inwieweit Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Mittwoch, 27. Mai

19.50 Uhr: neue Fälle bei Tönnies

Bei eigenen Reihentests hat die Firma Tönnies weitere Infektionenen unter Mitarbeitern entdeckt. In einem Fall spielt möglicherweise ein Kirchenbesuch eine Rolle.

18.48 Uhr: der Überblick für Ostwestfalen-Lippe (in Klammern Veränderung zum Dienstag)

Kreis Höxter:
aktuell Infizierte: 34 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 352 (+1)
davon Todesfälle: 17 

Kreis Paderborn:
aktuell Infizierte: 63 (+5)
bestätigte Fälle insgesamt: 643 (+5)
davon Todesfälle: 33 

Kreis Lippe:
aktuell Infizierte: 20 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 740
davon Todesfälle: 29 

Kreis Gütersloh:
aktuell Infizierte: 47 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 643 (+1)
davon Todesfälle: 19  

Bielefeld
aktuell Infizierte: 15 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 410  
davon Todesfälle: 4  

Kreis Herford
aktuell Infizierte: 5  
bestätigte Fälle insgesamt: 331  
davon Todesfälle: 7  

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell Infizierte: 58 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 483 (+2)
davon Todesfälle: 9  

OWL gesamt
aktuell Infizierte: 242
bestätigte Fälle insgesamt: 3593
davon Todesfälle: 118

18.40 Uhr: Erholungsrally im Dax ist nicht zu bremsen

Die Erholung im Dax hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Mit der häppchenweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen setzen die Investoren aktuell auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft. Der deutsche Leitindex Dax schloss 1,33 Prozent fester bei 11 657,69 Punkten.
Hingegen gab der MDax der mittelgroßen deutschen Werte um 1,16 Prozent auf 25 152,03 Zähler nach, hier nahmen Anleger bei bisherigen Krisengewinner-Aktien wie Sartorius, Teamviewer, Delivery Hero oder Hellofresh Gewinne mit.
Seit dem kleineren Durchhänger am vergangenen Freitag ist der Dax nun schon wieder um gut sieben Prozent gestiegen. «Die Erwartung, dass die Staaten und Notenbanken den Wirtschaften ausreichend mit billigen Geld und Liquiditätsspritzen unter die Arme greifen, lässt die Sorgen in den Hintergrund rücken», kommentierte Timo Enden vom Analysehaus Emden Research.

17.12 Uhr: Altmaier deutet Entlastung bei Strompreisen an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat mit Blick auf das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung in der Corona-Krise eine Entlastung bei den Strompreisen angedeutet. «Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt gekommen, den Menschen zu sagen, Energie und Stromkosten werden auch in Zukunft bezahlbar bleiben», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Zugleich sprach er sich dafür aus, die Sozialabgaben - also die Lohnnebenkosten - bei unter 40 Prozent zu halten.

Das sei kein einfaches Konjunkturprogramm, betonte Altmaier. Es gehe darum, für eine «große Welle von Innovationen» zu sorgen. Der Wirtschaftsminister sprach von einer umfassenden «Entbürokratisierung». Man sei bereit, «unorthodoxe Wege zu gehen, wenn es um Freiräume für Unternehmen und Beschäftigte geht».

17.02 Uhr: Merkel mahnt: «Wir leben immer noch am Anfang der Pandemie»

Angesichts immer neuer Lockerungsdebatten mahnt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern in der Corona-Krise an. «Ich bin sehr einverstanden, das jeder im Rahmen seiner Zuständigkeiten arbeitet», sagte sie am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit den Ost-Regierungschefs. «Das heißt aber auch, dass mir als Bundeskanzlerin und der ganzen Bundesregierung schon wichtig ist, dass wir in grundsätzlichen Fragen eine Übereinstimmung haben.»

Nötig sei ein gemeinsamer Schutzrahmen, auf den sich Bund und Länder auch verständigt hätten: «Das heißt 1,5 Meter Mindestabstand, das heißt Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Personennahverkehr und da, wo die 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden können», so Merkel. Wichtig sei auch die Grenze von 50 oder in manchen Ländern 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche, ab der ein Notmechanismus greifen soll.

Kritik ließ Merkel am Vorgehen von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) durchblicken, der in den vergangenen Tagen für eine neue, weniger restriktive Strategie geworben hatte. «Die Botschaften waren schon etwas zweideutig», sagte sie. «Ich finde, dass der Mindestabstand eine Verpflichtung ist, weil er auch eine Sicherheit für Menschen ist, die davon betroffen sind. Ich lebe ja nicht alleine», sagte Merkel.

15.41 Uhr: Vermutlich Tausende Tote mehr als bekannt durch Pandemie in Spanien

In Spanien sind vermutlich Tausende Menschen mehr mit Covid-19 gestorben als die offizielle Statistik bisher ausweist. Zwischen dem 1. März und dem 12. Mai seien landesweit insgesamt 43.295 Menschen mehr gestorben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, schrieb die Zeitung «El País» am Mittwoch in einer Auswertung offizieller Sterbedaten. Die sogenannte Übersterblichkeit habe damit bei 52 Prozent gelegen, in etwa so hoch wie im ebenfalls schwer getroffenen Italien. Zum Vergleich: In Deutschland lag sie Ende April bei rund 13 Prozent.

In der Gesamtzahl der Toten in Spanien seien die 27.302 Fälle enthalten, bei denen es einen positiven Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2 gegeben habe. Die anderen zusätzlichen 15.993 Toten seien offiziell nicht als Covid-19-Fälle ausgewiesen. Ein großer Teil von ihnen sei aber vermutlich auf die Pandemie zurückzuführen, schrieb die Zeitung weiter.

Mit Abstand am höchsten ist die Übersterblichkeit in den beiden Regionen Spaniens, in denen die Corona-Pandemie am schlimmsten wütete: in Madrid (165 Prozent) und Katalonien (83 Prozent), wobei Barcelona in der Region das Epizentrum der Pandemie war und der Prozentsatz dort ähnlich hoch wie in Madrid sein dürfte.

15.36 Uhr: Bundesregierung: Corona-Warn-App nützt auch bei wenig Teilnehmern

Die geplante Corona-Warn-App wäre nach Einschätzung der Bundesregierung auch bei vergleichsweise wenig Nutzern sinnvoll. «Je mehr Menschen da mitmachen, desto nützlicher wird sie sein», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. «Das ist aber nicht so, dass sie gar nichts bringt, wenn nur wenige mitmachen. Sondern jeder, der zusätzlich mitmacht, ist eine Hilfe, um Kontaktketten nachzuverfolgen.»

Eine Corona-App für Smartphones wird seit März diskutiert. Mittlerweile entwickeln die Unternehmen Deutsche Telekom und SAP das technische Konzept für die Bundesregierung. Die Corona-App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie soll anonymisiert erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. Wenn ein Nutzer seine bestätigte Infektion in der App meldet, werden Personen benachrichtigt, die in den vergangenen Tagen seinen Schlüssel empfangen haben.

15.34 Uhr: Pauschalreisende sollen frühere Gutscheine zurückgeben können

Wer bereits einen Gutschein für eine in der Corona-Krise geplatzte Pauschalreise akzeptiert hat, soll diesen nach dem Willen der Bundesregierung zurückgeben können. Das geht aus einem am Mittwoch vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf hervor, mit dem sich nun der Bundestag befassen wird.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Kabinett Eckpunkte der neuen Regelungen beschlossen, die das Justizministerium mittlerweile im Detail ausbuchstabiert hat. Demnach sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen zu vermeiden, soll es nicht geben. Sie scheiterte am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission. Verbraucher können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen.

15.14 Uhr: Erneute Protestfahrten von Busunternehmern in zahlreichen Städten

Dutzende Reisebusunternehmen haben am Mittwoch in zahlreichen deutschen Städten mit Protestfahrten erneut auf die Not ihrer Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Allein in Berlin waren am Vormittag 300 Busse auf verschiedenen Routen ins Regierungsviertel gefahren, teilte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer am Mittwoch mit. Dort trafen sich Vertreter mehrerer Verbände mit Bundestagsabgeordneten, um über die schwierige Situation zu diskutieren.
Weitere Protestaktionen fanden zudem in Düsseldorf, Dresden, Mainz, Kiel, Stuttgart und Wiesbaden statt. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt etwa waren demnach rund 50 Reisebusse unterwegs.
Die Branche leidet massiv unter dem ausbleibenden Reiseverkehr in der Corona-Krise und fordert vom Staat finanzielle Soforthilfen, die nicht an Kredite geknüpft sind. «Der staatlich verordnete Stillstand der Reisebusse kostet täglich 2,3 Millionen Euro», heißt es in den gemeinsamen Forderungen der Verbände. Sie verlangten zudem, den Busreiseverkehr wieder zuzulassen. «Es darf keinen Unterschied zu anderen Verkehrsmitteln geben.» Die Branche hofft nach eigenen Angaben darauf, dass im derzeit diskutierten Konjunkturprogramm der Bundesregierung entsprechende Hilfen vorgesehen sind.

15.07 Uhr: Infektionen in Flüchtlingsheimen 

Die Stadt Regensburg reißt wegen eines Corona-Ausbruchs in einem Ankerzentrum für Flüchtlinge die kritische Grenze für Corona-Neuinfektionen. Dort waren bei einer Reihen-Untersuchung viele Fälle festgestellt worden. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit müssen die Regensburger erst einmal keine Konsequenzen befürchten, das Infektionsgeschehen sei lokal und klar eingrenzbar.
Laut Datenbank des Robert-Koch-Instituts ist der bayrische Landkreis derzeit der einzige, der den Schwellenwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschreitet. Aufgrund von Meldeverzögerungen kann die tatsächliche Lage aber bereits anders sein.

14.55 Uhr: Große Corona-Kita-Studie soll im Juni starten
Über die Rolle von Kindern in der Corona-Pandemie wird viel diskutiert - das Bundesfamilienministerium hatte deshalb angekündigt, die Auswirkungen der Kita-Öffnungen mit einer Begleitstudie zu untersuchen. Wie die «Welt» unter Berufung auf ein internes Papier berichtet, sind dabei unter anderem Befragungen von Kita-Leitungen, Personal und Eltern geplant. Zudem solle es ein Melderegister und «anlassbezogene» Corona-Tests von Eltern, Kindern oder Geschwistern geben, falls Infektionen auftreten, um die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen untersuchen. Die Studie solle im Juni beginnen und bis Dezember 2021 laufen.
In einem bundesweiten Kita-Register sollen demnach alle Einrichtungen wochenweise ihre Kapazität melden, auch Gruppen- und Einrichtungsschließungen aufgrund von Infektionsfällen würden darin registriert. «Ziel der Studie ist zu klären, wie stark das bisherige und weitere Öffnungsgeschehen in der (erweiterten) Notbetreuung beziehungsweise im eingeschränkten Regelbetrieb mit gehäuften Infektionen von Kindern und Erwachsenen einhergeht», heißt es in dem Papier. Nach Angaben von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) wird die Begleitstudie vom Deutschen Jugendinstitut in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut erstellt.

14.03 Uhr: Mehr politisch motivierte Straftaten

Die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland nimmt deutlich zu. Nach Einschätzung von Innenpolitikern und Experten spiegelt sich hier die starke Polarisierung der vergangenen Jahre wider. Durch die Corona-Pandemie hat sich diese Entwicklung noch einmal verschärft.

12.51 Uhr: Konzert und Comedy

Nach dem Erfolg des Autokinos gibt's fürs Publikum auf vier Rädern in Bünde-Holsen ein neues Programm aus Comedy und Konzert: Bei Lutz von Rosenberg Lipinsky, David Werker, Heinrich Schulte-Brömmelkamp und Familien-Rock'n'Roll von Krawallo heißt es: Hupen!!!

11.45 Uhr: Kontaktbeschränkungen verlängert

Jetzt ist es amtlich: Die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie werden bis zum 29. Juni verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt. Ab dem 6. Juni können die Länder danach Lockerungen gestatten - etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

11.10 Uhr: Infektionsfall an Bünder Gesamtschule

Eine Schülerin der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Jugendliche wohnt in Melle und besucht den zwölften Jahrgang. In Absprache mit dem Herforder Kreisgesundheitsamt wurden umgehende Maßnahmen eingeleitet. Unter anderem wurden die Personen ermittelt, mit denen die Zwölftklässlerin Kontakt hatte. Sie wurden unter häusliche Beobachtung gestellt. Der Unterricht läuft weiter, lediglich die Schüler des Jahrgangs Q1 der EKG blieben am Dienstag und Mittwoch vorsorglich zuhause.

10.15 Uhr: Herforder Kanäle werden nicht gespült

In Herford verzichtet der städtische Immobilien- und Abwasserbetrieb angesichts der Corona-Krise auf das Spülen der Schmutzwasserkanäle. Warum - das erklärt Betriebsleiter Gerhard Altemeier: Üblicherweise würden die unterirdischen Rohrleitungen alle zwei Jahre mit hohem Druck durchgespült, um sie freizuhalten. „Der Wasserdruck ist dann 100 bar stark, das ist also schon ein ganze Menge. Deshalb kann Sprühwasser an die Oberfläche gelangen.“ Und da sich im Schmutzwasser oder den Ablagerungen Corona-Viren befinden könnten, wolle man Mitarbeiter, Passanten oder Anwohner nicht gefährden. „Das Risiko ist sehr gering, dass da etwas passiert, aber wir wollen bis auf Weiteres auf Nummer sicher gehen“, sagt Altemeier.

9.17 Uhr: Milliarden-Programm für die europäische Wirtschaft

Mit einem milliardenschweren Wiederaufbauplan will EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die europäische Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Schwung bringen und modernisieren.

Erstmals sollen dafür Hunderte Milliarden Euro als gemeinsame Schulden für den EU-Haushalt aufgenommen werden. Die Details stellt von der Leyen am Mittwochnachmittag in einer Rede im Europaparlament vor.

Wegen des zeitweiligen Stillstands während der Pandemie wird die Wirtschaft in der Europäischen Union nach einer offiziellen Prognose dieses Jahr um 7,4 Prozent schrumpfen. Einige Länder wie Italien, Spanien und Griechenland sind besonders hart getroffen. Die EU-Staaten haben bereits ein gemeinsames Sicherheitsnetz mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro gespannt. Der Wiederaufbauplan ist nun der nächste Schritt.

8.10 Uhr: 362 neue Infektionen bundesweit

Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179.300 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Mittwochmorgen meldete. Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer in Deutschland ist. Das RKI weist darauf hin, dass zwischen Bekanntwerden eines Infektionsfalls vor Ort und der Veröffentlichung durch das RKI ein Zeitverzug entsteht, so dass es Abweichungen zu anderen Quellen geben kann.

Bislang starben dem RKI zufolge 8349 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47. 162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

7.30 Uhr: Chorprobe im Internet

Zu den Gruppen, die neben dem Sport wohl am meisten von den Einschränkungen durch das Coronavirus betroffen sind, gehören die Laienchöre. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland davon etwa 61.000 mit mehr als 3,3 Millionen Sängerinnen und Sängern. Normalerweise treffen sie sich einmal in der Woche zur Chorprobe.

Grundsätzlich dürfen Chöre in Nordrhein-Westfalen sogar wieder zusammenkommen. Allerdings muss jedes Mitglied einen Abstand von je drei Metern zu seinem rechten und linken Nachbarn und darüber hinaus sechs Meter zu der Frau oder dem Mann vor und hinter ihm einhalten. „Das ist absurd, das geht gar nicht“, sagt Ingeborg Weber, Vorsitzende des Sängerkreises Ravensberg, in dem sich zurzeit 30 Chöre aus OWL zusammengefunden haben. Darum setzen immer mehr Chöre auf Chorproben im Internet.

6.48 Uhr: Merkel berät mit ostdeutschen Regierungschefs

Mitten in der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und um die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger der Länder sein, die Corona-Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Geboten als mit Verboten zu arbeiten.Bundesweiter Vorreiter ist hier Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte sich in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land zentral verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte, sondern nur lokale Regeln. Dieses Vorpreschen war bundesweit auf viel Kritik, aber auch auf Zustimmung gestoßen.

6.01 Uhr: Vorsicht bei Pfingst-Fahrten in die Niederlande

Pfingsturlauber oder Tagestouristen, die aus NRW Richtung Niederlande starten, müssen aufpassen: Im Nachbarland ist es aufgrund der Corona-Bestimmungen strafbar, mit drei oder mehr Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Auto zu fahren. Maximal zwei Menschen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, dürfen zusammen in einem Auto sitzen, sofern sie dabei eineinhalb Meter Abstand einhalten. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Limburg in Maastricht.Wenn drei oder mehr Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten kommen, im Auto angetroffen werden, ist eine Geldbuße von 390 Euro fällig. Wenn man zwischen 13 und 17 Jahren alt ist, sind es nur 95 Euro.

Dienstag, 26. Mai

20.56 Uhr: Rechnungshof kritisiert Milliardenhilfen für die Bahn

Die geplanten Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise stoßen beim Bundesrechnungshof auf Bedenken. Der Bund müsse sicherstellen, dass unternehmerische Fehlentwicklungen der letzten Jahre nicht fortgesetzt werden, fordert die Kontrollbehörde in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages.

Es habe schon vor der Corona-Krise großen Handlungsdruck gegeben, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nachhaltige Verlustquellen etwa beim Güterverkehr müssten beseitigt werden, Investitionen nur noch der Eisenbahn in Deutschland dienen, Töchter im Ausland verkauft werden.

20.12 Uhr: Bund und Länder einig: Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni

Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden.

Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfuhr. Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen aber einen Sonderweg offen, ebenso andere Länder.

19.46 Uhr: Corona-Prämie für Firmen bei Übernahme von Azubis

Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen einen Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt in der Corona-Krise verhindern. Dazu haben sie in der sogenannten Allianz für Aus- und Weiterbildung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit verschiedene Maßnahmen vereinbart.

So sollen Betriebe, die Azubis von insolventen Firmen übernehmen, eine staatliche Prämie bekommen. Zudem soll die Beratung von Jugendlichen und Betrieben noch gezielter werden - auch mit mehr digitalen Formaten.

18.45 Uhr: Lufthansa-Hilfspaket umstritten - EU-Auflagen möglich

Das milliardenschwere Corona-Hilfspaket für die Lufthansa bleibt umstritten. Während CSU-Chef Markus Söder und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport dem heimischen Luftverkehrskonzern den Rücken stärkten, kritisierte Ryanair-Chef Michael O'Leary die angepeilten Staatshilfen über neun Milliarden Euro scharf. Die Gewerkschaft Verdi und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich mahnten einen besseren Umgang mit den Beschäftigten und die Sicherung der Arbeitsplätze an. Bei Aktien-Analysten standen noch einmal die möglichen Zinsbelastungen im Mittelpunkt.

18.17 Uhr: Fast 3000 Verdachtsfälle in Herford behandelt

Zwei Monate war es Anlaufstelle für alle Corona-Verdachtsfälle im Kreis Herford: Aufgrund der deutlich gesunkenen Infektionszahlen wird das Corona-Behandlungszentrum an der Herforder Oststraße 23 jedoch geschlossen. Letzter Öffnungstag ist Freitag.

17.51 Uhr: NRW stockt Pflegebonus auf

Das Landeskabinett hat beschlossen, den vom Bundesgesetzgeber vorgesehenen Bonus für Altenpfleger um maximal 500 Euro auf bis zu 1500 Euro aufzustocken. Das Land übernehme für die Corona-Prämie 106 Millionen Euro, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit. Zwar sei es erfreulich, dass die Arbeit der rund 260.000 Beschäftigten in der Altenpflege mit dem Bonus gewürdigt werde, bekräftigte er. „Wahre Würdigung“ ihrer Arbeit drücke sich aber in Tariflöhnen aus.

Die Grundprämie von 1000 Euro ist für Vollzeitbeschäftigte vorgesehen, für andere Beschäftigte sind anteilige Auszahlungen möglich. Das gilt auch für die Aufstockung durch das Land. „Wann die Prämie ausgezahlt werden kann, steht noch nicht fest“, erklärte das Laumann-Ministerium. „Das Zeitfenster liegt zwischen Mitte Juli 2020 und Mitte Februar 2021.

17.40: Überblick für Ostwestfalen-Lippe

in Klammern Veränderung zum Montag.

Kreis Höxter:

aktuell Infizierte: 35 (-6)
bestätigte Fälle insgesamt: 351 (+2) 
davon Todesfälle: 17 (+0)
Genesene: 299 (+8)

Kreis Paderborn:

aktuell Infizierte: 58 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 638 (+3) 
davon Todesfälle: 33 (+0)
Genesene: 547 (+4)

Kreis Lippe:

aktuell Infizierte: 23 (-5)
bestätigte Fälle insgesamt: 740 (+1)
davon Todesfälle: 29 (+0)
Genesene: 688 (+6)

Kreis Gütersloh:

aktuell Infizierte: 48 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 642 (+0)
davon Todesfälle: 19 (+0)
Genesene: 575 (+1)

Bielefeld

aktuell Infizierte: 16 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 410 (+0) 
davon Todesfälle: 4 (+0)
Genesene: 390 (+1)

Kreis Herford

aktuell Infizierte: 5 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 331 (+0)
davon Todesfälle: 7 (+0)
Genesene: 319 (+3)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell Infizierte: 59 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 481 (+0)
davon Todesfälle: 9 (+0)
Genesene: 413 (+3)

OWL gesamt

aktuell Infizierte: 244 (-20)
bestätigte Fälle insgesamt: 3593 (+6)
davon Todesfälle: 118 (+0)
Genesene: 3231 (+26)

17.02 Uhr: J.K. Rowling veröffentlicht „The Ickabog“

Erstmals veröffentlicht Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling ihr Werk „The Ickabog“ - und zwar kostenlos im Internet. Auf diese Weise wolle sie Kindern in den „seltsamen, beunruhigenden Zeiten“ der Coronakrise etwas Gutes tun, teilte Rowling am Dienstag mit. Sie habe das Werk schon vor über zehn Jahren als Gute-Nacht-Geschichte für ihre jüngeren Kinder geschrieben. Die Handlung spiele in einem imaginären Land und habe nichts mit ihren anderen Werken zu tun.

„The Ickabog ist eine Geschichte über Wahrheit und den Missbrauch von Macht“, so die 54-Jährige. Die Themen seien zeitlos und keine Anspielung auf ein bestimmtes Land. Die ersten beiden Kapitel sind bereits seit Dienstagnachmittag auf einer speziellen Website (www.theickabog.com) veröffentlicht worden. Häppchenweise werden bis zum 10. Juli weitere Teile publiziert.

Später wird „The Ickabog“ unter anderem als Buch und E-Book erscheinen und in verschiedenen Sprachen angeboten. Die Einnahmen sollen einem guten Zweck in der Coronakrise zugute kommen.Kinder können in einem Wettbewerb Bilder zu dem Werk malen und mit dem Hashtag #TheIckabog in sozialen Medien verbreiten. Die besten Zeichnungen sollen dann in dem Buch veröffentlicht werden.

16.23 Uhr: Kreis Höxter: Weniger aktiv Infizierte

Die Zahl der Menschen im Kreis Höxter, die mit einer bestätigten Corona-Infektion zu kämpfen haben, fällt weiter. Von Montag auf Dienstag wurden zwar zwei neue Fälle gemeldet, die Zahl der Genesenen stieg aber um acht Personen, so dass derzeit im gesamten Kreis Höxter noch 35 Menschen als aktiv Infiziert gelten. Die Zahl der Todesopfer durch das Virus bleibt bei 17.

15.49 Uhr: Kita-Beiträge in NRW: Eltern zahlen nur die Häfte

Vom 8. Juni an dürfen alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wieder zurück in die Kita oder die Kindertagespflege. Dies geschieht allerdings  in einem eingeschränkten Regelbetrieb. „Da der Regelbetrieb aufgrund der Infektionslage weiterhin qualitativ und quantitativ mit Einschränkungen verbunden ist, halte ich es für fair, den Eltern in den kommenden beiden Monaten die Hälfte der Beiträge zu erlassen“, erklärt Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident und Familienminister von NRW. Es wurde verkündet, dass sich die Landesregierung mit den Kommunen darauf verständigt habe, in den Monaten Juni und Juli den Eltern die Hälfte der Elternbeiträge zu erlassen.

15.02 Uhr: Söder warnt vor Paradigmenwechsel im Kampf gegen Corona

In mehreren Bundesländern sind weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen worden. Doch vor allem mit Blick auf den Kurs in Thüringen warnt Bayerns Ministerpräsident: «Corona bleibt tödlich.»  

«Wer glaubt, Corona verschwindet langsam, ist im besten Falle naiv», sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Zum einen sprach sich Söder strikt gegen Lockerungen wie ein Aufheben der Maskenpflicht aus. Ein solches Vorgehen, wie es in Thüringen angedacht gewesen sei, wäre für Deutschland ein absoluter Rückschritt und gefährlich.

14.16 Uhr: Viele Restaurantbesucher brauchen Nachhilfe

Viele Restaurant- und Café-Besucher wissen nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga über Abstands- und Hygieneregeln noch nicht ausreichend Bescheid. Knapp 41 Prozent der Gastronomen gaben in einer Branchenumfrage an, die Gäste seien weniger oder gar nicht informiert, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband mitteilte.

Allerdings sind die Kunden demnach kooperativ: Mehr als 90 Prozent der Gastwirte berichteten, dass sie mit den Regeln bei ihren Kunden auf Verständnis stoßen. Der notwendige Abstand hat etwa zur Folge, dass es in den Restaurants und Cafés nur noch halb so viele Plätze gibt wie üblich.

13.42 Uhr: Zahl der Erkrankten in Bielefeld rückläufig

Auch von Montag auf Dienstag hat es in Bielefeld keine neuen Meldungen von Neuinfektionen gegeben. Es gibt weiterhin 410 positiv auf das Coronavirus getestete Bielefelder. Davon sind inzwischen 390 Personen genesen, vier Menschen sind in Bielefeld an den Folgen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Drei Menschen werden derzeit noch in Bielefelder Krankenhäusern behandelt, zwei davon auf Intensivstationen. In Quarantäne befinden sich noch 104 Personen, 18 weniger als am Montag.

Die Neuinfektionsrate der vergangenen sieben Tage liegt bei 0,3 pro 100.000 Einwohner.

13.01 Uhr: Fraport baut drittes Passagier-Terminal trotz Corona weiter

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält trotz der aktuell geringen Nachfrage am Bau seines dritten Passagier-Terminals fest. Bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns zeigte sich Vorstandschef Stefan Schulte überzeugt, dass weiter ein langfristiges Wachstum im Luftverkehr zu erwarten sei. Ein neues Terminal baue man für die kommenden Jahrzehnte.

12.27 Uhr: Bielefeld: Konzerte und Autodisco zu Pfingsten

Das Gleisdreieck in Brackwede entwickelt sich in Zeiten der Schließung von Kinos, Konzertsälen und Diskotheken zu einem neuen Veranstaltungszentrum. Nach der erfolgreichen Premiere des Autokinos sollen dort am kommenden Wochenende Konzerte und eine Autodisco stattfinden. 

„In der Krise müssen wir erfinderisch sein und Hand in Hand mit Künstlern und Eventwerkern Veranstaltungsformate auf die Beine stellen, die auch in Zeiten von social distancing durchführbar sind“, meint Christian Jungeilges, Organisator und Inhaber des Veranstaltungsbetriebes EFY Eventservice aus Bielefeld, die die Konzertreihe organisiert. Geplant sind fünf Veranstaltungen von Freitag bis Montag.

11.05 Uhr: Söder warnt vor überzogenen Auflagen bei Lufthansa-Rettung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor überzogenen Auflagen der EU-Kommission bei der staatlichen Rettung der Lufthansa gewarnt. «Eine Diskriminierung der Lufthansa zugunsten von Low-Cost-Anbietern wäre ein falsches Signal», sagte Söder.  Brüssel soll fordern, der Lufthansa sowohl in Frankfurt als auch in München Start- und Landerechte zu nehmen und an andere Fluggesellschaften zu verteilen.

10.22 Uhr: Konsumklima nach erstem Corona-Schock leicht erholt

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich gebessert - wenn auch nur ein wenig. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte laut GfK-Konsumklimaindex noch immer schlecht, die Verunsicherung der Verbraucher sitzt tief.

9.09 Uhr: Bundesregierung will Reisewarnung für 31 Länder aufheben

Bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Bundesländern sind es nur noch vier Wochen. Bis dann soll die weltweite Reisewarnung für Touristen zumindest teilweise aufgehoben werden. Dafür fehlen aber noch möglichst einheitliche Corona-Schutzmaßnahmen für Urlauber in Europas.

Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel «Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus» hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll. 

8.13 Uhr: Unionspolitiker: Mindestlohn absenken oder 2021 Erhöhung aussetzen

Wegen der Corona-Krise fordern Wirtschaftspolitiker der Union im Bundestag, den Mindestlohn in Deutschland abzusenken oder zumindest eine Erhöhung im kommenden Jahr auszusetzen. Diese Empfehlung an die Mindestlohnkommission findet sich in einem «Wachstumsprogramm für Deutschland» der AG Wirtschaft und Energie, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Auch das «Handelsblatt» berichtete über das sechsseitige Papier. Der gesetzliche Mindestlohn wurde zuletzt im Januar auf aktuell 9,35 Euro erhöht.

Weiter schwebt den CDU/CSU-Politikern vor, das Arbeitszeitgesetz zu ändern. «Generell sollte an die Stelle einer täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden treten, die in tarifgebundenen wie in tarifungebundenen Unternehmen gilt», heißt es in dem Papier. Die in der Corona-Krise für systemrelevante Branchen ermöglichten Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz sollten «sofort auf alle kleineren und mittleren Unternehmen ausgeweitet werden».

7.23 Uhr: Deutsche Post bietet Tausenden Mitarbeitern Coronavirus-Test an

Die Deutsche Post will mehreren Tausend Angestellten die Möglichkeit geben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. «Wir werden deutlich mehr als 10.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen anbieten, sich vorsorglich auf Covid-19 testen zu lassen, dies vor allem in größeren Betriebsstätten», sagte Vorstand Tobias Meyer der «Rheinischen Post». Die Tests sollten systematisch von Betriebsärzten in ausgewählten Betriebsstätten - darunter Paketzentren und Briefverteilzentren - gemäß einer Risikoeinstufung durchgeführt werden.
Meyer zufolge wurden schon in der Vergangenheit Mitarbeiter auf die Krankheit Covid-19 getestet. «Das Auffällige war, dass wir bei den breiten Tests ohne zwingenden Grund eine unerwartet hohe Anzahl an Infizierten gefunden haben, die aber bisher keinerlei Symptome der Krankheit haben», sagte er. Daher müsse die Post davon ausgehen, dass sie mehr infizierte Menschen im Umkreis ihrer Betriebsstätten habe als bisher vermutet.

6.55 Uhr: Virologe: Bars und Clubs sind Corona-Hotspots

Partygänger müssen vermutlich noch lange darauf warten, bis ihre Lieblingsdisco wieder öffnen darf. Denn in Clubs, Bars und Discos finde das Coronavirus perfekte Bedingungen für eine schnelle Verbreitung, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) der Deutschen Presse-Agentur. Es ist eng, man schwitzt, schreit einander mit geringem Abstand ins Ohr - «das ist genau dieses Szenario, bei denen es in anderen Ländern bereits zu massenhaften Ansteckungen gekommen ist. Das sind die Viren-Hotspots - gerade für das Coronavirus.»

Dagegen seien Kindergärten und Schulen deutlich weniger risikobehaftet. Das sei «im Vergleich zu Bars und Diskotheken eine ganz andere Welt. Das muss man mal deutlich sagen. Bars und Discos sind ein Hochrisiko, wenn wir das mit Kindergärten vergleichen.»
Die Risiken würden zudem durch die Alkoholisierung der Gäste steigen, denn meist nehme in angetrunkenem Zustand die Bereitschaft ab, sich an die wichtigen Corona-Regeln zu halten. Außerdem mache die meist schlechte Belüftung der Räume es dem Virus noch leichter.

6.31 Uhr: Bahn rechnet mit weiter steigenden Fahrgastzahlen zu Pfingsten

Die Deutsche Bahn geht von weiter steigenden Fahrgastzahlen über das lange Pfingstwochenende aus. «Wir stellen auch mit Blick aufs Pfingstwochenende fest, dass wir einen leichten Schritt nach oben machen», sagte zu Beginn dieser Woche Berthold Huber, Personenverkehrsvorstand bei der Deutschen Bahn. Demnach seien die Züge am kommenden Wochenende aktuell zu 30 bis 40 Prozent ausgebucht. Normal sei an Pfingsten ein Wert von mehr als 55 Prozent.

In der Corona-Krise waren die Fahrgastzahlen zwischenzeitlich um rund 90 Prozent eingebrochen. Inzwischen erholt sich die Nachfrage aber wieder. Derzeit liegen die Fahrgastzahlen Huber zufolge wieder bei rund der Hälfte unter dem Niveau des Vorjahres.

6.00 Uhr: Ramelow: Wir müssen raus aus dem Corona-Krisenstatus

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow verteidigt sein umstrittenes Vorpreschen bei der Lockerung der Corona-Alltagsbeschränkungen. Die geringe Zahl der Infektionen in seinem Bundesland müsse Konsequenzen haben, sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen aus dem Krisenstatus raus.» Menschen dürften nicht weiter gezwungen werden, die Aufhebung von Verboten vor Gericht zu erstreiten, wie zuletzt die Öffnung von Fitnessstudios.

Ramelow und auch Sachsens CDU-geführte Regierung wollen wegen landesweit niedriger Ansteckungszahlen vom 6. Juni an statt landesweiter Regeln nur noch lokale Einschränkungen haben - abhängig von der Lage in den jeweiligen Kommunen. Der Bund mit Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze sowie das besonders stark betroffene Bayern setzen dagegen weiter auf möglichst verbindliche und überregional geltende Anordnungen.

Montag, 25. Mai

20.38 Uhr: Covid-19: WHO setzt Tests mit Hydroxychloroquin vorerst aus

Nach dem kritischen Bericht über die Wirkung der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tests mit dem Medikament vorerst ausgesetzt. 

20.01 Uhr: Länder finden bei Corona-Regeln keine Linie

Angesichts weitgehender Lockerungspläne in Thüringen und Sachsen driften die Länder bei den Corona-Regeln immer weiter auseinander.

Bund und Länder konnten sich bei einer gemeinsamen Schalte nicht auf eine Linie für die Fortsetzung der Kontaktbeschränkungen einigen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Sachsens CDU-geführte Regierung wollen wegen landesweit niedriger Infektionszahlen vom 6. Juni an statt landesweiter Regeln nur noch lokale Einschränkungen haben. Aus der Bundesregierung und aus Bayern hagelte es Kritik daran.

19.16 Uhr: 268 Corona-Fälle in OWL - 3587 Fälle insgesamt

Aktuell sind 268 (+5) Personen in OWL infiziert. Insgesamt sind 3587 Fälle und 118 Todesfälle bestätigt. 

  • Kreis Höxter: 41 (+2) Infizierte, 349 (+3) bestätigte Fälle, 17 Todesfälle, 11,4 (+2,2) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Paderborn: 59 Infizierte, 635 bestätigte Fälle, 33 Todesfälle, 5,5 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Lippe: 28 Infizierte, 739 bestätigte Fälle, 29 Todesfälle, 0,6 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Gütersloh: 49 Infizierte, 642 bestätigte Fälle, 19 Todesfälle, 7,1 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Bielefeld: 21 (+3) Infizierte, 410 bestätigte Fälle, 4 Todesfälle, 0,6 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner 
  • Kreis Herford: 8 (+1) Infizierte, 331 (+1) bestätigte Fälle, 7 Todesfälle, 0,0 (-0,4) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Minden-Lübbecke: 62 (-1) Infizierte, 481 bestätigte Fälle, 9 Todesfälle, 1,9 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner

18.26 Uhr: Spanien will Quarantäne für Einreisende ab Juli aufheben

Das Urlaubsland Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Pflicht zur Quarantäne für aus dem Ausland Eingereiste zum 1. Juli wieder aufheben. Das meldete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf Angaben der Regierung.

Im Juli will sich Spanien, das wichtigste Urlaubsland Europas, auch für den internationalen Tourismus wieder öffnen. Die Pflicht zu einer zweiwöchigen Quarantäne nach der Einreise besteht erst seit dem 15. Mai. «In dem Maße, wie wir Freiheitsräume wiedererlangen, können auch die Maßnahmen an der Grenze geändert werden», erklärte Außenministerin Arancha González Laya. Sie dementierte, Spanien habe diese Entscheidung auf Druck der Tourismusindustrie oder wegen der möglichen Verärgerung anderer EU-Länder über die einseitig erklärte Quarantänepflicht getroffen.

18.15 Uhr: 21 Anzeigen im Kreis Höxter verhängt

21 Anzeigen wegen Verstoßens gegen die Corona-Regeln hat die Polizei am Wochenende verhängt: In zwei Fällen saßen zu viele Menschen aus getrennten Haushalten in einem Auto. Einmal beendeten die Beamten eine Feier. Nachdem der „Vatertag“ im Kreis Höxter im Hinblick auf Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sehr unauffällig war, gab es am Wochenende eine Häufung von Vorfällen, um die sich Polizei und Ordnungsamt kümmern mussten. Denn trotz aller Lockerungen gelten die Regeln der Coronaschutzverordnung. Dazu gehören das Ansammlungsverbot und das Abstandsgebot. Veranstaltungen und Feiern sind weiter untersagt.

17.50 Uhr: Corona in NRW: 75 Neuinfektionen und 25 offiziell Genesene

 In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 75 neue Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das geht aus den Zahlen des Landesgesundheitsministeriums hervor. Somit erhöhte sich die Zahl am Montag gering auf 37 279 bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie. Die meisten Neuinfektionen gab es am Montag in Düsseldorf (18) und in Bonn (13). 

17.20 Uhr: Inlandstourismus kann vielerorts wieder aufleben

Hotels und Ferienwohnungen haben in einer Reihe von Bundesländern wieder geöffnet.

In Berlin und Brandenburg können Gäste seit heute wieder in Hotels und Ferienwohnungen übernachten, Mecklenburg-Vorpommern lässt Menschen aus anderen Bundesländern einreisen und auch in Niedersachsen haben Hotels wieder geöffnet. Zuvor hatten andere Länder bereits Lockerungen erlassen. In Bayern starteten Restaurants uns Biergärten wieder im Innenbereich.

16.41 Uhr: Erneut Ansteckung von Nerz auf Mensch in Niederlanden

In den Niederlanden hat sich erneut ein Mensch bei einem Nerz mit Coronaviren infiziert. Landwirtschaftsministerin Carola Schouten teilte in Den Haag mit, dass ein Nerz auf einer Farm mindestens eine weitere Person angesteckt habe.

«Aufgrund der vorliegenden Informationen ist es höchstwahrscheinlich, dass mindestens eine von drei infizierten Personen durch einen Nerz angesteckt wurde», schrieb die Ministerin dem Parlament. In der vergangenen Woche war auf einer anderen Zuchtfarm ein vergleichbarer Fall bekannt geworden. Daraufhin waren strenge Schutzmaßnahmen angeordnet worden.

16.11 Uhr: Covid-19-Medikament ABX464 wird in Deutschland getestet

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte ein Behördensprecher.

Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt.

15.43 Uhr: Corona-Ausbruch in Schlachthof an deutscher Grenze

Der Corona-Ausbruch in einem niederländischen Schlachthof nahe der deutschen Grenze ist größer als zunächst angenommen. 147 Mitarbeiter der Fabrik in Groenlo wurden positiv auf das Virus getestet, davon wohnen 79 in Deutschland.

15.14 Uhr: Giffey: Schul- und Kita-Öffnung nur ohne 1,50-Meter-Regel

Eine komplette Öffnung von Schulen und Kitas wird nach Ansicht von Familienministerin Franziska Giffey erst möglich sein, wenn die 1,50-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt.

«Das ist eine ganz klare Geschichte. Weil sie ansonsten einfach nicht 100 Prozent der Kinder in 100 Prozent der Zeit von Kita und Schule zurückholen können», sagte die SPD-Politikerin.

14.34 Uhr: Japan hebt den Corona-Notstand vollständig auf

Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte die Freigabe auch für den Großraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido. Für die übrigen Landesteile hatte er den Notstand bereits zuvor aufgehoben. Der Notstand war ursprünglich bis zum 31. Mai angesetzt, wobei das keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutete. Die Bürger in Japan wurden nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Man habe die Situation so eingedämmt, dass eine Ausbreitung des Virus verhindert werden könne, hieß es. Nun können die Menschen wieder normal raus und Geschäfte wieder öffnen.

13.49 Uhr: Erneut keine Neuinfektion in Bielefeld

Die Zahl der aktuell am Corona-Virus erkrankten Bielefelder nimmt weiter ab. Stand Montag (10 Uhr) sind es noch 17. Vier Bielefelder sind an den Folgen der Erkrankung gestorben.

13.32 Uhr: Drei neue Corona-Fälle im Kreis Höxter

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Höxter ist von Sonntag bis Montag um drei auf insgesamt 349 gestiegen. Die Zahl der positiv getesteten Verstorbenen im Kreis Höxter ist bei 17 geblieben. 291 (+1) Personen gelten inzwischen kreisweit als genesen, so dass die Anzahl der aktiv Infizierten derzeit 41 (+2) beträgt. Die drei seit Sonntag hinzugekommenen weiteren Corona-Fälle sind in Willebadessen aufgetreten.

13.08 Uhr: US-Regierung verbietet Einreisen aus Brasilien

Angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Brasilien hat die US-Regierung weitgehende Einreisebeschränkungen für Menschen aus dem südamerikanischen Land erlassen. Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in dem Land aufgehalten haben, dürfen nicht mehr in die USA kommen, wie das Weiße Haus erklärte. Die Regelung gilt ab Freitag und ist zeitlich nicht begrenzt. Ausgenommen davon sind unter anderem US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten.

12.39 Uhr: Bundesregierung mahnt zur Vorsicht

Nach Monaten der Geschlossenheit driften Bund und Länder jetzt bei den Corona-Beschränkungen stärker auseinander.

Während die Bundesregierung weiter auf eine vorsichtige, schrittweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen setzt, möchte Sachsen einen ähnlichen Weg einschlagen wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Wie aus einer Beschlussvorlage hervorgeht, will Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) den Ländern vorschlagen, auch nach dem 5. Juni weiterhin bundesweit in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern vorzuschreiben. Auch die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen solle beibehalten werden, heißt es in einer Beschlussvorlage, über die zuerst «Bild» berichtet hatte.

11.41 Uhr: Erdbeben-Forscher profitieren von Corona-Lockdown

Die Corona-Krise bietet Erdbeben-Forschern ungeahnte Chancen. Durch den wochenlangen Stillstand vieler gesellschaftlicher Bereiche ist es auch auf der Erdoberfläche ruhiger geworden.

Die Folge: Erdbeben-Signale waren besser zu erkennen als vor dem Corona-Lockdown.

10.03 Uhr: Corona-Fälle nach Restaurantbesuch: Landkreis in Niedersachsen sucht Gründe

Der niedersächsische Landkreis Leer sucht nach den positiven Corona-Tests infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland weiter nach den Gründen für die Infektionen.

Es werde geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab, sagte ein Sprecher des Landkreises. Einen Zwischenstand wollte er am Sonntag dazu nicht abgeben. «Das müssen wir abwarten», sagte er.

8.58 Uhr: Bad Lippspringe: Wahlkampf in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise verändert alles – das bekommen auch die Wahlkämpfer zu spüren. In Bad Lippspringe bewerben sich am 13. September Ulrich Lange für die CDU und der SPD-Kandidat Marcus Kleinemeyer offiziell um das Bürgermeisteramt. Wir sprachen mit beiden über ihre Wahlkampf-Erfahrungen in schwierigen Zeiten.

7.52 Uhr: Brinkhaus will Kassensturz und Schuldengrenze

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus (CDU) aus Gütersloh, will vor Beschlüssen über das Konjunkturpaket eine Höchstgrenze für neue Schulden festlegen. „Bevor wir über Konjunkturhilfen reden, brauchen wir einen Kassensturz: Welche Verschuldung nehmen wir in Kauf?“, sagte er in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

6.29 Uhr: Altmaier plant weitere Milliardenhilfen für Mittelstand

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen können. 

Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.

Sonntag, 24. Mai

20.45: Überblick für Ostwestfalen-Lippe

in Klammern Veränderung zum Freitag; Ausnahme Herford, wo keine aktuellen Zahlen  vorliegen

Kreis Höxter:

aktuell Infizierte: 39 (-4)
bestätigte Fälle insgesamt: 346 (+3) 
davon Todesfälle: 17 (+1)

Kreis Paderborn:

aktuell Infizierte: 59 (+4)
bestätigte Fälle insgesamt: 635 (+4) 
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe:

aktuell Infizierte: 28 (-4)
bestätigte Fälle insgesamt: 739 
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh:

aktuell Infizierte: 49
bestätigte Fälle insgesamt: 638
davon Todesfälle: 19

Bielefeld

aktuell Infizierte: 18 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 410 (+1) 
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford

aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 330
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell Infizierte: 63 (+6)
bestätigte Fälle insgesamt: 481 (+7)
davon Todesfälle: 9

OWL gesamt

aktuell Infizierte: 263
bestätigte Fälle insgesamt: 3579 (+13)
davon Todesfälle: 118 (+1)

18.55 Uhr: Auch bei guter Corona-Tendenz weiter Infektions-Gefahr

Mehrere Bundesländer haben seit Mitte März schon einzelne Tage ohne Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet.

So waren es etwa in Mecklenburg-Vorpommern fünf Tage, vier davon seit Donnerstag. In Sachsen Anhalt gab es drei Tage ohne gemeldete Neuinfektion, in Schleswig-Holstein zwei und in und Hamburg einen. Oft lagen solche Tage jedoch an Wochenenden, an denen stets vergleichsweise wenige Infektionen gemeldet werden.

Bundesweit geht die Zahl der neuen registrierten Corona-Infizierten seit Wochen tendenziell zurück. Dennoch gibt es weiterhin viele bestehende Krankheitsfälle und Experten gehen auch weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus.

So mahnen Forscher zur Vorsicht beim Reisen: Wenn viele Menschen aufeinandertreffen, die normalerweise keinen Kontakt miteinander haben, müsse ein erneutes exponentielles Wachstum der Infektionszahlen befürchtet werden, sagt der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg. 

17.10 Uhr: vier neue Infizierte im Kreis Paderborn

59 Menschen sind im Kreis Paderborn aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl teilte das Kreisgesundheitsamt am Sonntag mit. Bis jetzt haben sich insgesamt 635 Menschen angesteckt. Das sind vier mehr als am Freitag.

16.46 Uhr: Mehr als 178.500 Nachweise und 8250 Tote in Deutschland  

Bundesweit sind bis Sonntagnachmittag mehr als 178 500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: über 178.000 Infektionen). Mindestens 8251 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 8222). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag bei 0,83 (Datenstand 23.5. 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 23.5. 0.00 Uhr) bei 0,89. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 160.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

16.13 Uhr: Mindestens 107 Infektionen nach Gottesdienst 

Im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde in Frankfurt haben sich mindestens 107 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das teilte der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntag in Wiesbaden mit. Auslöser soll ein Gottesdienst vor zwei Wochen (10. Mai) in Frankfurt gewesen sein. Die meisten der betroffenen Frankfurter hätten sich danach aber wohl zu Hause infiziert, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt, René Gottschalk, am Sonntag. Mehr als 40 der 107 Infizierten lebten in der größten hessischen Stadt.

26 Infizierte wohnen im Wetteraukreis, wie der Kreis am Sonntag mitteilte, und 17 in Hanau, wie es von Stadt hieß. Zudem gibt es dem Ministerium zufolge noch mehrere Fälle im Hochtaunuskreis. Möglicherweise seien auch noch andere Landkreise betroffen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die genaue Zahl stehe noch nicht fest.

14.44 Uhr: Deutlich weniger Teilnehmer bei Demos

In zahlreichen deutschen Städten haben am Wochenende wieder Menschen gegen die in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen demonstriert. Allerdings kamen meist deutlich weniger Teilnehmer als erwartet.

14.33 Uhr: 84 Corona-Neuinfektionen, acht Tote in NRW - Zahl akuter Fälle rückläufig

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 84 Fälle gestiegen. Acht weitere Menschen mit einer Coronavirus-Erkrankung wurden seit Samstag gezählt, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im Land auf 1562. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bis Sonntag insgesamt 37.204 Menschen im Land positiv auf das Coronavirus getestet.

14.26 Uhr: Keine Neuinfektionen in Bielefeld

Die Neuinfektionsrate in Bielefeld sinkt weiter und liegt jetzt bei 0,6 pro 100.000 Einwohner. Am Sonntag (Stand: 10 Uhr) wurde keine neuen Fälle von am Corona-Virus Erkrankten gemeldet.

14 Uhr: Überfall auf Demo-Teilnehmer in Bielefeld

Nach der   Demonstration von Grundrechtsaktivisten und Gegnern der derzeitigen Coronabeschränkungen am Samstag auf dem Kesselbrink sind zwei Teilnehmer der Kundgebung überfallen und verletzt worden. Ein Demoteilnehmer musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmern auf dem Kesselbrink verlief zunächst friedlich. Nach Ende der Veranstaltung um 18 Uhr ist es dann in der Paulusstraße zu dem Überfall auf zwei Männer gekommen.

12.38 Uhr: Spanien: Rechtspopulisten fordern Rücktritt von Sánchez

Tausende Menschen haben bei Kundgebungen in ganz Spanien gegen die Anti-Corona-Maßnahmen den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gefordert.

11.41 Uhr: Chinas Außenminister weist Schuldvorwürfe zurück

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Schuldvorwürfe wegen Chinas Umgang mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus scharf zurückgewiesen. Gerichtliche Klagen in den USA und Forderungen nach etwaiger Entschädigung durch China seien irrwitzig und hätten keinerlei rechtliche Grundlage, sagte der Chefdiplomat am Sonntag auf einer Pressekonferenz am Rande der laufenden Sitzung des chinesischen Volkskongresses in Peking.

11.26 Uhr: Corona: 346 Infektionen im Kreis Höxter

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Kreis Höxter ist am Wochenende von Freitag auf Sonntag um drei auf insgesamt 346 gestiegen. Eine weitere positiv getestete Person aus dem Kreis Höxter – sie war in Höxter gemeldet – ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Das wurde bereits am Samstag gemeldet. Damit hat sich die Zahl der positiv getesteten Verstorbenen im Kreis Höxter auf 17 erhöht. 290 (+6) Personen gelten inzwischen kreisweit als genesen, so dass die Anzahl der aktiv Infizierten derzeit 39 (-4) beträgt.

10.15 Uhr: Infektion nach Restaurantbesuch - Verstoß gegen Regeln?

Nach dem Corona-Ausbruch in Niedersachsen prüft der Landkreis Leer Hinweise auf Regelverstöße in einem Restaurant.

«Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist», sagte Landrat Matthias Groote (SPD). Ob dies der Fall war, müsse das Ordnungsamt in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären.

9.17 Uhr: Ramelow begründet Ende der Corona-Regeln mit ihrem Erfolg

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. 

«Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden – jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte», sagte der Linke-Politiker der «Bild am Sonntag» zur Situation in Thüringen. «Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht – zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln. Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen.»

Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch.

8.42 Uhr: Türkei erwartet deutsche Touristen

Die türkische Regierung erwartet, dass die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung noch vor den Sommerferien auch für die Türkei aufhebt. Die Türkei sei ab Mitte Juni bereit, Touristen aus dem Ausland zu empfangen, sagte der türkische Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin, der Deutschen Presse-Agentur. «Alle notwendigen Vorkehrungen werden seitens der zuständigen Behörden getroffen. Wir sind davon überzeugt, dass die Bundesregierung all dies in Betracht zieht und sich dementsprechend entscheidet.»

8.29 Uhr: «Wirtschaftsweisen»-Chef: «Kein Freibier für alle»

Der Chef der «Wirtschaftweisen», Lars P. Feld, hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, beim geplanten Konjunkturprogramm Maß zu halten. «Es darf kein Freibier für alle geben», sagte Feld der Deutschen Presse-Agentur. «Der Staat darf finanziell nicht überfordert werden.» Deswegen sollten die Mittel möglichst effektiv eingesetzt werden - dort, wo jeder Euro am meisten bringe. Pläne für einen Familienbonus lehnte Feld ab. «Ein Familienbonus oder auch Konsumgutscheine würden verpuffen.» Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berät die Politik. Umgangssprachlich werden die Experten auch als «Wirtschaftsweisen» bezeichnet.

8.27 Uhr: Johnson-Berater: Lockdown-Regeln wiederholt missachtet

Der wegen eines angeblichen Lockdown-Verstoßes in die Kritik geratene Johnson-Berater Dominic Cummings soll Berichten zufolge weitere Male die Regeln der britischen Regierung missachtet haben. Das berichteten der «Sunday Mirror» und der «Observer» am Samstagabend unter Berufung auf Augenzeugen. Premierminister Boris Johnson hatte seinem wichtigsten Berater noch am frühen Abend seine «volle Unterstützung» zugesagt. Der Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei SNP, Ian Blackford, forderte hingegen den Rauswurf Cummings. «Es ist klar, dass Boris Johnson Dominic Cummings feuern muss», schrieb er auf Twitter.

Samstag, 23. Mai

21.35 Uhr: Rufe nach Rauswurf von Johnson-Berater Cummings

Der Wahlkampfstratege Dominic Cummings gilt als graue Eminenz in der Downing Street. Trotz Lockdowns soll er mehr als 400 Kilometer zu seinen Eltern gereist sein, als er an Covid-19-Symptomen litt. Nun wächst der Druck auf Premierminister Johnson, ihn rauszuwerfen.

20.44 Uhr: Rentenversicherung: Corona-Krise lässt Reserve sinken

Infolge der Corona-Krise sinkt nach einer Schätzung der Rentenversicherung die Rücklage der Rentenkasse. Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte, geht die Rücklage nach ersten Schätzungen bis Ende des Jahres um rund ein Zehntel auf dann rund 36 Milliarden Euro zurück.

20.01 Uhr: Neue Proteste gegen Corona-Regeln kleiner als erwartet

In vielen deutschen Städten sind am Samstag wieder Kritiker der in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen auf die Straße gegangen. Die Proteste verliefen größtenteils friedlich. Fast überall jedoch demonstrierten deutlich weniger Menschen als angemeldet. 

19.15 Uhr: EU-Wiederaufbauhilfe: Kredite statt Zuschüsse gefordert

In einem Gegenentwurf zu den deutsch-französischen Plänen haben sich vier kleinere EU-Staaten dafür stark gemacht, die Wirtschaft in der Corona-Krise mit günstigen Krediten statt mit Zuschüssen wieder in Schwung zu bringen.

18.07 Uhr: Bielefelds Rat hält Abstand

Seit 1975 steht Rathaus-Sprecherin Gisela Bockermann in den Diensten der Stadt. „Ich kann mich nicht erinnern, dass der Rat in dieser Zeit einmal außerhalb des Rathauses getagt hätte“, sagt sie. Am Freitag war es soweit. Wegen Corona fand die Sitzung in der Stadthalle statt. Am Rednerpult galt keine Maskenpflicht, aber nach jedem Redebeitrag wurde es desinfiziert. Auch sonst war vieles anders als gewohnt. Getrennte Ein- und Ausgänge, bewacht von Sicherheitspersonal. Breite Abstände zwischen den Sitzplätzen und eine ausgedünnte Teilnehmerzahl. Nur 51 der 66 Ratsmitglieder waren anwesend. Auch die Tagesordnung war vom Virus und seinen Auswirkungen bestimmt.

17.33 Uhr: Spanien lässt Touristen erst im Juli rein

Viele Spanier werden unruhig. Die Corona-Zwangsmaßnahmen dauern einfach sehr lange. Und ohne das Geld der ausländischen Touristen wird die Wirtschaftskrise immer tiefer. Doch während Rechte Autokorsos organisieren, bleibt die Regierung hart.

16.49 Uhr: Paderborn: 20 neue Fälle in einer Woche

Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Paderborn ist am Samstag noch einmal um zwei infizierte Personen gestiegen. Seit Beginn der Pandemie haben sich nun 633 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das sind 20 mehr, als vor einer Woche.

16.25 Uhr: Wirtschaftsminister gegen Recht auf Homeoffice

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich gegen ein gesetzlich verankertes Recht auf Arbeit von zu Hause ausgesprochen.

Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir brauchen vor allem weniger Bürokratie, nicht immer neue staatliche Garantien. Ich bin überzeugt, dass viele Betriebe von sich aus mehr Homeoffice ermöglichen, aber es passt eben nicht überall, vor allem wenn der direkte Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern notwendig ist.»

15.52 Uhr: Prominente warnen vor Entwertung des Lebens alter Menschen

Prominente aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Wissenschaft rufen in einem internationalen Appell dazu auf, das Leben alter Menschen in der Corona-Krise nicht abzuwerten - und wünschen sich eine «moralische Revolte». «Alle notwendigen Energien müssen investiert werden, um die größte Zahl an Leben zu retten und den Zugang zur Behandlung für alle zu ermöglichen», heißt es in dem Appell, der in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag) als Anzeige veröffentlicht und neben anderen von dem Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas unterzeichnet wurde.

15.13 Uhr: Ein neuer Infizierter in Bielefeld

Die Zahl der am Corona-Virus erkrankten Bielefelder nimmt weiter ab. Von den inzwischen 410 Infizierten sind 387 genesen, vier Menschen sind infolge einer Erkrankung gestorben. Im Vergleich zum Freitag gibt es in der Stadt somit eine Neuinfektion, die erste seit Tagen, zwei weitere Menschen wurden am Samstag (Stand: 10 Uhr) als genesen gemeldet. Von den 19 Erkrankten werden fünf im Krankenhaus behandelt, zwei davon liegen auf der Intensivstation und werden beatmet.

14.12 Uhr: Psychisch Kranke in Gütersloh dürfen wieder Besuch empfangen

Aufatmen für Patienten und Besucher: Ab nächsten Mittwoch dürfen Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung in der LWL-Klinik Gütersloh behandelt werden, wieder Freunde und Angehörige auf dem Gelände an der Buxelstraße empfangen. Die Klinikleitung setzt damit eine Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen um, die besagt, dass das strikte Besuchsverbot in Krankenhäusern gelockert werden darf.  „Dies ist allerdings nur unter der Beachtung von Infektionsschutzmaßnahmen und Hygieneregeln möglich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Mehr noch: Das Klinik-Personal bittet Angehörige sogar darum, möglichst von Besuchen abzusehen. Die Zeiten sind zurzeit noch eingeschränkt.

13.28 Uhr: Corona: sechster Todesfall in Höxter

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Kreis Höxter ist von Freitag auf Samstag um zwei auf insgesamt 345 gestiegen. Eine weitere positiv getestete Person aus dem Kreis Höxter – sie war in Höxter gemeldet – ist im Alter von 84 Jahren verstorben.

13.25 Uhr: Angela Merkel verteidigt Einschränkungen von Grundrechten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise erneut als «Zumutung» für die Demokratie bezeichnet - die Maßnahmen aber zugleich verteidigt. Die CDU-Politikerin sagte in ihrem wöchentlichen Podcast zum Verfassungstag am 23. Mai, sie könne Sorgen von Bürgern angesichts der Einschränkungen in der Pandemie verstehen. Die Regierung mache es sich mit den Beschränkungen von Grundrechten nicht einfach. «Deshalb sollen sie so kurz wie möglich sein. Aber sie waren notwendig, und das haben wir auch immer wieder begründet, weil wir uns der Würde der Menschen verantwortlich fühlen, so wie es im Artikel 1 unseres Grundgesetzes gesagt ist.»

12.44 Uhr: Thüringen will Corona-Beschränkungen beenden

Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören. «Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen», sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen (Samstag). Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden.

11.34 Uhr: Autovermieter Hertz meldet Insolvenz in den USA an

Der US-Autovermieter Hertz hat in der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Der Rückgang von Reisen habe zu einem «plötzlichen und dramatischen» Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, erklärte das Unternehmen in der Nacht zum Samstag.

10.14 Uhr: Corona-Ausbruch nach Treffen in Restaurant in Niedersachsen?

Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Deutschland scheinen sich in Niedersachsen mindestens sieben Menschen in einem Lokal mit dem Coronavirus infiziert zu haben. «Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal», teilte der Landkreis Leer am Freitag mit. Falls sich das bestätigt, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreiteten Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten und Cafés. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga reagierte bestürzt auf den Fall. NDR 1 Niedersachsen hatte zunächst über den Corona-Ausbruch im Landkreis Leer berichtet.

8.12 Uhr: Arbeitgeber fordern raschen Hilfsfonds für Firmen

Die Arbeitgeber haben die Bundesregierung in der Debatte um ein Konjunkturprogramm aufgefordert, zunächst einen schnell wirksamen «Überbrückungshilfefonds» für Firmen aufzulegen. 

«Die am stärksten betroffenen Unternehmen benötigen jetzt besonders schnelle Hilfe», heißt es in einem Brief von Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Unterdessen mahnten CDU und CSU, für ein Konjunkturpaket stünden nicht grenzenlos Gelder bereit.

Zum Anschub der Konjunktur nach der Corona-Krise soll der Bund nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in diesem Jahr noch maximal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden aufnehmen dürfen. «Es ist wichtig, dass wir den Staat nicht ruinieren», sagte Bayerns Ministerpräsident am Freitag bei einem Parteitag. Konzepte über weitere Neuverschuldungen von bis zu 150 oder 200 Milliarden Euro seien nicht finanzierbar, alle Hilfen müssten «ökonomisch sinnvoll» bleiben.

8.10 Uhr: Tausende Verstöße gegen Corona-Regeln

Die Polizei in NRW hat seit Inkrafttreten der Corona-Schutzregeln vor acht Wochen rund 13.000 Verstöße geahndet. Bei knapp 12.400 Verstößen seien Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen erfolgt, in 640 schwereren Fällen Strafanzeigen erstattet worden, teilt das NRW-Innenministerium mit. Hinzu kommen die Zahlen der kommunalen Ordnungsämter. Auch in OWL gab es hunderte Verstöße – vor allem gegen die zunächst noch bis zum 5. Juni geltenden Kontaktbeschränkungen. „Die meisten Bürger und Betriebe halten sich an die Vorgaben“, sagt Katharina Felsch, Sprecherin der Kreispolizei Gütersloh. Die Behörde ahndete bislang knapp 150 Fälle von Ordnungswidrigkeiten – zumeist Verstöße gegen das Kontaktverbot. In diesen Fällen werden pro Person 200 Euro fällig, bei unerlaubtem Grillen in Parks 250 Euro. Darüber hinaus gebe es rund 50 Straftaten in Zusammenhang mit Corona – von Anspucken bis zu Betrügereien mit der Soforthilfe.

Freitag, 22. Mai

20.18 Uhr: An Menschen getesteter Corona-Impfstoff zeigt kleine Erfolge

Erstmals hat sich ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus bei Tests an Menschen zumindest teilweise als wirkungsvoll gezeigt. Der Wirkstoff Ad5-nCoV habe sich im sogenannten Phase-1-Versuch als sicher und gut verträglich herausgestellt, hieß es in einer am Freitag im Fachjournal «The Lancet» veröffentlichten Studie des Beijing Institute of Biotechnology. Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf das Virus Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Weitere Versuche seien jedoch notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere.

19 Uhr: Söder setzt Obergrenze für Staatsschulden in Corona-Krise

Maximal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden soll der Bund nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in diesem Jahr zur Bewältigung der Corona-Krise aufnehmen dürfen. Dies sagte Bayerns Ministerpräsident am Freitag in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag in der CSU-Geschichte. Konzepte über weitere Neuverschuldungen von bis zu 150 oder 200 Milliarden Euro seien nicht finanzierbar, alle Hilfen müssten «ökonomisch sinnvoll» bleiben.

17.03 Uhr: Polizei öffnet für Anzeigen-Erstatter

Die Bielefelder Polizei lockert ihre Coronavirus-Schutzauflagen und öffnet sich wieder mehr für den Besucherverkehr. Vom kommenden Montag an werden Anzeigen wegen Verkehrsdelikten zentral im Polizeigebäude an der Lerchenstraße 2 in Bielefeld aufgenommen. „Die Anzeigenaufnahme ist dort in der Zeit von 8 Uhr bis 16 Uhr besetzt“, sagte Polizeisprecherin Sonja Rehmert. Die Anzeigenaufnahme aller sonstigen Strafanzeigen finde weiterhin im Polizeipräsidium an der Kurt-Schumacher-Straße 46 statt, die dort von 10 Uhr bis 18 Uhr besetzt sei. In dieser Zeit bestehe auch weiterhin die Möglichkeit, über die zentrale Rufnummer 0521/ 5451155 eine Anzeige zu erstatten.

16.19 Uhr: Erstmals neues Coronavirus in Muttermilch nachgewiesen

Virologen aus Ulm haben das neue Coronavirus erstmals in der Muttermilch einer an Covid-19 erkrankten Frau nachgewiesen. Auch ihr Säugling sei an dem Virus erkrankt, teilten die Wissenschaftler um Jan Münch und Rüdiger Groß von der Universität Ulm mit.

14.48 Uhr: Erneut keine Neuinfektionen in Bielefeld

Die Zahl der am Corona-Virus erkrankten Bielefelder ist den dritten Tag in Folge konstant. Die Zahl der Genesenen nimmt leicht zu. Stand Freitag, 10 Uhr, haben sich somit weiterhin 409 Bielefelder mit dem Virus infiziert, 385 davon sind inzwischen genesen. Vier Menschen sind in Bielefeld bislang an den Folgen der Erkrankung gestorben. 142 Frauen und Männer befinden sich noch in Quarantäne, das sind elf weniger als am Donnerstag. Die Neuinfektionsrate der vergangenen sieben Tage beläuft sich auf 0,9 pro 100.000 Einwohner.

12.35 Uhr: Riesenflugzeug bringt 6,6 Millionen Schutzmasken nach Düsseldorf

Gleich 6,6 Millionen Schutzmasken hat ein Riesenflugzeug vom Typ Antonov 124 nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Die Transportmaschine landete am Freitag auf dem Düsseldorfer Flughafen. Mit einer Länge von 69 Metern und einer Spannweite von 73 Metern gehört die Antonov zu den größten Transportflugzeugen der Welt. Gestartet war die Maschine im ostchinesischen Hangzhou. Man habe die hochwertigen Masken zu moderaten Preisen beschaffen können, sagte Michael Kofler, Geschäftsführer der Firma PSG Procurement Services, die den Einkauf zusammen mit der Düsseldorfer Kloepfel-Gruppe organisiert hatte.

12.20 Uhr: NRW will sich an geschwächten Unternehmen beteiligen

Das Land Nordrhein-Westfalen will sich an Unternehmen beteiligen, die durch die Corona-Krise finanziell in Schwierigkeiten gekommen sind. Man werde in einem ersten Aufschlag zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 100 Millionen Euro für einen Nordrhein-Westfalen-Fonds zur Verfügung stellen, teilte die Landesregierung am Freitag in Düsseldorf mit. Das Land will sich damit an „etablierten Unternehmen“ beteiligen, deren Eigenkapitalbasis durch die Corona-Krise geschwächt worden ist und die keine ausreichende Hilfe durch private Investoren gefunden, aber „gute Überlebenschancen“ hätten. Die Hilfe soll zeitlich befristet sein und bei Bedarf aufgestockt werden können.

12.17 Uhr: Laschet sieht Erfolge bei Bekämpfung des Virus

Auch nach der Lockerung vieler Beschränkungen hat Nordrhein-Westfalen im Kampf gegen das Coronavirus nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erfolge erzielt. Seit dem 20. April habe sich die Zahl der Neuinfektionen im Land mehr als halbiert, sagte Laschet am Freitag in Düsseldorf. Zuletzt habe sie im Sieben-Tage-Durchschnitt bei 144 Neuinfektionen pro Tag gelegen. Es gebe ganze Kreise ohne neue Corona-Infektionen.

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen habe sich von rund 620 am 20. April auf 169 Patienten am 21. Mai reduziert. Die für Corona-Patienten reservierte Bettenzahl werde dennoch weiter erhöht bleiben, um für eine mögliche zweite Corona-Welle gewappnet zu sein.

12.15 Uhr: NRW-Landesregierung: Familien sollten einmalig 600 Euro pro Kind bekommen

Familien sollten nach Ansicht der NRW-Landesregierung in der Corona-Krise einen Familienbonus von 600 Euro pro Kind bekommen. Das Kindergeld solle damit einmalig aufgestockt werden, schlugen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag in Düsseldorf vor. Ein solcher Bonus sei ein schnell wirksames Mittel, das die Kaufkraft stärke und dem Einzelhandel zusätzliche Nachfrage bringe. Der Bund müsse schnell einen entsprechenden Vortrag unterbreiten. Als Land sei man bereit, die Mittel mit einem eigenen Landesprogramm zu ergänzen.

10.40 Uhr: Mehr als 177.200 Nachweise und 8100 Tote in Deutschland

Bundesweit sind bis Freitagvormittag über 177.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Stand 10.15 Uhr). Am Mittwochabend waren es noch mehr als 176.400 Fälle gewesen. Am Donnerstagvormittag lagen keine aktualisierten Daten der Bundesländer vor. Mindestens 8173 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Mittwochabend 20 Uhr: 8117). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag bei 0,89 (Datenstand 21.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit vergangener Woche gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,92. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 159.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.30 Uhr: Hotels, Cafes und Restaurants öffnen wieder - unter Auflagen

Bundesweit werden die Corona-Regeln für das Gastgewerbe gelockert. Aber wer nun in Restaurants, Cafés oder Hotels geht, muss sich an ein paar Regeln halten. Die Wiedereröffnungen im Gastgewerbe gehen mit einigen Einschränkungen einher. Hier geht es zum Überblick.

10.17 Uhr: Deutsche wollen laute Studie in der Krise kontaktlos bezahlen

Die Menschen in Deutschland versuchen in der Corona-Krise, Zahlungen mit Bargeld so oft es geht zu vermeiden. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben, die am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Drei Viertel der Befragten gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Zugleich wünschen sich 7 von 10 Befragten (71 Prozent) mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können. Zuletzt hatte auch die Bundesbank mitgeteilt, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen in Deutschland ihre Einkäufe kontaktlos bezahlten.

„Es gibt kaum ein Verhaltensmuster, das durch Corona ähnlich stark verändert wurde, wie das Bezahlen an der Kasse“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone ist nicht nur hygienisch, es geht auch schnell und ist sicher. Alle Händler, Restaurants und Cafés sollten ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen ermöglichen.“

Der Trend hin zum kontaktlosem Bezahlen betrifft nicht nur die jungen Leute, sondern wird quer durch alle Generationen gefordert. So unterstützen 76 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, 72 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 75 Prozent der 50- bis 64-Jährigen eine entsprechende Ausweitung. Auch unter den Menschen ab 65 Jahren wünscht sich eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent mehr kontaktlose Bezahlmöglichkeiten.

10.05 Uhr: Uni sucht Teilnehmer für Studie

Die Universität Innsbruck führt eine Studie zur Corona-Pandemie durch. Dafür möchte sie das persönliche Erleben einiger Corona bedingter Maßnahmen erheben. Der Fragebogen dauere etwa zehn Minuten und ist bis zum 10. Juni online:  www.soscisurvey.de/coronasupport. Die Umfrage sei anonym und verfolge keine kommerziellen Zwecke, teilte die Uni mit. Die Ergebnisse dienten der sozialpsychologischen Forschung.

7.55 Uhr: Mittelstand warnt vor Übernahmen durch chinesische Firmen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat in der Corona-Krise vor «Schnäppchenjägern» aus China gewarnt. P räsident Mario Ohoven forderte ein befristetes Übernahme-Moratorium der Europäischen Union.

7.20 Uhr: Facebook-Chef: Homeoffice wird zum Langzeit-Trend

Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht davon aus, dass die Corona-Krise einen langfristigen Wandel hin zur Arbeit außerhalb des Büros angestoßen hat.  Er rechne damit, dass in zehn Jahren rund jeder zweite Beschäftigte des Online-Netzwerks so arbeiten werde, sagte Zuckerberg.

7.05 Uhr: Spahn will präventive Tests in Pflegeheimen ermöglichen

Deutschland schöpft seine Testkapazitäten für Corona-Infektionen bei weitem nicht aus. Gesundheitsminister Jens Spahn will, dass ein Test etwa bei der Aufnahme ins Pflegeheim die Regel wird. 

Donnerstag, 21. Mai

20.49 Uhr: Behörde empfiehlt freie Plätze zwischen Flugpassagieren

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten - wann immer möglich - einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd gewährleisten zu können, schreibt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Handreichung für Fluggesellschaften.

18.52 Uhr: Drei neue Fälle im Altenheim in Altenbeken

Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Paderborn ist an diesem Donnerstag (Christi Himmelfahrt) um drei Fälle gestiegen. Betroffen ist nach Angaben der Kreisverwaltung das Altenheim in Altenbeken. Insgesamt gibt es aktuell 47 infizierte Menschen im Kreis Paderborn.

18.03 Uhr: Keine Corona-Neuinfektionen in Bielefeld

In Bielefeld hat es erneut keinen neuen Corona-Fall gegeben. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden im Vergleich zum Mittwoch keine Neuinfektionen gemeldet.

16.54 Uhr: Kieztour und Drive-In-Gottesdienst: Vatertag in Corona-Zeiten

Wandern, Radfahren oder der Besuch im Biergarten: Zum diesjährigen Vatertag waren viele Ausflüge auch trotz der Corona-Pandemie möglich. Allerdings mit teils empfindlichen Einschränkungen. Ein erstes Stimmungsbild zeigt: Vielerorts siegten die Vernunft und der Einfallsreichtum der Ausflügler.

15.38 Uhr: Ringen um Staatshilfen für Lufthansa kurz vor dem Ziel

Hoffnung für die schwer angeschlagene Lufthansa: Bei den Verhandlungen mit der Bundesregierung über milliardenschwere Staatshilfen steht eine Entscheidung kurz bevor. Ein Rettungsplan des Bundes sieht Steuergelder von insgesamt neun Milliarden Euro vor, um die Lufthansa durch die schwere Krise zu bringen.

14.31 Uhr: Bielefelder Tierpark bessert nach

Bis zu 24 Grad Celsius und 12,5 Stunden Sonnenschein – die Wettervorhersage für den Feiertag Christi Himmelfahrt an diesem Donnerstag könnte kaum besser sein. Perfektes Olderdissen-Wetter. Insgesamt hat sich das Konzept, das der Tierpark für die Wiedereröffnung nach der Corona-Sperre erarbeitet hatte, bewährt. Es gibt jedoch einige wenige Knackpunkte. Einer davon ist der Wartebereich am Haupteingang an dem dort neu aufgestellten Holzhäuschen, an dem die Besucher gezählt werden und der Einlass kontrolliert wird. Die Wartezone wird ab sofort neu organisiert. Außerdem soll an diesem Wochenende zwei zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz sein.

13.53 Uhr: Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen weltweit

In nicht einmal fünf Monaten wurden weltweit über 5 Millionen Corona-Infizierte registriert. Und die Dunkelziffer dürfte ein Vielfaches davon betragen. Mehr als 300.000 Menschen starben an dem Virus.

Deutschland hatte nach diesen Daten rund 178.900 registrierte Infizierte und etwa 8200 Todesfälle.

13.20 Uhr: Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat die Klage gegen die Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien fallengelassen. Der Konzern hatte den Bezirk Alameda County vor gut zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Coronavirus-Eindämmung aus Sicht der Firma die Wiederaufnahme der Produktion ungerechtfertigterweise verhinderten.

12.42 Uhr: SPD-Chefin Esken fordert weitere Verbesserungen für Familien

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken wirbt angesichts der Belastungen von Eltern in der Corona-Krise für das SPD-Modell einer Familienarbeitszeit.

Konkret gehe es um «die Möglichkeit einer partnerschaftlich reduzierten Familienarbeitszeit», wobei das verminderte Einkommen durch ein Familiengeld unterstützt werden solle, sagte Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

11.58 Uhr: Spielhalle gegenüber Gastronomie benachteiligt

Eine Hamburger Spielhallenbetreiberin hat mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Hamburg Erfolg gehabt und darf wieder öffnen, falls die Entscheidung von der nächsten Instanz bestätigt werden sollte.

11.05 Uhr: Studie: Flüchtlingsheime können zum Corona-Hotspot werden

Beengte Verhältnisse, viele Betten in einem Schlafraum, gemeinsam genutzte Sanitäranlagen und Sammelküche: Kommt es zu einer Corona-Infektion in einer Flüchtlingsunterkunft, ist einer Studie zufolge das Risiko einer Ansteckung im Schnitt etwa so hoch wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

Das hat eine Untersuchung unter Leitung des Forschers Kayvan Bozorgmehr von der Uni Bielefeld ergeben. Das Virus könne sich rasch ausbreiten, wenn es einmal durch Bewohner oder Personal in die Unterkunft gelangt sei. 

10.32 Uhr: Michael Kretschmer: Corona-Demonstranten ernst nehmen

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer will Demonstranten gegen die Corona-Beschränkungen ernst nehmen.

«Ich möchte verstehen, was die Menschen umtreibt. Das ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass dieses Land sich nicht weiter spaltet», sagte der CDU-Politiker. «Diese Leute nicht ernst nehmen wäre falsch.» Dem Politiker zufolge könnte die Zahl der Demonstranten zunehmen, wenn Menschen mit kritischen Positionen «sofort in eine Ecke gedrängt und als Gesprächspartner ausgeschlossen» würden.

9.40 Uhr: Premier League & Co.: So schaut's in Europas Ligen aus

Die Bundesliga hat den Anfang gemacht und als erste der großen Fußball-Ligen ihre wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison fortgesetzt.  Auch in anderen Ländern rollt der Ball wieder, anderswo wurde die Saison komplett abgebrochen.

8.24 Uhr: Karliczek warnt vor «Überbietungswettbewerb» bei Öffnungen

Die Debatte über mehr Tempo bei der Rückkehr zu einem Regelbetrieb in Schulen und Kitas hat zuletzt an Dynamik gewonnen. Es gibt aber auch mahnende Stimmen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat vor einem «Überbietungswettbewerb» bei Rufen nach der Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gewarnt. «Wir alle wünschen uns, dass Kitas und Schulen möglichst rasch wieder vollständig öffnen können.»

«Ich warne allerdings vor einem Überbietungswettbewerb entsprechender Forderungen», sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Menschen wollten vor allem Verlässlichkeit, und der Gesundheitsschutz müsse weiter an erster Stelle stehen, führte Karliczek aus. Auf dieser Basis träfen die Bundesländer ihre Entscheidungen.

7.52 Uhr: Ende von US-Einreisestopp aus Europa nicht absehbar

Donald Trump erwägt, die Staats- und Regierungschefs trotz der anhaltenden Corona-Krise zum G7-Gipfel in die USA einzuladen. Für den US-Präsidenten wäre es ein Signal der Normalisierung, für den Normalbürger möglicherweise ein Affront.  Ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus Europa in die USA ist nach Angaben des Weißen Hauses derzeit nicht absehbar.

Mittwoch, 20. Mai

20.56 Uhr: Vatertag unter besonderer Beobachtung

Appelle statt zusätzliche Verbote: Zum gerne auch als Vatertag gefeierten kirchlichen Feiertag Christi Himmelfahrt an diesem Donnerstag setzen die Ordnungsbehörden in OWL auf angemessenes Verhalten der Bürger und die Einhaltung der weiterhin geltenden Corona-Schutzverordnung. Vielerorts sind Kontrollen angekündigt, die nicht nur die Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht betreffen, sondern etwa auch Alkohol bei Auto- und Fahrradfahrern. Auf dem Drahtesel gilt eine Grenze von 1,6 Promille.

20.43 Uhr: Stars geben ihre Social-Media-Profile an Experten

In der Corona-Krise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschaftler und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne „PassTheMic“ sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine größere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign am Mittwoch mitteilten.

Als erstes werde Hollywod-Star Roberts ihre Social-Media-Kanäle zeitweise an den US-Virologen Anthony Fauci übergeben, der die US-Regierung im Umgang mit der Pandemie berät. Danach sind Stars wie Connie Britton, Shailene Woodley, Penelope Cruz, Millie Bobby Brown Rita Wilson und Robin Wright dran. Neben Wissenschaftlern sollen so unter anderem Wirtschafts-Experten, Krankenhaus-Mitarbeiter und andere Menschen in systemrelevanten Berufen zu Wort kommen.

20.35 Uhr: Entscheidung über Lufthansa-Rettungspaket steht kurz bevor

Eine Entscheidung über ein milliardenschweres Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa steht kurz bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, es sei in "Kürze" damit zu rechnen.

Die Regierung sei in «intensiven Gesprächen» mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. Details zu laufenden Gesprächen könne sie nicht nennen, sagte Merkel weiter.

18.56 Uhr: Microsoft will sich in Corona-Krise unentbehrlich machen

Microsofts «Build»-Konferenz ist üblicherweise der jährliche Auftakt einer Reihe von Großveranstaltungen, in denen die amerikanische Tech-Branche sich und ihre weltweite Überlegenheit zur Schau stellt. Doch in diesem Jahr ist einges anders.

Zwischen 30.000 und 60.000 Teilnehmer pilgern traditionell zu den Entwicklerkonferenzen von Microsoft, Facebook (F8) Google (I/O), Oracle (Openworld), Salesforce (Dreamforce) oder Apple (WWDC). Am Dienstag (Ortszeit) startete nun die dreitägige Microsoft-Konferenz.

18.19 Uhr: Bisher 393 Corona-Infizierte in der NRW-Fleischbranche

Nach Auswertung von 90 Prozent der Tests bei Beschäftigten in der NRW-Fleischindustrie haben die Gesundheitsämter 393 positive Corona-Fälle entdeckt. Das teilte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Betroffen seien Beschäftigte in sieben Betrieben.

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof der Firma Westfleisch im Kreis Coesfeld hatte die Landesregierung die Reihentests durch die örtlichen Gesundheitsämter in der vorletzten Wochen für die gesamte Branchen angeordnet. Zudem kontrollierten die Behörden gemeinsam mit dem Arbeitsschutz des Landes die Unterkünfte von Werkvertragsarbeitnehmern. Der Fund in Coesfeld hatte dazu geführt, dass die strenge Vorgaben in der Corona-Krise im Kreis Coesfeld zum Teil erst mit einer Woche Verspätung gelockert werden konnten.

In der Fleischbranche arbeiten in Nordrhein-Westfalen mehrere 1000 Beschäftigte. Allein Tönnies am Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen hat 6500 Mitarbeiter, Westfleisch in Münster beschäftigt rund 5000 Menschen. Am Mittwoch hatte das Bundeskabinett in Berlin schärfere Regeln für die Fleischbranche beschlossen. So sollen Werksverträge und Leiharbeit ab dem kommenden Jahr verboten werden.

17.42 Uhr: Schärfere Maßnahmen für Fleischbranche

Beim Schnitzel in der Pfanne und der Wurst auf dem Grill denken die meisten Fleischkäufer wohl kaum als erstes daran. Doch die Corona-Krise hat die Arbeitsbedingungen in Schlachtbetrieben mit verzweigten Sub-Unternehmern und überfüllten Arbeiterunterkünften ins grelle Licht gerückt.

Nur wenige Wochen nach Infektionsausbrüchen an ersten Firmenstandorten hat die Bundesregierung am Mittwoch Konsequenzen beschlossen. Für ein Geschäftsmodell, das Ausbeutung und eine Ausbreitung von Pandemien in Kauf nehme, könne es in Deutschland keine Toleranz geben, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Ein Kernpunkt ist ein weitgehendes Verbot von Werkverträgen.

17.30 Uhr: 26 Neuinfektionen und ein Todesfall in OWL

Die Gesundheitsämter in OWL haben am Mittwoch 26 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Einen weiteren Todesfall hat es in einem Altenheim in Altenbeken (Kreis Paderborn) gegeben, dort starb eine Bewohnerin. Der Kreis Gütersloh hat in seiner Erhebung nun auch die Fälle aus Dissen berücksichtigt. 26 Mitarbeiter aus dem Kreis Gütersloh waren positiv getestet worden. In der Statistik berücksichtigt worden sind nach Angaben des Kreises Gütersloh die Infizierten, die im Kreis Gütersloh in Quarantäne sind. 13 Mitarbeiter sind in einem Quarantänequartier in Osnabrück untergebracht. Weitere Details erfahren Sie unter den Links.

  • Kreis Höxter: 336 (+2) bestätigte Fälle, davon 16 Todesfälle (+0), 276 (+6) Genesene.
  • Kreis Paderborn: 620 (+5) bestätigte Fälle, davon 33 (+1) Todesfälle, 543 (+6) Genesene.
  • Kreis Lippe: 740 (+0) bestätigte Fälle, davon 29 Todesfälle (+0), 675 (+3) Genesene.
  • Kreis Gütersloh: 633 (+16) bestätigte  Fälle, davon 19 Todesfälle (+0), 568 (+0) Genesene.
  • Stadt Bielefeld: 409 (+0) bestätigte Fälle, davon 4 Todesfälle (+0), 380 Genesene (+4). 
  • Kreis Herford: 330 bestätigte Fälle (+0), davon 7 Todesfälle (+0), 309 (+1) Genesene. 
  • Kreis Minden-Lübbecke: 473 (+3) bestätigte Fälle, davon 9 Todesfälle (+0), 417 (+11) Genesene. 
  • OWL gesamt: 3541 bestätigte Fälle (+26), davon 117 Todesfälle (+1), 3168 (+31) Genesene.

17.11 Uhr: Regierung will Impfstoffe «Made in Germany» schützen

Die Bundesregierung will Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe «Made in Germany» herstellen, besser vor Übernahmen ausländischer Investoren schützen. Dazu wird die Außenwirtschaftsverordnung verschärft.

Damit kann die Regierung bei geplanten Übernahmen von Firmen im Gesundheitssektor früher und genauer hinschauen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin: «Die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa in Krisensituationen sein können.»

16.10 Uhr: Der 100-jährige Tom Moore wird zum Ritter geschlagen

Er ist ein Held und Gentleman zugleich: Der 100-jährige Kriegsveteran Tom Moore, der mit seinem Spendenlauf am Rollator einen Weltrekord aufgestellt hat, wird zum Ritter ernannt.

Moore habe mit seiner Aktion für das Gesundheitswesen das ganze Land inspiriert, teilte der britische Premier Boris Johnson in London mit. Der Senior habe dem Volk ein «Leuchtfeuer im Nebel des Coronavirus» beschert, schrieb Johnson, der selbst wegen der Lungenkrankheit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden musste.

15.36 Uhr: Aldi sorgt mit Forderung nach Wurstpreis-Senkung für Aufregung

Mitten in der Debatte um die Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischbranche sorgt Discount-Marktführer Aldi mit der Forderung nach Preissenkungen bei Wurstprodukten für Aufregung. „Die Forderungen von Aldi sind komplett gewissenlos“, sagte am Mittwoch die Präsidentin des Bundesverbandes der deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF), Sarah Dhem, der Deutschen Presse-Agentur.

Gerade angesichts der Bemühungen der Wurstbrache in den vergangenen Wochen, die Versorgungssicherheit in der Corona-Krise mit großem Aufwand sicherzustellen, passe die Forderung nicht in die Zeit. Zuvor hatte das Fachblatt „Lebensmittel Zeitung“ über die Preisforderungen berichtet.

14.47 Uhr: Corona in NRW: 120 Neuinfektionen und 215 Genesene

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 120 Corona-Neuinfektionen hinzugekommen. Den Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums zufolge wurden die meisten Neuinfektionen in Gelsenkirchen registriert, am Dienstag waren es 16 mehr als am Montag. Insgesamt stieg die Zahl aller gemeldeten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 36.467. Die Zahl der Toten infolge einer Virusinfektion erhöhte sich um 13 auf 1524.

Weitere 215 Menschen genasen den Angaben zufolge nach einer Infektion, insgesamt liegt die Zahl damit bei 30.998 seit Beginn der Pandemie. Es gibt allerdings keine Verpflichtung, sich wieder gesund zu melden. Deswegen gibt die Zahl der Genesenen nur einen Annäherungswert wieder. Aus den Angaben des Ministeriums ergibt sich, dass derzeit rund 3945 Menschen akut infiziert sind.

Die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage verringerte sich auf 25,5 pro 100 000 Einwohner im Kreis Coesfeld. Ungefähr dieselbe Zahl an Neuinfektionen hat der Kreis Heinsberg. Dort war in einem Depot des Paketzustellers DPD das Virus ausgebrochen. Hingegen gab es innerhalb eines Tages in 21 von 53 Städten und Kreisen keine Neuinfektionen mehr.

14.19 Uhr: Kabinett beschließt freiwillige Lösung für Reisegutscheine

Wer wegen der Corona-Krise eine Pauschalreise nicht antreten kann, kann sein Geld zurückverlangen. Eine zuerst von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung soll es nur noch als freiwillige Möglichkeit für Verbraucher geben. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) appellierte gleichwohl an Betroffene, einen Gutschein zu akzeptieren: „Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten.“

14.07 Uhr: „Toten Hosen“ sagen komplette Tour ab

Für das im September geplante Open-Air-Konzert der „Toten Hosen“ im Ravensberger Park in Bielefeld wird es keinen Ersatztermin geben. Die Band hat ihre komplette Tournee „Alles ohne Strom“ abgesagt. Die Düsseldorfer Musiker sollten ursprünglich im Rahmen des „VitaSol Soundpark Open Airs“ am 2. September in Bielefeld auftreten.

13.28 Uhr: Kita-Betrieb beginnt  am 8. Juni

Nordrhein-Westfalen hebt das corona-bedingte Betretungsverbot in Kindertagesstätten und bei Tageseltern zum 8. Juni komplett auf. Gleichzeitig wird die bisherige Notbetreuung aufgelöst, die bislang nur einem begrenzten Kreis von Kindern zur Verfügung stand. Das teilte das NRW-Familienministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Mehr dazu lesen Sie hier. 

12.48 Uhr: Keine Neuinfektionen in Bielefeld - 336 Corona-Infizierte im Kreis Höxter

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen nimmt in Bielefeld weiter ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden im Vergleich zum Dienstag keine Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Kreis Höxter ist von Dienstag auf Mittwoch um zwei auf jetzt insgesamt 336 gestiegen.

12.04 Uhr: Ein Drittel der Karstadt-Kaufhof-Filialen vor Aus

Der Warenhauskonzern rechnet bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von rund 1,4 Milliarden Euro durch die Corona-Krise. Deshalb sind harte Einschnitte geplant. Bei mehr als einem Dutzend Warenhäusern steht das Weiterbestehen auf der Kippe.

«Von den insgesamt 172 Warenhäusern könnten am Ende im Idealfall vielleicht fast zwei Drittel weiter machen», sagte der vorläufige Sachwalter der Warenhauskette Frank Kebekus der «Wirtschaftswoche». Das würde die Schließung von mindestens 58 Häusern bedeuten.

11.37 Uhr: Flughafen Tegel dürfte im Juni vom Netz gehen

In der Corona-Krise geht der wichtigste Flughafen der deutschen Hauptstadt voraussichtlich vom Netz: Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das beschlossen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg am Mittwoch in einer Gesellschafterversammlung, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen sagte.

Der entsprechende Antrag bei der Luftfahrtbehörde ist schon gestellt. Erholen sich die Passagierzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich, geht der Flughafen in eine zweimonatige Betriebspause. Nach ähnlichem Muster hatte Paris am 1. April seine Flughafen Orly geschlossen und die Flüge zum Flughafen Charles de Gaulle verlegt.

11.20 Uhr: Kreis Herford: Drei Kommunen ohne Corona

Seit Dienstag ist im Kreis Herford keine neue Infektion mit dem Corona-Virus bestätigt worden. Mittlerweile sind drei Kommunen ohne aktuelle Infektion: Spenge, Rödinghausen und Kirchlengern.

Es gibt weiterhin insgesamt 330 bestätigte Fälle. 

10.28 Uhr: CDU Herford will konkrete Hilfe für heimische Gastronomen

Die Corona–Krise hat das Leben der Menschen in Herford spürbar und nachhaltig verändert. „Viele lieb gewonnene Traditionen und alltägliche Dinge des Miteinanders sind nun nicht mehr so ohne weiteres möglich“, schreibt der CDU-Stadtverband. Neben den Veränderungen im gesellschaftlichen Bereich, haben vor allem die heimische Gastronomie und der Einzelhandel unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden.

8.43 Uhr: Regierung beschließt Maßnahmen in Fleischbranche

Mit scharfen Worten hatte Bundesarbeitsminister Heil angekündigt, er wolle «aufräumen» in der Fleischbranche. Hintergrund ist eine Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben. Die Bundesregierung bringt seine Vorschläge nun auf den Weg. Nach der Häufung von Corona-Fällen in verschiedenen Fleischbetrieben will die Bundesregierung die Regeln für die Fleischindustrie verschärfen.

7.20 Uhr: Vor- und Nachteile der vier Methoden, die Corona-Patienten helfen sollen

In Nordrhein-Westfalen sind aktuell 134 Corona-Patienten so krank, dass sie beatmet werden müssen. Die Zahl der freien Intensivbetten zu erhöhen, neben denen ein Beatmungsgerät steht – das war in den vergangenen Wochen Aufgabe aller Krankenhäuser, um bei einer Corona-Welle ein Massensterben wie in Italien, Spanien oder Frankreich zu verhindern. Heute ist NRW gut aufgestellt: Es gibt im Moment mehr als 1700 solcher freien Betten.

6.58 Uhr: Bis zu 20 Wochen Lohnersatz bei geschlossener Kita

Kitas und Schulen im Notbetrieb - für viele Eltern eine große Belastung in der Corona-Krise. Wenn sie wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten können, soll der Staat ihnen nun länger als geplant finanziell unter die Arme greifen.

Dienstag, 19. Mai

20.56 Uhr: Mahnung in der Krise: Frauen bei Wirtschaftshilfen beachten

Frauen sollen von den geplanten Konjunkturhilfen in der Corona-Krise stärker profitieren: Das fordern Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und die Grünen.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Regierungsberater des Rats für Nachhaltige Entwicklung setzen sich dafür ein, Frauen bei den Wirtschaftsgeldern nicht zu vergessen. Die Bundesregierung plant derzeit, Anfang Juni ein Konjunkturprogramm vorzulegen.

19.39 Uhr: Theater Bielefeld führt erstmals Kurzarbeit ein

Erstmals in der Geschichte des Theaters Bielefeld sind dessen Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Die Maßnahme gilt zunächst vom 26. Mai bis einschließlich 30. Juni. „Wir nutzen dieses Instrument nicht mit Begeisterung. Aber es entlastet uns finanziell“, teilte Pit Clausen am Montag mit. Bielefelds Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich für die Bereitschaft der Betriebsleitung, des Personalrats und der Beschäftigtenvertretung, diesen Weg mitzugehen.

18.17 Uhr: Test bei Westfleisch in Coesfeld erfolgreich

Nach einer mehr als einwöchigen Zwangspause wegen zahlreicher Corona-Infektionen hat die Firma Westfleisch den Testbetrieb in ihrem Werk in Coesfeld (NRW) erfolgreich gestartet.

In einem ersten Schritt waren dabei im Laufe des Tages, begleitet von den Überwachungsbehörden, die einzelnen Produktionsschritte noch ohne Tiere getestet worden, wie ein Sprecher des Unternehmens mit Sitz in Münster der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Stadt Coesfeld bescheinigte dem Unternehmen am Nachmittag einen erfolgreichen Test. Mehr dazu lesen Sie hier.

17.40 Uhr: Corona lässt CO2-Emissionen vorübergehend deutlich sinken

Der tägliche weltweite CO2-Ausstoß ist auf dem Höhepunkt der strikten Corona-Maßnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2019, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» berichtet. In Deutschland fielen die Werte zu Spitzenzeiten der Corona-Beschränkungen vorübergehend gar um mehr als ein Viertel.

17.03 Uhr: Drei Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

Die Gesundheitsämter in OWL haben am Montag drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Je einen Todesfall gab es im Kreis Höxter, im Kreis Paderborn sowie im Kreis Minden-Lübbecke. Der Kreis Gütersloh hat bei seiner Erhebung die bestätigten Fälle aus Dissen noch nicht eingerechnet. Hintergrund sei, dass die erforderlichen Ermittlungen gestern noch nicht vollständig abgeschlossen seien, sodass nur Personen erfasst wurden, die auch tatsächlich im Kreis Gütersloh wohnen. Weitere Details erfahren Sie unter den Links.

  • Kreis Höxter: 334 (+1) bestätigte Fälle, davon 16 Todesfälle (+1), 270 (+1) Genesene.
  • Kreis Paderborn: 615 (+1) bestätigte Fälle, davon 32 (+1) Todesfälle, 537 (+8) Genesene.
  • Kreis Lippe: 740 (+0) bestätigte Fälle, davon 29 Todesfälle (+0), 672 (+6) Genesene.
  • Kreis Gütersloh: 617 (+2) bestätigte  Fälle, davon 19 Todesfälle (+0), 568 (+4) Genesene.
  • Stadt Bielefeld: 409 (+1) bestätigte Fälle, davon 4 Todesfälle (+0), 376 Genesene (+5). 
  • Kreis Herford: 330 bestätigte Fälle (+0), davon 7 Todesfälle (+0), 308 (+1) Genesene. 
  • Kreis Minden-Lübbecke: 470 (+1) bestätigte Fälle, davon 9 Todesfälle (+1), 406 (+2) Genesene. 
  • OWL gesamt: 3515 bestätigte Fälle (+6), davon 116 Todesfälle (+3), 3137 (+27) Genesene.

16.38 Uhr: Bayern senkt Grenzwert für Corona-Hotspots auf 35 Neuinfektionen

Auch Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Landeskabinett setzte den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München mitteilte. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Auch das Land Berlin hält dies für zu viel und hat ein eigenes Warnsystem entwickelt, das bereits bei 30 auf Rot schaltet.

16.08 Uhr: 83-jähriger Stemweder an Corona gestorben

Die Verwaltung des Kreises Minden-Lübbecke hat am Dienstag insgesamt 470 laborbestätigte Corona-Fälle gemeldet. 406 Menschen sind bereits wieder genesen, neun bislang verstorben. Am Dienstag hat es einen weiteren Todesfall gegeben. 

15.18 Uhr: Ein weiterer Todesfall im Kreis Höxter

Das Coronavirus hat im Kreis Höxter für einen weiteren Todesfall gesorgt. Eine 78-jährige Person aus Höxter starb an den Folgen des Virus’. Die Zahl der Corona-Toten steigt somit im Kreis Höxter auf 16.

14.55 Uhr: Politik erlaubt DFB-Pokal-Halbfinale in München

Nach dem Neustart in der Fußball-Bundesliga steht auch dem Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt aus politischer Sicht nichts mehr im Weg. Das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschloss bei einer Sitzung, die Austragung der Partie am 9. oder 10. Juni in der Allianz Arena zu erlauben. «Das ist eine gute Nachricht», sagte Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

14.14 Uhr: Neue Regeln an deutschen Flughäfen

Passagiere müssen sich auf veränderte Abläufe an den deutschen Flughafen einstellen. Maskenpflicht an bestimmten Punkten, entzerrte und daher langsamere Abläufe, aber vorerst keine Medizin-Checks - das sieht der Leitfaden vor, den der Branchenverband ADV am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Mit dem Maßnahmenpaket soll das Ansteckungsrisiko für die Lungenkrankheit Covid-19 bei einem Wiederanlauf des Flugverkehrs nahezu ausgeschlossen werden, hieß es.

Der Verband empfiehlt den Flughäfen, die Passagierprozesse zu entzerren. So sollten mehr Check-In-Schalter öffnen und mehr Busse verkehren, wenn die Passagiere aufs Vorfeld gefahren werden müssten. In den Wartezonen müssten Sitzplätze gesperrt und Schlangen so organisiert werden, dass auch seitlich der Mindestabstand eingehalten werden könne. Bei Umsetzung der Vorschläge verliere die Infrastruktur 20 bis 50 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, es könnte also nur noch die Hälfte der vorherigen Passagierzahl abgefertigt werden.

13.48 Uhr: Robert-Koch-Institut startet Corona-Studie mit 8000 Teilnehmern

In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg startet eine größere Untersuchung des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus. In Kupferzell (Hohenlohekreis) sollen ab Mittwoch 2000 Menschen befragt und auch getestet werden. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 8000 Menschen in vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten an der Studie „Corona Monitoring lokal“ teilnehmenm, wie RKI-Forscher am Dienstag sagten.

Sie wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits mit dem Virus in Kontakt waren und Antikörper gebildet haben. Außerdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen. Ziel ist laut RKI auch, Faktoren zu ermitteln, die eine Ausbreitung vorantreiben oder hemmen.Eine ähnliche Studie – allerdings nicht vom RKI – hatte es im stark vom Coronavirus betroffenen Gangelt im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg gegeben. Die Ergebnisse dieser Studie seien wichtig, bezögen sich aber nur auf die Gemeinde Gangelt, sagte Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI.

Claudia Santos-Hövener vom RKI sagte: „Wir können nicht ausschließen, dass in Gangelt etwas vorlag, das nicht übertragbar ist. Und je mehr Gemeinden wir einschließen, desto besser können wir das beurteilen.“

In Kupferzell wird bis zum 6. Juni getestet, die Ergebnisse sollen im Juli präsentiert werden. Zwischenergebnisse wird es laut RKI nicht geben. Nach den Tests in Kupferzell zieht das RKI-Team weiter nach Bad Feilnbach in Bayern. Dort sowie später in zwei weiteren stark betroffenen Gemeinden – die noch nicht feststehen – werden jeweils weitere 2000 Menschen getestet und befragt.

13.23 Uhr: Trump nimmt Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben ein Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe. Er nehme seit etwa eineinhalb Wochen Hydroxychloroquin ein, sagte Trump. Er habe «sehr gute Dinge» über das seit Langem zugelassene Malaria-Präparat gehört, sagte Trump.

Das Weiße Haus veröffentlichte am Abend ein Schreiben von Trumps Leibarzt Sean Conley, wonach Trump und er nach zahlreichen Diskussionen zu dem Schluss gekommen seien, dass mögliche Vorteile einer Behandlung mit Hydroxychloroquin die damit verbundenen Risiken überwiegen. Es gibt bislang keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

12.30 Uhr: Basketball-Bundesliga darf Saison fortsetzen

Die Basketball-Bundesliga darf ihre Saison nach der Corona-Pause wie geplant im Juni mit einem Turnier mit zehn Teams im Münchner Audi Dome fortsetzen.

Die bayerische Staatsregierung stimmte in einer Sitzung des Kabinetts den Plänen der BBL zu, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Damit können die Basketballer wie die Deutsche Fußball Liga die wegen der Coronavirus-Krise seit Mitte März unterbrochene Spielzeit doch noch beenden und einen sportlichen Meister ermitteln. Die deutschen Topligen im Handball, Eishockey und Volleyball hatten ihre Saison hingegen vorzeitig beendet.

11.03 Uhr: Mehr als 20.400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Corona infiziert

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem neuartigen Virus infiziert. Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11.800 Corona-Fälle (Stand 18.5. 0 Uhr). In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben. 

Personal in Gesundheitseinrichtungen werde allerdings nur punktuell auf das Virus getestet, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag). Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde. 

Insgesamt hat das RKI bislang 175.200 Corona-Infektionen in Deutschland registriert - davon 155.700, die die Infektion bereits überstanden haben (Stand 19.5. 0 Uhr).

10.32 Uhr: Ab in den Urlaub? - Reisewarnung ist kein Reiseverbot

Trotz weltweiter Reisewarnung bis Mitte Juni dürfen Urlauber auch schon vorher ins Ausland reisen. Denn die amtliche der Bundesregierung ist kein Reiseverbot, sondern eine Empfehlung, erklärt der Reiserechtler Paul Degott. 

Das heißt konkret: Öffnet etwa ein Nachbarland Deutschlands seine Grenzen schon vor dem 14. Juni, können Urlauber auch dorthin reisen. Das Gleiche gilt für Flugziele wie Italien und Spanien: Gibt es Flüge und ist zudem die Einreise möglich, können Individualreisende auch dorthin. 

Grundsätzlich ist eine Reisewarnung rechtlich ein sehr starkes Indiz dafür, dass eine Reise in das entsprechende Land erheblich beeinträchtigt ist. Das gilt etwa für Krisen- und Bürgerkriegsländer wie Irak, Jemen und Somalia. Das bedeutet aber zum Beispiel nicht, dass man mit dem Flugzeug nicht dorthin kommt - wenngleich auch nicht von Deutschland aus mit einer deutschen Fluggesellschaft. Es gibt regelmäßige Linienflüge nach Bagdad, Kabul und Mogadischu.

9.28 Uhr: Kirchen bestreiten Versagen in der Corona-Krise

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hält die Kritik der ehemaligen thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am Agieren der Kirchen in der Corona-Krise für ungerechtfertigt. «Die pauschale Kritik von Frau Lieberknecht weise ich entschieden zurück», sagte Bedford-Strohm.

Für die katholische Seite sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, das glatte Gegenteil sei richtig: «Unsere Krankenhausseelsorger haben Unglaubliches geleistet, unsere Palliativbegleiter ebenfalls», versicherte Kopp. «Die Kritik von Frau Lieberknecht ist überhaupt nicht nachvollziehbar.»

9.10: Umsatz im NRW-Gastgewerbe im März massiv gesunken

Im Zuge der Corona-Krise hat sich im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe der Umsatz im März fast halbiert: Der Umsatz sank um 45 Prozent unter Berücksichtigung der Preisentwicklung. Diese Zahl im Vergleich zum März des Vorjahres teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Demnach waren 7,6 Prozent weniger Menschen in der Branche beschäftigt als noch im März 2019. 

Besonders stark sank der Umsatz bei Beherbergungsbetrieben wie Hotels und Pensionen mit fast 54 Prozent. In der Gastronomie ging der Umsatz den Statistikern zufolge um 41,5 Prozent zurück. Auf die gesamten ersten drei Monate des Jahres gesehen sank der Umsatz im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe um 16,4 Prozent - ebenfalls unter Berücksichtigung der Preisentwicklung.

8.17 Uhr: Politiker-Fehltritte in der Corona-Krise

Abstand halten, Maske tragen und trotz der Lockerungen nicht leichtsinnig werden - die Vorgaben der Politik sind eindeutig, doch auch nach knapp zwei Monaten im Corona-Ausnahmezustand fällt es den wenigsten leicht, sich daran zu halten.

Täglich geht die große Mehrheit der Politikerinnen und Politiker mit gutem Beispiel voran. Ab und zu passiert ihnen aber doch ein Fauxpas, der zeigt, dass die Situation auch für sie gewöhnungsbedürftig ist.

6.52 Uhr: Hoffnung auf Sommerurlaub am Mittelmeer wächst

Sonnenhungrige Bundesbürger können hoffen: Die Chancen auf einen Sommerurlaub am Mittelmeer sind gestiegen, da Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Amtskollegen aus Europa auf eine Öffnung der Grenzen für Touristen bis zum Sommerbeginn hinarbeiten wollen.

Die von der Corona-Krise stark getroffene Reisebranche bereitet sich auf einen Start in Europa vor. Trotz steigender Kosten durch Hygiene- und Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie rechnen Branchenexperten nicht mit generellen Preiserhöhungen. Mehr hier.

6.15 Uhr: Nach zahlreichen Coronafällen: Neustart bei Westfleisch in Coesfeld mit Testbetrieb

Nach einer Zwangspause wegen zahlreicher Corona-Infektionen beginnt Westfleisch am Dienstag mit einem Testbetrieb im Coesfelder Werk. Im ersten Schritt sollen aber noch keine Schweine geschlachtet werden. Das stufenweise Hochfahren des Betriebes wird von Überwachungsbehörden begleitet. Notwendige Korrekturmaßnahmen würden direkt im Anschuss mit dem Unternehmen besprochen, hieß es. 

Die ersten 1500 Schweine sollen nach Unternehmensangaben am Mittwoch in einer zweiten Testphase geschlachtet werden. Auch dieser Prozess findet noch unter Aufsicht statt. Westfleisch will dann in Abstimmung mit den Behörden beraten, wie es an den nächsten Arbeitstagen weitergeht. Eingesetzt werden sollen nur Mitarbeiter, die mehrfach negative Testergebnisse auf das Coronavirus vorweisen können.

6.10 Uhr: Trump droht WHO mit endgültigem Zahlungsstopp und Austritt

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitten in der Coronavirus-Pandemie mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht.

Sollte sich die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu «wesentlichen Verbesserungen» verpflichten, werde er zudem die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken, heißt es in einem Schreiben an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Trump auf Twitter veröffentlichte.

5.55 Uhr: Protest gegen Corona-Maßnahmen in mehreren deutschen Städten

In mehreren Städten Deutschlands haben sich am Montagabend Hunderte Menschen zu Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen getroffen.

Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen registrierte die Polizei zahlreiche Teilnehmer, aber auch in Sachsen gab es Proteste mit mehreren Hundert Menschen. In Dresden demonstrierte die islam- und ausländerfeindliche Bewegung Pegida mit 300 Teilnehmern gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - an einer Gegenkundgebung beteiligten sich lediglich zehn Menschen.

5.40 Uhr: Plötzlich im Homeoffice - Erfahrungen von Paderborner Unternehmern

Das Homeoffice ist seit Corona der Megatrend in der Arbeitswelt. Doch so einfach, wie es sich anhört, ist die Arbeit zu Hause mitnichten. Und so haben die Paderborner Unternehmensberater Ulrike (54) und Andreas Dolle (56) kurzerhand innerhalb von nur zwei Wochen ein Buch dazu geschrieben. Paul Edgar Fels sprach mit ihnen über Tipps und Kniffe.

5.32 Uhr: Nur im Kreis schwimmen: NRW lockert in dieser Woche einige Corona-Regeln

In dieser Woche führt Nordrhein-Westfalen wieder einige Lockerungen der Corona-Bestimmungen ein – unter Auflagen. Einen Überblick finden Sie hier.

Montag, 18. Mai

21.05 Uhr: Nach öffentlichem Corona-Test: New Yorks Gouverneur Cuomo negativ

Nach seinem Coronavirus-Test vor laufender Kamera hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag sein Testergebnis verraten: Er ist negativ. Er habe zwar keine Symptome gehabt, dies sei aber kein Ausschlusskriterium für eine Infektion. Cuomo rief deshalb die New Yorker dazu auf, sich verstärkt testen zu lassen, um eine zweite Welle von Covid-19-Erkrankungen zu verhindern. Im Moment schöpfe der Bundesstaat seine Kapazitäten von täglich 40 000 Tests nicht aus.

Cuomo hatte sich am Sonntag vor laufender Kamera einem Coronavirus-Test unterzogen. Eine Ärztin entnahm ihm bei seiner täglichen Pressekonferenz durch die Nase eine Abstrichprobe. Der Gouverneur sagte danach, es habe überhaupt nicht weh getan. Im besonders heftig getroffenen New York sank derweil die Zahl der Toten mit 106 innerhalb eines Tages auf den niedrigsten Stand seit März. Auch die Region Western New York, die die Niagarafälle einschließt, habe ihre Zahlen soweit verbessert, dass sie ab Dienstag laut Cuomo mit der ersten von vier Öffnungsphasen beginnen kann.

Bislang hatten fünf ländliche Regionen weit weg von der Metropole New York mit der Öffnung begonnen. New York City könnte nach Einschätzung von Bürgermeister Bill de Blasio in der ersten Hälfte des Juni die Kriterien unter anderem zu Infektionen und freien Krankenhausbetten erfüllen und mit der Öffnung beginnen.

20.15 Uhr: Mehr als 175 100 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7900 Tote

Bundesweit sind bis Montag über 175 100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 174 700 Infektionen). Mindestens 7974 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7934). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag bei 0,91. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,82. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

19.39 Uhr: Schwieriger Saisonauftakt am Hücker Moor in Spenge

Müde sackt Karina Held in ihren Stuhl. Die letzten Gäste sind gegangen, nach dem Abräumen geht es ans Spülen, denn die komplette Theke im Innenbereich ihres Gastrobetriebs am Hücker Moor ist zugestellt mit benutztem Geschirr. Karina Held ist Geschäftsführerin der Seerose und des Moorstübchens. Am Sonntag hatte sie den ersten Besucheransturm der Saison zu bewältigen – allein.

18.01 Uhr: Berlin und Paris: Aufbauplan in Höhe von 500 Milliarden Euro

Deutschland und Frankreich schlagen gemeinsam ein europäisches Programm im Umfang von 500 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vor. Dies geht aus einer deutsch-französischen Erklärung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag.

Die Milliardensumme soll demnach im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen werden und im Rahmen des mehrjährigen EU-Finanzrahmens als Hilfen an Krisenstaaten gehen.

17.10 Uhr: Corona-Ausbruch bei Paketzusteller

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Depot des Paketzustellers DPD im Kreis Heinsberg sind 82 der 400 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. „Es hat uns erwischt, aber es hat uns nicht so erwischt, dass wir dramatische Verhältnisse haben“, sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) in einer Videobotschaft am Montag. Der Kreis liege mit rund 24 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner immer noch weit unter der 50er-Grenze, ab der regional wieder härtere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Kreis Heinsberg hat zusätzliche Mitarbeiter mobilisiert, um möglichst schnell die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Der Paketzusteller hatte den Betrieb in Hückelhoven Ende vergangener Woche ausgesetzt und alle 400 Mitarbeiter in zweiwöchige Quarantäne geschickt. Das Unternehmen will den vorübergehend geschlossenen Standort reinigen und desinfizieren.

16.53 Uhr: Infektionszahlen in OWL bleiben stabil

Die Gesundheitsämter in OWL haben am Montag überwiegend gleichbleibende Fallzahlen gemeldet. Der Kreis Gütersloh vermeldete allerdings 26 neue Infektionen aufgrund eienr Reihentestung in einem Zerlegebetrieb im Landkreis Osnabrück und insgesamt 27 Infektionen.

  • Kreis Höxter: 333 (+0) bestätigte Fälle, davon 15 Todesfälle (+0), 269 (+0) Genesene.
  • Kreis Paderborn: 614 (+0) bestätigte Fälle, davon 31 (+0) Todesfälle, 529 (+0) Genesene.
  • Kreis Lippe: 740 (+0) bestätigte Fälle, davon 29 Todesfälle (+0), 666 (+5) Genesene.
  • Kreis Gütersloh: keine aktuellen Fallzahlen: 612 Infizierte, 19 Todesfälle, 594 Genesene.
  • Stadt Bielefeld: 408 (+0) bestätigte Fälle, davon 4 Todesfälle (+0), 371 Genesene (+1). 
  • Kreis Herford: 330 bestätigte Fälle (+1), davon 7 Todesfälle (+0), 307 (+1) Genesene. 
  • Kreis Minden-Lübbecke: 469 (+0) bestätigte Fälle, davon 8 Todesfälle (+0), 404 (+0) Genesene. 
  • OWL gesamt: 3506 bestätigte Fälle, davon 113 Todesfälle, 3140 Genesene.

15.57 Uhr: Premier League nimmt Trainingsbetrieb wieder auf

Die Teams der englischen Premier League dürfen ab Dienstag wieder trainieren. Die Bosse der 20 Fußball-Clubs einigten sich einstimmig auf eine Wiederaufnahme des Betriebs, wie die Premier League am Montag mitteilte. Demzufolge können die Teams in Kleingruppen unter Einhaltung der Abstandsregeln trainieren. Körperkontakt sei hingegen noch nicht erlaubt.

Die britische Regierung hatte vergangene Woche den Weg für eine Fortsetzung des Ligaspielbetriebs freigemacht. Bedingung dafür sind strenge Sicherheitsvorkehrungen, und dass die Zahl der Corona-Infizierten in England nicht wieder steigt. Bisher galt ein Re-Start der Liga am 12. Juni als wahrscheinlich. Laut Medienberichten könnte sich dieser aber um eine weitere Woche verzögern. Die Zeitung „Daily Mail“ hatte bereits berichtet, dass die Saison daher bis zum 22. August verlängert werden soll.

Die Liga pausiert wegen der Corona-Krise seit dem 13. März, bisher wurden 29 von 38 Spieltagen absolviert. Jürgen Klopps FC Liverpool führt die Tabelle mit 25 Punkten Vorsprung an und benötigt nur noch zwei Siege für die erste Meisterschaft seit 30 Jahren.

15.19 Uhr: 79 Neuinfektionen in NRW

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 79 Neuinfektionen registriert worden. Das war die geringste Zahl seit dem Höhepunkt der Pandemie. Insgesamt steigerte sich die Zahl der bestätigten Infektionen den Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums zufolge damit leicht auf 36.347 Fälle am Montag. Seit Sonntag starben sieben Menschen, die Corona-positiv getestet worden waren.

101 weitere Menschen meldeten sich wieder gesund. Damit haben bisher 30.783 Menschen eine Infektion überstanden. Den offiziellen Angaben zufolge sinkt die Anzahl der akut Infizierten in NRW weiter. Rechnerisch ergibt sich, dass am Montag noch 4053 Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren.

Binnen sieben Tagen zählten die Gesundheitsämter landesweit 1032 Infektionen. Im selben Zeitraum starben 56 Menschen in NRW. Solche Zahlen wurden am 10. April noch innerhalb eines Tages vermeldet. Seit dem vergangenen Dienstag sind fast 1800 Menschen wieder gesund geworden.

14.41 Uhr: Corona-Frühwarnsystem mit Hilfe von Abwasser: Testphase beginnt

Bei der Entwicklung eines Corona-Frühwarnsystems mit Hilfe von Abwasserproben aus Klärwerken beginnt in dieser Woche auch in NRW die Testphase. Dies teilte eine Sprecherin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig am Montag mit. Mit den Proben will ein Team aus Wissenschaftlern und Kläranlagen-Betreibern Erkenntnisse über den Infektionsgrad der Bevölkerung in Deutschland mit dem Coronavirus gewinnen.

Dazu sollten ab Mitte Mai aus etwa 20 Kläranlagen täglich Proben entnommen werden, um sie auf Fragmente des neuartigen Coronavirus zu untersuchen. Daraus wollen die Forscher Rückschlüsse auf einen Anstieg der Infektionszahlen unter den Menschen in dem Einzugsgebiet ziehen. „Wir hoffen, dass wir bis zum Herbst eine Methodik haben“, sagte UFZ-Sprecherin Susanne Hufe.

14.15 Uhr: 26 infizierte Mitarbeiter des Dissener Zerlegebetriebs aus dem Kreis Gütersloh

Im Dissener Werk sind 92 Mitarbeiter Corona-positiv getestet worden, davon leben insgesamt 26 im Kreis Gütersloh. Die meisten Mitarbeiter leben in Borgholzhausen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

12 Uhr: WHO: Europa muss sich jetzt auf zweite Corona-Welle vorbereiten

Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der «Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten», sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Montag der britischen Zeitung «The Telegraph». Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer «Doppelwelle». «In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern.» Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.

Zwar gingen in Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Italien die Fallzahlen zurück, sagte der Experte. Aber das bedeute noch nicht, dass sich die Pandemie dem Ende nähere. Wegen der Coronakrise hält die WHO ihre zweitägige Jahresversammlung bis Dienstag nur online ab.

11.51 Uhr: Spanien dämpft Hoffnung auf baldige Öffnung für Touristen

Die Regierung des Corona-Hotspots Spanien hat Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen gedämpft. «Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können», sagte am Montag Verkehrsminister José Luis Ábalos.

«Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen», erklärte er. Die Hoffnungen waren gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

Spanien hat zwar bereits mit einer schrittweisen und vorsichtigen Lockerung der Kontaktsperre begonnen. Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will aber den seit Mitte März und noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat bis Ende Juni verlängern.

11.20 Uhr: Petersdom ist wieder geöffnet

Papst Franziskus hat den Petersdom nach der wochenlangen Corona-Sperre mit einer Messe zum 100. Geburtstag für Johannes Paul II. eröffnet. Franziskus würdigte den polnischen Papst vor dessen Grab als „Mann Gottes“ und der Gerechtigkeit, der dem Volk immer nahe gewesen sei. Karol Wojtyla war von 1978 bis zu seinem Tod 2005 Oberhaupt der katholischen Kirche gewesen - so lange wie kaum ein Papst vor ihm. Er wäre diesen Montag 100 Jahre alt geworden.

Johannes Paul „war allen nahe, den Großen und den Kleinen“, sagte Franziskus. „Er wollte soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit unter den Völkern. Eine Gerechtigkeit, die Kriege vertreibt.“ Bei der Messe waren etwa 30 Geistliche dabei. Für Aufsehen sorgte, dass nur wenige Teilnehmer mit Mundschutz gesichtet wurden. Der Petersplatz und der Petersdom in Rom waren seit dem 10. März wegen der Corona-Pandemie in Italien gesperrt.

10.40 Uhr: Österreichs Kinder gehen wieder zur Schule

Ein Großteil der österreichischen Kinder und Jugendlichen kann nach der Corona-Pause wieder zur Schule gehen. Seit heute werden die 6- bis 14-Jährigen wieder unterrichtet.

Für rund 700.000 Schüler endet damit in dieser Woche das coronabedingte Homeschooling - durch die Aufteilung mancher Klassen ist der erste Schultag aber für einige erst am Donnerstag.

10.03 Uhr: Kabinett verschiebt Beratungen über Schlachthöfe

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat die Beratungen über Konsequenzen aus den Coronavirus-Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben auf Mittwoch verschoben. Es gebe noch Beratungsbedarf, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin.

Im Brennpunkt der Diskussion steht der Umgang mit saisonalen Arbeitskräften aus dem Ausland, nachdem die Fleischindustrie wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen seit vielen Jahren in der Kritik steht. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat härtere Auflagen gefordert. Eigentlich wollte er in der heutigen Sitzung Vorschläge vorlegen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern.

9.20 Uhr: Maas berät mit Urlaubsländern über Öffnung für Touristen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will am heutigen Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können.

Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel des Treffens ist ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. In Deutschland gilt vorerst bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber. 

8.55 Uhr: Schlachthöfe: Corona-Kabinett berät über strengere Regeln

Angesichts der Corona-Ausbrüche in verschiedenen Fleischbetrieben berät die Bundesregierung über strengere Regeln für die Branche. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will heute im Corona-Kabinett dazu Vorschläge zum Arbeitsschutz vorlegen.

In der Diskussion geht es inzwischen aber um mehr: Nicht nur von den Grünen, auch aus den Reihen der CSU erschallt angesichts der Arbeitsbedingungen mit vielen Niedriglöhnern aus Osteuropa der Ruf nach höheren Fleischpreisen.

8.20 Uhr: Corona-Krise trifft Ryanair noch schwerer

Europas größter Billigflieger Ryanair gerät in der Coronavirus-Krise noch schwerer in Bedrängnis und wird im ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust einfliegen als gedacht. So dürfte zwischen April und Juni ein Verlust von mehr als 200 Millionen Euro anfallen, teilte das Unternehmen mit den Zahlen zum vorigen Geschäftsjahr mit. Der Konzern mit Sitz in Dublin hatte bisher mit einem Fehlbetrag von mehr als 100 Millionen Euro gerechnet.

6.15 Uhr: CDU-Chefin will zehn Wochen Lohnfortzahlung für Eltern

Die CDU-Spitze öffnet sich für Forderungen des Koalitionspartners SPD, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortet, dafür den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern. Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. «Das war und bleibt notwendig», sagte sie der «Saarbrücker Zeitung». «Ich will deshalb, dass wir diese Hilfe im Rahmen des Konjunkturpaktes bis zum Ende des Jahres fortsetzen und darüber hinaus auch die Bezugsdauer von sechs auf zehn Wochen erhöhen.»

6.00 Uhr: Studie: Viel digitales Neuland seit Corona auch für junge Erwachsene

Sie gelten als Digital Natives, denen das Internet fast in die Wiege gelegt wurde: Junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren haben mit der Corona-Krise einer Studie zufolge jedoch auch viel digitales Neuland betreten. Zwar hatten sie vor der Krise bereits mehr digitale Erfahrungen als ältere Generationen, aber dennoch seit Corona viele digitale erste Male. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Überraschend ist das vor allem bei der jungen Generation, der eigentlich ein komplett digitalisierter Alltag nachgesagt wird», sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Eugen Ensinger dazu.

40 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, während des Corona-Lockdowns zum ersten Mal videotelefoniert zu haben. Auch virtuelles Feiern mit Freunden oder Familie war für jeden vierten Befragten Neuland in dieser Zeit. Bei Hobbys und Weiterbildung gab es ebenfalls viele Neuerfahrungen: So gaben knapp 30 Prozent an, erstmalig digital eine Lesung oder einen Vortrag angehört zu haben, und gut 30 Prozent erklärten, ein virtuelles Fitnesstraining gemacht zu haben.

Glaubt man den Antworten der jungen Erwachsenen, so dürfte Corona für einen nachhaltigen Digitalisierungsschub gesorgt haben. Knapp 60 Prozent wollen demnach nach der Krise häufiger videotelefonieren und gut die Hälfte generell mehr telefonieren. Auch verschiedene Medien, darunter Online-Nachrichtenseiten, aber auch Fernsehen und Radio, wollen viele Befragte künftig stärker nutzen.

Sonntag, 17. Mai

22.10 Uhr: 92 Corona-Fälle - Fleischverarbeitender Betrieb setzt Produktion aus - auch Infizierte im Kreis Gütersloh

Wegen zahlreicher Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft setzt ein fleischverarbeitender Betrieb in Niedersachsen die Produktion aus. Tests hatten ergeben, dass 92 Mitarbeiter des Betriebs in Dissen infiziert sind, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntag mitteilte. Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, hieß es. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, «ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt».
62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. «Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden.» Die Ermittlung der Kontaktpersonen war den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen.
Man habe außerdem die Kreise Gütersloh, Steinfurt, Wesel und Vechta informiert, «in denen die weiteren 30 positiv Getesteten wohnen», teilte der Landkreis mit.
In mehreren deutschen Schlachthöfen war die Krankheit Covid-19 zuletzt ausgebrochen, etwa in den nordrhein-westfälischen Städten Coesfeld und Oer-Erkenschwick. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit vielen Jahren in der Kritik.

20.37 Uhr: Kulturminister wollen Theater wieder öffnen - Marta in Herford öffnet wieder

Die Corona-Krise hat die Kulturszene jenseits digitaler Welten lahmgelegt. Nur langsam öffnen sich etwa erste Museen. Die Kulturminister wollen nun mehr als einen Schritt weiter gehen.

Auch das Marta in Herford ist wegen der Corona-Krise seit Mitte März geschlossen. Mit neuen Öffnungszeiten nimmt es am Dienstag, 19. Mai, den öffentlichen Betrieb wieder auf. Aufgrund der Erfahrungen aus anderen Bundesländern geht Museumsdirektor Roland Nachtigäller nicht von einem Riesenansturm aus. Es werde langsam beginnen, vermutet er.

19.26 Uhr: Bielefeld: Grundrechte-Aktivisten protestieren friedlich 

Der große Demo-Samstag in der Innenstadt ist – fast – friedlich verlaufen.  Bei den Veranstaltungen der Grundrechte-Aktivisten auf dem Jahnplatz (Mahnwache mit 60 Teilnehmern) und auf dem Siegfriedplatz (Meditation mit 40 Teilnehmern) kam es zu keinen Zwischenfällen.

18.58 Uhr: Bei der Bahn droht «dramatischer Stellenabbau»

Wegen der Corona-Krise sind bei der Deutschen Bahn nach Einschätzung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

18.11 Uhr: Regeln für Gastgewerbe werden weiter gelockert

 Das Gastgewerbe kann in vielen Bundesländern zumindest ein bisschen aufatmen. Am Montag werden in weiteren Bundesländern die Öffnungsverbote für Restaurants, Cafés, Hotels und andere Einrichtungen aufgehoben.

Der Branchenverband Dehoga kritisierte allerdings uneinheitliche Regelungen selbst in den Ländern. Die Regelungen unterscheiden weiter stark.

17.45 Uhr: Rückstaus und Wartezeitenam Tierpark

Der Tierpark Olderdissen hat das erste Wochenende seit seiner Wiedereröffnung gut überstanden. „Wir waren sehr gut besucht“, resümierte Tierparkleiter Herbert Linnemann am Sonntagnachmittag, dem stärksten Besuchertag. Wie zu erwarten, war mit Wartezeiten zu rechnen, die am Sonntag zwischen 15 und 30 Minuten betrugen.

17.19 Uhr: Noch 57 Corona-Infizierte im Mühlenkreis

Die Verwaltung des Kreises Minden-Lübbecke hat am Sonntag 57 Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind bislang 469 Infizierungen durch eine Laborprüfung bestätigt worden. 404 Menschen gelten bereits wieder als genesen, acht sind bislang verstorben.

Die Zahlen für die einzelnen Kommunen schlüsseln sich wie folgt auf: Bad Oeynhausen 48 Infizierte (42 Genesene/ 2 Tote), Espelkamp 35 (34/-), Hille 32 (28/1), Hüllhorst 26 (24/-), Lübbecke 48 (44/-), Minden 136 (97/2), Petershagen 26 (25/-), Porta Westfalica 24 (21/1), Preußisch Oldendorf 19 (18/-), Rahden 23 (20/1), Stemwede 52 (51/1).

17.05 Uhr: Kritik an Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen

Massenunterkünfte und niedrigste Löhne: Die unfaire Behandlung osteuropäischer Arbeitskräfte in deutschen Schlachthöfen wird in der Corona-Krise zum Gesundheitsrisiko für alle. Arbeitsminister Heil hat ein Durchgreifen angekündigt.

16.23 Uhr: Regierung sieht gute Chancen für Sommerurlaub in Europa

Die Bundesregierung geht davon aus, dass in weiten Teilen Europas trotz Corona-Pandemie in diesem Sommer Urlaub möglich sein wird.

«Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können», sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. 

Ziel sei es, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden könnten, sofern die Krankheitsentwicklung es zulasse und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kämen.

16 Uhr: Eindrücke vom ersten Geisterspiel in Arminia Bielefelds Vereinsgeschichte

Kein großer Fanauflauf, nahezu menschenleere Straßen, wo sich sonst Tausende Richtung Schüco-Arena bewegen: Wir haben im Video Eindrücke rund ums erste Geisterspiel des DSC Arminia Bielefeld gegen den VfL Osnabrück gesammelt.

15.12 Uhr: „Grundgesetz kann angetastet werden“

Der große Demo-Samstag in der Innenstadt ist – fast – friedlich verlaufen. Bei den Veranstaltungen der Grundrechte-Aktivisten auf dem Jahnplatz (Mahnwache mit 60 Teilnehmern) und auf dem Siegfriedplatz (Meditation mit 40 Teilnehmern) kam es zu keinen Zwischenfällen. Anders war es dagegen bei der Kundgebung der linksautonomen Antifa gegen Verschwörungstheorien und Profitstreben. Ein 30-Jähriger fuhr auf dem Kesselbrink mit einem Elektroroller in die laufende Kundgebung mit Antifa-Angaben zufolge 150 Personen, zeigte laut Zeugen den Hitlergruß und beleidigte eine Rednerin sexistisch. Linksautonome drängten den Mann ab und übergaben ihn der Polizei. Dort erging Strafanzeige gegen den 30-Jährigen wegen des gezeigten Hitlergrußes.

14.51 Uhr: Noch 57 Corona-Infizierte im Mühlenkreis

Die Verwaltung des Kreises Minden-Lübbecke hat am Sonntag (Stand 14 Uhr) 57 Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind bislang 469 Infizierungen durch eine Laborprüfung bestätigt worden. 404 Menschen gelten bereits wieder als genesen, acht sind bislang verstorben. Die Zahlen für die einzelnen Kommunen schlüsseln sich wie folgt auf: Bad Oeynhausen 48 Infizierte (42 Genesene/ 2 Tote), Espelkamp 35 (34/-), Hille 32 (28/1), Hüllhorst 26 (24/-), Lübbecke 48 (44/-), Minden 136 (97/2), Petershagen 26 (25/-), Porta Westfalica 24 (21/1), Preußisch Oldendorf 19 (18/-), Rahden 23 (20/1), Stemwede 52 (51/1).

13.20 Uhr: Keine Neuinfektionen in Bielefeld

In Bielefeld gibt es keine weiteren Neuinfektionen. Wie am Vortag bleibt es bei 408 bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Bielefelderinnen und Bielefeldern (Stand: Sonntag, 10 Uhr). Von den positiv Getesteten sind mittlerweile 370 Menschen genesen. Das sind drei Gesunde mehr als am Samstag. In Quarantäne befinden sich zur Zeit 164 Personen. Das sind 14 Personen weniger als am Vortag. Die Neuinfektionsrate der letzten sieben Tage beziffert sich auf 6,2 pro 100.000 Einwohner. Das entspricht 21 Neuinfizierten.

13.12 Uhr: Rückkehr der Touristen - Inseln üben für die Hochsaison

Die Koffer rollen wieder über den Deich - nach wochenlanger Sperrung wegen der Corona-Pandemie sind die ersten Urlaubsgäste auf die Ostfriesischen Inseln zurückgekehrt. Unter ihnen Stephanie Warnecke, die mehrmals im Jahr von Nordrhein-Westfalen nach Spiekeroog reist. «Hier können die Kinder im Sand spielen. Zuhause ist ja ein bisschen Katastrophe, da dürfte mein Sohn nicht in den Kindergarten», sagt die 39-Jährige. Als ihre Familie erfuhr, dass sie ab vergangenem Montag wieder in einer Ferienwohnung übernachten darf, rief sie direkt den Vermieter an. «Es fühlt sich schon komisch an: Mundschutz tragen, Restaurants nur halb besetzt. Aber in Köln ist es viel schlimmer - hier ist alles entfernter, fühlt sich sicherer an.»

12.38 Uhr: Kultur-Kino auf der Autobühne

Die derzeitige Krise samt ihrem Veranstaltungsverbot beschert dem totgeglaubten Autokino auch in Ostwestfalen eine Renaissance unerwarteter Art. In Brackwede startet am kommenden Mittwoch, 20. Mai, nun eine etwas andere Pkw-Bühne, die statt Hollywoodklassikern kultige Film- und Bühnenangebote mit Ostwestfalen-Bezug präsentiert. Hinter dem Projekt steht die Gütersloher Weberei samt ihren Machern Steffen Böning und Andreas Oehme. Unterstützt wird das Projekt von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh und anderen Unternehmen.

12.32 Uhr: Kanzleramt: Keine Impfpflicht gegen Corona geplant

Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) hat eine Impfpflicht gegen das Coronavirus abgelehnt. «Wir haben keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Samstag in Schwerin. Die Bürgerinnen und Bürger seien definitiv klug genug zu wissen, wenn es einen sicheren Impfstoff gebe, dass dieser ihre Gesundheit fördern würde.

11.27 Uhr: Brasilianischer Bundesstaat hat mehr Corona-Tote als China

Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat China bei der Zahl der Corona-Toten überholt. Laut dem Gesundheitsministerium in Brasília sind in dem mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesstaat Brasiliens bislang 4688 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

11.02 Uhr: Cleverer „Ohrenschoner“ von Hüllhorster Grünen entwickelt

Beim Einkaufen eine Maske zu tragen, gehört nun genauso dazu, wie die Ware aus dem Regal zu holen und an der Kasse zu bezahlen. Wenn die Maske nur nicht ständig rutschen und so an den Ohren ziehen würde. Hilfe kommt hierzu von den Hüllhorster Grünen: Für einen besseren Tragekomfort hat die Partei am 3D-Drucker ökologische Masken-Clips hergestellt. Den Bericht dazu lesen Sie hier.

10.18 Uhr: Schutzschirm für Kommunen: NRW bekräftigt Kooperationsbereitschaft

Nach dem Vorschlag eines Milliarden-Schutzschirms für klamme Kommunen im Zuge der Corona-Krise hat Nordrhein-Westfalen seine Kooperationsbereitschaft bekräftigt. „Für uns gilt weiterhin, wenn der Bund eine Altschuldenregelung schafft, werden wir als Land Nordrhein-Westfalen einen substanziellen Beitrag zu einer maßgeschneiderten Lösung für “unsere„ Kommunen leisten“, erklärte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) am Samstag auf Anfrage.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kommunen mit fast 57 Milliarden Euro unterstützen, wie die „Rheinische Post“ und die „WAZ“ in ihren Samstagausgaben zuerst berichtet hatten. 

10.10 Uhr: Land unterstützt Zoos und Tiergärten mit knapp zwölf Millionen Euro

Mit insgesamt knapp zwölf Millionen Euro will das Land Nordrhein-Westfalen Zoos und Tiergärten in der Coronakrise unterstützen. Die sogenannten Corona-Hilfen stehen von Samstag an bereit und können bis Anfang Juni beantragt werden, wie die Landesregierung mitteilte. 

Die Zoos und Tiergärten hätten durch die wochenlangen Schließungen für Besucher erhebliche Einnahmeausfälle hinnehmen müssen, hieß es. Eintrittsgelder und Verkaufserlöse seien weggebrochen. Seit dem 2. Mai dürfen Zoos und Tiergärten in NRW wieder öffnen.

10.05 Uhr: Hotels, Cafes und Restaurants öffnen wieder - unter Auflagen

Bundesweit werden die Corona-Regeln für das Gastgewerbe gelockert. Aber wer nun in Restaurants, Cafés oder Hotels geht, muss sich an ein paar Regeln halten. Die Wiedereröffnungen im Gastgewerbe gehen mit einigen Einschränkungen einher. Ein Überblick.

9.23 Uhr: Obama: Corona-Krise zeigt Ahnungslosigkeit von Regierenden

Die Corona-Krise legt nach Ansicht des früheren US-Präsidenten Barack Obama die Ahnungslosigkeit von Regierenden offen. Die Pandemie habe mehr als alles andere gezeigt, dass die Verantwortlichen nicht immer wüssten, was sie tun.

«Viele von ihnen tun nicht einmal so, als hätten sie die Verantwortung», sagte Obama in einer am Samstag veröffentlichten Rede für Hochschulabsolventen. Mehr hier.

8.55 Uhr: Neustart auf Bewährung: Bundesliga-Rückkehr gelungen

Nach wochenlangen Debatten hat die Fußball-Bundesliga die Rückkehr geschafft. Zum Neustart führte der deutsche Profifußball am Samstag in zehn Stadien ein Geister-Schauspiel vor leeren Rängen auf.

Fast überall hielten sich die Hauptdarsteller an die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, strenge Beobachter verzeichneten nur kleinere Verstöße gegen die Hygiene-Regeln. «Ein historischer Tag, da guckt die ganze Welt, die ganze Sportwelt drauf», sagte Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic und sprach von einer «Riesenchance» für die Liga.

8.32 Uhr: Coronaregeln für Freibäder: Mindestabstand im Becken und unter Dusche

Schwimmen in Zeiten von Corona: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die neuen Regeln für Freibäder veröffentlicht, die ab Mittwoch (20.5.) wieder eröffnen dürfen. Vorgeschrieben wird eine begrenzte Zahl an Gästen, der stetige Mindestabstand - auch im Becken und in Duschen - sowie Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Jeder Besucher soll zudem registriert werden. 

In den am Wochenende veröffentlichten „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ des Gesundheitsministeriums werden auch konkrete Regeln für Restaurants, Hotels, Fitnessstudios oder Nagelstudios genannt. Freibäder müssen den Zutritt so regeln, „dass nicht mehr Kundinnen und Kunden in das Freibad gelangen als Plätze und Anlagen unter Wahrung der allgemeinen Abstandsregeln nutzbar sind.“ Als Maßstab könne man einen Besucher pro 10 Quadratmeter nehmen. 

„Gäste müssen sich nach Betreten des Freibads die Hände waschen oder desinfizieren“, Einzelumkleiden „sind bevorzugt zu nutzen. Sammelumkleiden sind unter Wahrung des Mindestabstands von
1,5 m zulässig.“ 

Auch „die Nutzung von Duschen ist unter Einhaltung des Mindestabstands möglich.“ Dies gilt laut des Regelwerks für alle Bereiche des Schwimmbads - also auch die Becken. Es sei denn, man lebt in einem Haushalt oder ist mit einer befreundeten Familie unterwegs. Der klassische Freibad-Kiosk mit Pommes Frites und Eis darf öffnen - Selbstbedienung an Getränkespendern ist verboten. 

Wer kommt und geht, soll mit der dazugehörigen Uhrzeit registriert werden. Namen und Kontaktdaten müssen für vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden.

8.25 Uhr: Rechtsextreme nutzen Corona-Proteste für sich

Rechtsextremisten versuchen nach Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden, die Proteste gegen Corona-Auflagen für sich zu nutzen. «Wir sehen einen Trend, dass Extremisten, insbesondere Rechtsextremisten, das Demonstrationsgeschehen instrumentalisieren», sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, der «Welt am Sonntag».

8.06 Uhr: Ein Schluck Desinfektionsmittel: Mehr Anrufe bei Münchner Giftnotruf

Die Mitarbeiter des Giftnotrufs in München haben seit der Corona-Krise deutlich mehr zu tun. „Bei uns melden sich viel mehr Eltern als sonst, weil ihre Kinder auf Entdeckungstour gegangen sind und dabei Desinfektionsmittel oder ähnliche Substanzen getrunken haben“ sagt der Toxikologe Tobias Zellner der Deutschen Presse-Agentur. Zellner berät bei der Hotline des Klinikums rechts der Isar die Anrufer. Üblicherweise beantworten er und seine Kollegen etwa 90 Notrufe am Tag, derzeit seien es eher 130 aufwärts. 

Besorgte Nachfragen, weil der Nachwuchs einen Schluck aus der Desinfektionsmittel-Flasche genommen hat, kommen laut Zellner täglich etwa eine Handvoll. „Das kam vor der Corona-Pandemie eher selten vor“, sagt der Toxikologe. Grund für den Anstieg sei, dass die Mittel derzeit in deutlich mehr Haushalten präsent seien. „Wenn die Flaschen dann ungeschützt rumstehen, kommen die Kinder natürlich viel leichter ran.“ Auch aus Kindertagesstätten kämen derartige Anrufe. Die gute Nachricht: „Desinfektionsmittel führen zu keinen schweren Vergiftungen, maximal zu einer leichten Alkoholvergiftung“, sagt Zellner. „Ins Krankenhaus musste noch keiner.“ Wasser nachtrinken und etwas Süßes essen, um Unterzuckerung zu vermeiden, sei als Behandlung ausreichend.

8.03 Uhr: RKI: Temperaturmessungen an Flughäfen „ineffektiv

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich gegen Temperaturkontrollen an Flughäfen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Insgesamt werden Entry- und Exit-Screening-Maßnahmen an Flughäfen mit Temperaturmessungen bei der Covid-19-Bewältigung in Deutschland für ineffektiv und der mögliche Mehrwert für vernachlässigbar eingeschätzt“, schreiben RKI-Experten in einem Bericht. 

Die Fachleute führen als Argumente gegen Temperaturmessungen an, dass viele Corona-Infizierte nicht erkannt werden würden: So sei bei weniger als der Hälfte der Betroffenen, über die das RKI Daten hat, überhaupt Fieber aufgetreten. 

7.59 Uhr: Bielefeld erwartet 75,5 Millionen weniger an Steuereinnahmen

Durch die Folgen der Corona-Krise nimmt die Stadt Bielefeld allein im Jahr 2020 voraussichtlich 75,5 Millionen Euro an Steuern weniger ein. Das geht aus den Berechnungen des Arbeitskreises Steuerschätzung hervor. Insgesamt rechnen die Experten für den Zeitraum 2020 bis 2024 mit Steuerverlusten von insgesamt 224 Millionen Euro.

Das größte Loch reißen die geringeren Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Der geschätzte Rückgang um 24,8 Prozent bedeutet einen Verlust von 60,1 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der geringeren Gewerbesteuerumlage sind es immer noch 55,7 Millionen Euro, die Kämmerer Rainer Kaschel in diesem Jahr nicht aufs Konto buchen kann.

7.45 Uhr: Studie bestätigt Sars-CoV-2-Übertragung vor ersten Symptomen

Vier Monate nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland haben Wissenschaftler die Ansteckungsketten der ersten Patientengruppe detailliert analysiert. Die in der Fachzeitschrift «The Lancet Infectious Diseases» veröffentlichte Studie bestätigt, dass Infizierte bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sein können.

Die Forscher um Merle Böhmer vom bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Udo Buchholz vom Robert Koch-Institut und Victor Corman von der Berliner Charité untersuchten die bundesweit ersten Corona-Fälle, die in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto bei München standen. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger bei einer Dienstreise eingeschleppt. Mehr lesen Sie hier.

7.35 Uhr: Die Reaktionen zum Neustart der Fußball-Bundesliga

Die ersten Geisterspiele des 26. Spieltages sind absolviert. Die meisten Protagonisten der Fußball-Bundesliga vermissen die emotionale Komponente. Lesen Sie hier die Reaktionen.

Samstag, 16. Mai

20.15 Uhr: US-Warenhauskette J.C. Penney meldet Insolvenz an

Die Corona-Krise hat die traditionsreiche US-Warenhauskette J.C. Penney nach einem jahrelangen Niedergang schließlich in die Knie gezwungen. Das 118 Jahre alte Unternehmen meldete Insolvenz an und will sich mit der Aufgabe von Läden neu aufstellen sowie nach einem Käufer suchen. Nach den Insolvenzanträgen der Ladenketten Neiman Marcus und J. Crew ist J.C. Penney das bisher größte Corona-Opfer im US-Einzelhandel. Für die Firma arbeiten rund 85.000 Menschen. Es blieb zunächst offen, wie viele Läden J.C. Penney dauerhaft dichtmachen wird.

18.58 Uhr: Tausende demonstrieren deutschlandweit gegen Corona-Regeln

Einige tausend Menschen haben sich in zahlreichen deutschen Städten erneut zu Demonstrationen gegen die Coronavirus-Beschränkungen versammelt. Auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart herrschten diesmal strengere Auflagen für den Protest - nur 5000 Teilnehmer waren erlaubt. Da mehr Demonstranten kamen, fanden sich zahlreiche Menschen auch außerhalb des ausgewiesenen Geländes zusammen. Eine Beschwerde der Veranstalter gegen die Auflagen hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zurückgewiesen. Der Veranstalter kündigte an, erneut vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Bundes- und Landesregierung müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, forderte er.

18.30 Uhr: Weniger Kontrollen an Grenzen: Großer Andrang bleibt aus

Der erleichterte Grenzverkehr zwischen Deutschland und seinen Nachbarn hat nicht zu deutlich mehr Einreisen geführt. An den Grenzübergängen gab es nach Angaben der Bundespolizei vom Samstag kaum Staus und insgesamt kein erhöhtes Aufkommen von Reisenden.

16.18 Uhr: Monika Grütters baut auf «Rettungs- und Zukunftspaket»

Zur Rettung der Kulturszene in der Corona-Krise setzt Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf ein «Rettungs- und Zukunftspaket» des Bundes. «Ziel ist es, die deutsche Kulturlandschaft mit ihren speziellen Bedürfnissen und in ihrer ganzen Vielfalt zu erhalten und möglichst rasch wieder viele Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler sowie für weitere Beschäftigte im Kulturbetrieb zu schaffen», sagte die CDU-Politikerin der dpa in Berlin.

15.39 Uhr: ARD und ProSieben mit Shows als Ersatz für ESC

Nach der coronavirusbedingten Absage des Eurovision Song Contest in Rotterdam gibt es im deutschen Fernsehen gleich mehrere Ersatz-Musikshows.  Fans des jährlichen Pop-Spektakels müssen sich entscheiden zwischen einer Show aus Hamburg im ARD-Fernsehen und einem Wettbewerb in Köln beim Privatsender ProSieben, für den Produzent Stefan Raab «eine echte Legende» als deutschen Beitrag versprochen hat. Der TV-Abend ist recht kompliziert, weil es auch noch eine Show aus den Niederlanden gibt. Doch der Reihe nach.

15 Uhr: Vierter Todesfall in Bielefeld

408 Menschen sind in Bielefeld positiv auf das Coronavirus getestet worden - das sind zwei Personen mehr als am Vortag. Außerdem hat es einen vierten Todesfall gegeben.

14.36 Uhr: Keine neuen Infektionsfälle in Paderborn

Gute Nachrichten in Sachen Coronavirus: Im Kreis Paderborn gibt es im Vergleich zum Vortag keine neuen Infektionsfälle (Stand 16. Mai, 11 Uhr). Die Zahl der Genesenen ist nach Angaben des Kreises um fünf gestiegen. Damit gelten 529 Menschen als gesund. Aktuell sind 53 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

14.28 Uhr: 185 weitere Coronavirus-Infektionen in NRW

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen um 185 auf insgesamt 36.134 gestiegen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mit. Demnach kamen seit Freitag innerhalb eines Tages 10 Todesfälle dazu. Im bevölkerungsreichsten Bundesland werden damit 1502 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gezählt. 

Zugleich wurden den Angaben nach 30.400 Menschen wieder gesund, im Vergleich zum Vortag waren das bis Samstag weitere 197 Genesene. Rein rechnerisch galten damit am Samstag 4232 Menschen in NRW als akut infiziert - 22 weniger als am Vortag.

14.20 Uhr: Kreis Heinsberg: DPD-Standort mit 400 Mitarbeitern wegen Coronafällen geschlossen

Der Paketzusteller DPD hat seinen Standort in Hückelhoven im Kreis Heinsberg mit hunderten Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen. Bislang seien 42 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Es seien aber noch nicht alle Proben ausgewertet worden. Alle 400 Mitarbeiter sind demnach in zweiwöchiger Quarantäne. Ein Kreissprecher sagte, weitere Testergebnisse würden am Montag erwartet. Zuvor hatte der WDR berichtet. 

Die Zustellung von Paketen und Abholung von Sendungen bei Kunden werde von benachbarten Standorten übernommen und sei sichergestellt, sagte der DPD-Sprecher. 

Die ersten Fälle waren demnach in dieser Woche bekanntgeworden und dem Gesundheitsamt gemeldet worden. Die Behörde habe dann mobile Teststationen veranlasst, sagte der Sprecher. Das Depot soll nun gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Andere DPD-Standorte seien nicht betroffen.

13.45 Uhr: Corona-Krise reißt großes Loch in die Bielefelder Stadtkasse - 75,5 Millionen weniger an Steuern

Durch die Folgen der Corona-Krise nimmt die Stadt Bielefeld allein im Jahr 2020 voraussichtlich 75,5 Millionen Euro an Steuern weniger ein. Das geht aus den Berechnungen des Arbeitskreises Steuerschätzung hervor.  Das größte Loch reißen die geringeren Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Der geschätzte Rückgang um 24,8 Prozent bedeutet einen Verlust von 60,1 Millionen Euro.

13.25 Uhr: Zweitliga-Start: Disziplinierte Fans, Trainer als Busfahrer

Begleitet von kuriosen und ungewöhnlichen Umständen hat am Samstag die 2. Fußball-Bundesliga den Spielbetrieb nach der Corona-Pause wieder aufgenommen. Zwischenfälle waren bis zum Anpfiff keine bekannt. Die Fans in Bochum, Regensburg, Aue und Karlsruhe verhielten sich diszipliniert und hielten sich nicht im direkten Stadion-Umlauf auf. 

In Bochum fuhr Heidenheims Trainer Frank Schmidt einige Spieler ins Stadion. „Wir sind mit Kleinbussen mit maximal vier Spielern gefahren“, sagte Schmidt bei Sky: „Da hat es keinen Sinn gemacht, wen dazu zu holen. Und da wir alle den Führerschein haben, haben wir gesagt, wir machen das selbst. Und wir sind gut und sicher in Bochum angekommen.“ 

In Regensburg kamen die Jahn-Profis zum Spiel gegen Holstein Kiel in ihren Privatwagen einzeln zur Arena. Die Gäste fuhren mit zwei Bussen vor. Beim Aufwärmen lief im leeren und ansonsten stillen Jahn-Stadion Musik. Damit sollte wenigstens für etwas Normalität gesorgt werden, wie es von Seiten des Gastgebers hieß.

13.02 Uhr: Fährfahrt mit Mundschutz - Urlauber kehren auf Inseln zurück

Zahlreiche Menschen haben die Tourismus-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren. Auf die Fähre nach Spiekeroog stiegen am Samstagmorgen mehrere Dutzend Passagiere - jeder mit Mundschutz, wie es eine Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorsieht. „Die Freude auf den Urlaub ist jetzt doppelt so groß, weil man bis vor kurzem ja gar nicht wusste, ob das klappt“, sagte Jovana Stahnke, die zusammen mit der Familie aus Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) anreiste. Rund 500 Urlaubsgäste sind Bürgermeister Matthias Piszczan (CDU) zufolge dieses Wochenende da - eigentlich hat die Insel 4200 Übernachtungsplätze und wäre normalerweise zu dieser Zeit zu 60 Prozent ausgebucht.

12.35 Uhr: Jeder zehnte Einzelhändler befürchtet Insolvenz

Trotz erster Lockerungen in der Corona-Krise sieht sich jeder zehnte Einzelhändler in Deutschland von Insolvenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die der Düsseldorfer «Rheinischen Post» vorliegt. Mehr hier.

12.15 Uhr: NRW-Ministerpräsident Laschet zeigt Verständnis für Corona-Protest

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Verständnis für die Proteste gegen Corona-Maßnahmen geäußert. „Es ist absolut legitim und eigentlich auch nicht ungewöhnlich, dass Menschen demonstrieren, wenn es zu den gravierendsten Grundrechtseinschränkungen seit dem Bestehen der Bundesrepublik kommt“, sagte Laschet der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zugleich warnte er aber, man müsse nur wissen, „dass Links- und Rechtsradikale und Reichsbürger diesen Protest für sich zu nutzen versuchen“.

11.40 Uhr: Drei Infizierte bei Tönnies

Bei den am vergangenen Montag gestarteten Corona-Reihentests auf dem Betriebsgelände des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda sind bis Freitag, 18 Uhr, insgesamt drei positive Laborbefunde eingegangen. Dies sind nach Angaben der Kreisverwaltung die ersten laborbestätigten Befunde überhaupt, die einen Bezug zu einem Schlachthof im Kreis Gütersloh aufweisen.

Von den bislang 6204 Personen, die bei Tönnies getestet wurden, lagen am Freitag 3255 Befunde vor. 3252 waren negativ, drei positiv. Das sind 0,1 Prozent.

11.15 Uhr: Kommentar zum Bundesliga-Restart: Zweifel sind angebracht

Vergnügungssteuerpflichtig ist es nicht, was da am Wochenende auf die Fußballfans in Deutschland zukommt. Auch wenn Umfragen belegen, dass die Menschen hierzulande  mehrheitlich klar gegen die Fortsetzung der 1. und 2. Liga sind, so werden dennoch etliche den Fernseher einschalten. Aus reiner Neugier. Weil sie wissen wollen, ob sich ein   Geisterspiel tatsächlich so gruselig anfühlt, wie es der Name erahnen lässt.

11.02 Uhr: Es darf wieder tätowiert werden

Nach wochenlanger Pause dürfen in der Mehrzahl der Bundesländer wieder Tattoos gestochen werden - und die Tätowierer haben viel zu tun. Der Kundenandrang sei so hoch wie vor dem Lockdown, sagte Jörn Elsenbruch vom Verband Deutsche Organisierte Tätowierer.

Angaben des Verbands zufolge dürfen die Studios derzeit in 13 von 16 Bundesländern wieder öffnen.

10.24 Uhr: „Fallzahlen werden durch Öffnung wieder steigen“

Das Leben normalisiert sich langsam. Doch für Ingo Nürnberger, Chef des Bielefelder Krisenstabs, ist damit auch klar: „Die Corona-Fallzahlen werden durch die Öffnung wieder steigen.“ Von einer Normalisierung sei man weit entfernt.

9.40 Uhr: Italien will Einreisen ab Juni wieder erlauben

Italien will die wichtige Sommersaison nicht an sich vorüberziehen lassen. Daher plant die Regierung nun neue Schritte zur Lockerung. Die sind auch für Touristen interessant.

Das von der Corona-Pandemie besonders betroffene Italien will die Einreise für Ausländer ab 3. Juni wieder erlauben. Zudem sollen dann Reisen zwischen den Regionen in Italien wieder erlaubt sein, beschloss die Regierung in Rom.

9.07 Uhr: Corona-Krise leert die Rentenkasse

Die Rentenkasse steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung von Ökonomen auf ein großes Finanzloch zu. Ursachen sind der rasante Anstieg der Kurzarbeit und die wachsende Arbeitslosigkeit, die die Beitragseinnahmen sinken lassen werden.

Da die Renten nicht gekürzt werden dürfen und die Bundesregierung die Höhe des Beitrags auf maximal 20 Prozent deckeln will, wird nach Einschätzung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan der Bund die Lücke füllen müssen.

8.50 Uhr: Merz: Nach der Krise alle staatlichen Leistungen überprüfen

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, will wegen der Corona-Krise die Ausgaben des Staates überdenken. «Wir sollten nach der akuten Krise alle staatlichen Leistungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Prüfstand stellen», sagte Merz der «Passauer Neuen Presse». Das gelte für Subventionen ebenso wie für soziale Transferleistungen.

Von Steuererhöhungen wie sie die SPD ins Spiel gebracht hatte, hält er nichts: «Wer in dieser Situation Steuererhöhungen fordert, schlägt einen weiteren Sargnagel in die Zukunftsfähigkeit der deutschen Unternehmen», sagte Merz. SPD-Chefin Saskia Esken dringt hingegen auf eine stärkere Belastung hoher Einkommen, damit der Staat in der Corona-Krise aufgenommene Schulden zurückzahlen kann.

8.12 Uhr: Revierderby beim Neu-Start der Bundesliga im Blickpunkt

Nach 63 Tagen Pause startet die Fußball-Bundesliga am Samstag wieder den Spielbetrieb. Er steht ganz im Zeichen der Corona-Krise und den daraus resultierenden Besonderheiten. Ein Überblick.

7.58 Uhr: Kneipen dürfen doch öffnen

Der Wirrwarr um die Öffnung oder Nichtöffnung von Schankwirtschaften („Kneipen“) hat am Freitag noch einmal eine neue Wendung genommen. In einer „Handreichung“ hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium klar gestellt, dass Speisegaststätten und solche, in denen nur Getränke ausgeschenkt werden, bei der Erlaubnis, öffnen zu dürfen, nicht unterschiedlich behandelt werden dürfen.

7.51 Uhr: Bundesweit Tausende bei Demos gegen Corona-Regeln erwartet

Bundesweit wollen am Samstag wieder mehrere Tausend gegen die Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie demonstrieren. Allein in Stuttgart sind 5000 Teilnehmer angekündigt. Auch in München, Berlin, Dortmund und vielen anderen Städten wollen Gegner der Maßnahmen protestieren. Mehr lesen Sie hier.

7.42 Uhr: Erleichterungen im Grenzverkehr mit Österreich und Schweiz

Nach wochenlangen Beschränkungen haben Deutschland, Österreich und die Schweiz die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr gelockert.

Seit Mitternacht ist die Einreise in beide Richtungen wieder möglich, wenn man seinen Lebenspartner oder Verwandte besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen will. Gleiches gilt für Besitzer selbst genutzter Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin kurzfristig mitteilte. Ebenso dürfen Menschen einreisen, die Tiere versorgen müssen.

7.35 Uhr: Nothilfe für Kommunen - 57 Milliarden-Euro-Schutzschild

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will bis Jahresende einen Schutzschild über die Kommunen in Deutschland im Volumen von insgesamt fast 57 Milliarden Euro spannen. Die Last sollen sich der Bund und die jeweils verantwortlichen Länder teilen.

Freitag, 15. Mai

21 Uhr: Deutschland und Niederlande suchen nach Mitteln gegen Corona

Bei der Suche nach Therapien zur Bekämpfung des Coronavirus wollen Deutschland und die Niederlande weiter eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten die Gesundheitsminister beider Länder am Freitag bei einem Treffen in Nimwegen, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.„Bis es einen Impfstoff gibt, ist die gemeinsame Suche nach innovativen Behandlungsmethoden eine Notwendigkeit“, zitierte ANP Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In den Niederlanden gebe es eindrucksvolle Beispiele für entsprechende Forschungen, sagte Spahn nach Gesprächen mit Wissenschaftlern des Medizinischen Zentrums der Radboud-Universität (Radboudumc).Forscher beider Ländern untersuchen derzeit, ob ein seit langem existierender Impfstoff gegen Tuberkulose das menschliche Immunsystem gezielt für die Bewältigung des Virus Sars-CoV-2 stärken kann. Damit könnten - so die Hoffnung - auch Corona-Symptome abgemildert und der Verlauf der Erkrankung abgeschwächt werden, wie der Nimweger Wissenschaftler Mihai Netea erläuterte. Spahns Amtskollege Hugo de Jonge bedankte sich bei der Gelegenheit für die Behandlung niederländischer Corona-Patienten auf Intensivstationen deutscher Kliniken.

20.51 Uhr: Corona-Testergebnis gibt’s per Smartphone

Wer Angst vor einer Corona-Infektion hat, will das Ergebnis schnell erfahren. Bislang dauert es bis zu 72 Stunden, bevor ein Befund per Post den Weg vom Labor bis zum Patienten gefunden hat. Das geht mit der neuen mobilen Befundübermittlung der Mühlenkreiskliniken deutlich schneller.

19.50 Uhr: Drei Kundgebungen am Samstag in Bielefeld

Die Gruppe „Grundrechte OWL“ hat ihre beiden für dieses Wochenende angekündigten Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen abgesagt. Nach Angaben der Polizei finden an diesem Samstag somit drei Kundgebungen statt. Zwei davon richten sich gegen die Coronavirus-Schutzverordnung, eine dritte ist als Gegendemonstration der Antinationalen Linke Bielefeld geplant.

18.35 Uhr: Drei positive Tests bei Tönnies

Bei den Reihentestungen auf dem Tönnies-Werksgelände in Rheda sind nach Auswertung von 3255 Proben insgesamt drei positive Befunde festgestellt worden. Nach Auskunft der Kreisverwaltung Gütersloh sind alle drei Betroffenen in häuslicher Quarantäne. Die Reihentests laufen am Wochenende weiter.

17.25 Uhr: 240 Milliarden Euro für Euro-Staaten

Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise stehen für die Eurostaaten 240 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm ESM bereit. Die ESM-Spitze gab am Freitag endgültig grünes Licht für die Kreditlinien, die zu einem mehr als 500 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gehören. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lobte die rasche gemeinsame Reaktion der Europäer auf die Krise. Die schwierige Debatte über einen Wiederaufbauplan steht aber noch aus.

17.01 Uhr: Mehr als 7800 Todesfälle in Deutschland

Bundesweit sind bis Freitagnachmittag mehr als 173.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Vortag waren es mehr als 172.700 Infektionen. 

Mindestens 7850 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 7766). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend bei 0,75. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

16.50 Uhr: NRW prüft Einsatz von Lehrern - keine grundsätzlichen Ausnahmen mehr

An den nordrhein-westfälischen Schulen sollen vorerkrankte und ältere Lehrkräfte künftig trotz Corona-Pandemie nicht länger grundsätzlich vom Präsenzunterricht ausgenommen werden. Neue Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sähen keine grundsätzlichen Einsatzbeschränkungen für bestimmte Altersgruppen oder Vorerkrankungen vor, erläuterte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

Deshalb solle so schnell wie möglich und auf jeden Fall noch vor den Sommerferien im Konsens mit Betroffenen und ihren Interessenvertretern neu definiert werden, wer für Präsenzunterricht einsetzbar sei. Im Zweifel könne jeder, der sich wegen der Pandemie dazu nicht in der Lage sehe, eine arbeitsmedizinische Begutachtung wählen.

16.33 Uhr: Drittliga-Start Ende Mai nicht haltbar

Der Deutsche Fußball-Bund muss den geplanten Neustart der 3. Liga abblasen und sieht sich nun womöglich mit einer neuen Diskussion über die Fortsetzung der Saison konfrontiert.

Der DFB teilte mit, dass die geplante Wiederaufnahme am 26. Mai nicht haltbar sei, da «weiterhin keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe» für den Spielbetrieb vorliege und den Mannschaften damit eine entsprechende Vorbereitungszeit fehlen würde. Der Verband legte sich nicht auf ein neues Startdatum fest, sprach aber davon, dass die Liga bei entsprechender politischer Beschlusslage kurz nach dem 26. Mai fortgesetzt werden könne.

16.12 Uhr: Verdi fordert Corona-Tests für Kita-Personal

Die Gewerkschaft Verdi hat regelmäßige und flächendeckende Corona-Tests für die Beschäftigten in Kitas verlangt. Angesichts der Lockerungen und der schrittweisen Rückkehr von immer mehr Jungen und Mädchen in die Kindertagesstätten sei das dringend nötig, betonte Verdi am Freitag. Bis Ende Mai würden in NRW nach und nach voraussichtlich weitere Zehntausende Kinder in die Betreuung zurückkehren.

Die Kleinen könnten Abstandsregeln nicht wie Erwachsene einhalten, in den Kitas werde kaum Mund-Nase-Schutz getragen, Hygienematerialien seien nicht überall ausreichend vorhanden. Die dünne Personaldecke verschärft die Lage laut Verdi weiter. In einigen Kommunen würden Träger unter Druck gesetzt, auch Beschäftigte aus Risikogruppen einzusetzen. Kontinuierliche Corona-Tests erhöhten den Infektionsschutz und könnten den Beschäftigten Gewissheit über ihren Gesundheitszustand geben. Das Land solle die Tests bezahlen.

15.55 Uhr: Erste Corona-Fälle im Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch

In Bangladesch sind in einem der größten Flüchtlingslager weltweit erstmals Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handle sich dabei um einen Rohingya-Flüchtling aus dem benachbarten Myanmar und einen Einheimischen, der ebenfalls im Lager lebe, sagten die zuständigen Behörden der Deutschen Presse-Agentur. Die beiden würden in ein Isolationszentrum innerhalb des Lagers gebracht. 2000 ihrer engen Kontakte sollten demnach ebenfalls in Quarantäne.

Deutschland will nun zehn weitere Millionen Euro für Entwicklungshilfe vor Ort zur Verfügung stellen, um die Verbreitung des Virus möglichst einzudämmen.

15.44 Uhr: 15 neue Infektionen in OWL

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben an diesem Freitag insgesamt 15 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Auch die Zahl der Genesenen ist gestiegen: 29 weitere Patienten in OWL gelten wieder als gesund. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 331 (+0) bestätigte Fälle, davon 15 Todesfälle, 268 (+6) Genesene.
  • Kreis Paderborn: 613 (+3) bestätigte Fälle, davon 31 Todesfälle, 524 (+5) Genesene.
  • Kreis Lippe: 740 (+0) bestätigte Fälle, davon 29 Todesfälle, 661 (+13) Genesene.
  • Kreis Gütersloh: 608 (+1) bestätigte Fälle, davon 19 Todesfälle, 564 (+1) Genesene.
  • Stadt Bielefeld: 406 (+3) bestätigte Fälle, davon 3 Todesfälle, 365(+1) Genesene.
  • Kreis Herford: 329 (+1) bestätigte Fälle, davon 7 Todesfälle, 306 (+1) Genesene.
  • Kreis Minden-Lübbecke: 466 (+7) bestätigte Fälle, davon 8 Todesfälle, 404 (+2) Genesene.
  • OWL gesamt: 3493 (+15) bestätigte Fälle, davon 112 Todesfälle, 3092 (+29) Genesene. 

15.21 Uhr: Heil will Verlängerung von Lohnfortzahlung für Eltern

Eltern kleiner Kinder müssen in der Corona-Krise noch auf eine Entscheidung zur Lohnfortzahlung warten - Sozialminister Hubertus Heil will sich aber für eine Anschlussregelung einsetzen. Bisher gilt der Anspruch für Eltern, die wegen geschlossener Kitas und Schulen ihre Kinder betreuen müssen und nicht arbeiten können, nur für sechs Wochen pro Elternteil. «Ich bin der festen Überzeugung, dass wir einen neuen Anlauf finden müssen, um für den Übergang auch eine neue Regelung zu finden», sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundesrat.

Eine Sprecherin des Bundessozialministeriums hatte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag) gesagt: «Angesichts der verstärkt öffnenden Schulen und Kindergärten wird es nach heutigem Stand keine Verlängerung der Regelung geben». Das sorgte für heftige Kritik.

14.49 Uhr: 226 neue Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 226 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das war ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl aller Infektionen stieg damit landesweit auf 35 949 Menschen, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag meldete. Zehn weitere Menschen starben, die zuvor infiziert waren. Insgesamt sind 1492 Menschen infolge der Corona-Pandemie in NRW gestorben.Zugleich wurden nach den Angaben 30 203 Menschen wieder gesund. Das sind 320 neu Gesundete innerhalb eines Tages. Eine Rückmeldung geschieht ausschließlich auf freiwilliger Basis, deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung. Rein rechnerisch waren damit am Freitag 4254 Menschen in NRW akut infiziert - knapp 100 weniger als vor einem Tag.

14.06 Uhr: Ministerin: Anteil der Schüler in Notbetreuung in NRW steigt

An den nordrhein-westfälischen Schulen nehmen inzwischen über fünf Prozent der Schüler der Klassen 1 bis 6 eine Notbetreuung in Anspruch. Das berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Zuvor sei das coronabedingte Angebot über lange Zeit nur von einem Prozent der Schülerinnen und Schüler genutzt worden, sagte die Ministerin. An den Grundschulen sei der Anteil der Notbetreuung mit 6,5 Prozent derzeit am höchsten.Insgesamt könnten derzeit knapp 30 Prozent der Lehrer keinen Präsenzunterricht erteilen, weil sie Corona-Risikogruppen angehörten, sagte Gebauer. Positiv entwickelt habe sich die Einhaltung der Hygiene-Standards an den Schulen. Über 90 Prozent der Einrichtungen seien damit inzwischen zufrieden - Ende April seien es erst 76 Prozent gewesen.

13.45 Uhr: Wegen Corona: DEL-Lizenzen abhängig von Spieler-Gehaltsverzicht

Um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten, müssen die Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Spieler-Gehälter um 25 Prozent reduzieren. Auf eine entsprechende Regelung einigten sich Vereine angesichts der wirtschaftlichen Bedrohung durch die Corona-Krise. „Bestandsverträge sollen so geändert werden, dass 25 Prozent des Gehalts von einer garantierten Zahlung in eine Variable umgewandelt werden. Für Neuverträge soll das direkt so festgehalten werden“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. 

Die freiwillige Zustimmung etlicher Spieler wird somit zur Voraussetzung für die Lizenz der Clubs. Selbst wenn diese auch ohne Gehaltssenkung einen ausgeglichenen Haushalt nachweisen könnten, würde demnach ohne Zustimmung der Spieler die Lizenz verweigert.

13.25 Uhr: Corona-Warn-App soll zur Wiederherstellung der Reisefreiheit kommen

Die geplante Corona-Warn-App in Deutschland soll rechtzeitig zur geplanten Rückkehr zur Reisefreiheit in Europa Mitte Juni fertig sein. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin, der Termin entspreche „in etwa dem derzeitigen Plan“. Zugleich stellte er klar, dass eine von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Gespräch gebrachte Quarantäne-App keine Unterfunktion der Warn-App sei. „Ich glaube, das sind zwei getrennte Dinge.“ 

Die Warn-App soll einen Hinweis an Nutzer schicken, wenn sie sich länger in der Nähe von jemand aufgehalten haben, der positiv auf den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 getestet wurde. Die dafür notwendigen Daten zu via Bluetooth registrierten Kontakten sollen nicht zentral gespeichert werden, sondern nur beim Nutzer selbst. Bisher bemühen sich die Gesundheitsämter, Infektionsketten nachzuverfolgen, damit sich das Virus nicht weiterverbreitet. 

Seibert bestätigte einen Bericht des „Spiegels“, wonach die Regierung eine Agentur mit der Entwicklung einer Werbekampagne beauftragt hat. Dies entspreche dem Informationsauftrag. Dem Bericht habe allerdings teilweise auf „sehr frühe Skizzen zu dieser Kampagne, die zum Teil schon überholt sind, zurückgegriffen“. Über die Kosten könne er derzeit noch keine Angaben machen

13.08 Uhr: Wirtschaft im Euroraum bricht im ersten Quartal ein

Die Wirtschaft der Eurozone ist inmitten der Corona-Krise massiv eingebrochen. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte, war die Wirtschaftsleistung der 19 Euroländer im ersten Quartal 3,8 Prozent niedriger als im Vorquartal. Das ist der stärkste Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. Die Statistiker bestätigten eine erste Schätzung.

In den 27 Ländern der Europäischen Union (EU) betrug der Wachstumseinbruch gegenüber dem Vorquartal 3,3 Prozent. Auch dies ist ein Rekordrückgang. Gegenüber dem ersten Quartal 2019 ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone um 3,2 Prozent und in der EU um 2,6 Prozent zurück.

12.14 Uhr: Start-up-Szene in OWL erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Den Start-ups fehlt derzeit der Kontakt zu Kunden und Geldgebern – aber auch zu den Mitstreitern im sogenannten Coworking-Space. Trotzdem ist die Szene bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Das jedenfalls ist der Eindruck in den Hotspots der Gründerszene in OWL bei der Founders Foundation in Bielefeld, der Garage 33 in Paderborn und dem Denkwerk in Herford.

11.34 Uhr: Mäurer droht DFL: Risiko einer Bundesliga-Unterbrechung „ist hoch“

Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer hat der Fußball-Bundesliga erneut mit dem Verbot von Werder-Heimspielen gedroht, falls sich Fans bei den sogenannten Geisterspielen vor dem Stadion versammeln sollten. Außerdem deutete der SPD-Politiker an, ähnlich wie im Fall des Zweitliga-Clubs Dynamo Dresden die komplette Mannschaft in eine 14-tägige Quarantäne schicken zu wollen, sollte in Bremen auch nur ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet werden. Beides würde den Abschluss der Bundesliga-Saison, so wie die Deutsche Fußball Liga ihn sich vorstellt, erheblich beeinträchtigen. 

„Wenn die Geisterspiele wegen der Fans zum Infektionsrisiko werden, könnte ein Verbot unvermeidbar werden. Das Risiko, den Spielbetrieb der Bundesliga erneut unterbrechen zu müssen, ist also hoch“, sagte Mäurer in einem „Spiegel“-Interview. „Für uns in Bremen ist der kommende Montag entscheidend. Ich habe immer klar gesagt: Ich werde nicht mit Hunderten von Einsatzkräften eine Versammlung auflösen lassen und unsere Polizistinnen und Polizisten einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. Wenn viele Fans kommen und dann die Abstandsregeln nicht einhalten, hätte das Konsequenzen für das nächste Spiel.“ Am Montagabend trifft Werder Bremen im ersten Spiel nach der zweimonatigen Saison-Unterbrechung auf Bayer Leverkusen.

11.02 Uhr: Behörde bezweifelt Zuverlässigkeit von Corona-Test in USA

Bei einem unter anderem im Weißen Haus verwendeten Corona-Schnelltest in den USA gibt es zunehmend Zweifel an der Zuverlässigkeit. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA warnte am Donnerstag (Ortszeit), dass das vom Gesundheitskonzern Abbott hergestellte Testsystem womöglich falsche Ergebnisse liefere. Die FDA verwies dabei auf mehrere Studien.

Für den Test hatte Abbott erst im März eine Notfallzulassung der FDA erhalten. US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident Mike Pence sowie Top-Mitarbeiter werden derzeit täglich mit Hilfe des Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

10.47 Uhr: Mehr als 172.900 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7700 Tote

In Deutschland sind bis Freitagvormittag über 172.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 172.000 Infektionen). Mindestens 7791 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 7712). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend bei 0,75. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,88. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen. 

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 151.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10.12 Uhr: Ausgebremst im ersten Quartal: Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute in Berlin mitteilte. Mehr lesen Sie hier.

10.02 Uhr: Verrückt oder genial? - Die Schweden und ihr Corona-Weg

Schweden und Dänemark geben beide um Punkt 14.00 Uhr ihre täglichen Corona-Zahlen bekannt. Damit hören die Gemeinsamkeiten der skandinavischen Nachbarn in der Corona-Krise aber auch schon auf.

Während die Dänen das neuartige Coronavirus mit strikten Maßnahmen in den Griff bekommen haben wie kaum ein zweites Land in Europa, stehen die Schweden mit ihrer freizügigeren Strategie bislang weitaus schlechter da. Und auf der dänischen Seite der Öresundbrücke fragt man sich bereits: Sind die Schweden verrückt geworden - oder stellt sich ihr Sonderweg am Ende als genial heraus?

9.15 Uhr: 54 Prozent weniger Übernachtungen im NRW-Tourismus im März

Im Zuge der Corona-Krise sind im März touristische Übernachtungen in NRW massiv zurückgegangen. Die Zahl der Übernachtungen sank um knapp zwei Millionen oder 54,2 Prozent im Vergleich zum März 2019, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Die Zahl der Gäste ging sogar um rund 64 Prozent auf 721.000 zurück. Bei Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gab es einen Rückgang von fast 71 Prozent. 

Im gesamten ersten Quartal des Jahres besuchten den Angaben zufolge 4,1 Millionen Gäste die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Nordrhein-Westfalen. Das waren knapp 23 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Vorjahres.

8.50 Uhr: Lohnfortzahlung für Eltern wird wohl nicht verlängert

Die Bundesregierung will die Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, wohl doch nicht verlängern.

«Angesichts der verstärkt öffnenden Schulen und Kindergärten wird es nach heutigem Stand keine Verlängerung der Regelung geben», sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ/Freitag). Eltern hatten seit dem 30. März für sechs Wochen Anspruch, vom Staat 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens zu erhalten - bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat.

8.19 Uhr: Pandemie könnte zu zig Millionen verschobenen Operationen führen

Hochrechnungen von Wissenschaftlern zufolge könnten infolge der Coronavirus-Pandemie weltweit geschätzt rund 30 Millionen geplante Operationen verschoben oder abgesagt werden. Das geht aus einer Analyse der Universität Birmingham hervor, deren Ergebnisse am Donnerstagabend veröffentlicht wurden. Die Werte gelten dabei nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa der, dass die Kliniken im Mittel drei Monate unter höchster Belastung stehen. 

Betroffen vom pandemiebedingten Aufschub sind demnach vor allem orthopädische Eingriffe wie das Einsetzen künstlicher Knie- und Hüftgelenke. Doch die Wissenschaftler rechnen auch damit, dass es weltweit gut zwei Millionen verschobene oder abgesagte Krebs-Operationen geben könnte. Allein in Großbritannien wird von etwa 36 000 verschobenen Krebs-OPs ausgegangen.

8.05 Uhr: Sportpolitikerin Freitag: Über Finanzlage der Vereine sprechen

Dagmar Freitag, die Sportausschuss-Vorsitzende im Deutschen Bundestag, hat Kritik geäußert, wie einige Vereine in der Fußball-Bundesliga wirtschaften. „Wenn die Etats der Clubs so auf Kante genäht sind, dass eine einzige ausbleibende Rate der Fernsehgelder letztlich in die Insolvenz führen würde, dann frage ich mich eigentlich: Wer trägt die Verantwortung für die Aufstellung der Haushaltspläne?“, sagte Freitag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks (Bayern 2) am Freitag. 

Daher sieht die SPD-Politikerin dem Neustart der deutschen Eliteliga mit „gemischten Gefühlen“ entgegen: „Mit Vorfreude auf echte Bundesligaspiele hat das bei mir gar nichts zu tun. Nach allem, was wir mittlerweile ausgiebig auch vernommen haben, geht es ausschließlich darum, die letzte Rate der TV-Gelder zu bekommen. Und dafür muss halt gespielt werden, und die DFL hat ein Konzept ausgearbeitet, nach dem das offensichtlich möglich ist.“

Freitag hofft, dass im Nachgang zu diesen Geisterspielen auch Fragen wieder auf die Tagesordnung kommen, wie die Clubs eigentlich wirtschaften. „Wenn ich lese, dass der Investor von Hertha BSC, ein gewisser Lars Windhorst, locker flockig sagt: Naja, wenn es sein muss, gebe ich auch gerne nochmal 100 oder 200 Millionen Euro mehr - dann frage ich mich natürlich: In welcher Welt leben die eigentlich tatsächlich in diesen Vereinen?“

7.42 Uhr: Leere Ränge, hoher Aufwand: Wie Arminia das Geisterspiel gegen Osnabrück plant

„Tor für Arminia, Tor für die Blauen!“ Diesen Ausruf von Stadionsprecher-Legende Lothar Buttkus soll es auch am Sonntag in der Schüco-Arena geben – falls der DSC Arminia im Geisterspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfL Osnabrück (13.30 Uhr) ein Tor schießt. Ansonsten ist aber nahezu alles anders als früher – vor Corona. Hier geht es zum Bericht.

6.52 Uhr: SPD-Chef: Corona-Krise nur mit höheren Steuern zu bewältigen

Die Corona-Krise lässt sich aus Sicht der SPD-Spitze nur mit höheren Steuern und Abgaben bewältigen. Wenn der Staat seine Neuverschuldung in Grenzen halten wolle, müsse es zumindest in einigen Bereichen höhere Einnahmen geben, sagte Parteichef Norbert Walter-Borjans der «Passauer Neuen Presse».

«An dieser Logik führt kein Weg vorbei. Alles andere geht nach Adam Riese nicht.» Nach der Krise gelte es daher, Steuerschlupflöcher zu schließen und einen höheren Beitrag von Top-Einkommen und Top-Vermögen zu verlangen, sagte Walter-Borjans - ohne Details oder konkrete Summen zu nennen.

6.28 Uhr: Mehrheit der Bürger gegen Fortsetzung der Bundesliga

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge zum jetzigen Zeitpunkt gegen die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga. Demnach kritisieren 56 Prozent der Befragten den Saison-Neustart am kommenden Wochenende, wie aus dem «Deutschlandtrend» im ARD-«Morgenmagazin» hervorgeht. Mehr hier.

6.15 Uhr: Fernunterricht erreicht etliche Schüler nicht

Die Corona-Krise hat in vielen Schulen die Digitalisierung stark vorangetrieben, auch wenn inzwischen wieder viele Schülerinnen und Schüler nicht zwangsweise zu Hause bleiben müssen. Bei einer Zwischenbilanz werden Defizite gerade in Deutschland deutlich.

6.10 Uhr: Die Bundesliga kehrt zurück: Geisterspiele - und was noch?

Am Wochenende geht es wieder los mit der Fußball-Bundesliga. Wegen der Corona-Krise wird es zwar kein normaler Spieltag werden. Einige Duelle dürften aber trotzdem für Spannung sorgen. Ein Überblick.

6.02 Uhr: Von einer Quarantäne in die nächste - Frau aus Schloß Holte-Stukenbrock fast drei Monate ans Haus gefesselt

Als in Deutschland noch Karneval gefeiert wurde, saß Marlene Zanotti (21) im Südtiroler Dörfchen Corvara fest. Ausgangssperre in Italien. Jetzt ist die Studentin zurück in ihrer Heimat Schloß Holte-Stukenbrock. Am Freitag endet ihre zweiwöchige Quarantäne in Deutschland. Damit war sie fast drei Monate lang ans Haus gefesselt – mit Ausgangsbeschränkung oder in Quarantäne. Das erste, was sie danach plant, ist ein stundenlanger Spaziergang im Wald. Den ganzen Bericht lesen Sie hier.

5.52 Uhr: Quarantäne-Regeln für Einreise nach Deutschland gelockert

Bereits seit Mitternacht müssen Menschen, die aus dem EU-Ausland und Schengen-Staaten nach NRW einreisen, nicht mehr in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Die anderen Bundesländer sollen in den nächsten Tagen nachziehen. Mehr hier.

5.45 Uhr: Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft hart

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft Ökonomen zufolge im ersten Quartal ausgebremst. Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und Geschäfte brachten das Wirtschaftsleben seit Mitte März in Teilen zum Erliegen.

Wie stark das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft ist, gibt das Statistische Bundesamt heute anhand vorläufiger Daten bekannt. Ökonomen rechnen mit einem Rückgang zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.

Donnerstag, 14. Mai

19.56 Uhr: 90 Jahre – und Corona gut überstanden

Putzmunter winkt Maria Breimhorst aus dem Besucherfenster  des Hövelhofer Altenzentrums Haus Bredemeier . Dreieinhalb Wochen lang war die 90-jährige Delbrückerin mit dem Coronavirus infiziert. Redakteurin Meike Oblau hat mit der Seniorin gesprochen.

19.21 Uhr: Covid-19 könnte bei Kindern schwere Entzündungen verursachen

Weltweit gibt es Berichte über schwere Entzündungen bei Kindern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nun beleuchtet eine Studie aus Bergamo, dem Zentrum der Pandemie in Italien, die charakteristischen Merkmale der seltenen Entzündungskrankheit, die dem sogenannten Kawasaki-Syndrom ähnelt.

18.51 Uhr: Ministerium stellt Plan für Freibadöffnungen auf

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales plant nun die Öffnung der Freibäder. Wie die Landesregierung bereits am 6. Mai ankündigte, sollen diese ab dem 20. Mai öffnen dürfen - allerdings unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene.

18.49 Uhr: Mehr als 7700 Corona-Tote Deutschland

Bundesweit sind bis Donnerstagnachmittag über 172.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 171.700 Infektionen). Mindestens 7766 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 7686). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

18.14 Uhr: Infektionen in OWL und NRW

  • Kreis Höxter: 331 (+7) bestätigte Fälle, davon 15 Todesfälle, 262 (+6) Genesene. 14,9 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Paderborn: 610 (+5) bestätigte Fälle, davon 31 (+1) Todesfälle, 519 (+11) Genesene. 2,6 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Lippe: 740 (+2) bestätigte Fälle, davon 29 Todesfälle, 648 (+11) Genesene. 4,6 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Gütersloh: 608 (+7) bestätigte Fälle, davon 19 Todesfälle, 563 (+1) Genesene. 3,0 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Stadt Bielefeld: 403 (+2) bestätigte Fälle, davon 3 Todesfälle, 364 Genesene. 5,1 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Herford: 328 bestätigte Fälle, davon 7 Todesfälle, 305 (+7) Genesene. 0,8 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Minden-Lübbecke: 459 (+4) bestätigte Fälle, davon 8 Todesfälle, 402 (+2) Genesene. 1,9 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • OWL gesamt: 3479 bestätigte Fälle, davon 112 (+1) Todesfälle, 3063 (+38) Genesene. 
  • NRW: 35.723 (+186) bestätigte Fälle, davon 1482 (+10) Todesfälle, 29.883 (+363) Genesene. 

18.02 Uhr: Corona-Krise führt zu dramatischen Steuerausfällen

Die Corona-Krise reißt ein riesiges Loch in die Staatskassen. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen.

17.26 Uhr: Zwei Neuinfektionen in Bielefeld

Die Corona-Lage in Bielefeld ist weiterhin stabil. Im Vergleich zum Mittwoch meldet die Stadtverwaltung zwei Neuinfektionen. Damit sind seit März 403 Bielefelder positiv auf das Coronavirus getestet worden. 364 Menschen sind davon mittlerweile wieder genesen. Hier gibt es im Vergleich zum Vortag keine Veränderung.

16.59 Uhr: Wenn der erste Besuch im Altenheim zum Albtraum wird

Nach sechs langen Wochen des Kontaktverbotes ist Jutta Schmidt am Muttertag mit freudigen Gefühlen ins Evangelische Alten- und Pflegeheim am Kirchplatz in Lübbecke gegangen, um ihren demenzkranken Mann Lothar endlich wieder zu besuchen. „Der Muttertag ist für mich aber zum Horrortag geworden“, berichtet die 76-Jährige nach dem Besuch. Denn die Kontaktsperre bringt vor allem für Demenzkranke Folgen mit sich.

16.37 Uhr: Weitere 500 Corona-Tests bei Tönnies negativ

Auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies sind laut Kreisverwaltung inzwischen mehr als 3000 Corona-Tests vorgenommen worden. 1300 Befunde lägen vor. Es gebe weiter keinen Infizierten. 

16.35: Visiere ersetzen keine Masken

Der Kreis Herford weist darauf hin, dass transparente Visiere kein zulässiger Ersatz für eine Mund-Nasen-Bedeckung sind. Man habe sich zwar beim NRW-Gesundheitsministerium für eine entsprechende Freigabe eingesetzt, aber die sei abgelehnt worden. Nach Aussage des Ministeriums verhindere ein Visier nicht, dass der Träger Aerosole verbreite.

16 Uhr: Ein Todesfall und fünf neue Corona-Infektionen in Paderborn

Traurige Nachrichten aus dem Paderborner Kreishaus: Es gibt ein weiteres Todesopfer und fünf neue Corona-Infizierte. Insgesamt gibt es nun 610 bestätigte Corona-Infektionsfälle im Kreis Paderborn sowie 31 Tote.

15.34 Uhr: Polizisten in Quarantäne

Eine Dienstgruppe der Bielefelder Polizei ist in Quarantäne, nachdem mehrere Polizisten Körperkontakt mit einem Randalierer hatten. Der möglicherweise psychisch kranke und drogensüchtige Mann soll behauptet haben, er sei mit Corona infiziert.

14.37 Uhr: Corona-Pandemie zwingt zum Abschied

Ein Virus hält die Welt in Atem. Das hat auch Celine Paulsen aus Schlangen auf besondere Weise erfahren. Sieben Monate verbrachte die 19-Jährige für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Südafrika. Als die Corona-Pandemie das Land traf, musste sie diesen Hilfsdienst vorzeitig beenden und schnell einen Flieger zurück in die Heimat finden. „Es war dennoch eine tolle Zeit“, sagt die Schülerin, „und ich will auf jeden Fall noch mal zurückkehren.“

14 Uhr: Trump drängt auf rasche Schulöffnung

Ungeachtet eindringlicher Warnungen ranghoher Gesundheitsbeamter will US-Präsident Trump die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten vorantreiben.

Das neue Schuljahr solle wie geplant im Herbst beginnen, zumal das Coronavirus «sehr wenig Auswirkungen» auf jüngere Menschen habe, sagte Trump im Weißen Haus. Die Entscheidung zur Lockerung der Corona-Auflagen liege bei den Gouverneuren der 50 Bundesstaaten, Schulen seien dabei aber wichtig. «Ein Staat ist nicht offen, wenn die Schulen nicht geöffnet sind.»

13.31 Uhr: Krankschreibungen per Telefon noch bis Ende Mai

Arbeitnehmer können sich noch bis Ende Mai auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen.

Ab 1. Juni soll dann aber wieder ein Praxisbesuch dafür nötig sein, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag einstimmig beschloss.

13.20 Uhr: Fünf Millionen Masken im Anflug

Fünf Millionen Schutzmasken sollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 3 Uhr auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt landen. Sie wurden von der Paderborner Firma Casada geordert und in China produziert.

13.08 Uhr: Covid-19 könnte bei Kindern neuartige Entzündung auslösen

Weltweit gibt es Berichte über schwere Entzündungen bei Kindern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nun beleuchtet eine  Studie aus Bergamo , dem Zentrum der Pandemie in Italien, die charakteristischen Merkmale der seltenen Entzündungskrankheit, die dem sogenannten Kawasaki-Syndrom ähnelt.

12.35 Uhr: DFL-Treffen: Abbruch, neutrale Spielorte, Auswechslungen

Zwei Tage vor dem Neustart der Fußball-Bundesliga schließen sich die 36 Clubs der 1. und 2. Liga bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung noch einmal kurz. Vor allem die Folgen bei einem möglichen Saisonabbruch beschäftigt die Vereine.

Es gibt einiges zu besprechen. Einigkeit herrscht im Vorfeld nicht in allen Punkten. Vor allem die Abstiegsfrage im Falle eines vorzeitigen Saisonabbruchs spaltet die Liga. Ein Überblick über die Schwerpunkte der Mitgliederversammlung.

11.55 Uhr: Stamp: Eingeschränkter Regelbetrieb schon vor September möglich

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) geht davon aus, dass es schon vor September zumindest einen eingeschränkten Kita-Betrieb für alle Kinder geben wird. Es werde gelingen, das früher anzubieten als bislang geplant, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Düsseldorfer Landtags.Über Daten und Umfang der möglichen Betreuung sei er derzeit aber noch in Abstimmung mit den Akteuren. SPD und Grüne forderten Stamp auf, ein klares Konzept mit verbindlichen Daten vorzulegen und die Kita-Elternbeiträge nicht nur Monat für Monat, sondern längerfristig auszusetzen. Ein normales Kita-Jahr werde es ohnehin nicht mehr geben, sagte die Grünen-Abgeordnete Josefine Paul.Der SPD-Abgeordnete Dennis Maelzer warf dem Minister vor, anders als angekündigt, habe er tatsächlich für die Mehrheit der Kinder keinen Plan. Lediglich zwei Kita-Tage bis zu den Sommerferien anzubieten, sei pädagogisch nicht sinnvoll.

11.32 Uhr: Sanofi will Corona-Impfstoff allen zur Verfügung stellen

Der französische Pharmagigant Sanofi hat versichert, einen künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 allen anzubieten.

Es sei klar, dass der Impfstoff für alle zugänglich sein werde, betonte der Frankreich-Chef von Sanofi, Olivier Bogillot, am Donnerstag im Fernsehsender BFMTV. Dass die USA nach einer Entwicklung eines Impfstoffes Vorrang bei der Lieferung bekommen könnten, bestätigte er nicht. Zuvor hatten Aussagen des Sanofi-Generaldirektors Paul Hudson für Aufsehen gesorgt.

10.41 Uhr: Paderborn: 700 Corona-Tests pro Tag

Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen ist gestiegen: Fünf neue Fälle sind im Kreis Paderborn am Mittwoch hinzu gekommen. Sie stehen nach Angaben des Kreises im Zusammenhang mit der Corona-Infektion einer Mitarbeiterin eines Altenbekener Seniorenheims. Aktuell gibt es somit 605 bestätigte Fälle, 67 Menschen sind aktuell betroffen. Doch wie viele Personen werden überhaupt auf Corona getestet? Der Kreis schätzt, dass es pro Tag 700 Menschen sind.

10.15 Uhr: Leser fragen, Experten antworten

Immer neue Fragen um die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Kurzarbeit, gemeinsames Grillen, Wandern dem Hermannsweg – d arum geht es in der siebten Folge von “Leser fragen, Experten antworten”.

9.23 Uhr: Fall Baumheide: Eine Corona-Panne? 

Wurde ein 17-Jähriger in Bielefeld in der Nacht zum 1. Mai zum  Opfer einer tödlichen Messerattacke, weil Corona-Vorschriften im Amtsgericht falsch ausgelegt wurden? Als tragisches Ende einer fatalen Kettenreaktion, weil  der mutmaßliche 18-jährige Täter aus der Untersuchungshaft entlassen wurde?

In diesen Zusammenhang stellten am Mittwoch SPD und Grüne im Rechtsausschuss des Landtags den tragischen Fall. Es stehe in Frage, ob die zuständige Jugendrichterin den wegen schweren Raubes angeklagten Jugendlichen möglicherweise zu früh aus der Haft entlassen hat, weil sie den vorgesehenen Gerichtssaal unter Corona-Bedingungen nicht für geeignet gehalten und deshalb den am 3. April geplanten Prozess vertagt habe.

9.02 Uhr Neue Daten zur Lage am US-Arbeitsmarkt

ei der dramatischen Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist wegen der anhaltenden Corona-Krise noch keine Besserung in Sicht. Seit März haben in den USA bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.

8.30 Uhr: Weniger Stromverbrauch durch Corona

Die deutschen Energiekonzerne sind bislang weitgehend unbeschadet durch die Corona-Pandemie gekommen. Das gilt sowohl für ihre Geschäftsentwicklung als auch für den Betrieb ihrer Kraftwerke und Leitungsnetze.

Da die Stromversorgung zur kritischen Infrastruktur gehört, waren sie gut auf die Krise vorbereitet, wie die Bundesnetzagentur bestätigt hat.

7.42 Uhr: Freibäder dürfen öffnen – aber wie?

Vom 20. Mai an dürfen in NRW die Freibäder öffnen. Welche Corona-Vorgaben dabei beachtet werden müssen, scheint aber völlig unklar. Laut der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DgfdB) wird die Landesregierung keine weiteren Regelungen formulieren.

7.13 Uhr: Die Folgen der Pandemie: Steuerschätzer legen Prognose vor

Bund, Länder und Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Steuergeld auskommen. Wie schlimm es wird, sagen heute die Steuerschätzer voraus. Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt die Ergebnisse am Nachmittag in Berlin vor.

6.25 Uhr: Jeder dritte wechselte in Corona-Krise ins Homeoffice

Jeder dritte Beschäftigte ist laut einer Umfrage in der Corona-Krise ins Homeoffice gewechselt. 35 Prozent gaben in der ersten Aprilhälfte an, teilweise oder vollständig von zu Hause aus zu arbeiten, wie das Deutsche Institut der Wirtschaftsforschung auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels ermittelte.

6.03 Uhr: Hygiene für Händeaus stylischer Stele

Club-Geschäftsführer Nico Thebille und Daniel Wortmeier von der Niroblech Gmbh & Co. KG entwickeln eine Desinfektionssäule. Hygiene wird ihrer Ansicht nach zum Standard während und nach der Corona-Pandemie.

5.45 Uhr: Unionspolitiker fordern weitere Lockerungen an Grenzen

Die angekündigten Lockerungen an den Grenzen in der Corona-Krise gehen einigen Politikern der Union nicht weit genug. Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) forderte rasche weitere Schritte hin zu einer Normalisierung des Grenzverkehrs.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans verlangte ebenfalls mehr Tempo. Dagegen mahnte Bayerns Regierungschef Markus Söder zur Besonnenheit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) warnte, bei einem starken Anstieg der Infektionszahlen könnten Lockerungen von Grenzkontrollen auch wieder rückgängig gemacht werden.

Mittwoch, 13. Mai

20.46 Uhr: Mehr als 7700 Corona-Tote in Deutschland

Bundesweit sind bis Mittwochabend über 172.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 171.100 Infektionen). Mindestens 7711 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7616). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

18.37 Uhr: Russland weltweit bei Corona auf Rang zwei nach den USA

So stark wie in keinem anderem Land steigen in Russland die Corona-Infektionen. Das flächenmäßig größte Land der Erde mit seinen rund 144 Millionen Einwohnern liegt inzwischen auf Platz zwei weltweit hinter den USA. Mehr als 10.000 neue Fälle kommen täglich hinzu. Und auch viele Russen fragen sich, wie die Zahlen trotz viel strengerer Maßnahmen als etwa in Deutschland so massiv steigen können.

16.38 Uhr: Tui streicht Stellen und hofft auf Sommerurlauber

Der Reisekonzern Tui will Urlauber nach einem verlustreichen Winter so bald wie möglich wieder ans Mittelmeer bringen. Die Corona-Krise hat das Unternehmen vor der wichtigen Sommersaison schwer getroffen: Derzeit verliert Tui jeden Monat eine dreistellige Millionensumme. Tausende Jobs sollen wegen des steigenden Spardrucks gestrichen werden.

15.59 Uhr: Bislang kein positiver Test bei Tönnies

Bei Deutschlands größtem Schlachthof Tönnies hat es am Mittwoch keine positiven Corona-Tests gegeben. Rund 800 Tests wurden im ersten Durchgang durchgeführt.

14.52 Uhr: Corona-Resolution: Berlin startet Rettungsversuch bei UN

Angesichts eines drohenden diplomatischen Debakels im zerstrittenen UN-Sicherheitsrat startet Deutschland den möglicherweise letzten Versuch zur Rettung einer Corona-Resolution. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr, machte Deutschland dem mächtigsten UN-Gremium am Dienstag zusammen mit Estland einen weiteren Kompromissvorschlag, der einen Weg aus der gegenwärtigen Blockade ebnen soll. Estland hat im Mai den Vorsitz im Rat inne.

13.58 Uhr: Prognose: Bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote in den USA

Die US-Wirtschaft ist von der Pandemie schwer getroffen. Präsident Donald Trump hat es eilig, Restriktionen schnell wieder zu lockern. Nun prognostizieren Forscher eine höhere Opferzahl. Die Steigerung liege unter anderem an den vielen Lockerungen.

13.01 Uhr: Niedersachsen testet alle Schlachthof-Mitarbeiter auf Coronavirus

Niedersachsen will sämtliche Schlachthof-Mitarbeiter nach Infektionen in Fleischbetrieben anderer Bundesländer auf das Coronavirus testen. Dabei gehe es um 23 700 Beschäftige in 183 fleischverarbeitenden Betrieben, kündigte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch im Landtag in Hannover an. Getestet werden zunächst alle Mitarbeiter, die Symptome zeigen, und dann alle, die als Werkvertragsarbeiter möglicherweise mit von dem Coronavirus betroffenen Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein in Kontakt waren. Anschließend sollten sämtliche anderen Beschäftigten getestet werden. 

12.41 Uhr: Tests bei Westfleisch-Mitarbeitern in Lübbecke negativ

Die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke hat die aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten veröffentlicht. Auch die Tests der Mitarbeitenden der Firma Westfleisch am Standort Lübbecke sind ausgewertet worden.

12.08 Uhr: Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen brechen ein

Die Bahn nehmen oder doch lieber das Auto? Für viele Menschen ist die Entscheidung aus Angst vor dem Coronavirus klar. Mit der Pandemie geht die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen zurück - die Erholung dürfte lange dauern.

12.02. Uhr: Vorerst kein GOP-Varieté bis Juli in Bad Oeynhausen

Mit Euphorie ist Christoph Meyer, Direktor des GOP-Varietés im Kaiserpalais Bad Oeynhausen, in das vergangene Wochenende gestartet, bis diese am Samstag in große Ernüchterung umschlug. Bis zum Juli wird es vorerst keine Varieté-Show im Kaiserpalais geben.

11.39 Uhr: Bundespolizei öffnet fünf Grenzübergänge zu Österreich

Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet. „An zwei weiteren Kontrollstellen haben wir die Öffnungszeiten verlängert beziehungsweise bedarfsgerecht angepasst“, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel. Elf Grenzübergänge seien zudem ab sofort für Land- und Forstwirte wieder passierbar.Unabhängig davon sollen die Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an generell vorsichtig gelockert werden.

11.17 Uhr: Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

10.53 Uhr: DFL mit Abbruch-Szenario

Die Deutsche Fußball Liga hat einem Medienbericht zufolge ein Notfallszenario für den Fall eines Saisonabbruchs entworfen. Sollte die Spielzeit aus rechtlichen Gründen nicht zu Ende gebracht werden können, solle die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden, berichtete die «Bild»-Zeitung. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

10.42 Uhr: Corona-Warn-App: Konzept auf Github veröffentlicht

Heute Morgen veröffentlichten Europas größter Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom auf der Plattform Github ein erstes Konzept. Github ist die weltweit größte Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software. Aus den Dateien auf Github geht hervor, dass die beiden von der Bundesregierung beauftragten Firmen auf das Know-how und den Programm-Code von drei vorhandenen Projekten aufsetzen.

10.03 Uhr: Corona-Test oder Quarantäne - Island will Reisenden die Wahl lassen

Island-Touristen sollen bei der Einreise bald die Wahl zwischen einem Corona-Test und einer zweiwöchigen Quarantäne haben. Spätestens ab dem 15. Juni wolle man die Beschränkungen für internationale Reisende lockern, teilte die isländische Regierung am Dienstagabend mit.Demnach will sie Touristen bei Ankunft auf der Nordatlantik-Insel aller Voraussicht nach entscheiden lassen, ob sie lieber für 14 Tage in Quarantäne gehen oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen wollten.Auch auf andere Weise - etwa mit der Vorlage von Gesundheitsunterlagen - könnten sie nachweisen, coronafrei zu sein. Genaue Details solle eine Arbeitsgruppe der Regierung ausarbeiten, eine Entscheidung dazu komme Ende Mai. Geplant sei zudem, dass Touristen eine sogenannte Tracing-App herunterladen und gebrauchen müssten, die bereits von 40 Prozent aller Isländer genutzt werde, erklärte die Regierung. Mit solch einer Corona-Warn-App können Infektionsketten besser verfolgt werden.

9.31 Uhr: Commerzbank mit Verlust zum Jahresauftakt

Die Verwerfungen der Corona-Pandemie haben die Commerzbank zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gedrückt. Trotz guter Geschäfte vor allem mit Privat- und Unternehmerkunden stand zum Ende des ersten Quartals unter dem Strich ein Minus von 295 Millionen Euro in den Büchern, wie der Frankfurter MDax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Geldhaus 122 Millionen Euro Überschuss ausgewiesen.

8.34 Uhr: Bei Tui fallen 8000 Jobs weg

Tui steht nach starken Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere Tausend Jobs abbauen. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Krise müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover.

8.17 Uhr: Österreich will Grenze zu Deutschland wieder öffnen

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien am Mittwoch der APA. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte gestern mit Merkel telefoniert. Die Bundesregierung will bei ihrer Sitzung heute über weitere Schritte beraten.

7.45 Uhr: Beethovenjubiläum wird wegen Corona-Unterbrechung verlängert

Wegen der Unterbrechung durch die Coronavirus-Pandemie konnte erst ein kleiner Teil des Festprogramms zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven stattfinden. Wichtige Projekte, wie ein Musikfrachter, der von Bonn nach Wien schippern sollte, mussten abgesagt werden. Um möglichst viele der rund 300 Vorhaben - darunter Konzerte, Tanz, neue Kompositionen - zu retten, dauert das Jubiläum länger: Es wird in das Jahr 2021 hinein verlängert und endet nicht wie geplant nach einem Jahr am 17. Dezember 2020. Das Datum ist der 250. Tauftag des in Bonn geborenen Komponisten (1770-1827). Nicht ausgegebene Gelder können später verwendet werden.

7.08 Uhr: Sommerurlaub ade? EU-Kommission präsentiert Vorschläge

Seit rund zwei Monaten ist das Reisen in der EU nur noch sehr begrenzt möglich. Nun sollten die Reise-Einschränkungen ganz vorsichtig gelockert werden, empfiehlt die EU-Kommission. Heute präsentiert sie ihre Vorschläge.

6.38 Uhr: Wuhan will angeblich Millionen Einwohner testen

Die zentralchinesische Stadt Wuhan will chinesischen Medienberichten zufolge sämtliche seiner elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichteten mehrere chinesische Medien am Dienstag.

Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen feststellt wurden. Wie das Wirtschaftsmagazin «Caixin» berichtete, sollen die Menschen in Wuhan innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

Bis Ende April hatte Wuhan, wo das Virus möglicherweise schon im November ausgebrochen war, laut dem Bericht rund eine Millionen Menschen getestet. Die chinesische Website «The Paper» berichtete, dass die Bezirke der Stadt einen Plan ausarbeiten sollen, wie der Massentest durchgeführt werden kann.

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Krankenhäusern Ende Januar und im Februar völlig überfordert waren. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50 000 allein in der Metropole. Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3300 aufgeführten Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 mehr als 2500 in Wuhan zu beklagen. Es wurde aber davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der offiziellen Statistik mitgezählt wurden.

6.02 Uhr: Bundesliga-Schiedsrichter: «Nicht für das Einhalten der Hygiene-Regeln verantwortlich»

Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen. «Ich muss das Spiel leiten und bin nicht für das Einhalten der Hygiene-Regeln auf dem Platz verantwortlich», sagte der 42-Jährige der «Sport Bild». Sollte ein Profi nach dem Re-Start der Saison ausspucken, «würde ich den Spieler wahrscheinlich darauf hinweisen, aber das ist keine disziplinarische Geschichte für den Schiedsrichter», erklärte Fritz. «Das gilt auch für das Umarmen beim Torjubel.» Laut Konzept der Deutschen Fußball-Liga ist das Abklatschen nach einem Tor oder einer Auswechslung verboten.

6.00 Uhr: Weltwirtschaftsforum warnt: Corona kann Energiewende ausbremsen

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) sieht in der Corona-Pandemie eine ernste Gefahr für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Der «beispiellose Rückgang der Nachfrage», die Preisschwankungen und der Druck, Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft schnell abzufedern, «stellen die kurzfristigen Ziele der Wende in Frage», teilte die Stiftung zur Veröffentlichung ihres neuen Energiewende-Index' mit. Die Krise könnte zugleich aber auch eine Chance sein - wenn die Konjunkturpakete der Regierungen langfristige Strategien umsetzten.

«Die Coronavirus-Pandemie bietet eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen, um eine Erholung zu unterstützen, die den Energiewandel beschleunigt, sobald die akute Krise abklingt», teilte WEF-Energieexpertin Roberto Bocca mit. Dieser «umfangreiche Neustart» ermögliche Strategien, die letztlich das Wachstum der Weltwirtschaft auf nachhaltige und gerechte Weise unterstützten.

5.46 Uhr: Mallorcas Natur blüht ohne Menschenmassen auf

Neben den vielen dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie hinterlässt die Krise zumindest in der Natur positive Spuren - so auch auf Mallorca. Wo sich sonst im Mai schon Urlauber an den Stränden tummeln und zahlreiche Autos quer über die Insel kurven, herrscht seit Wochen gähnende Leere. Das hat erfreuliche Auswirkungen unter anderem auf das Meer und die Luftqualität. So ist das Wasser rund um die Balearen vielerorts so kristallklar wie selten zuvor.

«Das Meer ist derzeit spektakulär transparent», sagte auch der wissenschaftliche Leiter der Meeressäugerstiftung Tursiops, Txema Brotons, nach einer einwöchigen Segel-Expedition in der Region. «Durch das Ausbleiben der Touristen gelangen viel weniger organische Substanzen ins Meer, sei es durch Abwässer oder direkt durch Essenreste und ungeklärte Fäkalien von den Jachten.»

Auch die Luftverschmutzung war bereits in den ersten zwei Wochen der Mitte März verhängten Ausgehsperre und des damit verbundenen Verkehrsrückgangs im Vergleich zu den Vorwochen um 60 Prozent zurückgegangen. Die Touristenflaute hat zudem zu einer spürbaren Reduzierung des Abfall-Aufkommens geführt. In den ersten beiden Aprilwochen ging die Menge des auf Mallorca generierten Restmülls um 39 Prozent zurück. Das sind rund 8600 Tonnen.

5.00 Uhr: Polizisten nach Masken-Streit verletzt - Verdacht auf Falle

Zwei Männer wollen im Supermarkt keinen Mund-Nase-Schutz nutzen, die Polizei wird gerufen - und die Sache eskaliert: Zwei Polizisten werden schwer verletzt. Ermittler gehen nach dpa-Informationen dem Verdacht nach, dass die Beamten in eine Falle gelockt wurden. Demnach besteht die Vermutung, dass die beiden Verdächtigen die Situation absichtlich provozierten. Einer der beiden hatte den Ablauf mit einer an seinem Körper befestigten Kamera gefilmt und offenbar eine Teilsequenz ins Internet gestellt. Wie die dpa erfuhr, prüfen die Ermittler auch, ob einer der beiden Beschuldigten Bezüge zur Reichsbürgerszene hat.

Am Samstagnachmittag waren die Beamten zu dem Supermarkt in Troisdorf gerufen worden. In dem Internetvideo ist zu sehen, wie der Verdächtige mit der Kamera mit der Polizei in mehreren Sprachen diskutiert, weil er seinen Ausweis nicht zeigen will. Der zweite Mann - inzwischen mit einem Tuch vor dem Mund - gibt sich als Übersetzer aus und mischt sich ein. Letztlich eskaliert die Situation und der «Übersetzer», bereits zu Boden gebracht, schlägt einem der Beamten ins Gesicht.

Dienstag, 12. Mai

20.58 Uhr: Wie ein Virus die Welt verändert

Wo breitet sich das Coronavirus gerade am rasantesten aus? Wo sind die Gegenmaßnahmen am härtesten und die Folgen am dramatischsten? Aber auch: Wo gibt es Hoffnung? Diesen Fragen sind Korrespondenten der dpa in aller Welt nachgegangen - von Nunavut bis Moskau.

20.50 Uhr: Mehr als 171.100 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 7600 Tote

Bundesweit sind bis Dienstagabend über 171.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 170.400 Infektionen). Mindestens 7616 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7509). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nachdem die Reproduktionszahl in den vergangenen Tagen leicht über dem kritischen Wert von 1 lag, sank die Zahl nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagabend auf nun 0,94. Das bedeutet, dass zehn Infizierte neun bis zehn weitere Personen anstecken. Das RKI hat immer wieder betont, um die Pandemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl langfristig unter 1 liegen. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

20.39 Uhr: Corona-Krise schlägt auch auf Renten durch

Jahrelang lief es bestens mit der Wirtschaft, mit der Arbeit und damit auch mit den Sozialversicherungen. Die Corona-Pandemie bringt alle drei Ebenen unter Druck - und damit auch die Renten.

20.08 Uhr: Merkel macht Hoffnung auf schrittweise Grenzöffnungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Krise Hoffnung auf eine schrittweise Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern gemacht. Veränderungen bei den Grenzkontrollen müssten immer in Kooperation mit den Nachbarn gemacht werden, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dabei werde es häufig einen zweistufigen Prozess geben.

18.52 Uhr: Studie: SCP akut gefährdet

Laut einer Studie der Handelshochschule Leipzig zu den Finanzen der 36 Fußball-Bundesligisten sind drei Erst- und drei Zweitligisten aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Zu den drei Vereinen aus der Bundesliga gehört demnach auch der SC Paderborn.

18.29 Uhr: Fauci: Zahl der Corona-Toten in USA wohl höher als bekannt

Der Immunologe und US-Regierungsberater Anthony Fauci hält es für möglich, dass die Corona-Pandemie in den USA mehr Menschenleben gefordert hat als bislang bekannt.
Laut einer Aufstellung der Johns Hopkins Universität gibt es USA-weit inzwischen mehr als 1,3 Millionen bestätigte Corona-Infektionen und mehr als 80.000 Todesfälle. Fauci sagte am Dienstag bei einer Anhörung per Video im US-Senat, die tatsächliche Todeszahl sei vermutlich noch höher. So könne es Menschen gegeben haben, die zu Hause an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben seien, ohne dass dies in einer offiziellen Statistik gelandet sei.

18.04 Uhr: 3. Liga bleibt gespalten - Mannheim beantragt Abstimmung

Kein Go der Politik, Kritik an neutralen Spielorten, Vorwürfe an den DFB und ein neuer Abstimmungsantrag: Die 3. Liga bleibt auch nach dem Signal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 26. Mai tief gespalten.
«Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will», sagte Geschäftsführer Markus Kompp von Waldhof Mannheim.
Angesichts des neuen Rahmenterminplans, der vorsieht, elf Spieltage mit fünf englischen Wochen zu absolvieren, schlägt die SG Sonnenhof Großaspach Alarm. Einige Clubs seien bereits seit Wochen im kontaktlosen Training, die Entscheidungen der Behörden regional unterschiedlich. Das zeige, «dass ein fairer Wettbewerb schon jetzt nicht mehr möglich ist», heißt es auf der Homepage des Clubs.

17.33 Uhr: Klöckner ermahnt Fleischbranche

Nach der Häufung von Corona-Fällen in Fleischfabriken spricht Landwirtschaftsministerin Klöckner von «schwarzen Schafen». Kritiker sehen hingegen ein Problem im System. Währenddessen steigen die Fallzahlen in den Betrieben - die gehen unterschiedlich damit um.

16.53 Uhr: Corona-Fall im Kreml: Putins Sprecher infiziert

Kaum gibt es in Russland nach den strengen Ausgangsbeschränkungen erste Lockerungen, gibt es wieder einen prominenten Corona-Fall. Diesmal im engsten Umfeld von Kremlchef Wladimir Putin. Mehr dazu lesen Sie hier.

16.40 Uhr: Desinfektionsmittelspender aus Krankenhaus gestohlen

Desinfektionsmittelspender und Seifenspender haben am Freitag auf der Liste zweier Männer gestanden. Kaufen wollten sie diese jedoch nicht. Stattdessen stahlen sie die Spender in einem Krankenhaus und Arztpraxen in Paderborn.

16.33 Uhr: Ärzte erwarten mehr Hautschäden wegen häufigen Händewaschens

Das häufige Händewaschen in der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Hautärzten dazu führen, dass mehr Menschen juckende Hand-Ekzeme entwickeln. «Seife greift die Hautbarriere an», sagte der Dermatologe Christoph Skudlik der Deutschen Presse-Agentur. Der 52-Jährige ist Chefarzt des Instituts iDerm mit Sitz an der Universität Osnabrück und dem BG Klinikum Hamburg.

15.50 Uhr: 69 weitere Genesene in OWL, 18 neu Infizierte

In Ostwestfalen-Lippe sind die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Menschen nur leicht gestiegen. Einen weiteren Todesfall in Verbindung mit dem Virus hat es im Kreis Minden-Lübbecke gegeben. Hier die Übersicht:

  • Kreis Höxter: 324 bestätigte Fälle (+2), 15 Todesfälle (+0), 251 Genesene (+3)
  • Kreis Paderborn: 600 bestätigte Fälle (+3), 30 Todesfälle (+0), 496 Genesene (+12)
  • Kreis Lippe: 737 bestätigte Fälle (+0), 29 Todesfälle (+0), 627 Genesene (+25)
  • Kreis Gütersloh: 600 bestätigte Fälle (+0), 19 Todesfälle (+0), 561 Genesene (+4)
  • Stadt Bielefeld: 399 bestätigte Fälle (+12), 3 Todesfälle (+0), 362 Genesene (+18)
  • Kreis Herford: 328 bestätigte Fälle (+0), 7 Todesfälle (+0), 295 Genesene (+0)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 452 bestätigte Fälle (+1), 8 Todesfälle (+1), 394 Genesene (+7)
  • OWL gesamt:  3440 (+18) bestätigte Fälle, 111 (+1) Todesfälle, 2986 (+69) Genesene

15.02 Uhr: Deutsche Post stellt trotz Corona 4000 neue Mitarbeiter ein

Was die Pandemie angeht, kämpft die Post an zwei sehr unterschiedlichen Fronten: Einerseits ist sie durch eingebrochene Lieferketten und die Rezession in ihrem Fracht- und Logistikgeschäft erheblich betroffen. Andererseits muss sie einen vorweihnachtlich anmutenden Paketboom stemmen, und man feiert DHL-Paketboten als Helden des Alltags - oder um es mit den selbstbewussten Worten von Post-Chef Frank Appel zu sagen: «Wir halten die Weltwirtschaft am Laufen.» Mehr dazu lesen Sie hier. 

14.33 Uhr: 260 Westfleisch-Arbeiter in Coesfeld positiv auf Corona getestet

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik in Coesfeld ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Arbeiter auf 260 gestiegen. Mit Stand Dienstmittag waren 1012 der rund 1200 Beschäftigen der Firma Westfleisch getestet worden, 571 mit einem negativen Ergebnis, wie der Kreis Coesfeld am Mittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am Montag hatte der Kreis 254 Infizierte gemeldet.

14.26 Uhr: RKI: Reproduktionszahl könnte weiter um 1 herum schwanken

Das Robert Koch-Institut (RKI) bewertet den Wiederanstieg der sogenannten Reproduktionszahl über die Schwelle von 1 zurückhaltend.

Sie könne auch künftig um 1 herum schwanken, der Verlauf müsse beobachtet werden, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Ursache sei, dass sich die Zahl täglicher Neuinfektionen kaum mehr verringere und sich einem Plateau nähere. Es sei daher umso wichtiger, die Hygieneregeln weiter einzuhalten. «Das Virus ist nicht weg», betonte Schaade. Die Gefährdung sei aber deutlich geringer als noch vor vier Wochen.

14.16 Uhr: 80 Corona-Neuinfizierte in Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg

In einem Schlachthof in Birkenfeld bei Pforzheim sind weitere mehr als 80 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, auf rund 400, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes im baden-württembergischen Enzkreis am Dienstag. Das ist mehr als ein Drittel der Belegschaft von etwa 1100 Mitarbeitern. Die Ergebnisse hatte die Behörde am Montagabend veröffentlicht. Mehrere Medien berichteten darüber.Fast 150 Mitarbeiter seien inzwischen genesen. Das bedeutet, dass sie zwar wieder zur Arbeit dürfen. Sie unterliegen aber weiter der Betriebsquarantäne und dürfen sich nur zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bewegen, wie die Sprecherin weiter erklärte.Die Firma erklärte in einer Pressemitteilung vom Vorabend, einen „Pandemieplan 2.0“ erarbeiten zu wollen. „Die Gesundheit der Menschen, die bei uns arbeiten, liegt uns am Herzen“, wurde Martin Müller, Geschäftsführer von Müller Fleisch, darin zitiert.Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnisse lebten, sind vom Landratsamt seit einiger Zeit in Ausweichunterkünften untergebracht. Laut Sprecherin war eine Schließung des Unternehmens - auch in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt - geprüft, aber verworfen worden. Dafür gebe es keine rechtliche Handhabe, solange die Firma sich an die Auflagen halte.

13.53 Uhr: Versammlungen ohne Teilnehmerbegrenzung in Thüringen erlaubt

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt bekannt gab.

13.31 Uhr: NRW-Gesundheitsämter können Corona-Kontakte nachverfolgen

Die Gesundheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen haben aus Sicht des Ministeriums ausreichend Personal, um Kontakte von Coronainfizierten nachzuverfolgen. Mit landesweit insgesamt 3385 Kräften (Stand 27. April), ein Großteil davon aus den Gesundheitsämtern, sei die Kontaktnachverfolgung grundsätzlich sichergestellt, heißt es in einem Bericht des Gesundheitsministeriums für eine Sitzung des Landtags-Gesundheitsausschusses am Mittwoch. Mehr als 600 Mitarbeiter seien inzwischen für diese Tätigkeiten von außen angeworben worden.

Die Gesundheitsbehörden bereiteten sich aber auch darauf vor, Personal zügig aufzustocken, sollten die Infektionszahlen steigen. Aktuell haben demnach 41 von 52 Gesundheitsbehörden dem Robert-Koch-Institut gemeldet, selbst über ausreichend Personal zu verfügen. Die Experten haben ein Team von fünf Personen pro 20.000 Einwohnern vorgeschlagen. Aus 12 Kommunen und Kreisen wurde dafür Unterstützungsbedarf gemeldet. Dort werde das Land Personal aus den eigenen Reihen der Landesverwaltung abordnen oder ergänzend zeitweise die Bundeswehr einsetzen.

Der Bericht gibt auch Auskunft über die Mengen an Schutzausrüstung, die das Land über die Bezirksregierungen an die Kommunen und Kreise verteilt hat. Demnach wurden unter anderem knapp 1,5 Millionen Atemschutzmasken verschiedener Schutzstandards, fast 19 Millionen OP-Masken sowie 175.000 Liter Desinfektionsmittel ausgegeben.Keine umfassenden Daten liegen zur Gesamtzahl der Corona-Tests vor, die bislang durchgeführt worden sind: Landesweit wurden seit Beginn der Epidemie fast 490.000 Tests von Ärzten bei den Krankenkassen abgerechnet. Hinzukommen jedoch die nicht landesweit erfassten Tests der Gesundheitsämter und in den Krankenhäusern.

12.55 Uhr: Steinmeier würdigt Arbeit von Pflegenden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Arbeit von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegerinnen in der Corona-Krise als «gelebte Solidarität» gewürdigt.

Dabei bezog er ausdrücklich diejenigen mit ein, die schwer kranke Angehörige zuhause pflegen. «Sie gehen dabei oft bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus», sagte Steinmeier in einer Videobotschaft vom Dienstag.

12.03 Uhr: Mobiel-Busse in Bielefeld erhalten Trennscheibe

Ab sofort erhalten alle 125 Mobiel-Busse eine Trennscheibe im Fahrerbereich. Die ersten umgebauten Busse sind schon im Einsatz. In ihnen kann ab sofort wieder die vordere Tür zum Einsteigen genutzt werden, auch der Ticketkauf ist wieder möglich. 

11.50 Uhr: Corona-Krise führt zu weniger Verkehrsunfällen

Homeoffice und Kontaktverbote haben dazu geführt, dass Menschen ihr Zuhause in den vergangenen Wochen weniger verlassen haben.

Das hat sich auch im Straßenverkehr niedergeschlagen: Während der Einschränkungen in der Corona-Pandemie sind auf Deutschlands Straßen weniger Unfälle passiert, wie aus Zahlen von Autoversicherern, Luftrettern und Polizei hervorgeht.

10.44 Uhr: mehr als 170.400 Nachweise und 7500 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag über 170.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 169 800 Infektionen). Mindestens 7510 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 7444). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag bei 1,07. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas mehr als eine weitere Person ansteckt

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 147.200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

9.55 Uhr: Stadtsprecher zur Dynamo-Quarantäne: 20 Millionen Virologen

Dresdens Stadtsprecher Kai Schulz findet die Diskussion im Zusammenhang der Quarantänemaßnahmen um Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden nach den zwei positiven Coronavirus-Fällen unangemessen.

«Anstatt 20 Millionen Bundestrainern haben wir jetzt anscheinend 20 Millionen Virologen...», postete Schulz bei Facebook und lässt aus seiner Sicht Fakten für das Vorgehen rund um den Fußball-Club sprechen. «Die lokalen Gesundheitsämter sind gehalten nach den Grundsätzen des RKI zu entscheiden. Es gibt keine Vereinbarung zwischen der DFL und staatlichen Stellen, die eine Abweichung von diesem Grundsatz zuließe», meinte er.

8.40 Uhr: Ryanair plant ab 1. Juli fast 1000 Flüge täglich

Europas größter Billigflieger Ryanair will seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder deutlich hochfahren. Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Voraussetzung sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz eingeführt würden. Täglich würde Ryanair nach eigenen Angaben dann fast 1000 Flüge anbieten und damit 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte.

Seit Ende März hat Ryanair den Großteil seines Flugbetriebs eingestellt und bietet derzeit täglich nur rund 30 Flüge zwischen Irland, Großbritannien und Kontinentaleuropa an.

Um die Übertragung des Coronavirus zu verhindern, sollen die Passagiere am Flughafen und an Bord laut Ryanair Gesichtsmasken tragen. Zudem sollen sie der Airline bei Flügen im Juli und August am Check-in ihre Kontaktdaten und die Dauer ihres Aufenthalts nennen. Ryanair plädiert zudem dafür, dass die Passagiere schon beim Betreten des Flughafens auf ihre Körpertemperatur überprüft werden.

8.30 Uhr:  24 Bewohner des Seniorenzentrums Altenbeken in Quarantäne

Wegen des Coronavirus befinden sich im Seniorenzentrum Altenbeken mehr als 20 Bewohner in Quarantäne, für das ganze Haus gilt ein zweiwöchiges Besuchsverbot für Angehörige, aber auch zum Beispiel für Fußpfleger oder Physiotherapeuten. „Das ist sehr, sehr schade, aber es geht nicht anders“, sagte die Leiterin dem WESTFALEN-BLATT.

Die Kontaktbeschränkungen wurden deshalb notwendig, weil sich eine Mitarbeiterin mit dem Coronavirus angesteckt hat.

7.25 Uhr: Ansturm auf Fahrradläden

Immer mehr Menschen nutzen das Rad: Die Corona-Pandemie beschert Fahrradhändlern einen ungeahnten Boom. Die Branche könnte nach einem vermiesten Saisonstart gestärkt aus der Krise hervorgehen.

7.19 Uhr: Krankenkassen fordern Staatshilfe

Wegen Zusatzausgaben und erwarteten Mindereinnahmen durch Corona-Krise die fordern die gesetzlichen Krankenkassen staatliche Unterstützung, um nicht in Finanznöte zu geraten. Nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkassen wurde darüber am Montag bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten.

Die Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer sprach von einer „offenen und konstruktiven Atmosphäre“. Man sei sich einig gewesen, dass „spätestens im Herbst mit dem Bundesfinanzminister über einen höheren Bundesanteil an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu sprechen sein“ werde, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

In einem Positionspapier, mit dem die Kassen in das Gespräch gegangen waren, ist die Rede von Steuermitteln. Ohne gesetzliche Maßnahmen steuere das Finanzierungssystem der Krankenversicherung spätestens zum Jahreswechsel auf einen existenziell bedrohlichen Liquiditätsengpass zu, heißt es darin. Es müssten zeitnah Maßnahmen ergriffen werden. Andernfalls drohten Schließungen „von Krankenkassen mit geringen Reserven“ und Beitragssteigerungen für Mitglieder und Unternehmen, „die in einer Rezession unbedingt vermieden werden sollten“.

6.41 Uhr: Wirrwarr im Profifußball um Quarantäne - keine bundesweite Regelung

Der Profifußball zittert in der Corona-Krise dem Wiederanpfiff in der 1. und 2. Bundesliga entgegen. Nach der Quarantäne für das gesamte Team von Zweitligist Dynamo Dresden steht das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) mehr in Frage denn je. Für Unsicherheit sorgt besonders der unterschiedliche Umgang mit Corona-Fällen durch die örtlichen Gesundheitsämter. Das große Manko: Es fehlt eine bundesweit einheitliche Vorgabe, welche Folgen Nachweise bei einzelnen Teammitgliedern für Mitspieler und Gegner haben.

6.25 Uhr: Abiklausuren beginnen in NRW

Für die Abiturienten in Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag die Abschlussprüfungen unter Corona-Schutzmaßnahmen. Bis zum 25. Mai werden die knapp 90.000 Schülerinnen und Schüler ihre Abiklausuren schreiben, dann folgen die mündlichen Prüfungen.

Für die Prüflinge gelten für die anstehenden Klausuren dieselben Hygiene-Standards wie für jüngere Schüler und das Lehrpersonal: Die Tische sollen in ausreichend großem Abstand zueinander stehen, Laufwege werden entsprechend markiert, auf Handhygiene soll besonders geachtet werden.

6.15 Uhr: Laschet: Lockerung der Quarantäne-Maßnahmen für Rückkehrer

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt auf eine weitere Lockerung der staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. In der «Rheinischen Post» plädierte er dafür, die Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus den europäischen Ländern zu lockern. Kritik kommt von seinem Konkurrenten um den CDU-Vorsitz.

6.10 Uhr: Maskenpflicht im Weißen Haus - aber Trump gibt Entwarnung

US-Präsident Donald Trump sieht die jüngsten Fälle von Corona-Infektionen im Weißen Haus nicht als Problem. Gleichzeitig ordnete er aber an, dass die Mitarbeiter der Regierungszentrale nun als Vorsichtsmaßnahme Gesichtsmasken tragen müssen.

Trump selbst und Vizepräsident Mike Pence sollen von der Maskenpflicht aber ausgenommen sein. Die Regierung habe die Situation «sehr gut unter Kontrolle», sagte Trump im Weißen Haus.

Montag, 11. Mai

21.04 Uhr: Studie geht von Tausenden Toten mehr in New York aus

Eine neue Untersuchung der New Yorker Gesundheitsbehörde vermutet mehr als 5000 zusätzliche Corona-Todesopfer in der Millionenmetropole. Die am Montag veröffentlichte Studie deutet auf dann insgesamt etwa 25.000 Todesopfer in der Großstadt an der US-Ostküste hin. Sie untersuchte die sogenannte Übersterblichkeit in New York City vom 11. März bis zum 2. Mai - das ist die Abweichung von der angenommenen Totenzahl während des gleichen Zeitraums in einem normalen Jahr.Für die Zeit zählte die Behörde 32.107 Tote in New York, was einer Übersterblichkeit von 24.172 entspreche. Von dieser Anzahl an Toten, die über der normal zu erwartenden Rate liegt, seien 13.831 Opfer als bestätigte und weitere 5048 schon zuvor als wahrscheinliche Covid-19-Fälle verzeichnet worden. Übrig bleibt die Zahl von 5293 Toten (22 Prozent), die nicht zugeordnet waren. Diese könnten „direkt oder indirekt auf die Pandemie zurückzuführen sein“, hieß es.

20.45 Uhr: EU-Kommission möchte Grenzkontrollen schrittweise abschaffen

Die in der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen sollten aus Sicht der EU-Kommission nach und nach gelockert werden. „Da sich die Gesundheitssituation allmählich verbessert, sollte sich die Abwägung ändern, hin zu einer uneingeschränkten Personenfreizügigkeit“, heißt es im Entwurf einer Empfehlung, die die Brüsseler Behörde am Mittwoch vorstellen will und aus dem das „Handelsblatt“ zitiert. In Deutschland war Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zuletzt wegen der andauernden Grenzkontrollen zu mehreren Nachbarländern deutlich unter Druck geraten.Das Öffnen der Grenzen zu verzögern, würde aus Sicht der EU-Kommission „nicht nur das Funktionieren des Binnenmarkts schwer belasten, sondern auch das Leben von Millionen von EU-Bürgern, denen die Vorteile der Freizügigkeit vorenthalten werden“, heißt es dem Bericht zufolge. Ein koordiniertes und behutsames Vorgehen sei wichtig. Zunächst sollten Kontrollen in Regionen gelockert werden, wo die Infektionszahlen auf beiden Seiten der Grenze vergleichbar seien.

20.10 Uhr: Reproduktionszahl laut RKI bei 1,07

Bundesweit sind bis Montagabend über 170.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 169.800 Infektionen). Mindestens 7509 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7443). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag bei 1,07 (Datenstand 11.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als eine Person ansteckt. Der Wert liegt seit dem 9. Mai über der kritischen Marke von 1. Er ist seit Sonntag ein wenig gesunken. Das RKI hat immer wieder betont, um die Pandemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl langfristig unter 1 liegen. Es wies aber darauf hin, dass noch nicht bewertet werden kann, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 145.600 Menschen die Infektion überstanden.

19.35 Uhr: Weitere Ausgangssperre in der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine weitere viertägige weitgehende Ausgangssperre für mehrere Städte angekündigt. Sie beginne am Samstag und ende am Dienstag, einem Feiertag in der Türkei, sagte Erdogan nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung am Montag. Zudem würden die Reisebeschränkungen für neun weitere Städte und Provinzen aufgehoben. Damit bleiben 15 Städte, darunter die Millionenmetropole Istanbul und die Hauptstadt Ankara, weitestgehend abgeschottet. Erdogan sagte zunächst nicht, welche Städte von der Ausgangssperre betroffen sind. In der Regel gilt die Maßnahme unter anderem in Istanbul, Ankara und Izmir. Senioren ab 65 Jahren, für die seit dem 21. März ein tägliches Ausgehverbot gilt, dürften am Sonntag aber für mehrere Stunden vor die Tür.

19.05 Uhr: Spenger eröffnen Autokino in Halle

Seit Mitte März können Nicole und Patrick Kulemann im Spenger Zentral-Theater keine Filme mehr zeigen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten sie ihr kleines Kino an der Poststraße vorübergehend schließen. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, versuchen sich Kulemanns an einem neuen Projekt: Von Freitag an bis mindestens Mitte Juni gibt es ein Autokino auf dem Parkplatz der OWL Arena in Halle. Mehr dazu hier.

18.30 Uhr: Urlaub trotz Krise: Hoffnungen und Hygienekonzepte

Ist der Sommerurlaub noch zu retten? In dieser Woche will die EU-Kommission Leitlinien für die schwer getroffene Tourismusbranche vorlegen. Schon jetzt laufen europaweit etliche Bemühungen. Mehr lesen Sie hier.

18.20 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof bereitet Mitarbeiter auf Stellenabbau vor

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bereitet ihre Mitarbeiter auf Standortschließungen und einen weiteren Stellenabbau im Zuge des Anfang April eingeleiteten Schutzschirmverfahrens vor. In einem Brief an die Mitarbeiter berichtete die Unternehmensführung am Montag, der gerichtlich bestellte Sachwalter Frank Kebekus und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz hätten klar gemacht, dass es angesichts der Corona-Krise „leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss“. Angaben zur Zahl der bedrohten Filialen oder der gefährdeten Arbeitsplätze machte das Unternehmen nicht. Zunächst hatte das „Manager Magazin“ über den Brief berichtet.In dem zweiseitigen Schreiben betonte die Konzernführung, Galeria Karstadt Kaufhof habe während der Zeit der Komplettschließungen mehr als eine halbe Milliarde Euro an Umsatz verloren. Aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung werde sich der Umsatzverlust wahrscheinlich sogar noch auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Die Kette hat drei Filialen in OWL: in Bielefeld, Gütersloh und Paderborn.

17.50 Uhr: Putin erklärt arbeitsfreie Zeit in Russland für beendet

Russlands Präsident Wladimir Putin hat trotz der dramatischen Lage in der Corona-Krise die landesweit verordnete arbeitsfreie Zeit für beendet erklärt. Einige Beschränkungen sollen aber weiter bestehen bleiben.

17.15 Uhr: DFB-Pokalfinale für 4. Juli geplant - 3. Liga startet Ende Mai

Der Deutsche Fußball-Bund plant das Finale des DFB-Pokals für den 4. Juli. Dies teilte der DFB am Montag nach einer Präsidiumssitzung mit. Die Halbfinals sollen vorbehaltlich einer Genehmigung durch die Politik demnach am 9. und 10. Juni ausgetragen werden. Der genannte Endspiel-Termin in Berlin läge allerdings nach dem Ende einiger Profiverträge, die bis zum 30. Juni gelten. Neben Titelverteidiger FC Bayern München sind noch Eintracht Frankfurt, Regionalligist 1. FC Saarbrücken sowie Bayer Leverkusen vertreten. Zuvor hatte der „Kicker“ über entsprechende Terminpläne des DFB berichtet. Die 3. Liga soll am 26. Mai fortgesetzt werden, die Frauen-Bundesliga am 29. Mai.

17.00 Uhr: Keine weiteren Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe

In Ostwestfalen-Lippe sind die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Menschen nur leicht gestiegen. Einen weiteren Todesfall in Verbindung mit dem Virus hat es nicht gegeben. Hier die Übersicht:

  • Kreis Höxter: 322 bestätigte Fälle (+5), 15 Todesfälle (+0), 248 Genesene (+0)
  • Kreis Paderborn: 597 bestätigte Fälle (+0), 30 Todesfälle (+0), 484 Genesene (+0)
  • Kreis Lippe: 737 bestätigte Fälle (+0), 29 Todesfälle (+0), 602 Genesene (+0)
  • Kreis Gütersloh: 600 bestätigte Fälle (+2), 19 Todesfälle (+0), 557 Genesene (+8)
  • Stadt Bielefeld: 387 bestätigte Fälle (+0), 3 Todesfälle (+0), 344 Genesene (+4)
  • Kreis Herford: 328 bestätigte Fälle (+1), 7 (Todesfälle (+0), 295 Genesene (+5)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 451 bestätigte Fälle (+0), 7 Todesfälle (+0), 387 Genesene (+7)
  • OWL gesamt:  3422 (+7), 110 (+0), 2917 (+24)

16.46 Uhr: Mehr als 170.300 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 7400 Tote

Bundesweit sind bis Montagnachmittag über 170.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 169.500 Infektionen). Mindestens 7484 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 7438). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag bei 1,13 (Datenstand 10.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut 11 weitere Personen anstecken. Der Wert liegt also über der kritischen Marke von 1. Das RKI hat immer wieder betont, um die Pandemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl langfristig unter 1 liegen. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 145.600 Menschen die Infektion überstanden.

16.30 Uhr: Zwei Tage für Kita-Kinder im Juni laut Minister Stamp ein „Minimum“

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat seine Aussagen zum Besuch von noch nicht betreuten Kindern in Kitas präzisiert: Die angepeilten zwei Tage im Juni seien ein „Minimum“, sagte Stamp in einem Podcast der NRW-Lokalradios. Natürlich strebe er mehr Tage an - Genaueres könne man aber heute noch nicht sagen. Stamp verwies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in diesem Zusammenhang auf den Ausfall von aktuell mehr als 20 Prozent der Fachkräfte, die zur Risikogruppe zählten - also zum Beispiel älter als 60 seien. „Wie weit der dritte Öffnungsschritt im Juni gehen kann, hängt davon ab, wie viele Fachkräfte dann tatsächlich arbeiten können und ob das Infektionsgeschehen es erlaubt, auch wieder größere Gruppen zu bilden“, so Stamp zur dpa.Auch den für September angekündigten eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder würde man gerne vor September erreichen - „so schnell es geht und verantwortbar ist“, sagte Stamp: „Ich trage die Verantwortung dafür, dass wir Familien und Kinder endlich entlasten, aber auch für die Sicherheit von Kindern und Mitarbeitern in den Einrichtungen. Um beides zu gewährleisten, bereiten wir auch die weiteren Schritte präzise vor.“Im Podcast der Lokalradios führte Stamp dazu aus, dass man - wenn es wissenschaftliche Studien ergeben - zum Beispiel wieder größere Kita-Gruppen bilden oder Personal aus Risikogruppen unter bestimmtem Schutzmaßnahmen einsetzen könnte.

16.10 Uhr: Verband fordert Corona-Bonus bei schlechtem Abiturergebnis

Schüler bundesweit stehen in diesem Jahr vor besonderen Herausforderungen. Damit Abiturienten 2020 keine zu großen Nachteile entstehen, fordert der Hochschulverband einen Noten-Bonus. Der Deutsche Hochschulverband fordert einen Noten-Bonus für den Fall, dass das diesjährige Abitur infolge der Corona-Krise schlechter ausfallen sollte als im Durchschnitt der letzten Jahre.

15.45 Uhr: Hunderte Betten für den Fall der Fälle - Covid-19-Klinik in Berlin fertig

Auf dem Berliner Messegelände ist innerhalb weniger Wochen ein Corona-Reservekrankenhaus entstanden. Zunächst rund 500 Infizierte und Covid-19-Patienten könnten isoliert und behandelt werden, falls die Berliner Kliniken im Lauf der Pandemie an ihre Grenzen stoßen sollten. „Denn die Bilder aus Italien, Spanien und New York haben uns gezeigt, dass gut aufgestellte Krankenhaussysteme überlastet werden können“, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zur offiziellen Eröffnung des neuen Behandlungszentrums am Montag mit. Insgesamt könnten dort bis zu 1000 Reservebetten entstehen.Unter der Leitung des Ex-Chefs des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, sind Plätze für Allgemeinpflege sowie für die Beatmung von Patienten eingerichtet worden. Eine zum Baustart am 1. April leere Halle wurde durch Trennwände unterteilt. Insgesamt wurden unter anderem sechs Kilometer Sauerstoffleitungen verbaut. Ein CT-Gerät soll helfen, Lungenschäden durch Covid-19 früh zu erkennen. Die mobile Medizintechnik kann später auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Eingeplant wurden Baukosten von mehr als 31 Millionen Euro.

15.05 Uhr: Corona-Rückschritte in anderen NRW-Kreisen wohl nicht nötig

Nach den hohen Corona-Infektionszahlen im Kreis Coesfeld befürchtet Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) keine ähnliche Krise in anderen Kommunen. Er sehe zur Zeit nicht, dass auch in anderen Städten oder Kreisen Corona-Lockerungen wegen zu hoher Infektionszahlen wieder rückgängig gemacht werden müssten, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. In allen anderen Kreisen in NRW seien die Zahlen weit weg von der kritischen Obergrenze.

14.50 Uhr: Laumann fordert umfassendes Hygiene-Konzept für Schlachthöfe

Nach zahlreichen Corona-Infektionen fordert Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) von Schlachthofbetreibern ein schlüssiges Hygienekonzept. Dabei gehe es nicht allein um den Betrieb, sondern auch um die Wohnsituation der Arbeiter und um den Transport von der Wohnung zum Schlachthof, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Das Verschieben von Verantwortung auf Subunternehmer sei inakzeptabel.Statt sich damit zu beschäftigen, wie Schlachthof-Schließungen nach Corona-Infektionen vor Gericht kassiert werden könnten, sollten sich die Schlachthofbetreiber lieber mit Hygiene-Konzepten beschäftigen, unterstrich der Minister.

14.32 Uhr: NRW in der Corona-Krise noch „in sehr kommoder Situation“

Die Zahl der Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen verdoppelt sich im Moment statistisch gesehen noch alle 35 Tage. Die Reproduktionszahl - die angibt, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt - liege nach Maßstäben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1,14, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag. Bundesweit schätzte das RKI die Reproduktionszahl (R) am Montag auf 1,13.Grundsätzlich ist R einer der zentralen Werte zur Beurteilung des Verlaufs einer Infektionswelle. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter in einem bestimmten Zeitraum im Durchschnitt ansteckt. Je niedriger R ist, desto besser. Liegt R unter 1, steckt ein Infizierter im Schnitt weniger als einen anderen Menschen an - und die Epidemie läuft aus. Liegt R über 1, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen anderen Menschen an - die Zahl der täglichen Neuinfektionen wird größer.NRW sei trotz erster Öffnungsschritte in der Corona-Krise nach wie vor in einer „sehr kommoden Situation“, sagte Laumann. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten liege jetzt bei 35.114 bestätigten Fällen. 28.700 von ihnen seien bereits genesen, 1436 seien gestorben.

14.20 Uhr: Proteste sagen laut Regierung nichts über allgemeine Stimmung aus

Die Demonstrationen gegen die coronabedingten Beschränkungen zeigen aus Sicht der Bundesregierung keine sinkende Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung insgesamt. Zu diesen Protesten kämen an manchen Orten einige hundert Teilnehmer, an anderen Orten einige tausend, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in der Bundespressekonferenz in Berlin. „Daraus kann man unmöglich hochrechnen auf das Verhalten und die Überzeugungen von 83 Millionen Menschen in Deutschland.“ Deswegen würde er eine solche Folgerung nicht ziehen.Seibert betonte, die Bürger hätten in Deutschland das Recht auf friedliche Demonstrationen. „Friedliche Demonstrationen sind auch in dieser Zeit wichtig, um auch divergierende Meinungen öffentlich darstellen zu können. Kritik ist in der Demokratie immer möglich und notwendig.“ Dies befreie die Teilnehmer aber überhaupt nicht von ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitbürgern. „Und deswegen kann man auch bei solchen Demonstrationen verlangen, dass Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden.“

13.54 Uhr: Laut Minister Laumann kein Anlass für Bonus in allen Gesundheitsberufen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung sieht derzeit keine Grundlage, den geplanten Bonus für Altenpflegekräfte auch in allen anderen Gesundheitsberufen zu zahlen. Die Messlatte sei hoch. Derzeit drängten sich keine vergleichbaren Tätigkeitsbereiche auf, stellte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einem Bericht an den Düsseldorfer Landtag fest. Der Gesundheitsausschuss befasst sich am Mittwoch mit dem Thema.Die Bundesregierung plant einen Corona-Bonus von bis zu 1500 Euro als Einmalzahlung für Altenpflegekräfte. Unklar ist noch, aus welchen Töpfen das Geld kommen soll. Falls die Arbeitgeber sich vollständig verweigerten, könnte der Landesanteil Nordrhein-Westfalens rund 106 Millionen Euro betragen, berichtete Laumann. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will mit einer landesweiten Unterschriftenaktion der Forderung nach einem „Corona-Bonus“ für alle Pflegekräfte Nachdruck verleihen. Mindestens für April, Mai und Juni sollten alle Beschäftigten und Auszubildenden im Gesundheits- und Sozialwesen, die in der Corona-Krise besonders belastet seien, pro Monat eine Prämie von 500 Euro bekommen, fordert die Gewerkschaft.

13.25 Uhr: Merkel mahnt erneut zur Vorsicht

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch angesichts der Demonstrationen gegen Auflagen in der Corona-Krise erneut zur Vorsicht beim Umgang mit der Pandemie gemahnt. Ihr sei berichtet worden, dass viele Menschen am Wochenende ohne Schutzmasken Einkaufen gewesen seien, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in einer Videoschalte des CDU-Präsidiums. Zum Teil sei dieses Verhalten sogar als Mutprobe angesehen worden, kritisierte die Kanzlerin. Das Gebot sei aber immer noch, sich an die geltenden Abstandsregeln zu halten. Merkel sagte demnach weiter, erst in zwei bis drei Wochen werde man wissen, wie sich die vergangene Woche beschlossenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen auf die Infektionszahlen auswirkten.

13.05 Uhr: Tönnies-Mitarbeiter auf Corona getestet

Bei der Firma Tönnies in Rheda haben heute die Testungen des Schlachtbetriebsmitarbeiter begonnen.  Sämtliche Beschäftigte den Fleischwerks sollen auf das Coronavirus untersucht werden. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreis Gütersloh sind mit im Einsatz, um die Reihentests vorzunehmen. Mehr lesen Sie hier.

12.15 Uhr: Bislang weniger eröffnete Insolvenzverfahren trotz Corona

Die Vollbremsung für die Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie lässt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland bislang nicht explodieren.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts nahm die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent zu. Im April sei die Zahl der eröffneten Verfahren dagegen deutlich um 13,4 Prozent gesunken, teilte die Wiesbadener Behörde am Montag mit. Mehr lesen Sie hier.

11.59 Uhr: RKI - Nach Anstieg von R-Wert Entwicklung weiter beobachten

Der Wiederanstieg der Reproduktionszahl über die kritische Marke von 1 erlaubt laut Robert Koch-Institut (RKI) noch keine weitergehenden Schlussfolgerungen zum Infektionsgeschehen in Deutschland. Es könne „weiterhin noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt“, schreibt das Institut in seinem aktuellen Situationsbericht (Stand Sonntag 0.00 Uhr). Demzufolge wird R nun auf 1,13 geschätzt. Das RKI verweist auf statistische Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden.

11.56 Uhr: CDU-Spitze: Grenzöffnung mit Sicherheitsstandards wünschenswert

In der CDU-Spitze wird eine zügige Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern als wünschenswert gesehen - bei gleichzeitigem Halten der Sicherheitsstandards. Man müsse wieder zu einer „Schengen-Normalität“ der offenen Binnengrenzen in der Europäischen Union zurückkommen, hieß es am Montag aus der CDU nach einer Videoschalte des Parteipräsidiums. Die Sicherheitsstandards müssten allerdings eingehalten werden, wurde zugleich betont. Mehrere Ministerpräsidenten hätten in der Schalte über das Thema gesprochen. Dabei sei der Tenor für rasche Grenzöffnungen eindeutig gewesen. 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) war am Wochenende wegen der andauernden Grenzkontrollen infolge der Corona-Krise zunehmend unter Druck geraden. Unter anderen hatten der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Saar-Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine schnelle Öffnung gefordert. Aus dem Bundesinnenministerium hatte es jedoch geheißen, in der Bundesregierung bestehe Einvernehmen, die Kontrollen fortzusetzen - zunächst bis Freitag. Über das weitere Vorgehen soll in den nächsten Tagen entschieden werden. 

11.47 Uhr: Geschäfte in Dänemark wieder geöffnet

Im deutschen Nachbarland Dänemark haben am Montag die Einzelhändler und Einkaufszentren wieder geöffnet. An vielen der in der Corona-Krise wochenlang geschlossenen Geschäfte in der Innenstadt von Kopenhagen hingen Warnhinweise, wonach Kunden mit Krankheitssymptomen wie Husten, Fieber und Atemwegsbeschwerden den Läden fernbleiben sollten. Andere hatten Schilder mit einer maximalen Kundenanzahl aufgehängt und Wachpersonal aufgestellt, das unter anderem auf ausreichenden Abstand unter den Kunden aufpassen sollte. 

Ähnlich sollte es auch in anderen Landesteilen ablaufen. Der Leiter eines großen Einkaufszentrums in Herning rund 150 Kilometer nördlich von Flensburg sagte am Morgen im dänischen Radio, dass in seinem Zentrum Striche und Pfeile auf dem Boden angebracht worden seien, um eine Art Einbahnstraßenverkehr einzuführen und einen ausreichenden Abstand zwischen den Kunden zu gewährleisten.

11.35 Uhr: Bundesligen verlieren durch Geisterspiele 91 Millionen Euro

Die 36 Vereine der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga verlieren durch die Geisterspiele laut eines „Kicker“-Berichts mehr als 91 Millionen Euro. Für die Bundesligisten ergibt sich ein Verlust von 69,661 Millionen Euro, für die Clubs der 2. Liga 22,029 Millionen Euro, wie eine Berechnung des Fachmagazins auf Grundlage der Ticketeinnahmen aus der vergangenen Saison ergab. Bund und Länder haben die Erlaubnis für einen Neustart der Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt, die verbleibenden neun Spieltage dürfen allerdings ausschließlich als Partien ohne Zuschauer ausgetragen werden.

10.58 Uhr: Corona-Krise: Interpol warnt vor gefälschten Produkten

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock warnt, dass sich Kriminelle die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen werden. Der illegale Handel mit gefälschten Produkten werde zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht sei, dass Heilung oder Linderung verspreche, sagte Stock der Deutschen Presse-Agentur. Ähnliches sei bereits bei gefälschten medizinischen Produkten wie Schutzmasken oder Desinfektionsmitteln zu sehen. Mehr lesen Sie hier.

10.40 Uhr: Mehr Corona-Lockerungen - mehr Staus auf der Autobahn?

Die neuen Corona-Lockerungen machen einiges mancherorts wieder möglich. Das lässt auch den Individualverkehr wieder anwachsen, teilt der Auto Club Europa (ACE) mit. Mit nennenswerten Störungen auf den Autobahnen am Wochenende (15. bis 17. Mai) rechnen dessen Experten insgesamt dennoch nicht. 

Allerdings könnte der Pendlerverkehr am Freitagnachmittag den Verkehrsfluss mit Stockungen und Staus stören. Und auch im Bereich von Baustellen oder nach Unfällen können Verzögerungen auf den Fernstraßen auftreten. Vor allem bei schönem Wetter dürfte es rund um die Naherholungsgebiete wieder voll werden. Deshalb mahnt der ACE hier zu besonderer Rücksicht. Denn zusätzlich zum Autoverkehr werden dann auch viele Motorradfahrer und Radler unterwegs sein.

9.39 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Coesfeld am Wochenende weiter gestiegen

Im Kreis Coesfeld sind die Infektionszahlen nach einem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb weiter gestiegen. Am Sonntag seien im Kreisgebiet 780 nachgewiesene Ansteckungen verzeichnet worden, 35 mehr als am Samstag, sagte ein Kreissprecher. Laut Robert-Koch-Institut lag die Zahl der Neuinfektionen im Kreis bei knapp 96 und damit deutlich über der festgelegten Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Viele der von Montag an landesweit geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen etwa für Gaststätten und Geschäfte werden damit im Kreis um eine Woche verschoben, wie der Kreis ankündigte. 

Unter den Betroffenen im Kreis Coesfeld sind 230 Infizierte aus dem Westfleisch-Werk. 952 der rund 1200 Mitarbeiter seien dort bereits getestet worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Der Standort bleibe weiter geschlossen. Am Sonntag hatte es unter anderem auch Massentests in einem Westfleisch-Betrieb in Hamm gegeben. Rund 1000 Mitarbeiter seien dort getestet worden, die übrigen sollten am Montag folgen, sagte der Westfleisch-Sprecher. Ergebnisse zu den Tests in Hamm gab es am Montag zunächst noch nicht.

9.06 Uhr: Stechmücken übertragen das Coronavirus nicht

Von Stechmücken geht in der Corona-Pandemie nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr aus. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 werde durch Tröpfcheninfektion übertragen - mit dem Stich einer Mücke könne das Virus nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht in den Körper gelangen, sagte Mücken-Expertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Mehr hier.

8.25 Uhr: Tourismus beginnt wieder: Verkehrsverein Paderborn begrüßt Lockerungen der Corona-Regeln

Mit großer Erleichterung haben die Verantwortlichen des Verkehrsvereins Paderborn die Lockerungen der Corona-Regeln aufgenommen. „Wir freuen uns sehr darüber“, betont der Vorsitzende Dieter Honervogt und erinnert daran, dass der Paderborn-Tourismus seit Anfang März faktisch zum Erliegen gekommen ist.

7.46 Uhr: Autoland ausgebrannt? - Schlüsselbranche im Doppel-Umbruch

Als gäbe es nicht schon genug zu tun: Die Autoindustrie steckt im größten Wandel seit Jahrzehnten, obendrein nun der Corona-Neustart. Neben der Krise stellen sich Grundsatzfragen zur Zukunft des Gewerbes - aber auch für den Arbeitsalltag Hunderttausender Menschen.

7.20 Uhr: DFB entscheidet über Fortsetzung von DFB-Pokal und 3. Liga

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) steht vor richtungsweisenden Termin-Entscheidungen.

Neben der Vorbereitung auf den Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai sollen bei der Sitzung am Montagnachmittag (15.30 Uhr) auch aktuelle Beschlüsse zu mehreren Wettbewerben gefasst werden. Der DFB-Pokal, die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga sind dabei im Fokus. Alle Entscheidungen fallen dabei aber unter dem Vorbehalt, dass die Politik diese letztlich genehmigt und den Spielbetrieb ermöglicht. Der Stand der Dinge im Überblick.

6.57 Uhr: Sorge vor Radikalisierung des Protests gegen Corona-Regeln

Nach den Demonstrationen gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus warnen führende Politiker vor einer Radikalisierung des Protests.

Wer die Pandemie leugne und zum Verstoß gegen Schutzvorschriften aufrufe, nutze die Verunsicherung der Menschen schamlos dafür aus, die Gesellschaft zu destabilisieren und zu spalten, sagte SPD-Chefin Saskia Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). «Wegschauen und Schweigen hilft nicht. Hier müssen wir gegenhalten und uns als streitbare Demokraten erweisen.»

Ähnlich äußerte sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak: «Wir lassen nicht zu, dass Extremisten die Corona-Krise als Plattform für ihre demokratiefeindliche Propaganda missbrauchen», sagte er der «Augsburger Allgemeinen». Die CDU nehme die Sorgen der Bürger ernst. «Aber klar ist auch, dass wir konsequent gegen diejenigen vorgehen, die jetzt die Sorgen der Bürger mit Verschwörungstheorien anheizen und Fake-News in Umlauf bringen.»

6.48 Uhr: Pence geht trotz Corona-Kontakt nicht in Quarantäne

US-Vizepräsident Mike Pence will sich trotz der Bestätigung einer Coronavirus-Infektion bei seiner Pressesprecherin Medienberichten zufolge nicht vorsorglich in Quarantäne begeben. Er werde am Montag im Weißen Haus an seinem Arbeitsplatz sein, teilte sein Büro am Sonntag (Ortszeit) laut dem Sender CNN mit. Tägliche Coronavirus-Test seien bei ihm negativ ausgefallen. 

Am Freitag war bekanntgeworden, dass Pence' Sprecherin Katie Miller positiv auf Corona getestet worden war. Drei ranghohe Mitglieder der von Pence geleiteten Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses erklärten daraufhin US-Medien zufolge, dass sie sich vorsichtshalber zuhause isolieren würden. 

6.40 Uhr: SCP bezieht sein Quarantäne-Trainingslager

Ob in der Sommervorbereitung oder in der Winterpause: Bisher hatte Chefcoach Steffen Baumgart noch nie das Bedürfnis, mit dem SC Paderborn 07 in ein Trainingslager fahren zu müssen. Doch das äußerst anspruchsvolle Unterfangen der Deutschen Fußball Liga, der Corona-Pandemie zum Trotz den Bundesliga-Spielbetrieb wieder aufnehmen zu wollen, beschert dem 48-Jährigen eine ganz spezielle Premiere: Sein erstes Trainingslager mit dem SCP nennt sich Quarantäne-Trainingslager.

6.18 Uhr: Kardiologe warnt Fußball-Profis vor Herzschäden

Der Kardiologe Tienush Rassaf warnt vor Herzmuskelschäden bei unerkannt an Corona erkrankten Fußball-Profis sowie vor möglichen Folgeschäden durch das Virus. „Trotz aller Tests: Im Endeffekt bleibt ein Risiko“, sagte der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen. 

„Wir wissen, dass Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ein erhöhtes Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken“, sagte Rassaf: „Und wir wissen umgekehrt, dass SARS-CoV-2 zu lebensgefährlichen Herzmuskelerkrankungen führen kann.“ Leistungssport sei „eine Stress-Situation für den Körper“, sagte der Professor, der zahlreiche Leistungssportler betreut: „Die Abwehrfunktion des Körpers ist in bestimmten Situationen geschwächt. Deshalb können die Organe Schaden nehmen, wenn der Körper von einem Virus befallen ist.“ 

6.10 Uhr: Corona-Regeln in Europa: Viele Länder wagen Lockerungen

In Frankreich können die Menschen wieder ohne Passierschein vor die Tür. In Spanien gelten mancherorts weiter strikte Ausgehsperren. Bei der Lockerung der Corona-Regeln in Europa schlagen Länder und Regionen oft sehr unterschiedliche Wege ein. Ein Überblick.

5.49 Uhr: Streit um Corona-Unterstützung für Gesundheitsämter

Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder auf ein stärker regionales Vorgehen. Vor allem auf die 375 Gesundheitsämter in der Republik kommt es an. Hilfs-Ideen aus Berlin stoßen aber auf Skepsis. Mehr hier.

5.40 Uhr: Tausende bei Demos gegen Corona-Regeln

Tausende Menschen haben am Samstag in ganz Deutschland gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demons­triert – und dabei oft gegen die empfohlenen Mindestabstände verstoßen. Kritiker befürchten eine Vereinnahmung der Proteste durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten.

Sonntag, 10. Mai

20.58 Uhr: Johnson kündigt geringfügige Lockerung an

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Sonntag für England eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen in der Coronavirus-Pandemie angekündigt. Wieder aus dem Haus und auch Sport im Freien soll ab Mittwoch erlaubt sein. Die Lockerungen von Boris Johnson gelten jedoch nur für einen Teil Großbritanniens.

20.50 Uhr: Altmaier verteidigt Milliardenhilfen für die Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die staatlichen Milliardenhilfen für die von der Corona-Krise betroffene deutsche Wirtschaft verteidigt.

Der Staat müsse den Verlust von Millionen Arbeitsplätzen verhindern, weil die Unternehmen dies allein nicht schafften, sagte Altmaier am Abend im ARD-«Bericht aus Berlin». Wichtig sei für ihn, dass es keinen Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen gebe.

19:18: Kemmerich räumt nach Corona-Demo Fehler ein

Thüringens Ex-Ministerpräsident Thomas Kemmerich hat eingestanden, sich während einer Kundgebung gegen Corona-Beschränkungen in Gera falsch verhalten zu haben. Es sei ein Fehler gewesen, dass er dabei zeitweise die Abstandsregeln nicht eingehalten und auch keinen Mundschutz getragen habe, sagte der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag.

19:14 Uhr: Für TUI steht Mallorca an erster Stelle

Tui-Chef Friedrich Joussen will so bald wie möglich wieder Urlaubsreisen in den Mittelmeerraum anbieten. «Wir haben einen Gesundheitscheck für alle Urlaubsziele ausgearbeitet und werden Urlaub nur dort anbieten, wo er auch sicher ist. An erster Stelle steht dann sicherlich Mallorca. Die Hotels dort haben einen Probelauf gemacht, können sofort starten und Gäste aufnehmen», sagte er der «Bild am Sonntag». Auch Griechenland, Zypern, Kroatien, Bulgarien, Österreich und Dänemark seien gut auf den Sommertourismus vorbereitet.

17.20 Uhr: Alle Zahlen aus OWL auf einen Blick:

In Ostwestfalen-Lippe sind die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Menschen nur leicht gestiegen. 

16.30 Uhr: SPD-Chef für strenge Auflagen für Lufthansa-Rettung

Der Staat steigt wohl bei der größten deutschen Airline ein. In der SPD ist man für bestimmte Bedingungen bei der Hilfe. Es geht um Steuern und Dividenden.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat klare Auflagen als Bedingung für eine staatliche Rettung der Lufthansa gefordert. «Es muss klare Bedingungen für ein Engagement der öffentlichen Hand geben», sagt er. 

15.53 Uhr: US-Experte geht nach Corona-Kontakt in Quarantäne

Der prominente US-Regierungsberater und Immunologe Anthony Fauci begibt sich nach einem Kontakt mit dem coronainfizierten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump in eine «modifizierte Quarantäne». 

14.47 Uhr: Italien und Türkei machen Hoffnung auf Tourismus-Öffnung

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat seinen Landsleuten in der Corona-Krise Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Strand gemacht. Die Türkei trifft Vorbereitungen für eine Öffnung für die Feriensaison.

14 Uhr: Reisebranche fürchtet Kollaps und Massenarbeitslosigkeit

Die Reisewirtschaft in Deutschland fürchtet in der Corona-Krise einen Kollaps und Massenarbeitslosigkeit in der Branche. Umfragen unter den knapp 11.000 Reisebüros und rund 2300 Veranstaltern zufolge,  sehen sich zwei Drittel der Unternehmen kurz- bis mittelfristig von Insolvenz bedroht.

Nach Schätzung des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) sind in der Gesamtbranche inklusive des Gastgewerbes bis zu einer Million Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht. «Rund 70 Prozent erhalten jetzt schon Kurzarbeitergeld», sagte Frenzel.

13.20 Uhr: Schausteller fordern Rettungsschirm

Die Schausteller fordern wegen der Corona-Krise einen staatlichen Rettungsschirm für ihre Branche. «Wir sind schon seit Monaten ohne Einnahmen und ein Ende ist nicht abzusehen», sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds (DSB), Albert Ritter.

Großveranstaltungen wie Volksfeste sind bis mindestens 31. August verboten. Das Münchner Oktoberfest und eine Reihe weiterer Jahrmärkte, die im Herbst geplant waren, wurden bereits abgesagt.

13.12 Uhr: Corona-Ausbruch in Fleischfabrik: Über 200 Arbeiter positiv

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik in Coesfeld ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Arbeiter bis Sonntagmittag auf 205 gestiegen. Nach Angaben des Kreises lag knapp die Hälfte der Ergebnisse von bisher rund 950 Corona-Tests vor.

Erneut seien am Sonntag Teams des Gesundheitsamtes vor Ort, um die Arbeiter des betroffenen Betriebes der Firma Westfleisch in ihren verstreut im Kreis Coesfeld liegenden Unterkünften zu testen und über die Quarantäne zu belehren, sagte ein Sprecher. Dabei unterstützten sie Dolmetscher. Die Arbeiter würden «engmaschig betreut». Insgesamt hat der betroffene Betrieb rund 1200 Beschäftigte.

12.30 Uhr: Ausnahme am Muttertag: Polizei erlaubt Einreise für Besuch

Um Besuche am Muttertag zu ermöglichen, sind die wegen der Corona-Pandemie verhängten strengen Regeln an den Grenzen für einen Tag etwas gelockert worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stimmt einer entsprechenden Entscheidung der Bundespolizei zu.

Der Besuch der eigenen, in Deutschland lebenden Mutter, werde an diesem Sonntag als «triftiger Einreisegrund anerkannt», teilte die Bundespolizei mit. Allerdings müssten die bei der Einreisekontrolle dazu gemachten Angaben «glaubhaft und überprüfbar» sein. Die an der Grenze eingesetzten Beamten seien informiert und «werden als Geschenk für die entsprechenden Mütter Mund-Nasen-Schutzmasken vor Ort ausgeben», erklärte ein Sprecher.

12.05 Uhr: Göring-Eckardt fordert verbindliches System für Corona-Tests

Die Grünen fordern ein transparenteres und bundesweit einheitliches Kontrollsystem für die Corona-Entwicklung mit abgestuften Testpflichten.

Ihre Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, schlägt in einem Eckpunktepapier eine Art Corona-Ampel vor. Das Robert Koch-Institut (RKI) soll demnach fünf Corona-Warnstufen mit entsprechend verbindlichen Testpflichten definieren. «Die höchste Stufe bedeutet: Hotspot. Die niedrigste Stufe: so gut wie keine Fälle. Je mehr Fälle es in einer Region gibt, desto mehr Stichproben-Tests an bislang symptomfreien Personen sollte es geben», heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

10.54 Uhr: Elon Musk will wegen Corona-Frust Teslas Firmensitz verlegen

Tesla-Chef Elon Musk will den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers wegen anhaltender Corona-Beschränkungen in Kalifornien in einen anderen US-Bundesstaat verlegen. Tesla werde die Zentrale und kommende Unternehmungen «sofort» nach Texas oder Nevada verlegen, schrieb Musk auf Twitter. «Ehrlich, das ist das i-Tüpfelchen», schrieb er in Bezug auf Auflagen des Bezirks Alameda bei San Francisco, die eine Wiedereröffnung der dortigen Tesla-Fabrik vor Juni verhindern würden.

10.18 Uhr: Stechmücken übertragen das Coronavirus nicht

Von Stechmücken geht in der Corona-Pandemie nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr aus. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 werde durch Tröpfcheninfektion übertragen - mit dem Stich einer Mücke könne das Virus nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht in den Körper gelangen, sagte Mücken-Expertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) der Deutschen Presse-Agentur.

9.13 Uhr: Geflüchtete mit Masken versorgt

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Runden Tisches Flüchtlingshilfe Lübbecke haben die Bewohner der Hausstätte mit Masken ausgestattet. „Die Mitarbeiter haben sich verständlicherweise große Sorgen gemacht, inwieweit die Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus in der Hausstätte eingehalten werden können. Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass die Bewohner über hinreichend Informationen bezüglich notwendiger Verhaltensweisen verfügen und sehr umsichtig und verantwortungsvoll miteinander umgehen“, sagt Marie-Luise Bernotat.

8.28 Uhr: DFL: Fall Dynamo stellt Fortführung im Moment nicht in Frage

Der Quarantäne-Fall Dynamo Dresden bringt die ersten Pläne zum Neustart der 1. und 2. Bundesliga bereits durcheinander. Obwohl die Mannschaft des Tabellenletzten nach zwei weiteren positiven Corona-Tests zwei Wochen weder spielen noch trainieren darf, sieht die Deutsche Fußball Liga den Neustart im Unterhaus aber derzeit nicht in Gefahr. «Wenn Dresden jetzt 14 Tage in die Quarantäne geht, dann ist das für den Moment noch kein Grund, die Fortführung der Zweiten Liga komplett in Frage zu stellen», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Samstagabend im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF.

8.11 Uhr: Stille in der Leitstelle

Es ist eine Stille, wie man sie derzeit häufiger erlebt: wenige Menschen, wenige Autos. Auf dem Parkplatz der Feuerwehrzentrale und Kreis-Leitstelle in Eilshausen wirkt diese ruhige Atmosphäre dennoch befremdlich, auch jetzt noch. Denn hier geht es fast immer um schnelle Lösungen, an denen viele Menschen beteiligt sind. Doch ein Blick in die Zentrale verdeutlicht: Die Sicherheit im Kreis Herford ist gewährleistet – auch oder gerade in der Corona-Krise.

8.06 Uhr: Corona räumt die E-Scooter-Branche auf

Gerade lieferte sich die E-Scooter-Branche noch einen Wettlauf, wer am schnellsten Stadt für Stadt seinem Netz hinzufügt, jetzt hat die Corona-Krise eine abrupte Vollbremsung verursacht.  Viele Anbieter haben ihre Dienste vorübergehend gestoppt oder zumindest ausgedünnt. Auch Kündigungen gab es schon.

8.04 Uhr: Umstrittene Corona-Lockerungen in Spanien

In halb Spanien werden am Montag die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie gelockert. Die Entscheidung der linken Zentralregierung sorgt indes nicht nur in jenen Regionen für Unmut, die vorerst noch nicht in den Genuss der Lockerungen kommen. Auch auf Mallorca sind die Einwohner unzufrieden, obwohl dort Hotels erstmals seit zwei Monaten wieder öffnen und Restaurants und Bars im Außenbereich wieder Gäste bewirten dürfen. «Allein: Es fehlt die Kundschaft», schrieb die «Mallorca Zeitung». Das Wochenblatt prophezeite am Wochenende, deshalb würden «so gut wie alle Häuser» auch am Montag geschlossen bleiben.

Samstag, 9. Mai

21.30 Uhr: Dynamo Dresden für zwei Wochen in Quarantäne

Eine Woche vor dem geplanten Anpfiff für die Restsaison der 1. und 2. Fußball-Bundesliga haben die Hoffnungen auf einen noch einigermaßen geordneten Verlauf der ausstehenden Spielzeit in Corona-Zeiten einen schweren Rückschlag erhalten.

Die komplette Mannschaft der SG Dynamo Dresden, der Trainer- und auch der Betreuerstab mussten nach zwei weiteren positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 in häusliche Quarantäne für 14 Tage. Damit kann die Partie der stark abstiegsbedrohten Sachsen in der 2. Liga am 17. Mai bei Hannover 96 nicht stattfinden.

21.15 Uhr: RKI: Reproduktionszahl steigt wieder über 1

Nachdem die wichtige Reproduktionszahl lange gesunken war, verzeichnet das Robert-Koch-Institut nun einen Anstieg über einen kritischen Wert. Für eine Bewertung der Neuinfektionen sei es aber noch zu früh.

19.40 Uhr: Auch in OWL: Demo gegen Corona-Regeln

50 Demonstranten fanden sich am Samstagnachmittag auf dem  Kesselbrink in Bielefeld ein und pochten auf ihre im Grundgesetz verbürgten Grundrechte, die sie durch die Maßnahmen im Kampf gegen den Coronavirus gefährdet sahen.

19 Uhr: Drittliga-Neustart am 26. Mai?

Einem Bericht der «Sportschau» zufolge plant der DFB die Saisonfortsetzung in der 3. Liga schon für den 26. Mai. Auf die Clubs scheinen arbeitsreiche Tage zuzukommen. Die kurzfristige Umsetzung der Hygienekonzepte ist für viele nicht möglich. 

18.05 Uhr: Bäckereien in Bielefeld starten wieder den Cafébetrieb

Neben den Restaurants dürfen von Montag an auch die Bäckereien wieder ihre angeschlossenen Cafés öffnen.

18 Uhr: Bahngewerkschaft: Fahrgastzahl erholt sich frühestens 2022

Die Deutsche Bahn muss sich aus Sicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf eine längere Durststrecke einstellen. Es werde mehrere Jahre dauern, bis sich im Fernverkehr die Fahrgastzahlen erholen, sagte der kommissarische EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel der Deutschen Presse-Agentur.

17.45 Uhr: Trotz Krise bislang wenig Stellenabbau im Mittelstand

Der deutsche Mittelstand zeigt sich trotz herber Einbußen infolge der Corona-Pandemie bislang insgesamt robust. 

Jedes fünfte Unternehmen hat bereits Förderkredite beantragt (21 Prozent), mehr als die Hälfte hat Mitarbeiter in Kurzarbeit (54,5 Prozent), aber  bislang baut nur knapp jeder zehnte Mittelständler (8,2 Prozent) Stellen ab.

17.20 Uhr: Rund 30 Festnahmen bei Demonstration in Berlin

Erneut gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen. In mehreren deutschen Städten protestieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. 

Den Demonstranten ginge es um den Schutz der Grundrechte. Nach Berichten von Augenzeugen warfen die Demonstranten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie der Politik und auch Medizinern vor, Panikmache zu betreiben und die Grundrechte der Bevölkerung zu beschneiden. Auch Impfgegner waren unter den Demonstranten.

Bei einer Veranstaltung vor dem Berliner Reichstagsgebäude wurden etwa 30 Menschen festgenommen. Dabei ging es vor allem um die Feststellung der Personalien, weil trotz der Ansage der Polizei zu viele Menschen auf dem Platz vor dem Reichstag waren oder der Mindestabstand nicht eingehalten wurde.

Bei der Demonstration vor dem Reichstagsgebäude wurde die Grenze von 50 Teilnehmern überschritten.
Foto: dpa

16.30 Uhr: Infektionszahlen in OWL

Bielefeld:  Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Bielefeld bis zum Samstag nicht angestiegen. Stand jetzt sind weiterhin 387 Bielefelderinnen und Bielefelder positiv getestet worden. Das ist keine Veränderung zum Vortag. Von den positiv Getesteten sind mittlerweile 340 Menschen genesen. Die Neuinfektionsrate der letzten sieben Tage beziffert sich somit auf 2,4 pro 100.000 Einwohner. Das entspricht acht Neuinfizierten in einer Woche. 

Kreis Paderborn:  Im Kreis Paderborn hat sich gegenüber dem Vortag ein weiterer Mensch in Hövelhof mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionsfälle um einen Fall auf 596. Davon sind 484 Menschen wieder genesen. Sechs  Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, fünf befinden sich auf der Intensivstation. 

Kreis Höxter:  Im Kreis Höxter ist die Zahl der Corona-Toten an diesem Samstag um zwei Menschen auf 15 angestiegen. Das gab die Kreisverwaltung in ihrer Tagesübersicht bekannt. Bei 315 getesteten Menschen ist inzwischen eine Infektion nachgewiesen worden – einer mehr als am Donnerstag. 245 (+2) gelten als genesen. Die Anzahl der Infektionen betrug am Samstag 55 (-3) Personen beträgt.

Kreis Minden-Lübbecke: Die Anzahl der am Coronavirus erkrankten Personen im Kreis Minden-Lübbecke ist von Freitag auf Samstag um eine Person gesunken. Derzeit sind 64 Personen infiziert. Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge am Samstag mitteilt, gibt es insgesamt 451 durch Labortests bestätigte Fälle. 380 Personen gelten als wieder genesen, eine Person mehr als am Freitag. Sieben Personen sind bislang mit dem Coronavirus verstorben. 

Kreis Lippe: Im Kreis Lippe gibt es insgesamt 737 bestätigte Coronafälle – damit sind fünf weitere Infektionen bekannt. 569 Personen sind wieder genesen, vier mehr als noch am Vortag. 29 Personen sind verstorben. Somit sind aktuell 139 Personen in Lippe mit dem Coronavirus infiziert.

15.07 Uhr: Büren friert Haushalt ein

Unter besonderen Bedingungen hat erstmals seit Beginn der Corona-Krise am Donnerstag auch der Bürener Rat wieder getagt. Um die Abstandsregelungen einhalten zu können, wichen Ratsmitglieder und Verwaltung in den Theatersaal der Stadthalle aus.

13.41 Uhr: Spielhallen dürfen ab Montag öffnen

Nicht nur Gaststätten, auch Spielhallen und Spielotheken dürfen vom Montag, 11. Mai, an in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. Voraussetzung ist allerdings neben den üblichen Hygiene- und Abstandsvorschriften, dass nur Automatenspiele angeboten werden. Spielbanken mit Roulettetischen und ähnlichen Angeboten müssen weiter geschlossen bleiben.

12.37 Uhr: Müller+Müller produzieren Glasfläschchen für Covid-19-Impfstoff

Noch gibt es gegen das Coronavirus keinen Impfstoff. Die Entwicklung läuft weltweit auf Hochtouren, erste Versuche und klinische Studien sind bereits gestartet. Doch trotz der intensiven Forschung dürfte es noch einige Zeit dauern, bis ein Impfstoff auf den Markt kommt. Das Unternehmen Müller+Müller aus Holzminden steht bereit, um schnell Millionen Fläschchen für den Impfstoff gegen Covid-19 liefern zu können.

12.27 Uhr: Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern öffnen für Gäste

Seit mehreren Wochen sind die Restaurants in ganz Deutschland wegen des Corona-Virus geschlossen, nun dürfen in Mecklenburg-Vorpommern von Samstag an die Betriebe als bundesweite Vorreiter wieder öffnen.Dabei ging der Präsident des regionalen Branchenverbands Dehoga MV, Lars Schwarz, davon aus, dass zunächst etwa ein Drittel der Wirte an der Ostseeküste oder an der Mecklenburgischen Seenplatte diese Gelegenheit nutzen wird.

12.06 Uhr: Corona-Krise hat kreatives Potenzial freigesetzt

Langeweile macht kreativ: Seit der Corona-Zwangspause sind bei dem Rekord-Institut für Deutschland (RID) zahlreiche Rekordversuche angemeldet worden. «Vor allem bei den Einzelrekorden haben viele Menschen versucht, in den eigenen vier Wände neue Rekorde aufzustellen», sagte RID-Geschäftsführer Olaf Kuchenbecker der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

12.01 Uhr: Clausen: „Corona ist nicht vorbei!“

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen wendet sich in Zeiten weiterer Corona-Lockerungen  mit einer Video-Botschaft an die Bürger.

11.31 Uhr: Laschet fordert Grenzöffnung zu Frankreich

In der Debatte über die in der Corona-Krise verhängten Grenzkontrollen wächst der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Nach anderen Länderchefs verlangte auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Kontrollen an der deutsch-französische Grenzen möglichst schon Anfang nächster Woche aufzuheben. Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte die Kontrollen in einem dpa-Interview eine Gefahr für den Binnenmarkt.

10.24 Uhr: NRW: Altenheime dürfen schon am Samstag für Besucher öffnen

In Nordrhein-Westfalen sind Besuche in Alten- und Pflegeheimen bereits ab diesem Samstag möglich. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums. «Das ermöglicht den Heimen, Besucherströme am Muttertagswochenende besser zu steuern und kann letztlich für eine Entlastung sorgen», sagte er. Zuvor hatte der WDR berichtet. Laut Verordnung darf jeder Bewohner maximal einen Besuch pro Tag empfangen - maximal zwei Personen.

9.44 Uhr: Corona-Massentests in NRW-Schlachthöfen

Als Konsequenz aus dem Corona-Ausbruch im Westfleisch-Schlachthof im münsterländischen Coesfeld hat die NRW-Landesregierung den Betrieb am Freitag vorübergehend geschlossen. Das hat Landesgesundheitsminister Karl-Jo­sef Laumann (CDU) mitgeteilt. Bereits am Vormittag hatte die Staatskanzlei die fünf Bezirksregierungen im Land angewiesen, die Beschäftigten aller 35 Großschlachtereien in NRW auf mögliche Infektionen mit dem Coronavirus zu testen. Dies gelte insbesondere für alle Mitar­bei­ter, die mit einem Werkvertrag ausgestattet sind, heißt es in der Anweisung, die un­serer Zeitung vorliegt. Laumann geht von bis zu 20.000 zu testenden Personen aus.

9.18 Uhr: Digitales Schützenfest

Für viele Dörfer und Städte in Nordrhein-Westfalen zählt das Schützenfest im Sommer zu den Jahreshöhepunkten. Das Coronavirus stoppt die Feierlaune. Doch so mancher Verein sucht nun nach digitalen Wegen. Auch in diesem Jahr floss er reichlich, der Kräuterschnaps zum Schützenfest in Wesel-Bislich. Nur eben nicht in großer Runde von Hofstaat, Schützenbrüdern und hunderten Gästen, sondern privat allein – und nur virtuell gemeinsam. Denn das Coronavirus hat das große Fest im 2800-Seelen-Ort in diesem Jahr gestoppt – wie ungezählte andere kleinere und größere Schützenfeste in den kommenden Monaten auch.

9.05 Uhr: Einstieg in den Absturz

Deutschlands Exporteure haben den Beginn der Corona-Krise im März deutlich zu spüren bekommen. Saisonbereinigt brachen die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 11,8 Prozent ein, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. „Die Corona-Krise beginnt im Außenhandel beispiellose Spuren zu hinterlassen“, sagte Holger Bingmann, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA. Für die kommenden Monate rechnen Außenhandelsverband und Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit noch stärkeren Rückgängen.

8.24 Uhr: „Der Impfstoff ist die Lösung“

Weltweit suchen Forscher in mehr als 100 Projekten nach einem Mittel gegen den Erreger der neuen Infektionskrankheit Covid-19. Vor allem ein Impfstoff wird sehnlichst erwartet. Über dessen Zulassung entscheidet maßgeblich das im hessischen Langen ansässige Paul-Ehrlich- Institut.  Mit dem Präsidenten der Bundesbehörde, Klaus Cichutek, sprach Philipp Jacobs.

8.23 Uhr: Sprecherin von US-Vizepräsident mit Coronavirus infiziert

Nach einem Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump ist nun auch die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, mit dem Coronavirus infiziert. Es gehe ihr gut und sie freue sich, bald wieder zurück zur Arbeit zu kommen, schrieb sie am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter. Miller, die mit Trumps einflussreichem Berater Stephen Miller verheiratet ist, war zuletzt auch in Kontakt mit dem Vizepräsidenten, Journalisten und ranghohen Beamten gewesen.

8.21 Uhr: Magier Roy Horn an Covid-19-Erkrankung gestorben

Durch ihre Auftritte mit Tigern und Löwen wurden die deutschen Magier Roy Horn und Siegfried Fischbacher weltberühmt. Die Karriere von «Siegfried & Roy» endete, als Horn 2003 lebensgefährlich verletzt wurde - nun ist er mit 75 Jahren an Covid-19 gestorben. «Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren», sagte Fischbacher (80) in einer Mitteilung. «Schon bei unser ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.»

Freitag, 8. Mai

21.01 Uhr: Brüssel für Verlängerung des Einreisestopps in die EU

Die weitreichenden Einreisebeschränkungen in die EU wegen der Corona-Krise sollten aus Sicht der EU-Kommission  um weitere 30 Tage bis zum 15. Juni verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Freitag vor. Die Lage in Europa und weltweit bleibe instabil.

«Daher sollten Maßnahmen an den Außengrenzen fortgesetzt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit durch Reisen in die EU zu verringern», teilte die EU-Kommission mit. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage, die Bundesregierung werde über die neue Empfehlung der EU-Kommission in der kommenden Woche entscheiden. Sie verwies zudem auf laufende Gespräche des Innenministeriums mit den deutschen Bundesländern sowie Nachbarländern zum Thema.

20.59 Uhr: Jugendreise-Anbieter Ruf gibt Europa nicht auf

Die Corona-Krise trifft Deutschlands führenden Jugendreise-Anbieter Ruf hart.  Doch in der Zentrale in Bielefeld bleibt man zuversichtlich. Auch wenn die Vorzeichen nicht besonders vielversprechend sind: Die Hoffnung, schon geplante Reisen ins europäische Ausland in diesem Sommer trotz Corona-Krise noch durchführen zu können, hat Kristina Oehler nicht aufgegeben. Seit dem vergangenen Herbst ist sie neue geschäftsführende Gesellschafterin an der Seite von Burkhard Schmidt-Schönefeldt und Thomas Neumann.

20.49 Uhr: "Wege durch das Land" geht neue Wege

Eigentlich hätte am Freitag, 8. Mai, die 21. Saison von  „Wege durch das Land“ auf Gut Böckel beginnen sollen. Um trotz der Corona bedingten Verschiebung einen Ausblick auf ihre „Liebeserklärung an den Fehler“ – so das diesjährige Motto – zu geben, werden auf der neuen Webseite von „Wege durch das Land“ und in den sozialen Medien unter dem Hashtag #wegezuhause ab sofort Auszüge der angekündigten Veranstaltungen präsentiert.

19.45 Uhr: Online-Aktionärsversammlung beim Duftstoffriesen Symrise

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie macht das Duftstoffunternehmen Symrise (10.000 Mitarbeiter) in Holzminden von einer gesetzlichen Neuregelung Gebrauch und führt eine  reine Online-Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre durch. Die virtuelle Hauptversammlung findet am Mittwoch, 17. Juni, ab 11 Uhr statt.

18.03 Uhr: Corona-Infektionen in weiterem Fleischbetrieb in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es in einem weiteren fleischverarbeitenden Betrieb eine hohe Zahl von Corona-Infektionen. In Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen) hätten sich in einem Schwesterbetrieb des Coesfelder Werks 150 von 1250 Mitarbeitern mit dem Virus angesteckt, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag mit.

17.38 Uhr: Phantasialand öffnet am Montag noch nicht

Das Phantasialand in Brühl wird am Montag trotz neuer Lockerungen der Corona-Auflagen noch nicht wieder öffnen. Es würden noch „konkrete Regelungen von Seiten der zuständigen Behörden“ abgewartet. Diese sollten vor einer möglichen Wiedereröffnung zuerst mit den eigenen Konzepten abgeglichen werden, teilten die Betreiber mit.

17.02 Uhr: Zwölf neue Infektionen in OWL und 53 weitere Genesene

Die Gesundheitsämter in Ostwestfalen-Lippe haben an diesem Freitag zwölf neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es gab zwei neue Todesfälle, 53 weitere Personen gelten inzwischen als genesen. Das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn hatte zudem eine erfreuliche Nachricht zu vermelden: Altenbeken ist die dort die erste Kommune ohne aktue Coronavirus-Infektion. Für Einzelheiten bitte auf die Links klicken.

  • Kreis Höxter: 314 Infektionen (+2) - 13 Todesfälle (+0) - 243 Genesene (+4)
  • Kreis Paderborn: 595 Infektionen (+1) - 30 Todesfälle (+1) - 484 Genesene (+9)
  • Kreis Lippe: 732 Infektionen (+5) - 29 Todesfälle (+1) - 565 Genesene (+9)
  • Kreis Gütersloh: 598 Infektionen (+1) - 19 Todesfälle (+0) - 549 Genesene (+26)
  • Stadt Bielefeld: 387 Infektionen (+1) - 3 Todesfälle (+0) - 338 Genesene (+3)
  • Kreis Herford: 327 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (+0) - 290 Genesene (+1)
  • Kreis Minden-Lübbecke: 451 Infektionen (+1) - 7 Todesfälle (+0) - 379 Genesene (+1)

    OWL gesamt: 3404 Infektionen (+12) – 108 Todesfälle (+2) – 2848 Genesene (+53)

16.27 Uhr: Auch Unterkünfte von Erntehelfern werden kontrolliert

Nach den zahlreichen Corona-Infektionen bei Arbeitern eines Fleischbetriebs in Coesfeld sollen auch die Unterbringungsmöglichkeiten von Erntehelfern kontrolliert werden. Wie Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Freitag sagte, werde man sich die Unterbringung von Saisonarbeitnehmern „genauer ansehen“.

Die Bedingungen der Unterkünfte müssten nach der vorgeschriebenen zweiwöchigen Quarantäne gleich bleiben, erklärte Heinen Esser. Seit April dürfen ausländische Erntehelfer unter strengen Regeln in Deutschland arbeiten. So müssen sich in NRW die Unterkünfte auf dem Betriebsgelände der Landwirte befinden und dürfen bisher 14 Tage lang nur halb belegt werden.

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Foto: dpa

16.13 Uhr: Lockerungen werden in Coesfeld verschoben

Der von besonders vielen Corona-Infektionen betroffene Schlachtbetrieb in Coesfeld  wird vorübergehend geschlossen. Das teilte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag in Düsseldorf mit. Nach dem Corona-Ausbruch werden mehrere für den kommenden Montag vorgesehen Lockerungen der Schutzmaßnahmen um eine Woche auf den 18. Mai verschoben. 

Die für Schulen und Kindertagesstätten für den 11. Mai geplanten Öffnungsschritte dürften dagegen umgesetzt werden. Die Verschiebung betreffe die Lockerung der Kontaktbeschränkungen, die Öffnung von Gaststätten und Freizeitparks. Auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürften am kommenden Montag nicht öffnen, sagte Laumann. Da gelte auch für Fitnessstudios und Tanzschulen.

15 Uhr: Ein Todesfall im Kreis Paderborn - Altenbeken ist coronafrei

Das Kreisgesundheitsamt Paderborn muss  einen weiteren Corona-Toten vermelden, hat am heutigen Freitag aber auch weitere gute Nachrichten parat. So sind aktuell (Stand: 8. Mai, 14.15 Uhr) im Kreis Paderborn noch 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Einer Neuansteckung in Hövelhof – steht ein Plus von 21 Genesenen gegenüber. Und mit Altenbeken gibt es eine erste Kommune, die frei von Corona ist.

14.26 Uhr: Neuer Corona-Brennpunkt im Norden - Schlachthof in Schleswig-Holstein

Auch in Schleswig-Holstein hat jetzt ein Landkreis die von Bund und Ländern festgelegte Obergrenze neuer Corona-Infektionen überschritten. Mit 87 bestätigten aktuellen Fällen lag der Kreis Steinburg am Freitag über der Höchstzahl von 50 Neuinfizierten je 100 000 Einwohner. Der Grenzwert für den Kreis mit 131 000 Einwohnern liegt nach Behördenangaben bei 66 Neuinfektionen. Insgesamt gab es dort bislang 164 bestätigte Covid-19-Fälle. Drei Menschen starben. 74 sind wieder gesund.

Zu notwendigen Maßnahmen könnten noch keine Angaben gemacht werden, sagte eine Sprecherin des Kreises. Es gebe noch keine entsprechende Verordnung des Landesgesundheitsministeriums. Die meisten Infizierten sind Beschäftigte eines Schlachthofs in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg). Ein Großteil der Ausländer, die dort arbeiten, sind auf dem Gelände einer Kaserne im Kreis Steinburg in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht hat. In dem Schlachthof gab es bis Donnerstag 109 Infektionen.

14.07 Uhr: Stamp: Kinder sollen insgesamt zwei Tage bis zur Sommerpause wieder in die Kita kommen dürfen

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte am Freitag in Düsseldorf unter anderem an, dass alle Kinder in NRW wenigstens für zwei Tage vor der Sommerpause in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Unklar blieb zunächst, ob damit zwei Tage pro Woche oder zwei Tage insgesamt bis zum Beginn der Sommerpause gemeint war. Diesbezüglich hatte es unterschiedliche Medienberichte gegeben. Stamp stellte kurze Zeit später am Rande einer Pressekonferenz noch einmal klar, dass es sich um mindestens zwei Tage bezogen auf den gesamten Zeitraum bis zum Beginn der Sommerferien handeln wird. Damit sei es für die Kinder wieder möglich, Freunde und Erzieher zu sehen. Dies bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur auch das Ministerium.

13.20 Uhr: 2,5 Millionen Schutzmasken gelandet

In der Nacht zu Freitag ist am Paderborn-Lippstadt Airport eine Maschine vom Typ Boeing 777-200 der Nordwind Airlines mit 2,5 Millionen Schutzmasken an Bord gelandet. Der Flug fand im Auftrag der Bundesregierung statt.  Mehr lesen Sie hier. 

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In der Nacht zum Freitag ist auf dem 2,5 Millionen Schutzmasken gelandet eine Maschine mit 2,5 Millionen Schutzmasken an Bord gelandet. Foto: Paderborn-Lippstadt Airport

12.51 Uhr: Apple macht Stores in Deutschland mit Temperaturmessungen wieder auf

Apple macht ab Montag nach einer coronabedingten Auszeit seine Geschäfte in Deutschland mit Vorsichtsmaßnahmen und verkürzten Öffnungszeiten wieder auf. Bei Kunden soll am Eingang die Temperatur gemessen werden und sie müssen Gesichtsmasken tragen, wie der iPhone-Konzern am Freitag ankündigte. Wer keine Mund-Nase-Bedeckung dabeihat, bekomme eine gestellt. Da nur eine eingeschränkte Kundenzahl den Laden betreten darf, um den Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten, könne es zu Wartezeiten kommen, warnte Apple und empfahl, weiterhin online einzukaufen. Die Läden sollen von 11 bis 18 Uhr öffnen, und im Fokus werde die Beratung von Kunden mit technischen Problemen stehen, für die sie sich online anmelden könnten. Apple hatte seine rund 500 Stores wegen der Corona-Pandemie geschlossen, bisher wurden sie in China, Südkorea, Australien und Österreich wieder geöffnet.

12.31 Uhr: In allen NRW-Schlachtbetrieben werden Mitarbeiter auf Corona getestet

Nach dem Corona-Ausbruch unter den Beschäftigten einer fleischverarbeitenden Firma im Münsterland sollen die Mitarbeiter aller Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf das Virus getestet werden. Das teilte der Sprecher der Landesregierung, Christian Wiermer, am Freitag mit. Das Coronavirus hatte sich in dem Coesfelder Betrieb der Firma Westfleisch ausgebreitet. 129 Infizierte waren am Donnerstag nach Angaben des Kreises erfasst worden. Von ihnen seien 13 ins Krankenhaus gekommen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist in Coesfeld der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche überschritten worden. Er lag am Freitag (Stand: 0.00 Uhr) bei 52,7.

12.01 Uhr: Große Solidarität in Istanbul

Wer in der türkischen Millionenmetropole Istanbul wegen der Corona-Krise kein Geld mehr für die Gas- oder Wasserrechnung hat, kann sie nun auf einer Webseite anonymen Spendern zum Bezahlen anbieten. Den Zahlen auf der Seite am Freitagvormittag zufolge wurden über die Kampagne der Stadt in den ersten zwei Tagen bereits rund 76.000 Rechnungen im Wert von fast 9,5 Millionen Lira (etwa 1,2 Millionen Euro) bezahlt. Rund 119.000 Rechnungen warteten noch auf Spender. Die Rechnungen kämen von bedürftigen Familien, das habe die Stadtverwaltung geprüft, heißt es auf der Webseite.

11.42 Uhr: Staat büßt laut Bericht wegen Corona 100 Milliarden Euro Steuern ein

Bund, Länder und Gemeinden müssen sich wegen der Corona-Krise auf dramatische Einbußen bei den Steuereinnahmen einstellen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitag) dürfte der Staat allein in diesem Jahr rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als noch bei der Schätzung im vergangenen Herbst prognostiziert. Das will das Blatt aus Kreisen der Schätzer erfahren haben. Der Arbeitskreis der Steuerschätzer legt am kommenden Donnerstag seine neue Prognose vor. Das Bundesfinanzministerium war demnach zuletzt von Mindereinnahmen in Höhe von rund 82 Milliarden Euro ausgegangen, davon etwa 33 Milliarden Euro beim Bund. Hintergrund ist der erwartete schwere Konjunktureinbruch in Deutschland. Die Bundesregierung rechnet in ihrer Frühjahrsprojektion, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt. Dies wäre ein stärkerer Wirtschaftseinbruch als in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren.

11.18 Uhr: Mehr als 167.000 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7100 Tote

In Deutschland sind bis Freitagvormittag über 167.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 166.000 Infektionen). Mindestens 7198 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 7093). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte rund sieben weitere Personen anstecken. 

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 141.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2071 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 34.200 Fällen und mindestens 1371 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32 800 bestätigten Fällen und mindestens 1517 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. 

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 337,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 200,9. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

11.12: Vorschulkinder dürfen ab 28. Mai wieder in die Kitas - eingeschränkter Regelbetrieb ab September

Die Vorschulkinder in Nordrhein-Westfalen dürfen ab 28. Mai wieder in die Kindertagesstätten und die Tagespflege kommen. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Freitag in Düsseldorf an. Ab Juni sollen alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wenigstens für zwei Tage vor der Sommerpause in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Ab September sollen möglichst alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wieder in einem eingeschränkten Regelbetrieb in die Kindertagesstätten gehen können. NRW werde eine eigene wissenschaftliche Studie zu Corona-Infektionen bei Kita-Kindern durchführen. Mehrere Tausend Kinder sollten über einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich auf das Corona-Virus getestet werden. Ob für Juni Kita-Gebühren gezahlt werden müssen, stehe noch nicht fest. Das hänge vom Betreuungsangebot im Juni ab.

11.05 Uhr: Sterblichkeit in Deutschland bis Mitte April „über dem Durchschnitt“

Während der Corona-Pandemie sind laut Statistischem Bundesamt überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland gestorben. Das geht aus einer am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Sonderauswertung hervor. Für die jüngeren Daten nutzen die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Derzeit liegen damit vorläufige Daten bis 12. April vor. Demnach liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit 23. März „über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019“. In der letzten Märzwoche seien mindestens 19 385 Menschen gestorben, zwischen 30. März und 5. April mindestens 20.207 und zwischen 6. und 12. April mindestens 19.872. Damit starben zwischen 6. und 12. April knapp 2000 Menschen beziehungsweise elf Prozent mehr als im vierjährigen Durchschnitt für diese Woche. Vergleicht man einzelne Jahre, waren es zwischen 6. und 12. April 18 Prozent mehr Tote als 2017 und 4 Prozent mehr als 2018.

10.42 Uhr: NRW-Polizeigewerkschaft warnt vor Fanansammlungen und Abendspielen

Die Veröffentlichung des Bundesliga-Spielplans nach der Corona-Pause durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf den Plan. Sie befürchtet unerlaubte Fanansammlungen rund um die Stadien oder in den Innenstädten und spricht sich zudem gegen Abendspiele aus. Mit dem 26. Spieltag setzen die 1. und die 2. Bundesliga ihren Spielbetrieb am 16. Mai ohne Zuschauer in den Stadien fort. Auch ein Erstliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr), zwei Partien am Sonntag (15.30 Uhr/18 Uhr) und ein Montagabendspiel (20.30 Uhr) sind geplant. Vor allem die Abendspiele sehen die NRW-Ordnungshüter, die sich stets gegen Geisterspiele ausgesprochen hatten, sehr kritisch. „Wenn schon wieder gespielt wird, dann müssen wenigstens solche Schwierigkeiten vermieden werden. Für Abendspiele in der Bundesliga haben wir absolut kein Verständnis“, sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende NRW, Michael Maatz, der „Rheinischen Post“ (Freitag).

9.32 Uhr: Corona-Infektionen im Kreis Coesfeld: Grenzwert überschritten

Dem besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Coesfeld drohen als erstem in Nordrhein-Westfalen neue Beschränkungen in der Pandemie. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche überschritten worden. Er lag am Freitag (Stand: 0.00 Uhr) bei 52,7. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass zahlreiche im Zuge der Corona-Krise verfügte Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder gelockert werden, bei einer Überschreitung dieser Obergrenze aber umgehend wieder ein Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss.  Das Virus hatte sich zuletzt vor allem in dem fleischverarbeitenden Betrieb Westfleisch in Coesfeld ausgebreitet. 129 Infizierte waren am Donnerstag nach Kreisangaben erfasst worden. Alle 1200 Beschäftigten des Standortes sollten auf das Virus getestet werden. Der Kreis Coesfeld erklärte am Morgen, dass die Situation fortlaufend bewertet und über Maßnahmen beraten werde.

9.09 Uhr: Deutsche sehen drohenden Verzicht voraus

Die Corona-Pandemie könnte die Kauflaune der Menschen in Deutschland noch lange Zeit beeinflussen: Jeder Dritte glaubt einer Befragung des Marktforschungsinstitutes GfK zufolge, dass sich seine finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werde. Ein Viertel wolle auf den eigentlich geplanten Urlaub verzichten, sieben Prozent wollen den Kauf von Kleidung, Autos und Luxusgütern verschieben. Die Konsumexperten von GfK gehen davon aus, dass Verbraucher künftig bewusster einkaufen werden. „Das neue “Normal„ wird durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und knappere Verbraucherbudgets gekennzeichnet sein“, sagte die GfK-Expertin Petra Süptitz. „Darauf werden sich Händler und Hersteller einstellen müssen“, betonte sie. Ein Drittel gab bei der GfK-Studie unter dem Titel „Covid-19 Consumer Pulse“ an, in Zukunft weniger Geld für den Kauf langlebiger Produkte, wie Möbel, Autos oder Fernseher ausgeben zu wollen.

8.30 Uhr: OWL wirbt um Urlauber aus Ostwestfalen

Mit großer Erleichterung hat die der OWL GmbH angegliederte Organisation Teutoburger Wald Tourismus die   angekündigten Lockerungen   für Gaststätten, Hotels, Ferienwohnung und andere Unterkünfte aufgenommen.  Ihr Leiter Markus Backes hofft sogar auf neue Kundschaft für die Branche in OWL, die hier jährlich einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erwirtschafte. 

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Gesundheit ist im Zuge der Corona-Krise ein noch wichtiger geworden. Davon sollen die Kurorte in OWL profitieren. In Bad Lippspringe hat das Gelände der Landesgartenschau inzwischen wieder geöffnet. Foto: Oliver Schwabe

8.15 Uhr: Export sinkt in Corona-Krise deutlich - Stärkster Rückgang seit 1990

Der deutsche Export ist zu Beginn der Corona-Krise eingebrochen. Die Unternehmen führten im März Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro aus. Das waren 7,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 11,8 Prozent weniger als im Februar 2020,  wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Vormonat war es der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990. Die Importe verringerten sich binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 91,6 Milliarden Euro. Der Einbruch im März hinterließ deutliche Spuren im ersten Quartal. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 324,9 Milliarden Euro. Die Einfuhren verringerten sich um 2,9 Prozent auf 273,1 Milliarden Euro.

8.00 Uhr: Bibliotheken öffnen wieder - nur Ausleihe möglich

In allen Bundesländern können die Bibliotheken nun wieder öffnen. Doch ein Bibliotheksbesuch wie vor Beginn der Corona-Pandemie wird so schnell nicht möglich sein. „Man muss etwas differenzieren, was Öffnen heißt“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, Andreas Degkwitz, der Deutschen Presse-Agentur. Man werde zunächst nur Bücher ausleihen und zurückgeben können, die Arbeitsplätze blieben gesperrt, und auch Veranstaltungen werde es nicht geben. „Vorerst kehrt kein Leben in die Bibliotheken zurück.“ Welche der mehr als 9000 Bibliotheken in Deutschland wann öffnen werden oder schon geöffnet sind, hängt von den Vorgaben der Bundesländer ab und wie schnell die Einrichtungen die Hygienekonzepte umsetzen können.

7.45 Uhr: Den Kirchen fehlen Millionen

Die beiden großen christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen rechnen mit einem Einbruch bei den Kirchensteuern infolge der   Corona-Krise.   Niedrigere Löhne durch Kurzarbeit, geringere Verdienste Selbstständiger und wachsende Arbeitslosigkeit lassen die wichtigste Einnahmequelle der Kirchen spärlicher sprudeln.  Mehr lesen Sie hier.

7.30 Uhr: Schutzmaske wird zur Sprachbarriere

Mit Mund-Nase-Schutz verschmiert der Lippenstift, juckt die Nase oder beschlägt die Brille. Über Sorgen wie diese kann Stefanie Schmidt nur lächeln. Die 37-Jährige ist gehörlos. Für sie und andere Hörbehinderte ist die Maske bei der Begegnung mit Hörenden eine echte Sprachbarriere.  An einen Notfall mag die Borchenerin nicht denken.

7.20 Uhr: Trump stimmt Amerikaner auf Wiedereröffnung des Landes ein

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf die Wiedereröffnung des Landes eingestimmt - Sorgen vor einer erneuten Zuspitzung der Corona-Krise zum Trotz. „Es ist ein großer Moment in unserer Geschichte, weil wir unser Land wieder öffnen“, verkündete Trump in einer am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft. „Die Leute wollen, dass sich unser Land öffnet.“ Er versprach: „Wir wollen es auf sichere Weise machen.“  Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten darüber, wie das geschehen soll.

7.05 Uhr: Anschub für Gastronomen

Erst waren es kleine Schritte, jetzt lockert die Landesregierung in vielen Bereichen die zur Corona-Abwehr verhängten Beschränkungen. Das sei keine leichte Übung, räumte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) ein.  Vor allem die Wirtschaft brauche jetzt dringend Impulse.

6.43 Uhr: NRW-Restaurants dürfen auch Gruppen bewirten

Bei der Öffnung von Restaurants und Cafés ab Montag müssen Gastronomen in NRW den Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen einhalten, allerdings dürfen sie durchaus größere Personengruppen bewirten. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erklärte, dass die Freigabe für das Treffen von Personen aus maximal zwei Haushalten keine Begrenzung der Personenzahl beinhalte.  Mehr erfahren Sie hier.

6.30 Uhr: Klingbeil sieht Nähe zwischen AfD und Corona-Verschwörungstheoretikern

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht eine „gefährliche Nähe“ zwischen der AfD und Menschen, die in der Corona-Krise Verschwörungstheorien verbreiten. „Das ist die gleiche Tonspur, in der die Leute unterwegs sind“, sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit versuchten vor allem rechte Gruppen das Land durch Verschwörungstheorien zu destabilisieren, indem sie mit professionellen Videos und Tonnachrichten nachweislich Lügen verbreiteten. „Das ist der organisierte Versuch, zu spalten und zu hetzen“, warnte Klingbeil. Er rief die Bürger auf, sich stärker als bisher dagegen zu wehren. „Wir brauchen einen Widerstand der normalen Leute, das fängt im Bekanntenkreis, in den eigenen WhatsApp-Gruppen an“, forderte der Bundestagsabgeordnete.

6.16 Uhr: Forderungen nach „Kindergipfel“ und Hilfen für Eltern

Wegen der weiterhin ungewissen Perspektiven für Schulen und Kitas in der Corona-Krise reißen die Forderungen nach mehr Unterstützung für Familien nicht ab. „Wir brauchen einen Kindergipfel der Ministerpräsidenten und zuständigen Landesminister im Kanzleramt“, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch der Deutschen Presse-Agentur.

6.11 Uhr: Altenheime skeptisch wegen schneller Öffnung zum Muttertag

Die schnelle Öffnung der NRW-Altenheime nach langem Besuchsverbot schon am Muttertag (10.5.) stößt bei Einrichtungen im Land auf Skepsis und Kritik. Leitungskräfte benötigten eine angemessene Vorbereitungszeit zur Umsetzung der Schutzvorgaben, kritisierte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste mit Blick auf NRW. „Leider wird dies nur unzureichend berücksichtigt, wenn bereits in einigen Tagen wieder Besuche flächendeckend (...) ermöglicht werden sollen.“ „Viele Heime können in der Kürze der Zeit gar keine entsprechenden Hygienekonzepte umsetzen“, sagte Christian Woltering, Geschäftsführer beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen.

6.01 Uhr: Mexikanern geht das (Corona-)Bier aus

Mexiko geht in der Corona-Krise das Bier aus.  Es bleibe nur noch das, was von dem Bier übrig sei, das vor dem 6. April gebraut wurde, sagte die Chefin des mexikanischen Brauereiverbands, Karla Siqueiros, der Deutschen Presse-Agentur. Damals wurde die Bierproduktion in dem nordamerikanischen Land eingestellt, nachdem die Regierung die Industrie als nicht unerlässlich eingestuft hatte. Mexiko ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt. Im vergangenen Jahr wurden dort 124,5 Millionen Hektoliter gebraut und gut 40 Millionen Hektoliter in rund 180 Länder exportiert. Die beliebteste mexikanische Marke - im In- wie im Ausland - ist Corona.

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