Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Studie zu Covid-19 ein "Durchbruch" - Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten?

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert.  Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Mittwoch, 17.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 12:59 Uhr
 Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt : Coronavirus-Newsblog: Studie zu Covid-19 ein "Durchbruch" - Großve...
Symbolbild Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de )

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland .

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

Archiv:

Lesen Sie hier Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März) hier  Teil 2 (15. März bis 6. April),  hier Teil 3 (6. April bis 30. April),  hier  Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai)  und hier Teil 5 (10. Mai bis 30. Mai) .

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NEWSBLOG

Mittwoch, 17. Juni

11.15 Uhr: Großveranstaltungen bleiben möglicherweise bis Ende Oktober verboten

Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie möglicherweise bis mindestens Ende Oktober verboten. Das geht aus einer mit anderen Ländern abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst berichteten RTL und ntv sowie der „Spiegel“ über die mögliche Fortsetzung des Verbots. 

10.50 Uhr: Schulministerin: Kein Verständnis für Verzicht auf Abschlussfeiern

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat noch einmal betont, dass trotz Corona-Krise Abschlussfeiern mit Zeugnisübergaben an Grund- und weiterführenden Schulen rechtlich abgesichert seien. Es erschließe sich ihr nicht, warum einige Schulleitungen etwa in Köln Abschlussfeiern abgesagt hätten, sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Die Schulleitungen müssten „keine Sorgen haben“, dass ihnen von Seiten des Ministeriums Einschränkungen gemacht würden. Sie räumte aber ein, dass es aufgrund der Corona-Schutzverordnungen „mitunter schwierige Situationen“ bei der Organisation geben könne. Abschlussfeiern seien in den Schulen oder auch außerhalb möglich. Auch Eltern dürften an den feierlichen Zeugnisausgaben teilnehmen.

6.25 Uhr: Corona-Übertragung: Wie gefährlich sind öffentliche Toiletten?

Öffentliche Toiletten könnten zu den Risikoorten für eine Corona-Ansteckung zählen. Das legt zumindest eine Studie chinesischer Wissenschaftler nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt „Physics of Fluids“ veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten, wie sich kleine Schwebeteilchen beim Spülen einer Toilette in der Luft verteilen. Es sei möglich, dass Virus-belastete Aerosol-Wolken von anderen Menschen eingeatmet werden, schließen sie. Studien zuvor hatten bereits gezeigt, dass der Stuhl von Infizierten Coronavirus-Material enthalten kann - lebende Viren wurden allerdings nur sehr selten gefunden. 

Die Physiker der Universität von Yangzhou nutzten detaillierte Computermodelle, um die Wasser- und Luftströmungen nachzuzeichnen, die beim Spülen mit verschiedenen Toilettentypen entstehen. Demnach werden in der Toilette Wirbel erzeugt, die sich in Form von Aerosol-Wolken über der Schüssel fortsetzen - bis auf eine Höhe von knapp einem Meter, wo sie eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen absetzen könnten. Die Lösung sei einfach: Klodeckel vor dem Spülen schließen. 

Forscher des US-amerikanischen Swedish Medical Centers indes haben in einer Metaanalyse 29 Studien zu gastrointestinalen Folgen einer Covid-19-Erkrankung mit 4805 Patienten ausgewertet. Wie sie im Fachblatt „JAMA Network Open“ berichten, gehörten bei mehr als zehn Prozent aller Infizierten Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen zu den Symptomen. 

6.18 Uhr: Merkel und Ministerpräsidenten beraten über Corona-Folgen

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch (15 Uhr) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Umsetzung des von der großen Koalition beschlossenen Konjunkturprogramms und über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr treffen sich die Länderchefs und Merkel persönlich im Kanzleramt. Seit Mitte März hatte es nur Video- und Telefonkonferenzen gegeben.

6.10 Uhr: Studie im Kampf gegen Covid-19 ein «Durchbruch»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch begrüßt.

Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus einer Mitteilung zufolge. Mehr hier .

5.55 Uhr: Corona-Ausbruch bei Tönnies bereitet Sorge

Ein Corona-Ausbruch in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lässt die Infektionszahlen im Kreis Gütersloh hochschnellen. Der Kreis weist laut Robert-Koch-Institut bundesweit die  zweithöchste Ansteckungsrate auf  – mit 31 Fällen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Selbst im Falle eines weiteren Anstiegs über den festgelegten Grenzwert von 50 für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung will Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) aber einen Lockdown verhindern.

Dienstag, 16. Juni

21.09 Uhr: Bielefelder Nachtansichten endgültig abgesagt

Trotz der fortgesetzten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen hat die Entwicklung rund um das Virus weiterhin einen massiven Einfluss auf Großevents in Bielefeld. Bielefeld Marketing musste jetzt als Veranstalter wieder zwei Entscheidungen treffen. Die traurige Nachricht: Die Bielefelder Nachtansichten, die wegen Corona bereits von Ende April auf den 15. August 2020 verlegt worden waren, können auch zum Ausweichtermin nicht stattfinden und werden für 2020 abgesagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

19.56 Uhr: Prinz Charles besucht Krankenhaus

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich am Dienstag erstmals seit seiner Covid-19-Erkrankung wieder in der Öffentlichkeit gezeigt . Gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Camilla besuchte er ein Krankenhaus in Cheltenham. Die beiden bedankten sich dort bei Mitarbeitern für deren Einsatz in der Coronavirus-Pandemie - allerdings mit gebührendem Abstand von zwei Metern. Der 71 Jahre alte Thronfolger war selbst zeitweise an Covid-19 erkrankt, hatte aber nur milde Symptome. Er hatte sich deshalb im März eine Woche lang auf seinem Landsitz in Schottland in Selbstisolation begeben.

19.05 Uhr: OWL-Zahlen im Überblick:

(In Klammern Veränderungen  zum Vortag, Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW)

Kreis Höxter:

Aktuell Infizierte: 13 (-1)

Fälle insgesamt: 365

Todesfälle: 17

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,4 (+1,4)

Kreis Paderborn:

Aktuell Infizierte: 32 (-2)

Fälle insgesamt: 670

Todesfälle: 33

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,7 (-1,9)

Kreis Lippe:

Aktuell Infizierte: 4 

Fälle insgesamt: 748

Todesfälle: 29

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,4 

Kreis Gütersloh:

Aktuell Infizierte: 134 (+21)

Fälle insgesamt: 822 (+23)

Todesfälle: 20

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 31,0 (+5,7)

Stadt Bielefeld:

Aktuell Infizierte: 10 

Fälle insgesamt: 414

Todesfälle: 5

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,3 (-0,6)

Kreis Herford:

Aktuell Infizierte: 9 (+2)

Fälle insgesamt: 340 (+2)

Todesfälle: 7

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,6 (-0,4)

Kreis Minden-Lübbecke:

Aktuell Infizierte: 16 (-1)

Fälle insgesamt: 489

Todesfälle: 12

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,0

OWL gesamt:

Aktuell Infizierte: 218 (+19)

Fälle insgesamt: 3848 (+25)

Todesfälle: 123

NRW:

Aktuell Infizierte: 1586 (-50)

Fälle insgesamt: 39.412 (+107)

Todesfälle: 1648 (+2)

18.07 Uhr: Unionschef Ralph Brinkhaus rät zur Vorsicht

Am Mittwoch kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen, um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Mit Blick auf die unterschiedlichen Regeln warnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor Unübersichtlichkeit. Es dürfe kein "extreme Flickenteppich" entstehen, sagte er. Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel treffen sich am Mittwoch das erste Mal nach langer Zeit wieder persönlich in Berlin.

Unionschef Ralph Brinkhaus aus Gütersloh äußerte sich zurückhaltend zu raschen weitergehenden Lockerungen. Es gebe auch Länder, in denen es ein Wiederaufflackern der Pandemie gebe, sagte er unter anderem mit Blick auf China. "Deswegen sollte man das tun, was medizinisch vertretbar ist, sollte aber auch vorsichtig dabei bleiben."

17.58: Entzündungshemmer hilft bei schwerem Covid-19-Verlauf

Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin , die noch nicht veröffentlicht sind und bisher nicht von anderen Experten begutachtet wurden. Bei Patienten, die künstlich beatmet wurden und das Medikament bekamen, sank die Sterberate um ein Drittel, wie die federführenden Wissenschaftler von der Universität Oxford in einer Pressemitteilung berichten.

16.53 Uhr: Tönnies kündigt Maßnahmen an

Bei einem Gespräch mit Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh, hat Unternehmenschef Clemens Tönnies Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zugesichert . Er kündigte an, dass die Mindestabstände in der besonders stark betroffenen Zerlegung erhöht werden. Auch die Belüftung soll deutlich verbessert werden.

15.38 Uhr: Kreis Gütersloh trauriger Spitzenreiter - 369 Haushalte in Berlin unter Quarantäne

Im Berliner Bezirk Neukölln stehen 369 Haushalte unter Quarantäne. Pro Haushalt werden bis zu zehn Bewohner vermutet. Mindestens 57 Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert, darunter auch Kinder. Weitere Landkreise mit vielen Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) auch Aichach-Friedberg, Greiz, Verden und Gütersloh. Im Kreis Gütersloh war am Montag über das Wochenende ein Zuwachs von 48 Infektionen gemeldet worden , allein 46 in Zusammenhang mit dem Fleischunternehmen Tönnies. 149 von 412 Landkreisen haben in den vergangenen Tagen keine Neuinfektionen registriert.

15.03 Uhr: Verkehrserziehung per  Internet

Durch die Corona-Situation musste die Radfahrausbildung in den vierten Klassen an zahlreichen Grundschulen im Kreis Höxter ausfallen oder wurde auf ein Minimum reduziert. Daher macht die Verkehrswacht Kreis Höxter gemeinsam mit der Polizei im Kreis Höxter auf die Möglichkeit aufmerksam, diese Radfahrerausbildung zumindest teilweise im Internet nachzuholen – ohne zusätzliche Kosten.

14.08 Uhr: Bremen: Teil-Verbot für Alkoholabgabe wegen Corona-Sorglosigkeit

Die Stadt Bremen reagiert mit einem räumlich und zeitlich begrenzten Verbot eines Außerhausverkaufs von Alkohol auf zunehmende Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln. Das Verbot soll vom nächsten Wochenende an jeweils freitags und samstags sowie an Vorabenden von Feiertagen von 22.00 Uhr an gelten. Betroffen sind sogenannte Hotspots am Weserufer (Schlachte), im Kneipenviertel («Viertel») und im Bereich des Hauptbahnhofes, wie Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Dienstag mitteilte. In Restaurants darf weiter Alkohol ausgeschenkt werden.

14.01 Uhr: Niedersachsen will Zuschauer beim Sport im Freien erlauben

Sportvereine in Niedersachsen könnten vom 22. Juni an wieder Zuschauer empfangen. Ein Entwurf der Landesregierung für die neue Corona-Verordnung sieht nach dpa-Informationen vor, dass Zuschauer beim Sport im Freien wieder zugelassen werden, sofern sie einen Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus einem anderen Haushalt einhalten. Kommen mehr als 50 Zuschauer, müssen die Besucher Sitzplätze einnehmen. Die Veranstalter müssen außerdem die Kontaktdaten der Zuschauer erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachvollziehen zu können. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen sollen bis Ende August verboten bleiben.
Die Änderungen für Zuschauer gelten für den Amateursport. Für die Fußball-Bundesliga und andere Profiligen gelten weiterhin die dafür erstellten Hygienekonzepte, die beispielsweise bei Bundesligaspielen kein Stadionpublikum erlauben. Die neue Corona-Verordnung soll in den kommenden Tagen final abgestimmt und am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

13.57 Uhr: Drei mit Corona infizierte Katzen in Hannover unter Beobachtung

Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat drei mit dem Coronavirus infizierte Katzen aufgenommen. Die Tiere seien unter Sicherheitsvorkehrungen im Forschungszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und Zoonosen untergebracht, sagte eine Hochschulsprecherin am Dienstag. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet. Ein Amtstierarzt aus einem anderen Bundesland hatte die aus einem Haushalt stammenden Katzen abgegeben. Sie zeigten bisher keine Symptome. Der Sprecherin zufolge werden in der Quarantäne regelmäßig Blut- und Speichelproben genommen, zudem werden die Tiere auf Antikörper getestet.
Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen positive Corona-Tests bei Tieren bald bei den Behörden meldepflichtig werden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Menschen sich bei ihren Haustieren mit dem Virus ansteckten, hieß es in Berlin. Sinnvoll könne es etwa sein, Katzen testen zu lassen, die in einem Haushalt mit Corona-Infizierten lebten. Es habe sich gezeigt, dass Katzen oder auch Frettchen sich mit dem Erreger infizieren, bei Hunden sei das Risiko geringer.

13.30 Uhr: Sachsen plant weitere Lockerungen

Sachsen plant in der Corona-Krise weitere Lockerungen. Diese sollen mit der neuen Corona-Schutzverordnung von Ende Juni bis zum 17. Juli gelten, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts ankündigte. Demnach sollen größere Familienfeiern mit bis zu 100 Gästen unter Hygieneauflagen wieder möglich sein. Nachgedacht werde auch über eine mögliche Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen. «Wir haben das diskutiert, sind aber vorsichtig», sagte Köpping. Die Entscheidung hänge auch von einer Einigung im Bund ab. Der Mindestabstand sowie der Mund-Nasen-Schutz in Bussen und Bahnen sollen aber bestehen bleiben.

12.01 Uhr: Europäische Corona-Apps sollen Daten untereinander austauschen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App am Dienstag startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet.

11.40 Uhr: Ukraine: Selenskyjs Ehefrau wegen Coronavirus im Krankenhaus

Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist wegen einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus gebracht worden. Der Zustand von Olena sei stabil, teilte das Präsidentenbüro am Dienstag in Kiew mit. Die 42-Jährige habe eine mittlere beidseitige Lungenentzündung und müsse nicht beatmet werden. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern seien weiter negativ.
Das Staatsoberhaupt führt nach eigenen Angaben seit vergangenem Freitag die Amtsgeschäfte in einem «besonderen Arbeitsregime». Es sei keine komplette Selbstisolation, weil Selenskyj seine Vollmachten laut Verfassung nicht delegieren könne, hatte sein Büro mitgeteilt. Der 42-Jährige wolle aber Kontakte auf das Nötigste reduzieren.
In dem osteuropäischen Land sind bisher etwa 32 400 Infektionen nachgewiesen worden. Knapp 910 Menschen starben.

9.38 Uhr: Mehr Corona-Neuinfektionen in der Türkei - Maskenpflicht ausgeweitet

Rund zwei Wochen nach Lockerung der Corona-Restriktionen in der Türkei ist die Zahl täglich erfasster Neuinfektionen wieder angestiegen. In insgesamt 42 Provinzen habe man deswegen eine generelle Maskenpflicht eingeführt, schrieb Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstagmorgen auf Twitter. Die Millionenmetropolen Istanbul, Ankara und Izmir sind nicht darunter. Allerdings gilt schon seit April landesweit eine Maskenpflicht an belebten Orten wie Supermärkten.
Am Montagabend hatte Koca auf Twitter geschrieben, in 24 Stunden seien 1592 neue Coronavirus-Infektionen und 18 Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am 1. und 2. Juni noch bei rund 800 gelegen. Im April lag die Rate zwischenzeitlich bei mehr als 5000 Neuinfektionen täglich.

9.38 Uhr: Corona-Ausbruch in Berlin-Neukölln: Weitere Tests und Aufklärung

Nachdem es in einem Wohnblock in Berlin-Neukölln einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, setzt der zuständige Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) auf Aufklärung. Bisher seien 54 Bewohner positiv getestet worden und es werde weitere Tests geben, sagte Liecke am Dienstag im Interview mit dem Inforadio des RBB. Der Wohnblock mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern war am Samstag unter Quarantäne gestellt worden.
Die Sicherstellung der Quarantäne ist Liecke zufolge eine der größten Herausforderungen. Zunächst werde man vor Ort beraten, informieren und aufklären. Wenn es Quarantäne-Brecher gebe, will man sie gezielt ansprechen - auch mit Nachdruck und Hilfe der Polizei.
Wie sich die Menschen in dem Wohnblock ansteckten, ist laut Liecke noch unklar. Es lägen Vermutungen nahe, dass es auch Querverbindungen in andere Berliner Bezirke wie Reinickendorf und Spandau gebe.

9.03 Uhr: Nicht mehr coronafrei: Zwei neue Fälle in Neuseeland

Erstmals seit mehr als drei Wochen ohne aktive Corona-Fälle gibt es in Neuseeland nun wieder zwei Infizierte. Bei den beiden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 Getesteten handele es sich um miteinander verwandte Frauen, die Anfang Juni aus Großbritannien eingereist seien, sagte Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield am Dienstag. Unklar war zunächst, ob die Frauen Britinnen oder neuseeländische Staatsbürgerinnen sind.
Sie seien nach der Einreise zunächst in die obligatorische zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hätten aber nach sechs Tagen wegen eines Todesfalles in der Familie per Auto von Auckland in das mehr als 600 Kilometer weit entfernte Wellington reisen dürfen. Dort seien sie mit nur einem weiteren Familienmitglied in Kontakt gewesen.

8.33 Uhr: SPD-Chefin Esken: Corona-Warn-App auch in Schulen mit Handyverboten

Die Nutzung der neu eingeführten Corona-Warn-App sollte nach Meinung der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken auch in Schulen mit strengen Handyverboten möglich sein. Es sei «durchaus geboten, dass auch Schülerinnen und Schüler die App nutzen», sagte
Esken dem «Handelsblatt». «Ich bin hier klar für eine Lockerung. Aber nicht nur wegen der Corona-Warn-App.» Der verantwortliche Umgang mit dem Smartphone müsse auch in der Unterrichtssituation gelernt werden, sagte die Sozialdemokratin.

8.05 Uhr: Freiberufler-Verband sieht 400 000 Jobs in Gefahr

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) rechnet mit einem deutlichen Stellenabbau in diesem und im kommenden Jahr. Trotz des milliardenschweren Rettungspakets der Bundesregierung sei die Lage im Zuge der Corona-Krise für viele Freiberufler ausgesprochen schwer, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer dem «Handelsblatt». «Nachdem bereits erste Stellen abgebaut werden mussten, sind mindestens 400 000 weitere Stellen in Gefahr.» Vor allem junge Unternehmen bräuchten Hilfe, damit die Gründerkultur in Deutschland nicht nachhaltig geschädigt werde.

7.40 Uhr: Nach Ausbruch auf Großmarkt: China meldet weitere Infektionen

Infolge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Pekinger Großmarkt ist die Zahl der Infizierten in der chinesischen Hauptstadt weiter gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden in der Stadt 27 neue Infektionen nachgewiesen. Vier Infizierte meldete Pekings Nachbarprovinz Hebei, eine weitere lokale Erkrankung gab es offiziellen Angaben zufolge in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Zudem wurden landesweit acht «importierte Fälle» gemeldet, die bei Reisenden aus dem Ausland erkannt wurden.
Nachdem China über viele Wochen kaum noch neue Erkrankungen gemeldet hatte, kam es vergangene Woche auf dem Großmarkt Xinfadi in der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Allein seit Sonntag meldete Peking knapp 100 Infektionen.

6.53 Uhr: Corona-Aufschub für die Oscars - Roter Teppich erst im April 2021

2020 legte die Corona-Pandemie den Filmbetrieb in Hollywood lahm, nun trifft es auch noch die Oscars: Acht Wochen länger als geplant müssen sich Stars und Kinofans im Jahr 2021 gedulden. Statt am 28. Februar soll die 93. Trophäen-Show nun erst am 25. April stattfinden. Dies gab die Film-Akademie am Montag (Ortszeit) in Beverly Hills bekannt, nachdem in der Branche bereits wochenlang über einen möglichen Aufschub spekuliert worden war.

6.23 Uhr: Mittlerweile mehr als acht Millionen bestätigte Corona-Fälle weltweit

Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns-Hopkins Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts am Dienstagmorgen hervorging. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten - mehr als 116.000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888.270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536.480 bestätigten Fällen.

6.00 Uhr: Messebetrieb in Corona-Zeiten: Neues Konzept in Hannover

Ab September will die Deutsche Messe AG in Hannover mit neuen Corona-Sicherheitsstandards wieder Veranstaltungen möglich machen und so Risiken für Besucher und Aussteller minimieren. Kern des Konzepts sind spezielle Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Erfassung von Kontakten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Die Messegesellschaft musste unter anderem die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe aufgrund der Ansteckungsgefahren in diesem Jahr absagen. Man sei zuversichtlich, dass mithilfe der neuen Regelungen im Herbst etwa wieder die Fachmessen Euroblech (27. bis 30. Oktober) und Eurotier (17. bis 20. November) auf dem Gelände in der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfinden können, sagte Vorstandschef Jochen Köckler der Deutschen Presse-Agentur.

5.40 Uhr: Neue Corona-Warn-App steht zum freiwilligen Herunterladen bereit

Nach wochenlangen Vorbereitungen geht die offizielle deutsche Warn-App für den Kampf gegen das Coronavirus an den Start. Die Bundesregierung stellt die neue Anwendung am Dienstag (10.30 Uhr) in Berlin vor. In den App-Stores von Google und Apple stand die Anwendung bereits in der Nacht zur Verfügung. Das Herunterladen soll für alle Bürger freiwillig sein, um mit Hilfe von Smartphones das Nachverfolgen von Infektionen zu erleichtern. Die Regierung wirbt für eine breite Nutzung und verspricht hohen Datenschutz. Forderungen nach einem Gesetz lehnte sie ab. Die Ärzte unterstützen die neue App.

5.35 Uhr: Infektion an Grundschule im Kreis Herford

In Spenge-Lenzinghausen im Kreis Herford hat sich ein Grundschulkind infiziert. Es gab weitere Test, die aber keine Hinweise auf weitere Infektionen erbracht hätten, heißt es von den Behörden.

5.03 Uhr: Forscher sagen 200.000 Corona-Tote in den USA bis Oktober voraus

In der Corona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200.000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100.000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten.
Damals waren die IHME-Wissenschaftler von 132.000 Toten in den USA bis Anfang August ausgegangen. Inzwischen rechnen sie bis zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 147.000 Toten. Die Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichneten am Montagabend (Ortszeit) mehr als 116.000 Tote in den USA - bei mehr als 2,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen. Die USA liegen mit beiden Werten weltweit an der Spitze.

4.35 Uhr: 378 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 378 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.839 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 16.6., 0.00 Uhr).
8800 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag erneut über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,19 (Datenstand 15.6., 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen.

Montag, 15. Juni

20.02 Uhr: Rekordverschuldung wegen Corona-Krise

Sechs Jahre stand die schwarze Null, jetzt muss sich der Bund wegen der Corona-Krise so viel Geld leihen wie noch nie zuvor. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant für 2020 mit einer Neuverschuldung von 218,5 Milliarden Euro . Das ist fast fünfmal so viel wie im bisherigen Rekordschuldenjahr 2010 in der Finanzkrise.

19.41 Uhr: Alle Zahlen aus der Region auf einen Blick

(In Klammern die Veränderungen zum Vortrag; Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter: 14 aktuell Infizierte

                      365 bestätigte Fälle insgesamt

                      17 Todesfälle

                      0 neue Fälle pro 100.000 Einwohner

Kreis Paderborn: 34 (+1) Infizierte

                             670 Fälle (+1)

                            33 Todesfälle

                            2,6 neue Fälle pro 100.000 Einwohner

Kreis Lippe: 4 (+2) Infizierte

                    748 (+2) Fälle insgesamt

                    29 Todesfälle

                    1,4 Fälle pro 100.000 Einwohner

Kreis Gütersloh: 113 (+6) Infizierte

                         799 (+22) Fälle insgesamt

                         20 Todesfälle

                         25,3 Fälle pro 100.000 Einwohner

Stadt Bielefeld: 10 Infizierte

                          414 insgesamt

                          5 Todesfälle

                          0,9 pro 100.000

Kreis Herford: 7 Infizierte

                       338 insgesamt

                       7 Todesfälle

                       2,0 pro 100.000

Kreis Minden-Lübbecke: 17 Infizierte (-3)

                                       489 insgesamt

                                       12 Todesfälle (+1)

                                       0,0 pro 100.000

OWL:  199 (+16) Infizierte aktuell

           3823 (+74) insgesamt

           123 (+2) Todesfälle

NRW: 1636 (+74) Infizierte aktuell

          39.305 (+74) insgesamt

          1646 Todesfälle (+2)

18.54 Uhr: 89-Jährige in Minden verstorben

Eine Bewohnerin eines Mindener Altenheimes ist in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Im Kreisgebiet sind aktuell 17 Infizierte registriert , zwölf Menschen sind gestorben. Zwei Coronafälle gibt es noch in Hille, zwölf in Minden und drei in Porta Westfalica.

18.26 Uhr: Unterstützung für Studenten

In den vergangenen Monaten haben wegen der Corona-Krise viele Studenten ihre Jobs verloren, etwa weil Bars und Restaurants geschlossen waren. Nun können Betroffene Gelder aus einem Nothilfefonds beantragen. Die entsprechende Antragsplattform soll an diesem Dienstag freigeschaltet werden.  Das Geld fließt aber frühestens Ende Juni.

18.21: Ikea will zurückzahlen

Im Zuge der Corona-Krise bekamen viele Firmen finanzielle Hilfen vom Staat, darunter auch Ikea. Der Möbelriese blickt optimistisch in die Zukunft und will die Gelder nun zurückzahlen

17.30 Uhr: 46 neue Fälle bei Tönnies

Der Krisenstabsleiter des Kreises Gütersloh, Thomas Kuhlbusch, appelliert an die Verantwortung des Rheda-Wiedenbrücker Fleischwarenriesens Tönnies: "Die Infektionszahlen müssen wieder sinken!", sagt Kuhlbusch. Über das Wochenende waren die Zahlen im Kreis Gütersloh um 48 gestiegen, fast alle Betroffenen arbeiten in dem Schlachtbetrieb.

15.39 Uhr: Bund steigt bei Impfstoff-Entwickler ein

Im weltweiten Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus steigt der Bund beim deutschen Biotech-Unternehmen Curevac ein . Wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, übernimmt die staatliche Förderbank KfW für 300 Millionen Euro rund 23 Prozent der Anteile. Ziel sei, dem Unternehmen von Mehrheitseigner Dietmar Hopp finanzielle Sicherheit zu geben. Auf Geschäftsentscheidungen wolle der Staat keinen Einfluss nehmen.

14.16 Uhr: Corona-Warn-App soll nicht zur Pflicht werden

Die Menschen in Deutschland sollen auf keinen Fall dazu gezwungen werden, die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zu installieren und zu verwenden. Das betonte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz: «Freiwillig heißt freiwillig.»

Für die Bundesregierung bedeute Freiwilligkeit, dass durch die Nichtnutzung der App keinerlei Nachteile entstehen.

13.04 Uhr: Wie Ärzte im NRW-Herzzentrum in Bad Oeynhausen mit der Flut neuer Veröffentlichungen umgehen

Die Corona-Pandemie stellt Ärzte nicht nur bei der Behandlung von Schwerkranken vor Herausforderungen. Sie verlangt von ihnen auch, sich nahezu täglich mit neuen Studien auseinanderzusetzen.

„Das ist hochspannend”, sagt Prof. Jan Gummert, der Ärztliche Direktor des NRW-Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen. Mediziner finden neue Studien über spezielle Suchmaschinen wie „PubMed”, oder sie erfahren von Kollegen von interessanten Veröffentlichungen.

11.21 Uhr: Erste „Test-Urlauber“ aus Deutschland in Mallorca gelandet

Nach wochenlanger Corona-Pause ist heute erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland in Mallorca gelandet. Zunächst dürfen nur Urlauber aus Deutschland auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10.900 Reisende erlaubt. 

9.24 Uhr: Urlauber dürfen nach Dänemark - Staus bereits am frühen Morgen

Touristen aus Deutschland dürfen seit Montag wieder nach Dänemark einreisen. Bereits am frühen Morgen kamen Autofahrer vor dem Grenzübergang an der A7 nur schleppend voran. Es werden bereits heute deutsche Gäste in rund 14.000 gebuchten Ferienhäusern erwartet. Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen fortan auch ohne triftigen Grund wieder nach Dänemark einreisen. 

7.59 Uhr: Lambrecht setzt auf breite Nutzung der Corona-Warn-App

Bundesjustizministerin Christina Lambrecht hofft auf eine breite Nutzung der geplanten Corona-Warn-App und weist datenschutzrechtliche Bedenken zurück.

„Es gelten die allgemeinen Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung ohne Wenn und Aber auch für die Corona-Warn-App. Deshalb sind alle datenschutzrechtlichen Fragen abgedeckt, und es gibt keine Veranlassung für ein spezielles App-Gesetz“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zu entsprechenden Forderungen von Grünen und Linken.

6.37 Uhr: 192 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 192 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186 461 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 15.6. 0 Uhr). 8791 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 172 600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,05 (Datenstand 14.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,02 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 14.6. 0 Uhr) zuletzt bei 1,00 (Vortag: 1,09). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

6.18 Uhr: Ansturm auf den Teutoburger Wald?

Mit diesem Satz dürfte Maybrit Illner einem Millionenpublikum am TV-Bildschirm den Teutoburger Wald als touristisches Reiseziel ins Bewusstsein gerückt haben. In Richtung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte die Moderatorin in ihrer Talkshow Ende Mai: „Malen wir uns aus, am Pfingstwochenende wird groß verreist. Viele werden sich in das eigene Auto setzen, man wird wieder im Stau stehen und dann werden Massen den Teutoburger Wald bevölkern.“ Laschet lächelte süffisant. „Der Teutoburger Wald ist immer schön“, sagte er.

Da spricht der NRW-Landesvater wohl auch Tobias Valentien aus dem Herzen. Der 56-Jährige ist bei der Ostwestfalen-Lippe-GmbH im Fachbereich „Teutoburger Wald Tourismus“ unter anderem für Marktforschung zuständig. Wenn jetzt mehr Deutsche im Inland Urlaub machten und dabei auch die Reize des Teutoburger Waldes kennenlernten, sei das eine „Riesenchance“, die bisherigen Ausfälle in der Branche wenigstens zum Teil zu kompensieren, sagt er.

Sonntag, 14. Juni

21.00 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

In Klammern Veränderungen zum Vortag.

Kreis Höxter (Sonntag)

aktuell Infizierte: 14
bestätigte Fälle insgesamt: 365
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn (Samstag)

aktuell Infizierte: 33 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 669
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe (Freitag)

aktuell Infizierte: 2
bestätigte Fälle insgesamt: 746
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Sonntag)

aktuell Infizierte: 97 (+17)
bestätigte Fälle insgesamt: 777 (+17)
davon Todesfälle: 20

Bielefeld (Sonntag)

aktuell Infizierte: 10
bestätigte Fälle insgesamt: 414
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford (Samstag)

aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 338
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Freitag)

aktuell Infizierte: 20
bestätigte Fälle insgesamt: 489
davon Todesfälle: 11 

Ostwestfalen-Lippe gesamt

aktuell Infizierte: 183
bestätigte Fälle insgesamt: 3798
davon Todesfälle: 122

18.50 Uhr: NRW lockert weiter: Bier in der Bar, Kickern mit der Mannschaft

Nordrhein-Westfalen nimmt weiter Kurs auf Normalität. Von Montag an werden weitere Corona-Schutzmaßnahmen im bevölkerungsreichsten Bundesland gelockert. So dürfen Hochzeiten, besondere Geburtstage und Familienfeste mit bis zu 50 Gästen unter Auflagen wieder gefeiert werden. Dazu zählen auch Abschlussfeiern. Auch Bars dürfen wieder öffnen. Verboten aber bleiben größere Parties ohne Anlass und große Volksfeste.

Im Freien wird Kontaktsport wie Fußball in Gruppen bis zu 30 Personen erlaubt. Bis zu 100 Zuschauer dürfen unter Auflagen die Sportanlagen betreten.Auf öffentlichen Plätzen und in Parks darf wieder gegrillt werden. Floh- und Trödelmärkte sind unter Hygiene-Auflagen erlaubt. Auch Wellnesseinrichtungen, Erlebnis- und Spaßbäder sowie Saunabetriebe können unter Hygieneauflagen wieder öffnen.

In Theatern, Konzertsälen oder Kinos mit festen Sitzplätzen entfällt die Abstandsregelung von 1,5 Metern, wenn ein genauer Sitzplan aller Zuschauer erstellt wird. Während die Kinos sich freuen, dürfte die Lockerung zumindest bei den großen Theatern zwei Wochen vor Beginn der Sommerpause keine Konsequenzen mehr haben. Die großen Häuser haben bereits dicht gemacht. 

16.53 Uhr: Bieten zugelassene Lebendimpfstoffe Schutz vor Covid-19?

Weltweit wird intensiv nach einem Impfstoff geforscht, der gezielt vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen soll. Bis es den gibt, könnten möglicherweise bereits existierende Lebendimpfstoffe einen gewissen Schutz gegen eine Infektion bieten, glauben Forscher.

Denn gerade Lebendimpfstoffe, die funktionsfähige, aber abgeschwächte Erreger enthalten, lösen eine besonders robuste Antwort des Immunsystems aus.

«Bisherige Studien konnten Hinweise erbringen, dass diese Impfstoffe einen Effekt über ihre erregerspezifische Wirkung hinaus haben und den Schutz vor anderen Krankheiten erhöhen können», schreiben die Experten Melanie Brinkmann, Eva Kaufmann und Thomas Mertens in einer gemeinsamen Antwort auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.  

15.54 Uhr: Fast 200.000 Zurückweisungen bei Corona-Grenzkontrollen

Die Bundespolizei hat bei den coronabedingten Grenzkontrollen bis zum 11. Juni rund 196.000 Zurückweisungen ausgesprochen. Die Zahl nannte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der «Bild am Sonntag».

Seit dem 16. März seien 6000 Beamte täglich im Einsatz gewesen. Bei 122 Beamten der Bundespolizei sei eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt, teilte das Innenministerium mit.

Seehofer sprach von einem der «schwierigsten Einsätze» der Bundespolizei. Er lobte die Beamten für ihr «umsichtiges Handeln in dieser Ausnahmesituation». Dafür gebühre allen Polizistinnen und Polizisten der Dank der gesamten Bundesregierung. 

15.05 Uhr: 75 neue Corona-Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Infizierten binnen eines Tages um 75 gestiegen. Aktuell seien 1563 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervorgeht. Zwei Menschen starben. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg somit auf 1645.

Seit Beginn der Pandemie sind im bevölkerungsreichsten Bundesland 39.231 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 36.023 Menschen haben die Infektion überstanden. 

12.33 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Höxter

Keine neuen Corona-Fälle meldete der Kreis Höxter am Wochenende. Damit bleibt die Zahl der nachweislich Infizierten bei 365. Zwei weitere Patienten gelten als gesundet.

11.21 Uhr: China meldet 57 neue Corona-Infizierte

 In China wächst die Furcht vor einem erneuten größeren Ausbruch des Coronavirus. Die nationale Gesundheitsbehörde teilte mit, es seien am Samstag 57 neue Covid-19-Fälle bestätigt worden, darunter 19 «importierte» Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und 38 lokale Ansteckungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

10.16 Uhr: Lehrerverband: Lehrer jede Woche auf Coronavirus testen

Wenn die Schulen nach den Sommerferien wie geplant wieder komplett öffnen, sollten Lehrer nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden.

«Wir setzen auf regelmäßige wöchentliche Tests von Lehrkräften, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Forderungen nach Tests für Lehrer und auch Schüler hatten verschiedene Verbandsvertreter aus dem Bildungsbereich bereits gestellt. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Pläne. So will beispielsweise Brandenburg Lehrkräften und Kitapersonal anbieten, sich für zunächst drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Andere Länder planen stichprobenartige Tests.

8.58 Uhr: Noch 862 freie Ausbildungsstellen

Das Coronavirus und seine Folgen sorgt in den vergangenen Wochen und Monaten bei vielen Menschen für Sorgenfalten auf der Stirn. Während sich so mancher Arbeitnehmer fragt, wann und wie er wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkommt, sorgen sich viele Schüler in ihrem letzten Schuljahr, wie sie bis zum Sommer überhaupt einen Arbeitsplatz finden sollen.

7.04 Uhr: Es kann wieder losgehen - Reisen in Europa in Corona-Zeiten

Ab in den Süden: Von Montag an können Urlauber aus Deutschland wieder zu beliebten Zielen in Europa aufbrechen. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wird voraussichtlich für 27 europäische Staaten aufgehoben, zugleich lassen die meisten Länder wieder Touristen einreisen.

Spanien als Urlaubsland Nummer eins der Bundesbürger im Ausland ist zwar erst ab 1. Juli dabei. Doch bis zu 10 900 Menschen sollen für einen Test von Montag an nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen dürfen.

Samstag, 13. Juni

20.53 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

Kreis Paderborn
Aktuell Infizierte: 33 
bestätigte Fälle insgesamt: 669
davon Todesfälle: 33

Bielefeld
Aktuell Infizierte: 10
bestätigte Fälle insgesamt:  414
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford
Aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 338
davon Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh
Aktuell Infizierte: 71
bestätigte Fälle insgesamt: 760 (+18) 
davon Todesfälle: 20

Kreis Lippe
Aktuell Infizierte: 2
bestätigte Fälle insgesamt: 749 (+2)
davon Todesfälle: 29

Kreis Minden-Lübbecke
Aktuell Infizierte: 20
bestätigte Fälle insgesamt: 489
davon Todesfälle: 11

20.30 Uhr: Brasilien nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten

Die offiziellen Corona-Zahlen im größten Land in Lateinamerika steigen rasant - und die tatsächlichen dürften noch weitaus höher liegen. Dennoch werden vielerorts die Maßnahmen gelocker. Wissenschaftler sind besorgt. 

Brasilien ist nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten weltweit . Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas weitere 909 Patienten innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

19.56 Uhr: Rückholaktion: Auswärtiges Amt verschickt bald Rechnungen

Reisende, die in der Corona-Krise vom Auswärtigen Amt nach Deutschland zurückgeholt wurden, sollen bald ihre Rechnungen erhalten. «Die Teilnehmer werden individuell über den jeweils zu tragenden Kostenanteil in den nächsten Tagen und Wochen informiert», hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

Das Auswärtige Amt hatte am 17. März eine beispiellose Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten deutschen Touristen gestartet. 

17.51 Uhr: Vor Pilotprojekt: Corona auf Mallorca unter Kontrolle

Kurz vor Beginn des Pilotprojekts mit knapp 11.000 deutschen Urlaubern am Montag auf den Balearen bleibt die Corona-Pandemie auf Mallorca und den anderen drei Inseln unter Kontrolle.

Binnen 24 Stunden seien in dieser spanischen Region nur sechs neue Infektionsfälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Palma mit. Von den insgesamt 168 Betten auf Intensivstationen waren am Samstag den amtlichen Angaben zufolge nur noch 15 mit Covid-19-Patienten belegt.

17.05 Uhr: Corona-Grenzkontrollen enden in der Nacht auf Montag

Die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen der deutschen Grenzen enden um Mitternacht in der Nacht auf Montag. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.

Am Freitag hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass die Kontrollen bei der Einreise aus Frankreich «mit Ablauf des Montags» enden sollten. Der Ministeriumssprecher bestätigte nun, dass auch diese Kontrollen bereits am Montag zu Tagesanfang entfallen.

15.28 Uhr: Berliner Flughäfen: Auch ohne Corona Millionenverlust

Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft wäre in diesem Jahr auch ohne die Corona-Krise tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das geht aus dem Konzernabschluss hervor, den das Unternehmen am Freitagabend veröffentlichte.

Demnach wurde für 2020 mit einem Verlust von 157 Millionen Euro geplant, 61 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Flüssig ist das Unternehmen demnach noch bis ins erste Quartal 2021 - allerdings nur, wenn die geplante Kapitalhilfe der Eigentümer kommt. 

14.50 Uhr: Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder auf.

Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt auch an den Regelungen der Urlaubsländer. Aufgehoben wird die Reisewarnung nach derzeitigem Stand möglicherweise nur für 24 der 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Die Aufhebung gilt ab 15. Juni. Spanien und Norwegen sind davon wegen noch bestehender Einreisesperren vorerst ausgenommen.

13.42 Uhr: Telekom und SAP: Nach Tests von Corona-App zuversichtlich

Die Veröffentlichung der Corona-Warn-App steht unmittelbar bevor. Nach einer langen Debatte um den Datenschutz rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, wie die App überhaupt genau funktioniert und ob sie tatsächlich zur Eindämmung der Pandemie beitragen kann.

12.37 Uhr: Ärzte dringen auf weitere Vorkehrungen für Gesundheitskrisen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt dringt angesichts der Corona-Pandemie auf weitere Verbesserungen der Krisenmechanismen.

«Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, damit wir für ein mögliches Wiederaufflackern der Corona-Infektionen und für künftige Epidemien gut gerüstet sind», sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. Die Krise habe gezeigt, dass engere europäische Vernetzung und Abstimmung nötig seien. Das gelte für Meldestrukturen, technische Plattformen von Corona-Apps, Vorräte an Schutzausrüstung und das Entwickeln von Medikamenten und Impfstoffen.

10.59 Uhr: Polens Grenzen zu EU-Ländern wieder geöffnet

Nach knapp drei Monaten hat Polen seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern in der Nacht zum Samstag wieder geöffnet. Dies bedeute, dass es auch keine Fieber-Kontrollen und keine Quarantänepflicht für Einreisende aus der EU mehr gebe, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes am Samstag laut Nachrichtenagentur PAP. «Wir kehren zum freien Reisen zurück.»

10.29 Uhr: Wieder größerer Corona-Ausbruch in Peking

Erstmals seit vielen Wochen erlebt Peking wieder einen größeren Ausbruch des Coronavirus. Auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt wurden bei anfangs 500 Tests schon 45 Infektionen entdeckt. Der Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai, der rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole liefert, wurde geschlossen. Im Umfeld wurden elf Wohnviertel abgeriegelt sowie Kindergärten und Schulen zugemacht. Rund 10.000 Händler und Mitarbeiter des Marktes sollen getestet werden.

9.17 Uhr: Welterbe Corvey wieder zugänglich

Gute Nachrichten aus der ehemaligen Benediktinerabtei Corvey: Die Unesco-Welterbestätte am Weserbogen bei Höxter kann wieder besichtigt werden. Die Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus Corvey öffnet das karolingische Westwerk, die ehemalige Abteikirche und den Friedhof mit dem Grabmal des Dichters August Heinrich Hoffmann von Fallersleben im Juni täglich von 10 bis 18 Uhr für Einzelbesucher. Schloss, Museum und Fürstliche Bibliothek öffnen nur an den Wochenenden (Samstag und Sonntag) jeweils von 10 bis 18 Uhr.

7.09 Uhr: Wellness in und für Hotels

Wellness – das ist Gesundheitspflege mit Wohlgefühl. Doch Wohlfühlen ist in der Corona-Pandemie für Hotellerie und Gastronomie zum Fremdwort geworden. Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff, Chefin des „Gräflicher Park Health & Balance Resort” in Bad Driburg, hat dringend auf Erleichterungen gewartet. Folglich werden, da es nun gesetzlich in NRW möglich ist, gleich am Montag der gesamte Wellness- inklusive der Saunbereiche öffnen – unter Beachtung der Hygienevorschriften.

7.08 Uhr: Thüringer dürfen sich wieder uneingeschränkt treffen

Familienfeiern, Essen in größeren Runden, Anstoßen bei bestandenen Prüfungen: In Thüringen sind solche Zusammenkünfte von diesem Samstag an wieder möglich. Als erstes Bundesland hat der Freistaat seine Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie beendet und aufgehoben.

Freitag, 12. Juni

21.48 Uhr: Kultur in Bielefeld auf Park- und Burgbühne

Corona hin oder her: Der Kultursommer in Bielefeld fällt nicht komplett ins Wasser. Es wird vielmehr auf zwei Bühnen einen „Burgsommer“ und einen „Parksommer“ mit Konzerten, Lesungen, Comedy, Puppentheater für Kinder, Wissenschaftsshow und mehr geben. Kulturamt und Bielefeld Marketing bieten an sechs langen Wochenenden ein Open-Air-Programm.

Das Kulturamt bespielt ab Ende Juni im Ravensberger Park die Parkbühne, Bielefeld Marketing organisiert im Schatten der Sparrenburg die Burgbühne. Mehr dazu lesen Sie hier.

20.44 Uhr: Westfalen-Therme macht den Anfang

Obwohl ab kommenden Montag in NRW auch die Wellnessbereich und Saunen in den Spaßbädern wieder öffnen dürfen, haben es die Einrichtungen in OWL nicht besonders eilig. Vorreiter ist die Westfalen-Therme in Bad Lippspringe. Sie wird laut Internetseite am 15. Juni, 10 Uhr, Wasser- und Saunawelt wieder öffnen.

19.55 Uhr: Neuer Termin für Maffay-Konzert

Eigentlich sollte Peter Maffay am 23. März 2020 in der Haller OWL-Arena auftreten. Nachdem das Konzert bereits auf August verschoben wurde, steht jetzt ein neuer Nachholtermin fest: 20. September 2021.

Großveranstaltungen bleiben in Nordrhein-Westfalen bis Ende August verboten. Und damit ist es auch nicht möglich, das Konzert am ursprüngliuch geplanten Termin im August nachzuholen.

Jetzt starten die Veranstalter einen neuen Anlauf mehr als ein Jahr später: Peter Maffay und seine Band werden am Montag, 20. September 2021, in Halle im Kreis Gütersloh auftreten. Die für den ursprünglichen Termin erworbenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

18.08 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

in Klammern die Veränderungen zum Vortag; Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter  
Aktuell Infizierte: 16
bestätigte Fälle insgesamt: 365
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn  
Aktuell Infizierte: 34
bestätigte Fälle insgesamt: 669
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
Aktuell Infizierte: 2
bestätigte Fälle insgesamt: 746 (+1)
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh  
Aktuell Infizierte: 71 (+1)
bestätigte Fälle insgesamt: 751 (+14) 
davon Todesfälle: 20

Stadt Bielefeld 
Aktuell Infizierte: 10
bestätigte Fälle insgesamt: 414
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford (Zahlen von Donnerstag)
Aktuell Infizierte: 7 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 338 (+2)
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke  
Aktuell Infizierte: 20
bestätigte Fälle insgesamt: 489
davon Todesfälle: 11

17.46 Uhr: 74 neu Infizierte in NRW

Die Zahl der nachweislich am neuartigen Coronavirus Infizierten in Nordrhein-Westfalen ist um 74 Fälle angestiegen. Insgesamt gab es am Freitag 1678 Infizierte. Diese Zahl ergibt sich aus den offiziellen Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums. Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 76 Menschen positiv getestet, zwei sind gestorben. Seit Beginn der Pandemie sind 39 058 bestätigte Fälle registriert worden und 1643 Menschen sind gestorben. Innerhalb eines Tages sind derweil keine weiteren Genesungen hinzugekommen, die Anzahl blieb bei 35 737.

16.01 Uhr: Schweden wegen Corona-Zahlen in Skandinavien zunehmend isoliert

Schweden wird angesichts seiner weiterhin hohen Corona-Zahlen von seinen skandinavischen Nachbarn zunehmend isoliert. Nachdem Dänemark und Finnland die Schweden bei der Lockerung ihrer Reisebeschränkungen außen vor gelassen hatten, folgte am Freitag auch Norwegen mit einem ähnlichen Modell: Urlaubsreisen zwischen Norwegen und den anderen nordischen Ländern Finnland, Island sowie Dänemark mitsamt Grönland und den Färöer-Inseln seien ab Montag zwar wieder ohne zehntägige Quarantäne möglich, sagte Regierungschefin Erna Solberg in Oslo. Im Falle Schwedens gelte dies zunächst aber nur für die Insel Gotland - der Rest des Landes lasse eine Lockerung der Bestimmungen wegen der dortigen Coronavirus-Situation nicht zu.

15.47 Uhr: Bundesamt: Im Mai starben etwas weniger Menschen als im Durchschnitt

Nach vorläufiger Einschätzung des Statistischen Bundesamts sind in Deutschland durch das neue Coronavirus nur im April mehr Menschen gestorben. Im Mai lag die Zahl der Sterbefälle hingegen sogar leicht unter dem Durchschnitt. Das geht aus der jüngsten Auflage der wöchentlichen Sonderauswertung hervor, die das Bundesamt am Freitag in Wiesbaden veröffentlicht hat.

Basis sind die Sterbefallmeldungen der Standesämter.Betrachtet man die Entwicklung nach Kalenderwochen, so zeigen sich von der 13. bis zur 18. Kalenderwoche (23. März bis 3. Mai) erhöhte Sterbefallzahlen im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. In der 15. Kalenderwoche (6. bis 12. April) war die Abweichung mit 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. „Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle, die beim Robert Koch-Institut gemeldet werden, erreichte in dieser Woche ihren Höchststand“, teilte das Amt mit.

In der 19. und 20. Kalenderwoche (4. bis 17. Mai) lagen die Sterbefallzahlen nach der vorläufigen Auszählung dagegen unter dem Durchschnitt der Vorjahre. „Allerdings wird sich die Zahl der Sterbefälle durch Nachmeldungen noch leicht erhöhen, so dass der Durchschnitt noch erreicht oder geringfügig überschritten werden kann“, berichteten die Statistiker.

15.10 Uhr: Überbrückungshilfen für besonders bedrohte Firmen

Kleine und mittelständische Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen sind, sollen im Sommer Extra-Geld vom Staat bekommen. Das Kabinett brachte am Freitag sogenannte Überbrückungshilfen auf den Weg, die eine Pleitewelle verhindern sollen. Es gehe darum, dass die Firmen die nächsten Monate überlebten und dann dabei seien, wenn die Wirtschaft wieder wachse, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD).

12.26 Uhr: Urlaub statt Kurztrip in NRW - Gäste wollen länger bleiben

In der Corona-Krise haben mehr Menschen Nordrhein-Westfalen für sich als Urlaubsziel entdeckt. Nach Angaben von Tourist-Informationen gibt es mehr Anfragen für längere Aufenthalte in Eifel, Sauerland, Niederrhein, Münsterland und Teutoburger Wald. In sehr bekannten deutschen Ferienregionen an der Küste und Bayern werde es in den Ferien wohl sehr voll. «Da orientiert man sich lieber in weniger bekannte Regionen», sagte eine Sprecherin vom Tourismus Teutoburger Wald.

Selbstversorger-Angebote wie Camping, Wohnmobile, Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind in NRW nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur besonders stark gefragt.

12.10 Uhr: Österreich senkt Mehrwertsteuer für Gastronomie, Kultur und Medien

Die österreichische Regierung plant, die Mehrwertsteuer für Gastronomie, Kultur und Medien vorübergehend auf fünf Prozent zu senken. Die Maßnahme solle von Juli bis zum Ende des Jahres gültig sein, erklärte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Freitag in Wien. So könnte «besonders betroffenen Branchen» geholfen werden.

In der Gastronomie bedeute das konkret, dass der Steuersatz für Speisen von zehn, bei Getränken von 20 auf fünf Prozent gesenkt wird. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) geht von einer Entlastung von 700 Millionen Euro für Lokale, Restaurants oder Bars aus. Auch Kunst- und Kulturbetriebe, etwa Theater oder Kinos, sollen von der temporären Maßnahme profitieren. Der vergünstigte Steuersatz gilt ebenfalls für Zeitungen und Bücher.

Die Regierung in Wien sei mit der EU-Kommission über die Details in Verhandlungen. Genaueres will die Koalition aus Konservativen und Grünen in der kommenden Woche bei ihrer Klausur bekanntgeben.

11.05 Uhr: Australien will Stadien wieder für Fans öffnen

Australien will die Corona-Einschränkungen lockern und von Juli an wieder Zuschauer in bestimmten Sportstadien zulassen. Arenen mit einer Kapazität von bis zu 40 000 Plätzen dürften dann zu einem Viertel gefüllt werden, also in diesem Fall mit höchstens 10 000 Fans, kündigte Premier Scott Morrison am Freitag an. Die Zuschauer müssten aber sitzen und die Abstandsregeln einhalten, betonte er.

Über eine etwaige Wiedereröffnung größerer Stätten für Besucher werde später entschieden. Sportveranstaltungen wie etwa die Rugby-Liga sind in dem Land seit Mai wieder erlaubt, die Spiele finden aber bislang vor leeren Rängen statt.

Auch die bisher für Versammlungen in geschlossenen Räumen geltende Obergrenze von 100 Menschen soll aufgehoben werden, allerdings gilt dann eine Begrenzung von höchstens einer Person pro vier Quadratmeter. Clubs und Diskotheken bleiben hingegen angesichts der Ansteckungsgefahr weiter geschlossen, sagte Morrison.

In Australien gibt es annähernd 7300 bestätigte Infektionen sowie 103 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

11.02 Uhr: Kinderbonus wird im September und Oktober ausgezahlt

Der geplante Kinderbonus von 300 Euro soll in zwei Raten zu je 150 Euro im September und Oktober gemeinsam mit dem Kindergeld überwiesen werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag nach einer außerplanmäßigen Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin, bei der wichtige Teile des Konjunkturprogramms auf den Weg gebracht wurden. Das 130-Milliarden-Euro schwere Programm soll die Wirtschaft angesichts der Corona-Krise beleben und den Konsum der Verbraucher ankurbeln. Darunter ist der Kinderbonus und auch die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer.

Giffey sprach von einem «guten Tag für Familien». Auch Familien, deren Kinder noch nicht geboren sind, aber noch in diesem Jahr zur Welt kommen, sollen profitieren. Der Kinderbonus werde für alle Kinder gewährt, die 2020 kindergeldberechtigt seien, sagte sie.
Die Kabinettssondersitzung wurde nötig, weil die Mehrwertsteuer bereits am Juli sinken soll und dafür noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat nötig ist. Sie legen dafür am 29. Juni ebenfalls Sondersitzungen ein.

Vom Kinderbonus profitieren besonders Familien mit geringen Einkommen, weil der Bonus mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet, nicht aber auf die Grundsicherung angerechnet wird.

10.43 Uhr: Indien überholt Großbritannien bei Zahl der Corona-Infektionen

Indien hat Großbritannien bei der Zahl der bekannten Corona-Infektionen überholt. Am Freitag gab es in Indien nach offiziellen Angaben mehr als 297.000 nachgewiesene Fälle. Das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern liegt damit weltweit auf Platz vier - nach den USA, Brasilien und Russland. Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Indien ist in den vergangenen Tagen rasch angestiegen - mit wiederholt rund 10.000 neuen Fällen pro Tag. Trotzdem lockert das Land die Maßnahmen zusehens - inzwischen sind Büros, religiöse Stätten, Restaurants und Shoppingzentren wieder offen. Durch den Lockdown wurden Millionen Menschen arbeitslos, und viele haben Angst zu verhungern.

In der Hauptstadt Neu Delhi und der reichsten Stadt Mumbai gehen die Krankenhausbetten aus, und Berichten zufolge werden Menschen mit Covid-19-Symptomen abgewiesen. Experten gehen davon aus, dass die Fallzahlen in Indien in den kommenden Wochen weiter schnell zunehmen werden.

10.30 Uhr: Polizei Höxter: Viertklässler können Radfahrausbildung zuhause nachholen

Durch die Corona-Situation musste die Radfahrausbildung in den vierten Klassen an zahlreichen Grundschulen im Kreis Höxter ausfallen oder wurde auf ein Minimum reduziert. Daher macht die Verkehrswacht Kreis Höxter gemeinsam mit der Polizei im Kreis Höxter auf die Möglichkeit aufmerksam, diese Radfahrerausbildung zumindest teilweise im Internet nachzuholen - ohne zusätzliche Kosten.

Die Deutsche Verkehrswacht betreibt unter der Adresse https://www.radfahrausbildung-zuhause.de seit einiger Zeit ein kostenpflichtiges Online-Lernportal, das aber wegen der Corona-Pandemie ab sofort bis zum 31.07.2020 für alle Schüler frei genutzt werden kann.

Es muss laut Polizei lediglich ein Code angefordert werden, mit dem sich die Schüler kostenlos in das Portal einloggen und lernen können. Das Portal bietet die Möglichkeit von Testläufen, die individuell ausgewertet werden, so dass die Schüler ihren Kenntnisstand zu den Themen und Inhalten der Radfahrausbildung selbst überprüfen können und ein entsprechendes Feedback erhalten.

8.25 Uhr: Medien: Champions-League-Finale in Lissabon, Europa League in NRW

Das Finalturnier der Champions League soll in Lissabon stattfinden, die restlichen Spiele der Europa League werden offenbar nach Deutschland vergeben. Das berichten die «Bild»-Zeitung und Sky Sport Italia. Demnach werden am 8. und 9. August zunächst die vier ausstehenden Achtelfinal-Rückspiele, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea (Hinspiel: 3:0), in Portugals Hauptstadt ausgetragen. Danach geht es im Turniermodus (jeweils nur ein Spiel) weiter. Das Finale ist demnach für den 22. oder 23. August vorgesehen, eine Woche früher als ursprünglich geplant. Eine Bestätigung der Europäischen Fußball-Union gibt es noch nicht, die UEFA hatte immer auf ihre Exekutivsitzung am 17. Juni verwiesen.

Wie die «Bild» weiter berichtet, soll das Finalturnier der Europa League an Nordrhein-Westfalen mit den Spielorten Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg gehen. Drei deutsche Clubs (Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt) sind noch im Wettbewerb vertreten.

In Lissabon soll das Finale im Stadion da Luz von Benfica stattfinden, als zweiter Spielort ist das Stadion José Alvalade von Sporting Lissabon vorgesehen. Neben den Bayern ist auch noch RB Leipzig dabei, die Sachsen haben sich bereits für das Viertelfinale qualifiziert.
Ursprünglich sollten die Endspiele in Istanbul (Champions League) und Danzig (Europa League) ausgetragen werden, waren wegen der Coronavirus-Pandemie aber abgesagt worden.

7.50 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Mehrwertsteuer-Senkung nicht verlängern

Unmittelbar vor dem Kabinettsbeschluss zur Mehrwertsteuer-Senkung hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer vor einer Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahme über dieses Jahr hinaus gewarnt. «Ich möchte gerade durch die zeitliche Begrenzung die Anreizwirkung verstärken. Die Leute sollen jetzt leichter über Anschaffungen nachdenken können, die Wirtschaft soll jetzt anspringen», sagte sie dem Nachrichtenmagazin «Focus». «Wenn wir das Zeitlimit weglassen, konterkariert das einen Teil der erwünschten Wirkung.»

Das Bundeskabinett will diese und weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur in einer Sondersitzung an diesem Freitag beschließen. CSU-Chef Markus Söder hatte sich bereits für eine Verlängerung ins nächste Jahr hinein ausgesprochen, auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich zeigte sich offen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) schlossen das aber bereits aus.

7.30 Uhr: Das gilt ab Montag in NRW

Schule, Einkaufen, Feiern und Sport: Es wird noch unübersichtlicher mit den Corona-Regeln in Deutschland. Was gilt ab Montag in NRW? Da hilft nur Lesen - viel Lesen: Hier die Verordnung der Landesregierung im Wortlaut.

6.00 Uhr: NRW braucht mehr Blutspenden - Weltblutspendertag 14. Juni

Weil viele Krankenhäuser langsam zum Normalbetrieb zurückkehren und versäumte Operationen nachholen, rufen Kliniken und das Deutsche Rote Kreuz in Nordrhein-Westfalen verstärkt zur Blutspende auf. Eine Sprecherin der Uniklinik Düsseldorf sagte, dass derzeit rund 30 Prozent Mehrbedarf an Spenderblut bestehe, der nicht gedeckt sei. Die Vorräte würden knapper, sagte auch ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes West in Ratingen. Besonderer Bedarf bestehe bei den seltenen Blutgruppen. Mit seinen Vorräten deckt das DRK rund drei Viertel des Blutbedarfs in NRW ab.

Während der Hochphase der Corona-Pandemie waren nicht dringend notwendige Operationen verschoben worden. Der anstehende Weltblutspendertag am 14. Juni soll mehr Menschen dazu motivieren, jeweils 500 Milliliter Blut zu spenden.

5.10 Uhr: NRW-Grundschulen rüsten sich für «Normalbetrieb»

Vor der geplanten Rückkehr zu einem Regelbetrieb für alle Grundschüler in NRW am kommenden Montag haben Schulen letzte Vorbereitungen getroffen. Nach wochenlang stark eingeschränktem Präsenzunterricht sollen alle rund 600.000 Grundschüler ab 15. Juni wieder täglich im vertrauten Klassenverband lernen. Die Lerngruppen sollen strikt unter sich bleiben, das Abstandsgebot dann fallen, hatte das Schulministerium vor einer Woche mitgeteilt. Anfangs- und Pausenzeiten müssen gestaffelt werden - wenn das nicht möglich sei, sollen etwa im Flur, Sanitärbereich oder auf dem Pausenhof weiter die Abstandsregeln eingehalten werden.

Das verlangsamte Infektionsgeschehen lasse einen «verantwortungsvollen Normalbetrieb» wieder zu, hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betont. Jeder Tag zähle. Das Schuljahr endet in NRW am 26. Juni. An der neuen Vorgabe hatte es scharfe Kritik von Eltern- und Lehrerseite gegeben. Die Lehrergewerkschaft VBE monierte, es werde eine überhöhte Erwartungshaltung bei den Eltern geweckt. Es fehle Personal, ein Normalbetrieb sei nicht möglich, sagte VBE-Landeschef Stefan Behlau.

5.00 Uhr: Drogenbeauftragte: Mehrwertsteuer nicht auf Tabak und Alkohol senken

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, hat die Koalition aufgefordert, Tabak und Alkohol von der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer auszunehmen. Eine Preissenkung konterkariere alle Bemühungen, den Tabak- und Alkoholkonsum zu senken, sagte die CSU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie habe daher die Fraktionsführungen von Union und SPD in einem Brief gebeten, die Senkung noch einmal kritisch zu überprüfen.

Das Bundeskabinett will an diesem Freitag Teile des Konjunkturpakets auf dem Weg bringen, darunter auch die Senkung der Mehrwertsteuer für das zweite Halbjahr. Konkret soll der Steuersatz vom 1. Juli bis zum 31. Dezember statt 19 Prozent nur noch 16 Prozent betragen. Dieser gilt auch für Alkohol und Tabakerzeugnisse. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, soll von 7 auf 5 Prozent reduziert werden.

4.57 Uhr: Deutschlands Küsten bereiten sich auf Corona-Sommer vor

Um die im Sommer erwarteten Ströme von Urlaubern und Tagesgästen zu lenken, lassen sich Deutschlands Orte an Nord- und Ostsee einiges einfallen: von Bodenaufklebern mit Abstandsregeln, Einbahnstraßensystemen am Strand bis hin zu Strand-Apps. Schleswig-Holstein etwa setzt bei der Unterbindung größerer Menschenansammlungen in Ferienorten und an Stränden auch auf digitale Lösungen.

An der Lübecker Bucht wird gerade eine sogenannte Strand-App entwickelt. Eine echte App wird die Anwendung zwar nicht, wie Doris Wilmer-Huperz, Pressesprecherin der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, sagt. Geplant sei aber eine Internetplattform, die im Prinzip so funktioniert wie die Onlinebuchung eines Theaterplatzes.

Die Strände an der Lübecker Bucht sind eher schmal und auch bei Tagesgästen populär - das Einhalten der Abstandsregeln fällt da schwerer als beispielsweise auf den nordfriesischen Inseln oder in Sankt Peter-Ording. Verantwortliche winken hier denn auch ab: die Strände seien breit genug, um sich aus dem Weg zu gehen.

Auch auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern ist keine App geplant. Anders als in Schleswig-Holstein gelten in Mecklenburg-Vorpommern aber noch Betretungsverbote für Tagesgäste aus anderen Bundesländern.
Auch auf den ostfriesischen Inseln wie Norderney und Borkum sind weder Leitsysteme noch Strandreservierungen vorgesehen. «Wir haben nach wie vor ein Korrektiv: das Verbot von Tagestouristen», sagt der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Ostfriesische Inseln.

4.45 Uhr: 258 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 258 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 12.6. 0 Uhr).

8763 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt weiter unter der kritischen Marke von 1,0 bei nun 0,88 (Datenstand 11.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,86 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 11.6. 0 Uhr) zuletzt bei 0,99 (Vortag: 0,86). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Fronleichnam, 11. Juni

20.42 Uhr: Hannover-96-Quintett verstößt gegen Corona-Auflagen - Kind: „Nicht akzeptabel“

Fünf Spieler des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 sind wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Auflagen vorsorglich aus dem Mannschaftstraining genommen worden. Das teilte der Verein am Donnerstagabend mit. „Das war Unachtsamkeit, menschliches Versagen“, sagte Geschäftsfüher Martin Kind der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. „Dennoch ist das nicht akzeptabel.“

18.39 Uhr: Starker Rückgang bei Asylanträgen wegen Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Zahl der Asylanträge in Europa auf einen Tiefstand fallen lassen. Wie die EU-Asylagentur Easo am Donnerstag in Valletta, der Hauptstadt Maltas, berichtete, wurden im April nur 8730 Anträge auf Asyl in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz registriert. Das sei seit mindestens 2008 der niedrigste Wert. Schon für März hatte die Agentur einen starken Rückgang vermeldet, doch da stellten immer noch rund 35.000 Menschen einen Antrag.Im Jahr 2019 lag die Zahl der Menschen, die in Europa Schutz beantragten, insgesamt bei etwa 714.000. Als Hintergrund des Rückgangs gelten Einreiseverbote und die verschärften Grenzkontrollen wegen des Coronavirus. Besonders stark gingen die Zahlen im Laufe des Frühjahrs 2020 für die Länder Venezuela und Kolumbien zurück.

17.42 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

in Klammern die Veränderungen zum Vortag; Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter  
Aktuell Infizierte: 16
bestätigte Fälle insgesamt: 365 (+2)
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn 
Aktuell Infizierte: 34 (-5)
bestätigte Fälle insgesamt: 669
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe  (Zahlen vom Mittwoch)
Aktuell Infizierte: 2
bestätigte Fälle insgesamt: 744 
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Zahlen vom Mittwoch) 
Aktuell Infizierte: 70
bestätigte Fälle insgesamt: 737 
davon Todesfälle: 20

Stadt Bielefeld 
Aktuell Infizierte: 10
bestätigte Fälle insgesamt: 414
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford
Aktuell Infizierte: 7 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 338 (+2)
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke  
Aktuell Infizierte: 20 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 489
davon Todesfälle: 11

16.45 Uhr: 200.000 Corona-Fälle in Afrika - Pandemie beschleunigt sich

Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mehr als 200.000 nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Zudem seien mehr als 5600 Menschen gestorben, teilte die WHO am Donnerstag mit. Demnach ist Südafrika mit 25 Prozent der Fälle am stärksten betroffen. Mehr als 70 Prozent der Todesfälle gebe es in nur fünf Ländern: Algerien, Ägypten, Nigeria, Südafrika und im Sudan.Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich bislang relativ langsam auf dem Kontinent verbreitet, die Gesamtzahl ist noch gering im Vergleich zu anderen Regionen. Der erste Fall trat in Afrika später auf als anderorts, und die meisten Regierungen haben rasch strenge Maßnahmen verhängt. „Aber das Tempo der Ausbreitung wird immer schneller“, warnte die WHO-Afrika-Chefin Matshidiso Moeti. Demnach hat es 98 Tage gedauert, bis 100 000 Menschen nachweislich infiziert waren - aber nur weitere 18 Tage bis zur 200 000-Marke.

16.26 Uhr: Aufstiegsfeier von Arminia Bielefeld ohne Rathaus-Party

Dass Arminia Bielefeld aufsteigt, daran gibt es kaum noch Zweifel. Wie der DSC die Rückkehr in die Bundesliga feiern könnte, ist dagegen vollkommen unklar. Sicher ist: Eine Aufstiegsfeier am Bielefelder Rathaus wie in früheren Jahren wird es wegen der geltenden Corona-Regeln nicht geben.

Stadt und Verein machen sich seit Wochen Gedanken, wie man den Aufstieg trotz Corona-Bedingungen zelebrieren könnte. Der DSC Arminia hat dazu bereits verschiedene Ideen bei der Stadt eingereicht, wie das WESTFALEN-BLATT erfuhr.

14.55 Uhr: EU-Kommission: Einreisestopp ab Juli nach und nach lockern

Zu Beginn der Corona-Krise hat die EU die Schotten nach Außen dicht gemacht. Nach und nach soll bald der Einreisestopp nach Ansicht der EU-Kommission gelockert werden. Könnten Menschen aus den USA oder Russland also bald wieder nach Deutschland reisen?

14.27 Uhr: Covid-Impfstoff: Deutsches Unternehmen erhält Millionen-Kredit der EU

Das deutsche Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19 bis zu 100 Millionen Euro von der Europäische Investitionsbank (EIB). Biontech werde den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

Biontech hat nach Angaben der Brüsseler Behörde als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Im April startete die erste klinische Studie in Deutschland, gefolgt von einer weiteren klinischen Studie in den Vereinigten Staaten Anfang Mai. Mit vier parallel getesteten Impfstoffkandidaten gehöre das Programm von Biontech zu den umfangreichsten weltweit, hieß es am Donnerstag.

Das Mainzer Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben aus dem vergangenen Monat für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.

13.04 Uhr: Corona-Warn-App kostet den Bund rund 20 Millionen Euro

Die Entwicklung der Corona-Warn-App des Bundes durch den Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom wird rund 20 Millionen Euro kosten. Das verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen in Berlin . Dazu kommen noch Betriebskosten in Höhe von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro monatlich, wovon der Großteil auf den Betrieb von zwei Hotlines bei der Deutschen Telekom entfällt. Dort können sich die Anwender bei der Installation der App helfen lassen und telefonisch ein positives Test-Ergebnis in die App eintragen lassen. Die Infizierten erhalten dabei von dem Callcenter einen Freischaltcode.
Die Kosten für die Software-Entwicklung bewegen sich damit am unteren Ende der von der Bundesregierung prognostizierten Größenordnung in Höhe eines «zweistelligen Millionenbetrags.» Bei den Kosten für die Callcenter müsse berücksichtigt werden, dass die Anwender nicht in langen Warteschlangen landen sollten. Außerdem wolle man den Service nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Türkisch zur Verfügung stellen.

12.40 Uhr: NRW erlaubt wieder größere Privatfeiern

Nordrhein-Westfalen lockert weitere Corona-Schutzmaßnahmen. Von Montag (15. Juni) an dürfen wieder mehr Kunden gleichzeitig Geschäfte betreten, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Zuschauern sind unter bestimmten Auflagen wieder erlaubt. Auch private Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagsfeiern mit maximal 50 Teilnehmern sind dann wieder möglich, wenn Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Bars sowie Wellnesseinrichtungen und Erlebnisbäder können ihren Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen. Erleichterungen gelten auch für Sportarten mit Körperkontakt. Sie sind ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen bis zu zehn Personen, im Freien für Gruppen bis zu 30 Personen wieder zulässig. Sportwettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport können unter Auflagen auch in Hallen wieder stattfinden.
Die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben bestehen. Auch Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.37 Uhr: DLRG warnt in der Corona-Krise vor unbewachten Badestellen

Beim Baden sollten die Menschen in diesem Corona-Sommer besonders vorsichtig sein. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte am Donnerstag vor der Benutzung von unbewachten Badestellen. Die Organisation befürchtet, dass die Schwimmfertigkeit durch die wochenlang geschlossenen Schwimmbäder und die ausgefallenen Schwimmkurse gesunken ist. Da Freibäder nicht wie gewohnt zugänglich seien und Menschen wegen Corona Abstand suchten, ziehe es viele Menschen an offene Badestellen, sagte Frank Villmow aus dem DLRG-Präsidium. Dies berge große Risiken.

12.07 Uhr: Frankreichs Fußballverbandschef hofft auf Fußball vor Zuschauern in Stadien

Frankreichs Fußballverbandspräsident Noël Le Graët ist zuversichtlich, dass es bald wieder Zuschauer bei Fußballspielen in den Stadien geben wird. «Es besteht eine Chance, wenn die Covid-19-Epidemie weiter zurückgeht», sagte Le Graët der Zeitung «L'Équipe» nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend. Macron sei sich der aktuellen Situation im Fußball sehr bewusst. «Er will dafür sorgen, dass der Fußball schnell und mit Zuschauern wieder auf den richtigen Weg kommt», sagte Le Graët.
Die Endspiele des französischen Pokals und des Ligapokals könnten im Sommer den Auftakt zur Wiederaufnahme des Fußballs in Frankreich bilden. «Er (Macron) wird medizinische Experten konsultieren, und wenn die Coronavirus-Epidemie weiter zurückgeht, bin ich zuversichtlich, dass es von den ersten Spielen an Zuschauer in den Stadien geben wird», sagte Le Graët weiter. Er verstehe aber auch, dass dies nicht möglich sein wird, wenn die gesundheitliche Situation es nicht zulässt.

11.14 Uhr: Afghanistan weitet Kampf gegen Coronavirus aus

In Afghanistan soll der Kampf gegen die Corona-Pandemie auf alle Krankenhäuser ausgeweitet werden. Alle Kliniken, auch private Kliniken und Ärzte, sollten gegen die Lungenkrankheit Covid-19 kämpfen, sagte der geschäftsführende Gesundheitsminister Ahmad Dschawad Osmani am Donnerstag während einer Pressekonferenz. «Das Coronavirus grassiert in jedem afghanischen Haus», so Osmani.
Bisher werden in Afghanistan Patienten mit Covid-19 nur in wenigen Krankenhäusern behandelt, die zunehmend überfüllt sind. Auch die Testmöglichkeiten sind beschränkt. Man plane daher nun auch eine Diagnose anhand von Symptomen. Ein Konzept werde entwickelt. Osmani löst den früheren Gesundheitsminister Firusuddin Firus ab, der Ende Mai nach rund fünf Jahren durch Präsident Aschraf Ghani abgesetzt wurde. Osmani kündigte Anfang Juni Krankenhausreformen an.
In Afghanistan sind derzeit 22.890 Infektionen mit Sars-Cov-2 bekannt. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. Mehr als 40 Prozent der Tests fielen laut dem UN-Nothilfebüro Ocha positiv aus. Das Land leidet nach rund vier Jahrzehnten Konflikt und Krisen unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts mangelt es an Personal und dringend benötigter Schutzausrüstung gegen das Virus.

11.09 Uhr: Erntehelfer können wieder leichter nach Deutschland kommen

Dringend benötigte ausländische Saisonkräfte für die Landwirtschaft können wieder leichter nach Deutschland kommen - es gelten aber weiter strenge Schutzvorgaben wegen der Corona-Pandemie. Von diesem Dienstag (16. Juni) an können Erntehelfer aus EU-Ländern auch auf dem Landweg und «ohne die bisherigen Beschränkungen» einreisen, wie ein am Mittwoch vorgestelltes Konzept von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) festlegt. Die neuen Regelungen, die nun bis Jahresende gelten, schafften Planungssicherheit für die Landwirte und eine gute Versorgung für die Verbraucher. Der Bauernverband begrüßte die Pläne. Aus der Opposition kamen Rufe nach generell besseren Bedingungen.

10.16 Uhr: Frankreich verliert rund eine halbe Million Arbeitsplätze

Frankreich hat im ersten Quartal 2020 fast eine halbe Million Arbeitsplätze im privaten Sektor verloren. Dies ist auf einen historischen Rückgang der Leiharbeit wegen der Corona-Krise zurückzuführen, wie die Statistikbehörde Insee am Donnerstag mitteilte. Hier wurde ein Rückgang von 40 Prozent verbucht. Insgesamt sind demnach in Frankreich im privaten Sektor 497.400 Nettoarbeitsplätze gestrichen worden, hinzu kommen 4900 Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hofft unterdessen, dass sich die Wirtschaftsaktivität im Land im Sommer normalisiert. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit habe «oberste Priorität», sagte er dem Sender LCI.

10.10 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Kreis Höxter

Zwei mehr infiziert, zwei mehr wieder gesund: Nach wie vor sind im Kreis Höxter 16 aktive Coronafälle bekannt. Die meisten Infizierten (7) gibt es nach einem Ausbruch in einer Familie im Stadtgebiet Willebadessen. In Warburg und Bad Driburg gibt es drei aktuell Infizierte, in Brakel zwei und in Höxter einen.

9.45 Uhr: Große Corona-Studie an Düsseldorfer Kitas gestartet

Die nach Angaben der NRW-Landesregierung bundesweit größte Untersuchung zum Infektionsgeschehen des Coronavirus bei Kindern hat begonnen. An der Modellstudie in 110 Düsseldorfer Kitas nehmen seit Mittwoch 5150 Kinder und Erzieherinnen teil, wie das NRW-Familienministerium mitteilte. Zugleich wird damit die Rückkehr zum - eingeschränkten - Regelbetrieb in den Kitas wissenschaftlich überwacht.

Insgesamt werden mehr als 40.000 Speichelproben untersucht. Ziel sei, verlässliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob es in den Kita-Gruppen zu neu auftretenden Infektionsfällen kommt und dadurch Infektionsketten im Umfeld ausgelöst werden. «Die Ergebnisse werden uns wichtige Daten zum Infektionsgeschehen bei Kindern liefern, auf deren Grundlage wir den Gesundheitsschutz in unseren Kindertageseinrichtungen weiter verbessern können», kündigte Familienstaatssekretär Andreas Bothe an.

Die Studie findet unter Federführung des Instituts für Virologie des Universitätsklinikums Düsseldorf statt. «Es gibt immer noch viele offene Fragen zur Bedeutung von Kindern bei der Verbreitung des neuen Coronavirus und wir hoffen, einige Fragen mit dieser Studie beantworten zu können», so Institutsdirektor Professor Jörg Timm.

An der virologischen Modellstudie nehmen 3920 Kinder und 1230 Fachkräfte teil. Das Ergebnis zum Virusnachweis wird ihnen nach etwa 24 bis 36 Stunden mitgeteilt. Eine umfassende Auswertung der Ergebnisse ist für Juli vorgesehen. Angestellte und Kinder sollen zwei Mal wöchentlich eine Probe abgeben. Mit Hilfe der Tests sollen Neuinfektionen schneller gefunden und Ansteckungsketten vermieden werden.

8.01 Uhr: Corona-Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen laut Studie besonders hoch

Pflegebedürftige Menschen sind in Deutschland durch die Corona-Pandemie besonders stark gefährdet: Nach Hochrechnungen von Forschern der Universität Bremen waren in Deutschland 60 Prozent aller Covid-19-Verstorbenen Menschen, die stationär in Pflegeheimen oder ambulant von Pflegediensten betreut wurden. Von allen bundesweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 Infizierten habe diese Gruppe einen Anteil von 8,5 Prozent, teilte die Universität Bremen am Mittwoch mit. «Pflegeheime sind der wichtigste Ort in Bezug auf Covid-19-Verstorbene, obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt», betont Ko-Autor Heinz Rothgang in der Mitteilung. Die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen sei mehr als 50 Mal so hoch wie im Rest der Bevölkerung.
Für die Studie befragte das Forscherteam online bundesweit 824 Pflegeheime, 701 Pflegedienste und 96 teilstationäre Einrichtungen. Wie repräsentativ die Angaben sind, war zunächst unklar.

7.15 Uhr: Verfassungsgerichtshof tagt in Eingangshalle

Wegen der Corona-Krise verlegt der Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen seine nächste mündliche Verhandlung in die Eingangshalle. Die obersten NRW-Verfassungsrichter werden am kommenden Dienstag in ihren roten Roben nicht wie gewohnt im großen Sitzungssaal des Oberverwaltungsgerichts (OVG) tagen, sondern in dem Foyer des Gebäudes in Münster, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Verfahrensteilnehmer schauen dabei auf die imposante gläserne Bibliothek des OVG.
Thema ist am Dienstag ein Streit im Untersuchungsausschuss «Hackerangriff» des NRW-Landtags. SPD und Grüne fordern vom Verfassungsgerichtshof eine Klärung der Frage, ob ihre Beweisanträge zur Herausgabe von Handydaten von Justizminister Peter Biesenbach (CDU) abgelehnt werden durften.

6.44 Uhr: Blutwerte erlauben laut Studie Prognose über Covid-19-Verlauf

Bei einer Covid-19-Erkrankung lässt sich anhand von zwei Typen von Abwehrzellen im Blut vorhersagen, ob ein Patient einen schweren Verlauf oder nur milde Symptome entwickelt. Dies ergibt eine Studie an 40 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan . Die Befunde seien in Deutschland bei mehreren Patienten bestätigt worden, sagt Ko-Autor Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen und Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie. Mehrere Medien hatten zuvor über die im Fachblatt «EBioMedicine» veröffentlichte Studie berichtet.

Bei einem der beiden Immunzell-Typen handelt es sich laut Dittmer um sogenannte Killer-T-Zellen mit einem bestimmten Oberflächenmarker (CD8). Sie töten virusinfizierte Körperzellen ab und unterbrechen damit die Vermehrung des Coronavirus Sars-CoV-2. «Wenn die Patienten nur wenige von diesen Zellen haben, haben sie ein hohes Risiko, schwere Symptome wie etwa eine Lungenentzündung oder Gerinnungsstörungen zu entwickeln», erläutert Dittmer.

Der andere Zelltyp sind sogenannte Neutrophile. «Die sind eigentlich dafür da, Bakterien abzuwehren. Sie können aber auch T-Zellen in ihrer Funktion unterdrücken.» Demnach wurden in Blutproben mit vielen Neutrophilen nur wenige T-Zellen gefunden, was mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden war.

«Besonders betroffen hat das Patienten mit Vorerkrankungen, die dazu führen, dass die Anzahl der T-Zellen abnimmt, etwa Patienten nach Transplantationen, die Medikamente zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen erhalten», sagt Dittmer. Betroffen seien auch Krebspatienten unter einer Chemotherapie, ältere Menschen, bei denen die Zahl der T-Zellen altersbedingt abnehme, oder fettleibige Patienten. «Man weiß, dass übergewichtige Personen schwächere und weniger T-Zellen haben.» An der Uniklinik Essen habe es sich bei mehr als 70 Prozent der schweren Covid-19-Verläufe um übergewichtige Männer gehandelt.

Für eine Covid-19-Therapie folge daraus, dass man zu Anfang einer Infektion versuchen könnte, die Killer-T-Zellen zu stimulieren - das könnten etwa bestimmte Impfstoffe. Auch die Vitamine A und C könnten die Funktion der T-Zellen verbessern. Bei Transplantierten könne man die Dosis der Medikamente zur Abwehrunterdrückung senken, bei Krebspatienten müsste man im Fall einer Sars-CoV-2-Infektion die Chemotherapie unterbrechen.

6.28 Uhr: Dutzende nicht abgeholte Leihmütter-Babys in der Ukraine

In der Ukraine können wegen der Corona-Einschränkungen noch immer Dutzende Babys von Leihmüttern nicht von ihren ausländischen Eltern abgeholt werden. 119 Familien hätten aktuell um eine Einreisegenehmigung ersucht, um ihre 125 Kinder abzuholen, sagte die parlamentarische Menschenrechtsbeauftragte Ljudmila Denissowa in Kiew. «Bereits 88 Familien haben derartige Sondergenehmigungen erhalten, und 31 befinden sich schon in der Ukraine.»
Ein Dienstleister für Leihmutterschaften in dem Land hatte bereits im Mai ein Video veröffentlicht, in dem auf die schwierige Lage der nicht abgeholten Neugeborenen hingewiesen wurde. Seit Mitte März dürfen Ausländer ohne Aufenthaltstitel wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr ins Land einreisen. Zudem sind alle regulären internationalen Flugverbindungen gekappt. Am 15. Juni soll der Flugverkehr wieder starten.

5.40 Uhr: Wissenschaftler: Mehr als zwei Millionen Corona-Infizierte in USA

Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ging in der Nacht zum Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Landesweit starben bisher knapp 113.000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Hinter den USA liegt Brasilien mit rund 772.000 Infizierten, gefolgt von Russland mit knapp einer halben Million infizierter Menschen.
Die zweithöchste Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus meldete zuletzt Großbritannien mit knapp 41.000, dahinter liegt Brasilien mit rund 40.000.
Die Webseite der Forscher der Johns-Hopkins-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität zuletzt allerdings auch wieder nach unten korrigiert.

5.24 Uhr: 555 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 555 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.416 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 11.6. 0 Uhr).
8755 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist wieder unter die kritische Marke von 1,0 gesunken und liegt nun bei 0,86 (Datenstand 10.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,11 gelegen.

Mittwoch, 10. Juni

20.30 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

in Klammern die Veränderungen zum Vortag; Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter  
Aktuell Infizierte: 16 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 363 
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn 
Aktuell Infizierte: 39 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 669 (+2)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe  
Aktuell Infizierte: 2
bestätigte Fälle insgesamt: 744 (+1)
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh  
Aktuell Infizierte: 70 (+19)
bestätigte Fälle insgesamt: 737 (+29)
davon Todesfälle: 20

Stadt Bielefeld 
Aktuell Infizierte: 10 (+1)
bestätigte Fälle insgesamt: 414 (+1) 
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford  
Aktuell Infizierte: 5
bestätigte Fälle insgesamt: 336
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke  
Aktuell Infizierte: 22 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 449
davon Todesfälle: 11

OWL gesamt 
Aktuell Infizierte: 164 (+19)
bestätigte Fälle insgesamt: 3752 (+33)
davon Todesfälle: 122

NRW  
Aktuell Infizierte: 1668 (-123)
bestätigte Fälle insgesamt: 38.844 (+97)
davon Todesfälle: 1636 (+1)

19.30 Uhr: Anteil über 80-Jähriger an Corona-Infizierten sinkt

Weniger Infizierte in der Hochrisikogruppe: Laut dem aktuellen Lagebild des Robert-Koch-Instituts (RKI) sinkt der Anteil der über 80-Jährigen an den Corona-Infizierten seit vier Wochen (Meldewoche 19) kontinuierlich. Demnach sind 18,8 Prozent der Infizierten 70 Jahre oder älter. Sie machen jedoch 86 Prozent der Todesfälle aus. Die größten Gruppen der Infizierten sind Personen im Alter von 20 bis 49 Jahren (43 Prozent) und zwischen 50 und 69 Jahren (31 Prozent). Nur 6,8 Prozent der Infizierten sind Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre (Datenstand 10.06. 0 Uhr).

Insgesamt haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 318 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 184.861 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

Deutschlandweit überschreitet derzeit kein Landkreis den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen. Wird diese Obergrenze gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten, sollten gewöhnlich Beschränkungskonzepte erlassen werden.

18.25 Uhr: DFL und DFB kippen Maskenpflicht am Spielfeldrand

Spieler, Trainer und Schiedsrichter am Spielfeldrand müssen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Zumindest «sobald sie ihren Sitzplatz im Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person eingenommen haben», teilten Deutsche Fußball-Liga und Deutscher Fußbal-Bund mit.

Die Anpassung des medizinisch-organisatorischen Konzepts ab dem kommenden Spieltag gilt für die Bundesliga, die 2. Bundesliga, die 3. Liga, die Frauen-Bundesliga und die Pokal-Endspiele bei Frauen und Männern.

18.02 Uhr: 27 weitere Fälle bei Tönnies

Die Zahl der positiven Coronafälle hat sich im Kreis Gütersloh um 29 erhöht. Davon entfallen 27 auf Personen, die bei Tönnies in Rheda beschäftigt sind. Die neuen Befunde gehen zurück auf Testungen, die Tönnies veranlasst hat, und solche durch niedergelassene Ärzten.

17.31 Uhr: noch 16 Menschen im Kreis Höxter erkrankt

Die Zahl der Menschen im Kreis Höxter, die mit einer bestätigten Covid-19-Infektion zu kämpfen haben, ist auch am Mittwoch stabil geblieben. Von Dienstag auf Mittwoch wurde von der Kreisverwaltung nur ein neuer Corona-Fall gemeldet.

17.15 Uhr: Zahl der Infizierten in NRW weiter rückläufig

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der nachweislich aktuell mit dem Coronavirus Infizierten am Mittwoch auf 1668 gesunken. Das sind über 120 Fälle weniger als am Vortag, wie aus den Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums von Mittwoch hervorgeht. Gemeldet wurden 103 Neuinfektionen, 225 neue Genesungen kamen hinzu.

Seit Beginn der Pandemie sind im bevölkerungsreichsten Bundesland somit 38.844 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Seit Dienstag wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Damit starben nun insgesamt 1636 Menschen infolge einer Coronaerkrankung. 35 540 Menschen haben die Infektion überstanden.

17.10 Uhr: Oberverwaltungsgericht NRW: weiter keine Kontakte beim Hallensport

Mannschaftssportler, die in der Corona-Krise besonders von Einschränkungen betroffen sind, müssen damit vorerst weiter leben. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch entschieden. Laut einem Eilbeschluss ist die Coronaschutzverordnung des Landes rechtens. Der Antragsteller aus Düsseldorf hatte kritisiert, dass seine Kinder in mehreren Sportvereinen ihren Mannschaftssport nicht mehr ausüben können. Er verwies auf Profis in der Fußball-Bundesliga und bemängelte eine Ungleichbehandlung des Breitensports (Az.: 13 B 617/20.NE).

Diese Sicht teilen die OVG-Richter nicht. Grund des Verbots von Kontakten im Sport- und Trainingsbetrieb sei die erhöhte Infektionsgefahr. Da bei intensiverer Atmung vermehrt potenziell virushaltige Tröpfchen in die Luft abgegeben werden, sei es vertretbar, dass der „nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb grundsätzlich nur im Freien und für Gruppen von regelmäßig maximal zehn Personen zulässig ist“, heißt es in der Begründung. Sonderregelungen im Profibereich seien zulässig, weil dort eine Infrastruktur mit medizinischer Betreuung vorhanden sei. Mit den vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzkonzepten sei, im Gegensatz zum Breitensport, das Infektionsrisiko hier besser einzugrenzen. Die Entscheidung des OVG ist nicht anfechtbar. 

16.15 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Bielefeld

Die Zahl der Corona-Fälle ist in Bielefeld erneut leicht angestiegen. Im Vergleich zum Dienstag ist der Stadtverwaltung eine Neuinfektion gemeldet worden.

15.55 Uhr: Fake-News bei Facebook und Twitter: EU fordert Berichte

Die Europäische Union wirft Russland und China in der Corona-Krise Kampagnen mit Falschnachrichten vor und fordert von sozialen Netzwerken deshalb monatliche Berichte über ihren Kampf gegen Desinformationen.

Um sogenannten Fake News besser entgegentreten zu können, müssten Plattformen wie Facebook und Twitter zudem enger mit Faktencheckern zusammenarbeiten, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Papier der EU-Kommission. Sie spricht von einer «massiven Welle falscher oder irreführender Informationen» in der Corona-Krise, auch von ausländischen Akteuren.

15.01 Uhr: Zwei neue Fälle im Kreis Paderborn

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Paderborn steigt um zwei neue Fälle  auf 669. Das teilte der Kreis am Mittwochnachmittag mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt weiter konstant: 33 Menschen sind im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion verstorben.

14.45 Uhr: Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert.

Allerdings können Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

Bei der Beurteilung sollen die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln, Rückreisemöglichkeiten und Sicherheitsmaßnahmen für Touristen berücksichtigt werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Kabinett am Mittwoch in Berlin.

11.55 Uhr: Große Corona-Studie an Düsseldorfer Kitas gestartet

Die nach Angaben der NRW-Landesregierung bundesweit größte Untersuchung zum Infektionsgeschehen des Coronavirus bei Kindern hat begonnen. An der Modellstudie in 110 Düsseldorfer Kitas nehmen seit Mittwoch 5150 Kinder und Erzieherinnen teil, wie das NRW-Familienministerium mitteilte. Zugleich wird damit die Rückkehr zum - eingeschränkten - Regelbetrieb in den Kitas wissenschaftlich überwacht. Insgesamt werden mehr als 40.000 Speichelproben untersucht. 

Eine umfassende Auswertung der Ergebnisse ist für Juli vorgesehen. Hinter der Studie steht de bundesweit heiß diskutierte Frage, wie groß die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Coronavirus ist. 

11.32 Uhr: Alle Tests in Warburger Berufskolleg sind negativ

Aufatmen im Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg: Sämtliche Auszubildende und Lehrkräfte, die am Dienstagmorgen vorsorglich getestet wurden, sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das hat Schulleiter Hartmut Peter mitgeteilt .

Auf Betreiben des Schulträgers und der Schulleitung wurden, nachdem bei einer Schülerin eher zufällig eine Coronainfektion nachgeweisen worden war, alle in Frage kommenden Kontaktpersonen der Schule getestet.

11.25 Uhr: Schausteller planen in Paderborn Freizeitpark auf Zeit

Gibt es diesen Sommer statt Libori eine sechs- bis achtwöchige Ferienkirmes hinter Zäunen? Nach den Vorstellungen des Paderborner Schaustellervereins soll in den Sommerferien ein zeitlich begrenzter Freizeitpark in Paderborn entstehen. Die Stadt muss nun über den entsprechenden Vorschlag entscheiden.

Zahlreiche Jahrmärkte und Kirmes-Feste sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Finanziell ist es ein Desaster für die Schausteller. Alle Einnahmequellen sind ihnen weggebrochen, darunter das für sie immens wichtige Liborifest. Doch die Kirmesleute arbeiten fleißig an Plänen, wie sie gefahrlos Kirmes-Spaß anbieten – und vor allem wirtschaftlich überleben können. Mehr hier.  

10.43 Uhr: Grenzkontrollen werden beendet - EU-Bürger dürfen wieder einreisen

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen. EU-Bürger können dann wieder ungehindert, ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterrichtete am Mittwoch das Bundeskabinett über die geplanten Änderungen. 

In fast allen Bundesländern besteht allerdings aufgrund einer Landesverordnung eine Verpflichtung zur Quarantäne bei Einreisen aus EU-Staaten, die eine Zahl von Neu-Infizierten von mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner aufweisen - kumulativ in den letzten sieben Tagen. Dies ist seit der vergangenen Woche in Schweden der Fall. Eine Ausnahme bilden dabei nur Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

8.45 Uhr: Virologe Streeck: Mund-Nase-Schutz kann Nährboden für Mikroben sein

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag wegen der oft falschen Anwendung skeptisch . „Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen“, sagte Streeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze“, so der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn. 

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht das allgemeine Tragen von einfachem Mund- und Nasenschutz in der Öffentlichkeit weiter skeptisch. Sie hatte ihre bis dahin kritische Haltung gegenüber dem Tragen von Mundschutz in der Allgemeinbevölkerung zwar kürzlich geändert: Selbstgemachte Masken aus Stoff oder solche aus dem Supermarkt seien durchaus empfehlenswert in öffentlichen Verkehrsmitteln, Läden und anderen Einrichtungen, wo ein Abstand von mindestens einem Meter nicht eingehalten werden könne, heißt es in Anfang der Woche veröffentlichten Empfehlungen.

6.15 Uhr: Was Curley (10) zu Corona einfällt

Ganz schön blöd, wenn man wochenlang nicht mit seinen Freunden spielen kann, oder? Nicht zur Schule zu müssen, ist zwar auch mal ganz schön, aber so lange?

Wir von der Zeitungsredaktion möchten gerne wissen, wie Ihr Kinder die letzten Wochen verbracht habt und was Euch im Moment coronamäßig durch den Kopf geht.  Als erste hat uns Curley Drewno (10) aus Vlotho geschrieben .

6.10 Uhr: Kabinett will Reisewarnung für Nicht-EU-Länder verlängern

Die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union soll bis Ende August verlängert werden .

Das Bundeskabinett will nach dpa-Informationen am heutigen Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen, der aber Ausnahmen für einzelne Länder zulässt, die bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu sollen etwa die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln und Reisebeschränkungen zählen. Der Reiseverband DRV hatte solche Maßstäbe auch für Ziele außerhalb Europas gefordert.

5.58 Uhr: 318 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 318 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 184 861 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 10.06., 0 Uhr). 

8729 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 18 im Vergleich zum Vortag. Etwa 170 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag zuletzt knapp über der kritischen Marke von 1,0, (1,11, Datenstand 8.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen. Neuere Daten lagen am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.

Dienstag, 9. Juni

18.34 Uhr: Neue Sonderregelung für Erntehelfer

Die Sonderregelungen zur Beschäftigung von Erntehelfern läuft in der nächsten Woche aus. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will an diesem Mittwoch im Kabinett ein Konzept vorstellen, das die weitere Beschäftigung dringend benötigter Erntehelfer in den nächsten Monaten absichert.

17.24 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

In Klammern die Veränderungen zum Vortag; Quelle: Gesundheitsämter

Kreis Höxter  
Aktuell Infizierte: 18 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 363 
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn 
Aktuell Infizierte: 37 (-6)
bestätigte Fälle insgesamt: 667
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe  
Aktuell Infizierte: 2 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 743 
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh  
Aktuell Infizierte: 51 (-12)
bestätigte Fälle insgesamt: 708 (+3)
davon Todesfälle: 20

Stadt Bielefeld 
Aktuell Infizierte: 7 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 413 (+2) 
davon Todesfälle: 5

Kreis Herford  
Aktuell Infizierte: 5 (+3)
bestätigte Fälle insgesamt: 336 (+3) 
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke  
Aktuell Infizierte: 13 (-11)
bestätigte Fälle insgesamt: 490 
davon Todesfälle: 11

OWL gesamt 
Aktuell Infizierte: 132 (-31)
bestätigte Fälle insgesamt: 3720 (+8)
davon Todesfälle: 122

NRW  
Aktuell Infizierte: 1791 (-87)
bestätigte Fälle insgesamt: 38.741 (+127)
davon Todesfälle: 1635 (+12)

17.03 Uhr: Brandenburg: Corona-Tests in Schulen und Kitas 

Auch in Brandenburg soll wieder ein Stück mehr Normalität einkehren: Landesjugendministerin Britta Ernst (SPD) kündigte an, dass die Kindertagesstätten ab Montag ihren Normalbetrieb wieder aufnehmen sollen. Die Schulen sollen nach den Sommerferien am 10. August wieder durchstarten. Dort wird seit 25. Mai tageweise unterrichtet. Die Landesregierung plant Corona-Tests in Schulen und Kitas.

16.15 Uhr: AfD will Mundschutz abschaffen

Die AfD in Sachsen will die Mundschutzpflicht abschaffen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag kündigte der sächsische Partei- und Fraktionschef Jörg Urban für die Landtagssitzung am Mittwoch an. Es gebe in Sachsen kaum noch Neuinfektionen. Deshalb müsse in den Schulen, im Handel und im öffentlichen Nahverkehr die Maskenpflicht fallen.

14.59 Uhr: Vor allem die Anzahl der Genesenen steigt

Im Kreis Paderborn ist die Corona-Lage nahezu unverändert : Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen liegt laut Kreisverwaltung weiter bei 667. Die Zahl der Todesfälle bleibt weiter konstant: 33 Menschen sind im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. 597 Menschen (+ 6) sind wieder genesen. Vier Patienten werden zurzeit in einem Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt. Aktuell sind 37 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus infiziert. Bad Lippspringe und Hövelhof gelten derzeit weiter als coronafrei: Hier ist aktuell niemand infiziert. 

Ähnlich sieht es im Kreis Gütersloh aus: Die Zahl der am Coronavirus Infizierten ist im Vergleich zum Vortrag um drei auf 708 gestiegen. Davon gelten 637 (8. Juni: 622) Personen als genesen und 51 (8. Juni: 63) als noch infiziert. Von diesen 51 Personen befinden sich 48 in häuslicher Quarantäne. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit drei Patienten (8. Juni: 3) stationär behandelt. Davon wird 1 Person (8. Juni: 1) intensivpflegerisch versorgt und muss beatmet werden. Im Kreis Gütersloh sind 20 Personen (8. Juni: 20) verstorben, die sich infiziert hatten.

14.54 Uhr: Kitas in Niedersachsen öffnen am 22. Juni

Die Kindertagesstätten in Niedersachsen öffnen ab Montag, 22.Juni, wieder für alle Kinder. Derzeit gibt es nur eine Notbetreuung. Die umfangreichen Hygieneauflagen sollen bestehen bleiben, heißt es vom Kultusministerium. Grundlage für die vorzeitige Öffnung sei die vergleichsweise positive Entwicklung des Infektionsgeschehens.

14.46 Uhr: Beispielloser Exporteinbruch von mehr als 30 Prozent

Die Corona-Krise hat den stärksten Exporteinbruch in der deutschen Nachkriegsgeschichte ausgelöst. Der Wert der Warenausfuhren stürzte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro ab.

14.08 Uhr: Thüringen beendet Kontaktbeschränkungen

In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen am 13. Juni aufgehoben . In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Die Verordnung hat das Kabinett heute beschlossen.

13.10 Uhr: Tests ohne Symptome können deutlich ausgeweitet werden

Tests auf das Coronavirus können künftig deutlich ausgeweitet werden - und zwar auch ohne Krankheitsanzeichen und besonders in sensiblen Bereichen . Das legt eine am Dienstag in Kraft tretende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest. „Wir wollen das Virus im Keim ersticken“, sagte der CDU-Politiker. „Das geht nur mit präventiven Reihentests in Krankenhäusern und Pflegeheimen und wenn wir möglichst alle Kontaktpersonen von Infizierten testen.“ Am Geld solle dies nicht scheitern. „Es ist viel teurer, zu wenig zu testen, als zu viel zu testen“, sagte Spahn.

Konkret sollen nun grundsätzlich alle Patienten getestet werden, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Daneben können Gesundheitsämter oder Ärzte Tests für Menschen ohne Symptome veranlassen. Die Kosten von 50 Euro pro Test übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Möglich werden damit etwa umfassende Tests bei engen Kontakten zu Infizierten - zum Beispiel auch, wenn die geplante freiwillige Corona-Warn-App für Smartphones einen solchen Kontakt meldet. Breite Tests möglich werden auch bei Corona-Ausbrüchen in Kitas oder Schulen sowie regelmäßige Reihentests in Kliniken und Pflegeheimen.

Die Regelungen zur Kostenübernahme gelten rückwirkend zum 14. Mai, auch für Privatpatienten und Menschen ohne Krankenversicherung. Bisher gibt es Tests auf Kassenkosten in der Regel nur bei konkretem Infektionsverdacht, also bei Menschen mit Symptomen.

10.15 Uhr: Fünf Infizierte im Kreis Herford

Fast wäre der Kreis Herford Anfang dieser Woche coronafrei gewesen, nun steigt die Zahl der Infizierten wieder an.

9.50 Uhr: Grundschulkind in Willebadessen positiv getestet

Ein Kind, das zur Grundschule Willebadessen geht, ist nach Angaben der Stadt Willebadessen vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuletzt habe das Kind den Unterricht am 29. Mai (Freitag) besucht und sei seitdem nicht an der Schule gewesen.

8.27 Uhr: Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Das war der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950 Verglichen mit März 2020 verringerten sich die Exporte um 24,0 Prozent.Das Schließen von Grenzen gerade auch im europäischen Binnenmarkt, die weltweite Verhängung von Handels- und Reisebeschränkungen sowie enorme Störungen in der See- und Luftfracht führten zu einem drastischen Rückgang der Ausfuhren. Die Importe verringerten sich um 21,6 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat.  

8.17 Uhr: 6000 Deutsche dürfen schon ab 15. Juni auf die Balearen

6000 Touristen aus Deutschland dürfen nach Medienberichten schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen - also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des einstigen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher.

Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt, berichteten die Zeitung «El País» und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca am Montag. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte lag zunächst nicht vor.

8 Uhr: „Zu Spitzenzeiten hatten wir hier 30 Corona-Patienten”

Kein Krankenhaus in Ostwestfalen-Lippe hat so viele Corona-Patienten behandelt wie das Klinikum Lippe. 115 waren es bis zur vergangenen Woche, sie waren 19 bis 94 Jahre alt. „Im Kreis Lippe haben die niedergelassenen Ärzte, das Gesundheitsamt und auch wir frühzeitig flächendeckend getestet”, sagt Privat-Dozent Dr. Johannes Tebbe, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie. Bei 743 Menschen im Kreis Lippe seien bisher Corona-Infektionen festgestellt worden.

Weil im März noch befürchtet wurde, das Gesundheitssystem könne überfordert werden, wurden nur jene positiv Getesteten im Krankenhaus aufgenommen, die in einem kritischen Zustand waren. „Zu Spitzenzeiten hatten wir hier 30 Corona-Patienten. Wir mussten sie zu zweit in die Isolierzimmer legen”, sagt Dr. Tebbe. Alle seien mit hohem Fieber ins Krankenhaus gekommen, erzählt Nidhi Kulamadayil-Heidenreich. „Viele klagten außerdem über Husten, Übelkeit und Durchfälle.”  Lesen Sie hier den Bericht von Christian Althoff.

7 Uhr: Lauterbach: Demos sind «ein Sargnagel» für Corona-Regeln

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat angesichts der jüngsten Massendemonstrationen strengere Regeln gefordert, um eine zweite Corona-Welle zu verhindern.

«Solche Demonstrationen sind ein Sargnagel für die noch bestehenden Regeln», sagte Lauterbach dem «Tagesspiegel». Durch die lauten Sprechchöre seien Unmengen an Aerosolen auf engem Raum verteilt worden. «Für den Kampf gegen das Virus wäre es besser, nur mit Plakaten und Bannern zu demonstrieren.»

Montag, 8. Juni

20.50 Uhr: «Corona kriegt uns niemals klein»: YouTube-Song der Polizei

«Seit Wochen zuhause, virale Zwangspause: Der Staats-Lockdown, hat echt reingehaun. Jetzt zählt nach vorne schauen.» Die Berliner Polizei hat einen eigenen Corona-Song auf YouTube veröffentlicht. Auf Twitter schreibt die Polizei dazu: «Viel Spaß mit dem Coronasong von Sebastian Stipp und der Combo des Landespolizeiorchesters.» Der singende Beamte hat auch schon bei der ProSieben-Sendung «The Voice of Germany» teilgenommen und stand beim Udo-Lindenberg-Musical «Hinterm Horizont» auf der Bühne.

In dem Video läuft der LKA-Beamte durch Berlin, kommt etwa am Brandenburger Tor und an der Weltzeituhr vorbei. Im Song heißt es auch: «Schneller, höher, weiter geht's gerade nicht. Mit Abstand, Mundschutz und Respekt ist Land in Sicht. - Was auch immer kommen mag. Wir bleiben für Euch immer wach. Jede Stunde Tag und Nacht. Wir lassen keinen hier allein.»

19.10 Uhr: Wohl bis zu 200.000 Seeleute sitzen wegen Corona auf Schiffen fest

Bis zu 200.000 Seeleute sitzen nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen Corona-Schutzvorschriften weltweit auf Schiffen fest. Die Situation werde jeden Tag schlimmer, berichtete die UN-Organisation am Montag in Genf. Viele Seeleute hätten ihren Einsatz eigentlich schon vor Wochen beendet, müssten aber wegen der Reisebeschränkungen nun an Bord weiter arbeiten. Sie seien ausgelaugt und auch psychisch angeschlagen - das seien keine guten Voraussetzungen, um die Sicherheit an Bord zu gewährleisten.
Gleichzeitig seien auch viele Seeleute betroffen, die nach einem Heimaturlaub nun nicht an Bord könnten und deshalb Einkommen verlieren. Die Organisation rief Regierungen, Gesundheitsämter und Einwanderungsbehörden auf, Wege zu finden, um den Crewwechsel zu ermöglichen. Seeleute müssten nach ihrem Einsatz sicher in ihre Heimat zurückgebracht werden.

18.20 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht
in Klammern Veränderungen zu Sonntag oder letzter Meldung; Quelle: Gesundheitsämter

Kreis Höxter 
Aktuell Infizierte: 18 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 363
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn
Aktuell Infizierte: 43
bestätigte Fälle insgesamt: 667
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
Aktuell Infizierte: 5
bestätigte Fälle insgesamt: 743 (+1)
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh
Aktuell Infizierte: 63 (+9)
bestätigte Fälle insgesamt: 705 (+13)
davon Todesfälle: 20

Bielefeld
Aktuell Infizierte: 8 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 411
davon Todesfälle: 5  

Kreis Herford
Aktuell Infizierte: 2 (+1)
bestätigte Fälle insgesamt: 333 (+2)
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Daten von Freitag)
Aktuell Infizierte: 24 (-8)
bestätigte Fälle insgesamt: 490
davon Todesfälle: 11

OWL gesamt
Aktuell Infizierte: 163
bestätigte Fälle insgesamt: 3712 (+16)
davon Todesfälle: 122

18.00 Uhr: Doch keine Öffnung der Bordelle in Rheinland-Pfalz

Entgegen der ursprünglichen Planung dürfen Bordelle in Rheinland-Pfalz nun doch nicht ab Mittwoch wieder öffnen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Mainz am Montag nach einer Sitzung des Kabinetts mit. Auch vor dem Hintergrund, dass Bordelle in anderen Bundesländern noch geschlossen seien, gelte es, eine Verlagerung von Sexualdienstleistungen nach Rheinland-Pfalz zu vermeiden.

Dem eigentlichen Plan, Bordellen unter Auflagen wieder den Betrieb zu genehmigen, habe der Gedanke zugrunde gelegen, ähnlich wie in anderen Bereichen auch dort wieder gewisse Dienstleistungen zuzulassen. Dies hätte im Falle der Bordelle sogenannte erotische Massagen betroffen. Seitdem habe man aber die Rückmeldung auch von Ordnungsämtern bekommen, dass die vorgesehenen weitreichenden Hygiene- und Reinigungsvorgaben in Bordellen nicht effektiv hätten kontrolliert werden können. Auch wäre die Nachverfolgung bei Infektionsfällen nur schwer zu gewährleisten gewesen. Der Gemeinde- und Städtebund hatte bereits vor einigen Tagen zu denken gegeben, dass die Bereitschaft von Freiern, ihre richtigen Kontaktdaten anzugeben, eher wenig ausgeprägt sein dürfte.

17.08 Uhr: Warn-App soll kommende Woche starten

Im Kampf gegen das Coronavirus soll die lange geplante staatliche Warn-App für Smartphones in der kommenden Woche an den Start gehen. Die Anwendung soll dann vorgestellt und auch gleich zum Herunterladen angeboten werden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin sagte . Der genaue Tag wurde noch nicht genannt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) machte deutlich, dass die freiwillige App zum digitalen Nachverfolgen von Infektionsketten technisch attraktiv gestaltet werden soll, um eine breite Nutzung zu erreichen. Aus der Opposition kam Kritik am wochenlangen Vorlauf.

16.39 Uhr: Neuanstieg von Infektionen: Israel verzichtet auf Lockerungen

Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen verzichtet Israel vorerst auf weitere Lockerungen. Nach einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag mit, es gebe nach Angaben von Experten «einen sehr starken Anstieg von Neuerkrankungen». Deswegen habe man beschlossen, «erstmal die Handbremse zu ziehen».

Nur die Eröffnung von Festhallen solle wie geplant erfolgen, alles andere aber vorerst gestoppt werden, hieß es in der Mitteilung. Dies betrifft unter anderem die Eröffnung von Theatern, Kinos und anderen Kultureinrichtungen.

Israelische Medien berichteten, die Regierung habe außerdem Vorbereitungen für ein Gesetz eingefroren, das den Einsatz von Überwachungstechnologie im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus regeln sollte. Israels Höchstes Gericht hatte die Überwachung der Handys von Erkrankten im April verboten und vorgeschrieben, diese müsse erst gesetzlich geregelt werden. Die Minister hätten sich aber auf keinen Entwurf für das Gesetz einigen können, schrieb die «Times of Israel». Sie hätten dafür jetzt nur noch weitere 48 Stunden Zeit.
Israel hatte zu Beginn der Corona-Welle sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert, der Verlauf der Pandemie in dem kleinen Mittelmeerland war bisher relativ glimpflich. Seit Ende Mai gibt es jedoch einen Neuanstieg von Infektionen, eine kritische Marke von 100 Infektionen am Tag wurde mehrmals überschritten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 17.863 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 298 sind gestorben.

16.00 Uhr: 13 Neuinfektionen im Kreis Gütersloh, zwei im Kreis Herford.

Der Kreis Gütersloh meldet 13 Corona-Neuinfektionen seit Freitag. Der Abstieg stehe “im Zusammenhang mit Infektionen von Personen, die bei Tönnies tätig sind beziehungsweise die in deren Umfeld leben”, wie es in einer Mitteilung heißt . Nach längerer Pause gibt es auch im Kreis Herford wieder Neuinfektionen.  

14.30 Uhr: Russlands Hauptstadt kehrt trotz Corona zu normalem Leben zurück

Nach mehr als zwei Monaten massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie kehrt die russische Hauptstadt Moskau von Dienstag an zum normalen Leben zurück. Die Bewohner könnten wieder ohne Beschränkung auf die Straße gehen, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag . Das System der «Selbstisolation» und Passierscheine werde aufgehoben. Das ist auch mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in Europas größter Stadt ein unerwartet großer Schritt der Lockerung der Antivirus-Beschränkungen. Auch Friseure und Schönheitssalons dürften am 9. Juni wieder öffnen.

«Moskau kehrt praktisch zum normen Lebensrhythmus zurück», sagte Sobjanin. Die Stadt sei bereit für diese neue Etappe. «Der Kampf ist aber noch nicht beendet», betonte er. Es müssten weiter Hygiene-Regeln befolgt werden. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin gefordert, dass die strengen Maßnahmen gelockert werden sollen.

Zuvor hatte Regierungschef Michail Mischustin auch angekündigt, Russlands Reisebeschränkungen mit dem Ausland etwas zu lockern. Demnach dürfen Ausländer nach Russland einreisen, wenn sie etwa Angehörige dort pflegen müssten. Auch Russen dürfen das Land verlassen, wenn sie im Ausland studieren oder arbeiten oder sich dort in ärztliche Behandlung begeben wollten. Allerdings gibt es weiter keinen internationalen Flugverkehr.

Die Lage um das Virus habe sich stabilisiert, sagte Mischustin. Gleichwohl stieg die Zahl der Corona-Infizierten erneut um rund 9000 auf 476.658. Die Zahlen steigen täglich etwa um das 30-Fache des Wertes in Deutschland. Allein in Moskau gibt es täglich rund 2000 neue Fälle. Die Zahl der Toten wurde landesweit mit 5971 angegeben, die der Genesenen mit 230.688.

14.29 Uhr: Fiebermessen, Händewaschen: Kitas mit Einschränkungen wieder offen

Der eingeschränkte Regelbetrieb in Kitas ist nach monatelanger Corona-Zwangspause am Montag wieder angelaufen. «Die Eltern, Kinder und auch wir, alle sind froh, dass es - zwar mit Einschränkungen - wieder losgeht», erklärte Marek Körner, Geschäftsleiter beim großen Kita-Träger Fröbel in Köln. Zwar nannte Körner die Kita-Öffnungen während der Corona-Pandemie eine «schwierige Zeit», aber die Kindergärten seien gut vorbereitet. «So dass wir eine relativ gute Absicherung haben.»

Die Kinder seien sogenannten Bezugsgruppen zugeordnet worden, die sie nicht verlassen dürften. Diese strikte Trennung gelte für die Innen- wie die Außenräume. Außerdem sei der Bewegungsraum der Kinder stark minimiert. «Früher war das pädagogische Angebot über die ganze Kita verteilt, jetzt ist alles auf einen Raum beschränkt.» Zudem waschen sich Körner zufolge die Kinder «etwa alle 20 Minuten die Hände» und auch das Singen in der Gruppe falle in den Fröbel-Kindergärten weg, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

In der evangelischen Kindertagesstätte «Wasserblecher Kinder» in Köln-Rath wird dagegen weiter gesungen, aber auch dort gelten zahlreiche Auflagen zur Verhinderung von Infektionen. Vor dem Betreten der Kita wird beispielsweise Fieber gemessen. Auch hier dürfen Kinder nicht außerhalb ihrer Gruppen spielen. Nichtsdestotrotz seien die Erzieherinnen sehr froh, die Kinder wieder in den Kita-Räumen zu sehen. So wie die Kinder: «Es gab heute Morgen ganz viele strahlende Kinderaugen», sagte die Leiterin der Kita, Melani Hemstedt.

Wegen der Corona-Pandemie galt in NRW seit Mitte März abseits der Notbetreuung ein Betretungsverbot für Kitas. Am 28. Mai wurden die Türen in einem ersten Schritt wieder für Vorschulkinder geöffnet. Nun dürfen alle anderen Kinder dazu kommen. Der eingeschränkte Regelbetrieb soll zunächst bis zum 31. August gelten.

13.34 Uhr: Bundesregierung: Auch Demonstranten müssen Abstand halten

 Die Bundesregierung mahnt zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auch bei Demonstrationen. «Es muss möglich sein, auch auf solchen Veranstaltungen Masken zu tragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert auf eine Frage nach den Demonstrationen gegen Rassismus am Wochenende, bei denen Menschen teils dicht gedrängt standen.

11.59 Uhr: Wie Student Milan Spendel aus Werther in Japan die Corona-Krise erlebt

Von OWL bis nach Kyoto sind es gut 9000 Kilometer, oder anders gesagt: elf Flugstunden. In der alten japanischen Kaiserstadt studiert Milan Spendel aus Werther im Kreis Gütersloh für fast ein Jahr. Der 24-Jährige ist dabei mitten in die Corona-Pandemie geraten – und erlebte die Krise in einem ganz anderen Kulturkreis.

10.51 Uhr: Umstrittene Quarantänepflicht in Großbritannien in Kraft

Wer ab heute nach Großbritannien einreist, muss sich nach der Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne begeben . Damit soll eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen verhindert werden. «Wir alle möchten so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren. Aber das kann nicht auf Kosten von Menschenleben gehen», teilte Innenministerin Priti Patel am Montag mit.

9.07 Uhr: Bahn gibt Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

Die Deutsche Bahn beabsichtigt nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen , die Senkung der Mehrwertsteuer «1:1» an ihre Kunden weiterzugeben. «Im Fernverkehr prüfen wir mit Hochdruck, wie wir die Umsetzung in unseren Vertriebssystemen sicherstellen», heißt es in einem Brief des Vorstands an den Aufsichtsrat, der der Deutschen Presse-Agentur in Teilen vorliegt.

7.36 Uhr: GOP-Varieté in Bad Oeynhausen eröffnet am 24. Juli wieder

Das GOP-Varieté darf vom 24. Juli an wieder öffnen. Eigentlich würde zu dieser Zeit die Show „Camping“ laufen – doch zur Wiedereröffnung zeigt das GOP eine ganz neue Show, die extra für das Kaiserpalais kreiert wurde. „Vorhang auf – zu Besuch bei Rosemie“ lautet der Titel der Moderationsshow, die Christoph Meyer als ein „Best of“ der vergangenen Jahre bezeichnet.

6.19 Uhr: Mehr Plastikmüll in Privathaushalten durch Corona-Krise

Ob in Gesichtsmasken, Einmalhandschuhen oder als Verpackung für Essen to go - in der Corona-Krise scheint der Kunststoff ein Comeback zu haben. In der gelben Tonne von Privathaushalten landen seit März etwa zehn Prozent mehr Verpackungsabfälle, wie das in Köln sitzende Recyclingunternehmen Der Grüne Punkt mitteilt.

0.20 Uhr: Philologenverband: Maskenpflicht im Unterricht problematisch

Der Deutsche Philologenverband sieht eine mögliche Maskenpflicht im Unterricht problematisch. «Damit wird der Kern jedes Unterrichts torpediert: Unterricht beruht auf klarer Kommunikation, auf zwischenmenschlicher Interaktion, nicht nur auf Augenkontakt», sagte die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing der «Welt».

Im Falle eines Regelbetriebs seien neue Hygiene- und Schutzkonzepte notwendig. «Sollten die Abstandsregeln tatsächlich fallen, müssen freiwillige Reihentests für alle Schüler und Lehrer zwei Mal wöchentlich zur Verfügung stehen», so Lin-Klitzing. Notwendig seien zudem klare Regelungen, um Lerngruppen zu isolieren, sowie Lüftungskonzepte.

Daneben brauche es einen Plan, sollten Schulen bei Infektionsfällen wieder schließen. «Die Schulen müssen in die Lage versetzt werden, notfalls von heute auf morgen von einem Präsenz- in einen Fernunterricht wechseln zu können.»
Grundsätzlich forderte sie, die Schulöffnungen regional unterschiedlich zu gestalten. «Die Infektionslage in Sachsen ist eine völlig andere als in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.»

Der Deutsche Lehrerverband hatte zuletzt erklärt, bei einem Normalbetrieb der Schulen sei eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll. Verbandschef Heinz-Peter Meidinger räumte jedoch ein: «Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht.» Auch er sprach sich für umfangreiche regelmäßige Corona-Tests von Lehrern und Schülern aus sowie Notfallpläne im Fall von ansteigenden Infektionen.

Sonntag, 7. Juni

21.30 Uhr: Infektionen in Ostwestfalen-Lippe - eine Übersicht

in Klammern Veränderungen zu Freitag; Quellen: Kommunale Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW

Kreis Höxter (Daten von Sonntag)

Aktuell Infizierte: 19 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 363 (+4)
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn (Daten von Samstag)

Aktuell Infizierte: 43 (-6)
bestätigte Fälle insgesamt: 667 (+7)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe (Daten von Freitag)

Aktuell Infizierte: 5
bestätigte Fälle insgesamt: 742
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Daten von Freitag)

Aktuell Infizierte: 54
bestätigte Fälle insgesamt: 692
davon Todesfälle: 20

Bielefeld (Daten von Sonntag)

Aktuell Infizierte: 9 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 411
davon Todesfälle: 5 (+1)

Kreis Herford (Daten von Samstag)

Aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Daten von Freitag)

Aktuell Infizierte: 32
bestätigte Fälle insgesamt: 490
davon Todesfälle: 11

OWL gesamt

Aktuell Infizierte: 163 (-7)
bestätigte Fälle insgesamt: 3696 (+11)
davon Todesfälle: 122 (+1)

19.59 Uhr: Mehr als 400.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als 400.000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

17.33 Uhr: Zu viele Gäste: Polizei kontrolliert Zufahrt zum Steinhuder Meer

Wegen einer drohenden Überfüllung hat die Polizei am Sonntagmittag die Zufahrt zum Steinhuder Meer kontrolliert. Damit sollte verhindert werden, dass Menschen nicht mehr die Mindestabstände zum Schutz vor dem Coronavirus einhalten können, wie eine Sprecherin der Polizei am Sonntag mitteilte. Nur noch Einheimische und Übernachtungsgäste durften durch, Tagesbesucher wurden an der Weiterfahrt gehindert. Am Sonntag waren trotz wechselhaftem Wetter viele Menschen am Steinhuder Meer unterwegs. 

Erst am Pfingstmontag musste der Ort wegen Überfüllung geschlossen werden. „Das hatte Festival-Charakter“, sagte die Sprecherin. Stadt und Polizei haben sich darauf verständigt, die Zufahrten für Tagestouristen zu sperren, wenn die Parkplätze zu 80 Prozent ausgelastet sind. Das war am Sonntagmittag der Fall. Nach mehr als zwei Stunden wurden die Zufahrtskontrollen wieder aufgehoben.

15.44 Uhr: RKI meldet 301 Neuinfektionen - rund 170.000 Menschen genesen

Rund 170.000 Menschen in Deutschland haben nach den erfassten Daten inzwischen eine Corona-Infektion durchgemacht und sind wieder genesen. Gut 8600 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 wurden vom zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) seit Januar registriert. Experten gehen allerdings auch für Deutschland von einer merklichen Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen aus - unter anderem, weil diese oft mild bis symptomlos verlaufen und daher nicht bemerkt werden.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht in der derzeitigen Situation eine Chance für die Sommermonate.  Es könne möglicherweise eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben.“ Womöglich lasse sich in den kommenden Monaten die Anzahl der Personen mit Immunität oder Teilimmunität erhöhen. Das sei umso wichtiger, da sich die Hoffnung auf einen rasch zur Verfügung stehenden Impfstoff als trügerisch erweisen könne. 

15.40 Uhr: Maskenpflicht auch im Unterricht? Debatte über Schulöffnung

Ein Normalbetrieb der Schulen trotz der schwelenden Corona-Pandemie sollte aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes nur starten, wenn neue Hygieneregeln gelten.

Wenn die Klasse wieder komplett in einem Raum sitze, sei eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll - so wie in asiatischen Ländern, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der «Bild»-Zeitung». Allerdings erschwere das einen ordentlichen Unterricht, räumte er ein.

15.08 Uhr: Umfrage: Schulleiter wollen Regeln für Unterricht nach Corona

Viele Schulleiter fühlen sich nach dem Eindruck der Landeselternschaft der Gymnasien von ihren vorgesetzten Behörden nicht gut informiert und alleingelassen. Eine Umfrage unter den Leitern der 625 Gymnasien in Nordrhein-Westfalen habe ergeben, dass fehlende Planungssicherheit und mangelnde Konzepte für das kommende Schuljahr beklagt würden, erklärte die Elternvertretung am Sonntag.

Ihr Sprecher Dieter Cohnen sagte, wegen der Corona-bedingten Schulschließungen seit Mitte März seien 40 Prozent des Unterrichts an den weiterführenden Schulen ausgefallen. Die daraus entstehenden Folgen für den Lehrstoff an der Schule und in Prüfungen seien völlig unklar. „Der Schulbetrieb nach den Sommerferien kann nicht so weitergehen wie in normalen Jahren“, meinte Cohnen. Das Schulministerium solle einen Plan vorlegen.

14.14 Uhr: Keine neuen Infizierten in Bielefeld

Es sind weiterhin 411 Bielefelderinnen und Bielefelder positiv auf das Coronavirus getestet. Das bedeutet keine Veränderung zum Vortag. 93 neue Corona-Infektionen in NRW - 270 Menschen im Krankenhaus

14.10 Uhr: 93 neue Corona-Infektionen in NRW - 270 Menschen im Krankenhaus

In Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag 93 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der an Covid-19 erkrankten Menschen erhöhte sich somit auf 38.614, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Düsseldorf mitteilte. Die Zahl der nach einer Erkrankung wieder genesenen Menschen stieg im Vergleich zum Samstag um 65 auf 35.113. Die Zahl der nach einer Infektion Gestorbenen erhöhte sich auf 1623. Das war einer mehr als am Vortag. In Krankenhäusern wurden am Sonntag 270 Menschen stationär behandelt, neun weniger als noch am Samstag. 95 Patienten lagen auf einer Intensivstation.

Die höchste Sieben-Tages-Inzidenz hatte die Stadt Duisburg mit 15. Dieser Wert beschreibt, wie viele Neuinfektionen es innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die übrigen 52 Kreise und Städte in NRW hatten nur einstellige Werte. Der Kreis Kleve, der am Samstag noch einen Wert von 11,9 hatte, fiel am Sonntag auf 8,4. Bei einem Wert über 50 würden Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

13.24 Uhr: Corona-Infektionen in Israel: Viele Schulen schließen wieder

Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen müssen immer mehr Schulen in Israel wieder schließen. Fast 130 Schulen und Kindergärten blieben am Sonntag nach einer Mitteilung des Bildungsministeriums geschlossen. Bei 347 Schülern und Lehrern ist bisher der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, mehr als die Hälfte davon in Jerusalem. Rund 17.500 Schüler und Lehrer sind in häuslicher Quarantäne. Abschlussfeiern zum Ende des Schuljahrs sollen nur noch in eingeschränkter Form stattfinden.

12 Uhr: Geisterparade an Bielefelder Gebäuden

Bunte Gesichter und Masken flimmern über das Mauerwerk, farbenprächtige Grafiken scheinen geradezu an der Hauswand zu explodieren. Es ist die „Geisterparade“, eine ganz besondere Überraschung des Organisationsteams des Carnival der Kulturen. 

11.54 Uhr: Corona-Krise lässt Chinas Außenhandel einbrechen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise haben Chinas Außenhandel im Mai um 9,3 Prozent einbrechen lassen. Die Exporte der größten Handelsnation gingen in US-Dollar berechnet um 3,3 Prozent zurück.

Die Importe sackten sogar um 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab, wie Chinas Zoll in Peking berichtete. Die Ausfuhren entwickelten sich trotz der rückläufigen weltweiten Nachfrage besser als erwartet, während sich die Einfuhren aber noch schlechter als vorhergesagt entwickelten.

11.24 Uhr: Richterbund: Gerichtsverfahren stauen sich bis Jahresende

Wegen der Corona-Pandemie haben sich bei der Justiz viele Verfahren aufgestaut, die in den kommenden Monaten nachgeholt werden müssen. Während des Notbetriebs hätten die Gerichte zwar wichtige Strafprozesse, dringende Haftsachen sowie Eilverfahren bearbeitet.

10.33 Uhr: Barbock: Viel über Bundesliga diskutiert, wenig über Kinder

In der Corona-Krise haben Kinder und ihre Rechte aus Sicht der Grünen monatelang eine beklagenswert kleine Rolle gespielt. 

«Dabei sind Kinder das zerbrechlichste Glied unserer Gesellschaft. Aber statt die Voraussetzungen zu schaffen, damit Kitas und Schulen als erstes wieder öffnen, wurde ewig über die Öffnung der Fußball-Bundesliga und von Möbelhäusern diskutiert», sagte Parteichefin Annalena Baerbock der «Welt am Sonntag».

Sie forderte bundesweite Leitlinien, «wie wir nach den Sommerferien in Schulen und Kitas zu einem kindergerechten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren». Dass solche Vorgaben fehlen, sei ein schwerer Fehler. Auch hätte der Bund aus ihrer Sicht mit den Ländern einen Extra-Fonds auflegen müssen, damit Kindergärten und Schulen zusätzliches Personal bekommen.

9.27 Uhr: Borgentreicher erleben „Gänsehautmomente“

Die Borgentreicher St.-Sebastian-Schützenbruderschaft hat eine positive Bilanz des vergangenen Pfingstwochenendes gezogen. Das Schützenfest war aufgrund der Corona-Pandemie frühzeitig abgesagt worden. Für viele Borgentreicher war es das erste Mal, dass an Pfingsten kein Schützenfest gefeiert werden konnte. Trotz der corona-bedingten Absage wurden kleinere Aktionen, unter Einhaltung aller nötigen Schutzmaßnahmen, rund um das ausgefallene Schützenfest zu Pfingsten angeboten.

8.36 Uhr: Corona-Pandemie: Mehr Angriffsfläche für Cyberkriminelle

Die Corona-Pandemie verschafft Cyberkriminellen und Geheimdiensten mehr Möglichkeiten für Angriffe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung. «Hinzu kommt, dass sich die weniger gut geschützte IT-Oberfläche, seitdem Millionen von Menschen kurzfristig von zu Hause aus arbeiten, vergrößert hat», heißt es in dem Papier der CDU-nahen Stiftung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Anders als bei großen Unternehmen, Behörden und Organisationen fehle dort in der Regel professioneller Schutz für das IT-System.

7.10 Uhr: Gereizte Stimmung bei Grundrechte-Demo in Bielefeld

Die Stimmung bei den wöchentlichen Demonstrationen der Grundrechte-Aktivisten auf dem Bielefelder Kesselbrink wird zunehmend gereizter. Bei der Kundgebung am Samstag kam es zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten, die eine Absperrung umwarfen und das Mikrofon entwendeten.  Kurzzeitig herrschten am Samstagnachmittag auf dem großen Platz zwischen dem Polizei-Hochhaus auf der einen und der Volksbank-Zentrale auf der anderen Seite tumultartige Szenen. Demoanmelderin Anastasia Powolozki von der Grundrechte-Aktivisten-Bewegung „Recht und Freiheit (Ruf) 2020“ hatte das Mikrofon auf dem Kesselbrink für jeden, der eine Rede halten wollte, geöffnet. Auch Menschen, die anderer Meinung waren als die „Ruf 2020“-Unterstützer, durften sprechen.

Samstag, 6. Juni

20.30 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident: App-Anmeldung für Strandbesuch

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will in der Urlaubszeit während der Corona-Krise auf die Buchung von Küstenabschnitten per Smartphone setzen. «Man kann über die App anmelden, dass man in einem bestimmten Zeitraum an einen Strandabschnitt will», sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel am Sonntag» zu den Plänen für das Buchungssystem. «Wenn dort noch Platz ist, bucht man sich ein und hat dann eine Zugangsberechtigung.» Die Gemeinde Scharbeutz hat das System seinen Angaben nach entwickelt, jetzt könnte es auch von anderen Orten genutzt werden.

Für die Urlaubszeit kündigte Günther an: «Wir werden weiter stark kontrollieren. Dass alle dicht an dicht wie in der Sardinenbüchse liegen, wird es bei uns nicht geben.» Den Verlauf des Himmelfahrts- und des Pfingstwochenendes wertete der Ministerpräsident als gutes Zeichen für den Tourismus in Schleswig-Holstein. «Beide Wochenenden sind in den Tourismusorten gut verlaufen. Es gab gelegentlich Absperrungen, wenn zu viele Tagesgäste kamen. Aber der erste Test auf die Sommersaison hat funktioniert.»

18.57 Uhr: Bisher 300 Hochhausbewohner in Göttingen getestet

Nach den ersten beiden Tagen des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauses in Göttingen ist die Gesamtzahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in der Stadt vorerst nur geringfügig gestiegen. Die Auswertung der meisten Tests liege noch nicht vor, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt am Samstagabend. Bis Samstag wurden 300 der 600 offiziell gemeldeten Bewohner untersucht. Nach den vorliegenden Ergebnissen seien drei davon positiv getestet worden.

Der Gebäudekomplex am Rande der Innenstadt gilt als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs. Die Stadt geht davon aus, dass Regelverstöße bei Privatfeiern von Großfamilien zum muslimischen Zuckerfest die Ursache sind. Im Zusammenhang damit waren bis zum Freitag bei 120 Menschen Infektionen bekannt geworden, darunter bei 39 Schulkindern.

Der «Roma Center e.V.» in Göttingen beklagte unterdessen eine zunehmende Hetze. Es habe zum Zuckerfest eine behördlich genehmigte Zusammenkunft der Familien in einer Moschee gegeben, heißt es in einer Mitteilung. Dort seien die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten worden. Weitere Feierlichkeiten habe es nicht gegeben. Broistedt zeigte sich verwundert. Die Informationen, dass zum Zuckerfest private Feiern stattgefunden hätten, stammten von Mitgliedern der betreffenden Familien.

17.15 Uhr: Sieben neue Infektionen im Kreis Paderborn

Der Kreis Paderborn hat doch noch seine Corona-Statistik aktualisiert . Demnach sind seit Freitag sieben Neuinfektionen bekannt geworden: ein Fall in Altenbeken, je drei in Borchen und Büren.

15.48 Uhr: «Gott hat mich vergessen» - 108-Jährige übersteht Corona-Infektion

Die 108 Jahre alte Fatima Negrini hat eine Coronavirus-Infektion überstanden. Die Norditalienerin wohnt seit vielen Jahren in einem Pflegeheim in Mailand. «Gott hat mich vergessen», zitierte die Zeitung «Corriere della Sera» Negrini am Samstag.

Die 108-Jährige ist seit vielen Jahren Bewohnerin des Pflegeheim Anni Azzurri San Faustino in Mailand, sagte ein Sprecher der Einrichtung der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe sich im April mit dem Coronavirus infiziert, sei aber asymptomatisch gewesen und Mitte Mai negativ getestet worden. In Negrinis Pflegeheim starben laut «Corriere della Sera» mehrere Bewohner. «Fatima hat noch nicht begriffen, wer nicht mehr da ist», sagte eine Pflegerin der Zeitung.

Erst am Mittwoch feierte die Italienerin ihren Geburtstag mit einer Schokoladentorte - verziert mit der Aufschrift «108 herzlichen Glückwunsch Fatima». Laut Bericht hat Negrini drei Söhne im Alter von 89, 88 und 78 Jahren, vier Enkelkinder und zwei Urenkel.
Italien ist von der Corona-Pandemie in Europa früh und mit voller Wucht getroffen worden. Bisher starben seit Februar rund 33.700 Menschen an oder mit der Covid-19-Krankheit. Die Pflegeheime in der Lombardei, zu der Mailand gehört, sind von der Pandemie besonders stark betroffen gewesen.

14.57 Uhr: Corona in NRW: 101 neue Infektionen, 232 Menschen wieder gesund

In Nordrhein-Westfalen sind 101 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit erhöhte sich am Samstag die Gesamtzahl der daran in Nordrhein-Westfalen erkrankten Menschen auf 38.521, wie das NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. 35.048 Menschen wurden dem Ministerium als genesen gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der wieder gesunden Patienten von Freitag auf Samstag um 232. Insgesamt 1622 Menschen starben infolge einer Erkrankung, die Zahl stieg von Freitag auf Samstag um sechs.

Die höchste Sieben-Tages-Inzidenz hatten der Kreis Kleve und die Stadt Duisburg. Dieser Wert beschreibt, wie viele Neuinfektionen es innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. In Duisburg lag der Wert am Samstag bei 11,8. Im Kreis Kleve wurde der Wert mit 11,9 angegeben. Die anderen 51 Kreise und Städte hatten nur einstellige Werte. Bei einem Wert über 50 würden Lockerungen wieder beschränkt werden.

14.45 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe: ein weiterer Todesfall, acht Neuinfektionen

(Quelle: Gesundheitsämter; in Klammern Veränderungen im Vergleich zum Freitag)

Mangels Aktualisierungen durch viele Gesundheitsämter ist die Übersicht für Ostwestfalen-Lippe heute vergleichsweise wenig aussagekräftig, was die Trendbeobachtung angeht.

Der besonders betroffene Kreis Paderborn meldete später am Nachmittag doch noch neue Zahlen (sieben Neuinfektionen). Auch Bielefeld meldete später noch Zahlen, darunter einen weiteren Todesfall. Beides ist im Folgenden nachträglich eingearbeitet.

Kreis Höxter
aktuell Infizierte: 16 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 360 (+1)
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn
aktuell Infizierte: 43 (-6)
bestätigte Fälle insgesamt: 667 (+7)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe (Zahlen vom Freitag)
aktuell Infizierte: 5
bestätigte Fälle insgesamt: 742  
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Zahlen vom Freitag)
aktuell Infizierte: 54
bestätigte Fälle insgesamt: 692
davon Todesfälle: 20

Bielefeld
aktuell Infizierte: 9 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 411 (-2, da Testergebnisse sich nicht bestätigt hätten)
davon Todesfälle: 5 (+1)

Kreis Herford
aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Zahlen vom Freitag)
aktuell Infizierte: 32
bestätigte Fälle insgesamt: 490
davon Todesfälle: 11

Ostwestfalen-Lippe gesamt
aktuell Infizierte: 159 (-10)
bestätigte Fälle insgesamt: 3693 (+6)
davon Todesfälle: 122 (+1)

13.57 Uhr: Fifa-Präsident Infantino zu Fan-Frage: «Müssen geduldig sein»

Fifa-Präsident Gianni Infantino rechnet in der Coronavirus-Krise offenbar nicht mit einer raschen Rückkehr von Fans in die Fußball-Stadien. «Toleranz und Verständnis sind in diesen Zeiten sehr wichtig. Und wir dürfen natürlich auch nicht vergessen, dass es einen Platz für die Fans geben muss. Fußball ohne Zuschauer ist nicht dasselbe, aber wir müssen geduldig sein bei der Frage, wann die Fans wieder in die Stadien zurückkehren können», sagte der Schweizer in einer am Samstag an alle 211 Fifa-Mitgliedsländer verschickten Videobotschaft.

13.34 Uhr: Ungarn hebt Reisebeschränkungen gegenüber Deutschland auf

Ungarn hebt alle Beschränkungen im Personenverkehr mit Deutschland auf, die das mitteleuropäische Land im März wegen der Corona-Pandemie verhängt hat. Dies gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Samstag auf seiner Facebook-Seite bekannt. Deutsche Staatsbürger können ab Sonntag (7. Juni), 08.00 Uhr, ohne Auflagen in Ungarn einreisen. Ungarn, die aus Deutschland zurückkehren, brauchen sich nicht mehr einer 14-tägigen Heimquarantäne zu unterziehen.

Mitte März hatte Ungarn ein Einreiseverbot für alle Ausländer verhängt. Ausgenommen waren lediglich EU-Bürger mit festem Wohnsitz in Ungarn sowie Lastwagenfahrer, Diplomaten und Transitreisende. Vor einem Monat gewährte das Land Geschäftsreisenden aus Deutschland und sechs weiteren Ländern die Einreise ohne Auflagen. Österreicher, Tschechen und Slowaken dürfen seit Freitag uneingeschränkt nach Ungarn reisen, Slowenen und Serben seit etwas längerer Zeit.

13.32 Uhr: Ärzte und Wissenschaftler warnen vor zweiter Infektionswelle in Großbritannien

Führende Ärzte und Wissenschaftler haben die britische Regierung eindringlich dazu aufgerufen, das Land auf eine mögliche zweite Infektionswelle im Winter vorzubereiten. Großbritannien gehöre zu den Ländern mit den höchsten Todesraten, betonten die Experten in einem im «Guardian» veröffentlichten Schreiben. «Besonders schlimm sind die Armen und bestimmte ethnische Minderheiten betroffen.» Zu den 27 Unterzeichnern gehört auch der Mediziner Anthony Costello, der früher Spitzenbeamter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sind bereits mehr als 40 000 Corona-Infizierte gestorben - kein anderes Land in Europa verzeichnet so viele Opfer. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Angesichts der Lage im Land halten viele von ihnen die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie für verfrüht. So wurde am Samstag wieder die Öffnung von Schulen für einige Jahrgangsstufen kritisiert.

Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) ist chronisch unterfinanziert. Es mangelt an Ärzten, Pflegepersonal, Schutzausrüstungen und Tests. Jeder Landesteil - England, Schottland, Wales und Nordirland - hat eigene Maßnahmen gegen die Corona-Krise.

13.31 Uhr: Innenminister beraten über Lehren aus der Corona-Krise

Die Innenminister der Länder und des Bundes wollen Lehren aus den Erfahrungen in der Corona-Krise ziehen und Vorkehrungen für eine mögliche zweite Infektionswelle treffen.

Das kündigte der Chef der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. «Man muss ja damit rechnen, dass es im Herbst ein Wiederaufflammen gibt, weil man sich dann beispielsweise wieder öfter in geschlossenen Räumen aufhält.»

12.39 Uhr: Keine Fußball-Saison 2020/21 in Bayern

In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser einstimmigen Entscheidung ist die vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Coronavirus-Pandemie gekommen, wie der BFV am Samstag mitteilte. Die Spielzeit bei Herren und Frauen könne aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Spieltermine nicht stattfinden. Die Arbeitsgruppe hat zudem vorgeschlagen, die aktuell wegen der Corona-Krise ausgesetzte Spielzeit 2019/20 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt. Wie im Jugendbereich verfahren wird, soll in Kürze mitgeteilt werden.

10.58 Uhr: Corona-Fall am Berufskolleg in Warburg-Rimbeck

Eine Schülerin des Theresia-Gerhardinger-Berufskollegs in Warburg-Rimbeck ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das haben Schulleiter Hartmut Peter, das Kolping-Schulwerk als Träger sowie das Gesundheitsamt des Kreises Höxter am Samstagmorgen mitgeteilt. Die junge Frau habe keine Symptome und befinde sich nunmehr in 14-tägiger Quarantäne. Der Vorfall hat Konsequenzen für die Einrichtung: Der Schulbetrieb erfolgt derzeit unter Einhaltung strenger Abstands- und Hygieneregeln, um Ansteckungsmöglichkeiten bestmöglich zu vermeiden. „Auch wenn dies nach den geltenden Vorgaben des Robert-Koch-Institutes nicht erforderlich ist, hat das Kolping-Schulwerk als Schulträger gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Kreises Höxter vorsorgliche Maßnahmen entschieden“, heißt es in der Pressemitteilung.

10.52 Uhr Mode gegen Corona

Niku Masbough ist Mathematikerin, Schriftstellerin und Modedesignerin. In diesen Tagen engagiert sie sich zusätzlich für die Forschung über das Coronavirus. 

Die Iranerin, die seit August 2012 in Paderborn lebt, stellt den Erlös ihrer Aktion „Fashion against Corona“ Professor Rolf Hilgenfeld von der Universität Lübeck zur Verfügung. Der 66-jährige Wissenschaftler gehört weltweit zu den renommiertesten Biochemikern und Strukturvirologen und forscht auf dem Gebiet der Coronaviren.

„Die Spendenaktion hat eine symbolische Bedeutung, sie soll die Arbeit der Forscher würdigen und unterstützen“, sagt Niku Masbough. Deutschland und nicht zuletzt ihr Heimatland leiden unter dem Virus. Zwei ihrer Cousins im Iran hätten sich damit infiziert, erzählt die junge Frau: „Einer hat sich bei einer Beerdigung angesteckt. Ihm geht es wieder besser, aber er hat stark abgenommen und ist noch sehr geschwächt. Der andere Cousin hat sich in einem Schwimmbad infiziert.“

9.53 Uhr: Kitas öffnen wieder ihre Tore

„Schön, dass ihr wieder da seid. Wir haben euch vermisst!“ steht auf dem Zettel, den Verena Mai, Leiterin der Kita Lüthenweg in Paderborn-Wewer für den großen Neustart am Montag am Tor befestigt. Denn dann soll wieder ein Stück Normalität in die Kitas und für die 5800 Kita-Kinder der Stadt einkehren. „Eingeschränkter Regelbetrieb” nennt sich das im Amtsdeutsch. Seit Mitte März und damit mehr als acht Wochen lang waren die 87 Kitas in Paderborn, darunter 33 städtische, bis auf die Notfallbetreuung wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Von Montag an dürfen wieder alle Kinder in die Kitas gehen, auch wenn die Eltern nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten oder alleinerziehend sind.

8.19 Uhr: Trompetengruß vom Balkon

„Das ist ein schöner Corona-Nebeneffekt“, sagt Anne Weber über die musikalischen Grüße an die Nachbarschaft, die ihr Mann Hans-Martin vom 19. März bis Pfingsten allabendlich um 19 Uhr vom Balkon aus erklingen ließ. In Zukunft will er im Zuge der allgemeinen Lockerungen auch selbst etwas kürzer treten und sein Kurzkonzert noch zweimal pro Woche anbieten. Der pensionierte Pfarrer spielt normalerweise die zweite Trompetenstimme im Posaunenchor Werther. Weil gemeinsames Musizieren derzeit nicht möglich ist, nahm er gerne die von der Kirchengemeinde angeregte schöne Idee auf, während der Passionszeit Choräle, Volkslieder und Spirituals   auf dem Balkon zu spielen – in Ergänzung zu Corona-Glockenläuten und Berggebet  . Die Reaktionen aus den Nachbarhäusern waren durchweg positiv, beschwert ob vermeintlicher Ruhestörung habe sich niemand, betont Hans-Martin Weber.

7.55 Uhr: Urlaubspläne für den Ausnahmesommer

Statt nach bella Italia oder Spanien geht es für viele Urlauber jetzt an die Nord- und Ostsee oder in die Berge. Auch die Gütersloher Reisebüros buchten in den vergangenen Wochen massiv um. Die Reisewarnung ist indes ab dem 15. Juni aufgehoben. Dann sollen Reisen in Europa – und bald wohl auch Fernreisen – wieder möglich sein. „Der gewohnte Pauschal-Urlaub wird dieses Jahr nicht stattfinden.“ Das sagt Luisa Köster vom Gütersloher Reisecenter an der Kirchstraße und präzisiert: „Es wird eine abgespeckte Version geben.“ Wie die genau aussehe, stehe noch nicht fest, so Köster, weil in den Ferienregionen noch an den Hygiene-Vorschriften gearbeitet werde. Hotels könnten jedenfalls nicht voll belegt werden, statt Büfett gebe es wohl Service am Tisch und an den Strand könnte nur eine gewisse Anzahl von Sonnenhungrigen.

7.13 Uhr: „Film ab!“ trotz Corona

Film ab: Das Central-Kino in Borgentreich hat seit Donnerstag wieder geöffnet. Die Betreiberfamilie Dohmann hofft auf gut besuchte Vorstellungen, wobei hier natürlich in neuen Kategorien gedacht werden müsse, wie Maria Dohmann sagt. Darauf, dass es endlich wieder losging, hatten sich auch ihre Kinder Franziska, Johanna und Elisabeth gefreut, die mit Leidenschaft die Werbetrommel im Ort rührten und auch im Kino mithelfen.

7.11 Uhr: 36 Städte in OWL coronafrei

Das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie hat sich in OWL deutlich abgeschwächt. Inzwischen gelten – Stand Freitagnachmittag – 36 der insgesamt 70 Städte und Gemeinden in der Region als coronafrei. Das heißt, dass dort kein einziger Fall mehr eines aktuell mit dem Virus Infizierten gemeldet ist. Seit Erhebung der Daten durch die örtlichen Gesundheitsämter haben sich 3687 Menschen in OWL laborbestätigt mit Corona infiziert – 3397 davon gelten als genesen, 169 noch als akut erkrankt. 121 Menschen sind durch das oder mit dem Virus verstorben.

5.40 Uhr: Montgomery: Bundesregierung sollte Corona-Krisenmanagement übernehmen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Regeln in Deutschland. «Die Bundesregierung sollte wieder die Regie und das Krisenmanagement übernehmen», sagte er der «Passauer Neuen Presse». «Wir müssen zu einheitlichen Regeln zurückkehren und damit aufhören, in jedem Bundesland andere Vorschriften zu machen.»
«Wir müssen langsamer lockern, als dies momentan geschieht», forderte Montgomery. «Der Schönheitswettbewerb der Ministerpräsidenten, die sich jetzt mit Lockerungsmaßnahmen überbieten, ist bedauerlich.» Da werde bei der Bevölkerung der Eindruck erweckt, die Pandemie sei
bereits vorüber und alles wieder gut.
«Bis Ende März haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn hervorragend durch diese Krise geführt. Erst als die Ministerpräsidenten übernommen haben und der Wettbewerb zwischen Herrn Laschet und Herrn Söder losging, wurde es
chaotisch.» Wenn es keine bundeseinheitlichen Vorgaben gebe, werde es unübersichtlich und gefährlich, so der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes. «Die Ministerpräsidenten sind mehr Teil des Problems und nicht der Lösung.»

Freitag, 5. Juni

21.28 Uhr: Hoffnung auf Antikörper

Die Hoffnung einiger schwedischer Wissenschaftler in der Corona-Krise lastet auf den Schultern des deutschen Alpakas Tyson . Ein Forschungsteam möchte mit Hilfe der von dem Tier gebildeten Antikörper eine Behandlungsmethode gegen das Virus auf den Weg bringen.

20.01 Uhr: Böllhoff erwartet Umsatzrückgang

Wegen der Corona-Pandemie geht Böllhoff für 2020 von einem weiteren Umsatz-Rückgang aus.   Der Umsatz des Bielefelder Spezialisten für Verbindugstechnik ist 2019 leicht um 2,0 Prozent auf 638,4 (Vorjahr: 651,7) Millionen Euro zurückgegangen. Damit war er aber noch deutlich höher als im Jahr 2017. Damals hatte die Gruppe  620,2 Millionen Euro erwirtschaftet.

19:10 Uhr: Vincent Weiß holt Konzert 2021 nach

Der Sänger Wincent Weiss verschiebt sein für den 15. August geplantes Konzert in der OWL-Arena in Halle wegen der Corona-Auflagen um ein Jahr. Neuer Termin ist der 15. August 2021 .

18.43 Uhr: 2 neue Todesfälle in OWL

Hier die aktuellen Coronazahlen in OWL und NRW:

  • Kreis Höxter : 17 Infizierte (-2), insgesamt 359 (+1), 17 Todesfälle
  • Kreis Paderborn : 49 Infizierte (-18), insgesamt 660 (+ 4), 33 Todesfälle
  • Kreis Lippe: 5 Infizierte (-1), insgesamt 742 (+4), 29 Todesfälle
  • Kreis Gütersloh : 54 Infizierte, insgesamt 692 (+3), 20 Todesfälle (+1)
  • Stadt Bielefeld : 12 Infizierte, insgesamt 413, 4 Todesfälle
  • Kreis Herford: 1 Infizierter, insgesamt 331, 7 Todesfälle
  • Kreis Minden-Lübbecke : 31, insgesamt 490 (+ 1), 11 Todesfälle (+ 1)
  • OWL gesamt: 169 Infizierte (-21), insgesamt 3687 (+ 9), 121 Todesfälle (+2)
  • NRW: 1988 Infizierte (-124), insgesamt 38.420 (+142), 1616 Todesfälle (+6)

18.06 Uhr: Online-Parteitage zur Bundestagswahl

Schon Ende Juni beginnt die Aufstellungsphase für die Bundestagswahl 2021. Eigentlich sind dafür größere Präsenzveranstaltungen nötig - in der Corona-Krise unmöglich. Die Aufstellung der Kandidaten in einer Kombination aus Online-Vorstellungen und Briefwahl möglich sein.

17.19 Uhr: Warn-App: Telefon-Service für positiv Getestete

Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden.  Die Hotline sei einer von zwei Telefon-Services zu der für Mitte Juni erwarteten App, die rund um die Uhr erreichbar seien, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

17.08 Uhr: Weniger Grenzkontrollen

Deutsche Urlauber können ab Mitte Juni mit deutlich weniger Grenzkontrollen in Europa rechnen.  Ein Großteil der EU-Staaten wolle dann die in der Corona-Krise eingeführten Einschränkungen an den europäischen Binnengrenzen am 15. Juni aufheben, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach Beratungen mit seinen EU-Kollegen

16.40 Uhr: Brinkhaus (CDU): "Mehrwertsteuer an Verbraucher weiterreichen"

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) aus Gütersloh verlangt von der Wirtschaft, die Senkung der Mehrwertsteuer an die Verbraucher weiterzugeben . Im Gespräch mit dem Westfalen-Blatt sagt er, 2020 müsse ein ein Ausnahmejahr bleiben. "Wir müssen  2021 und 2022 zur finanziellen Solidität zurückkehren. Das ist sehr wichtig, und darum werden wir kämpfen. Dafür müssen wir eines hinbekommen: Wir müssen wachsen." Das komplette Interview lesen Sie in unserer Wochenende-Ausgabe.

15.36 Uhr: Weniger Arbeitslose in den USA

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai trotz der Coronavirus-Pandemie leicht auf 13,3 Prozent gesunken . Im April hatte die Quote noch bei 14,7 Prozent gelegen, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte.

15.11 Uhr: 11. Todesfall im Kreis Minden-Lübbecke

Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es den elften Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus . Eine 91-jährige Bewohnerin aus dem Haus Morgenglanz in Minden, die zu den positiv Getesteten gehörte, ist am Donnerstag verstorben.

14.51 Uhr: 20. Todesfall im Kreis Gütersloh

Nach einem Monat Pause ist im Kreis Gütersloh wieder eine am Coronavirus infizierte Person verstorben . Wie der Kreis mitteilt, handelt es sich um einen älteren Menschen aus Werther. Die Anzahl Todesfälle im Kreis Gütersloh, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, liegt jetzt bei 20. 

13.45 Uhr: Goretzka und Kimmich knacken Fünf-Millionen-Marke

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion «We kick Corona» die Fünf-Millionen-Euro-Marke übertroffen.

Wie die Initiative berichtete, trugen etwa 4000 Groß- und Kleinspender zum Erfolg der Aktion der beiden Profis des FC Bayern München bei.

11.50 Uhr: 

Von den 3678 Menschen in Ostwestfalen-Lippe, bei denen bisher das Corona-Virus festgestellt wurde, mussten nahezu 500 stationär behandelt werden – fast jeder siebte. Das ergab eine WESTFALEN-BLATT-Umfrage bei den Krankenhäusern der Region.

9.59 Uhr: Alle Grundschüler in NRW sollen täglich wieder in die Schule

Alle Kinder im Grundschulalter sollen in Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf an. Bis zu den Sommerferien sollen die rund 600.000 Grundschüler an allen Wochentagen die Schule besuchen. „Wenn es um die Bildung geht, zählt jeder Tag“, sagte Gebauer.

9.30 Uhr: Das sagt die heimische Wirtschaft zum Krisenpaket

Das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket trifft in der ostwestfälischen Wirtschaft überwiegend auf Zustimmung. Es gibt aber auch Kritikpunkte – und weitergehende Forderungen. Mehr lesen Sie hier.

9.00 Uhr: Studie zu Arbeitsausfall wegen Schul- und Kita-Schließung

Corona lässt die Arbeitszeit schrumpfen: Das geht aus einer Studie der Universitäten Frankfurt, Bonn und Mannheim hervor. „Der Wegfall der Kinderbetreuung während der Corona-Krise hat signifikante Effekte auf das Arbeitsangebot“, berichtet die Goethe-Universität am Freitag.

Prof. Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität, Prof. Moritz Kuhn (Bonn) und Prof. Michèle Tertilt (Mannheim) haben die Folgen mangelnder Betreuungsangebote für Kinder und deren Auswirkungen auf die Arbeitszeit berufstätiger Eltern untersucht. Das Ergebnis: Der Anteil der Eltern, die von geschlossenen Schulen und Kindergärten betroffen ist, ist doppelt so hoch wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Deutschland (im April 5,8 Prozent).

Selbst wenn man berücksichtige, dass ältere Geschwister oder ein nicht arbeitender Elternteil die Betreuung übernehme, seien immer noch 21 Prozent der Erwerbstätigen von geschlossenen Schulen und Kitas betroffen. Müsse ein Elternteil zu Hause bleiben, würden den Arbeitgebern rund elf Prozent der Erwerbstätigen fehlen. Berücksichtige man reduzierte Arbeitszeiten, blieben es immer noch 8,4 Prozent. Das entspreche dem achtfachen kurzarbeiterbedingten Stundenausfall während der Finanzkrise 2009.

8.50 Uhr: «Wirtschaftsweise» korrigieren Konjunkturprognose nach unten

Die sogenannten Wirtschaftsweisen werden ihre im März aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland angesichts der inzwischen größeren Ausmaße der Corona-Pandemie nach unten korrigieren.

«Der Lockdown hat länger gedauert, und die Außenwirtschaft wird härter getroffen als erwartet. Vor allem im Hinblick auf die USA waren wir deutlich zu optimistisch», sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld.

8.45 Uhr: Reisemöglichkeiten für Deutsche in Europa

Am 15. Juni sollen die zurzeit geltenden Reisewarnungen aufgehoben werden. Wohin man ab dann als Bundesbürger wieder reisen kann, bei welchen Ländern man Auflagen beachten muss bzw. welche Länder eine Einreise zurzeit noch nicht erlauben, zeigt diese Grafik.

7.05 Uhr: «The Lancet» zieht Studie zu Chloroquin und Co. zurück

Das Fachjournal «The Lancet» hat eine Studie zum Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gegen Corona zurückgezogen. Drei der vier Autoren verwiesen darauf, dass sie Zweifel an der Richtigkeit der von ihnen genutzten Daten nicht ausräumen können, wie das Journal mitteilte.

Die Wirksamkeit der bislang gegen Malaria eingesetzten Mittel gegen die Lungenerkrankung Covid-19 wird derzeit in zahlreichen Studien getestet. Bisherige Untersuchungen brachten keinen gesicherten Hinweis, dass sie bei Erkrankten die Symptome bessert oder die Erkrankungsdauer verkürzen.

5.50 Uhr: USA: Deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote erwartet

Wegen der Coronavirus-Pandemie dürfte die Arbeitslosenquote in den USA im Mai erneut deutlich gestiegen sein: Analysten rechnen mit einer Quote von etwa 20 Prozent. Das wäre der höchste Wert seit vielen Jahrzehnten.

Die US-Regierung gibt die Daten für den Monat Mai am heutigen Freitag (14.30 Uhr MESZ) bekannt. Im April hatte die Arbeitslosenquote in der größten Volkswirtschaft der Welt bei 14,7 Prozent gelegen - zehn Prozentpunkte höher als noch im Vormonat.

Donnerstag, 4. Juni

21.05 Uhr: Online-Gipfel soll Milliarden für Kinder-Impfung bringen

Mit dem Geld sollen 300 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt gegen Krankheiten wie Polio, Typhus und Masern geimpft werden. Doch es geht auch darum, wie ein künftiger Coronavirus-Impfstoff für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden kann .

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte bereits am Mittwoch, Pharmaunternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Produktionskosten offenzulegen. «Es muss bezahlbare Preise für alle und einen objektiven und fairen globalen Verteilmechanismus geben, an den sich alle Regierungen und Gavi selbst halten», sagte Marco Alves von der Organisation. 

20.17 Uhr: Personelle Engpässe zur Kommunalwahl

Zur Kommunalwahl am 13. September drohen in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Pandemie in den Wahllokalen personelle Engpässe. „Ein nicht unerheblicher Teil der traditionellen Wahlvorstände gehört wegen des Alters der Risikogruppe an. Das könnte ein Pro­blem werden“, sagte der NRW-Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, unserer Redaktion. 

Manche Städte bereiten sich schon auf einen möglichen Personalengpass vor. „Ich habe bereits von einigen Städten gehört, die vorsorglich für ihre Verwaltung einen Urlaubsstopp für den Wahlsonntag oder das Wahlwochenende verhängt haben, um notfalls eigene Mitarbeiter zu verpflichten, wenn man nicht genügend Freiwillige aus der Bevölkerung bekommt“. 

19.05 Uhr: Rufe nach Corona-Lockerungen in der Liga

Nach der bislang erfolgreichen Umsetzung des Hygiene- und Sicherheitskonzepts an den ersten vier Spieltagen werden in der Fußball-Bundesliga Rufe nach Lockerungen laut.

«Mittlerweile ist es schwer nachvollziehbar, dass Menschen in Cafés ohne Mundschutz ihren Cappuccino trinken dürfen, während unsere Co-Trainer, die Ersatzspieler und wir Offiziellen auf der Tribüne mit großem Abstand und an der frischen Luft noch eine Maske tragen müssen», sagte Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler. 

Manager Horst Heldt vom 1. FC Köln sieht das genauso. «Grundsätzlich ist das Hygiene-Konzept exzellent», sagte der 50-Jährige am Donnerstag in einer virtuellen Pressekonferenz: «Aber sechs Wochen später ist es im Verhältnis zu dem, was um uns rum passiert, vielleicht nicht mehr zeitgemäß.»

18.33 Uhr: Nachfrage halbiert - Autokäufer halten sich zurück

Autohäuser dürfen seit Ende April wieder öffnen. Doch so wenig wie jetzt war schon lange nicht mehr los. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit zerren am Budget der Käufer. Nun sollen Autos billiger werden.

Ein neues Auto steht derzeit nur für wenige Deutsche auf der Agenda. Im Mai wurden gut 168.000 Autos neu zugelassen, nur etwa halb so viel wie im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte. Damit hat sich der Automarkt in der Corona-Krise nach dem starken Einbruch im März und April bislang kaum erholt. Im April hatten die Neuzulassungen mehr als 60 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen und waren damit auf den niedrigsten Stand seit 1991 gesunken.

17.45 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe zeigt 14 Neuinfektionen

(Quelle: Gesundheitsämter; in Klammern Veränderungen im Vergleich zum Mittwoch)

Kreis Höxter
aktuell Infizierte: 19 (-2)  
bestätigte Fälle insgesamt: 358 (+4)
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn
aktuell Infizierte: 67 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 656 (+2)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
aktuell Infizierte: 6 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 742  
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh
aktuell Infizierte: 54 (+3)
bestätigte Fälle insgesamt: 689 (+5)
davon Todesfälle: 19

Bielefeld
aktuell Infizierte: 12 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 413
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford
aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell Infizierte: 31 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 489 (+3)
davon Todesfälle: 10 

Ostwestfalen-Lippe gesamt
aktuell Infizierte: 190 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 3678 (+14)
davon Todesfälle: 119

17.21 Uhr: Knapp 1,9 Millionen neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

Die Corona-Pandemie setzt dem US-Arbeitsmarkt weiter zu. Knapp 1,9 Millionen Menschen stellten in der Woche bis einschließlich 30. Mai einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Seit Mitte März haben damit USA-weit mehr als 42 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.

16.34 Uhr: Kinderbonus: 300 Euro extra vom Staat - aber nicht für alle

Familien bekommen den geplanten Kinderbonus von 300 Euro pro Kind in den nächsten Monaten voraussichtlich in drei Raten aufs Konto überwiesen.  Bundesfamilienministerin Franziska Giffey gab dazu in Berlin erste Einzelheiten bekannt.

Das Geld kommt demnach wohl zusammen mit der monatlichen Kindergeldzahlung. «Dann würden auf dem Kontoauszug für die Kindergeldzahlung nicht die 204 Euro stehen, sondern über drei Monate 304 Euro», sagte die SPD-Politikerin. Offen ist noch, ob das erste Geld schon im Juli überwiesen wird oder erst später. Sicher ist: Familien mit hohen Einkommen profitieren nicht.

16.01 Uhr: Bahn-Kunden sollen von Mehrwertsteuersenkung profitieren

Kunden der Deutschen Bahn sollen von der geplanten vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer profitieren.

«Wir prüfen mit Hochdruck, wie und in welcher Form wir die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben können», sagte DB-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla. Dies sei keine Frage des «ob». Details ließ er jedoch offen.

15.15 Uhr: Wie es Patienten nach Covid-19 geht

Zig Millionen Menschen weltweit haben eine Infektion mit dem Coronavirus bereits überstanden. Die Dunkelziffer gilt als hoch, auch weil Sars-CoV-2 vielfach kaum oder gar keine Symptome verursacht.

Wenn die vom Virus verursachte Erkrankung Covid-19 einen schwereren Verlauf nimmt, sind die Patienten allerdings oft nach Wochen noch nicht wieder vollständig genesen. Ist mit lebenslangen Spätfolgen bei Millionen Menschen weltweit zu rechnen?

14.36 Uhr: EZB stemmt sich mit weiteren Milliarden gegen Corona-Krise

Europas Währungshüter legen im Kampf gegen die beispiellosen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch einmal kräftig nach.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stockt ihr Corona-Notkaufprogramm für Anleihen um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro auf. Das beschloss der EZB-Rat in Frankfurt. Die Mindestlaufzeit des Kaufprogramms wird zudem um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2021 verlängert.

13.20 Uhr: Tourismusbeauftragter sieht Chancen für Urlaub in der Türkei

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht für deutsche Urlauber Chancen auf einen Sommerurlaub in der Türkei.

Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Wir setzen uns dafür ein, Reisewarnungen auch für Drittstaaten in den nächsten Wochen Schritt für Schritt zurücknehmen zu können. Wenn die Infektionszahlen niedrig sind und es hohe Sicherheitsstandards und Schutzvorkehrungen gibt, sehe ich keinen Grund dafür, eine Reisewarnung aufrechtzuerhalten.»

13.07 Uhr: Reisediplomatie kommt in Gang: Maas reist in die Niederlande

Nach einem Kurztrip an die deutsch-luxemburgische Grenze vor zweieinhalb Wochen  ist Außenminister Heiko Maas am Donnerstag zu seinem ersten regulären Arbeitsbesuch im Ausland seit Beginn der Corona-Krise aufgebrochen.

Der SPD-Politiker trifft in Den Haag den niederländischen Außenminister Stef Blok, um mit ihm über die Öffnung der lange Zeit wegen der Pandemie geschlossenen Grenzen in Europa und das geplante Wiederaufbauprogramm für die Europäische Union zu sprechen.

11.12 Uhr: Kinderärzte: Sommerferien zur Förderung von Kindern nutzen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine Förderung benachteiligter Kinder in den Sommerferien gefordert. «Wir sehen schon heute eine enorme Leistungsspreizung zwischen Schülern aus sozial benachteiligten Familien und solchen, in denen die Eltern die nötigen Ressourcen haben, um ihre Kinder als Hilfslehrer zu unterstützen», sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach am Donnerstag laut Mitteilung in Köln. «Hier muss dringend für einen Ausgleich gesorgt werden. Wir brauchen Stützkurse für benachteiligte Kinder.» Dafür sollten die Sommerferien genutzt werden.
Der digitale Unterricht während der Corona-Zeit habe Kinder benachteiligt, «deren Eltern keine Zeit und keine Kompetenzen hatten zum Home-Schooling», sagte der Solinger Kinderarzt. «Falls der Fernunterricht nach den Sommerferien weitergehen muss, brauchen wir hier dringend Verbesserungen.» Schulen müssten eine bessere digitale Ausstattung und Lehrer entsprechende Fortbildungen erhalten.

10.00 Uhr: Stärkster Auftragsrückgang im Maschinenbau seit Finanzkrise

Die Corona-Krise hat die deutschen Maschinenbauer im April mit voller Wucht getroffen. Die Bestellungen brachen gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 31 Prozent ein, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsorders gingen um 25 Prozent zurück. Die Auslandsbestellungen brachen um 34 Prozent ein.

8.50 Uhr: Nordmazedonien verhängt wieder Ausgangssperren

Nach einem starken Anstieg neuer Infektionen mit dem Coronavirus hat Nordmazedonien erneut Ausgangssperren verhängt. In der Hauptstadt Skopje sowie in neun weiteren Städten darf von Donnerstag 21 Uhr bis kommenden Montag 5 Uhr früh niemand seine Wohnung oder sein Haus verlassen. In allen anderen Teilen des Landes gilt eine nächtliche Ausgangssperre, wie Gesundheitsminister Venko Filipce am späten Mittwochabend bekanntgab.
Die Behörden begründeten die Maßnahmen damit, dass in den letzten 24 Stunden 101 neue Corona-Fälle aufgetreten waren, allein 59 davon in Skopje. Am Tag zuvor waren es 76 Neuansteckungen. Der Anstieg erfolgte eine Woche, nachdem das kleine Balkanland seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert hatte. Unter anderem durften Cafés, Restaurants und Bars wieder öffnen.
Nordmazedonien hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner. Bis zum Donnerstag waren 2492 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 742 der Infektionsfälle gelten als aktiv. Bislang wurden 145 Tote gemeldet.

8.25 Uhr: EU-China-Gipfel verschoben

Der Gipfel mit China in Leipzig sollte ein Höhepunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden. Doch die Pandemie verhindert das Treffen. Der Gipfel war für den 14. September geplant. Er sollte einer der wichtigsten Termine der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden, die am 1. Juli beginnt. Ziel war, das Verhältnis der Europäischen Union zum mächtigen Handelspartner China zu erörtern und zu justieren.

Deutschland, die EU und China seien sich einig, dass das Treffen angesichts der «pandemischen Gesamtlage» zum vorgesehenen Zeitpunkt nicht stattfinden könne, sagte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert nach den Telefonaten Merkels mit Xi Jinping sowie dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, in Berlin. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Gipfel solle jedoch nachgeholt werden. Details dazu sollten zeitnah abgesprochen werden.

Da absehbar gewesen sei, dass die Pandemie-Auflagen auf beiden Seiten ein physisches Treffen im September unmöglich machen, habe man es bereits jetzt abgesagt, sagte Seibert.

8.15 Uhr: Niedersachsen will Corona-Tests bei regionalen Hot-Spots ausweiten

Niedersachsen möchte seine Teststrategie angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Epidemie anpassen und die Tests bei regionalen Hot-Spots ausweiten. Das künftige Vorgehen wollen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, am Donnerstag (13.30 Uhr) in Hannover erläutern. Massenhafte Corona-Infektionen hatte es in Niedersachsen zuletzt im Zusammenhang mit Familienfeiern in Göttingen, einem Logistikzentrum in Langenhagen bei Hannover sowie in einem Fleischbetrieb in Dissen (Kreis Osnabrück) gegeben.

7.30 Uhr: Das WESTFALEN-BLATT möchte wissen, wie Kinder die letzten Wochen verbracht haben

Das WESTFALEN-BLATT möchte wissen, wie Kinder die letzten Wochen verbracht haben, und sammelt deshalb Corona-Geschichten. Die Erfahrungen sollen in der Zeitung oder auf der Homepage veröffentlicht, damit sich auch Menschen, die keine Kinder haben, in die schwierige Lage hineinversetzen können. Mehr dazu steht hier .

6.01 Uhr: Mexiko überschreitet offiziell Marke von 100.000 Corona-Infektionen

In Mexiko sind inzwischen mehr als 100.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das Land ist nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA das 14. der Welt, das diese Marke überschritten hat - das vierte in Lateinamerika. Weil in Mexiko sehr wenig auf das Coronavirus getestet wird, dürfte die wahre Zahl deutlich höher liegen.

6.00 Uhr: Einigung auf Konjunkturpaket gegen die Folgen der Corona-Krise

Mehr Geld für Familien und Kommunen, Entlastungen beim Strompreis - und eine Senkung der Mehrwertsteuer: Mit einem riesigen Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro will die schwarz-rote Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln. Ein «Herzstück» des Paketes ist nach den Worten des CSU-Vorsitzenden Markus Söder eine Senkung der Mehrwertsteuer.

Union und SPD streben außerdem einen «Modernisierungsschub» an und wollen Zukunftstechnologien etwa für mehr Klimaschutz fördern. Die Spitzen der Koalition hatten lange um das Programm gerungen.

5.30 Uhr: Umfrage: Mehrheit in NRW bisher ohne finanzielle Schäden durch Corona

Die Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen hat die Corona-Krise einer Umfrage zufolge bisher ohne größere finanzielle Schäden überstanden. Bei einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Bonner Akademie für Forschung und Lehre Praktischer Politik (BAPP) antworteten 58 Prozent der Befragten, sie hätten keine finanziellen Einbußen erlitten.
Knapp 17 Prozent gaben an, sie müssten Einbußen von unter 1000 Euro verkraften. Weitere 17 Prozent nannten höhere Verluste, teilweise sogar mehr als 5000 Euro. Vor dem geschäftlichen Ruin sahen sich 1 Prozent der Befragten. Die übrigen machten keine Angaben. Die finanziellen Verluste wollen der Umfrage zufolge 34 Prozent der Betroffenen durch den Verzicht auf geplante Anschaffungen wie ein Auto oder Möbel ausgleichen, 27 Prozent planen die Streichung des Urlaubs.
«Die große Mehrheit ist durch umsichtige Politik bisher erfreulich gut durch die Krise gekommen», kommentierte BAPP-Präsident Bodo Hombach die Umfrageergebnisse. Die von Corona gesundheitlich oder materiell Geschädigten sollten gesellschaftliche Solidarität erfahren. «Das geht umso großzügiger, weil es sich um eine recht überschaubare Gruppe handelt», sagte der ehemalige Kanzleramtsminister.

4.27 Uhr: RKI meldet 394 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 394 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 182.764 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 04.06. 0 Uhr).

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8581 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 30. Etwa 167.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach aktuellsten RKI-Angaben erneut unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,71 (Datenstand 3.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,89 (Datenstand 2.6. 0 Uhr) gelegen.

Mittwoch, 3. Juni

21.00 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

In Klammern Veränderungen im Vergleich zum Dienstag.

Kreis Höxter

aktuell Infizierte: 21 (-3)  
bestätigte Fälle insgesamt: 354
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn

aktuell Infizierte: 65 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 654
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe

aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 742 (+1)
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh

aktuell Infizierte: 51 (-1)
bestätigte Fälle insgesamt: 684 (+5)
davon Todesfälle: 19

Bielefeld

aktuell Infizierte: 13 (+2)
bestätigte Fälle insgesamt: 413 (+3)
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford

aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell Infizierte: 34 (-4)
bestätigte Fälle insgesamt: 486
davon Todesfälle: 10 

Ostwestfalen-Lippe gesamt

aktuell Infizierte: 192 (-7)
bestätigte Fälle insgesamt: 3664 (+9)
davon Todesfälle: 119

19.45 Uhr: Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

17.36 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen: Unmut über Schulschließungen

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen wächst bei Eltern und Schulleitern der Unmut über Schulschließungen in der niedersächsischen Stadt.

«Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die meinen, für sie gelten die Regeln nicht oder für sie wären die Regeln unter bestimmten Umständen außer Kraft gesetzt», sagte der Leiter der Neuen Integrierten Gesamtschule Göttingen, Lars Humrich, am Mittwoch. Für die Kinder und Jugendlichen bedeute die neuerliche Schließung aller Schulen in Göttingen eine weitere Verunsicherung.

17.12 Uhr: Marathon-Verhandlung im Kanzleramt: Was hilft aus dem Tief?

Die Verhandlungen über das milliardenschwere Konjunkturprogramm in der Corona-Krise sind für die Spitzen der schwarz-roten Koalition zur Geduldsprobe geworden.

Auch am zweiten Tag rangen Union und SPD im Kanzleramt stundenlang um entscheidende Knackpunkte wie Kaufprämien für Autos und Zuschüsse für Familien. Am späten Nachmittag zeichnete sich noch kein Durchbruch ab. Teilnehmer rechneten damit, dass die Gespräche sich erneut bis in die Nacht ziehen könnten, und berichteten von längeren Pausen, in denen Union und SPD getrennt voneinander berieten.

Nach den kurzfristigen Hilfen in der Corona-Krise sollen nun Konjunkturhilfen die Wirtschaft wieder ankurbeln. Es gehe vor allem um Investitionen und darum, die Kaufkraft vor allem von Familien zu erhöhen, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Am Verhandlungstisch saßen neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) die Partei- und Fraktionschefs der Koalitionspartner. Weil die Vorstellungen noch weit auseinander lagen, hatten sie in der Nacht zum Mittwoch ihre Gespräche nach rund neun Stunden zunächst unterbrochen. Ziel war eine Einigung am Mittwoch.

16.33 Uhr: Schrumpfkurs bei Lufthansa - «Werden jeden Stein umdrehen»

Die Beschäftigten der Lufthansa müssen sich auf Stellenabbau und harte Einschnitte einstellen.

Rein rechnerisch hat das von der Corona-Krise hart getroffene Unternehmen deutlich mehr als 10.000 Stellen zu viel an Bord, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch in Frankfurt sagte.

15.48 Uhr: Erstes Konzert mit Zuschauern

In der Zeit der Coronavirus-Pandemie mit Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen gibt es im Veranstaltungszentrum Neue Schmiede in Bielefeld-Bethel erstmals wieder ein Konzert mit Zuschauern. Die Zahl der Gäste ist auf 30 beschränkt, heißt es von der Neuen Schmiede. „Wir freuen uns riesig, nach so langer Zeit wieder Konzertgäste bei uns im Haus begrüßen zu dürfen! Am kommenden Freitag öffnen wir das Live-Stream Konzert exklusiv für 30 Gäste, natürlich unter Auflage der momentanen Hygienebestimmungen“, sagt Inka Stückemann von der Bethel-Kulturkoordination.

15.06 Uhr: Immer mehr Jüngere stecken sich an

Das Durchschnittalter der Personen, die über das Pfingstwochenende im Kreis Paderborn als neue Infektionsfälle gemeldet wurden, beträgt 33 Jahre. Dies meldete die Kreisverwaltung am Mittwoch. „Hier bestätigt sich unsere Beobachtung, dass gerade jüngere Menschen sich angesichts der sinkenden Infektionszahlen nun sorgloser verhalten. Wir haben es alle in der Hand dabei mitzuwirken, dass die Infektionszahlen nicht steigen, indem wir die Abstands- und Schutzmaßnahmen einhalten“, appelliert die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Constanze Kuhnert.

14.07 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Bielefeld

Nach anderthalb Wochen ohne Coronavirus-Neuinfektionen in Bielefeld meldet die Stadtverwaltung drei weitere Fälle . Damit steigt die Zahl der Menschen, die seit März positiv auf das Virus getestet wurden, auf 413. Zudem befinden sich mehr Menschen in Quarantäne.

12.50 Uhr: Corona-Boom lässt Videokonferenz-Dienst Zoom träumen

Der Videokonferenz-Dienst Zoom will sich nach dem explosiven Wachstum in der Corona-Krise fester im Leben seiner Nutzer verankern.

Dazu gehört der Plan, in mehr Unternehmen auch die Telefon-Anlagen zu übernehmen, wie Gründer und Chef Eric Yuan nach Vorlage aktueller Quartalszahlen sagte. Zoom verzeichnete zuletzt einen Sprung bei Umsatz und Gewinn - und verdoppelte auch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Mehr lesen Sie hier.

11.52 Uhr: Arbeitslosenzahl in NRW steigt weiter

Die Einschränkungen der Corona-Pandemie treiben die Arbeitslosenzahlen in NRW weiter in die Höhe. Im Mai seien in Nordrhein-Westfalen 757 118 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen - 5,4 Prozent mehr als im April, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mit. Bereits im April war die Arbeitslosenzahl infolge des coronabedingten Einbruchs der Wirtschaft deutlich nach oben geschnellt. 

Die Arbeitslosenquote stieg im Mai in Nordrhein-Westfalen um 0,3 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent. Damit liegt sie um 1,2 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum 2019. Üblicherweise entwickelt sich der Arbeitsmarkt um diese Jahreszeit positiv. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verpassten diesem Effekt jedoch einen deutlichen Dämpfer. Erst zum zweiten Mal sei in einem Mai die Arbeitslosigkeit angestiegen, sonst sei dies eher im Winter der Fall.

11.30 Uhr: Coronatests bei 400 Mitarbeitern des Paketzustellers DPD

Der Zusteller DPD hat 400 Beschäftigte seines Duisburger Paketsortierzentrums vorsorglich auf das Coronavirus testen lassen. Die Ergebnisse sollten spätestens bis Ende der Woche vorliegen, sagte ein Sprecher des Paket- und Expressdienstleisters am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Nachdem es in den vergangenen drei Wochen sieben Infektionen gegeben habe, sei der Reihentest vorsorglich vorgenommen worden - bei 400 von insgesamt 1000 Beschäftigten am Standort. 

Eine Duisburger Stadtsprecherin kündigte erste Ergebnisse frühestens für Donnerstagnachmittag an. Die Feuerwehr hatte die Abstriche auf dem Betriebsgelände im Stadtteil Hüttenheim am Dienstag genommen. Der Betrieb läuft Unternehmenssprecher Peter Rey zufolge normal weiter - unter strikten Abstands-, Hygiene- und Schutzmaßnahmen. 

10.45 Uhr: Corona-Krise: Arbeitslosigkeit steigt weiter an

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland i st im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen.

Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577.000 Personen nach oben.

9.31 Uhr: Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

8.25 Uhr: Gewerkschaft sieht möbelverarbeitende Industrie im Kreis Herford nicht in Gefahr

In der möbelverarbeitenden Industrie sind wegen der anhaltenden Corona-Krise „alle in Kurzarbeit, aber mit unterschiedlicher Ausgestaltung“, berichtet Frank Branka von der Geschäftsstelle der Gewerkschaft IG Metall in Herford. Etwa „1600 bis 1700 Beschäftigte“ seien davon in Löhne betroffen. Kündigungen werde es während dieser Phase aber nicht geben .

8.04 Uhr: Herford - Was wird von Corona bleiben? 

Corona und Museum – diese Verbindung wird derzeit vor allem als Beeinträchtigung wahrgenommen. Denn Ausstellungsbesucher müssen viele Auflagen beachten. Doch es gibt auch eine andere Seite. Für ein stadtgeschichtliches Museum ist Corona immer auch ein möglicher Sammelgegenstand. Mehr hier .

6.14 Uhr: Bahnen in NRW werden wieder voller - Hygienemaßnahmen wichtiger

Weil Busse und Bahnen mit den Corona-Lockerungen wieder voller werden, verstärken die Betreiber ihre Hygienemaßnahmen. Trotzdem haben viele Fahrgäste weiterhin „ein mulmiges Gefühl“, wie der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW mitteilte. Inzwischen seien auf vielen Linien die Fahrgastzahlen wieder stark gestiegen. Eine Einhaltung der Abstandsregeln in den Spitzenzeiten sei da kaum mehr möglich. Daher solle geprüft werden, ob größere Fahrzeuge eingesetzt werden können. Zudem fordert der Verband eine regelmäßige Reinigung der Fahrzeuge. 

Die Deutsche Bahn und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) wollen an diesem Mittwoch in Düsseldorf Hygienemaßnahmen in den Zügen vorstellen. 

6.10 Uhr: Göttingen bereitet Hunderte Corona-Tests in Wohnanlage vor

Wegen eines Corona-Ausbruchs nach dem Zuckerfest will die Stadt Göttingen alle Bewohner einer Wohnanlage auf Covid-19 testen lassen .

Das seien bis zu 700 Personen, hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) erklärt: «Die Testung wird zur Zeit vorbereitet in einer Arbeitsgruppe.» Der Wohnkomplex am nördlichen Rand der Innenstadt ist laut Köhler der Schwerpunkt der Covid-19-Infektionen.

6.08 Uhr: GroKo ringt weiter um gigantisches Corona-Konjunkturpaket

Das Ringen der großen Koalition um ein milliardenschweres Konjunkturprogramm geht in die Verlängerung. Angesichts großer Differenzen unterbrachen die Spitzen von CDU, CSU und SPD ihre Verhandlungen im Kanzleramt am Dienstag kurz vor Mitternacht.

An diesem Mittwoch sollen die Gespräche fortgesetzt werden und dann auch zu einem Ergebnis kommen - es könnte aber erneut bis tief in die Nacht gehen.

5.59 Uhr: Kabinett bereitet Aufhebung der Reisewarnung vor

Das Bundeskabinett will an heute die Aufhebung der wegen der Pandemie verhängten Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni vorbereiten . Dazu soll ein Eckpunktepapier mit Vorschlägen für den Schutz von Urlaubern vor eine Infektion mit dem Virus verabschiedet werden.

5.50 Uhr: Corona-Krise stellt alle Bekleidungshersteller in OWL vor große Herausforderungen

Während Anbieter von Lebensmitteln, Getränken und Tabak im April ein Umsatzplus von 6,2 Prozent erzielen konnten, sind die Verkäufe von Nicht-Lebensmitteln im gleichen Monat um 14,5 Prozent gesunken. Besonders betroffen sind Bekleidung, Schuhe und Lederwaren. Diese Branchen müssen einen Rückgang um mehr als 70 Prozent verkraften. Eine Folge: Hallhuber, an dem Gerry Weber noch mit zwölf Prozent beteiligt ist, Esprit, Appelrath Cüpper, Karstadt Kaufhof und zuletzt Sinn beantragten bei Gericht Gläubigerschutz. Zum Text .

Dienstag, 2. Juni

19.24 Uhr: Kultusminister beraten über Vorgehen im neuen Schuljahr

Die Kultusminister der Länder beraten an diesem Dienstagabend in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Sommerferien. Nach Angaben eines Sprechers der Kultusministerkonferenz (KMK) sind aber keine konkreten Beschlüsse zu erwarten. Das Gespräch diene der Vorbereitung des nächsten offiziellen Termins der Kultusminister am 18. und 19. Juni.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtete zuvor über ein ihr vorliegendes Rahmenkonzept der KMK mit konkreten Planungen für das nächste Schuljahr. Alle Länder wollen demnach so rasch wie möglich zu einem regulären Schulbetrieb nach geltendem Stundenplan zurückkehren.

In dem Konzept werden aber auch Szenarien entworfen für den Fall, dass bis dahin weiterhin die strengen Abstands- und Hygieneregeln gelten. Dann werde es auch weiterhin einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht geben. Prüfungsanforderungen würden einem reduzierten Stundenplan angepasst und Sport fiele weitgehend aus. Nur unbedingt erforderliche Leistungsnachweise sollten möglichst unter freiem Himmel erbracht werden.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus KMK-Kreisen erfuhr, handelt es sich dabei nicht um ein fertiges Konzept, sondern um eine erste Diskussionsgrundlage der Länder. Ob «normaler» Unterricht oder weiterhin ein «Schichtbetrieb» nach den Sommerferien stattfinde, hänge entscheidend vom Infektionsgeschehen ab, von den Bewertungen der zuständigen Gesundheitsbehörden und davon, inwieweit die strengen Hygiene- und Abstandsregeln weiter in Kraft blieben.

18.00 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

In Klammern Veränderungen in der Regel im Vergleich zum Pfingstmontag.

Kreis Höxter
aktuell Infizierte: 24  
bestätigte Fälle insgesamt: 354
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn (Vergleich zum 31. Mai)
aktuell Infizierte: 66 (+1) 
bestätigte Fälle insgesamt: 654 (+3)  
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 741
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Vergleich zum 29. Mai)
aktuell Infizierte: 52 (-13)
bestätigte Fälle insgesamt: 679 (+11)
davon Todesfälle: 19

Bielefeld
aktuell Infizierte: 11
bestätigte Fälle insgesamt: 410
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford
aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Vergleich zum 30. Mai)
aktuell Infizierte: 38 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 486
davon Todesfälle: 10 

Ostwestfalen-Lippe gesamt
aktuell Infizierte: 198 (-15)
bestätigte Fälle insgesamt: 3655 (+14)
davon Todesfälle: 119

17.51 Uhr: Frankreich startet Corona-Warn-App «StopCovid»

Frankreich hat seine angekündigte Warn-App «StopCovid» an den Start gebracht. Die kostenlose Anwendung stand ab Dienstagnachmittag für Android-Geräte in Googles App-Plattform Play Store zum Runterladen auf das Handy bereit. Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Bürger sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten. Nutzer eines iPhones mit dem Apple-Betriebssystem iOS mussten sich jedoch noch gedulden, die App war dort zunächst nicht verfügbar.
Experten monierten im Vorfeld, dass die französische App nicht von den neuen Schnittstellen unterstützt wird, die Apple und Google für Corona-Tracing-Apps kürzlich für iOS und Android bereitgestellt haben.
Frankreich hatte sich, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, gegen eine Zusammenarbeit mit den beiden großen Firmen entschieden. Das habe insbesondere beim iPhone zur Folge, dass die App nicht im Hintergrund laufen könne, kritisieren Experten. Sie müsse hingegen im Vordergrund geöffnet sein, um ständig Bluetooth-Signale senden und empfangen zu können - damit ist sie unter dem Apple-Betriebssystem iOS nach Experteneinschätzung quasi unbrauchbar.

17.32 Uhr: Elternrat fordert nach Corona-Ausbruch in Göttingen Schulschließungen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat der Stadtelternrat Schulschließungen in der Stadt und dem Kreis gefordert. Schon jetzt sei klar, dass dort mindestens 13 Schulen betroffen seien, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. «Die Anweisung der Stadtverwaltung, an den Schulen vermehrt auf Krankheitszeichen zu achten, ist nach unserer Auffassung unzureichend und verantwortungslos.» Es sei unumgänglich, alle betroffenen Schulen für mindestens zwei Wochen zu schließen. Sollte das Infektionsgeschehen dann nicht rückschlussfrei aufgeklärt sein, müssten die Schließungen verlängert und eventuell auf alle Schulen ausgeweitet werden.
Im Zusammenhang mit privaten Familienfeiern in Göttingen sind inzwischen mehr als 200 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Göttingen in Quarantäne geschickt worden. Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, lag nach Informationen der Stadt vom späten Montagabend bei rund 70.

17.06 Uhr: Bremerhaven sieht Infektionsherd bei islamischem Zuckerfest

Nach einem Corona-Ausbruch in einer freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven vermutet die Stadt einen zweiten Infektionsherd bei Familienfeiern zum islamischen Zuckerfest. In diesen Familien seien mit Stand Dienstag elf Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2 bestätigt, teilte der Magistrat mit. Fünf Kontaktpersonen seien zuhause in Quarantäne geschickt worden.
Zwei Kinder aus der Gruppe hatten vergangene Woche die Schule besucht. Dort wurden Schüler und Lehrer als Kontaktpersonen zweiten Grades identifiziert. Der Unterricht in den betroffenen Teilklassen wurde bis Ende der Woche ausgesetzt, um Testergebnisse abzuwarten. Die Familienfeste zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gelten auch als Infektionsherd für einen Corona-Ausbruch in Göttingen.
In der christlichen freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven werden nach Angaben der Stadt weiterhin 58 Infektionen gezählt. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde das Virus vermutlich nicht in Gottesdiensten übertragen, sondern in sozialen Kontakten der Gemeindemitglieder untereinander.

15.45 Uhr: Datenschutzbeauftragte: Offene Gästelisten in Kneipen nicht erlaubt

Bremens Datenschutzbeauftragte Imke Sommer hat mit Blick auf die Corona-Auflagen für Kneipen und Restaurants vor offenen Gästelisten gewarnt. Derartige Listen seien verboten und nicht rechtmäßig, weil Gäste Informationen über andere Gäste lesen und schlimmstenfalls sogar fotografieren könnten, sagte sie am Dienstag in Bremen. Jeder einzelne erwachsene Gast müsse ein eigenes Formular bekommen oder einzeln befragt und die Antworten anschließend notiert werden. Einzelerfassungen verhinderten Stalking im Netz oder per Telefon.
Sommer reagierte damit auf «zahlreiche berechtigten Beschwerden», dass Gastwirtinnen und Gastwirte Listen mit Gästedaten ausliegen oder in den Gaststätten herumgehen ließen. Zweck der Dokumentation sei die Infektionskettenverfolgung. Diese Informationen dürften ausschließlich an das Gesundheitsamt weitergeben werden. Die Gastronomen müssten ihre Gäste auch darüber aufklären, was mit den Daten geschehe. Die Informationen müssten drei Wochen lang aufbewahrt und dann vernichtet werden.

14.56 Uhr: Mehr Hartz-IV-Aufstocker wegen Corona

Zehntausende Arbeitnehmer und Selbstständige haben in der Corona-Krise wegen wegbrechender Einnahmen zusätzliche Unterstützung beim Jobcenter beantragt. Die Linke im Bundestag verweist auf entsprechende Daten der Bundesagentur für Arbeit. Demnach gab es im April rund 51.000 Arbeitnehmer und 33.000 Selbstständige, die neu in der Statistik der Hartz-IV-Aufstocker auftauchten. Üblicherweise zählt die Monatsstatistik der BA in diesem Bereich bei den Selbstständigen weniger als 2000 und bei den Arbeitnehmern höchstens 10.000 bis 13.000 Neuzugänge pro Monat.
Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei vielen neu gemeldeten «Aufstockern» im April um Menschen auf Kurzarbeit handelt. Besonders viele Menschen kamen laut der Statistik aus dem Bereich «personenbezogene Dienstleistungsberufe». Das sind unter anderem Beschäftigte und Selbstständige aus der Gastronomie oder aus Kunst und Kultur.

14.55 Uhr: 54 Neuinfektionen in NRW - davon allein 14 in Essen

Das Landesgesundheitsministerium hat am Dienstag 54 Corona-Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 38.081 angestiegen ist. Die meisten (14) gab es in Essen. Innerhalb eines Tages starb ein Mensch infolge einer Corona-Infektion, im Zuge der Pandemie sind bisher 1598 Menschen in NRW gestorben.

14.34 Uhr: SPD rechnet nicht mit Einigung auf Konjunkturpaket am Dienstag

Die SPD rechnet nach eigenen Angaben nicht damit, dass sich die Spitzen der großen Koalition noch am Dienstag auf ein milliardenschweres Konjunkturpaket wegen der Corona-Krise einigen werden. Es gebe rund 60 Vorschläge zu beraten, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans vor Beginn der Verhandlungen. «Es wird sich lange hinziehen und vermutlich auch heute nicht zu Ende gehen.»
Es gebe bereits einigungsfähige Vorschläge, aber auch Themen, bei denen die Meinung zwischen SPD, CDU und CSU weit auseinandergehe, sagte Walter-Borjans. So dürfe es aus SPD-Sicht keine Kaufprämie für Verbrennerautos geben. Wichtig seien dagegen Investitionen in Zukunftsthemen sowie Hilfen für Familien und überschuldete Kommunen.

14.28 Uhr: Krisenstab droht Quarantäne-Brechern in Göttingen mit Einweisung

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen mit knapp 70 Infizierten hat der Krisenstab der Landesregierung möglichen Quarantäne-Brechern mit einer Einweisung gedroht. Wer sich nicht an eine Quarantäne-Auflage halte, begehe eine Straftat und könne vom Gericht in eine geschlossene Einrichtung überstellt werden, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.
Weil Dutzende mögliche Betroffene in Göttingen über das Pfingstwochenende zunächst nicht freiwillig zu einem Test erschienen seien, sei das Gesundheitsamt mit Unterstützung der Polizei bei den Menschen vorstellig geworden. «Das läuft jetzt auch», meinte Schröder zum Erfolg des «robusten Zugehens» auf die Betroffenen.
Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen 68 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Über das Pfingstwochenende seien 166 Menschen getestet worden, sagte Schröder. Es seien mehr als 300 Kontaktpersonen über den Großraum Göttingen hinaus auch in Thüringen und Nordrhein-Westfalen ermittelt worden.

14.19 Uhr: Verkehr in NRW nähert sich Vor-Corona-Niveau an

Das Verkehrsaufkommen in Nordrhein-Westfalen nähert sich allmählich dem Vor-Corona-Niveau an. Über das gesamte Pfingstwochenende seien auf den Autobahnen etwa 82 Prozent des Vorjahresverkehrs gemessen worden, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag mit. Der Pfingstmontag allein habe rund 87 Prozent des Verkehrsaufkommens des Pfingstmontages von 2019 aufgewiesen. «An normalen Werktagen sind wir auf einem Niveau von 70 bis 80 Prozent des normalen Verkehrs», sagte eine Sprecherin von Straßen.NRW.
Zwischenzeitlich hatte Corona in NRW zu einer beispiellosen Verkehrsberuhigung auf den Straßen geführt. So waren am Wochenende 21./22. März 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 verzeichnet worden.

13.13 Uhr: Innenministerium prüft Fördermöglichkeiten für Spitzensport

In der Corona-Krise prüft das Bundesinnenministerium Möglichkeiten zur stärkeren Unterstützung des Spitzensports. «Informationen dazu werden aktuell erhoben», sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist die schwierige Lage, in der sich Sportvereine und -verbände befinden, bewusst.» Neben bereits sichtbaren Schäden fehle es auch an Planungssicherheit.

12.41 Uhr: Touristenmagnet Venedig vor dem Neustart

Corona hat Venedig vor Augen geführt, wie fatal eine touristische Monokultur ist. Die Stadt, die einst überrannt wurde, fleht nun um Urlauber. Der Bürgermeister verspricht für die Zukunft einen «intelligenten» Tourismus. Doch wie soll der funktionieren?

11.59 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen: Strengere Regeln in Schulen

Ein Corona-Ausbruch in Göttingen hat auch weitrechende Folgen für mehrere hundert Schüler. Unter den Kontaktpersonen ersten Grades befänden sich auch 57 Kinder und Jugendlichen, teilte die Stadt am Montagabend mit. In 13 Schulen müssten die Sicherheitsvorkehrungen daher angepasst werden.

11.23 Uhr: Erstmals keine neuen Coronatoten in Spanien registriert

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Spanien binnen eines Tages keine neuen Todesopfer registriert worden. Das teilte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, am Montagabend mit. Er schloss aber nicht aus, dass nach dem Pfingstmontag noch Fälle nachgemeldet werden könnten. Dennoch war es das erste Mal seit dem 3. März, dass an einem Tag keine einziger Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 bekannt wurde, wie die Zeitung „El País“ betonte.

Damals hatten die Behörden mitgeteilt, dass ein bereits am 13. Februar verstorbener Patient mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert gewesen war. Anfang April zum Höhepunkt der Pandemie in Spanien wurden dann sogar mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder und hatte besonders strikte Gegenmaßnahmen ergriffen.

Die Zahlen werden aber seit Wochen besser. Das Land befindet sich in einer Phase der stufenweisen Öffnung. Regierungschef Pedro Sánchez will den umstrittenen Notstand dennoch ein letztes Mal um weitere zwei Wochen bis 20. Juni verlängern lassen. Eine Mehrheit bei der Abstimmung im Parlament an diesem Mittwoch galt als sicher. Ab 1. Juli sollen dann auch wieder ausländische Touristen einreisen dürfen.

11.10 Uhr: Tokio besorgt über erneuten Anstieg an Corona-Infektionen

Ein erneuter Anstieg an Corona-Infektionen in Tokio besorgt die Behörden. Die Gouverneurin der japanischen Hauptstadt, Yuriko Koike, teilte am Dienstag laut Medien mit, dass sie mit Experten die mögliche erstmalige Nutzung eines Alarmsystems namens Tokio-Alert erwäge, um die Bevölkerung zu warnen. Zuvor war die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 34 angestiegen. Es ist das erste Mal seit 19 Tagen, dass die Zahl wieder über der Marke von 30 liegt. Als eine Problemzone wurden Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht.
Japan hatte vor wenigen Tagen den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei. Während des Notstands war die Bevölkerung aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. In Tokio erwägt die Stadtverwaltung nun laut Medien, die Menschen aufzurufen, vor allem vom nächtlichen Ausgehen abzusehen. Ausgangssperren wie in Europa sind in Japan rechtlich nicht möglich.

10.35 Uhr: Wie sich die Angst vor Corona eingrenzen lässt

Die Angst vor Ansteckung ist der unangenehme Begleiter des Coronavirus. Wie damit umgehen? Soll man sich einigeln, das Haus nicht mehr verlassen oder im Gegenteil alle Chancen nutzen, die sich aus den Lockerungen der vergangenen Wochen ergeben? Frank Eisenberg-Meyer aus Paderborn rät zum Beispiel dazu, gezielt mit Menschen zu sprechen, die das Virus überwunden haben. Der 43-Jährige, der in Seminaren Menschen von Flugangst befreit, unterscheidet zwischen Angst und Besorgnis.

9.38 Uhr: Ifo: 7,3 Millionen in Kurzarbeit - weniger als angemeldet

In Deutschland waren im Mai laut Berechnungen des Ifo-Instituts 7,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. „Diese Zahl war noch nie so hoch“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link am Dienstag. „In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen.“ Zur Kurzarbeit angemeldet hatten die Unternehmen im März und April 10,1 Millionen Beschäftigte - demnach wurden nur rund drei Viertel von ihnen auch tatsächlich in Kurzarbeit geschickt.

Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gibt das Ifo-Institut den Anteil der tatsächlich Betroffenen mit insgesamt 21,7 Prozent an. Dabei gibt es allerdings riesige Unterschiede zwischen den Branchen: Im verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil der von Kurzarbeit Betroffenen, mit 31 Prozent am höchsten. Dahinter folgt der Handel mit 29,7 Prozent. Besonders niedrig ist der Anteil dagegen im Bauhauptgewerbe mit 4,1 Prozent. Dort ist die Abweichung zwischen angemeldeter und tatsächlicher Kurzarbeit auch besonders stark: Nicht einmal jedes siebte Mal wurde sie auch wirklich umgesetzt.

Die Zahlen basieren auf der Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts, enthalten allerdings auch Schätzungen. An diesem Mittwoch gibt die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsmarktstatistik für den Mai bekannt. Darin werden auch die offiziellen Zahlen zur realisierten Kurzarbeit (März) und zu angezeigten Kurzarbeit (Mai) enthalten sein.

8.21 Uhr: Biathlet Peiffer sieht Re-Start im Profifußball positiv

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer bewertet den Re-Start im Profifußball während der Corona-Krise als positiv. «Ich sehe das nicht ganz so kritisch. Es ist auch in Mode, auf dem Fußball rumzuhacken. Natürlich haben die eine Sonderrolle, aber ich finde es als Test nicht so verkehrt», sagte der 33-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Während in anderen Sportarten aufgrund der weiterhin geltenden Beschränkungen derzeit kein Wettkampfbetrieb möglich ist, geht es bei den Fußballern schon längst wieder um Punkte und Siege. Mehr dazu.

6.46 Uhr: «Symbolischer Moment»: Kolosseum in Rom geöffnet

Das Kolosseum in Rom kann nach rund drei Monaten Corona-Sperre wieder besichtigt werden. «Das ist ein symbolischer Moment für Rom und für Italien», sagte die Direktorin des Archäologischen Parks am Kolosseum, Alfonsina Russo, am Montag. Das Amphitheater ist eine von Italiens beliebtesten Tourismus-Attraktionen.

Die Neuöffnung des antiken Baus und der umliegenden Ruinen-Areale am Forum Romanum und dem Palatin-Hügel zeige, dass Italien sich erhole, so Russo. Die Krise bedeute für das Kolosseum einen Wandel. Früher seien am Tag rund 20.000 Menschen herein geströmt, jetzt habe man den Zugang beschränkt: Die Besucherzahl solle bei 1000 bis 1600 pro Tag liegen.

6.07 Uhr: Zahlen steigen langsamer in NRW – Behörden melden wenige Verstöße

Die Kurve der bekannten Corona-Neuinfektionen flacht in NRW immer weiter ab. Besonders gut sieht es im Kreis Herford (251.000 Einwohner) aus. Die Kreisverwaltung hatte an Pfingsten gemeldet, dass es nur noch in der Gemeinde Rödinghausen einen Infizierten gebe. Mehr dazu lesen Sie hier.    

Pfingstmontag, 1. Juni

22.24 Uhr: 68 Infizierte nach Corona-Ausbruch in Göttingen

In Göttingen sind nach mehreren privaten Familienfeiern mindestens 68 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Ergebnisse weiterer Tests stünden noch aus, teilte die Stadt am Montagabend mit. Eine Person werde weiterhin stationärer behandelt.
Die Behörden in Göttingen arbeiten mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. 203 Kontaktpersonen ersten Grades seien in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, hieß es. Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und sind aufgefordert sich testen zu lassen. Weitere Kontakte hätten sich etwa in Salzgitter, Osnabrück oder dem Eichsfeld Kreis gefunden. Diese seien informiert worden.

19.48 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt.
Grundlage ist nun ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.
Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

19.00 Uhr: Hunderte Fans beim Fußball-Autokino in Dänemark

Der dänische Spitzenclub FC Midtjylland ist am Montag nach der Corona-Pause wieder in den Spielbetrieb gestartet - und hat Hunderte Fans im Fußball-Autokino daran teilhaben lassen. Die Zuschauer verfolgten die Partie vor dem Stadion aus ihren Autos heraus auf großen Leinwänden, wie der Tabellenführer der dänischen Fußball-Superliga nach der 0:1-Niederlage gegen AC Horsens mitteilte. Bis zu fünf Fans pro Auto waren erlaubt, den entsprechenden Kommentar zum Spiel gab es über das Radio in den Autos.
Die dänische Liga war vergangene Woche nach elf Wochen Corona-Pause wieder in den Spielbetrieb gestartet, Zuschauer sind bei den Spielen allerdings nicht zugelassen.

17.24 Uhr: Corona-Tests bei Leiharbeitern im Kreis Kleve - noch keine Ergebnisse

Im Kreis Kleve sind am Pfingstwochenende zahlreiche Leiharbeiter in Sammelunterkünften auf das Coronavirus getestet worden. Sie arbeiten in der niederländischen Fleischindustrie, wie der Kreis am Montag mitteilte. Die Ergebnisse lagen zunächst noch nicht vor. Die Leiharbeiter leben den Angaben zufolge in Unterkünften in Goch und Emmerich.
Anfang Mai wurde in einem Westfleisch-Betrieb in Coesfeld eine hohe Zahl von Corona-Infektionen unter den Mitarbeitern bekannt. Unter anderem zahlreiche Tests in der Branche und Diskussionen um Missstände in der Fleischindustrie waren die Folge.

16.15 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

Im Vergleich zum Pfingstsonntag sind die Zahlen unverändert.

Kreis Höxter
aktuell Infizierte: 24  
bestätigte Fälle insgesamt: 354
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn (Daten vom 31. Mai)
aktuell Infizierte: 65  
bestätigte Fälle insgesamt: 651  
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 741
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh (Daten vom 29. Mai)
aktuell Infizierte: 65
bestätigte Fälle insgesamt: 668
davon Todesfälle: 19

Bielefeld
aktuell Infizierte: 11
bestätigte Fälle insgesamt: 410
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford (Daten vom 31. Mai)
aktuell Infizierte: 1
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Daten vom 30. Mai)
aktuell Infizierte: 40
bestätigte Fälle insgesamt: 486
davon Todesfälle: 10 

Ostwestfalen-Lippe gesamt
aktuell Infizierte: 213
bestätigte Fälle insgesamt: 3641
davon Todesfälle: 119

15.48 Uhr: Lufthansa-Aufsichtsrat nimmt Auflagen für Staatshilfen an

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung muss aber noch zustimmen. Die Aktionärsversammlung ist laut Mitteilung für den 25. Juni geplant. Auch die förmliche Genehmigung aus Brüssel steht noch aus.
Vorstandschef Carsten Spohr sagte, die Stabilisierung der Lufthansa sei kein Selbstzweck. «Gemeinsam mit der Bundesregierung muss es unser Ziel sein, unsere Spitzenposition im globalen Luftverkehr zu verteidigen. Für diese Perspektive sind wir allen an der Stabilisierung Beteiligten, inklusive unseren Kunden, Mitarbeitern und Aktionären dankbar», wird Spohr in der Mitteilung zitiert.

15.06 Uhr: Hunderte Schlauchboote: Berliner Polizei schreitet ein

Eine Ansammlung von Hunderten Schlauchbooten hat zu Pfingsten die Berliner Polizei beschäftigt. Die Versammlung «Für die Kultur - Alle in einem Boot» am Sonntag habe von der Spree über den Landwehrkanal nach Kreuzberg geführt, teilte die Polizei am Montag mit. Zwischenzeitlich seien rund 300 bis 400 Boote zusammengekommen. Die Polizei sei mit rund 100 Kräften im Einsatz gewesen.
Rund 1500 Menschen hätten sich auf dem Wasser und an Land aufgehalten. Der Veranstalter habe die Versammlung «aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik» nach einem Gespräch mit der Polizei am frühen Abend beendet, hieß es im Polizeibericht.
Nach Angaben der Berliner Clubcommission handelte es sich um eine Initiative von einzelnen Akteuren aus der Clubszene. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass Menschen mit Abstand am Ufer sitzen und Musik und Redebeiträgen auf den Booten zuhören. Die Organisatoren seien vom Zulauf wohl überrascht worden, sagte ein Sprecher.
Die Berliner Clubs sind seit Monaten geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Viele Betreiber fürchten um ihre Existenz. Bei Facebook war zu einer Veranstaltung namens «Ravekultur Retten! Wasserdemo» aufgerufen worden. Darin stand die Bitte, etwa Abstand zu halten und Gesichtsbedeckungen mitzunehmen. Gefordert wurde unter anderem auch finanzielle Unterstützung für Clubs und Festivals.

14.31 Uhr: Estland und Litauen öffnen Grenzen und lockern Corona-Einschränkungen

Estland und Litauen haben zum 1. Juni ihre Grenzen wieder für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Auch die Bewohner der beiden baltischen EU-Staaten im Nordosten Europas können seit Pfingstmontag mehr Freiheiten genießen: Die Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen und die Öffnungszeiten gastronomischer Betriebe wurden gelockert.
Auf Beschluss der Regierungen in Tallinn und Vilnius dürfen Bürger aus EU-Staaten, Länder des Schengenraums, Großbritannien und Nordirland wieder in die beiden Ostseestaaten einreisen. Dabei entfällt die Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 15 Fällen pro 100 000 Einwohner. Wer aus Ländern mit einer höheren Infektionsrate einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

14.23 Uhr: In NRW nur vereinzelte Verstöße gegen Corona-Regeln

Die zum Pfingstwochenende gelockerten Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen sind nach Behördenangaben überwiegend befolgt worden. In einigen Städten gab es aber auch Probleme, wie Polizeidienststellen und Ordnungsämter berichteten.
In Essen löste die Polizei in der Nacht zu Sonntag eine Party in einer Disco auf. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, waren die Beamten zu einer Schlägerei gerufen worden. Im Zuge des Einsatzes entdeckten die Polizisten die Party mit etwa 50 Personen. Es wurde Anzeige gegen den Disco-Betreiber und die Gäste erstattet.
Die Düsseldorfer Polizei hatte in der Altstadt in der Nacht von Freitag auf Samstag «relativ viel zu tun», wie eine Sprecherin sagte. Mehrere größere Gruppen von vor allem jungen Leuten seien aufgelöst worden. Auch sei die Rheintreppe am zentralen Burgplatz geräumt worden. Am Samstag sei die Innenstadt recht voll gewesen, in der Nacht zu Sonntag habe es im Ausgeh-Viertel aber weniger Vorfälle gegeben, sagte die Polizei-Sprecherin am Montag. Die «Rheinische Post» zitierte einen Altstadt-Türsteher mit Blick auf den Samstagabend mit den Worten: «Anfangs waren die Leute noch vorsichtig. Jetzt ist es vielen egal.»
Auch in Köln griff das Ordnungsamt vermehrt bei größeren Gruppen Jugendlicher oder junger Erwachsener ein, die sich nicht an die Schutzregeln hielten. Das Ordnungsamt teilte am Montag mit, «dass einige die Maßnahmen des Infektionsschutzes kaum noch ernst nehmen». Es herrsche außerdem eine «aggressivere Stimmung» als zu Beginn der Corona-Einschränkungen. Insgesamt hat es von Freitag bis Sonntag 108 Verstöße gegen die Regeln gegeben.
Seit Samstag ist vieles in Freizeit, Kultur und im Sport wieder erlaubt - aber unter Hygiene-Auflagen. Wenn die Kontakte zurückverfolgt werden können, dürfen sich wieder Gruppen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum bewegen, auch wenn sie aus mehr als zwei Haushalten kommen.
Viele größere Städte in NRW meldeten trotz sonnigen Wetters und volleren Innenstädten keine größeren Probleme mit den Corona-Regeln. In Bochum habe es keine besonderen Zwischenfälle gegeben, sagte eine Polizei-Sprecherin am Montag. Auch in Dortmund sei «alles ruhig geblieben», teilte die Polizei mit. In Bonn war die Lage nach Angaben eines Sprechers ähnlich ruhig. Die Münsteraner Polizei teilte mit, dass «sich alles eingependelt habe». In Aachen verzeichnete die Polizei ebenfalls keine größeren Probleme.

14.19 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen - was geschah in der Shisha-Bar?

Eine Shisha-Bar in Göttingen steht im Zentrum eines Corona-Ausbruchs. Was genau in der Bar passierte, ist noch unklar. Fest stand am Pfingstmontag nach Angaben einer Sprecherin der Stadt Göttingen bisher nur: Die Bar hatte geöffnet, obwohl sie es wegen der Corona-Auflagen eigentlich noch nicht durfte. Und: Mehrere Menschen, die später an Covid-19 erkrankten, waren zuvor in der Bar. Ob sie dort gemeinsam aus einer Wasserpfeife rauchten, wie es in Shisha-Bars üblich ist, ist noch offen. «Die Bar wurde geschlossen, nun wird ein Bußgeldverfahren geprüft», sagte Stadtsprecherin Cordula Dankert.
Am Pfingstmontag arbeiten die Behörden in Göttingen weiter mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Erkrankten Kontakt hatten. Bis zum Mittag waren 310 Menschen identifiziert worden, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche, die nun alle in strenge Quarantäne müssen. «Sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen, auch nicht zum Einkaufen», betonte Stadtsprecherin Cordula Dankert. 36 Menschen wurden bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet, einer davon ist schwer erkrankt.
Viele der Betroffenen, die sich ansteckten, leben in einem eher tristen Hochhauskomplex in der Unistadt, dem Iduna-Zentrum in der Nähe des Schützenplatzes. Die Leiterin des Göttinger Krisenstabes, Petra Broistedt, sagte dem «Göttinger Tageblatt»: «Wir wissen von 60 Kontaktpersonen, die im Iduna-Zentrum leben.» Wird nun das ganze Hochhaus mit allen rund 700 Bewohnern unter Quarantäne gestellt, wie es bei einem Fall vor einigen Wochen in Nordrhein-Westfalen passierte? «Es wäre unangemessen, deswegen das komplette Haus zu isolieren», sagte Broistedt der Zeitung.

12.27 Uhr: Erkrankte Polizisten aus Afghanistan ausgeflogen

Nach einem Corona-Ausbruch unter deutschen Polizeiausbildern in Afghanistan hat das Bundesinnenministerium insgesamt neun Polizisten nach Deutschland zurückgeholt - zwei erkrankte Beamte stammen aus NRW. Mit einem speziell ausgestatteten Airbus A400 MedEvac flog die Luftwaffe am Sonntag drei erkrankte Ausbilder in die Heimat. Mit an Bord war auch ein infizierter Bundeswehrsoldat, der im Camp Marmal im nordafghanischen Masar-i-Scharif stationiert war, wie die Luftwaffe mitteilte. Der Airbus landete am späten Sonntagabend in Köln.

11.47 Uhr: Zulauf zu Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen sinkt

Parallel zur Aufhebung von Beschränkungen in der Corona-Krise geht die Beteiligung an Demonstrationen gegen die staatlichen Auflagen zurück . Am Pfingstwochenende, zumeist am Samstag, gingen in vielen deutschen Städten wieder Menschen auf die Straße, um gegen Restriktionen zu protestieren. Die Teilnehmerzahlen lagen aber oft unter den angemeldeten Werten.

10.45 Uhr: Nur noch ein Fall im Kreis Herford

Der Kreis Herford ist fast coronafrei: Nur noch ein aktueller Fall wird nach aktuellem Stand (Sonntag, 16 Uhr) aus Rödinghausen gemeldet. Von den insgesamt 331 bestätigten Fällen im Kreis Herford gelten 323 Personen wieder als genesen.

9.15 Uhr: Mehr als eine halbe Million Corona-Infizierte in Brasilien

Die Zahl der Corona-Fälle in Brasilien ist auf über eine halbe Million gestiegen. 514.849 Menschen haben sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes mitteilte. Nach den USA ist Brasilien das Land mit den meisten Corona-Infektionen weltweit. Da im größten Staat Lateinamerikas relativ wenig getestet wird, dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten allerdings noch wesentlich höher sein.

Mindestens 29.314 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit liegt Brasilien nach den USA, Großbritannien und Italien bei der Zahl der Todesopfer der Pandemie an vierter Stelle. In vielen Städten Brasiliens haben die Krankenhäuser bereits ihre Belastungsgrenze erreicht. Die Behörden richten provisorische Kliniken in Fußballstadien ein und lassen auf riesigen Flächen neue Gräber ausheben.

8.29 Uhr: Infektionsfall in Sondermaschine der deutschen Wirtschaft bestätigt

Der Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung einer Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, am Montag der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es handelt sich nach Angaben der Gesundheitskommission der nordchinesischen Stadt um einen 34-jährigen Ingenieur aus Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Der Mann war am Freitag mit rund 180 in China tätigen Managern, Technikern und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft und Angehörigen sowie vier China-Korrespondenten nach Tianjin geflogen. Da China im März wegen der Pandemie die Grenze dicht gemacht hatte, waren sie in Deutschland gestrandet.

7.20 Uhr: „Digitale Kunstpäckchen“ in der Kunsthalle Bielefeld

Die Kunsthalle Bielefeld hat ihre Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche erweitert und neue digitale Formate entwickelt. Das „Kindermuseum“ und der „Teens Club“ bieten Kindern und Jugendlichen Angebote, um zuhause oder in der Schule die in der Kunsthalle gezeigten Kunstwerken kennen zu lernen und selbst kreativ zu werden. Für Schüler und Lehrer bieten die „Digitalen Kunstpäckchen“ die Möglichkeit, sich auch ohne den Museumsbesuch im Klassenverband oder in kleineren Gruppen intensiv mit den Werken der Sammlung oder der Ausstellung zu beschäftigen.

"Über die ‚Digitalen Kunstpäckchen‘ können wir jetzt auch mit Schul- und Kitagruppen wieder in Kontakt treten. Denn trotz der Öffnung des Museums ist der Besuch außerschulischer Lernorte bis zu den Sommerferien weiterhin nicht gestattet", sagt Christiane Lutterkort, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung an der Kunsthalle Bielefeld.

6.48 Uhr: 333 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.815 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8511 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

Pfingstsonntag, 31. Mai

21.00 Uhr: Übersicht für Ostwestfalen-Lippe

In Klammern: Veränderung, in der Regel zum Freitag

Kreis Höxter
aktuell Infizierte: 24 (-4)
bestätigte Fälle insgesamt: 354 (+1)
davon Todesfälle: 17

Kreis Paderborn
aktuell Infizierte: 65 (+3)
bestätigte Fälle insgesamt: 651 (+3)
davon Todesfälle: 33

Kreis Lippe
aktuell Infizierte: 7
bestätigte Fälle insgesamt: 741
davon Todesfälle: 29

Kreis Gütersloh  (Daten vom 29. Mai)
aktuell Infizierte: 65
bestätigte Fälle insgesamt: 668
davon Todesfälle: 19

Bielefeld
aktuell Infizierte: 11
bestätigte Fälle insgesamt: 410
davon Todesfälle: 4

Kreis Herford
aktuell Infizierte: 1 (-2)
bestätigte Fälle insgesamt: 331
davon Todesfälle: 7

Kreis Minden-Lübbecke (Daten vom 30. Mai)
aktuell Infizierte: 40
bestätigte Fälle insgesamt: 486
davon Todesfälle: 10 

Ostwestfalen-Lippe gesamt
aktuell Infizierte: 213 (-3)
bestätigte Fälle insgesamt: 3641 (+4)
davon Todesfälle: 119

20.41 Uhr: Laschet fordert Hilfe für Kommunen im Konjunkturpaket

Vor den für Dienstag geplanten Beratungen über ein milliardenschweres Konjunkturpaket der Bundesregierung hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gefordert, den Kommunen besonders unter die Arme zu greifen. «Das Konjunkturpaket soll ja jetzt in der Krise helfen und ohne leistungsfähige Kommunen wird das nicht funktionieren», sagte der CDU-Politiker am Sonntag dem WDR.
Die Kommunen müssten bei den Sozialkosten wie der Unterbringung von Arbeitslosen entlastet werden, aber auch bei Investitionen. «Die Kommunen sind ja gleich doppelt getroffen: Zum einen brechen die Gewerbesteuereinnahmen weg, zum anderen steigen die Arbeitslosenzahlen», sagte Laschet.
Der Deutsche Städtetag hat bereits mehrfach eine stärkere Entlastung der Kommunen gefordert. Die schwarz-rote Koalition will am Dienstag über umfassende Maßnahmen beraten, die die deutsche Wirtschaft wieder in Fahrt bringen sollen. Infolge der Corona-Krise wird eine schwere Rezession erwartet.

19.00 Uhr: Russland beginnt trotz hoher Corona-Zahlen mit größeren Lockerungen

Das stark vom Coronavirus betroffene Russland lässt am Montag trotz steigender Infektionszahlen erstmals größere Lockerungen zu. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen etwa die Menschen in Moskau - Europas größter Stadt - erstmals an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Straße. Erlaubt ist auch Sport zwischen 5.00 Uhr und 9.00 Uhr morgens. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden – bisher nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln.

Erstmals öffnen in Moskau auch wieder Einkaufszentren sowie Dienstleister wie chemische Reinigungen und Reparaturwerkstätten. Dadurch können in der Hauptstadt mehr als 300 000 Menschen zum ersten Mal seit Monaten wieder zur Arbeit. Geschlossen bleiben unter anderem Friseure, Gaststätten, Schulen und Kultureinrichtungen.

Auch in vielen anderen russischen Regionen sind Lockerungen geplant. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte trotz immer neuer Höchststände bei den Corona-Infektionen und Toten davon gesprochen, dass sich die Lage stabilisiert habe im flächenmäßig größten Land der Erde. Russland nimmt außerhalb von Nord- und Südamerika bei der Zahl der nachgewiesenen Infizierten den Spitzenplatz ein.

18.31 Uhr: Zahlen weiter niedrig: 286 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen verharrt in Deutschland weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 286 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.482 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 31.05. 0 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Außerdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

Eine brisante Entwicklung gab es am Wochenende vor allem in Göttingen. Dort befinden sich nach mehreren Privatfeiern mehr als 150 Menschen in Quarantäne, darunter viele Kinder und Jugendliche. Wie die Stadt mitteilte, wurden bereits Dutzende Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, mindestens eine von ihnen ist schwer erkrankt. Die Betroffenen sind demnach zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8500 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntag bei 1,04 (Datenstand 31.5. 0 Uhr; Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Vom RKI hieß es zu dem Wert aktuell auch, dass er empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen reagiere, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. «Dies kann insbesondere bei insgesamt kleinerer Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen.»

17.29 Uhr: Messi: Fußball wird nach Corona nie wieder wie früher sein

Nach Meinung von Weltfußballer Lionel Messi wird der Sport nach der Corona-Pandemie nie wieder wie früher sein. «Ich glaube, dass der Fußball, wie auch das Leben im allgemeinen, nie wieder dieselben sein werden», sagte der Profi des spanischen Meisters FC Barcelona in einem kurzen Interview des Wochenmagazins «El País Semanal». Für die Sportler werde die Rückkehr zum Training und zum Wettkampf eine «komische Situation sein». Man werde sich nur langsam an die neuen Umstände gewöhnen können.

Der 32 Jahre alte Argentinier sagte, er leide vor allem mit jenen Menschen, die wegen Covid-19 «Angehörige und Freunde verloren haben und die sich oft nicht einmal richtig von ihnen verabschieden konnten». «Es gibt nichts Schlimmeres, als die Menschen zu verlieren, die Du liebst.» Der Clubkamerad des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen betonte außerdem, er sei «all jenen Menschen unendlich dankbar, die in den Gesundheitszentren gegen das Virus gekämpft haben».

Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder.

16.48 Uhr: Wieder Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

In Stuttgart haben am Sonntag wieder mehrere Hundert Menschen gegen Einschränkungen durch die Corona-Verordnung des Landes demonstriert. Nach Polizeiangaben blieb am Nachmittag alles friedlich. Die Hygiene- und Abstandsregeln würden eingehalten, sagte eine Polizeisprecherin. Bereits am Vortag hatte es eine Reihe von Demonstrationen mit mehreren Hundert Teilnehmern gegeben.

Am Samstag hatten sich rund 150 Menschen auf dem Wasen versammelt. Die Demonstration fand unter Einsatz vieler Polizeikräfte statt. Redner verlangten unter anderem die sofortige Öffnung der Kitas und den sofortigen Vollbetrieb der Schulen. Die Gefahr, an Corona zu sterben, sei inzwischen geringer als die, von einer Straßenbahn überfahren zu werden, sagte ein Redner.

Ein Bündnis aus 25 linken Gruppierungen aus Stuttgart und der Region hatte auf einer anderen Demo vor einem drohenden Sozialabbau als wirtschaftliche Folge der Corona-Pandemie gewarnt.

16.34 Uhr: Spanien hebt Zwangsquarantäne für Einreisende schon am 21. Juni auf

Das Urlaubsland Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag in Madrid. Im Juli wolle man «in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüßen».

Von der vorverlegten Aufhebung der Pflicht zur zweiwöchigen häuslichen Isolierung werden im Juni jene Menschen profitieren, die in Spanien einreisen dürfen, weil sie im Land entweder einen Erstwohnsitz haben oder aus beruflichen Gründen einreisen. Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

16.04 Uhr: Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Corona-Tote seit März

Erstmals seit März ist in Schweden innerhalb von 24 Stunden kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben infolge der Pandemie seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37.500 Menschen werden in der Statistik als infiziert geführt.

Die relativ hohe Totenzahl - gemessen an zehn Millionen Einwohnern - sei vor allem auf Infektionen in Pflegeheimen in und um die Hauptstadt Stockholm zurückzuführen, heißt es. Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.

15.46 Uhr: Kompletter Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die Entwickler der Corona-Warn-App des Bundes haben den kompletten Programmcode der mit Spannung erwarteten Anwendung offengelegt.

«Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert», erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar.

15.21 Uhr: Trump will G7-Gipfel nun auf September schieben

Hin und Her um den G7-Gipfel: Erst wollte US-Präsident Trump das Treffen wegen der Corona-Krise per Video abhalten. Dann wollte er seine Amtskollegen doch für Juni einladen. Nun sollen sie im September kommen - mit einem schwierigen Gast.

15.15 Uhr: 160 Menschen in Quarantäne nach Corona-Ausbruch in Göttingen

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Mit Stand Samstagabend befanden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Bislang sind 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.

Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, so dass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

15.15 Uhr: Jugendarbeit des CVJM in Lübbecke startet wieder

Aufgrund der massiven Verordnungen von Bund, Land und Kommune musste die Jugendarbeit des CVJM Lübbecke ruhen und das Jugendzentrum am Markt musste geschlossen bleiben. Keine Gruppen, Treffen oder Veranstaltungen. Doch mit den neuesten Lockerungen des Lockdowns konnten die Planungen für das JaM beginnen. Seit Donnerstag nimmt nun der CVJM Lübbecke Stück für Stück seine Jugendarbeit wieder auf. Die Vorgaben zum Infektionsschutz wurden in ein Konzept eingearbeitet, welches mit gewissen Einschränkungen die Art und Weise der verschiedenen Angebote mal stärker und mal schwächer beeinflusst oder einschränkt, teilt der CVJM mit. Doch Jugendreferent Bodo Borchard meint dazu: „Wir werden das Beste daraus machen, und sinnvoll eingeschränkt ist besser als gar nichts.“

14.32 Uhr: Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler wohl zögern

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben. In Bayern, wo am Samstag wie auch in Baden-Württemberg zweiwöchige Schulferien begonnen haben, zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge.

Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland seien nicht stark ausgelastet, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Auch auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. «Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig», sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen, zuständig für A2 und A7 im Raum Hannover, sagte, das Verkehrsaufkommen sei im Großen und Ganzen normal. Weil das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen nicht gelte, seien mehr Lastwagen unterwegs und damit gebe es auch etwas mehr Verkehr als sonst.

«Auf den Straßen ist nicht viel los», sagte für Sachsen ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden. Auch an der Grenze zu Polen blieb der befürchtete Ansturm aus.

14.29 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Büren

Drei neue Infektionsfälle in Büren sind zu verzeichnen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Paderborn steigt damit auf 651, Stand 31. Mai, 12 Uhr. Das hat der Kreis Paderborn am Sonntagnachmittag bekannt gegeben.

14.07 Uhr: „Eine Insolvenzwelle ist nicht in Sicht“

Banken stehen in der Corona-Krise im Kreuzfeuer. Mit ihren Unterschriften stellen  F irmenkundenberater  derzeit die Weichen, ob ein Unternehmen die Krise mit Hilfe eines Kredites überlebt oder nur noch tiefer in eine schon bestehende Schieflage gerät.  Christian Schlüter steht bei der Kreissparkasse Herford an der Spitze von 100 Kreditexperten, darunter 30 spezialisierte Firmenkundenberater.

13.41 Uhr: Russland überschreitet Marke von 400.000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten größeren Lockerungen auf über 400.000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405.843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine größere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau - Europas größter Stadt - wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

13.12 Uhr: Es kribbelt in den Füßen

Sechs DJs treten in Schloß Holte-Stukenbrock auf und feiern mit 200 Fahrern und Beifahrern die Premiere des "Drive-In-Clubbings" auf dem Parkplatz des Safarilandes.

12.54 Uhr: Formel 1 darf nach Zwangspause starten

Mit 112 Tagen Verspätung können Ferrari-Star Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton endlich in die Formel-1-Saison starten.

Nach dann mehr als dreieinhalb Monaten Corona-Zwangspause muss die Königsklasse des Motorsports am ersten Juli-Wochenende auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg den WM-Kampf aber vor leeren Rängen einläuten.

10.45 Uhr: Jeder Dritte will Maskenpflicht lockern oder abschaffen

Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten für eine Abschaffung.

9.52 Uhr: Infektionsfall bei erstem Flug mit 200 Deutschen nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission am Sonntag berichtete. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

8.33 Uhr: Paderborner Mutter in Sorge: „Der Junge geht mir ein“

Barbara Burow ist der Verzweiflung nah.  Seitdem das Coronavirus grassiert, darf ihr Sohn Leon-Maurice nicht mehr in die Caritas-Werkstatt für behinderte Menschen in Schloß Neuhaus. „Er hat weder Therapien, kann sich nicht frei bewegen und dreht zu Hause schon durch wie wahrscheinlich mehrere behinderte Jugendliche“, bedauert sie und leidet genauso wie ihr Kind massiv unter der Situation. Die Caritas-Werkstätten im Erzbistum Paderborn betonen, sie würden alles tun, damit Leon-Maurice in den nächsten Wochen zurückkehren könne.

8.09 Uhr: Kirche zwischen Würde und Hygiene

Seit dem zweiten Maiwochenende werden im Pastoralverbund Salzkotten wieder Gottesdienste gefeiert. Doch fast nichts ist, wie es vor Corona war.  Über Messfeiern ohne gemeinsamen Gesang, Beten mit Mundschutz und Kirche in der Zukunft sprach die Redakteurin Marion Neesen mit dem Leiter des Pastoralverbundes Pfarrer Martin Beisler.

8.06 Uhr: Weniger Beteiligung bei Corona-Demonstrationen

In mehreren deutschen Städten haben wieder Menschen gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert - aber nach weitreichenden Lockerungen weit weniger als an vergangenen Wochenenden.

Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretiker richteten. In Frankfurt am Main demonstrierten bei mehreren Veranstaltungen insgesamt rund 550 Menschen. Nach einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten schritt die Polizei ein.

Samstag, 30. Mai:

18.32 Uhr: Delbrücker Hallenbad öffnet wieder

Nach rund 13 Wochen coronabedingter Zwangsschließung öffnet das Delbrücker Hallenbad am Samstag, 6. Juni, wieder seine Türen. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die den Kommunen erst seit Donnerstag vorliegt, tritt am 30. Mai in Kraft und erlaubt, dass Hallenbäder zumindest für das reine Bahnen-Schwimmen wieder geöffnet werden dürfen –  nicht mehr, aber eben auch nicht ­weniger .

18.05 Uhr: Covid-19: Bundeswehr holt erkrankte Polizisten aus Afghanistan zurück

Die Luftwaffe holt erstmals an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus dem Ausland zurück - sie kommen aus NRW. Ein Airbus A400 startete am Samstag Richtung Afghanistan, wie der „Spiegel“ berichtete. Das Transportflugzeug mit medizinischem Personal an Bord soll nach einer Zwischenlandung im nordafghanischen Masar-i-Scharif am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Die Rückkehr sei für den Sonntagabend geplant, sagte eine Sprecherin der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Mitfliegen soll nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auch ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bundeswehrsoldat aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif. 

Die beiden erkrankten Polizisten stammten aus Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der dpa. Drei Beamte zeigten Anfang der Woche Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Zwei von ihnen wurden positiv auf das Coronavirus getestet, bei einem dritten war das Testergebnis negativ. Alle drei sollen nun nach Deutschland zurückgeholt werden. Die Beamten wurden im Feldhospital der Nato in Kabul medizinisch behandelt. Auf dem Flug sollen die begleitenden Ärzte und Soldaten Schutzmontur tragen, um sich nicht selbst zu infizieren, wie der „Spiegel“ berichtete. 

16.33 Uhr: Wieder Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

In Berlin und anderen deutschen Städten sind am Samstag wieder Menschen aus Protest gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus auf die Straße gegangen.

Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextreme und Verschwörungstheorien richten. In Berlin begleitete die Polizei die verschiedenen Kundgebungen mit insgesamt 550 Einsatzkräften.  Mehr hier.

16.18 Uhr: Größerer Coronavirus-Ausbruch nach Feiern in Göttingen

Nach der Infektion Dutzender Menschen einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven mit dem Coronavirus ist nun ein weiterer größerer Ausbruch in Niedersachsen bekannt geworden. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, infizierten sich bei einigen größeren privaten Feiern mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus. Die Betroffenen seien zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. „Aus Datenschutzgründen können keine weiteren Angaben zu den Betroffenen gemacht werden“, teilte die Sprecherin mit. Die Menschen hätten sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt. 

Eine abschließende Zahl an Infizierten lag zunächst nicht vor. „Derzeit werden alle Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen auf das Virus getestet, um einen Überblick über die Situation zu erlangen“, erklärte die Stadtsprecherin. Auch am Pfingstwochenende solle getestet werden. Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewege sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

15.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in NRW steigt um 107

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 107 neue Corona-Fälle registriert worden. Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 37.891. Davon meldeten sich bislang 33.892 wieder genesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich im Vergleich zu den Angaben vom Freitag um 7 auf 1594. 

Daraus ergibt sich, dass aktuell nachweislich rund 2400 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

15.45 Uhr: Volkswirte befürchten schwere Zeiten für den Arbeitsmarkt

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute befürchten erhebliche und  nachhaltige Auswirkungen der Corona-Krise auf Arbeitsmarkt und Konjunktur .

«Ich erwarte im Mai einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosen von saisonbereinigt 180.000», sagte Katharina Utermöhl von der Allianz in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit wären in nur zwei Monaten 500.000 Jobs verloren gegangen. «Die gesamte positive Entwicklung der vergangenen fünf Jahre auf dem Arbeitsmarkt würde dann ausradiert», sagte Utermöhl.

14.37 Uhr: Corona-Fallzahlen in Minden-Lübbecke unverändert

Die Zahl der Menschen im Kreis Minden-Lübbecke, ist von Freitag, 29. Mai, bis Samstag, 30. Mai,  unverändert geblieben . 486 Corona-Fälle wurden im Kreis registriert. Auch die Zahl der Fälle, die inzwischen abgeschlossen sind, blieb bei 446, zehn Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

13.44 Uhr: Entwarnung nach Corona-Infektion eines Schulkindes in Halle

Ein Kind der Grundschule Gartnisch hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, wie Regina Bresser, für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, dem WB bestätigt hat. Die Infektion ist nach Einschätzung der Fachleute vom Gesundheitsamt jedoch so weit unter Kontrolle, dass weitergehende Quarantäne-Maßnahmen für andere Schüler, Lehrer und Eltern nicht notwendig seien.  Mehr lesen Sie hier .

12.52 Uhr: Clausen: Kita in Bielefeld auch im Juli beitragsfrei

Auch im Monat Juli  sollen Bielefelds Kita- und OGS-Eltern keine Gebühren zahlen müssen. Das kündigte Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) am Freitag an. „Auch wenn die Kindertageseinrichtungen jetzt wieder öffnen, können wir nicht die gewohnte Qualität anbieten“, so der OB. Aus diesem Grund wolle die Stadt auch im kommenden Monat keine Entgelte erheben.

12.08 Uhr: Ansturm auf die Campingplätze

Auf den Camping- und Wohnmobilstellplätzen entlang der Weser herrscht am langen Pfingstwochenende Hochbetrieb. „Man merkt richtig, wie froh die Leute sind, dass sie wieder reisen können“, sagt Donia Fernhout vom Campingplatz Bootshaus in Beverungen. Sie hat mit ihrem Partner Paul Straathof das Bootshaus erst Anfang dieses Jahres übernommen, konnte wegen der Corona-Krise aber zunächst nicht öffnen. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgegangen ist“, berichtet Fernhout. Die 30 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile sind ausgebucht. Auf der Wiese sind auch die ersten Zelte aufgeschlagen worden.

10.56 Uhr: OWL-Airport in Wartestellung

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt geht in der  Corona-Krise  das Warten auf die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs weiter. Seit neun Wochen ist kein Linien- oder Urlaubsflieger mehr auf dem OWL-Airport gelandet oder abgehoben. Auch wenn es noch kein festes Datum für das Ende der Corona-Zwangspause gibt, wird der Re-Start vorbereitet. „Wir wollen vom 22. Juni an startklar sein, um dann den Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen zu können“, sagt Flughafen-Vertriebschef Klaus Marx.   Fast alle 200 Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit. 

Die sechs Airlines, die laut Sommerflugplan eigentlich rund 90 Flüge pro Woche zu elf Zielen anbieten wollten, tasten sich derzeit vorsichtig beim Hochfahren des Flugbetriebs voran – an größeren Airports. Als Voraussetzung für die Wiederaufnahme in größerem Umfang gilt der für den 15. Juni geplante Wegfall der Reisewarnungen für 31 europäische Staaten.

Auch vor diesem Hintergrund sind erste Flüge der Airlines in Paderborn in deren Buchungssystemen ab diesem Stichtag wieder vorgesehen und auch buchbar – etwa von Tuifly nach Mallorca, Rhodos, Teneriffa oder Kos. Dass vor dem 22. Juni ein Urlaubsflieger tatsächlich in Büren abhebt, hält Marx für ausgeschlossen.

9.50 Uhr: „Bitte erheben Sie sich – nicht!” - Welche Benimm-Regeln vor Gericht gelten und was Corona daran ändert

In mehreren nordrhein-westfälischen Arbeitsgerichten müssen Prozessbeteiligte und Zuschauer seit einigen Tagen nicht mehr aufstehen, wenn das Gericht den Verhandlungssaal betritt. So soll die  Verbreitung des Coronavirus erschwert werden. René Schoob, der Direktor des Arbeitsgerichts in Detmold: „Wir haben diese Regelung zusammen mit anderen Maßnahmen auf Anregung des Landesarbeitsgerichts Hamm eingeführt.” Dessen Sprecher Johannes Jasper erklärt: „Wer sich erhebt, stützt sich gewöhnlich mit beiden Händen an der Tischplatte ab und kommt mit dem Oberkörper weiter nach vorne, also in Richtung Gericht. Beides ist unter Infektionsgesichtspunkten ungünstig.”

9.14 Uhr: Trump verkündet Abbruch der US-Beziehungen zur WHO

Inmitten der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump den Abbruch der Beziehungen seines Landes mit der Weltgesundheitsorganisation WHO verkündet. «Wir werden heute unsere Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation beenden», sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

7.49 Uhr: Fans helfen dem SCP

In Corona-Zeiten stehen die Fans zu ihrem Verein:  Mehr als 60 Prozent der Anhänger des SC Paderborn haben bislang ganz oder teilweise auf eine Rückerstattung von Dauer- oder Tageskarten für die laufende Saison verzichtet.  Bis zum 30. Juni sollen die Inhaber von Dauer- und Tageskarten ihre Ansprüche oder ihren Verzicht anmelden.

6.58 Uhr: Abheben nicht vor Ende Juni

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt geht das  Warten auf die Wiederaufnahme  des regulären Flugbetriebs weiter. Seit neun Wochen ist kein Linien- oder Urlaubsflieger mehr auf dem OWL-Airport gelandet oder abgehoben. Auch wenn es noch kein festes Datum für das Ende der Corona-Zwangspause gibt, wird der Re-Start vorbereitet. Bis zum 22. Juni soll alles startklar sein.

06.14 Uhr: Nur Kredite statt Zuschüsse für Zahnärzte

Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZVWL) Westfalen-Lippe hat der „Schutzschirmverordnung“ des Bundesgesundheitsministeriums zugestimmt.  Anders als zunächst in Aussicht gestellt und bei Krankenhäusern und Ärzten weiterer Fachrichtungen praktiziert, sieht diese für Zahnärzte lediglich Überbrückungskredite statt nicht zurückzuzahlende Zuschüsse vor. In der Corona-Krise arbeiteten Praxen defizitär. Eine Umfrage der KZVWL ergab für März einen Behandlungsausfall von 20 bis 50 und für April von 50 bis 80 Prozent. Kurzarbeit nutzten demnach 85 bis 90 Prozent der Praxen. Inzwischen zeige sich ein leichter Anstieg der Patientenzahlen.

Fronleichnam, 11. Juni

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