Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: Schwellenwert auch in Gütersloher Nachbarkreis überschritten - Neues Diagnosezentrum in Gütersloh - «Wirtschaftsweise» schrauben Konjunkturprognose nach unten

Bielefeld (WB/dpa). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Montag, 22.06.2020, 06:20 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 11:17 Uhr
Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt: Coronavirus-Newsblog: Schwellenwert auch in Gütersloher Nachbarkreis...
Symbolbild. Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Unter anderem informiert das Bundesgesundheitsministerium an einer Hotline zum Coronavirus. Eine Auswahl an Hotlines finden Sie hier:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Einheitliche Behördenrufnummer: 115 ( www.115.de )

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 
(montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt es den Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland .

Das Robert-Koch-Institut hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

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NEWSBLOG

Dienstag, 23. Juni

9.49 Uhr: Schwellenwert für Neuinfektionen auch in Warendorf überschritten

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist auch im benachbarten Kreis Warendorf der festgelegte Schwellenwert für Neuinfektionen überschritten worden. Laut Robert-Koch-Institut wurden am Dienstag (Stand 0 Uhr) 68,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern für den Kreis Warendorf erfasst. 50 Fälle gelten als Grenze für zusätzliche Schutzmaßnahmen. Warendorfs Landrat Olaf Gericke (CDU) hatte die Neuinfektionen am Montagnachmittag auf die 1243 im Kreisgebiet wohnenden Tönnies-Mitarbeiter zurückgeführt. Sie stehen unter Quarantäne.Ein Lockdown im Kreis sei aber nicht nötig, da die Infektionen nicht auf die übrige Bevölkerung übersprängen, hatte der Landrat gesagt.Der Landrat hatte an die Bürger appelliert, „weiterhin vorsichtig zu sein und die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“. Zudem würden auch im Kreis Warendorf kostenfreie Corona-Tests ermöglicht für alle, die in besonders betroffenen Orten wohnten oder sich verständlicherweise Sorgen machten - etwa, weil sie Kontakt zu Tönnies-Mitarbeitern hatten. Solche Tests seien an zentralen Standorten möglich und die Kosten würden von Tönnies übernommen.

8.50 Uhr: Neues Diagnosezentrum in Gütersloh

Zur Unterstützung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes können nun auch die niedergelassenen Ärzte im Kreis Gütersloh Corona-Tests an Bürgern durchführen, die keine Symptome haben. Darüber hinaus richtet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) von Dienstag, 23. Juni, an ein Corona-Diagnosezentrum (CDZ) für diese Zielgruppe am Gütersloher Carl-Miele-Berufskolleg ein .

6.49 Uhr: Herforder Firmen machen keine Massentests

Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch bei Tönnies und dessen Ausstrahlung in die Region stellt sich die Frage: Wie reagieren andere großen Arbeitgeber? In Herford gibt es zunächst keine großen Veränderungen. Brax lässt die Mitarbeiter diese Woche zu Hause, die im Umkreis von 25 Kilometern um das Tönnies-Werk wohnen. Die Sparkasse Herford hat bisher nur Mitarbeiter testen lassen, die Symptome hatten „oder die Kontakt mit einer Corona-infizierten Person hatten“, sagt Peter Platz, Sprecher der Sparkasse Herford.

6.02 Uhr: 503 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut 503 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190.862 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Stand Dienstag, 0 Uhr).8895 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 10 im Vergleich zum Vortag. Etwa 175.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

5.32 Uhr: «Wirtschaftsweise» schrauben Konjunkturprognose nach unten

Der Konjunkturabsturz im Corona-Jahr 2020 wird heftig - darin sind sich Volkswirte einig. Auch die «Wirtschaftsweisen», die die Bundesregierung beraten, müssen ihre Prognose nach unten korrigieren. Heute veröffentlicht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seine überarbeiteten Schätzungen für die Jahre 2020 und 2021.

Montag, 22. Juni

19.46 Uhr: Sorgen in Bielefeld: Tönnies-Mitarbeiter haben „Koffer gepackt“

14 von 161 Beschäftigten des Fleischkonzerns Tönnies wurden an ihrer Adresse in Bielefeld nicht angetroffen. 348 Betroffene sind nach dem Geschehen im Schlachtbetrieb in Quarantäne. Auch ein Marienschüler hat sich infiziert. Seit Samstag versuchen Ordnungs- und Gesundheitsamt intensiv, sich einen Überblick über die Auswirkungen des Corona-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies auf die Stadt Bielefeld zu verschaffen. Das ist bislang noch nicht abschließend gelungen, wie Krisenstabsleiter Udo Witthaus deutlich machte.

19.36 Uhr: Niedrigste Zahl an neuen Todesfällen in Großbritannien seit März

Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie in Großbritannien war am Montag so niedrig wie seit Mitte März nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden in den 24 Stunden bis Sonntagabend 15 Sterbefälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen verzeichnet. Auch die Zahl der Neuinfizierten lag seit Monaten erstmals unter 1000.
Für Dienstag wurde erwartet, dass Premierminister Boris Johnson weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England ankündigt. Medienberichten zufolge soll der Mindestabstand von zwei Metern reduziert werden. Johnson will sich demnach auch zur möglichen Öffnung von Restaurants und Pubs vom 4. Juli an äußern.
Großbritannien ist das am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Dort starben mehr als 42 600 Menschen, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle, bei denen die Lungenkrankheit Covid-19 als Ursache festgestellt wurde, liegt bei mehr als 53.000.

18.45 Uhr: Zahl der festgestellten Infektionen im Zusammenhang mit Tönnies auf mehr als 1500 gestiegen

Neue Hiobsbotschaft aus Gütersloh: Die Zahl der festgestellten Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Tönnies-Fleischwerk ist auf mehr als 1500 gestiegen. Das gab der Kreis Gütersloh in einer Pressekonferenz am Montagabend bekannt.

18.30 Uhr: Corona-Ausbruch: Landkreise unterschiedlich stark betroffen

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück   hat vor allem der Kreis Gütersloh mit dem Ausbruch zu kämpfen  . Dort leben die meisten der 6500 Beschäftigten. Doch auch die umliegenden Landkreise und Städte sind betroffen.

18.07 Uhr: WHO: Corona-Pandemie ausgeweitet - Neuer Tagesrekord bei Infektionen

Die Verbreitung des Coronavirus schreitet fort. Binnen eines Tages sei mit 183.000 Infektionen ein neuer düsterer Rekord aufgestellt worden, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Die Zahl der Fälle weltweit liege nun bei 8,8 Millionen. 465.000 Menschen seien bisher an oder mit Covid-19 gestorben.
Die meisten Infektionen werden in Nord- und Südamerika verzeichnet. Die Situation in Afrika sei unterschiedlich, sagte WHO-Experte Michael Ryan. Einige Länder wie Südafrika hätten deutliche Zuwachsraten. Es gebe aber auch Anzeichen, dass die Sterblichkeit in Afrika geringer sei als anderswo.
Es sei weiterhin die zentrale Aufgabe, dass die Staaten eine Balance fänden zwischen dem Schutz der Bevölkerung und dem Hochfahren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, mahnte Tedros. «Es ist nicht die Wahl zwischen Leben und Lebensunterhalt. Länder können beides erreichen», so der WHO-Chef. Er bezeichnete das Medikament Dexamethason erneut als große Hoffnung für die Schwerkranken. Jetzt komme es darauf an, dass es in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden könne.

17.38 Uhr: 16 Infizierte in Herforder Flüchtlingsheim - fast nur allein reisende Männer.

Die mit dem Coronavirus Infizierten in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in der ehemaligen Harewood-Kaserne sind fast ausnahmslos allein reisende Männer. 15 der mittlerweile 16 Betroffenen gehören dieser Gruppe an.

16.23 Uhr: Gibt es eine Lockdown-Nostalgie?

Kurze Wege zur Arbeit, Ruhe selbst mitten in der Stadt und Rücksicht bei den Mitmenschen: Angesichts der Lockerungen und des wieder anschwellenden Alltagslebens sehnt sich mancher zurück in die Zeit der großen Corona-Beschränkungen. Ein Tabu?

15.26 Uhr: Ein Stück Normalität zurückgewonnen

Es ist alles etwas anders in den Bielefelder Frei- und Hallenbädern, die jedoch auch in Zeiten des Corona-Sommers stark nachgefragt sind. „Es ist ein ungewöhnliches, aber ein tolles Jahr. Die Arbeit macht einen Riesenspaß“, meint Martina Brand vom Vorstand des Brackweder Naturbades, das seit zwei Wochen geöffnet hat. „Die Leute, die jetzt kommen, gehen sorgsam miteinander um, schätzen den Freibadbesuch als ein Stück zurück gewonnene Normalität“, sagt Brand.

14.33 Uhr: Kita-Gruppe muss in Quarantäne

In der Kindertagesstätte St. Benediktus im Ortsteil Varensell ist Ende der vergangenen Woche eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun muss eine Gruppe in Quarantäne. Das teilt die gemeinnützige GmbH Katholische Kindertageseinrichtungen Minden-Ravensberg-Lippe als Trägerin der Kita mit.

13.27 Uhr: Bund setzt auf Corona-Eindämmung vor Ort rund um Tönnies-Betrieb

Die Bundesregierung setzt auf umfassende Maßnahmen vor Ort, um die Ausbreitung von Corona-Infektionen rund um den Schlachtbetrieb von Marktführer Tönnies in Westfalen einzugrenzen. Es handele sich um einen «massiven Ausbruch», der sehr ernst zu nehmen sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Für die Region bestehe ein hohes Infektionsrisiko. Es sei nun alles zu tun, um diesen Ausbruch einzudämmen.
Laut Bundesgesundheitsministerium sind seit vergangenem Samstag auch drei Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor Ort. Im Landkreis helfen demnach zudem 15 RKI-Mitarbeiter beim Nachverfolgen von Kontakten, im Nachbarlandkreis Warendorf drei Mitarbeiter. Laut Verteidigungsministerium unterstützen momentan 39 Mitarbeiter der Bundeswehr die Corona-Reihentests, auch mit eigenen Testteams.
Über die konkreten Maßnahmen zur Eindämmung entscheide das Land Nordrhein-Westfalen, betonte die Bundesregierung. Sie verwies auch auf schon örtlich verhängte Schließungen von Schulen und Kitas und Anordnungen von Quarantäne in den umliegenden Kreisen.

12.56 Uhr: Lauterbach warnt vor Reisen von Menschen aus der Region Gütersloh

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einem freien Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. «Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post» .

12.21 Uhr: Industrie kritisiert Bundes-Einstieg bei Curevac

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat mangelnde Transparenz beim Bundes-Einstieg beim Biotech-Anbieter Curevac kritisiert, der einen Corona-Impfstoff entwickelt. Fälle dieser Art bedürften eines transparenten und geordneten Verfahrens, sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Montag. Nur so lasse sich der Anschein willkürlicher Entscheidungen vermeiden.
Für Staatsbeteiligungen an privaten Firmen seien unter anderem genaue Finanzprüfungen und eine politische Verantwortlichkeit gegenüber dem Parlament nötig. Eine öffentliche Diskussion um die gerechte Verteilung von Impfstoffen sei gut. Das Argument des Gesundheitsschutzes dürfe aber «kein Freifahrtschein sein, um marktwirtschaftliche Mechanismen auszuhebeln», sagte Lang.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die staatliche Förderbank KfW für 300 Millionen Euro rund 23 Prozent der Curevac-Anteile übernimmt. Ziel sei, dem Unternehmen von Mehrheitseigner Dietmar Hopp finanzielle Sicherheit zu geben. Auf Geschäftsentscheidungen wolle der Staat keinen Einfluss nehmen. Die Firma mit Sitz in Tübingen forscht seit Januar an einem Corona-Impfstoff. Altmaier hatte die industriepolitische Bedeutung betont. Wichtige Forschungsergebnisse und Technologien würden in Deutschland und Europa gebraucht.

10.43 Uhr: Auch Kroatiens Tennisprofi Coric mit Coronavirus infiziert

Bei der vom Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria Tour hat es einen zweiten positiven Corona-Fall gegeben. Nach dem Bulgaren Grigor Dimitrow teilte am Montagmorgen auch der kroatische Profi Borna Coric in den sozialen Netzwerken mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Bei dem Show-Turnier mit Stationen in mehreren Städten hat auch der deutsche Tennisstar Alexander Zverev teilgenommen.
Der 23 Jahre alte Australian-Open-Halbfinalist Coric verpasste am Sonntag den Einzug in das Finale, das nach dem Bekanntwerden von Dimitrows Positivtest nicht mehr ausgetragen wurde. Das Turnier war schon zuvor in die Kritik geraten, weil die Vorsichtsmaßnahmen nicht allzu ernst genommen wurden. Bei den Spielen waren Zuschauer zugelassen, ein Sicherheitsabstand von einem Meter wurde aber nicht eingehalten, wie auf Fernsehaufnahmen zu sehen war. Zudem hatte in der vergangenen Woche ein Video für Wirbel gesorgt, das Djokovic, Zverev und den Österreicher Dominic Thiem auf einer Party in einem Club zeigte.

10.29 Uhr: Zu Ferienbeginn volle Straßen erwartet

Zum Beginn der Sommerferien am nächsten Wochenende rechnet der ADAC in Nordrhein-Westfalen trotz der Corona-Pandemie mit vollen Autobahnen. Die höchste Staugefahr bestehe am Freitag ab dem Mittag und am Samstag zwischen 11 und 18 Uhr vor allem in Richtung Nord- und Ostseeküste und auf dem Weg in den Süden, teilte der ADAC Nordrhein am Montag mit. «Wer flexibel ist, sollte wieder auf einen anderen Reisetag ausweichen, zum Beispiel Montag oder Dienstag», empfahl ADAC-Reiseexperte Roman Suthold.
«Wir erwarten wegen der Corona-Krise weniger Auslandsreisen per Flugzeug und dafür mehr Urlaub mit dem Auto in Deutschland und den Nachbarländern», sagte Suthold. Andererseits verzichteten viele Urlauber wegen des eingeschränkten Angebots auch ganz auf eine längere Reise. Insgesamt erwartet der Mobilitätsclub weniger Verkehr als 2019. Dennoch rät der ADAC, sehr früh morgens oder spät abends loszufahren, da dann auch die Temperaturen angenehmer sind.

9.54 Uhr: Heil zu Corona-Ausbruch bei Tönnies: Haftungsmöglichkeiten prüfen

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies könnte das Unternehmen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zufolge möglicherweise haftbar gemacht werden. «Ich glaube, dass wir prüfen müssen, welche zivilrechtlichen Haftungsmöglichkeiten es gibt in diesem Bereich», sagte Heil am Montag im ARD-«Morgenmagazin» . Es entstünden erhebliche Kosten für die gesundheitliche Behandlung der Menschen, «aber auch für das, was da in der Region los ist». «Ich erwarte von diesem Unternehmen, dass alles getan wird, um den Schaden zu begrenzen, um tatsächlich auch einzustehen für das, was da angerichtet wurde», sagte Heil. Im Wesentlichen gehe es um den Begriff der Verantwortung.
Von einem Boykott riet Heil ab: «Ich bin nicht für Boykottaufrufe. Ich bin dafür, dass wir Regeln einhalten, weil wir reden nicht über dieses eine Unternehmen nur.» Er sei auch die Personalisierung ein bisschen leid, auch in anderen Fleischfabriken habe es Fälle gegeben. «Es ist insgesamt in dieser Branche etwas umzukrempeln und aufzuräumen.»

9.00 Uhr: «Dagens Nyheter»: Schwedens Arroganz schreckt das Virus nicht ab

Die liberale schwedische Tageszeitung «Dagens Nyheter» (Stockholm) kommentierte in ihrer Montagsausgabe Schwedens Sonderweg in der Corona-Krise so: «Schwedens Corona-Handhabe ist die ganze Zeit verwirrend gewesen. Warum mussten Auslandsreisende nach den Ferien wieder zur Schule und zur Arbeit gehen? Wie konnten wir uns sicher sein, dass sich die Infektionen nur durch Personen mit deutlichen Symptomen ausbreiten? Als Erklärung unserer international einzigartigen Strategie heißt es: Wir sind die besten, weil wir Schweden sind. Aber es gibt schlechte Nachrichten: Das Coronavirus lässt sich weder von Arroganz noch von Selbstzufriedenheit abschrecken. Es verbreitet sich trotzdem. Und dazu wird Schweden früher oder später Stellung beziehen müssen.»

8.05 Uhr: Randale wegen Quarantäne: Eine Festnahme in Göttingen

Nach den Ausschreitungen an einem unter Quarantäne stehenden Wohnkomplex in Göttingen hat es eine Festnahme gegeben. Ein Tatverdächtiger sei am frühen Sonntagabend auf dem Gelände wiedererkannt und festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Der Mann sei zur Dienststelle mitgenommen und nach Feststellung seiner Personalien entlassen worden. Weitere Details lagen zunächst nicht vor. Bei den Ausschreitungen wurden am Samstag acht Polizeibeamte verletzt, die Einsatzkräfte wurden nach Polizeiangaben mit Flaschen, Steinen, Metallstangen, Haushaltsgegenständen und Pyrotechnik beworfen.
Bereits seit Donnerstag dürfen die rund 700 Bewohner die Gebäude nicht mehr verlassen. Zuvor waren rund 120 von ihnen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt leben die Menschen unter prekären Verhältnissen, die Wohnungen sind nur 19 bis 39 Quadratmeter groß - teils sind hier Familien mit vier Kindern untergebracht.
Am Sonntag wurden die Testungen der Bewohner fortgesetzt, laut Stadt verlief dies ohne Zwischenfälle. Ergebnisse werden am Montagabend erwartet. In der Nacht war es nach Polizeiangaben ruhig.

7.12 Uhr: Kretschmann: Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen unrealistisch

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. «Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein», sagte Kretschmann in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» . «So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen.»
In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte angekündigt, dass sie bis Anfang Juli erklären werde, wie es mit dem Unterricht im Südwesten im neuen Schuljahr weitergehen werde. Grundsätzlich solle es so viel Präsenzunterricht wie möglich geben.

6.17 Uhr: Heimkehr ins Krisenland: Corona treibt Venezolaner zurück nach Hause

Wegen Hunger und Unterdrückung haben Millionen Venezolaner ihrer Heimat den Rücken gekehrt. In den Nachbarländern arbeiteten sie als Bauarbeiter, Tagelöhner, Zimmermädchen. Jetzt sind sie die Ersten, die wegen Corona ihre Jobs verlieren. Vielen bleibt nur der Weg zurück.

6.12 Uhr: Japan sorgt sich um Millionen alleinstehender Senioren

Im rasant alternden Japan wächst angesichts der andauernden Corona-Krise die Sorge über Millionen von alleinstehenden Senioren. Experten rufen zu verstärkter Hilfe für die Betreuung dieser alten Menschen auf. Schätzungen zufolge leben in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt inzwischen rund sieben Millionen Senioren allein. Doch wegen der Pandemie ist es für Betreuer oft nicht möglich, die Senioren zu Hause aufzusuchen und sich in direkten Gesprächen nach ihrem Befinden zu erkundigen. Dies schüre die Sorge, dass mehr alte Menschen einen einsamen Tod sterben, so die Wirtschaftszeitung «Nihon Keizai Shimbun» am Montag.
«Kodokushi» (Einsamer Tod) ist in Japan seit längerem ein ernstes gesellschaftliches Problem. Kein anderes Industrieland altert angesichts niedriger Geburtenraten so schnell wie Japan. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist inzwischen älter als 65 Jahre. Wegen der zunehmenden Abwanderung junger Menschen in Großstädte wie Tokio sterben ganze Landstriche in dem Inselreich aus. Zurück bleiben oft nur noch die Alten. Millionen von ihnen leben auf sich allein gestellt. Der Staat hat den kommunalen Selbstverwaltungsorganen, die auf diese Menschen aufpassen, kürzlich finanzielle Hilfen zugesagt.
In der Corona-Krise wird jetzt versucht, zumindest telefonisch Kontakt zu den Senioren zu halten und sich nach ihrem Wohlbefinden zu erkundigen. Auch sollten nach Meinung von Experten verstärkt moderne Kommunikationsmittel wie Tablet-Computer und Video-Anrufe zur Betreuung genutzt werden, zumal mehr Alte mit solchen Geräten umgehen könnten. Zugleich ruft der Staat die Betroffenen auf, auch selbst für ihre Gesundheit etwas zu tun, zum Beispiel unter Vermeidung großer Menschenansammlungen spazieren zu gehen und ausgewogen zu essen.

5.30 Uhr: Ärzte für Krisen-Puffer bei Kapazitäten der Kliniken

Ärztepräsident Klaus Reinhardt aus Bielefeld befürwortet angesichts der Corona-Pandemie einen ständigen Krisen-Puffer bei den Kliniken. «Krankenhäuser sind keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimiert», sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur . «Wir müssen immer einen gewissen Überhang an Kapazitäten vorhalten und natürlich auch finanzieren, um auf Krisen angemessen reagieren zu können.» Es sei wie bei der Feuerwehr: «Sie kostet Geld, auch wenn sie nicht im Einsatz ist. Aber wenn es brennt, ist sie schnell da.»

4.34 Uhr: 537 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut 537 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190.359 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Montagmorgen meldete (Datenstand 22.06., 0 Uhr).

8885 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von drei im Vergleich zum Vortag. Etwa 175.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, stieg nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21.6., 0.00 Uhr, auf 2,88 (Vortag: 1,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen, verursacht etwa durch einzelne Ausbrüche, empfindlich, wie das RKI erläutert. Insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen könne dies zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen.
Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen stieg dieser Wert mit Datenstand 21.6., 0.00 Uhr, auf 2,03 (Vortag: 1,55). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

3.55 Uhr: Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh: Weitere Tests durch mobile Teams

Die meisten Tönnies-Beschäftigten im Kreis Gütersloh sind bereits getestet. Bei den Angehörigen werden noch Proben entnommen. Am Montag sollen wieder viele mobile Teams ausschwärmen, um die unter Quarantäne stehenden Betroffenen aufzusuchen.

3.26 Uhr: Brasilien beklagt bereits über 50.000 Corona-Tote

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist auf über 50.000 gestiegen. Insgesamt seien bisher 50.617 Patienten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Sonntagabend (Ortszeit) auf seiner Website mit. Über eine Million Menschen haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung von Experten allerdings wesentlich höher sein, da Brasilien nur relativ wenig testet.
Damit liegt das größte Land Lateinamerikas sowohl bei Infektionen als auch bei Toten an zweiter Stelle hinter den USA. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus zunächst als «leichte Grippe» und wehrt sich noch immer gegen Ausgangsbeschränkungen. Der Staatschef fürchtet die wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns. Zwar haben eine Reihe von Bundesstaaten und Städten auf eigene Faust Schutzmaßnahmen ergriffen, allerdings werden die Einschränkungen an vielen Orten bereits wieder gelockert.

0.58 Uhr: Heil: Es muss sich etwas in der Fleisch-Branche ändern

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies scharfe Kritik an dem Unternehmen und der Fleischindustrie geübt. Sein Vertrauen in die Frima Tönnies sei auch «gleich Null», sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im «Bild»-Talk «Die richtigen Fragen», wo er auf eine entsprechende Aussage des örtlichen Krisenstableiters angesprochen wurde.
Corona sei «wie ein Brennglas», sagte Heil. «Das heißt, wir sehen Dinge, die vorher schon nicht in Ordnung waren, jetzt sehr sehr deutlich. Die Ausbeutung von Menschen aus Mittel- und Osteuropa, die da offensichtlich stattgefunden hat, wird jetzt in der Pandemie ein allgemeines Gesundheitsrisiko mit erheblichem Schaden.» Deshalb müsse sich «im Grund nach in dieser Branche was ändern».
Er kritisierte, durch Verhalten, «wo Menschen sich offensichtlich nicht an Regeln gehalten haben», sei eine ganze Region «in Geiselhaft genommen worden.
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach sich in dem «Bild»-Gesprächsformat dafür aus, Druck auf Tönnies auszuüben: «So wie die Firma im Moment arbeitet ist das absolut unverantwortlich. Und jeder, der dieses Fleisch kauft, sollte sich überlegen, was er da tut.» Die Hauptverantwortugn liege aber bei der Bundesregierung, beim Gesetzgeber, denn es müssen sich Gesetze ganz grundlegend ändern. «Das ganze System ist krank.»

Sonntag, 21. Juni

23.23 Uhr: Laschet zu Tönnies: Kontaktbeschränkungen «wie im Lockdown» denkbar

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet betont, dass es weiterhin keine Entwarnung gebe. Im «Heute Journal» des ZDF unterstrich der CDU-Politiker am Sonntagabend erneut die Möglichkeit eines regionalen Lockdowns - hierunter versteht man das massive Herunterfahren des öffentlichen Lebens. «Wir haben die Schulen und Kitas geschlossen, das ist der erste Teil eines Lockdowns. Und wir werden weitere Schritte in diesen Tagen prüfen.» Er führte aus: «Ich könnte mir vorstellen, dass wir Kontaktbeschränkungen ebenfalls wieder erlassen, so wie sie im Lockdown gegolten haben.»

20.49 Uhr: Mehrere Schulen in Dortmund schließen

Wegen Infektionen mit dem Coronavirus müssen mehrere Schulen in Dortmund bis zu den Sommerferien schließen. Ein Kind an einer Grundschule in Dortmund-Eving wurde positiv getestet, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Kontaktnachverfolgungen hätten am Wochenende weitere Fälle ergeben. Betroffen sind neben der Grundschule drei Berufskollegs und eine Hauptschule.
Seit dem ersten nachgewiesenen Auftreten des Virus in Dortmund wurden 893 Fälle nachgewiesen, wie die Stadt mitteilte. 779 Betroffene gelten als genesen.

19.46 Uhr: Corona-Warn-App mehr als zehn Millionen Mal heruntergeladen

Mit Spannung wurde erwartet, wie die Bevölkerung auf das Download-Angebot der offiziellen Warn-App reagiert. Nun hat die Zahl der Installationen die 10-Millionen-Marke überschritten. Die Anwendung sei «ein wichtiger Helfer, wenn es darum geht, Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. «Je mehr mitmachen, desto größer ist dieser Nutzen.» 

19.05 Uhr: Lufthansa-Rettung droht zu scheitern

Die Lufthansa richtet sich angesichts einer niedrigen Aktionärspräsenz auf der nahenden Hauptversammlung auf eine mögliche Insolvenz ein. Denn die Zustimmung zu den neun Milliarden Euro schweren Staatshilfen steht nach den Registrierungen der Anteilseigener mehr denn je auf der Kippe. «Seit heute Nacht wissen wir, dass unsere Aktionäre weniger als 38 Prozent des Kapitals für diese Hauptversammlung angemeldet haben», hieß es in einem Brief von Lufthansa-Chef Carsten Spohr an die Mitarbeiter. 

«Damit steht fest, dass bei der Abstimmung eine Zweidrittelmehrheit erreicht werden muss, die nach jüngsten Äußerungen von wichtigen Aktionären insbesondere zu den Konditionen der Kapitalerhöhung nicht sicher erscheint.»

18.12 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus OWL

Bielefeld 

Aktuell Infizierte: 22
Fälle insgesamt: 431
Todesfälle: 5

Kreis Paderborn

Aktuell Infizierte: 20
Fälle insgesamt: 684
Todesfälle: 34

Kreis Lippe

Aktuell Infizierte: 11
Fälle insgesamt: 755
Todesfälle: 29

Kreis Herford

Aktuell Infizierte: 18
Fälle insgesamt: 354
Todesfälle: 7

Kreis Gütersloh

Aktuell Infizierte: 829
Fälle insgesamt: 1542
Todesfälle: 20

Kreis Minden-Lübbecke

Aktuell Infizierte: 4
Fälle insgesamt: 491
Todesfälle: 12

Kreis Höxter

Aktuell Infizierte: 3
Fälle insgesamt: 366
Todesfälle: 18

17.28 Uhr: Tönnies zahlt Corona-Tests

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch will das Unternehmen Tönnies Coronatests für die Bevölkerung im Kreis Gütersloh bezahlen. Das kündigte Unternehmenschef Clemens Tönnies am Sonntag an. 

17.05 Uhr: Quarantäne für Tönnies-Mitarbeiter im Kreis Herford

Tönnies-Mitarbeiter, die im Kreis Herford wohnen, müssen sich in Quarantäne begeben. Das hat Landrat Jürgen Müller angeordnet. Die Maßnahme gelte bis zum 3. Juli und betreffe auch die Angehörigen der Beschäftigten.  Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Denn ob überhaupt Tönnies-Mitarbeiter im Kreis Herford wohnen, sei derzeit noch unklar.

15.44 Uhr: 687 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Mit dem Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies überschreitet der Kreis Gütersloh den vereinbarten Grenzwert für Corona-Neuinfektionen deutlich. Im Rest des Landes ist die Lage weitgehend ruhig.

Insgesamt haben die lokalen Behörden dem Robert-Koch-Institut 687 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit liegt die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen weiter deutlich über den Werten, die noch bis etwa Mitte Juni täglich gemeldet wurden.

15 Uhr: Laschet: Kein Lockdown im Kreis Gütersloh

Es gebe zwar „ein enormes Pandemie-Risiko“, sagte  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag in Gütersloh. Das Infektionsgeschehen sei aber klar bei der Firma Tönnies lokalisierbar und es gebe keinen „signifikanten Übersprung“ hinein in die Bevölkerung. Deshalb gelte weiterhin der Satz, „dass wir einen flächendeckenden Lockdown im Moment nicht ausschließen können, aber solang wir alles tun, dass es gelingt, dass es nicht überspringt auf die Bevölkerung, können wir andere bessere zielgerichtetere Maßnahmen ergreifen“.

Der Ministerpräsident appelliert, „mehr als sonst“ die Regeln einzuhalten und nimmt auch Unternehmer Clemens Tönnies in die Pflicht: „Wir müssen einen Zustand herstellen - gerade als Lehre aus der Pandemie -, dass zu jeder Zeit feststellbar ist: welcher Mitarbeiter arbeitet im Unternehmen und wo wohnt er“ so Laschet. 

14.36 Uhr: Testung auf dem Tönnies-Gelände abgeschlossen

Die Reihentestungen auf dem Gelände der Firma Tönnies sind am Samstag abgeschlossen worden. In der Datenbank sind jedoch noch nicht alle Befunde enthalten. 

Insgesamt wurden bei der Firma Tönnies 6.139 Tests durchgeführt, davon liegen bereits 5.899 Befunde vor. 4.568 (77,4 Prozent) der Testergebnisse fielen negativ aus, 1.331 (22,6 Prozent) Tests sind positiv. Es wurde deutlich, dass die positiven Befunde vor allem den Betriebsbereich der Zerlegung betreffen. Außerhalb dieses Bereichs war die Zahl der positiven Befunde deutlich niedriger.

Bis Samstag wurden somit 1.579 Menschen im gesamten Kreis Gütersloh positiv auf das Coronavirus getestet. 

13.04 Uhr: Bundesbankpräsident: Tiefpunkt der Krise überwunden

Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Jens Weidmann allmählich von den Folgen der Corona-Krise.

«Wir haben in den vergangenen Monaten den schärfsten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik erlebt», sagte Weidmann.  «Die gute Nachricht ist: Der Tiefpunkt dürfte mittlerweile hinter uns liegen, und es geht wieder aufwärts.» Allerdings folge auf den scharfen Einbruch der deutschen Wirtschaft nur eine «vergleichsweise allmähliche Erholung».

Viele Volkswirte, Institute und Verbände äußerten sich zuletzt zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft bereits im kommenden Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren wird - auch, weil der Staat milliardenschwere Rettungspakete geschnürt hat.

11.25 Uhr: Fünf Tönnies-Mitarbeiter auf der Intensivstation

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies werden im Kreis Gütersloh derzeit insgesamt 19 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Es handele sich „fast ausschließlich“ um Mitarbeiter von Tönnies, sagte die stellvertretende Pressesprecherin des Kreises Gütersloh, Beate Behlert, am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sechs von ihnen würden intensivmedizinisch behandelt, darunter seien fünf bei Tönnies beschäftigt. Zwei der sechs Patienten würden beatmet.Am Samstagnachmittag hatte die Zahl der positiv getesteten Tönnies-Mitarbeiter in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück bei 1029 gelegen. Die Behörden haben alle rund 6500 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt.

10.40 Uhr: Karliczek: Normaler Schulbetrieb nach Ferien nicht gesichert

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hält die vollständige Rückkehr zu einem normalen Schulbetrieb nach den Sommerferien noch längst nicht für gesichert . «Das Virus ist nicht weg, und wir müssen immer wieder damit rechnen, dass Schulen geschlossen werden müssen, wenn sich dort jemand infiziert hat», sagte die CDU-Politikerin der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Wie fragil die Situation sei, zeige sich gerade in Nordrhein-Westfalen. «Wir müssen weiter mit Umsicht handeln.»

8.52 Uhr: Laschet besucht Krisenstab - Sondersitzung des Landeskabinetts

Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies mit bislang mehr als 1000 Infizierten will sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Der Regierungschef fahre mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Morgen nach Gütersloh in Ostwestfalen, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Dort wollten die Politiker unter anderem den Krisenstab des Kreises treffen und mit eingesetzten Kräften vor Ort sprechen.Außerdem tritt am Sonntag das Landeskabinett in Düsseldorf zu einer Sondersitzung zusammen . Laschet wird dem Vernehmen nach per Video zugeschaltet.

Samstag, 20. Juni

20.54 Uhr: Zahlen aus OWL

Bielefeld

Aktuell Infizierte: 24 (+7)
Fälle insgesamt: 431
Todesfälle: 5

Kreis Paderborn

Aktuell Infizierte: 19
Fälle insgesamt: 682
Todesfälle: 34

Kreis Gütersloh
Noch sind nicht alle positiven Tests bei den Reihentestungen in der Firma Tönnies in die aktuelle Coronavirus-Statistik eingeflossen. 

Aktuell Infizierte: 739
Fälle insgesamt: 1437 (+344)
Todesfälle: 20

Kreis Herford

Aktuell Infizierte: 23 (+8)
Fälle insgesamt: 354
Todesfälle: 7

Kreis Lippe 

Aktuell Infizierte: 11 (+1)
Fälle insgesamt: 755 
Todesfälle: 29

Kreis Minden-Lübbecke

Aktuell Infizierte: 2 
Fälle insgesamt: 489
Todesfälle: 12

19.37 Uhr: Billigfleisch am Pranger

Nach dem erneuten großen Corona-Ausbruch in der Schlachtbranche wächst der Druck, den massiven Preiskampf bei den Arbeitsbedingungen und bei Fleisch im Supermarkt zu unterbinden.

18.54 Uhr: 157 Tönnies-Mitarbeiter wohnen in Bielefeld

In welchem Umfang die Stadt Bielefeld vom Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück betroffen ist, zeichnet sich immer deutlicher ab . Dem Gesundheitsamt liegt inzwischen eine Liste mit den Namen und Adressen von 157 Menschen vor , die direkt bei Tönnies beschäftigt sind oder für ein Subunternehmen im Tönnies-Werk arbeiten und in Bielefeld wohnen. 

Am Samstagnachmittag waren 18 Zweierteams des Ordnungsamtes, verstärkt durch Personal aus dem Gesundheitsamt, im Einsatz. Wie Stadtsprecher Daniel Steinmeier sagt, suchen sie die 157 Personen noch am Samstag auf, um sie auf die weiteren Maßnahmen und Verhaltensweisen hinzuweisen.

18.49 Uhr: Quarantäne in Göttingen: Bewohner verletzen Polizisten

Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes haben Polizisten mit Gegenständen beworfen und mehrere von ihnen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Missmut bei den Bewohnern über die Quarantänemaßnahmen am Samstagnachmittag angestiegen, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der Gebäudekomplex mit seinen knapp 700 Bewohnern steht seit Donnerstag vollständig unter Quarantäne. Das heißt, dass seitdem kein Bewohner das Gebäude verlassen durfte, wie ein Stadtsprecher der dpa bestätigte. Seit Donnerstag waren bei knapp 120 Menschen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden.

18.09 Uhr: Clemens Tönnies bittet um Entschuldigung

Unternehmer Clemens Tönnies hat die Vorwürfe des Kreises Gütersloh zurückgewiesen, bei der Beschaffung der Wohnadressen von Mitarbeitern unkooperativ gewesen zu sein. Gleichzeitig bat er bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz um Entschuldigung.

Rücktritts-Spekulationen nach dem massiven Corona-Ausbruch wies Tönnies zurück. „Ich werde dieses Unternehmen aus dieser Krise führen. Und dann sehen wir weiter. Ich mach’ mich nicht aus dem Staub.“

17.10 Uhr: Verl riegelt Wohngebiet ab

Die Stadt Verl reagiert auf die Entwicklung bei der Infektionswelle in der Tönnies-Belegschaft: ein ganzes Wohngebiet wird unter Quarantäne gestellt und mit einem blickdichten Bauzaun weiträumig abgesperrt. Betroffen ist in Verl-Sürenheide ein Areal mit mehreren großen Wohnblöcken. Allein in drei größeren Blöcken leben nach Auskunft der Stadtverwaltung 363 Menschen - darunter 250 Tönnies-Mitarbeiter. Die Stadt kündigte an, sich um die Versorgung der Menschen zu kümmern. Verlassen werden darf das Gebiet nur mit einer Ausnahmegenehmigung.

15.44 Uhr: 1029 Tönnies-Mitarbeiter positiv getestet

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sind mittlerweile 1029 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Der Kreis hat sich in der Nacht zu Samstag Zugang zu den Personaldaten verschafft. Das Vertrauen in die Firma sei “gleich Null”, erklärte Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch am Samstag. 

Seit Freitag stehen alle 7000 Mitarbeiter des Unternehmens unter Quarantäne. Das betreffe auch die Verwaltung, das Management und die Konzernspitze. 

Die Bundeswehr hat währenddessen ihren Einsatz am Werk des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbück ausgebaut. „Wir haben noch 40 weitere Soldaten hinzu geholt“, sagte Bundeswehrsprecher Uwe Kort in einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag. 

Als Herd der Infektion scheint sich der Bereich der Zerlegung in dem Unternehmen herauszustellen. 

15.04 Uhr: Bali-Therme bleibt noch geschlossen

Für eine Wiedereröffnung der Bali-Therme im Zuge der Lockerungen in der Corona-Pandemie gibt es bislang keinen Termin. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die das Unternehmen am Freitag herausgegeben hat.

14.11 Uhr: IG Metall sieht «Hunderttausende Stellen in Gefahr»

Die IG Metall sieht wegen den Folgen der Corona-Pandemie «Hunderttausende Stellen» bedroht und fordert ein sofortiges Gegensteuern der Politik. Allein aufgrund von Insolvenzen seien  «150.000 Arbeitsplätze akut bedroht, wenn nicht schnell sichtbar konjunkturelle Impulse gesetzt werden» , sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann. 

Hofmann kritisierte, dass nur rund ein Viertel des 130 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramms der Bundesregierung auf die kurzfristige Belebung der Konjunktur ziele. Offen sei zudem, welchen Nutzen die Senkung der Mehrwertsteuer habe.

12.52 Uhr: Zahl der Beschwerden über Bahn und Airlines stark gestiegen

Beschwerden von Verbrauchern über Fluggesellschaften und die Deutsche Bahn haben in der Corona-Zeit deutlich zugenommen. Derzeit erhält die Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr (SÖP) jede Woche zwei bis dreimal so viele Schlichtungsanträge wie in den vergleichbaren Zeiträumen der Vorjahre. In den ersten beiden Juni-Wochen hat sich die Zahl der Anträge demnach mehr als verdoppelt: Von 810 auf knapp 1900. Die meisten Beschwerden betreffen Fluggesellschaften.

11.08 Uhr: 601 registrierte Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 601 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Bereits am Vortag hatte die Zahl mit 770 Fällen merklich höher gelegen als an den Vortagen.

9.10 Uhr: Fleischfabriken: Aldi hinterfragt Schutzmaßnahmen

Nach einem Corona-Ausbruch bei Tönnies steht der größte deutsche Schlachtbetrieb für Schweine still. Die Politik nimmt Arbeitsbedingungen und Dumpingpreise ins Visier. Auch der Discounter Aldi will wissen, ob alle Schutzmaßnahmen eingehalten wurden.

8.10 Uhr: Nachbarkreise verhängen Quarantäne

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies hat zunehmend Auswirkungen über den Firmensitz hinaus. Immer mehr Nachbarkreise ergreifen Maßnahmen, um eine Ausbreitung auf ihrem Gebiet zu verhindern. Der Paderborner Landrat Manfred Müller (CDU)   verhängte vorsorglich für alle 54 Beschäftigten der Firma Tönnies,  die ihren Wohnsitz im Kreis Paderborn haben, eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Diese gelte unabhängig davon, ob die Menschen Symptome zeigten oder nicht. Den im Haushalt lebenden Angehörigen wurde dringend empfohlen, ebenfalls zu Hause zu bleiben.

Freitag, 19. Juni

19.01 Uhr: Antrag auf Abi-Abschluss mit Eltern im Autokino in Rahden gestellt

Wie feiert man in Corona-Zeiten sein Abitur? Ball oder Feten sind ja wegen der Abstands- und Hygieneregeln ausgeschlossen. „Eine offizielle Abschlussfeier wird es an unserer Schule in diesem Jahr nicht geben“, sagt Matthias Haverkamp, Schulleiter des Gymnasiums Rahden. „Das haben wir mit den Abiturienten bereits seit einiger Zeit besprochen. Die Schülerinnen und Schüler werden am Mittwoch kommender Woche in internen Prozeduren ihre Zeugnisse erhalten.

18.29: 146 neue Corona-Infektionen in OWL

(In Klammern Veränderungen  zum Vortag, Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW)

Kreis Höxter:

Aktuell Infizierte: 8 (-1)

Fälle insgesamt: 366

Todesfälle: 18 (+1)

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,7

Kreis Paderborn:

Aktuell Infizierte: 34 (+5)

Fälle insgesamt: 682 (+5)

Todesfälle: 34

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 2,0 (+0,4)

Kreis Lippe:

Aktuell Infizierte: 10 (+2)

Fälle insgesamt: 754 (+2)

Todesfälle: 29

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 2,3 (+0,6)

Kreis Gütersloh*:

Aktuell Infizierte: 398 (+133)

Fälle insgesamt: 1093 (+134)

Todesfälle: 20

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 94,2 (+65,6)

*Die Zahlen aus dem Kreis Gütersloh beinhalten noch nicht alle aktuellen Fälle im Tönnies-Konzern.

Stadt Bielefeld:

Aktuell Infizierte: 17 (+3)

Fälle insgesamt: 424 (+4)

Todesfälle: 5

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 3,0 (+1,2)

Kreis Herford:

Aktuell Infizierte: 15 (+1)

Fälle insgesamt: 346 (+1)

Todesfälle: 7

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 3,2 (+0,4)

Kreis Minden-Lübbecke:

Aktuell Infizierte: 3

Fälle insgesamt: 489

Todesfälle: 12

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,0

OWL gesamt:

Aktuell Infizierte: 485 (+143)

Fälle insgesamt: 4154 (+146)

Todesfälle: 125 (+1)

NRW:

Aktuell Infizierte: 1968 (+271)

Fälle insgesamt: 40.153 (+376)

Todesfälle: 1660 (+2)

17.45 Uhr: Ältere Kinder haben häufiger Antikörper gegen Sars-CoV-2

Nur etwa 1,5 Prozent der in einer Hamburger Studie getesteten Kinder und Jugendlichen haben Antikörper gegen das Coronavirus im Blut. Dies zeige, dass man von einer Herdenimmunität weit entfernt sei, wie die Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse sagten. Sie hatten bei insgesamt 2436 Kindern und Jugendlichen nach Antikörpern gegen das Sars-CoV-2 Virus im Blut gesucht. Nur bei 36 von ihnen fanden sie welche.

16.30 Uhr: Corona-Warn-App fast zehn Millionen Mal installiert

Die Corona-Warn-App des Bundes wird von immer mehr Menschen in Deutschland verwendet. Am Freitagvormittag lag die Zahl der Installationen bei 9,6 Millionen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Twitter mit. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) rief die Bevölkerung auf, die Nutzung weiter auszudehnen. «Bitte weitermachen!», schreib sie auf Twitter.Unterdessen reißt die Diskussion um Einschränkungen der Corona-Warn-App nicht ab. So kritisierten die Grünen erneut, dass die Mindestvoraussetzungen zu hoch seien, so dass die App nur auf neueren Smartphones laufe.

14.17 Uhr: Fünf neue Infektionen im Kreis Paderborn

Im Kreis Padebrorn haben sich fünf weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zwei der fünf neuen fälle sind dem Ausbruchsgeschehen bei der Firma Tönnies im Kreis Gütersloh zuzuordnen, mit den gestrigen drei gemeldeten Fällen somit insgesamt fünf. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.10 Uhr: EU-Gipfel berät Corona-Aufbauprogramm

Der EU-Gipfel um den milliardenschweren Aufbauplan zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise hat begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs wollten erstmals über den Plan der EU-Kommission für ein 750-Milliarden-Programm beraten . Bei etlichen Fragen lagen die 27 Staaten zuletzt jedoch noch weit auseinander. EU-Ratschef Charles Michel appellierte deshalb an die Staats- und Regierungschefs, sich zu einigen. «Wir haben eine gemeinsame Verantwortung zu liefern», schrieb der Belgier auf Twitter.

Grundlage der Gespräche am Freitag war ein Vorschlag der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für einen schuldenfinanziertes Konjunktur- und Investitionsplan im Umfang von 750 Milliarden Euro. Davon sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse an die EU-Staaten fließen, der Rest als Kredite. Der Vorschlag sieht vor, dass die Schulden über mehrere Jahrzehnte hinweg über den gemeinsamen EU-Haushalt abbezahlt werden.

9.30 Uhr: Corona-Krise lässt Steuereinnahmen einbrechen

Die Steuereinnahmen des Staates (ohne Gemeindesteuern) sind coronabedingt im Mai um 19,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat eingebrochen . «Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise getroffenen steuerlichen Maßnahmen belasteten das Steueraufkommen im Mai 2020 signifikant», schreibt das Bundesfinanzministerium in seinem neuen Monatsbericht. Beim Bund lag das Minus mit 34,8 Prozent sogar noch deutlich höher. Die Länder verbuchten einen Rückgang um 14,7 Prozent.

8.34 Uhr: Ausbruch-Ursache auf den Grund gehen

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Fleischfabrik mit inzwischen 730 registrierten Neuinfektionen will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Branche wissenschaftlich untersuchen lassen . „Wir müssen untersuchen, wie die Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie entstehen“, erklärte Laumann am Freitag. „Mein Ministerium wird eine wissenschaftliche Expertise auf den Weg bringen, die den Ursachen des Ausbruchs in Gütersloh epidemiologisch auf den Grund geht.“ Auf der Basis der Ergebnisse müssten dann „gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden“, kündigte Laumann an.

7.20 Uhr: Weitere Volksfeste in OWL abgesagt

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben den Organisatoren von Volksfesten in der Region die Entscheidung abgenommen: Großveranstaltungen bleiben bis mindestens Ende Oktober verboten. Und damit steht fest: Der Hövelmarkt 2020 kann nicht stattfinden . Auch Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch geht davon aus, dass der beliebte Zwiebelmarkt in diesem Herbst ausfällt .

In Höxter beraten Stadtverwaltung und Werbegemeinschaft zurzeit , wie sie mit der neuen Rechtslage umgehen. Betroffen davon sind unter anderem der Huxori-Markt, der Märchensonntag und die Oktoberfeste in den Dörfern.

6.38 Uhr: Kein Versorgungsengpass durch Schlachtstopp zu befürchten

Die vorübergehende Schließung des größten deutschen Schlachtbetriebs von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wird nach Einschätzung von Marktbeobachtern nicht zu Versorgungsengpässen führen .«Fleisch wird in Deutschland nicht knapp, auch nicht Schweinefleisch», sagt Tim Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn.

Ob der nach einem großen Corona-Ausbruch verfügte Stillstand der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück zu höheren Preisen für Verbraucher führen werde, sei erst in einigen Wochen abzusehen, sagt Koch der Deutschen Presse-Agentur. Der Handel habe in der Regel mit den Schlachtunternehmen längerfristige Verträge zu Mengen und Preisen abgeschlossen.

6.15 Uhr: Ferienhäuser an Nord- und Ostsee zu 90 Prozent ausgelastet

Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Deutschen Presse-Agentur mit.Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband.

„Die Deutschen setzen in diesem Jahr sehr stark auf naturnahem Urlaub, der den nötigen Abstand zulässt“, erklärte Michelle Schwefel, die Geschäftsstellenleiterin des Verbands. Besonders stark seien Nord- und Ostseeküste gefragt, vor allem die Inseln wie Rügen. Auch an die Mecklenburgische Seenplatte ziehe es die Urlauber. „Freie Unterkünfte gibt es noch in den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Hochsauerland und in den Großstädten wie Berlin und München.“

Donnerstag, 18. Juni

20.57 Uhr: Schule nach den Sommerferien ohne Abstandsregel geplant

Nach dem Ja von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten für eine Rückkehr zum Regelschulbetrieb nach den Sommerferien, haben sich die Kultusminister der Länder nun festgelegt: Die Abstandsregel an den Schulen soll im neuen Schuljahr wegfallen, mit einer Einschränkung.

20 Uhr: Krankenhaus Halle untersagt Besuche

Es gibt erfreuliche und weniger gute Nachrichten zu dem Teil-Shutdown im Kreis Gütersloh wegen der Vielzahl von Neuinfektionen bei Tönnies. Als unmittelbare Reaktion darauf hat das Klinikum Bielelfeld für alle seine drei Standorte die Besuche von Patienten bis auf weiteres untersagt. Dies bedeutet, dass auch am Krankenhaus Halle Besucher nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen werden.

19.33 Uhr: 342 Infizierte in OWL - 4008 bestätigte Fälle insgesamt

  • Kreis Höxter: 9 (-3) Infizierte, 366 bestätigte Fälle insgesamt, 17 Todesfälle, 0,7 (-1,4) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Paderborn: 29 (+3) Infizierte, 677 (+4) bestätigte Fälle insgesamt, 34 Todesfälle, 1,6 (+0,6) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Lippe: 8 (+3) Infizierte, 752 (+3) bestätigte Fälle insgesamt, 29 Todesfälle, 1,7 (+0,6) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Gütersloh: 265 (+107) Infizierte, 959 (+110) bestätigte Fälle insgesamt, 20 Todesfälle, 28,6 (-2,2) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Stadt Bielefeld: 14 (-1) Infizierte, 420 (+1) bestätigte Fälle insgesamt, 5 Todesfälle, 1,8 (+0,3) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Herford: 14 (+3) Infizierte, 345 (+3) bestätigte Fälle insgesamt, 7 Todesfälle, 2,8 (+0,8) neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner
  • Kreis Minden-Lübbecke: 3 (-7) Infizierte, 489 bestätigte Fälle insgesamt, 12 Todesfälle, 0,0 neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner

18.53 Uhr: Protest: Stadthalle wird in rotes Licht getaucht

„Alarmstufe Rot“ heißt es aktuell bei vielen Unternehmen in der Veranstaltungsbranche. Denn durch die Corona-Krise sind ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr. Um auf ihre aktuell dramatische Lage aufmerksam zu machen, nehmen am Montag, 22. Juni, zahlreiche Unternehmen an der „Night of Light“ teil – so auch der Höxteraner Stadthallen-Pächter Kai-Daniel Schmidt. Sein Unternehmen „kds events“ treffen derzeit nicht nur die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schwer, sondern auch die überraschende Entscheidung des Stadtrates, seinen Pachtvertrag zu Beginn 2021 nicht zu verlängern (wir berichteten).

18.01 Uhr: Studie: Blutgruppe beeinflusst Schwere von Covid-19-Verlauf

Während eine Covid-19-Erkrankung bei manchen Menschen zu Atemversagen bis hin zum Tod führt, spüren andere kaum Symptome. Die Ursachen für die sehr unterschiedlichen Verläufe sind noch weitgehend unklar, doch ein wichtiger Faktor könnte die Blutgruppe sein, wie ein internationales Forscherteam im «New England Journal of Medicine» berichtet. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für eine ernste Covid-19-Erkrankung.

17.29 Uhr: Bundeswehr unterstützt Massentests bei Tönnies

Der Corona-Massenausbruch beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit inzwischen mehr als 730 bestätigten Infektionsfällen zieht Kreise:   Eltern protestieren  wegen der vom Kreis Gütersloh verfügten Schließung aller Schulen und Kitas. Es gibt neue Forderungen zur schnellen Abschaffung des viel kritisierten Systems der Werkvertragsarbeiter. Und der   Streit innerhalb der Inhaberfamilie Tönnies  flammt neu auf. 

Am Donnerstag hat die Reihenuntersuchung der noch nicht getesteten, aber vorsorglich unter Quarantäne gestellten etwa 5900 Beschäftigten am Tönnies-Stammsitz begonnen. Der Kreis Gütersloh hat dafür 25 Soldaten der Bundeswehr angefordert, da die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Malteser an ihre Grenzen stoßen. Sanitätssoldaten werden nach uaskunft des Landeskommandos NRW die Reihentests durchführen, Angehörige der Panzerbrigade 21 aus Augustdorf werde die Dokumentation unterstützen. Täglich sollen bei rund 1500 Mitarbeitern Abstriche genommen werden. Die Testreihe solle demnach Anfang oder Mitte kommender Woche abgeschlossen sein, hieß es.

16.43 Uhr: Corona-Krise dämpft Wachstum von Privatvermögen merklich

Der Zuwachs der Privatvermögen könnte wegen der Corona-Krise einen deutlichen Dämpfer bekommen. In einer Studie korrigiert die Unternehmensberatung Boston Consulting Group die Vorjahresprognose von 5,7 Prozent jährlichem Wachstum für die kommenden fünf Jahre auf 1,4 bis 4,5 Prozent nach unten.

15.48 Uhr: Corona-Hotspot Schlachthof: Frage nach der Verantwortung

Liegt es an den kühlen Räumen im Schlachthof? Oder sind es vielmehr die Arbeitsbedingungen und die Unterkünfte der Mitarbeiter? Nach dem Corona-Ausbruch beim Branchen-Riesen Tönnies im Kreis Gütersloh stellen sich viele Fragen - immer lauter auch die nach der Verantwortung der Fleisch-Konzerne im Land.

14.55 Uhr: Bilder, die von Corona bleiben

Einige Fotos sind schon eingetroffen – doch es gibt bestimmt noch viel mehr. Alle Leser sind daher noch einmal aufgefordert, sich an der Aktion „Corona-Fotos“ vom HERFORDER KREISBLATT zu beteiligen. Was wird von Corona bleiben? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur Zukunftsforscher. Während die einen glauben, dass die Krise das Denken der Menschen nachhaltig verändern wird, erwarten die anderen eine Rückkehr zur alten Normalität – wann immer das sein wird.

14.08 Uhr: Tönnies-Corona-Fälle schlagen sich in Paderborn nieder

Im Kreis Paderborn haben sich vier weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Drei der Infizierten arbeiten bei der Firma Tönnies im Kreis Gütersloh. Die Infizierten sind isoliert, die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und unter Quarantäne gestellt.

13.38 Uhr: Keine Patientenbesuche im Klinikum Bielefeld

Das Klinikum Bielefeld weist darauf hin, dass Patientenbesuche ab sofort nicht mehr möglich sind. Betroffen sind die drei Standorte Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und Klinikum Halle/Westfalen. Mehr dazu lesen Sie hier.  

13.07 Uhr: Mitgesellschafter fordert Rücktritt von Clemens Tönnies

Die massenhaften Corona-Fälle in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück fachen auch den seit Jahren erbittert geführten Streit zwischen den Gesellschaftern weiter an. 50-Prozent-Mitinhaber Robert Tönnies (42) äußert sich „schockiert über die hohe Zahl“ der positiven Befunde und wirft der Firmenspitze um seinen Onkel Clemens Tönnies (64) schwere Versäumnisse vor. In einem Brief fordert er die Geschäftsleitung des Konzerns und mehrere Beiratsmitglieder zum Rücktritt auf. 

12.15 Uhr: Expertin: Ausbruch schwelt sehr wahrscheinlich schon länger

Einer Expertin für Infektionskrankheiten zufolge ist es „extrem unwahrscheinlich“, dass die Hunderte von Corona-Fällen bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück auf Familienbesuche am Wochenende zuvor zurückgehen . „Die Inkubationszeit beträgt im Mittel fünf Tage, sodass ein Wochenendbesuch kaum so eine große Anzahl an Personen erklären kann“, sagte Isabella Eckerle, Leiterin der Forschungsgruppe Emerging Viruses in der Abteilung für Infektionskrankheiten der Universität Genf.

11.22 Uhr: Merkel will Europa gestärkt aus der Corona-Krise führen

Nur noch wenige Tage sind es, dann übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft.  Bundeskanzlerin Angela Merkel will diese nutzen, um Europa gestärkt aus der Corona-Krise zu führen. 

«Wir müssen einerseits die Folgen der Krise bewältigen, aber zugleich auch Europa widerstandsfähiger und zukunftsfähiger machen», sagte sie in einer Regierungserklärung am Donnerstag im Bundestag. Die Ratspräsidentschaft geht am 1. Juli für ein halbes Jahr auf Deutschland über. «Wir übernehmen diese Verantwortung in einer Zeit, in der die Europäische Union der größten Herausforderung ihrer Geschichte gegenübersteht», sagte Merkel.

9.46 Uhr: NRW-Minister Laumann fordert Generalunternehmerhaftung 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat nach dem jüngsten Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie rasche Änderungen im deutschen Arbeitsrecht gefordert. 

„Wir müssen auch eine Generalunternehmerhaftung haben für die Lebensverhältnisse dieser Menschen, wenn sie zum Beispiel in Sammelunterkünften leben“, sagte Laumann am Donnerstagmorgen bei WDR2 mit Blick auf ausländische Arbeitnehmer, die bei Subfirmen beschäftigt sind. Die Schlachtindustrie habe sich eine Systematik über die Werkverträge angewöhnt, wo man einfach sagen müsse, „dass sich die Besitzer von Schlachthöfen nicht mehr verantwortlich fühlen für große Teile der Belegschaft“, verdeutlichte Laumann.

Der CDU-Politiker kritisierte, dass nach den zurückliegenden Corona-Ausbrüchen in Coesfeld und anderen Betrieben der Fleischindustrie zwar in Berlin Änderungen im Arbeitsrecht in den Fokus genommen worden seien, aber bislang Ergebnisse wohl nicht vor der parlamentarischen Sommerpause zu erwarten seien.

9 Uhr: Kultusminister beraten über Schule nach den Sommerferien

Die für Bildung zuständigen Kultusminister der Länder beraten an diesem Donnerstag in einer Videokonferenz über die Rückkehr zum vollständigen Schulbetrieb nach den Sommerferien.

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch vereinbart, dass «bei gleichbleibend positivem Infektionsgeschehen spätestens nach den Sommerferien» eine Rückkehr in den schulischen Regelbetrieb erfolgen solle - «auf der Grundlage von Schutz- und Hygienekonzepten».

8.17 Uhr: Höhere Zinsen für Ratenkredite - Regional große Unterschiede

Kreditinstitute befürchten in der Corona-Krise mehr Ausfälle von Darlehen. Manche Institute verschärfen ihre Richtlinien zur Kreditvergabe. Das bekommen auch Verbraucher zu spüren.  Insbesondere regionale Kreditinstitute drehen an der Zinsschraube.

Bei steigender Arbeitslosigkeit erhöhe sich das Risiko, dass Kreditnehmer ihr Darlehen nicht zurückzahlen könnten, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich. «Vor allem viele regionale Institute haben darauf mit höheren Zinsen reagiert.» Bei den bundesweit verfügbaren Angeboten setze der schärfere Wettbewerb den Kreditinstituten dagegen enge Grenzen für Erhöhungen.

6.50 Uhr: Deutschlandweit 580 Neuinfektionen

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 580 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 187.764 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. 8856 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 174.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

6.20 Uhr: Schausteller wollen gegen Veranstaltungsverbot vorgehen

Das Schaustellergewerbe will sich gegen die geplante Verlängerung eines Verbots für Großveranstaltungen bis Ende Oktober wehren. Ein solches Verbot sei ein „Todesstoß“ für die Branche, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei eine Klage im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung in der Vorbereitung. Ritter betonte, dass auch Klagen in anderen Regionen denkbar seien.Die Bundesländer wollen das bis Ende August geltende Verbot für Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verlängern. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich seien. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin.

Mittwoch, 17. Juni

18.53 Uhr:  Bund und Länder raufen sich zusammen: Mindestabstand und Maskenpflicht gelten weiter

Nach langem Streit im Umgang mit der Corona-Krise haben sich Bund und Länder zusammengerauft und in wichtigen Bereichen ein einheitliches Vorgehen vereinbart. Der Beschluss vom Mittwoch sieht etwa die Rückkehr zum Regelbetrieb der Schulen, die Beibehaltung der Abstandsregeln sowie das weitere Verbot für Großveranstaltungen vor. Dies teilten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vertreter der Länder in Berlin nach dem Ende der Ministerpräsidentenkonferenz mit. Wegen der Lockerungen von Corona-Maßnahmen hatte es zwischen Bund und Ländern sowie unter den Ländern zuletzt oft Streit gegeben.
Zur Eindämmung des Virus setzt der Beschluss insbesondere auf die bundesweite Fortsetzung des Mindestabstands von 1,5 Metern, verstärkte Hygiene-Maßnahmen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen Bereichen.
«Das ist der Kern», sagte Merkel. Derzeit seien Ausbrüche gerade dort festzustellen, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten würden. «So lange es kein Medikament gibt, so lange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir mit der Pandemie leben.» Einen Tag nach Beginn der Corona-Warn-App zog sie zudem eine positive erste Bilanz: Es sei «ein ganz guter Start, der natürlich noch verstetigt werden muss». Die App sei «ein Meilenstein in der Corona-Bekämpfung». Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde sie über sieben Millionen Mal heruntergeladen.

18.07 Uhr: Zahl der Corona-Fälle bei Tönnies stiegt auf mehr als 650

Wie der Kreis Gütersloh gerade mitteilte, liegen für die vom Kreis veranlassten Tests auf dem Gelände der Firma Tönnies nun neue Zwischenstände vor: Von 983 Befunden seien 657 positiv und 326 negativ.

18.06 Uhr: Schulen sollen nach Sommerferien wieder komplett öffnen können

Bund und Länder haben sich auf eine Reihe neuer Corona-Regeln verständigt, die unter anderem die Rückkehr zum normalen Schulbetrieb erlauben sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch in Berlin am Rande eines Treffens der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren. Dies gelte, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle.
Zudem wollen die Bundesländer Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verbieten. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei.
Wie der volle Schulbetrieb nach den Sommerferien praktisch organisiert werden soll, darüber werden an diesem Donnerstag die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz beraten. Zugeschaltet sind dafür auch Experten. «Alle sind sich einig, wir brauchen wieder einen regulären Schulbetrieb», hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor dem Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt.
Die Kultusminister und andere Ländervertreter hatten bereits mehrfach die Absicht geäußert, dass es an den Schulen nach den Sommerferien wieder mit dem Regelbetrieb losgehen soll. Auch die Abstandsregel soll dann in den Einrichtungen fallen, hatte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) gesagt. In Grundschulen wird in verschiedenen Bundesländern bereits wieder im Klassenverband und ohne Abstandsregel unterrichtet.

18.04 Uhr: Über sieben Millionen Downloads der Corona-Warn-App

Die Entwickler der Corona-Warn-App hatten von Anfang an damit gerechnet, dass die Anwendung von mehreren Millionen Menschen genutzt wird. Dass schon nach einem Tag die Schwelle von sieben Millionen Downloads gerissen wird, überrascht aber auch die Macher .

17.20 Uhr: Zwei neue Fälle in Herforder Flüchtlingsunterkunft

Zwei weitere Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Herford sind positiv auf Corona getestet worden. Das Gesundheitsamt des Kreises hat nun eine Testung aller Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung angeordnet .

17 Uhr: Entschuldigung im Namen der Familie Tönnies

Der Corona-Ausbruch mit mehr als 400 Neuinfizierten in einem Schlachtbetrieb trifft mit Tönnies einen Branchenriesen. Deutschlands Marktführer bei der Schlachtung von Schweinen muss seinen Hauptproduktionsbetrieb in Rheda-Wiedenbrück herunterfahren. Der zuständige Landrat Sven-Georg Adenauer geht davon aus, dass der Produktionsstopp zwischen 10 bis 14 Tagen dauert wird. «Wenn die Infektionszahlen runter gehen, kann es auch schneller gehen», sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Gütersloh .

Für den gesamten Kreis will Adenauer einen allgemeinen Lockdown verhindern, obwohl die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen deutlich überschritten sei. «Wir wissen, dass es mit Tönnies ein lokales Ereignis ist», sagte Adenauer. Er appellierte aber an die Bevölkerung, sich in der Öffentlichkeit mit Kontakten zurückzuhalten.

Tönnies-Sprecher André Vielstädte wandte sich im Name der Eigentümer an die Öffentlichkeit: «Wir möchten uns bei der Bevölkerung des Kreises im Namen der Familie Tönnies entschuldigen. Wir werden alles dafür tun, das Virus aus dem Betrieb zu bekommen, um wieder arbeitsfähig zu werden.»

Auch für die Region wird das sich rasant entwickelnde Infektionsgeschehen in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück Auswirkungen haben: Der Kreis Gütersloh kündigte an, alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien wieder zu schließen. Durch diesen Schritt solle eine Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung vermieden werden, sagte eine Sprecherin des Kreises. Landrat Adenauer sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. «Das kann doch echt nicht war sein», sei seine erste Reaktion gewesen, als er von den neuen positiven Tests bei Tönnies erfahren hatte.

16 Uhr: Heftige Reaktionen aus Schulen, Kitas und Politik

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies und die Folgen sorgten für viel Kritik - zum Beispiel von Eltern, Lehrern und Politik. Hier ein erster Überblick .

15.20 Uhr: Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück gestoppt

Wegen des Corona-Ausbruchs ist der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Die Schlachtungen seien bereits am Mittwochmittag eingestellt worden, nun würden weitere Bereiche nach und nach heruntergefahren, teilte das Unternehmen mit . Wie lange der Produktionsbereich geschlossen bleibe, müssten die Behörden nach Lage entscheiden. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag hieß es, möglicherweise sei der Verzicht auf das Testen von Reiserückkehrern unter den Arbeitern ein Fehler gewesen.

14.40 Uhr: weiterer Todesfall im Kreis Paderborn

Wie das Kreisgesundheitsamt in Paderborn mitteilte, ist eine 90-jährige Frau mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Verstorbenen im Kreis auf 34 .

13.50 Uhr: Hunderte positive Corona-Tests bei Tönnies

Beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind run mehrere hundert Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) will einen generellen Lockdown im Kreis Gütersloh verhindern. Ab Donnerstag sollen alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden, „damit wir kein unnötiges Risiko eingehen“, erklärte Adenauer. Mehr hier .

11.15 Uhr: Großveranstaltungen bleiben möglicherweise bis Ende Oktober verboten

Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie möglicherweise bis mindestens Ende Oktober verboten. Das geht aus einer mit anderen Ländern abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst berichteten RTL und ntv sowie der „Spiegel“ über die mögliche Fortsetzung des Verbots. 

10.50 Uhr: Schulministerin: Kein Verständnis für Verzicht auf Abschlussfeiern

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat noch einmal betont, dass trotz Corona-Krise Abschlussfeiern mit Zeugnisübergaben an Grund- und weiterführenden Schulen rechtlich abgesichert seien. Es erschließe sich ihr nicht, warum einige Schulleitungen etwa in Köln Abschlussfeiern abgesagt hätten, sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Die Schulleitungen müssten „keine Sorgen haben“, dass ihnen von Seiten des Ministeriums Einschränkungen gemacht würden. Sie räumte aber ein, dass es aufgrund der Corona-Schutzverordnungen „mitunter schwierige Situationen“ bei der Organisation geben könne. Abschlussfeiern seien in den Schulen oder auch außerhalb möglich. Auch Eltern dürften an den feierlichen Zeugnisausgaben teilnehmen.

6.25 Uhr: Corona-Übertragung: Wie gefährlich sind öffentliche Toiletten?

Öffentliche Toiletten könnten zu den Risikoorten für eine Corona-Ansteckung zählen. Das legt zumindest eine Studie chinesischer Wissenschaftler nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt „Physics of Fluids“ veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten, wie sich kleine Schwebeteilchen beim Spülen einer Toilette in der Luft verteilen. Es sei möglich, dass Virus-belastete Aerosol-Wolken von anderen Menschen eingeatmet werden, schließen sie. Studien zuvor hatten bereits gezeigt, dass der Stuhl von Infizierten Coronavirus-Material enthalten kann - lebende Viren wurden allerdings nur sehr selten gefunden. 

Die Physiker der Universität von Yangzhou nutzten detaillierte Computermodelle, um die Wasser- und Luftströmungen nachzuzeichnen, die beim Spülen mit verschiedenen Toilettentypen entstehen. Demnach werden in der Toilette Wirbel erzeugt, die sich in Form von Aerosol-Wolken über der Schüssel fortsetzen - bis auf eine Höhe von knapp einem Meter, wo sie eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen absetzen könnten. Die Lösung sei einfach: Klodeckel vor dem Spülen schließen. 

Forscher des US-amerikanischen Swedish Medical Centers indes haben in einer Metaanalyse 29 Studien zu gastrointestinalen Folgen einer Covid-19-Erkrankung mit 4805 Patienten ausgewertet. Wie sie im Fachblatt „JAMA Network Open“ berichten, gehörten bei mehr als zehn Prozent aller Infizierten Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen zu den Symptomen. 

6.18 Uhr: Merkel und Ministerpräsidenten beraten über Corona-Folgen

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch (15 Uhr) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Umsetzung des von der großen Koalition beschlossenen Konjunkturprogramms und über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr treffen sich die Länderchefs und Merkel persönlich im Kanzleramt. Seit Mitte März hatte es nur Video- und Telefonkonferenzen gegeben.

6.10 Uhr: Studie im Kampf gegen Covid-19 ein «Durchbruch»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch begrüßt.

Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus einer Mitteilung zufolge. Mehr hier .

5.55 Uhr: Corona-Ausbruch bei Tönnies bereitet Sorge

Ein Corona-Ausbruch in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lässt die Infektionszahlen im Kreis Gütersloh hochschnellen. Der Kreis weist laut Robert-Koch-Institut bundesweit die  zweithöchste Ansteckungsrate auf  – mit 31 Fällen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Selbst im Falle eines weiteren Anstiegs über den festgelegten Grenzwert von 50 für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung will Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) aber einen Lockdown verhindern.

Dienstag, 16. Juni

21.09 Uhr: Bielefelder Nachtansichten endgültig abgesagt

Trotz der fortgesetzten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen hat die Entwicklung rund um das Virus weiterhin einen massiven Einfluss auf Großevents in Bielefeld. Bielefeld Marketing musste jetzt als Veranstalter wieder zwei Entscheidungen treffen. Die traurige Nachricht: Die Bielefelder Nachtansichten, die wegen Corona bereits von Ende April auf den 15. August 2020 verlegt worden waren, können auch zum Ausweichtermin nicht stattfinden und werden für 2020 abgesagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

19.56 Uhr: Prinz Charles besucht Krankenhaus

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich am Dienstag erstmals seit seiner Covid-19-Erkrankung wieder in der Öffentlichkeit gezeigt . Gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Camilla besuchte er ein Krankenhaus in Cheltenham. Die beiden bedankten sich dort bei Mitarbeitern für deren Einsatz in der Coronavirus-Pandemie - allerdings mit gebührendem Abstand von zwei Metern. Der 71 Jahre alte Thronfolger war selbst zeitweise an Covid-19 erkrankt, hatte aber nur milde Symptome. Er hatte sich deshalb im März eine Woche lang auf seinem Landsitz in Schottland in Selbstisolation begeben.

19.05 Uhr: OWL-Zahlen im Überblick:

(In Klammern Veränderungen  zum Vortag, Quelle: Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium NRW)

Kreis Höxter:

Aktuell Infizierte: 13 (-1)

Fälle insgesamt: 365

Todesfälle: 17

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,4 (+1,4)

Kreis Paderborn:

Aktuell Infizierte: 32 (-2)

Fälle insgesamt: 670

Todesfälle: 33

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,7 (-1,9)

Kreis Lippe:

Aktuell Infizierte: 4 

Fälle insgesamt: 748

Todesfälle: 29

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,4 

Kreis Gütersloh:

Aktuell Infizierte: 134 (+21)

Fälle insgesamt: 822 (+23)

Todesfälle: 20

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 31,0 (+5,7)

Stadt Bielefeld:

Aktuell Infizierte: 10 

Fälle insgesamt: 414

Todesfälle: 5

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,3 (-0,6)

Kreis Herford:

Aktuell Infizierte: 9 (+2)

Fälle insgesamt: 340 (+2)

Todesfälle: 7

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 1,6 (-0,4)

Kreis Minden-Lübbecke:

Aktuell Infizierte: 16 (-1)

Fälle insgesamt: 489

Todesfälle: 12

Neue Fälle in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner: 0,0

OWL gesamt:

Aktuell Infizierte: 218 (+19)

Fälle insgesamt: 3848 (+25)

Todesfälle: 123

NRW:

Aktuell Infizierte: 1586 (-50)

Fälle insgesamt: 39.412 (+107)

Todesfälle: 1648 (+2)

18.07 Uhr: Unionschef Ralph Brinkhaus rät zur Vorsicht

Am Mittwoch kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen, um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Mit Blick auf die unterschiedlichen Regeln warnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor Unübersichtlichkeit. Es dürfe kein "extreme Flickenteppich" entstehen, sagte er. Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel treffen sich am Mittwoch das erste Mal nach langer Zeit wieder persönlich in Berlin.

Unionschef Ralph Brinkhaus aus Gütersloh äußerte sich zurückhaltend zu raschen weitergehenden Lockerungen. Es gebe auch Länder, in denen es ein Wiederaufflackern der Pandemie gebe, sagte er unter anderem mit Blick auf China. "Deswegen sollte man das tun, was medizinisch vertretbar ist, sollte aber auch vorsichtig dabei bleiben."

17.58: Entzündungshemmer hilft bei schwerem Covid-19-Verlauf

Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin , die noch nicht veröffentlicht sind und bisher nicht von anderen Experten begutachtet wurden. Bei Patienten, die künstlich beatmet wurden und das Medikament bekamen, sank die Sterberate um ein Drittel, wie die federführenden Wissenschaftler von der Universität Oxford in einer Pressemitteilung berichten.

16.53 Uhr: Tönnies kündigt Maßnahmen an

Bei einem Gespräch mit Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh, hat Unternehmenschef Clemens Tönnies Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zugesichert . Er kündigte an, dass die Mindestabstände in der besonders stark betroffenen Zerlegung erhöht werden. Auch die Belüftung soll deutlich verbessert werden.

15.38 Uhr: Kreis Gütersloh trauriger Spitzenreiter - 369 Haushalte in Berlin unter Quarantäne

Im Berliner Bezirk Neukölln stehen 369 Haushalte unter Quarantäne. Pro Haushalt werden bis zu zehn Bewohner vermutet. Mindestens 57 Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert, darunter auch Kinder. Weitere Landkreise mit vielen Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) auch Aichach-Friedberg, Greiz, Verden und Gütersloh. Im Kreis Gütersloh war am Montag über das Wochenende ein Zuwachs von 48 Infektionen gemeldet worden , allein 46 in Zusammenhang mit dem Fleischunternehmen Tönnies. 149 von 412 Landkreisen haben in den vergangenen Tagen keine Neuinfektionen registriert.

15.03 Uhr: Verkehrserziehung per  Internet

Durch die Corona-Situation musste die Radfahrausbildung in den vierten Klassen an zahlreichen Grundschulen im Kreis Höxter ausfallen oder wurde auf ein Minimum reduziert. Daher macht die Verkehrswacht Kreis Höxter gemeinsam mit der Polizei im Kreis Höxter auf die Möglichkeit aufmerksam, diese Radfahrerausbildung zumindest teilweise im Internet nachzuholen – ohne zusätzliche Kosten.

14.08 Uhr: Bremen: Teil-Verbot für Alkoholabgabe wegen Corona-Sorglosigkeit

Die Stadt Bremen reagiert mit einem räumlich und zeitlich begrenzten Verbot eines Außerhausverkaufs von Alkohol auf zunehmende Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln. Das Verbot soll vom nächsten Wochenende an jeweils freitags und samstags sowie an Vorabenden von Feiertagen von 22.00 Uhr an gelten. Betroffen sind sogenannte Hotspots am Weserufer (Schlachte), im Kneipenviertel («Viertel») und im Bereich des Hauptbahnhofes, wie Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Dienstag mitteilte. In Restaurants darf weiter Alkohol ausgeschenkt werden.

14.01 Uhr: Niedersachsen will Zuschauer beim Sport im Freien erlauben

Sportvereine in Niedersachsen könnten vom 22. Juni an wieder Zuschauer empfangen. Ein Entwurf der Landesregierung für die neue Corona-Verordnung sieht nach dpa-Informationen vor, dass Zuschauer beim Sport im Freien wieder zugelassen werden, sofern sie einen Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus einem anderen Haushalt einhalten. Kommen mehr als 50 Zuschauer, müssen die Besucher Sitzplätze einnehmen. Die Veranstalter müssen außerdem die Kontaktdaten der Zuschauer erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachvollziehen zu können. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen sollen bis Ende August verboten bleiben.

Die Änderungen für Zuschauer gelten für den Amateursport. Für die Fußball-Bundesliga und andere Profiligen gelten weiterhin die dafür erstellten Hygienekonzepte, die beispielsweise bei Bundesligaspielen kein Stadionpublikum erlauben. Die neue Corona-Verordnung soll in den kommenden Tagen final abgestimmt und am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

13.57 Uhr: Drei mit Corona infizierte Katzen in Hannover unter Beobachtung

Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat drei mit dem Coronavirus infizierte Katzen aufgenommen. Die Tiere seien unter Sicherheitsvorkehrungen im Forschungszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und Zoonosen untergebracht, sagte eine Hochschulsprecherin am Dienstag. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet. Ein Amtstierarzt aus einem anderen Bundesland hatte die aus einem Haushalt stammenden Katzen abgegeben. Sie zeigten bisher keine Symptome. Der Sprecherin zufolge werden in der Quarantäne regelmäßig Blut- und Speichelproben genommen, zudem werden die Tiere auf Antikörper getestet.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen positive Corona-Tests bei Tieren bald bei den Behörden meldepflichtig werden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Menschen sich bei ihren Haustieren mit dem Virus ansteckten, hieß es in Berlin. Sinnvoll könne es etwa sein, Katzen testen zu lassen, die in einem Haushalt mit Corona-Infizierten lebten. Es habe sich gezeigt, dass Katzen oder auch Frettchen sich mit dem Erreger infizieren, bei Hunden sei das Risiko geringer.

13.30 Uhr: Sachsen plant weitere Lockerungen

Sachsen plant in der Corona-Krise weitere Lockerungen. Diese sollen mit der neuen Corona-Schutzverordnung von Ende Juni bis zum 17. Juli gelten, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts ankündigte. Demnach sollen größere Familienfeiern mit bis zu 100 Gästen unter Hygieneauflagen wieder möglich sein. Nachgedacht werde auch über eine mögliche Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen. «Wir haben das diskutiert, sind aber vorsichtig», sagte Köpping. Die Entscheidung hänge auch von einer Einigung im Bund ab. Der Mindestabstand sowie der Mund-Nasen-Schutz in Bussen und Bahnen sollen aber bestehen bleiben.

12.01 Uhr: Europäische Corona-Apps sollen Daten untereinander austauschen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App am Dienstag startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet.

11.40 Uhr: Ukraine: Selenskyjs Ehefrau wegen Coronavirus im Krankenhaus

Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist wegen einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus gebracht worden. Der Zustand von Olena sei stabil, teilte das Präsidentenbüro am Dienstag in Kiew mit. Die 42-Jährige habe eine mittlere beidseitige Lungenentzündung und müsse nicht beatmet werden. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern seien weiter negativ.

Das Staatsoberhaupt führt nach eigenen Angaben seit vergangenem Freitag die Amtsgeschäfte in einem «besonderen Arbeitsregime». Es sei keine komplette Selbstisolation, weil Selenskyj seine Vollmachten laut Verfassung nicht delegieren könne, hatte sein Büro mitgeteilt. Der 42-Jährige wolle aber Kontakte auf das Nötigste reduzieren.

In dem osteuropäischen Land sind bisher etwa 32 400 Infektionen nachgewiesen worden. Knapp 910 Menschen starben.

9.38 Uhr: Mehr Corona-Neuinfektionen in der Türkei - Maskenpflicht ausgeweitet

Rund zwei Wochen nach Lockerung der Corona-Restriktionen in der Türkei ist die Zahl täglich erfasster Neuinfektionen wieder angestiegen. In insgesamt 42 Provinzen habe man deswegen eine generelle Maskenpflicht eingeführt, schrieb Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstagmorgen auf Twitter. Die Millionenmetropolen Istanbul, Ankara und Izmir sind nicht darunter. Allerdings gilt schon seit April landesweit eine Maskenpflicht an belebten Orten wie Supermärkten.

Am Montagabend hatte Koca auf Twitter geschrieben, in 24 Stunden seien 1592 neue Coronavirus-Infektionen und 18 Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am 1. und 2. Juni noch bei rund 800 gelegen. Im April lag die Rate zwischenzeitlich bei mehr als 5000 Neuinfektionen täglich.

9.38 Uhr: Corona-Ausbruch in Berlin-Neukölln: Weitere Tests und Aufklärung

Nachdem es in einem Wohnblock in Berlin-Neukölln einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, setzt der zuständige Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) auf Aufklärung. Bisher seien 54 Bewohner positiv getestet worden und es werde weitere Tests geben, sagte Liecke am Dienstag im Interview mit dem Inforadio des RBB. Der Wohnblock mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern war am Samstag unter Quarantäne gestellt worden.

Die Sicherstellung der Quarantäne ist Liecke zufolge eine der größten Herausforderungen. Zunächst werde man vor Ort beraten, informieren und aufklären. Wenn es Quarantäne-Brecher gebe, will man sie gezielt ansprechen - auch mit Nachdruck und Hilfe der Polizei.

Wie sich die Menschen in dem Wohnblock ansteckten, ist laut Liecke noch unklar. Es lägen Vermutungen nahe, dass es auch Querverbindungen in andere Berliner Bezirke wie Reinickendorf und Spandau gebe.

9.03 Uhr: Nicht mehr coronafrei: Zwei neue Fälle in Neuseeland

Erstmals seit mehr als drei Wochen ohne aktive Corona-Fälle gibt es in Neuseeland nun wieder zwei Infizierte. Bei den beiden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 Getesteten handele es sich um miteinander verwandte Frauen, die Anfang Juni aus Großbritannien eingereist seien, sagte Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield am Dienstag. Unklar war zunächst, ob die Frauen Britinnen oder neuseeländische Staatsbürgerinnen sind.
Sie seien nach der Einreise zunächst in die obligatorische zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hätten aber nach sechs Tagen wegen eines Todesfalles in der Familie per Auto von Auckland in das mehr als 600 Kilometer weit entfernte Wellington reisen dürfen. Dort seien sie mit nur einem weiteren Familienmitglied in Kontakt gewesen.

8.33 Uhr: SPD-Chefin Esken: Corona-Warn-App auch in Schulen mit Handyverboten

Die Nutzung der neu eingeführten Corona-Warn-App sollte nach Meinung der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken auch in Schulen mit strengen Handyverboten möglich sein. Es sei «durchaus geboten, dass auch Schülerinnen und Schüler die App nutzen», sagte
Esken dem «Handelsblatt». «Ich bin hier klar für eine Lockerung. Aber nicht nur wegen der Corona-Warn-App.» Der verantwortliche Umgang mit dem Smartphone müsse auch in der Unterrichtssituation gelernt werden, sagte die Sozialdemokratin.

8.05 Uhr: Freiberufler-Verband sieht 400 000 Jobs in Gefahr

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) rechnet mit einem deutlichen Stellenabbau in diesem und im kommenden Jahr. Trotz des milliardenschweren Rettungspakets der Bundesregierung sei die Lage im Zuge der Corona-Krise für viele Freiberufler ausgesprochen schwer, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer dem «Handelsblatt». «Nachdem bereits erste Stellen abgebaut werden mussten, sind mindestens 400 000 weitere Stellen in Gefahr.» Vor allem junge Unternehmen bräuchten Hilfe, damit die Gründerkultur in Deutschland nicht nachhaltig geschädigt werde.

7.40 Uhr: Nach Ausbruch auf Großmarkt: China meldet weitere Infektionen

Infolge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Pekinger Großmarkt ist die Zahl der Infizierten in der chinesischen Hauptstadt weiter gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden in der Stadt 27 neue Infektionen nachgewiesen. Vier Infizierte meldete Pekings Nachbarprovinz Hebei, eine weitere lokale Erkrankung gab es offiziellen Angaben zufolge in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Zudem wurden landesweit acht «importierte Fälle» gemeldet, die bei Reisenden aus dem Ausland erkannt wurden.

Nachdem China über viele Wochen kaum noch neue Erkrankungen gemeldet hatte, kam es vergangene Woche auf dem Großmarkt Xinfadi in der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Allein seit Sonntag meldete Peking knapp 100 Infektionen.

6.53 Uhr: Corona-Aufschub für die Oscars - Roter Teppich erst im April 2021

2020 legte die Corona-Pandemie den Filmbetrieb in Hollywood lahm, nun trifft es auch noch die Oscars: Acht Wochen länger als geplant müssen sich Stars und Kinofans im Jahr 2021 gedulden. Statt am 28. Februar soll die 93. Trophäen-Show nun erst am 25. April stattfinden. Dies gab die Film-Akademie am Montag (Ortszeit) in Beverly Hills bekannt, nachdem in der Branche bereits wochenlang über einen möglichen Aufschub spekuliert worden war.

6.23 Uhr: Mittlerweile mehr als acht Millionen bestätigte Corona-Fälle weltweit

Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns-Hopkins Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts am Dienstagmorgen hervorging. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten - mehr als 116.000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888.270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536.480 bestätigten Fällen.

6.00 Uhr: Messebetrieb in Corona-Zeiten: Neues Konzept in Hannover

Ab September will die Deutsche Messe AG in Hannover mit neuen Corona-Sicherheitsstandards wieder Veranstaltungen möglich machen und so Risiken für Besucher und Aussteller minimieren. Kern des Konzepts sind spezielle Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Erfassung von Kontakten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Die Messegesellschaft musste unter anderem die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe aufgrund der Ansteckungsgefahren in diesem Jahr absagen. Man sei zuversichtlich, dass mithilfe der neuen Regelungen im Herbst etwa wieder die Fachmessen Euroblech (27. bis 30. Oktober) und Eurotier (17. bis 20. November) auf dem Gelände in der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfinden können, sagte Vorstandschef Jochen Köckler der Deutschen Presse-Agentur.

5.40 Uhr: Neue Corona-Warn-App steht zum freiwilligen Herunterladen bereit

Nach wochenlangen Vorbereitungen geht die offizielle deutsche Warn-App für den Kampf gegen das Coronavirus an den Start. Die Bundesregierung stellt die neue Anwendung am Dienstag (10.30 Uhr) in Berlin vor. In den App-Stores von Google und Apple stand die Anwendung bereits in der Nacht zur Verfügung. Das Herunterladen soll für alle Bürger freiwillig sein, um mit Hilfe von Smartphones das Nachverfolgen von Infektionen zu erleichtern. Die Regierung wirbt für eine breite Nutzung und verspricht hohen Datenschutz. Forderungen nach einem Gesetz lehnte sie ab. Die Ärzte unterstützen die neue App.

5.35 Uhr: Infektion an Grundschule im Kreis Herford

In Spenge-Lenzinghausen im Kreis Herford hat sich ein Grundschulkind infiziert. Es gab weitere Test, die aber keine Hinweise auf weitere Infektionen erbracht hätten, heißt es von den Behörden.

5.03 Uhr: Forscher sagen 200.000 Corona-Tote in den USA bis Oktober voraus

In der Corona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200.000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100.000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten.

Damals waren die IHME-Wissenschaftler von 132.000 Toten in den USA bis Anfang August ausgegangen. Inzwischen rechnen sie bis zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 147.000 Toten. Die Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichneten am Montagabend (Ortszeit) mehr als 116.000 Tote in den USA - bei mehr als 2,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen. Die USA liegen mit beiden Werten weltweit an der Spitze.

4.35 Uhr: 378 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 378 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.839 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 16.6., 0.00 Uhr).

8800 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag erneut über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,19 (Datenstand 15.6., 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen. 

Für die vom Kreis veranlassten Testungen auf dem Gelände der Firma Tönnies liegen neue Zwischenstände vor: 983 Befunde liegen jetzt vor, davon sind 657 positiv und 326 negativ.

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Corona-Ausbruch bei Tönnies: Behörde unter Druck
Die Bezirksregierung in Detmold. Foto: Oliver Schwabe
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