«Ich kann Ihnen versichern, dass dies kein Ausdruck von Geringschätzung war», schreibt der FDP-Politiker
Bastel-Masken: NRW-Minister Stamp bittet Kita-Personal um Entschuldigung

Düsseldorf (dpa). Nach harscher Kritik an «Bastel-Sets» für Mund-Nase-Masken hat Familienminister Joachim Stamp (FDP) das Kinderbetreuungspersonal in NRW um Entschuldigung gebeten.

Sonntag, 28.06.2020, 12:03 Uhr aktualisiert: 28.06.2020, 12:12 Uhr
Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Foto: Federico Gambarini/dpa
Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Foto: Federico Gambarini/dpa

In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, drückte Stamp sein Bedauern aus: «Ich kann Ihnen versichern, dass dies kein Ausdruck von Geringschätzung war», so Stamp: «Um eines klarzustellen: Sie sind keine Basteltanten und Bastelonkel, sondern hochqualifiziertes pädagogisches Personal bzw. Kindertagespflegeperson. Ich kann nicht oft genug betonen, dass Sie herausragende Arbeit leisten!»

Der Bausatz einer Mund- und Nasenmaske in einem Kindergarten.

Der Bausatz einer Mund- und Nasenmaske in einem Kindergarten. Foto: Nicole Wagner Greiner/ Ev. Jona Kindergarten Marsberg /dpa

Das Ministerium hatte neben normalen Masken auch etliche an Kitas verschickt, die noch zusammen gebastelt werden müssen. In der «Kommunikation» sei es dem Ministerium leider nicht gelungen, «zu vermitteln, dass die übrigen Lieferungen für etwaig fehlende Masken bei Besuchern oder Eltern gedacht waren», schrieb Stamp. Für die Erzieher seien nur die fertigen Masken gedacht gewesen.

Kinder sollen nach Husten ohne Attest wieder in Kita dürfen

Stamp kündigte in dem Schreiben vom letzten Freitag auch eine Neuregelung für Kinder an, die mit Corona-Symptomen heim geschickt wurden - und im Zweifel nur Husten hatten. In solch einem Fall mussten die Eltern bisher ein Attest heran bringen. Nun müssen sie nur noch selbst bestätigen, dass ihr Kind 48 Stunden symptomfrei ist.

«Unsere bisherige Regelung zu Attesten hat sich in der Praxis als unpraktisch erwiesen. In Coronazeiten lernen wir täglich dazu, deswegen haben wir die Regelung jetzt pragmatisch angepasst», teilte Stamp dazu mit.

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