Nach drei Monaten
Pubs in England dürfen wieder öffnen

Großbritannien ist das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Dennoch dürfen viele Einrichtungen wieder öffnen, auch die beliebten Pubs. Kritiker halten dies für verfrüht.

Samstag, 04.07.2020, 13:04 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 13:06 Uhr
Ein Barkeeper im Pub zapft ein Glas Bier mit Mundschutz und Visier vor der Wiedereröffnung.
Ein Barkeeper im Pub zapft ein Glas Bier mit Mundschutz und Visier vor der Wiedereröffnung. Foto: Yui Mok

Snettisham (dpa) - Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie haben seit Samstagfrüh die Pubs in England wieder geöffnet. Der erste, der sich ein Pint gönnte, war offenbar Prinz William.

Der 38 Jahre alte Enkel von Queen Elizabeth II. (94) besuchte bereits am Freitagabend einen Pub in der ostenglischen Grafschaft Norfolk, in der Nähe seines Landsitzes Anmer Hall.

Er habe sich bei den Mitarbeitern erkundigt, wie sie sich mit den neuen Umständen arrangiert haben, hieß es dazu in einer Twitter-Mitteilung des Kensington-Palasts. Nebenbei ließ sich der Zweite in der britischen Thronfolge aber auch ein Pint servieren, wie auf Fotos zu sehen war. Es habe sich dabei um Cider gehandelt, berichtete die britischen Nachrichtenagentur PA. «Ich bin ein Cider-Mann», sagte William demnach über seine Vorliebe für den Apfelwein.

Die Regierung hatte die Öffnung der Kneipen erst für die frühen Morgenstunden angesetzt, um zu verhindern, dass die Menschen noch in der Nacht zu den Pubs pilgern. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden.

Trotzdem wurde befürchtet, es könne zu Alkoholexzessen und Ausschreitungen kommen. Gesundheitsminister Matt Hancock warnte mit deutlichen Worten davor, über die Stränge zu schlagen: «Wer das Gesetz bricht, kann hinter Gittern landen», sagte er der «Daily Mail».

© dpa-infocom, dpa:200704-99-669556/3

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