Betreuung soll wieder in vollem Umfang laufen – Umgang mit kranken Kindern gelockert
NRW-Kitas: Regelbetrieb ab 17. August

Düsseldorf (dpa). In NRW sollen die Kitas ab Mitte August wieder im vollen Umfang alle Kinder betreuen. Das sieht eine Neuregelung vor. Bereits ab sofort soll der Umgang mit kranken Kita-Kindern gelockert werden.

Dienstag, 28.07.2020, 13:59 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 14:14 Uhr
Seit Juni wurden die Kindergartenkinder in der Regel maximal 35 Stunden wöchentlich in den Kitas betreut. Foto: dpa
Seit Juni wurden die Kindergartenkinder in der Regel maximal 35 Stunden wöchentlich in den Kitas betreut. Foto: dpa

Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 17. August zurück in den Regelbetrieb. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Dienstag aus Regierungskreisen.

Alle Kinder können dann ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Die Neuregelung steht unter dem Vorbehalt des weiteren Corona-Infektionsgeschehens.

Seit Juni verkürzte Betreuungszeiten

Zwar durften die Kitas in NRW nach monatelanger Corona-Zwangspause schon seit dem 8. Juni wieder für alle Kinder öffnen. Allerdings gelten seitdem verkürzte Betreuungszeiten.

Die Höchstbetreuungszeit von 45 Stunden konnte nur noch im Ausnahmefall angeboten werden, falls einzelne Kitas das unter den verschärften Hygienevorschriften stemmen konnten. Die Einrichtungen müssen strenge Vorgaben erfüllen, um den Infektionsschutz zu gewährleisten.

In der Regel wurden deshalb in den vergangenen Wochen höchstens bis zu 35 Wochenstunden in der Kita angeboten. Viele berufstätige Familien beklagen seit Monaten massive Betreuungsschwierigkeiten.

Umgang mit chronisch kranken Kindern

Der Umgang mit kranken Kita-Kindern soll bereits ab sofort gelockert werden: Kinder mit bereits bekannten, nicht-infektiösen chronischen Erkrankungen sollen wieder in die Betreuung aufgenommen werden. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten neuen Empfehlungen des NRW-Familienministeriums zur Corona-Pandemie hervor.

Gemeint sind demnach etwa Asthma, Allergien, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Kinder, die hingegen Fieber haben oder Symptome, die auf eine akute, ansteckende Krankheit hinweisen, sollen demnach weiterhin nicht betreut werden.

24 Stunden zu Hause bleiben

Zum Umgang mit Schnupfen empfiehlt das Ministerium: „Im Falle einer laufenden Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung des Wohlbefindens des Kindes, sollte zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden, ob weitere Symptome wie Husten, Fieber, etc. hinzukommen.“ Wenn nicht, könne das Kind wieder betreut werden.

Nach massivem und öffentlichem Druck von Eltern und Medizinern hatte Familienminister Joachim Stamp (FDP) Ende Juni bereits seine ursprüngliche Vorgabe kassiert, kranke Kinder nur mit einem ärztlichen Attest wieder in die Kita zu lassen. Seitdem reicht es, wenn die Eltern selbst schriftlich versichern, dass die Kinder seit 48 Stunden symptomfrei sind.

Keine strikte Gruppentrennung mehr

Eine strikte Trennung von Kita-Gruppen muss künftig in Nordrein-Westfalen trotz Corona-Pandemie nicht mehr eingehalten werden. Das geht ebenfalls aus den neuen Richtlinien des NRW-Familienministeriums hervor, die ab dem 17. August.

Kita-Kinder müssen demnach weiterhin keinen Abstand zueinander halten und auch keine Maske tragen. Unter Erwachsenen in Kitas gilt jedoch der Mindestabstand von 1,5 Metern. Außerdem müssen Erwachsene dort im Umgang mit anderen Erwachsenen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

 

 

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