Bemerkenswerte Ereignisse am Wahltag, Überraschungen, Sieger und Verlierer
Newsblog zur Kommunalwahl in Ostwestfalen-Lippe: Stichwahlen in Bielefeld, Lippe und Minden-Lübbecke - Stickeln gewinnt im Kreis Höxter - Rüther neuer Landrat im Kreis Paderborn

Die Stimmen der Kommunalwahl 2020 sind ausgezählt. Die Wähler in Ostwestfalen-Lippe haben entschieden. Welche Landräte und Bürgermeister gewählt wurden, in welchen Kreisen es zur Stichwahl kommt - das lesen Sie in unserem Newsblog zur Kommunalwahl 2020 in Ostwestfalen-Lippe.

Montag, 14.09.2020, 01:00 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 10:59 Uhr
Bielefeld: Eine Mitarbeiterin des Wahlteams bestückt das Stimmzettelmagazin für die einzelnen Wahlbezirke. Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen werden am 13. September 2020 die Vertretungen aller Städte, Gemeinden, Kreise sowie die Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister gewählt. Foto: Friso Gentsch/dpa
Bielefeld: Eine Mitarbeiterin des Wahlteams bestückt das Stimmzettelmagazin für die einzelnen Wahlbezirke. Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen werden am 13. September 2020 die Vertretungen aller Städte, Gemeinden, Kreise sowie die Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister gewählt. Foto: Friso Gentsch/dpa

NEWSBLOG

23.45 Uhr: CDU-Kandidatin Anna Bölling bei Landratswahl in Minden vorn

Anna Bölling (CDU) liegt im Rennen um das Landratsamt im Kreis Minden-Lübbecke vorn. Die 40-jährige Mindenerin konnte sich mit 46,3 Prozent der Stimmen die beste Ausgangsposition für die Stichwahl in zwei Wochen sichern. SPD-Kandidat Ingo Ellerkamp darf sich mit 31,5 Prozent noch Chancen ausrechnen.

23.05 Uhr: Entwarnung nach Stimmzettel-Alarm

Ungewöhnlich gefaltete Stimmzettel für die NRW-Kommunalwahlen haben in Bochum Bombenentschärfer des Landeskriminalamts (LKA) auf den Plan gerufen. Wahlhelfer hatten am Nachmittag in einem Briefwahlzentrum „zwei verdächtige Umschläge gefunden, die deutlich dicker waren, als das normale Kuvert“, so die Polizei am Sonntagabend.

Zwei benachbarte Briefwahlzentren mit 800 Helfern wurden evakuiert, das LKA zu Hilfe gerufen. „Um 19.30 Uhr wurden die beiden Briefumschläge seitens des Entschärfers geröntgt und geöffnet. Das Ergebnis: Die sehr ungewöhnlich gefalteten Stimmzettel hatten die unübliche Form der Briefumschläge verursacht“, teilte die Polizei mit. Der Wahlleiter habe die Stimmzettel als ungültig gewertet. Ein strafbarer Hintergrund bestehe wohl nicht.

23.00 Uhr: Adenauer bleibt im Amt

Jetzt ist auch im Kreis Gütersloh das letzte Ergebnis zur Landratswahl übermittelt worden. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) bleibt im Amt. Herausforderin Marion Weike (SPD) kommt auf 36,05 Prozent.

22.55 Uhr: In Minden-Lübbecke liegt Anna Bölling vorn - Stichwahl in zwei Wochen

Im Kreis Minden-Lübbecke kommt es ebenfalls zur Stichwahl ums Landratsamt. Anna Bölling (CDU) kommt auf knapp 46 Prozent der Stimmen, Ingo Ellerkamp von der SPD auf 31 Prozent.

22.37 Uhr: In Lippe kommt es zur Stichwahl

In Lippe wird die Landratswahl erst am 27. September entschieden. Amtsinhaber Axel Lehmann (SPD) und Herausforderer Jens Gnisa (CDU) werden sich dem Wählervotum erneut in der Stichwahl stellen müssen. Nach Auszählung von 339 von 346 Stimmbezirken liegt Lehmann mit 40.2 Prozent vor Gnisa mit 32,9.

"Das ist ein respektabler Vorsprung, mit dem ich zufrieden bin", sagte Lehmann in einer ersten Stellungnahme. Dass er es bei fünf Kandidaten auf Anhieb schaffen könne, habe er nicht erwartet. Mit Sorge blickte er allerdings auf die sich abzeichnende Zusammensetzung des lippischen Kreistages mit acht Fraktionen, die die Mehrheitsbeschaffung sehr schwierig machen dürfe.

Herausforderer Gnisa war ebenfalls zufrieden. "Jetzt werden die Karten noch einmal neu gemischt. Die Gruppenphase habe ich gemeistert, jetzt geht's ins Finale", gab er sich kämpferisch.

22.30 Uhr: Müller als Landrat im Kreis Herford gewählt

Jetzt steht es endgültig fest: Im Kreis Herford wird Jürgen Müller, Kandidat der SPD und der Grünen, Landrat. Müller gewinnt die Wahl mit 56,3 Prozent der Stimmen.

22.20 Uhr: Viele Bürgermeister im Kreis Gütersloh im Amt bestätigt

Deutlich fällt das Votum der Bürgermeisterwahl in Verl aus: Amtsinhaber Michael Esken kommt auf 82,43 Prozent. In Rheda-Wiedenbrück setzt sich der amtierende Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) mit 61,22 Prozent durch, in Schloß Holte-Stukenbrock Hubert Erichlandwehr (CDU) mit 64,88 Prozent und in Langenberg Susanne Mittag (UWG). Stichwahlen gibt es in Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz.

22.03 Uhr: Christoph Rüther neuer Landrat im Kreis Paderborn

Jetzt ist auch im Kreis Paderborn der letzte Landrats-Wahlbezirk ausgezählt: Christoph Rüther (CDU) gewinnt mit 53,45 Prozent - vor Norika Creuzmann (Grüne) mit 16,45 Prozent und Wolfgang Weigel (SPD) mit 15,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 52,93 Prozent.

21.40 Uhr: Bürgermeister im Kreis Herford stehen fest

In Herford ist Bürgermeister Tim Kähler (SPD) im Amt bestätigt worden, in Vlotho ist Rocco Wilken nicht mehr einzuholen - ebenso Rüdiger Meier in Kirchlengern. Auf eine Stichwahl läuft es in Bünde und Hiddenhausen hinaus .

21.29 Uhr: Oberbürgermeister-Wahl in Bielefeld wird in zwei Wochen entschieden

In Bielefeld gibt es um das Amt des Oberbürgermeisters eine Stichwahl. Amtsinhaber Pit Clausen (SPD) erhält 39,63 Prozent der Stimmen, Ralf Nettelstroth (CDU) 29,32 Prozent. Kerstin Haarmann, Kandidatin der Grünen, kann 12,45 Prozent erzielen.

21.10 Uhr: Neue Bürgermeister im Kreis Höxter

In Willebadessen ist Norbert Hofnagel (CDU) mit 60,6 Prozent  zum neuen Bürgermeister gewählt worden . InBorgentreich setzt sich Nicolas Aisch (CDU) mit 57,3 Prozent durch, in Warburg holt Tobias Scherf (CDU) im ersten Wahlgang 54,4 Prozent.

20.51 Uhr: Stickeln gewinnt im Kreis Höxter

Die erste Landratswahl in OWL ist fertig ausgezählt. Im Kreis Höxter gewinnt Michael Stickeln (CDU) mit 72,94 Prozent. SPD-Kandidat Helmut Lensdorf kommt auf 27,06 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,77 Prozent.

19.46 Uhr: Müller macht in Herford das Rennen

In Herford macht derzeit Jürgen Müller (SPD/Grüne) mit 57,2 Prozent das Rennen - vor Dorothee Schuster (CDU) mit 35,1 Prozent und Bernhard Riedl (Die Partei) mit 7,1 Prozent. Ausgezählt sind momentan 101 von 184 Wahlbezirken.

19.33 Uhr: In Bielefeld hat Clausen die Nase vorn

In Bielefeld liegen für die Oberbürgermeisterwahl Schnellmeldungen aus mehr als der Hälfte der Wahllokale vor. Amtsinhaber Pit Clausen (SPD) liegt demnach bei 39,1 Prozent vor Ralf Nettelstroth (CDU)  mit 29,8 und Kerstin Haarmann (Grüne) mit 11,5 Prozent.

19.27 Uhr: CDU kommt landesweit auf 36,2 Prozent

Die CDU bleibt in den Kommunen von Nordrhein-Westfalen deutlich stärkste Kraft. Laut der ersten Hochrechnung zu den Kommunalwahlen von kurz nach 19 Uhr kommen die Christdemokraten landesweit auf 36,2 Prozent. Das sind 1,3 Prozentpunkte weniger als bei den Kommunalwahlen 2014, wie der WDR berichtete. Es folgt die SPD mit 23,7 Prozent und einem Minus von 7,7 Prozentpunkten. Die Grünen steigern ihr Ergebnis um 7,4 auf 19,1 Prozent. Die FDP erreicht 4,3 Prozent (minus 0,4), die Linke 3,7 Prozent (minus 1,0) und die AfD 5,9 Prozent (plus 3,3).

19.10 Uhr: "Verdächtige Gegenstände" in Wahlumschlägen in Bochum

Bei den Kommunalwahlen in NRW sind in Bochum nach dem Fund von verdächtigen Gegenständen in Wahlumschlägen zeitweise gleich zwei Briefwahlzentren geräumt worden. Die Polizei stellte die Umschläge sicher. Anschließend konnten die Wahlhelfer ihre Arbeit in den Zentren fortsetzen. Die Auszählung laufe, teilte die Stadt am Sonntagabend auf Twitter mit. Die Umschläge würden nun untersucht. Verletzte gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers nicht.

19.05 Uhr: Rüther liegt im Kreis Paderborn bei 59 Prozent

Im Kreis Paderborn liegt Christoph Rüther, der Landratskandidat der CDU, nach Meldungen aus gut einem Viertel der Wahlbezirke ganz klar vorn - mit 59 Prozent vor Wolfgang Weigel (SPD) mit 16 Prozent und Norika Creuzmann (Grüne) mit 12,5 Prozent.

18.45 Uhr: Stickeln im Kreis Höxter vorn

Auch im Kreis Höxter zeichnet sich bei der Landratswahl eine deutliche Tendenz ab: Michael Stickeln (CDU, bislang Bürgermeister in Warburg) liegt mit 75,02 Prozent vor Helmut Lensdorf (SPD) mit 24,98 Prozent. Ausgezählt sind gut ein Viertel der Wahlbezirke.

18.36 Uhr: Adenauer hat im Kreis Gütersloh deutlichen Vorsprung

Im Kreis Gütersloh liegt der amtierende Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) derzeit mit 59,63 Prozent deutlich vor seinen Herausforderinnen Marion Weike (SPD, 30,76 Prozent) und Monika Vorberg (Die Partei, 9,6 Prozent). Gemeldet sind derzeit die Stimmen aus 35 von 353 Wahlbezirken.

18.08 Uhr: Wahlbeteiligung in NRW leicht gestiegen

Etwas mehr Wahlberechtigte als bei der Kommunalwahl 2014 haben heute in NRW nach einer ersten Prognose ihre Stimme abgegeben. Laut Infratest Dimap lag die Wahlbeteiligung bei 51,5 Prozent - im Vergleich zu 50 Prozent im Jahr 2014.

18.00 Uhr: Erste Prognose für NRW - CDU bleibt stärkste Kraft

Die CDU bleibt stärkste Kraft - die SPD verliert kräftig, die Grünen legen deutlich zu. Das sind die ersten Zahlen nach einer Prognose von Infratest Dimap für ganz NRW (in Prozent) im Auftrag des WDR:

CDU 36 (-1,5)

SPD 23,5 (- 7,9)

Grüne 19 (+7,3)

FDP 4,5 (-0,2)

Linke 4,0 (-0,7)

AfD 6,0 (+3,4)

Andere 7,0 (-0,4)

17.35 Uhr: In Schloß Holte-Stukenbrock hat schon knapp die Hälfte gewählt

Auch in Schloß Holte-Stukenbrock zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab . Um 16 Uhr hatten bereits 49,2 Prozent der 21.456 Wahlberechtigten in der Stadt gewählt. Claudia Meise von der Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Wahlbeteiligung von 2014, 50,9 Prozent, wohl übertroffen wird.

17.30 Uhr: Höhere Wahlbeteiligung in NRW

Bei den Kommunalwahlen hat sich in Nordrhein-Westfalen eine höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als bei der Europawahl im vergangenen Jahr. Vor den Wahllokalen bildeten sich zum Teil lange Schlangen. Um 16 Uhr hatten 44,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf mitteilte. Bei der Europawahl waren es 42,7 Prozent.

Deutlich höher lag dabei der Anteil der Briefwähler mit 19,3 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei der Europawahl 2019. Die Angaben beruhen auf einer Stichprobe aus acht Modellkommunen, in denen die Zahlen bereits bei den vergangenen Wahlen erhoben wurden.

17.25 Uhr: Wahllokal in Köln wegen Polizeieinsatz geschlossen

Ungewöhnlicher Großeinsatz der Polizei in Köln: Nachdem in einem Video-Telefonat einer Frau (25) mit ihrer Großmutter (76) ein Mann mit einer Waffe auftauchte, schickte die besorgte Seniorin die Beamten zur Wohnung der Enkelin. Dort kam am Sonntagnachmittag heraus, dass deren Freund (25) sich einen Scherz mit einer Softair-Pistole erlaubt hatte. Weil für die Zeit des Einsatzes der mutmaßliche Tatort weiträumig abgeriegelt wurde, musste auch ein Wahllokal in einer Schule im Stadtteil Höhenhaus kurzzeitig geschlossen werden.

Laut einer Sprecherin der Polizei war das allerdings nur für einige Minuten nötig. Die Großmutter wurde von der Polizei nach dem Einsatz informiert, dass bei ihrer Enkelin alles in Ordnung ist.

17.11 Uhr: Schlüsseldienst muss Wahllokal öffnen

Auch in Duisburg hat es kleinere Pannen bei der Kommunalwahl gegeben: Die Stadt musste am Sonntagmorgen den Schlüsseldienst alarmieren, weil Wahlvorstand und Wähler vor den verschlossenen Türen einer Grundschule standen. Der Hausmeister, der für Vorbereitung und Öffnung des Wahllokals zuständig war, sei nicht aufzutreiben gewesen, sagte eine Stadtsprecherin. Der Schlüsseldienst habe mehrere Türen öffnen müssen, erst danach habe das Wahllokal im Stadtteil Buchholz eingerichtet werden können. Die Stimmabgabe habe mit rund zwei Stunden Verspätung begonnen.

Auch im Duisburger Stadtteil Rheinhausen verlief die Abstimmung nicht reibungslos. Auf den Wahlbenachrichtigungen einiger Wählerinnen und Wähler hatte die Stadt das falsche Wahllokal drucken lassen. Ein Bus-Shuttleservice brachte die Wähler zum richtigen Wahllokal, wie die Stadt berichtete.

16.42 Uhr: FDP-Stadtratskandidat in Detmold vor der Wahl verstorben - Nachwahl nötig

Schon jetzt steht fest, dass in einem Detmolder Wahlbezirk neu gewählt werden muss - aufgrund eines Todesfalls. Nach Auskunft der Stadtverwaltung war in der zurückliegenden Woche ein Direktkandidat der FDP, der für den Wahlbezirk 2 Innenstadt/Nord aufgestellt war, verstorben. Ein Ersatzkandidat oder eine Ersatzkandidatin muss erst noch von der Partei benannt werden. Daher müsse im betroffenen Wahlbezirk in Bezug auf den Stadtrat neu gewählt werden, bereits per Briefwahl abgegebenen Stimmen für den Stadtrat seien ungültig. "Statt vier Stimmzetteln erhalten die Wählerinnen und Wähler im Wahlbezirk 2 heute nur drei Stimmzettel", heißt es in der Mitteilung der Stadt. "Da der verstorbene Kandidat nur in diesem Wahlbezirk aufgestellt war, sind die anderen Wahlbezirke vom Todesfall nicht betroffen."

Die Nachwahl müsse innerhalb von fünf Wochen stattfinden. Ein genauer Termin könne erst bekanntgegeben werden, wenn eine Ersatzkandidatin oder ein Ersatzkandidat durch den Wahlausschuss zugelassen wurde. Wer bereits die Briefwahl durchgeführt habe, erhalte für die Nachwahl automatisch neue Unterlagen.

„Von dem Todesfall bin ich sehr betroffen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen Kandidaten“, so Bürgermeister Rainer Heller.

15.47 Uhr: Wer noch in der Schlange steht, darf auch nach 18 Uhr noch wählen

Die Wahllokale in Bielefeld werden nicht pünktlich um 18 Uhr schließen, wenn davor noch Wähler in der Schlange stehen. "Die Wahlhelfer schauen kurz vor Schließung, ob noch Menschen vor dem Wahllokal warten. Diese dürfen dann auch nach 18 Uhr noch ihre Stimme abgeben," erklärt Stadtsprecherin Gisela Bockermann. Aufgrund der Corona-Maßnahmen war es vor zahlreichen Wahllokalen in Bielefeld zu langen Warteschlangen gekommen.

15.30 Uhr: Wahlbeteiligung in Bielefeld leicht gestiegen - Stimmzettel-Panne in einigen Wahllokalen

In Bielefeld haben - Stand 14 Uhr – inklusive Briefwähler insgesamt 36,64 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt 35,1 Prozent.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es bei dieser Wahl beim Besuch des Wahllokals die AHA-Auflagen (Abstands-Hygiene-Alltagsmasken) zu beachten. „Diese werden unisono akzeptiert, uns wurden noch keine Probleme gemeldet. Die Menschen tragen diszipliniert ihre Masken“, sagt Ruth Goebel, Leiterin des Wahlteams.

In mehreren Wahllokalen fehlten bei Öffnung um 8 Uhr die Stimmzettel. "Eine komplette Auslieferungstour hatte keine Zettel dabei, sie mussten nachgeliefert werden," erläutert Stadtsprecherin Gisela Bockermann. Bis zu einer Stunde mussten Wähler vor den betroffenen Wahllokalen warten, bis sie dann ihre Stimme abgeben konnten.

14.25 Uhr: Erste Zahlen aus dem Kreis Herford

Die Kommunalwahlen sind im vollen Gange, und die von der Herforder Kreisverwaltung veröffentlichten Zahlen zur Wahlbeteiligung , Stand 12 Uhr, zeigen ein sehr ausdifferenziertes Bild: Während in Herford noch keine 9 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuz gemacht hatten, lag Bünde schon bei fast 35 Prozent. Die genauen Zahlen, in aufsteigender Reihenfolge: Herford: 8,44 Prozent, Enger: 11,62 Prozent, Spenge: 12,92 Prozent, Kirchlengern: 12,99 Prozent, Löhne: 13,76 Prozent, Rödinghausen: 15,26 Prozent, Vlotho: 15,99 Prozent, Hiddenhausen: 17.26 Prozent, Bünde: 34,48 Prozent.

14.20 Uhr: Andrang in Wahllokalen

In Lünen stellte die Stadt wegen des großen Interesses und langer Warteschlangen am Sonntag kurzfristig weitere Wahlkabinen auf. Die Stadt hatte die Zahl der Wahlräume um etwa zwei Drittel auf 23 reduziert, denn viele Wahlräume hätten in Zeiten der Corona-Pandemie nicht genügend Platz geboten.

In Oberhausen berichtete eine 76-jährige Wählerin von einer Wartezeit von fast einer halben Stunde. In Düsseldorf seien es zehn Minuten gewesen, meldete eine 49-Jährige.

13.48 Uhr: Wählen unter Corona-Bedingungen

Wer noch nicht wählen war - so funktioniert es unter Corona-Bedingungen . Es gelten bestimmte Hygieneregeln. Wähler müssen nach der aktuellen Coronaschutzverordnung in den Gebäuden, in denen sich ein Wahllokal befindet, im Wahlraum und in Warteschlangen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Sie sollen möglichst auch ihren eigenen Kugelschreiber zur Stimmabgabe mitbringen. Ebenfalls wegen Corona stehen einige etablierte Wahllokale, etwa in Seniorenheimen oder Kindergärten, nicht zur Verfügung.

13.37 Uhr: Beteiligung gestiegen

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen in NRW ist bis mittags höher gewesen als bei den Europawahlen im vergangenen Jahr. Um 12.00 Uhr hatten 29,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben , wie ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf mitteilte. Bei der Europawahl waren es 28,6 Prozent.

Deutlich höher lag der Anteil der Briefwähler mit 19,3 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei der Europawahl. Die Angaben beruhen auf einer Stichprobe aus acht Modellkommunen, in denen die Wahlbeteiligung bereits bei den vergangenen Wahlen erhoben wurde.

11.40 Uhr: Randalierer in Höxter festgenommen

Ein Randalierer zog laut Polizei bereits am Freitagabend durch die Innenstadt von Höxter und beschädigte Wahlplakate. Gegen 20.10 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass ein Mann an der Marktstraße Wahlplakate von Laternen reißen würde. Als die Polizei in dem Bereich eintraf, konnte der Mann zunächst zu Fuß flüchten. Im Rahmen der Fahndung konnte der 20-Jähriger aus Höxter jedoch ausfindig gemacht werden.

Bei der Anzeigenaufnahme wurden zunächst sechs Wahlplakate verschiedener Parteien festgestellt, die zerstört waren. Bereits am Nachmittag war ein Wahlplakat festgestellt worden, dessen Wahlaussage durch Besprühen mit Farbe verändert worden war.

9.00 Uhr: Bis zu 30 Prozent der Wahlberechtigten wählen per Brief

Bis zu einem Drittel der Wahlberechtigten hat in zahlreichen Städten schon vorab per Brief die Stimmen abgegeben - mehr als bei allen vergangenen Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. 

In der Landeshauptstadt Düsseldorf haben knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten bis Freitag ihre Briefwahlunterlagen beantragt - rund 127 000 von 471 000. Im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl 2014 hat sich die Zahl der Briefwähler einem Stadtsprecher zufolge fast verdoppelt.

In der bevölkerungsreichsten Kommune Köln ist die Tendenz ähnlich. Bis Freitag gingen rund 251.000 Briefwahl-Anträge bei etwa 820 000 Wahlberechtigten ein - einer Stadtsprecherin zufolge kämen die ausgefüllten Wahlscheine «Wäschekörbeweise» zurück. Auch in Münster beantragten bis Donnerstag rund 30 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl: knapp 76.000 von 248 000 Wahlberechtigten.

In der Städteregion Aachen waren es am Freitag und in Bielefeld am Donnerstag bislang rund ein Viertel. «Die Briefwahl ist einfach bequemer für Wähler», sagt Ruth Goebel, Leiterin des Bielefelder Wahlteams. «Wegen der Briefwahl können auch diejenigen wählen, die am Wahltag selbst nicht da sind.» Nur rechtzeitig müssten die Wahlscheine wieder abgegeben werden.

Die hohe Nachfrage nach der Briefwahl lasse auch insgesamt auf eine höhere Wahlbeteiligung hoffen, sagte ein Sprecher des Städte- und Gemeindebunds. Dazu trage auch bei, dass die politische Stimmung im Land stärker aufgeladen sei als bei früheren Wahlen. «Corona, Klimaschutz, Extremismus – wir haben es mit deutlich mehr polarisierenden Themen zu tun», unterstrich der Sprecher. Der Wahlbeteiligung könnte aber auch ein Dämpfer verpasst werden: Es findet keine weitere Wahl parallel statt wie noch 2014, als das Europaparlament gewählt wurde. Außerdem bestehe noch die Angst vor einer Corona-Ansteckung.

Der Warnstreik der Beschäftigten der Post soll keine Auswirkungen auf die Zustellung der Wahlunterlagen haben, bekräftigten die Deutsche Post und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Nach Angaben der Gewerkschafter sei nur ein geringer Anteil der Arbeiter für den Streik auf der Straße. Die Post priorisiere die Weiterleitung der Wahlbriefe.

8.00 Uhr: Wahllokale öffnen

Rund 14 Millionen Bürger stimmen an diesem Sonntag ab 8 Uhr bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl ab , wer in den nächsten fünf Jahren die Entscheidungen in ihren Wohnorten treffen soll.

4.30 Uhr: Brennende Wahlplakate

In der Nacht zum Wahlsonntag sind die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Bad Salzuflen zu drei Einsätzen brennender Wahlplakate  gerufen worden. Betroffen waren Plakate mehrere Parteien.

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