Alle Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte in OWL sind gewählt
Die Stichwahlen in Ostwestfalen-Lippe: Newsblog mit Analysen, Ergebnissen und Ereignissen rund um die Wahl

Bielefeld (WB/dpa). Die Stimmen der Stichwahlen sind ausgezählt – die Besetzung aller Landrats-, Bürgermeister- und Oberbürgermeisterposten ist entschieden. Über die weiteren Entwicklungen und Geschichten rund um die Kommunalwahl in Ostwestfalen-Lippe informieren wir in unserem Ticker.

Montag, 28.09.2020, 01:56 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 14:52 Uhr
Viele Wähler haben am Sonntag in den Stichwahlen persönlich im Wahllokal abgestimmt. Foto: dpa
Viele Wähler haben am Sonntag in den Stichwahlen persönlich im Wahllokal abgestimmt. Foto: dpa

Was bedeuten die Entscheidungen, die die Wähler am Sonntag getroffen haben, für die einzelnen Kommunen? Wie sieht die Entwicklung in anderen Städten in NRW aus? Dazu halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

Hier geht’s zum Wahltag-Ticker mit den Ergebnissen aus ganz OWL.

Montag, 28. September

14.50 Uhr: Top-Ergebnisse für Bürgermeisterinnen

Das beste Ergebnis bei den Stichwahlen in OWL können zwei Kandidatinnen vorweisen. Ute Dülfer (parteilos) hat die Wahl in Lichtenau (Kreis Paderborn) mit 73,3 Prozent der Stimmen gewonnen, Sonja Gerlach (CDU) wird mit 69 Prozent neue Bürgermeisterin von Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke). Am knappsten fällt das Resultat in Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh) aus. Dort kommt Amtsinhaber Marco Diethelm mit 98 Stimmen mehr auf 50,7 Prozent. In Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) gewinnt Heinz-Dieter Krüger (SPD) mit 111 Stimmen Vorsprung (50,9 Prozent).

14.10 Uhr: Grüne zeigen sich nach Wahlen selbstbewusst

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen blicken nach ihren Erfolgen bei den Kommunalwahlen selbstbewusst nach vorne. „Es ist deutlich geworden: Grüne sind nicht das Anhängsel einer anderen Partei“, sagte Co-Landeschef Felix Banaszak am Montag in Düsseldorf. „Es gibt keine Rot-Grünen oder Schwarz-Grünen, sondern es gibt Grüne, die dafür antreten, grüne Politik umzusetzen.“ Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr und der NRW-Landtagswahl 2022 wollten die Grünen versuchen, „so stark wir möglich zu werden“.Das Signal aus NRW sei, dass die Grünen dabei mitspielten, „eine inhaltliche Führungsrolle in diesem Land einzunehmen“, so Banaszak. Co-Landeschefin Mona Neubaur betonte: „Wir sind in der Relevanz vor Ort bei den Menschen angekommen.“ Die Erfolge seien „verteilt über das ganze Land“ eingefahren worden.Bei den Stichwahlen am Sonntag hatten die Grünen erstmals die Spitzenposten in den Rathäusern von Bonn, Aachen und Wuppertal erobert.

13.20 Uhr: Höchste Wahlbeteiligung in Nieheim

Die Wähler zum zweiten Mal zu mobilisieren - das ist bei den Bürgermeister-Stichwahlen in OWL am besten in Nieheim gelungen: 67,14 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, gefolgt von Marienmünster (65,12) und Lichtenau (61,42). Am Ende der OWL-Rangliste rangieren Gütersloh mit 38,14 Prozent, Bad Oeynhausen (38,08) und Porta Westfalica (37,33).

In Bielefeld stimmten bei der Oberbürgermeisterwahl 40,73 Prozent der Wahlberechtigten ab. Bei den Landratswahlen beteiligten sich im Kreis Minden-Lübbecke 35,49 Prozent der Wahlberechtigten, im Kreis Lippe 36,91 Prozent.

12.04 Uhr: Glückwünsche von Walter-Borjans

Veith Lemmen (SPD), Gewinner der Bürgermeister-Wahl in Werther (Kreis Gütersloh) , hat gestern Abend von höchster Stelle Glückwünsche erhalten: Nach dem Wahlsieg meldete sich SPD-Bundesvorsitzender Norbert Walter-Borjans am Telefon, um Lemmen zum Sieg in der Stichwahl zu gratulieren. Lemmen hatte 55 Prozent der Wählerstimmen erhalten, sein Gegenkandidat Johannes Decius (UWG) 45 Prozent. 

11.03 Uhr: Politikexperte nach Stichwahl: Laschet kann sich „sonnen“

Für NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Armin Laschet kann das Ergebnis der Kommunalwahlen nach Einschätzung eines Politikexperten Auftrieb bedeuten. Er könne sich „sonnen“ angesichts einiger Stichwahl-Ergebnisses wie dem Sieg der CDU in Düsseldorf am Sonntag, sagte Parteien-Kenner Martin Florack am Montag im „Morgenecho“ auf WDR 5. Zudem sei die CDU vor zwei Wochen stärkste Kraft in Nordrhein-Westfalen geblieben. Laschet werde „sehr gut damit leben können und versuchen, das einzubringen.“ Laschet bewirbt sich um den CDU-Bundesvorsitz und gilt als möglicher Kanzlerkandidat.

Die einheitliche Botschaft der Kommunalwahlen in NRW laute, dass es keine Einheitlichkeit in NRW gebe, meinte Florack. Die Grünen seien „fast chronisch stark“, konnten dem Experten zufolge davon profitieren, dass ihre Themen wie Verkehrswende und Klimaschutz Konjunktur haben. Die bundespolitische Stärke der Grünen habe auch auf kommunaler Ebene geholfen. Der Mitgliederzuwachs habe es zudem der Partei ermöglicht, neue Netzwerke vor Ort zu schaffen und problemlos die Kandidatenlisten zu füllen. Für die SPD habe sich gezeigt, dass man erfolgreich auch gegen bundes- und landespolitische Trends sein könne, wenn man über „gute und interessante“ Personen in den Kommunen verfüge.

10.47 Uhr: Brinkhaus ist „insgesamt zufrieden“

„Wir sind insgesamt zufrieden mit den Wahlergebnissen in Ostwestfalen-Lippe“, lautet die Bilanz von CDU-Bezirksvorsitzendem Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionsvorsitzender im Bundestag. „Es ist erfreulich, dass wir die Landratswahl in Minden-Lübbecke für uns entscheiden konnten.“

Auch habe die CDU einige Rathäuser zurückholen können. „Es bleiben einige Wermutstropfen wie die verlorene Bürgermeister-Wahl in der Stadt Gütersloh “, sagte der Rheda-Wiedenbrücker.

10.21 Uhr: Haßelmann sieht Wunsch nach Veränderung

Die Bielefelderin Britta Haßelmann, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, sieht in dem Wahlerfolg ihrer Partei bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen einen gesellschaftlichen Wunsch nach Veränderung. „Die Leute wollten, dass wir was gestalten und dass es vor allem bei drängenden Zukunftsfragen nicht einfach die Botschaft gibt: Alles soll so bleiben wie es ist“, sagte Haßelmann heute im Deutschlandfunk-Interview.

Es gebe nicht die eine Partnerschaft mit der man fortan in den Kommunen arbeiten wolle, sagte Haßelmann. „Das kann man an der einen Stelle eher mit einer Partnerschaft mit Sozialdemokraten durchsetzen und an anderer Stelle in anderen Konstellationen.“ Das Ergebnis falle nicht vom Himmel, betonte Haßelmann. „Wir wissen wie Regierungsfähigkeit geht“, sagte sie.

9.30 Uhr: Deutlicher Sieg für unabhängige Kandidatin in Lichtenau

Haushoch hat Ute Dülfer die Bürgermeister-Stichwahl in Lichtenau (Kreis Paderborn) gewonnen. „Das habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt“, blickt die parteilose Kandidatin auf ihr Ergebnis. Sie erhielt 73,3 Prozent der Stimmen.

Hier geht's zum Artikel mit Video und Kommentar.

9.15 Uhr: Jüngster Oberbürgermeister in Mönchengladbach

Gerade mal drei Jahre älter als Steinhagens neue Bürgermeisterin Sarah Süß ist Felix Henrichs. Der 31-Jährige gewann in Mönchengladbach mit 74 Prozent in der Stichwahl gegen CDU-Konkurrenten Frank Boss. Henrichs zieht damit als jüngster Oberbürgermeister in ganz NRW ins Rathaus ein.

8.20 Uhr: Erste Bürgermeisterin in Steinhagen

Sarah Süß hat in Steinhagen (Kreis Gütersloh) als erste Frau das Rennen um das Bürgermeisteramt gemacht . Die SPD-Vertreterin tritt in Steinhagen die Nachfolge ihres Parteikollegen Klaus Besser an - mit 28 Jahren.

7.30 Uhr: Trostpflaster für Nettelstroth

In Bielefeld hat Amtsinhaber Pit Clausen (SPD) gewonnen. Für seinen Herausforderer Ralf Nettelstroth (CDU) gab es trotz der Niederlage eine positive Nachricht am Wahlsonntag: Weil zwei CDU-Landtagsabgeordnete nun Landräte werden und ihre Mandate zurückgeben, kann er in das Düsseldorfer Landesparlament nachrücken und will davon auch Gebrauch machen .

7.00 Uhr: Parteien beraten über Ausgang der OB-Stichwahlen in NRW

Nach den Oberbürgermeister-Stichwahlen am Sonntag wollen die Parteien heute über die Ergebnisse beraten . Achim Post, Chef der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion, empfahl der NRW-SPD, die richtigen Lehren zu ziehen. «Klar ist: Mit Blick auf die Bundestagswahl in 2021 und die Landtagswahl in 2022 müssen und können wir uns noch deutlich steigern», teilte er mit.

6.50 Uhr: "Die CDU muss enttäuscht sein"

"War vor zwei Wochen noch die SPD der große Verlierer der NRW-Kommunalwahl, so sieht das Bild nach der Stichwahl zumindest in Ostwestfalen-Lippe deutlich differenzierter aus. Dieses Mal darf – nein, muss die CDU enttäuscht sein", schreibt WB-Chefredakteur Ulrich Windolph zum Ausgang der Stichwahlen.

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