Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt
Coronavirus-Newsblog: 7595 Neuinfektionen in Deutschland - Bielefelder Inzidenzwert steigt weiter, Gütersloh bleibt über 50er Marke - Berlin sagt Nato Soldaten für mögliche Einsätze zu

Bielefeld (WB/dpa/gl). Das Coronavirus hat die Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen verändert. Wie geht es weiter? Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt.

Mittwoch, 21.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 09:16 Uhr
Die Pandemie und ihre Folgen für Ostwestfalen-Lippe, Deutschland und die Welt : Coronavirus-Newsblog: 7595 Neuinfektionen in Deutschland - Bielefel...
Symbolbild Foto: dpa

Infos zum Coronavirus

Eine Auswahl an Telefon-Hotlines: Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22; Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de); Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100; neue Telefonnummer des NRW-Bürgertelefons zum Corona-Virus: 0211/91191001 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr); oder per E-Mail unter corona@nrw.de

Hier gibt es eine Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Coronainfektionen und -todesfälle weltweit zeigt .

Und hier gibt das Robert-Koch-Institut einen Überblick der Coronavirus-Infizierten in Deutschland . Das RKI hat Fragen und Antworten rund um den Coronavirus zusammengestellt und aktualisiert diese fortlaufend.  Die Übersicht gibt es hier .

Lesen Sie hier  Teil 1 des Newsblogs (26. Februar bis 14. März) , hier  Teil 2 (15. März bis 6. April) , hier   Teil 3 (6. April bis 30. April) ,  hier  Teil 4 (1. Mai bis 9. Mai) , hier  Teil 5 (10. Mai bis 1. Juni) , hier  Teil 7 (18. Juni bis 22. Juni) , hier  Teil 8 (23. Juni bis 5. Juli) , hier  Teil 9 (6. bis 21. Juli) , hier  Teil 10 (22. Juli bis 19. August) , hier Teil 11 (20. August bis 14. September)  und hier Teil 12 (15. September bis 8. Oktober).

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NEWSBLOG

Mittwoch, 21. Oktober

9.22 Uhr: Berlin sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der dpa auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan «Allied Hand» zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt.

8.03 Uhr: Noch genug Intensivbetten frei - Fachärzte warnen vor Panikmache wegen Zunahme der Infektionen

Auf den Intensivstationen herrscht derzeit so etwas wie angespannte Wachsamkeit. Obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich steigt, und damit auch die Zahl derjenigen Patienten, die stationär versorgt werden müssen, sei Panik nicht angebracht, sagte Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Intensivmedizin im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, bei einer Pressekonferenz der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).

Von 5670 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellen Zahlen mehr als 1430 frei. „Unser medizinisches System ist in der Lage, das zu schaffen.“

6.25 Uhr: die Inzidenzwerte in Ostwestfalen-Lippe
(In Klammern der Wert vom Vortag)

In Bielefeld und im Kreis Gütersloh bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz über der 50er Marke. Bielefeld stellt mit 65,6 einen neuen Höchstwert für OWL auf. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen hervor. Lediglich im Kreis Lippe und in Paderborn ist der Wert leicht gesunken.

Bielefeld: 65,5 (61,6)

Kreis Paderborn: 19,5 (21,4)

Kreis Höxter: 26,4 (22,1)

Kreis Gütersloh: 50,7 (52,1)

Kreis Herford: 41,9 (32,3)

Kreis Lippe: 47,8 (46,3)

Kreis Minden-Lübbecke: 23,8 (23,8)

6.14 Uhr: 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Dienstag, 20. Oktober

20.20 Uhr: Bayerns Nationalspieler Gnabry positiv auf Corona getestet

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Rekordmeister am Dienstagabend bekannt. Dem 25-Jährigen „geht es gut“, hieß es in einer knappen Mitteilung der Münchner. Der Offensivspieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und wird damit vorerst ausfallen. Am Mittwoch startet der FC Bayern mit einem Heimspiel gegen Atlético Madrid in die neue Saison der Champions League.

19.55 Uhr: Intensivmediziner: Kein Engpass bei Betten, aber beim Personal

Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertrat Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Dienstag im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. 

Aktuell würden sechs Prozent der „Testpositiven“ stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge. Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit „noch relativ moderat“. 

Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet: „Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren“, sagte Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. „Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem.“ Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen „und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein.“

18.50 Uhr: Positiver Corona-Test beim Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke

Beim TuS N-Lübbecke ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Handball-Zweitligist am Dienstag mitteilte, wurde der namentlich nicht genannte Spieler „bereits am Freitagvormittag bis einschließlich 25. Oktober in häusliche Quarantäne gesetzt.“ 

Auch die Mannschaft und das Trainerteam befanden sich seit Bekanntwerden der positiven Testung am vergangenen Samstag in vorsorglicher häuslicher Quarantäne. Die am Montag vorgenommenen Tests seien jedoch alle negativ ausgefallen. Aufgrund der vom Verein vorgelegten Kontaktdokumentation ordnete das zuständige Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne für zwei weitere Spieler an. Damit fehlen den Ostwestfalen beim nächsten Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen die SG BBM Bietigheim drei Spieler.

17.10 Uhr: Berlin beschließt Masken-Pflicht für belebte Straßen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin verstärkt eine Maske tragen. Der Senat beschloss am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Maskenpflicht für Bereiche, in denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei. Das betrifft Wochenmärkte, besonders belebte Einkaufsstraßen, Shoppingmalls und Warteschlangen. Mehr hier .

16.19 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsbeschränkungen für Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. 

16.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe

In den Klammern die Veränderungen zum Vortag

Bielefeld

aktuell infiziert: 255 (+24)

Fälle insgesamt: 1292 (+33)

davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 61,6 58,3 (+3,3)

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 92 (-3)

Fälle insgesamt: 1014 (+10)

davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 21,4 (+1,4)

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 45 (+5) 

Fälle insgesamt: 495 (+7) 

davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 22,1 (+2,9)

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 211 (-12)

Fälle insgesamt: 3343 (+4)

davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 52,1 (-1,6)

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 94 (+2)

Fälle insgesamt: 827 (+2)

davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 32,3 (-0,7)

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 230 (+4)

Fälle insgesamt: 1285 (+25)

davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 46,3  (+6,0)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 136

Fälle insgesamt: 1109 (+10)

davon Todesfälle:  16 (+1) 

Sieben-Tage-Inzidenz: 23,8 (-1,6)

15.55 Uhr: Corona-Fälle in der Regionalliga West: Mehrere Spiele abgesetzt

In der Fußball-Regionalliga West sind wegen Corona-Fällen bei den Vereinen Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und Wuppertaler SV am Dienstag mehrere Partien unter anderem für den 10. Spieltag an diesem Mittwoch abgesetzt worden. Laut Mitteilung von Borussia Mönchengladbach ist U23-Trainer Heiko Vogel positiv auf das Coronavirus getestet worden hat sich ebenso wie alle gefährdeten Personen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Entsprechend wurden die Gladbacher U23-Partien gegen Rot-Weiss Essen (21. Oktober), beim SC Wiedenbrück (24. Oktober) und gegen den Bonner SC (31. Oktober) vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) abgesetzt. Borussias Lizenzmannschaft ist laut Vereinsmitteilung nicht betroffen. 

Aufgrund von Coronavirus-Infektionen aus dem Umfeld der Regionalliga-Teams von Alemannia Aachen und Wuppertaler SV wurden zudem die für Mittwoch vorgesehenen Spiele SV Rödinghausen - Alemannia Aachen und SV Bergisch Gladbach - Wuppertaler SV abgesetzt. Nachholtermine stehen noch nicht fest. Das bestätigte der WDFV am Dienstag.

13.45 Uhr: Virologe Streeck ruft zur Teilnahme an seiner neuen Studie auf

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (43) hat die Bevölkerung in der kleinen Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg zur Teilnahme an seiner neuen Studie aufgerufen. Man wolle zum Beispiel verstehen, ob man sich nach einer Infektion wieder infizieren könne, erklärte der Forscher in einer am Dienstag vom Kreis verbreiteten Video-Botschaft auf Facebook. „Das sind extrem wichtige Fragen. Weil es für uns auch Fragen beantwortet, wie wir im nächsten Jahr zum Beispiel mit Sars-CoV-2 umgehen würden, wenn es keinen Impfstoff gibt“, sagte er. Bei dem Untersuchungstermin am Mittwoch werde man Blut abnehmen, einen Rachenabstrich machen und Fragen stellen.

Der Appell richtete sich an Menschen, die Streeck und sein Team bereits für eine Vorgängerstudie - die sogenannte Heinsberg-Studie - untersucht hatten. Die Wissenschaftler hatten dabei die Ausbreitung des Coronavirus in Gangelt unter die Lupe genommen, das nach einer Karnevalssitzung im Frühjahr zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden war. 

13.30 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet zum Risikogebiet erklärt

Seit Dienstagmorgen gilt das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld.

Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

12.26 Uhr: Maskenpflicht: Bielefelder verhalten sich überwiegend vorbildlich

Am ersten Tag der Maskenpflicht in großen Teilen der Stadt lässt sich erfreulich feststellen: Die Bielefelder verhalten sich überwiegend vorbildlich. Beim Rundgang durch die Fußgängerzonen wird schnell deutlich: Etwa acht von zehn Menschen tragen einen Mund-Nase-Schutz. Das Ordnungsamt und die Polizei sind mit vier Teams von je zwei Mitarbeitern im Einsatz. Sie kontrollieren, erinnern die Menschen an das Tragen der Masken.  Bis zum Mittag waren keine Bußgelder notwendig.

11.42 Uhr: Irland verhängt zweiten Lockdown

Irland verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie drastisch.  In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag tritt für sechs Wochen die höchste von fünf Maßnahmen-Stufen in Kraft, wie der irische Premierminister Micheál Martin in einer Rede am Montagabend ankündigte.

Wer kann, muss bis zum 1. Dezember von zu Hause aus arbeiten. Nur für das tägliche Leben unverzichtbare Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch geöffnet bleiben. Treffen mit anderen Haushalten zu Hause oder selbst im heimischen Garten sind untersagt. Um einen kompletten Lockdown handelt es sich jedoch nicht.

10.35 Uhr: Altmaier für flexiblere Öffnungszeiten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier steht der Option von flexibleren Öffnungszeiten in Geschäften offen gegenüber. "Jetzt muss man überlegen, wie man das Einkaufen so organisieren kann, dass sich die Menschen nicht in dichten Trauben vor den Geschäften drängen und Infektionsrisiken entstehen, sondern dass alle entspannt einkaufen können und sich der Andrang verteilen kann", sagte der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. Auch ein Ausbau von digitalen Angeboten brachte er ins Spiel.

Altmaier will im Laufe des Tages mit Handelsverbänden sowie mit Vertretern von Kommunen und Branchenexperten beraten, wie die Folgen der Corona-Krise im Einzelhandel abgemildert werden können.

8.44 Uhr: Bielefelder Inzidenzwert steigt weiter 

Die Corona-Situation beruhigt sich nicht: Am Dienstagmorgen meldet das Robert Koch Institut (RKI) 33 Neuerkrankungen in Bielefeld. Der Inzidenzwert steigt damit auf 61,6. Die Gesamtzahl der bestätigten Erkrankungen in Bielefeld beziffet das RKI auf 1292.

8.18 Uhr: Lehrerverband für halbe Klassen in Corona-Hotspots

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen.

Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Heidelberg). «Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.» Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

7.14 Uhr: 6868 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 20.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 298.300 Genesene.

6.42 Uhr: Virologen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich gegen eine Corona-Strategie mit einer Herdenimmunität als Ziel.

«Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen», heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann.

5.26 Uhr: Debatte um Grenzschließung 

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für möglich, dass man wieder über Grenzkontrollen sprechen muss. «Die Diskussion um verstärkte Grenzkontrollen könnte wieder aufflammen, falls das Infektionsgeschehen in den Nachbarländern außer Kontrolle gerät», sagte der CSU-Politiker. 

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Deutschland Grenzkontrollen wiedereingeführt - an vielen Grenzen zu den Nachbarländern kam es zu Chaos. Grenzgänger, die im jeweils anderen Land arbeiteten, durften die Grenze zwar passieren - da ein Großteil der Übergänge aber geschlossen war, kam es zu langen Staus und Wartezeiten.

5.04 Uhr: Corona-Warn-App «bisher ein zahnloser Tiger»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. «Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung», sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

«Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird.» Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen. Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte wegen der stark steigenden Corona-Zahlen eine Aufrüstung der Corona-Warn-App mit zusätzlichen Funktionen.

Man könne sich nicht damit zufrieden geben, dass nur 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihren Befund für Warnungen durch die App weiter melden. Bislang müssen Nutzer, die einen positiven Befund bekommen, aktiv zustimmen, dass ihre Risikokontakte über die App informiert werden.

Auch weitere Funktionen wie das Teilen von Ort und Datum des Risikokontakts könnten hilfreich sein, müssten aber auf freiwilliger Basis erhoben werden, sagte Lauterbach dem RND.

5 Uhr: In Bielefeld herrscht nun Maskenpflicht

Jetzt gilt’s: In weiten Teilen der Innenstadt, in den Einkaufsbereichen von Brackwede und Sennestadt, auf der Promenade und im Tierpark Olderdissen muss eine so genannte Mund-Nase-Bedeckung getragen werden –  eine Maßnahme, um die steigenden Infektionszahlen in Bielefeld zu senken. Wer diese Anordnung missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss zahlen. 150 Euro sind nach dem Bußgeld-Katalog des Landes fällig.

4.20 Uhr: Ausgangssperre im Berchtesgadener Land

Im Kampf gegen das Coronavirus greift Bayern wegen ungebremster Infektionszahlen im Kreis Berchtesgadener Land zu drastischen Maßnahmen. Von heute an ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr.

Die Menschen dürfen die eigene Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt.

Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

3.52 Uhr: Trump verspricht baldiges Pandemie-Ende

Rund zwei Wochen vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump Stimmung gegen renommierte Gesundheitsexperten und die kritische Pandemie-Berichterstattung vieler Medien gemacht.

«Die Leute haben die Pandemie satt», sagte der Republikaner bei einem Wahlkampfauftritt im südwestlichen Bundesstaat Arizona. «Die Pandemie ist bald vorbei», versprach er seinen Anhängern - obwohl das im Widerspruch zur aktuellen Entwicklung in den USA steht, wo die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder anstieg.

Montag, 19. Oktober

20.33 Uhr: «Zahlen sind katastrophal»: Tschechien im Corona-Krisenmodus

Noch vor Kurzem präsentierte sich Tschechien als Vorbild für andere bei der Corona-Bekämpfung. Doch nun steigen die Infektionszahlen so rasant wie in kaum einem anderen Land Europas. Die Krankenhäuser könnten schon bald an ihre Grenzen stoßen.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Rekordzahlen vermeldet werden müssen. Erst am Freitag wurde mit 11.105 Fällen erstmals die Schwelle von 10.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten. Auf die Bevölkerung umgerechnet nimmt Tschechien längst EU-weit einen traurigen Spitzenplatz bei der Infektionsrate ein.

19.49 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe

In den Klammern die Veränderungen seit Freitag. 

Bielefeld

aktuell infiziert: 231 (+38)
Fälle insgesamt: 1259 (+58)
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 58,3 (+6,8)

Kreis Paderborn

aktuell infiziert: 95 (+12)
Fälle insgesamt: 1004 (+22)
davon Todesfälle: 35 

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,8 (+4,9)

Kreis Höxter

aktuell infiziert: 40 (+4) 
Fälle insgesamt: 488 (+7) 
davon Todesfälle: 19

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,2 (+0,7)

Kreis Gütersloh 

aktuell infiziert: 223 (+28)
Fälle insgesamt: 3353 
davon Todesfälle: 21

Sieben-Tage-Inzidenz: 53,7 (+11,2)

Kreis Herford 

aktuell infiziert: 121 (+25)
Fälle insgesamt: 825 (+55)
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 33 (+5)

Kreis Lippe 

aktuell infiziert: 226 (+30)
Fälle insgesamt: 1260 (+36)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 40,3 (-8,9)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 136 (+13)
Fälle insgesamt: 1099 (+34)
davon Todesfälle: 15 

Sieben-Tage-Inzidenz: 25,4 (+7,7)

17.38 Uhr: Unicef lagert 520 Millionen Spritzen für Impfung ein

Unicef will noch in diesem Jahr 520 Millionen Spritzen für eine mögliche Corona-Impfung in Lagern deponieren. «Damit soll sichergestellt werden, dass die notwendigen Spritzen in den Ländern vorhanden sind, bevor die Impfstoffe eintreffen», teilte das UN-Kinderhilfswerk mit.

Man habe zusammen mit der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begonnen, die Voraussetzungen für eine «schnelle, sichere und wirksame Auslieferung eines möglichen Impfstoffs» zu schaffen.

«Weltweit gegen Covid-19 zu impfen wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden», erklärte Unicef-Direktorin Henrietta Fore.

17.16 Uhr: Integrationsgipfel sieht Rückschläge wegen Corona

Der Kampf gegen das Coronavirus beherrscht in weiten Teilen die Politik und die Gesellschaft. Beim Integrationsgipfel per Videokonferenz wird klar: Hier fehlen die persönlichen Begegnungen. So bremst die Pandemie nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), auch einige Integrationsmaßnahmen aus.

Man habe etwa bei den Integrationskursen, die das «Herzstück der Integrationsmaßnahmen» seien, zu Beginn der Pandemie «nahezu komplett die Kurse herunterfahren müssen», sagte Widmann-Mauz nach dem 12. Integrationsgipfel. Die Kurse seien dann langsam wieder angefahren worden. «Wir bewegen uns da nach wie vor nicht in dem Bereich, wo wir sagen können, wir erreichen alle». Merkel sprach davon, dass auch die Integrationsarbeit im Sport momentan leide.

16.52 Uhr: Soldaten unterstützen Gesundheitsämter in Großstädten

Zehn Tage nach dem Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bürgermeistern der elf größten Städte haben mehrere Großstädte Hilfe der Bundeswehr in Anspruch genommen.  Die Soldaten helfen unter anderem in Gesundheitsämtern dabei, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Fast jede der Großstädte hat den kritischen Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile überschritten.

Merkel hatte am 9. Oktober den Bürgermeistern der elf größten Städte Hilfe bei steigenden Corona-Zahlen zugesichert: Wenn den Gesundheitsämtern droht, überfordert zu werden, sollen sie von Bund und Land unterstützt werden. Seitdem ist die Zahl der Neuinfektionen in die Höhe geschossen.

16.22 Uhr: Bislang keine «zweite Welle» von Hamsterkäufen

Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit bundesweit kräftig steigen, gibt es bislang noch keine «zweite Welle» von Hamsterkäufen. Allerdings werden hier und da offenbar die ersten Verbraucher nervös. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den großen Handelsketten.

Knapp jeder zehnte Verbraucher will sich laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov in den kommende Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken.

16.10 Uhr: Corona-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung

 Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. Am Mittag erschien wie angekündigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple.

Damit können bei der Risiko-Ermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer Länder ermittelt werden. Die EU-Kommission erklärte, damit sollen Bürger auf Reisen in Europa eine einzige App nutzen und weiterhin von der Kontaktnachverfolgung profitieren und eine Warnmeldung erhalten können.

14.34 Uhr: Eilantrag zu Beherbergungsverboten in Karlsruhe eingegangen

Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe.

Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, ist noch nicht absehbar. Im Landkreis Tübingen treten im Moment viele neue Corona-Fälle auf. Ein wichtiger Grenzwert ist überschritten, damit zählt Tübingen zu den deutschen Risikogebieten. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus solche Regionen nur aufgenommen werden, wenn sie einen frischen negativen Corona-Test vorweisen können.

14.31 Uhr: Gefährdungsstufe 2 im Kreis Gütersloh

Der Kreis Gütersloh hat in der Corona-Krise die Gefährdungsstufe 2 erreicht. Die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen ist überschritten. Der Wert liegt aktuell bei 53,7. Somit treten neue Regelungen ein.

14.07 Uhr: Stadt Bielefeld bestellt Corona-Schnelltests

Die Stadt Bielefeld bestellt in dieser Woche eine fünfstellige Zahl an Corona-Schnelltests, die dann den Alten- und Pflegeheimen zur Verfügung gestellt werden sollen, um Bewohner, Personal und Besucher testen zu können.

13.55 Uhr: Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

13.48 Uhr: Laut Eurostat fast 170.000 Todesfälle mehr während erster Corona-Welle

Während der ersten Corona-Welle sind in der Europäischen Union von März bis Juni 168.000 Todesfälle mehr als üblich verzeichnet worden, allein rund 10.000 davon in Deutschland. Diese Zahlen legte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg vor. Der Höchstwert wurde in der 14. Kalenderwoche vom 30. März bis 5. April registriert: 36.000 zusätzliche Todesfälle. 

Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Eurostat vergleicht die Daten der Kalenderwochen 10 bis 26 mit den Durchschnittswerten der jeweils selben Zeit 2016 bis 2019. Eine Statistik der Todesursachen werde es erst in etwa zwei Jahren geben, sagte eine Eurostat-Sprecherin. 

Erst dann dürfte auch klar sein, warum in Deutschland bereits von März bis Juni 10.000 zusätzliche Sterbefälle erfasst sind, die offizielle Zahl aller Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion aber bis jetzt erst mit 9789 angegeben wird. 

Die höchsten zusätzlichen Sterbezahlen von März bis Juni verzeichnet Eurostat für Spanien, nämlich 48.000. Dahinter folgen Italien mit 46.000 und Frankreich mit 30.000. Das norditalienische Bergamo, das extrem hohe Corona-Infektionszahlen hatte, verzeichnete allein in der zwölften Kalenderwoche vom 16. bis 23. März 895 Prozent mehr Todesfälle als im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre.

13.35 Uhr: Merkel: Pandemie stellt gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe

Die Corona-Pandemie stellt nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe. Zum Auftakt des zwölften Integrationsgipfels sagte sie am Montag in Berlin, gerade Einwanderern falle es angesichts der aktuellen Einschränkungen zum Schutz gegen das Coronavirus „gewiss nicht so leicht, in unserem Land Fuß zu fassen“. So gebe es Integrationsangebote sowie Zugang zu Bildung und Ausbildung nicht in gewohntem Umfang, und der Wirtschaftseinbruch wirke sich auf Branchen aus, in denen viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tätig seien, „die nun um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen“. 

Gerade auch für Kinder, die die deutsche Sprache erwerben wollten, sei der Präsenzbetrieb von Kitas und Schulen sehr wichtig. Junge Menschen dürften nicht zu Verlierern der Pandemie werden, betonte Merkel: „Je früher die Einwanderinnen und Einwanderer die deutsche Sprache lernen, Zugang zu Bildung und Ausbildung finden und mit unseren grundlegenden Werten, Rechten und Pflichten vertraut werden, umso größer sind eben auch die Chancen für gelungene Integration.“ 

11.51 Uhr: Gastronomen wollen NRW-weite Sperrstunde kippen

Ein Düsseldorfer Gastronom will mit Hilfe des Branchenverbands Dehoga vor dem Oberverwaltungsgericht Münster die NRW-weite Sperrstunde in besonders von Corona betroffenen Regionen kippen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Klage sollen voraussichtlich noch am Montag eingereicht werden, sagte der Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, Thomas Kolaric, der Deutschen Presse-Agentur. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet. 

Laut Kolaric wird der gleiche Bar-Betreiber als Kläger auftreten, der vergangene Woche bereits einen Eilantrag gegen die Düsseldorfer Sperrstunde vor dem dortigen Verwaltungsgericht eingereicht hatte. Dort werde man „99,9 Prozent“ gar nicht mehr über diesen Antrag entscheiden, so ein Gerichtssprecher am Montag. 

Schließlich gebe es jetzt die NRW-weite Regelung, die die Düsseldorfer Sperrstunde - die noch bei 1 Uhr lag - obsolet gemacht habe. 

Seit Samstag gilt in Nordrhein-Westfalen in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde für die Gastronomie. Alle Kneipen und andere gastronomische Betriebe müssen ihre Türen zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens für Gäste geschlossen halten. Laut der aktualisierten Coronaschutz-Verordnung gilt die Sperrstunde in Kommunen, die innerhalb von sieben Tagen 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufweisen. Davon sind bereits Millionen Menschen betroffen.

10.44 Uhr: Söder für bundesweite Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

Unter dem Eindruck rasant gestiegener Corona-Zahlen hat CSU-Chef Markus Söder  eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit vielen Neuinfektionen  verlangt - in Schulen, auf öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz.

Zudem rief der bayerische Ministerpräsident dazu auf, dem Bund mehr Rechte im Kampf gegen das Virus zu übertragen - derzeit geht ihm vieles nicht schnell und effektiv genug. «Ich bin ein überzeugter Föderalist, aber ich glaube, dass der Föderalismus zunehmend an seine Grenze stößt», sagte er vor einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands in Nürnberg. Der Bund müsse, bevor es vielleicht ein neues Infektionsschutzgesetz gebe, die Möglichkeit haben, mit «Bundesverordnungen» zu agieren.

9.58 Uhr: Historiker: Corona könnte zur «epochalen Zäsur» werden

Der Historiker Andreas Wirsching sieht in der Coronavirus-Pandemie das mögliche Ende einer Epoche. «Es spricht vieles dafür, dass das Jahr 2020 als eine epochale Zäsur in die Geschichte eingehen wird».

«Zwar wissen wir das jetzt noch nicht so genau, aber einiges ist erkennbar, insbesondere was die Globalisierung betrifft», sagte der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Wirsching, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Universität München, geht davon aus, dass das Zeitalter der Internationalisierung und Globalisierung der vergangenen 50 Jahre starken Veränderungen unterworfen, «wenn nicht beendet», werde. Mehr hier .

8.20 Uhr: Auch Gütersloh und Rhein-Erft-Kreis überschreiten Corona-Warnstufe

Der Kreis Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis haben ebenfalls die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten. Wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor ging, lagen die Werte bei 53,7 und 55. 

Bei 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens. Millionen Menschen sind davon schon in zahlreichen Städten und Regionen des Landes betroffen. Wenn eine Region nach zehn Tagen immer noch über 50 liegt, haben die Kommunen zusätzliche Schutzmaßnahmen zu treffen.

6.40 Uhr: Einschränkungen für Feiern treten in NRW in Kraft

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen müssen sich in Kommunen mit hohen Corona-Infektionszahlen jetzt auch beim Feiern stärker einschränken. Am Montag tritt ein weiterer Baustein der aktualisierten Coronaschutzverordnung des Landes in Kraft: Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. In 50er-Regionen sind dann nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt. Zu herausragenden Anlässen zählen etwa Hochzeit, Taufe, Geburtstage, Jubiläum oder eine Abschlussfeier. 

Angesichts steigender Infektionszahlen hatte das Landeskabinett am vergangenen Freitag schärfere Regeln beschlossen. Seit dem Wochenende greift in den 50er-Regionen bereits landesweit eine Sperrstunde in der Gastronomie mit Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens. Millionen Menschen sind davon schon in zahlreichen Städten und Regionen des Landes betroffen. 

Ab einem Wert von 35 gilt eine erweiterte Maskenpflicht auf allen Plätzen und Straßen, wo eine regelmäßige Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist - etwa in Fußgängerzonen und auf Märkten. Wo konkret überall Maske getragen werden muss, haben die einzelnen Kommunen im Internet veröffentlicht. 

6.23 Uhr: Inzidenzwert in Bielefeld steigt auf 58,3 - Stadt bleibt Risikogebiet

Der Inzidenzwert in Bielefeld steigt weiter: Am Montag um 0 Uhr meldete das RKI einen Wert von 58,3 für die OWL-Metropole. Die Stadt bleibt damit Risikogebiet. Am Sonntag hatte der Wert noch bei 56,6 gelegen. Im Vergleich: In ganz NRW liegt die Anzahl der Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 55,4.

6.05 Uhr: Bei Erkältung wieder Krankschreibung per Telefon möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

5.55 Uhr: Pflegebevollmächtigter warnt vor «Isolation um jeden Preis»

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt mit Blick auf die stark steigenden Corona-Zahlen vor einer «Isolation um jeden Preis» in Pflegeheime n.

«Der Erhalt der Selbstbestimmung ist dringend notwendig. Es darf nicht passieren, dass Menschen entmündigt werden», sagte Westerfellhaus der Funke Mediengruppe. «Es gab im Frühjahr auch Bewohnerinnen und Bewohner, die gesagt haben, ich will keinen sehen, ich habe Angst. Das gilt es genauso zu respektieren wie den Wunsch derjenigen, die sagen, die Kontakte zu meinen Angehörigen sind mir sehr wichtig.»

Eine Garantie, dass Bewohner mit ihrer Familie Weihnachten feiern könnten, könne er nicht geben, «das wäre Kaffeesatz-Leserei». Er unterstütze alles, was dazu beitrage, dass alle mit ihrer Familie Weihnachten feiern könnten, sagte Westerfellhaus. «Und ich glaube, dass wir das mit einem Besuchermanagement auch gewährleisten können. Das heißt natürlich aber auch genau nicht, dass alle am Heiligabend um 17 Uhr kommen können.»

5.40 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 18. Oktober

18.52 Uhr: Bielefeld: Schärfere Regeln gelten ab Dienstag

Maskenpflicht in den Fußgängerzonen und eine Sperrstunde für Gaststätten ab 23 Uhr als Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie wird es in Bielefeld erst von Dienstag an geben. Denn erst ab 0 Uhr am Dienstag kann die Allgemeinverfügung der Stadt, in der unter anderem diese Regeln angeordnet werden, in Kraft treten.

Da der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen am Freitag überschritten worden war sei man davon ausgegangen, dass die vom Land NRW erlassenen strengeren Regelungen von Samstag an und dann für mindestens sieben Tage in Kraft treten können, so der Krisenstabsleiter. Am Samstag jedoch hätten Juristen des städtischen Rechtsamtes darauf aufmerksam gemacht, dass dafür eine Allgemeinverfügung der Stadt Bielefeld selbst notwendig ist, die laut der Hauptsatzung der Stadt erst in beiden Tageszeitungen veröffentlicht werden muss, bevor sie Geltung hat.

18.19 Uhr: Corona-Ausbruch im Vitalis Wohnpark Bad Essen: Drei weitere Bewohner verstorben

Der Covid-19-Ausbruch ist noch nicht überstanden: In den vergangenen drei Tagen sind drei weitere Bewohner des Vitalis Wohnpark Bad Essen im Alter von 79, 80 und 82 Jahren verstorben. Das hat die Einrichtung am Sonntag mitgeteilt.

Zwei der Bewohner hätten sich schon seit Längerem in der Palliativpflege befunden. Somit seien seit Ausbruch der Pandemie sechs Personen gestorben; drei von ihnen seien bereits vor dem Corona-Ausbruch palliativ versorgt worden.

16.52 Uhr: Corona-Übernahmeprämie für Azubis soll länger gezahlt werden

Verlieren Auszubildende durch die Corona-Krise ihren Job, können andere Unternehmen sie gefördert durch den Bund anstellen.  Dieses Programm soll nun verlängert werden.

Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

15.40 Uhr: Italien ehrt gestorbene Ärzte

In Italien ist 179 Ärztinnen und Ärzten gedacht worden, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Für sie gab es eine Zeremonie in der Stadt Duno nördlich von Mailand. Die Namen der Mediziner wurden vorab auf Marmor verewigt.

Unter ihnen ist der von Roberto Stella, dem ersten italienischen Arzt, von dem bekannt wurde, dass er am Virus gestorben ist. Sein Tod am 11. März im Alter von 67 Jahren machte die Gefahr deutlich, die das Virus für Hausärzte darstellt. Italien hat in den vergangenen Tagen täglich mehr als 10.000 neue Coronavirus-Fälle verzeichnet.

14.38 Uhr: 18 neue Corona-Fälle - Inzidenzwert liegt im Kreis Herford bei 27

Seit Freitag sind 18 neue Corona-Infektionen im Kreis Herford dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 666 auf 680. Kreisweit gibt es deshalb 100 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreisgebiet 788 bestätigte Infektionen bekannt. Die Covid-19 Fälle der vergangenen 7 Tage/100.000 Einwohner betragen für den Kreis Herford weiterhin 27. Der Inzidenzwert ist somit von 28 auf 27 gesunken.

14.24 Uhr: Bundespräsident Steinmeier weiter in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ein erster Test bei Steinmeier fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Samstag mitteilte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne. 

Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) begab sich in Quarantäne und sagte alle Termine für das Wochenende ab, nachdem ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando ein positives Testergebnis erhalten hatte. Strobl, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, sei negativ getestet worden, sagte ein Sprecher am Sonntag. Er bleibe aber vorerst in Quarantäne.

12.31 Uhr: Schub durch Corona: Weihnachten bringt Paketbranche auf Hochtouren

Der Paketboom geht weiter: Deutschlands Logistiker werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft laut eigenen Prognosen so viele Sendungen zustellen wie nie zuvor.

Sowohl Hermes als auch DPD rechnen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mengenwachstum von 20 Prozent, wie die Firmen mitteilten. Während DPD, Tochter der französischen Post, keine absolute Zahl nannte, sprach Hermes von voraussichtlich 120 Millionen Paketzustellungen im letzten Jahresquartal und damit einem Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Die beiden Firmen sind die ärgsten Wettbewerber des Marktführers Deutsche Post DHL, der seine Einschätzung erst zum Monatsende publizieren will.

12.01 Uhr: Gütersloher sieben-Tage-Inzidenz  auf 49,6 gestiegen

Der Referenzwert im Kreis Gütersloh nähert sich der 50er-Marke. Er stieg am Sonntag auf 49,6. Am Samstag lag er bei 48,8. Im Kreis Gütersloh sind derzeit (Stand Sonntag, 0 Uhr) 3315 laborbestätigte Corona-Infektionen erfasst. 

10.07 Uhr: Bielefelds Inzidenzwert steigt auf 56,6

Bielefeld bleibt Risikogebiet. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Einwohner in der Großstadt ist am Sonntag um 35 gestiegen, der Inzidenzwert steigt auf 56,6. Am Samstag hatte dieser Wert noch genau bei 50 gelegen, die Grenze zur Einstufung in die „Gefährdungsstufe 2“. Nun ist die Zahl in Bielefeld erheblich gestiegen, bei den Erkrankten pro 100.000 Einwohner übertrifft Bielefeld inzwischen den Landesschnitt, dieser liegt bei 54,7.

Die Stadt wird diese Einstufung am Montag in einer Allgemeinverfügung feststellen, einen Tag später werden wie mehrfach berichtet umfangreiche Einschränkungen (Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Sperrstunde) wirksam.

9.42 Uhr: Russland meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen

Die russischen Behörden haben 15.099 bestätigte Corona-Neuansteckungen verzeichnet. Damit haben sich in Russland bisher insgesamt fast 1,4 Millionen Menschen infiziert. 185 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit Virus gestorben.

9.14 Uhr: Polizeigewerkschaften: Stimmung wird aggressiver

Randale, Pöbeleien und mitunter auch heftige Gewaltausbrüche: Seit April gilt vielerorts die Maskenpflicht. Doch nicht jeder will sie im Alltag akzeptieren. Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger.

8.42 Uhr: Mehr als halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

 Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage bei den Bundesländern. 

Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro. Die Angaben beziehen sich sowohl auf das Soforthilfeprogramm des Bundes als auch auf die entsprechenden Programme der Länder. 13 Bundesländer machten Angaben.

8.28 Uhr: Zwei Drittel bezeichnen Corona-Management als «eher gut»

Das Krisenmanagement der Bundesregierung wird weiter von einer großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Auch die neuen Verschärfungen der Maßnahmen finden Zustimmung. 

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar als «eher gut». Für 27 Prozent ist sie «eher schlecht». 4 Prozent antworteten mit «weiß nicht».

6 Uhr: 5587 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr 5587 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 361.974, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9777 - zehn mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 290.000.

Am Wochenende fallen die Zahlen häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

5.44 Uhr: Lauterbach zählt auf das Verhalten der Bürger

Corona bestimmt auch am Wochenende die Tagespolitik. Shutdowns erscheinen wieder möglich, Merkels dramatischer Appell findet nicht nur Unterstützer.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zählt im Kampf gegen das Coronavirus auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen. «Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen», sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. «Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns.»

Samstag, 17. Oktober

19.26 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in Corona-Quarantäne

Nach dem positiven Corona-Test eines Personenschützers hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag in Quarantäne begeben. 

Ein erster Corona-Test bei dem Staatsoberhaupt fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes mitteilte. Steinmeier bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, derzeit befinde er sich in seiner Dienstvilla in Berlin-Dahlem. In den kommenden Tagen soll Steinmeier erneut getestet werden. Bei dem Personenschützer aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades.

17.19 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus.  Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und zusätzliche Kontaktbeschränkungen sollen am Montag in Kraft treten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Man müsse aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Pandemie entwickele, die Maßnahmen verschärfen, sagte Kretschmann. Die Menschen sollten unnötige Reisen und Kontakte vermeiden. «Das ist das Gebot der Stunde, damit nicht alles aus dem Ruder läuft.»

15.28 Uhr: 7830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Neuer Höchstwert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hervor.

Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

13.52 Uhr: FDP fordert weitere Verbesserungen an der Corona-Warn-App

Die Bundesregierung darf es aus FDP-Sicht nicht bei der aktuellen Überarbeitung der Corona-Warn-App belassen.

«Die Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App ist zwar sinnvoll, aber weitere Optimierungen sind dringend notwendig», sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Auf jeden Fall darf es nicht passieren, dass nun erneut monatelang keine Weiterentwicklung mehr stattfindet.»

Die Corona-Warn-App des Bundes wird an diesem Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren.

12.11 Uhr: Merkel schwört auf Kampf gegen Corona ein: «Jeder Tag zählt»

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen.

«Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag», sagte die CDU-Politikerin in ihrem wöchentlichen Podcast.«

10.41 Uhr: Reisewarnungen für Regionen in 15 EU-Ländern in Kraft

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa gelten seit Samstag um Mitternacht Reisewarnungen für weitere Regionen in 15 EU-Ländern.

Die Niederlande, das französische Festland, Malta und die Slowakei sind nun ganz Corona-Risikogebiete, für die das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen warnt. Erstmals stehen mit Kampanien und Ligurien beliebte Touristenregionen in Italien sowie fünf Gebiete in Polen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf der Risikoliste. Hinzu kommen acht Kantone der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

9.23 Uhr: 17 neue Fälle - Bielefeld bleibt Risikogebiet

17 neue Corona-Fälle sind am Samstagmorgen für Bielefeld bestätigt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt nimmt leicht ab und sinkt von 51,5 auf 50,0. Damit bleibt Bielefeld am zweiten Tag in Folge ein Corona-Risikogebiet.

8.18 Uhr: Unionsfraktionschef Brinkhaus will Einheitlichkeit gegen Corona

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert.

Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona», schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU.

Freitag, 16. Oktober

19.48 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 193 (+33)
Fälle insgesamt: 1201
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 51,5 (+7,8)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 73 (+10) 
Fälle insgesamt: 982 (+12)
davon Todesfälle: 35 (+1)

Sieben-Tage-Inzidenz: 14,9 (+2,2) 

Kreis Herford
aktuell infiziert: 96 (-5)
Fälle insgesamt: 770 (+9) 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 28 

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 195 (+28) 
Fälle insgesamt: 3254 (42)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 42,5 (+2,8) 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 36 (+8) 
Fälle insgesamt: 481 (+9)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 18,5 (+3,0)

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 196 (+24) 
Fälle insgesamt: 1214 (+33)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 49,2 (+8,3)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 123 (+9)
Fälle insgesamt: 1065 (+20)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 17,7 (-1)

17.52 Uhr: Die neuen NRW-Regeln

Mit schärferen Kontaktbeschränkungen als von Bund und Ländern vereinbart will Nordrhein-Westfalen gegen den sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen kämpfen.  Die neuen Regeln sollen am Samstag in Kraft treten und gelten zunächst bis Ende Oktober. Das beschloss das Landeskabinett am Freitag.

KONTAKTE: 

  • maximal zehn Personen im öffentlichen Raum (unabhängig von der Inzidenz)
  • außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen
  • Ausgenommen sind Beerdigungen: Bei ihnen gilt auch bei erhöhten Inzidenzwerten keine feste Personenobergrenze, dafür aber eine Maskenpflicht. Sonderregeln gibt es auch für standesamtliche Trauungen
  • Ob Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden können, ist noch offen

PRIVATBEREICH:

  • In den privaten Raum greift die  Landesregierung nach wie vor nicht ein. Sie empfiehlt aber dringend, Kontakte und private Feiern zu reduzieren und möglichst infektionssicher zu gestalten.

SPERRSTUNDE:

  • Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen. In der Zeit müssten alle gastronomischen Betriebe schließen. Alkohol darf dann auch an Tankstellen und Kiosken nicht mehr verkauft werden.

FESTE:

  • Bei einer Inzidenz von 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. Das gilt ab Montag,(19. Oktober. Bei einer Inzidenz von 50 sind nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt.

SCHULEN:

  • Zurückhaltend zeigte sich Laschet bei der Frage, ob in den NRW-Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werde. Noch seien ja Herbstferien, sagte er. Einen Beschluss dazu gebe es noch nicht.

16.41 Uhr: 1272 Bielefelder in Quarantäne

In Bielefeld sind an diesem Freitag 43 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Bielefelder steigt damit auf 1201. Als infektiös gelten aktuell 193 Menschen. Das sind 33 mehr als am Donnerstag. In Quarantäne befinden sich derzeit 1272 Personen, das sind 58 mehr als am Vortag. Die Zahl der Reiserückkehrer, die positiv getestet worden sind, ist um 2 auf 121 angestiegen. Diese Zahl wird seit 17. Juli erhoben. 999 Bielefelder sind mittlerweile wieder genesen, 10 mehr als am Tag zuvor. Die Neuinfektionsrate in den vergangenen sieben Tagen ist auf 51,5 pro 100.000 Einwohner angestiegen. Das entspricht 172 Neuinfizierten.

14.58 Uhr: Eilantrag gegen Beherbergungsverbot in Hamburg erfolglos

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland abgelehnt. Den Antrag hatte ein Ehepaar aus Köln gestellt, das am Freitag anreisen wollte. Er sei am Nachmittag vor der geplanten Anreise vor Gericht gebracht worden. Aus Sicht des Gerichts hätte es nahe gelegen, "den Eilantrag zu einem Zeitpunkt anhängig zu machen".

14.52 Uhr: NRW bleibt bei strengen Beschränkungen

Nordrhein-Westfalen will  an seinen strengen Kontakt-Beschränkungen festhalten. Abweichend von gemäßigteren Empfehlungen der jüngsten Bund-Länder-Konferenz sollen sich in NRW weiterhin nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen - unabhängig von der Infektionslage. Das berichtete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in einer Video-Schalte mit Oberbürgermeistern und Landräten, wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf aus Teilnehmerkreisen erfuhr.Die Bund-Länder-Einigung vom vergangenen Mittwoch sieht eine Beschränkung auf zehn Personen erst vor, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einer Kommunen pro 100.000 Einwohner auf 50 oder mehr innerhalb von sieben Tagen steigt. In NRW dürfen sich bei Erreichen dieser Warnstufe schon seit vergangenem Montag nur noch fünf Personen im öffentlichen Raum treffen.Laschet sagte bei dem Corona-Gipfel mit den Kommunalspitzen den Angaben zufolge: „Wir befinden wir uns in einer sehr ernsten Lage, der wir entschlossen begegnen müssen.“ Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie seien besorgniserregend. Immer mehr Regionen würden zu Risikogebieten. Von den 18 Millionen Einwohnern in NRW lebten bereits 13 Millionen in einer Region mit mindestens 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Sieben-Tages-Zeitraum.Das Virus breite sich schnell und stark aus - insbesondere dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenlebten, warnte Laschet. „Das Ziel muss sein, dass wir Kontakte wieder deutlich reduzieren.“ Am Nachmittag wollte der Ministerpräsident neue Beschlüsse des Landeskabinetts zum Corona-Krisenmanagement vorstellen.Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit wurden am Freitag in NRW im Vergleich zum Vortag 2154 mehr Infizierte gemeldet. Aktuell seien damit 14.400 Menschen in NRW nachweislich infiziert. Auch Bielefeld und Bonn reihten sich inzwischen in die wachsende Kette der Städte und Kreise in NRW ein, die die 50er-Warnstufe überschritten haben.Seit Beginn der Pandemie im März hat das Robert Koch-Institut in NRW schon über 86.000 von bundesweit rund 349.000 bestätigten Infektionen registriert. Die weitaus meisten Patienten gelten als genesen. Neben zahlreichen Großstädten im Rheinland und in Westfalen gilt inzwischen fast das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet.

13.45 Uhr: Weiterer Todesfall in Hövelhof

Nach nahezu vier Monaten muss in Hövelhof ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion beklagt werden. Verstorben ist ein 85-Jähriger, der zudem schwere Vorerkrankungen hatte. Die aufsummierte Zahl der Verstorbenen liegt nun im Kreis Paderborn bei 35. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter: Hinzu kommen zwölf neue Covid-19-Fälle (sieben in Paderborn, zwei Fälle in Bad Wünnenberg, je eine Neuinfektion Büren, Delbrück und Hövelhof), ein weiterer Corona-Erkrankter hat eine Infektion überstanden und gilt als genesen. Für den Kreis Paderborn mit seinen 307.839 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der erste Frühwarnwert von 35 bei einer Zahl von 108 Neuinfektionen innerhalb einer Woche, der Grenzwert von 50 bei einer Zahl von 154 Neuinfektionen innerhalb einer Woche erreicht. In den vergangenen sieben Tagen wurden 46 neue Fälle bestätigt. Das entspricht einem Inzidenzwert von 14,9.

13.10 Uhr: Erstmals Sperrstunde gekippt

Nach den Urteilen gegen die Beherbergungsverbote in mehreren Bundesländern hat ein Gericht  erstmals auch die Sperrstunde gekippt . Das Berliner Verwaltungsgericht gab am Freitag Eilanträgen von Gastronomen gegen die am vergangenen Wochenende in Kraft getretene Sperrstunde von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens statt. Auch das Beherbergungsverbot für Urlauber aus Regionen mit hohen Infektionszahlen wird immer löchriger. Bayern lässt es auslaufen (s.u.), Hessen plant die Abschaffung.

11.49 Uhr: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, «wir belassen es dabei», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

10.41 Uhr: Aufmerksame Gelassenheit - Kommentar zur Corona-Lage

Die einseitige Fixierung des Kanzleramts und vieler Medien auf die Zahl der Neuinfektionen wird zu einem immer größeren Problem im Umgang mit der Corona-Pandemie. Hier geht's zum Kommentar.

9.32 Uhr: Peter Maffay: Corona-Leugner schaden der Gesellschaft

Rockstar Peter Maffay kritisiert die Äußerungen mancher Musikerkollegen zur Corona-Pandemie scharf. «Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft. Das ist meine Überzeugung. Und sie schaden nicht nur sich selbst, sondern vor allem anderen», sagte der 71-Jährige dem Podcast «Die Wochentester» des «Kölner Stadt-Anzeigers».

Er halte die Negierung eines existenten Problems für «völlig falsch». «Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich und extrem falsch.»

7.50 Uhr: Risikogebiet Bielefeld: Inzidenzwert jetzt bei 51,5

Aufgrund von 43 gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus gilt Bielefeld ab sofort als Risikogebiet. Der Inzidenzwert liegt am Freitag bei 51,5. Damit werden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft.

6.21 Uhr: Die Zahlen steigen: 7334 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen 7334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Am Vortag war mit 6638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden.

Donnerstag, 15. Oktober

20.57 Uhr: RKI-Chef Wieler: Abriegelung von Corona-Hotspots denkbar

Seit Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus an. Die Politik muss gegensteuern - mit neuen Maßnahmen und Beschränkungen. RKI-Chef Wieler schließt anders als vor neun Monaten eine Abriegelung von Corona-Hotspots nicht mehr aus.

«Wenn die Maßnahmen nicht verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter hochgehen», warnte der RKI-Chef und nannte eine Zahl von bis zu 10.000 Neuinfektionen täglich. Vor diesem Hintergrund warb er auch für die umstrittenen Beherbergungsverbote zur Einschränkung der Reiseaktivität: «Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie.»

19.04 Uhr: Patienbesuche in Bethel ab Samstag nicht mehr möglich

Ab Samstag, 17. Oktober, sind in allen Häusern des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) und des Krankenhauses Mara bis auf Weiteres  keine Patientenbesuche mehr möglich. Damit reagieren die beiden Betheler Krankenhäuser auf die gestiegenen Infektionszahlen.

18.21 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus OWL 

Bielefeld
aktuell infiziert: 160 (+40)
Fälle insgesamt: 1158
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 43,7

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 63 (+9) 
Fälle insgesamt: 970
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 12,7 

Kreis Herford
aktuell infiziert: 101 (+5)
Fälle insgesamt: 761 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 28 

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 167 (+19) 
Fälle insgesamt: 3209
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 39,7 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 28 (+2) 
Fälle insgesamt: 472
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 15,5

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 172 (+21) 
Fälle insgesamt: 1181
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 37,7

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 114 (+3)
Fälle insgesamt: 1045
davon Todesfälle: 15

18.08 Uhr: Niederlande und Teile Frankreichs sind nun Risikogebiete

Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, fast ganz Frankreich und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte. Dazu zählen acht Regionen der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

16.42 Uhr: Bielefeld: Vier Schulen und zwei Kitas neu betroffen

Die 49 Neuinfektionen in Bielefeld lassen sich nach Informationen der Stadt keinen größeren Clustern zuordnen. Es sind jedoch vier Schulen und zwei Kitas neu betroffen. In allen Fällen laufen die Kontaktnachverfolgung und die Verordnung von Quarantänen.

15.12 Uhr: Corona-Angst lässt Dax einknicken

Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt sind unter der Last steigender Corona-Infektionen eingebrochen. Nach den strengeren Vorschriften in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, schließen Marktexperten inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus.

Der Dax reagierte darauf mit deutlichen Verlusten von zuletzt minus 2,92 Prozent auf 12.647,42 Zähler. Zeitweise war er knapp unter die Marke von 12.600 Punkten gefallen.

14.44 Uhr: Telefonische Krankschreibung wieder bundesweit möglich

Um das Corona-Infektionsrisiko zu senken und Arztpraxen zu entlasten, konnten sich Patienten ab kommenden Montag ohne Besuch beim Mediziner krankschreiben lassen. 

Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen am Donnerstag. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung.

14.07 Uhr: Bestätigt: Arminia vor leeren Rängen

Die Befürchtungen wurden am Donnerstagmittag bestätigt: Arminia Bielefeld muss das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr)  in einer nahezu leeren Schüco-Arena bestreiten. Das wurde dem Klub von der Stadt bestätigt. Der Inzidenzwert war in Bielefeld am Donnerstag auf 43,7 gestiegen und damit deutlich über die kritische Marke (35).

13.47 Uhr: Herford gegen den Tend

Entgegen des allgemeinen Trends sinkt im Kreis Herford der Inzidenzwert . Lag die Anzahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch noch bei 29, sind es Donnerstag nur noch 28. Von Mittwoch auf Donnerstag sind acht neue bestätigte Infektionen dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 649 auf 652, teilt die Kreisverwaltung mit. Kreisweit gibt es nun 101 aktuell bestätigte Fälle.  Am Donnerstag waren 13 neue Infektionen gemeldet worden, die nun nicht mehr in die Berechnung des Inzidenzwertes einfließen. Bei den neuen Fällen handelt es sich überwiegend um Kontaktpersonen bereits infizierter Personen.

13.11 Uhr: Sachsen hebt Beherbergungsverbot auf

Jetzt hebt auch Sachsen das Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten auf . Das kündigte die Regierung nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

13.02 Uhr: Die Verschärfungen im Überblick

Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Ihre Beschlüsse nach achtstündigen Beratungen im Kanzleramt stießen zum Teil auf deutliche Kritik. So zeigte sich der Deutsche Städtetag skeptisch, ob die Maßnahmen ausreichen werden. Kanzleramtschef Helge Braun ging ebenfalls davon aus, dass die Beschlüsse vom Vortag vermutlich nicht ausreichen werden. «Und deshalb kommt's jetzt auf die Bevölkerung an», sagte der CDU-Politiker im ARD-«Morgenmagazin»: «Dass wir nicht nur gucken: Was darf ich jetzt? Sondern wir müssen im Grunde genommen alle mehr machen und vorsichtiger sein als das, was die Ministerpräsidenten gestern beschlossen haben.»

Weitere Reaktionen und die Beschlüsse im Überblick gibt es hier .

12.06 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg

Das Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg hat mit Beschluss von Donnerstag einem Eilantrag gegendas Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben . Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Coronafälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Recklinghausen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht. 

10.37 Uhr: Lippe, Gütersloh und Bielefeld über Frühwarnwert

In Ostwestfalen-Lippe haben mittlerweile  zwei Kreise und die kreisfreie Stadt Bielefeld die Grenze von 35 Neuinfektionen binnen einer Woche überschritten . Der Kreis Gütersloh hatte bereits am Mittwoch den Frühwarnwert geknackt, Bielefeld und Lippe folgten am Donnerstag.

Das Ruhrgebiet sind mittlerweile nahezu ein großer Hotspot. Nur wenige Kommunen liegen noch unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In Herne ist er mit 92 besonders hoch. In Bottrop und Oberhausen ist die Grenze noch nicht überschritten. Die Stadt Dortmund hat unterdessen Unterstützung von der Bundeswehr angefordert. Hier rücken am Montag 40 Soldaten an.

9.13 Uhr: Besonders viel Kurzarbeit in Bayern

Bayern und Baden-Württemberg kämpfen weiter mit besonders hohen Kurzarbeiterzahlen . Im Freistaat waren im September 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Das hat das Münchner Ifo-Institut auf Basis seiner Konjunkturumfrage ermittelt. Das sind rund 825.000. In Baden-Württemberg waren es 610.000 Menschen oder 13 Prozent. NRW kommt auf elf Prozent Kurzarbeiter, die niedrigsten Quoten gibt es in Ostdeutschland.

8.47 Uhr: Bund und Länder beschließen Verschärfungen

Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. 

Zugleich stellte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach ihrem Treffen mit den Ministerpräsidenten mögliche weitere Verschärfungen in Aussicht. «Wir reden von Kontaktbeschränkungen», sagte Merkel dazu. Man müsse jetzt sehen, ob etwa die Sperrstunde 23.00 Uhr richtig sei, oder ob man sie bei 22.00 Uhr machen müsse. «Da muss da nachgeschärft werden.»

Zuvor hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. Diese sollen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. So soll dort die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden.

6.32 Uhr: Inzidenzwert in Bielefeld bei 43,7

Der Inzidenzwert in Bielefeld liegt mittlerweile schon bei 43,7. Damit ist der Frühwarnwert deutlich überschritten. Die Bielefelder müssen sich ab sofort auf schärfere Corona-Regeln einstellen. Es gibt strengere Vorschriften bei der Maskenpflicht, bei Feiern und auch bei Veranstaltungen .

5.58 Uhr: Verl richtet Testzentrum ein

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) richtet auf Wunsch der Stadt in Verl ein Corona-Testzentrum ein. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Demnach soll mittwochs von 12 bis 14 Uhr getestet werden. Bei Bedarf sollen die Öffnungszeiten erweitert werden. 

5.22 Uhr: RKI vermeldet Rekordwert

Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht . Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Mittwoch, 14. Oktober:

21.09 Uhr: Erstmals seit April mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt erstmals seit April bei über 5000. Die gesamte Bevölkerung müsse sich für den Infektionsschutz engagieren, appelliert das RKI.

20.34 Uhr: Frankreich verhängt erneut den Gesundheitsnotstand

Bis zu 27.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich - nun zieht die Regierung die Reißleine. Bürger müssen sich auf neue Beschränkungen einstellen. Von diesem Samstag an wird wieder der Gesundheitsnotstand eingeführt.  

19.03 Uhr: Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomie in Corona-Hotspots

In Städten und Gegenden mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihren Beratungen in Berlin beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

17.15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 120 (+3)
Fälle insgesamt: 1109 (+23) 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 34,1 (+3,9)

Kreis Paderborn  
aktuell infiziert: 54 (+5)
Fälle insgesamt: 958
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 11 (+2,6)

Kreis Herford
aktuell infiziert: 96 (+1)
Fälle insgesamt: 753 (+8)
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 29 (-2,0)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 148 (+23)
Fälle insgesamt: 3183 (+30)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 36,2 (+5,0)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 26 (+7)
Fälle insgesamt: 469 (+8)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 13,3 (+2,7)

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 151 (+27) 
Fälle insgesamt: 1152 (+27)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 34,5 (+4,6)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 111 (+3)
Fälle insgesamt: 1036 (+10)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 19,2 (+2,1)

15.41 Uhr: Spahn: Keine Versorgungsengpässe bei Grippe-Impfstoff

Der Grippeschutzimpfung kommt angesichts der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Bundesregierung hat deshalb so viele Dosen Impfstoff wie noch nie geordert, sagt der Gesundheitsminister.

13.50 Uhr: Bielefeld kurz vor dem Frühwarnwert 35: Pressekonferenz am Mittwoch um 15 Uhr

Im Zusammenhang mit den drei Hochzeiten am ersten Oktoberwochenende in Bielefeld liegen die ersten Testergebnisse vor: Zwölf Gäste sind demnach positiv getestet worden. Die Neuinfektionsrate in den vergangenen sieben Tagen steigt auf 34,1 pro 100.000 Einwohner, das entspricht 114 Neuinfizierten.

12.32 Uhr: Kreis Gütersloh überschreitet ersten Inzidenzwert

Der Kreis Gütersloh hat diesen Mittwoch als erster Kreis in der Region den wichtigen Schwellenwert von 35 Corona-Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Inzidenzwert) überschritten . Damit greifen nun erste Maßnahmen, die den Alltag vieler Menschen mehr als bisher einschränken. Der Kreis Gütersloh werde nun eine Allgemeinverfügung auf Grundlage der vom Land NRW für diesen Fall erstellten Corona-Schutzmaßnahmen erlassen.

11.45 Uhr: Bund will strengere Maskenpflicht

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder.

11.37 Uhr: Lockdowns drücken weltweiten CO2-Ausstoß deutlich

Durch die Corona-Einschränkungen ist der globale CO2-Ausstoß deutlich gesunken . Das zeigt eine neue Studie. Doch Entwarnung bei der Klimaerwärmung gibt es deshalb nicht. Der Studie zufolge ging die Menge der CO2-Emissionen um deutlich mehr als eine Milliarde Tonnen zurück, das ist weit mehr als während der Ölkrise 1979 und der Finanzkrise 2008. Eine gute Nachricht fürs Klima? Nach Ansicht von Forschern kaum. Denn der Effekt war vielerorts nur von kurzer Dauer.

10.59 Uhr: Bielefeld kurz vor dem Frühwarnwert 35

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Bielefeld ist am Mittwoch auf 34,1 gestiegen . Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW gibt es 23 neue Coronafälle nach bestätigten Tests. Damit sind in den vergangenen sieben Tagen 114 Infektionen offiziell registriert worden. Gerechnet auf 100.000 Einwohner sind das 34,1. Der Frühwarnwert von 35 wird also nur leicht unterschritten.

10.52 Uhr: NRW verbietet Swingerclubs

Die Pandemie hat auch kuriose Folgen: Das Land NRW verbietet ab sofort Swingerclubs. Die Corona-Schutzverordnung wurde um einen Passus erweitert, der bisher nur Tanzlokale betraf. Wörtlich heißt es da nun: "Der Betrieb von Clubs, Discotheken und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Das gilt auch für Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen." Bis vor kurzem waren auch Bordelle zwangsweise geschlossen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte das Verbot Anfang September gekippt, die Regierung hatte daraufhin etliche Regeln für Prostituierte und ihre Kunden in die Hygienevorschriften aufgenommen. So genannte Swingerclubs, bei denen Partnertausch ohne Bezahlung stattfindet, wurden dadurch nicht erfasst. Nun sind sie ausdrücklich verboten. Analog zu Discotheken müsste der Betreiber laut Bußgeldkatalog 5000 Euro zahlen.

10.11 Uhr: Altmaier will Überbrückungshilfen für Unternehmen verlängern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant weitere Hilfen für besonders hart von Corona-Maßnahmen getroffene Unternehme n. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe über die Pläne berichtet. Im Wirtschaftsministerium wird demnach zudem an weiter verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Tilgungszuschüsse und Elemente eines Unternehmerlohnes gedacht - erstattet werden bisher fixe Betriebskosten wie Mieten oder Pachten. Wirtschaftsverbände hatten deswegen beklagt, viele Hilfen kämen etwa bei Selbstständigen nicht an. Weiter gehe es um Modernisierungs- und Zuschussprogramme für Renovierungen während der auftragslosen Zeit, hieß es.

8.19 Uhr: Drosten: Ältere nicht abschirmen

Der Virologe Christian Drosten hat sich deutlich gegen die Idee ausgesprochen, sich in der Corona-Pandemie nur auf den Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen zu konzentrieren , während der Rest der Gesellschaft zum Alltag zurückkehrt. Zum einen könne es nicht gelingen, die Älteren komplett abzuschirmen, sagte der Charité-Wissenschaftler in der aktuellen Folge des «Coronavirus-Update» bei NDR-Info. Zum anderen gebe es auch in den jüngeren Altersgruppen nicht so wenige Risikopatienten.

6.59 Uhr: Masken aus dem Automaten

Abends aus dem Haus gegangen und Maske vergessen? In Japan kein Problem. Nicht nur in den überall präsenten 24-Stunden-Supermärkten gibt es Masken und Desinfektionsmittel zu kaufen. Ab diesem Monat bietet ein Getränkekonzern Gesichtsmasken und Feuchttücher in Getränkeautomaten an. Geplant ist, 3000 Automaten damit auszurüsten - einsortiert neben den üblichen Getränken wie Tee und Kaffee.

6.48 Uhr: Weihnachten unter freiem Himmel

Im Stadion, auf der Burg oder auf dem Bahnhofsvorplatz, auf jeden Fall aber unter freiem Himmel – die Bielefelder Gläubigen dürfen sich auf ein besonderes Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen einstellen. Um den Hygienebestimmungen gerecht zu werden, haben der Evangelische Kirchenkreis und das Dekanat Bielefeld gemeinsam ein Konzept erarbeitet, wie trotz steigender Infektionszahlen dennoch die Geburt Jesu angemessen gefeiert werden kann.

5.32 Uhr: Mehr als 5000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Dienstag, 13. Oktober

21.11 Uhr: Brinkhaus fordert Klarheit

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch (14 Uhr) über das weitere Vorgehen zum Eindämmen der Pandemie. Das Treffen steht unter dem Eindruck eines heftigen Streits über die Beherbergungsverbote vieler Länder für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten. Zuletzt waren wiederholt mehr als 4000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt worden - am Dienstag waren es 4122. Immer mehr Städte und Regionen überschreiten die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, nötig sei eine klare, stringente Linie. „Die kann in einer Zeit, wo die Zahlen immer mehr in Deutschland steigen, nicht Lockerung sein.“Zu einem Ärgernis für die Bürger sind auch die von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Regelungen geworden. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus aus Gütersloh verlangte daher  von der Bund-Länder-Runde im Kanzleramt „ein klares Signal gegen die Kleinstaaterei“. Die Menschen bräuchten Klarheit, sagte der CDU-Politiker. „Dies gilt insbesondere für innerdeutsche Reisen.“Zu den weiteren Themen dürfte eine Verschärfung der Maskenpflicht und die Kontrolle dieser Vorschriften gehören. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Verstöße bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro gefordert. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits.

19.13 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 117 
Fälle insgesamt: 1086 (+24) 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 30,2 (+6,0)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 49 (-27)
Fälle insgesamt: 958 (+5) 
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 8,4 (+0,3)

Kreis Herford
aktuell infiziert: 95 (-3)
Fälle insgesamt: 745 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 32 (-1,0)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 125 (+3)
Fälle insgesamt: 3153 (+11)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 31,2 (+9,3)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 19 (-1)
Fälle insgesamt: 461 (+1)
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 10,6

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 124 (-2) 
Fälle insgesamt: 1125 (+4)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 29,9 (+0,3)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 108 (-7)
Fälle insgesamt: 1026 (+6)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 17,1 (+1,0)

17.50 Uhr: Zweite Bewohnerin des Wohnparks in Bad Essen verstorben

Eine zweite Bewohnerin des Vitalis Wohnpark Bad Essen ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren gestorbe n. Die Verstorbene litt an verschiedenen schweren Vorerkrankungen. Sie war zuvor negativ auf Corona getestet worden. Der hausärztliche Notdienst diagnostizierte entsprechend Herzversagen als Todesursache. Die Auswertung eines zweiten PSR-Tests ergab am Montagmorgen, dass die Verstorbene ebenfalls mit Covid-19 infiziert war. Laut ärztlicher Auskunft verstarb sie mit und nicht an Covid-19.

16.19 Uhr: Diese Regeln gelten in NRW

In NRW dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände grundsätzlich nur noch 50 Gäste anwesend sein. Ein entsprechender Erlass für alle Kommunen ging am Montag an die Bezirksregierungen . Er gilt ab sofort. Einheitliche Regeln gibt es damit auch für Kreise und Städte, in denen die wichtige Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder gar 50 steigt. Zunächst gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen. Ab der 50er-Marke sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Regeln am Freitag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten besprechen.

16.02 Uhr: Corona-Ampel für Reisen

Bürger können sich künftig auf einer Ampel-Karte über die Corona-Lage in Europa informieren . Auf Grundlage gemeinsamer Kriterien werden Regionen je nach Infektionsgeschehen entweder grün, orange oder rot markiert. Für grüne Gebiete mit wenigen Infektionen sollen künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden, wie eine Mehrheit der Europaminister am Dienstag in Luxemburg beschloss.Mit dem Flickenteppich verschiedener Regeln dürfte es jedoch nicht vorbei sein. Denn gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen - also orange oder rot markierten - Regionen sind nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch sind die Empfehlungen nicht bindend.

15.12 Uhr: Bibelschule in Lemgo unter Quarantäne

An der Bibelschule in Lemgo steigt die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler und Lehrer. Mittlerweile ist das Virus bei 60 Menschen der Bibelschule Brake nachgewiesen worden . Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen läuft. Vorbeugend steht die Schule unter Quarantäne, das betrifft 150 Schüler und Mitarbeiter. 117 Schüler aus ganz Deutschland Besucher derzeit die Schule. 

13.24 Uhr: Corona-Hilfen ergaunert: Kirchlengeraner wegen Subventionsbetrugs verurteilt

Wegen Subventionsbetrugs hat sich am Montag ein 59-Jähriger aus Kirchlengern vor dem Amtsgericht Bünde verantworten müssen. Der Mann hatte im vergangenen April Mittel aus dem Fond „NRW Soforthilfe 2020“ beantragt. Damit wollen Bund und Land Schäden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abfedern. Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässen für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten durch einen Zuschuss unterstützt werden. Allerdings habe der 59-Jährige falsche Angaben gemacht und die Subvention zu Unrecht beantragt, so die Anklage.

12.12 Uhr: Ferienverlängerung wegen Corona?

Der Vorschlag zweier Unionspolitiker, wegen Corona die Winter- oder Weihnachtsferien zu verlängern, stößt auf Ablehnung. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei, sagte am Dienstag: «Angesichts der Verbreitungswege, die derzeit dominieren, befürchte ich, dass wir durch eine Verlängerung der Weihnachtsferien viel Unruhe stiften, aber letztlich keinen durchgreifenden Erfolg erringen.» Er verwies auch auf die Zeitplanung der Eltern, die ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen müssten. Entscheidend für eine Eindämmung der Pandemie sei vielmehr, dass alle die Abstands- und Hygieneregeln ernstnähmen.

10.28 Uhr: RKI: Alltag bleibt auch mit Impfstoff zunächst eingeschränkt

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin «gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins» wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

10.04 Uhr: Bislang 211 Corona-Patienten behandelt

Mit einer ständigen Anpassung des Hygienekonzeptes hat das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe auf die Entwicklung der Corona-Pandemie reagiert. „Wir haben in den vergangenen sieben Monaten viel gelernt. Wir dürfen nicht nachlässig werden und müssen die Hygiene stärken“, betont MZG-Betriebsärztin Dr. Vanda Amedick. Das MZG setze dabei auf einen Dreiklang aus Prävention, Hygienekonzept und Abstrich.

Durch den langjährigen Schwerpunkt im Bereich der Lungenheilkunde sowie die bundesweit seltene Verbindung von Akutkrankenhaus, Früh-Rehabilitation und Rehabilitation an einem Standort habe sich Bad Lippspringe zu einem Corona-Zentrum entwickelt.  Bislang wurden in der Karl-Hansen-Klinik sowie in den angeschlossenen Reha-Kliniken 211 Akut- und Rehapatienten seit Ausbruch der Pandemie behandelt. 

Bislang wurden in der Karl-Hansen-Klinik sowie in den angeschlossenen Reha-Kliniken 211 Akut- und Rehapatienten seit Ausbruch der Pandemie behandelt.  Insgesamt stehen in dem Krankenhaus 65 Beatmungsplätze zur Verfügung.  „Diese haben wir bislang aber noch zu keinem Zeitpunkt ausschöpfen müssen, so dass wir auch im Falle steigender Corona-Zahlen noch Kapazitäten haben“, sagte MZG-Sprecherin Claudia Reichstein.

8.56 Uhr: Schnelltests bei Veranstaltungen sind Science-Fiction

Sie würden den öffentlichen Alltag so sehr erleichtern: Schnelltests bei Großveranstaltungen.  Doch daraus wird - zumindest in naher Zukunft - nichts: Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests gedämpft.

«Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel», sagte der Kassenarztchef der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag). «Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction.» Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. «Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen», warnte Gassen.

8.20 Uhr: NRW-Studenten starten ins „Hybridsemester“

In diesem Jahr starten Studenten in Nordrhein-Westfalen pandemiebedingt in ein hybrides Wintersemester 2020/21. Die sehr guten Ergebnisse des vergangenen Sommersemesters an den NRW-Hochschulen seien Vorbild dafür, dass es auch im Wintersemester so viel Präsenz wie möglich und so viele Online-Veranstaltungen wie nötig an den Hochschulen geben werde, sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Montag in Düsseldorf. Vor allem für Erstsemester solle der Hochschul-Campus wieder geöffnet werden, um sie beim Einstieg ins Studium zu unterstützen.

7.27 Uhr: Trump kehrt zurück auf die Wahlkampfbühne 

US-Präsident Donald Trump hat sich bei seiner Rückkehr auf die Wahlkampfbühne von seinen Anhängern im US-Bundesstaat Florida feiern lassen.

«Ich fühle mich so stark», sagte Trump am Montagabend während seines rund einstündigen Auftritts in Sanford bei Orlando. Der 74-Jährige betonte wie schon am Wochenende, er sei nun immun. «Ich werde jeden in diesem Publikum küssen. Ich werde die Kerle und die schönen Frauen küssen (...). Ich werde euch einfach allen einen dicken, fetten Kuss geben.» Florida ist ein potenziell entscheidender Bundesstaat für die Präsidentenwahl am 3. November.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte zuvor mitgeteilt, dass mehrere Corona-Schnelltests an «aufeinanderfolgenden Tagen» bei dem 74-Jährigen negativ ausgefallen seien. Neben den Antigentests seien auch andere Labordaten hinzugezogen worden, um zu ermitteln, dass der Präsident nicht mehr ansteckend sei.

7.13 Uhr: 4122 neue Fälle in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4122. Es gibt 13 neue Todesfälle und mehr als 40.000 aktive Fälle.

5.25 Uhr: Streit über Beherbergungsverbot wird heftiger

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnte vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage und mahnten, uneinheitliche Corona-Regelungen trügen zu Verunsicherung und Akzeptanzproblemen bei. Der Städte- und Gemeindebund forderte die Politik auf, die getroffenen Beherbergungsregeln zu vereinheitlichen. Derweil werden immer mehr Städte in Deutschland zu Corona-Hotspots, am Montagabend überschritt auch Düsseldorf die Warnstufe.

Montag, 12. Oktober

21.27 Uhr: Neue Regeln: Was gilt jetzt in NRW?

Mit steigenden Infektionswerten in zahlreichen Städten und Kreisen in NRW ist auch die Zahl der Maßnahmen zur Corona-Eindämmung gewachsen. Angesichts unterschiedlicher Auflagen in einzelnen Kommunen und innerhalb der Bundesländer wurde Kritik an teils unabgestimmten Regelungen und einem unübersichtlichen Flickenteppich laut. Was gilt jetzt in NRW? Hier gibt's die Antworten.

20.02 Uhr: Alarmsystem in England soll Virus unter Kontrolle bringen

Die Corona-Zahlen in Großbritannien schießen in die Höhe, immer mehr Menschen liegen mit Covid-19 im Krankenhaus. Premier Boris Johnson will einen weiteren nationalen Lockdown um jeden Preis verhindern - und setzt dabei auf ein neues dreistufiges Alarmsystem . Je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten, wie Johnson im Londoner Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.

19.42 Uhr: Aktuelle Zahlen aus OWL

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 
Fälle insgesamt: 1062 
davon Todesfälle: 9

Sieben-Tage-Inzidenz: 24,2 (-0,6)

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 76
Fälle insgesamt: 943  
davon Todesfälle: 34

Sieben-Tage-Inzidenz: 8,1

Kreis Herford
aktuell infiziert: 98 (+21)
Fälle insgesamt: 745 
davon Todesfälle: 8

Sieben-Tage-Inzidenz: 33 (+8,3)

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 122 (-2)
Fälle insgesamt: 3142 (+9)
davon Todesfälle: 21 

Sieben-Tage-Inzidenz: 21,9 (-1,4)

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 20
Fälle insgesamt: 460 
davon Todesfälle: 19 

Sieben-Tage-Inzidenz: 10,6 (+0,1) 

Kreis Lippe

aktuell infiziert: 126 (+74) 
Fälle insgesamt: 1121 (+78)
davon Todesfälle: 31

Sieben-Tage-Inzidenz: 29,6 (+19,0)

Kreis Minden-Lübbecke

aktuell infiziert: 115 (+28)
Fälle insgesamt: 1020 (+31)
davon Todesfälle: 15

Sieben-Tage-Inzidenz: 16,1 (+1,6)

18.19 Uhr: Corona beschleunigt Hunger und Armut

Die Welthungerhilfe befürchtet eine  drastische Zunahme von Hunger und Armut weltweit durch die Corona-Pandemie . Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon vor der Pandemie alarmierend gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2020 in Berlin. «Covid-19 wirkt wie ein Brandbeschleuniger.» Zusätzlich werde die Situation durch die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Dürrekatastrophen verschärft.

17.15 Uhr: Experten sehen Fehler bei Krisenmanagement in Ischgl

Beim umstrittenen Corona-Management im österreichischen Ischgl sind nach Darstellung einer Expertenkommission Fehler und Fehleinschätzungen passiert . Es sei aber kein generelles Versagen der Behörden und der Politik zu konstatieren, sagte der Kommissionsvorsitzende Ronald Rohrer am Montag in Innsbruck. So sei der Betrieb der Skibusse und der Seilbahnen mindestens einen Tag später als erforderlich eingestellt worden. Auf lokaler Ebene sei es dabei zu einer «Pflichtverletzung» gekommen, weil die Verordnung der Bezirksbehörde nicht unverzüglich an der Amtstafel des Orts veröffentlicht worden sei.

15.58 Uhr: Herford nähert sich erster Warnstufe

Der Kreis Herford nähert sich der kritischen Marke von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Und die Infektionszahlen steigen weiter im zweistelligen Bereich an. Der Kreis meldet 24 neue Fälle seit Samstag. Derzeit gibt es 98 aktuelle und insgesamt 745 bestätigte Infektionen. „Die steigenden Zahlen sind zurückzuführen auf Infizierungen in mehreren Familien, in denen bereits ein Familienmitglied infiziert war. Außerdem gab es mehrere Infizierte, die an einer größeren kirchlichen Veranstaltung teilgenommen hatten“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

14.17 Uhr: Dringlichkeitsentscheidung in Bielefeld

Corona zwingt die Politik zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Erneut müssen die größten Parteien in Bielefeld, CDU und SPD, eine Dringlichkeitsentscheidung unterzeichnen. Hintergrund sind die Personalkosten im Gesundheitsamt. Sie werden etwa um zwei Millionen Euro steigen.

14.01 Uhr: Schuldenuhr tickt so schnell wie nie

Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler tickt so schnell wie nie zuvor. Jede Sekunde steigen die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen demnach gerade um 10.424 Euro . Erstmals in der 25-jährigen Geschichte der Schuldenuhr werde damit die Marke von 10.000 Euro pro Sekunde überschritten, erklärte der Verband am Montag. Bund und Länder wollen demnach in diesem Jahr zusammen 330 Milliarden Euro neuer Kredite aufnehmen - der Bund rund 218, die Länder 112 Milliarden.

13.12 Uhr: Coronavirus kann bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben

Auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays und Bankautomaten kann das Coronavirus unter bestimmten Laborbedingungen bis zu 28 Tage überleben . Das schreibt zumindest die australische Wissenschaftsbehörde Csiro im Fachblatt «Virology Journal». Das Experiment wurde im Dunkeln durchgeführt, da direktes Sonnenlicht Studien zufolge das Virus schnell abtöten könne. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt an, ihm seien keine Corona-Infektionen über Oberflächen wie zum Beispiels Kartenterminals und Smartphones bekannt.

11.21 Uhr: Bielefelder Oberbürgermeister Clausen begrüßt Vorstoß der Landesregierung

Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) begrüßt den Vorstoß der nordrhein-westfälischen Landesregierung zu einheitlichen Vorgehensweisen der Kommunen im Fall von steigenden Corona-Infektionszahlen über einen bestimmten Grenzwert.

Vor allem mit Blick auf Feierlichkeiten, die momentan als wesentliche Ursachen für Infektions-Hotspots gelten, würden nun Beschränkungen und Auflagen einheitlich im Bundesland geregelt, sagte der Vorsitzende des NRW-Städtetags am Montag im WDR5-„Morgenecho“.

10.03 Uhr: Corona brachte Florian Janssen in Lebensgefahr – jetzt dankte er seinen Rettern

Florian Janssen ist am Wochenende zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die Intensiv­station des münsterischen Clemenshospitals gekommen. Aber diesmal war alles anders. Am 30. Mai war er mit dem Rettungswagen eingeliefert worden und wurde kurz darauf für zweieinhalb Wochen ins künstliche Koma gelegt: Covid-19, sehr schwerer Verlauf. Dieses Mal nun kam er freiwillig, um sich bei seinen Rettern zu bedanken. Und anschließend konnte er einfach wieder nach Hause gehen.

7.59 Uhr: 2467 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen 2467 neue Corona-Infektionen gemeldet . Am Vortag hatte der Wert noch bei 3483 gelegen, nachdem am Samstagmorgen 4721 Neuinfektionen gemeldet worden waren.

Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am vergangenen Montag waren 1382 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

7.47 Uhr: Corona-Kontrolle in Bielefeld eskaliert: 20 Platzverweise

In Bielefeld ist am Sonntag eine Corona-Kontrolle des Ordnungsamtes eskaliert. Polizisten sprachen mehr als 20 Platzverweise aus. Die Situation soll sich so hochgeschaukelt haben, dass die Beamten schließlich Unterstützung anforderten und die August-Bebel-Straße für den Polizeieinsatz zeitweise gesperrt werden musste.

6.28 Uhr: Kritik an Beherbergungsverbot wird immer massiver

Die Kritik am Beherbergungsverbot wird immer lauter. Zahlreiche Politiker fordern eine Rücknahme der erst in der vergangenen Woche beschlossenen Regelung.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigten an, darüber auch am Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz zu reden. Derweil stellte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Gastronomen und Hoteliers, die durch die Beschränkungen Verluste erleiden, zusätzliche Hilfen in Aussicht.

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, sprach sich dafür aus, das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten zurückzunehmen. Die Regelung sei «nicht durchdacht, da wird man noch mal rangehen müssen», sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Denn wir haben keine Hinweise darauf, dass Hotels oder der Verkehr mit Bus und Bahn Hotspots sind. Die Hotspots entstehen ganz woanders.»

Sonntag, 11. Oktober

20.46 Uhr: Schlachtbetrieb Weidemark: Dreiwöchige Stilllegung ist vom Tisch

Nach intensivem Austausch zwischen dem Landkreis Emsland und der Firma Weidemark aus Sögel haben sich beide Seiten nun auf eine Vorgehensweise verständigt, die den Schlachthof kurzfristig wieder arbeitsfähig macht. Kernidee ist eine Arbeitsquarantäne.

„Das uns vorgelegte Konzept zur Wiederöffnung des Betriebs ist aus infektiologischer Sicht tragfähig. Insofern kann die Arbeit unter den veränderten Rahmenbedingungen wieder anlaufen, wenn auch in eingeschränktem Maße“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Am Freitag hatte die Tönnies-Tochter ihr Konzept dem Landkreis vorgelegt und die verschiedenen Handlungsfelder bis in die Abendstunden mit den Vertretern des Landkreises diskutiert.

Zum Wochenbeginn erfolgt somit ein Neustart unter den vereinbarten Bedingungen, nachdem die Schlachtung in den vergangenen Tagen komplett heruntergefahren wurde und die Zerlegung am Montag vollständig ausgesetzt wird.

17 Uhr: Ordnungsamt kontrolliert 26 private Feiern in Bielefeld 

Das Bielefelder Ordnungsamt hat am Freitag und Samstag 26 private Feiern kontrolliert, darunter Hochzeiten, Geburtstage und eine Verlobungsfeier. Es wurden nur zwei kleinere Verstöße festgestellt. Zugleich vermeldet die Stadt 16 Corona-Neuinfektionen am Sonntag.

16.32 Uhr: NRW begrenzt private Feiern auf 50 Teilnehmer 

Nordrhein-Westfalen beschränkt die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf 50 Menschen. Weil das Land auf einen Inzidenzwert von 35 zusteuere, sei die Begrenzung für Feiern aus herausragendem Anlass außerhalb des privaten Raumes nötig, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Düsseldorf. Zudem sollen die Regeln für Corona-Hotspots landesweit vereinheitlicht werden. 

16.04 Uhr: Laschet: „Kompletttests“ in Altenheimen

In Nordrhein-Westfalen soll künftig in Alten- und Pflegeheimen verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. So soll in Kommunen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 übersteigt, „eine einmalige Komplett-Testung aller Bewohner und Mitarbeiter dieser Einrichtungen“ erfolgen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in Düsseldorf.

„Wir wollen alle Kontakte in  Alten- und Pflegeeinrichtungen  virusfrei halten“, betonte Laschet. Es gehe um den Schutz der besonders verwundbaren Gruppen der Gesellschaft. Der Ministerpräsident kündigte zudem an, sich für einen verstärkten Einsatz von Schnelltests in Altenheimen einzusetzen.

15.38 Uhr: Sperrstunde in Berlin - Verstöße am ersten Wochenende

Zwangspause für die Partyhauptstadt: Seit dem Wochenende gilt in Berlin eine Sperrstunde zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Das berühmte Nachtleben der Stadt pausiert damit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr - oder zumindest sollte es das. In den beiden ersten Nächten mit der neuen Regelung musste die Berliner Polizei Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. Auch andere Städte verschärften aufgrund steigender Infektionszahlen ihre Gangart.

14.12 Uhr: Viele Neuinfektionen: Europa wehrt sich gegen Corona

Die Corona-Krise ist in Europa das alles beherrschende Thema. Mit dem Herbst steigt auch die Zahl der Neu-Infektionen wieder deutlich. Überall wird in Krisenrunden beraten, wie eine zweite Welle verhindert werden kann. Ein Überblick über die Lage in einigen europäischen Staaten.

13.45 Uhr: Großbritannien am «Scheideweg» von Corona-Pandemie

Großbritannien steht nach Ansicht von Wissenschaftlern an einem «Scheideweg» in der Corona-Krise. Dem Land stünden schwere Zeiten bevor, erklärte der Epidemiologe Jonathan Van-Tam. «Leider wird in den kommenden Wochen, genau wie die Nacht auf den Tag folgt, die Zahl der Todesfälle zunehmen.» Er forderte die Briten auf, ihre sozialen Kontakte einzuschränken.

Van-Tam gehört zu den Beratern der Regierung von Premierminister Boris Johnson. Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern ist von der Pandemie besonders betroffen. Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

Van-Tam schätzt das mögliche Ausmaß der zweiten Welle dramatischer ein als das Ausmaß der ersten, da nun der Winter bevorsteht. «Die Jahreszeiten sind gegen uns», sagte der Experte. Am Samstag hatten die Behörden mehr als 15.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - etwa 1300 mehr als am Vortag. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet, da es nicht genug Tests im Land gibt.

12.33 Uhr: 124 aktuell Infizierte im Kreis Gütersloh

124 Personen gelten aktuell im Kreis Gütersloh als mit dem Coronavirus infiziert – 12 mehr als am Samstag. Das hat die Gütersloher Kreisverwaltung am Sonntag mitgeteilt .

11.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Bad Essen

Eine 85-jährige Frau ist im Krankenhaus verstorben, weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden: Das ist die bisherige Bilanz eines massiven Corona-Ausbruchs im Vitalis-Wohnpark im niedersächsischen Bad Essen.

Vitalis betreibt einen weiteren Wohnpark in Preußisch Oldendorf. Diese Einrichtung sei nicht betroffen, betonte Rebecca Jung, Sprecherin der Dr.-Becker-Klinikgruppe in Köln, die Eigentümerin der Häuser ist. Es gebe keinerlei Austausch von Personal, das sei schon aufgrund des Infektionsschutzgesetzes nicht möglich.

10.35 Uhr: Bewohner von Bünder Altenheim in Quarantäne

In Bünde sind 26 Bewohner des Altenheims Jacobi-Haus vorsorglich in Quarantäne. Dort wurde eine Betreuerin positiv getestet. Im gesamten Kreis Herford gibt es nun 77 aktuell bestätigte Fälle .

9.36 Uhr: Neun Städte und Kreise in NRW überschreiten Warnwert

In Nordrhein-Westfalen haben am Sonntag insgesamt neun Kreise und kreisfreie Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Ab diesem Wert gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Landesweit steckten sich 34,1 Menschen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Virus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte - das waren 1,7 mehr als am Vortag. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Neben der Stadt Essen überschritten auch der Kreis Unna und die Stadt Solingen die wichtige 50er-Grenze. Remscheid hingegen fiel mit einem Wert von 44,0 wieder aus der Liste der Corona-Risikogebiete raus.

Spitzenreiter in NRW war am Sonntag die Stadt Herne mit 86,3 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen - das war bundesweit der dritthöchste Wert aller 412 Kreise und kreisfreien Städte. Auch Hagen (71,0), Wuppertal (60,5) und Köln (59,7) lagen weit oberhalb der wichtigen 50er-Grenze. In der Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit die höchsten Neuansteckungs-Werte aller Kreise und kreisfreien Städte hatte, gingen die Werte weiter spürbar zurück auf nun 58,9. Dahinter folgten Essen (57,3), der Kreis Recklinghausen (56,8), der Kreis Unna (54,2) und die Stadt Solingen (51,5).

8.15 Uhr: Immer mehr Corona-Hotspots - Söder fordert 250 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Immer mehr große Städte in Deutschland werden zu Corona-Hotspots . Nachdem am Samstagmorgen Köln die Überschreitung der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet hatte, folgte am Abend Stuttgart .

Auch Berlin, Frankfurt und Bremen liegen über dieser Schwelle. Deutschlandweit gab es zum dritten Mal in Folge mehr als 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle.

Mehrere Ministerpräsidenten riefen die Bürger eindringlich zu Achtsamkeit auf. «Es wird langsam gefährlich», sagte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. «Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden», warnte Söder in der «Bild am Sonntag». Der CSU-Chef machte sich für ein bundeseinheitliches Bußgeld von 250 Euro beim Verweigern des Tragens von Masken stark. In Bayern gilt dies bereits.

7.30 Uhr: Trump nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend . Der jüngste Coronavirus-Test habe nach «gegenwärtig anerkannten Standards» gezeigt, dass der Präsident «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt», erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend (Ortszeit) in einem vom Weißen Haus verbreiteten Schreiben.

Er berief sich dabei auf Trumps jüngsten Test vom Samstagmorgen. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, hat schon ab Montag wieder große Wahlkampfauftritte geplant.

6.16 Uhr: 3483 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 3483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag die Zahl bei 4516. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen 4721 neue Fälle. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 322.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 11.10., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9615. Das waren 11 mehr als am Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,43 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Samstag, 10. Oktober

18 Uhr: Die Zahlen aus OWL 

Bielefeld
aktuell infiziert: 42 (-5)
Fälle insgesamt: 1046 (+19)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn 
aktuell infiziert: 76 (+7) 
Fälle insgesamt: 943  
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 77 (+21)
Fälle insgesamt: 721 
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 112 (+10)
Fälle insgesamt: 3117 (+18)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 18 (+5)
Fälle insgesamt: 457 
davon Todesfälle: 19  

Kreis Lippe

(Zahlen von Freitag) 
aktuell infiziert: 52 (-8) 
Fälle insgesamt: 1043 (+4)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke

(Zahlen von Freitag) 
aktuell infiziert: 87 (+9)
Fälle insgesamt: 989 (+13)
davon Todesfälle: 15

17.44 Uhr: Queen ehrt fast 1500 Briten

Anlässlich ihres Geburtstages verleiht die Queen jedes Jahr etliche Auszeichnungen an ihr Volk. Dieses Mal sind vor allem Frauen und Männer für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie geehrt worden - etwa Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Fußballer. Es habe aber keine offizielle Zeremonie gegeben, sagte am Samstag eine Sprecherin des Buckingham-Palastes der Deutschen Presse-Agentur in London.

16.37 Uhr: Corona-Lage in Bielefeld verschärft sich: Die Feiern sind das Problem

„Die Situation ist noch nicht katastrophal, aber sehr ernst. Wir müssen in Bielefeld aufpassen, dass uns die Lage nicht entgleitet.“ Das sind die Worte des Krisenstabsleiters Ingo Nürnberger zur aktuellen Corona-Situation in der Stadt.

Die Bundeswehr hat ihre Arbeit aufgenommen. Zehn Kräfte helfen zunächst befristet bis zum 1. November bei der Mammutaufgabe Kontaktnachverfolgung. Das Gesundheitsamt mit derzeit 43 Mitarbeitern arbeitet fast rund um die Uhr, ist längst am Limit. Allein wegen der Hochzeitsfeiern mussten zuletzt Hunderte von Kontakten nachvollzogen werden. Ziel ist es nach wie vor, die Infektionsketten aufzuspüren und zu durchbrechen. Hinzu kommen täglich mehrere hundert E-Mails und Nachfragen von Bielefeldern rund um das Virus.

15.53 Uhr: SPD will Recht auf Homeoffice weiterhin durchsetzen

Corona hat das Arbeiten von zu Hause für viele schlagartig zur Normalität gemacht - aus der Not heraus. Aber sollen Beschäftigte künftig auch einen Anspruch darauf haben? Die Idee ist umstritten.  Die SPD pocht auf einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.

Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Katja Mast, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Für die SPD-Bundestagsfraktion ist das Recht auf mobiles Arbeiten noch längst nicht vom Tisch. Wer politisch mutig vorangeht, muss mit Widerständen rechnen, das sind wir gewohnt. Deshalb werden wir auch nicht nachlassen.»In der Union gibt es erheblichen Widerstand gegen die Pläne. Ein Entwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) war vom Bundeskanzleramt zunächst gestoppt worden.

14.02 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen ziehen schweigend durch Berlin

Zahlreiche Gegner der Corona-Politik in Deutschland sind schweigend durch Berlin gezogen. Es seien mehrere Tausend Teilnehmer vor Ort, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Angemeldet war die Demonstration, die am Mittag am Adenauerplatz startete, unter dem Titel „Schweigemarsch gegen Rassismus und für unsere Menschenrechte“. Vom Anmelder angekündigt waren laut Polizei 20 000 Teilnehmer. Ziel sollte am Nachmittag der Große Stern sein.

Die Teilnehmer des Marsches hielten Abstand zueinander und trugen größtenteils Mund-Nasen-Schutz, als sie den Kurfürstendamm entlangliefen. Es gab zunächst keine politischen Bekundungen. Teilnehmer waren im Online-Aufruf zur Demo dazu angehalten worden, Schilder, Banner, Fahnen und Kleidung mit Parolen und Symbolen zu Hause zu lassen. Im ersten Block wolle man „möglichst ausschließlich Frauen laufen lassen“, hieß es.

13.15 Uhr: Dobrindt fürchtet „faktischen Lockdown“

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen die Gefahr eines Lockdowns. „Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen: Die Befürchtungen sind real, dass wir im Dezember zu täglichen Infektionszahlen von über 19.000 kommen können, wenn wir politisch nicht entschlossen handeln“, sagte Dobrindt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen eine solche Entwicklung dringend vermeiden, um nicht in eine Art faktischen Lockdown zu kommen, weil sich zu viele Menschen in Deutschland gleichzeitig in Quarantäne aufhalten müssen.“

Gerade in Großstädten wie Berlin lasse die Disziplin erkennbar nach, und die Stadtpolitik mache erhebliche Fehler, kritisierte der CSU-Politiker. Dobrindt nannte die Zulassung großer Feiern und Festivals sowie fehlende Kontrollen bei der Einhaltung von Hygiene-Regeln.

11.54 Uhr: NRW will kostenfreie Corona-Tests für Urlauber aus Hotspots im Land

Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe am Freitag einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag mit.

Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

10.17 Uhr: Covid-19-Fehlermeldesystem soll Kliniken, Praxen und Heimen helfen

Die Gesellschaft für Risikoberatung in Detmold hat gemeinsam mit weiteren Fachleuten ein Corona-Fehlermeldesystem entwickelt . „Covid-19 Special“ soll Kliniken, Pflegeheime und Arztpraxen helfen, aus Fehlern im Umgang mit Infizierten oder Verdachtsfällen zu lernen, um diese künftig zu vermeiden, wie Geschäftsführer Peter Gausmann dem Evangelischen Pressedienst (epd) erläuterte. 

Jeder Arzt oder Pfleger, aber auch jeder Patient und jeder Bürger könne in dem Online-Portal kritische Ereignisse, Versäumnisse, Sicherheitslücken und Fehler melden und sich über gemeldete Fehler informieren.

9.30 Uhr: Rummenigge fordert einheitliche Lösung für Fan-Zulassung

Nach dem Zuschauerverbot in Münchner Stadien bis Ende des Monats hat sich Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge für eine bundesweit einheitliche Regelung ausgesprochen . Die Stadt München hatte mitgeteilt, dass wegen der gestiegenen Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden.

Das nächste Heimspiel danach ist das gegen Werder Bremen am 21. November. In der Bundesliga zählt der FC Bayern zu den wenigen Teams, die bislang auf Zuschauer im eigenen Stadion verzichten mussten.

8.45 Uhr: Sieben Städte und Kreise in NRW über Corona-Warnwert

In Nordrhein-Westfalen haben am Samstag insgesamt sieben Kreise und kreisfreie Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Ab diesem Wert gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Landesweit steckten sich 32,4 Menschen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Coronavirus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Spitzenreiter war am Samstag die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit an der Spitze aller Kreise und kreisfreien Städte gestanden hatte, kam noch auf einen Wert von 64,5. Dahinter folgten Wuppertal (55,2), Hagen (55,1), Köln (54,8) , Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2).

Das Überschreiten der 50er-Marke hat Auswirkungen etwa für Urlauber, die jetzt in den Herbstferien in mehreren deutschen Ferienregionen einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Zudem sind die Regionen ab diesem Wert verpflichtet, weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben zu erlassen.

7.15 Uhr: Experten: Corona-Schnelltests sollten gezielt eingesetzt werden

Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht von Experten zunächst gezielt für den Schutz von Risikogruppen eingesetzt werden - und nicht etwa, um Veranstaltungen zu ermöglichen. „Wir müssen hier mit dem Werkzeug, was wir zur Verfügung haben, prioritär vorgehen“, sagte Gérard Krause, leitender Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Das bedeute, Schnelltests, wie die derzeit erprobten Antigen-Tests, an den Orten anzuwenden, wo eine Infektion schneller tödliche Folgen haben könnte.

Das sieht auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek so. Mit Blick auf Kulturveranstaltungen sagte sie: „Solange wir begrenzte Kapazitäten haben, müssen wir priorisieren.“ Zunächst gelte es sicherzustellen, dass die Schulen offen bleiben und die Pflegeheime sicher sind. Beide Experten sprachen sich dafür aus, dass auch bei Schnelltests weiterhin medizinisches Personal die Abstriche nehmen müsse - und sich nicht etwa jeder zuhause selbst testen sollte.

6.32 Uhr: Trump will vor Anhängern am Weißen Haus sprechen

US-Präsident Donald Trump will am Samstag Anhänger vor dem Weißen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Covid-19-Erkrankung versammeln. Trump werde bei einem «friedlichen Protest für Recht und Ordnung» auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) mit . US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden.

Unterdessen wurde die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte von Trump und Biden offiziell abgesagt. Die Kontrahenten sollen aber wie geplant am 22. Oktober aufeinandertreffen

5.00 Uhr: Drosten: Bald wieder mehr bundeseinheitliche Regeln nötig

Der Virologe Christian Drosten hält in den kommenden Monaten wieder mehr bundeseinheitliche Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für notwendig. «Es ist gut, wenn es klare Regeln gibt. Das ist ganz eindeutig», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie durchzusetzen sei angesichts einer regional unterschiedlichen Häufigkeit der Krankheit derzeit verständlicherweise noch schwierig, räumte der Experte ein. Er betonte aber: «Das Virus wird sich immer gleichmäßiger verteilen. Wir werden mehr und mehr in eine Situation kommen, wo man besser pauschal reguliert».

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga beklagte die unterschiedlichen Regeln bei der Beherbergung von Gästen aus deutschen Risikogebieten. «Es ist völlig unbefriedigend, dass wir keine bundeseinheitlichen Regelwerke haben», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der «Passauer Neuen Presse». Gäste wie Hoteliers hätten unzählige Fragen und wüssten nicht, was jetzt im Detail gelte. «Daher muss dringend mehr Einheitlichkeit her», forderte Hartges. So müsse zum Beispiel generell klar sein, dass Geschäftsreisende von den Beherbergungsverboten ausgenommen werden.

Freitag, 9. Oktober

20.43 Uhr: Mehr als 20.000 Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich

Frankreich hat mit 20.339 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Rekord erzielt. Wie die Behörden am Freitagabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte zuletzt, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtere. Für vier neue Städte - Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne - wurde die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt außerdem in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe.

18.19 Uhr: Söder: Nächste Woche wieder Corona-Beratungen der Länder mit Merkel

Angesichts der wieder drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es kommende Woche voraussichtlich wieder Beratungen aller Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben. Das kündigte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) am Freitag vor einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Bad Reichenhall an. Die Lage sei leider außerordentlich ernst. «Wir sind kurz vor einer exponentiellen Entwicklung», warnte der CSU-Vorsitzende. Man müsse deshalb über die «Eindämmungsstrategie» sprechen. Nach dpa-Informationen sollen die Beratungen am Mittwochnachmittag sein.

17.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe: 85 Neuinfektionen

(in Klammen der Vergleich zum Vortag)

Von den 85 registrierten Neuinfektionen in OWL wurden 33 aus dem Kreis Gütersloh gemeldet. Dort ist auch die höchste Zahl an akut Infizierten bekannt. Der Anstieg habe verschiedene Gründe, teilte der Kreis mit: "Ansteckungen im familiären und sozialen Umfeld, Ansteckung in einer Gemeinschaftsunterkunft und auch wieder mehrere positive Fälle bei dem Unternehmen Tönnies."

In der Bibelschule in Lemgo-Brake gibt es 13 bestätigte Coronafälle, wie der Kreis Lippe mitteilte. Nicht alle fielen in die Zuständigkeit des Kreises, da sie aus ganz Deutschland kämen. Für alle Betroffenen, die in Lippe wohnen, habe das Gesundheitsamt Quarantäne und einen Abstrich angeordnet. Mit der Bibelschule seien zahlreiche Maßnahmen über das ursprüngliche Hygienekonzept hinaus abgestimmt worden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Außerdem gibt es nach Angaben des Kreises Lippe am Niklas-Luhmann-Gymnasium in Oerlinghausen einen positiven Coronafall. Zehn Personen müssten in Quarantäne und seien bereits getestet worden.

Bielefeld
aktuell infiziert: 47 (-6)
Fälle insgesamt: 1027 (+17)
davon Todesfälle: 9

Kreis Paderborn
aktuell infiziert: 69 (+5)
Fälle insgesamt: 936 (+5)
davon Todesfälle: 34

Kreis Herford
aktuell infiziert: 57 (+4)
Fälle insgesamt: 700 (+10)
davon Todesfälle: 8

Kreis Gütersloh
aktuell infiziert: 102 (+25)
Fälle insgesamt: 3099 (+33)
davon Todesfälle: 21 

Kreis Höxter
aktuell infiziert: 13 (+1)
Fälle insgesamt: 452 (+3)
davon Todesfälle: 19  

Kreis Lippe
aktuell infiziert: 52 (-8)
Fälle insgesamt: 1043 (+4)
davon Todesfälle: 31

Kreis Minden-Lübbecke
aktuell infiziert: 87 (+9)
Fälle insgesamt: 989 (+13)
davon Todesfälle: 15

17.13 Uhr: Infektionskennziffer jetzt auch in Solingen über 50

Auch Solingen hat am Freitag den kritischen Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Der Wert liege aktuell bei 50,9, teilte die Stadt am Freitagnachmittag mit. Damit gilt Solingen als Corona-Risikogebiet. Das Infektionsgeschehen sei «diffus», so die Stadt, es gebe keine Hotspots. «Die Menschen stecken sich unter anderem in den Familien, bei privaten Feiern, in Sportvereinen an.»

16.41 Uhr: Dresden verbietet Großveranstaltungen

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen sind in Dresden Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ab sofort verboten. Die Regelung gelte mindestens bis zum 16. Oktober, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. In den vergangenen sieben Tagen hatte es in der Stadt mehr als 22 bestätigte Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben. Erst wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf weniger als 20 fällt, sind größere Veranstaltungen wieder erlaubt. Verboten sind demnach aktuell Sportveranstaltungen, aber auch Messen, Jahrmärkte, Konferenzen und Konzerte mit mehr als 1000 Besuchern.

«Wir alle haben mit steigenden Corona-Infektionen im Herbst gerechnet. Nun sind sie da und wir ‎alle haben es in der Hand‎», erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er rief dazu auf, Abstand zu halten, auf unnötige Kontakte zu verzichten und überall dort einen Mundschutz zu tragen, wo man sich nicht anders schützen könne.

16.31 Uhr: Gündogan warnt nach Covid-19-Erkrankung: Das war «kein Vergnügen»

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat nach überstandener Covid-19-Erkrankung eindringlich vor dem Coronavirus gewarnt. «Zwischenzeitlich hatte es mich schon stark getroffen», sagte Gündogan. «Erst nach etlichen Tagen ging es mir nach und nach besser. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht erinnern, wann es mich bei einem Infekt zuletzt mal so getroffen hatte.» Inzwischen gehe es ihm wieder «soweit gut».

Der Profi von Manchester City warnte davor, dass Coronavirus zu unterschätzen. «Mit diesem Virus ist einfach nicht zu scherzen», stellte der 29-Jährige klar. Man müsse es aufgrund der aktuellen Zahlen wieder viel ernster nehmen. In sozialen Medien hätten einige Nutzer kommentiert, er würde «zu Hause chillen und dann wieder trainieren», so Gündogan. «Alles, was ich zu diesen Leuten nur sagen kann, ist: Nein! Unglücklicherweise war das kein Vergnügen.»

Wo er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, könne er sich nicht erklären, berichtete er. «Ich halte mich an alle Regeln, aber komplett ausschließen kann man es leider nie, egal wie vorsichtig man ist», so Gündogan. «Andere haben möglicherweise gar keine Symptome, sind aber trotzdem positiv und infizieren somit weitere Mitmenschen.»

Als Leistungssportler gehöre er nicht zur Risikogruppe, betonte der Mittelfeldspieler, als Person der Öffentlichkeit wolle er aber warnen. Der Nationalspieler forderte dazu auf, sich an die derzeit geltenden Regeln zu halten. «Abstände einhalten und vor allem eine Maske tragen», mahnte Gündogan, der bei den anstehenden DFB-Länderspielen in der Nations League nicht dabei ist. Er solle sich bei seinem Club Man City weiter auskurieren, hatte der DFB mitgeteilt.«Es gibt Millionen von Menschen, die gefährdet sind. Jeder Mensch muss daher seiner Verantwortung gerecht werden, auch wenn man selbst vielleicht nicht stärker gefährdet ist.»

15.35 Uhr: Grundschulkind in Bad Driburg infiziert

Ein Kind aus einer dritten Klasse der Schule unter der Iburg in Bad Driburg im Kreis Höxter ist am Donnerstag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Kontaktpersonen müssen nun erstmal zuhause bleiben.

15.20 Uhr: Merkel dringt auf zusätzliche Corona-Eindämmung in Großstädten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt angesichts stark steigender Corona-Infektionen auf zusätzliche Maßnahmen in den großen Städten, um die Corona-Lage insgesamt im Griff zu halten. An der Entwicklung in den Ballungsräumen zeige sich, «ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet», sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz mit Spitzenvertretern der elf größten Städte.

Diese Tage und Wochen seien entscheidend dafür, wie Deutschland im Winter dastehe. Ziel müsse sein, die Zahlen in einem Bereich zu halten, in dem möglichst jede einzelne Infektion nachverfolgt und jeder Kontakt erreicht und gewarnt werden könne. Merkel warb um Verständnis für Beschränkungen wie Sperrstunden und Alkoholverbote, die die Gastronomie hart treffen. Oberstes Ziel sei aber, das öffentliche Leben wenn irgend möglich nicht nochmals so weitgehend herunterzufahren, wie dies im Frühjahr notwendig gewesen sei.

15.14 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Quarantänepflicht bei innerdeutschen Reisen

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für eine Quarantänepflicht für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten bei Inlandsreisen aus. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen im Inland ähnlich wie bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten quarantänepflichtig werden sollten, wie aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer von Freitag hervorgeht. Rund ein Drittel sprechen sich dagegen aus.

Mehr Menschen als noch im vergangenen Monat sind zudem für weitergehende Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Im Vergleich zu September stieg der entsprechende Anteil um fünf Prozentpunkte auf 23 Prozent. 64 Prozent der Befragten halten die geltenden Maßnahmen für richtig (minus 5 Prozentpunkte). 12 Prozent aller Befragten finden die Schutzmaßnahmen übertrieben (plus ein Prozentpunkt). Knapp die Hälfte der Befragten glaubt allerdings, dass ihre Gesundheit durch das Virus nicht gefährdet sei.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv sprachen sich 60 Prozent der Befragten gegen ähnlich weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie im Frühjahr aus. 38 Prozent der Befragten würden solche Maßnahmen jedoch befürworten, wenn die Infektionszahlen in Deutschland in den kommenden Wochen ähnlich stark wie im April ansteigen.

15.11 Uhr: Merkel appelliert in Corona-Krise an junge Leute

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen einen Appell vor allem an junge Leute gerichtet, sich an Regeln zu halten. Merkel sagte am Freitag in Berlin nach Beratungen mit Oberhäuptern von Großstädten, junge Menschen fänden Einschränkungen von Feiern oder eine Sperrstunde vielleicht übertrieben. Sie fragte dann aber, ob es nicht wert sei, ein wenig Geduld zu haben und an die Familie und Großeltern zu denken. Sie erwähnte auch die Chance etwa auf Ausbildungsplätze. Oberste Priorität sei es, die Wirtschaft am Laufen zu halten und dass Kinder und Jugendliche auf Kitas und Schulen gehen könnten.

13.10 Uhr: Trotz Corona: Am Samstag 14 Hochzeiten in Bielefeld

In Bielefeld sind Feiern, insbesondere Hochzeitsfeiern mit einer großen Anzahl von Gästen, in den Fokus geraten. Am Samstag, 10. Oktober, einem offenbar beliebten Datum sind 14 Hochzeiten in der Stadt angemeldet.

Nach Angaben der Stadt sind davon nur bei einer Hochzeit weniger als 50 Gäste eingeladen, auf den meisten Feiern werden 50 bis 100 Leute sein, aber auch ein paar mit mehr als 100 Gästen sind dabei. Alle Feiern werden von gut 20 Mitarbeitern des Ordnungsamts kontrolliert.

Derweil gibt es Erkenntnisse, dass auf nun drei Hochzeiten in Bielefeld in den vergangenen Wochen Infizierte anwesend waren. Die Kontaktnachverfolgungen laufen. Bei dieser Aufgabe hilft inzwischen auch die Bundeswehr.

11.04 Uhr: Michael Wendler steigt als Juror bei «DSDS» aus - Vorgehen in der Corona-Pandemie sei der Grund

Schlagersänger Michael Wendler sorgt mit seinem angekündigten Ausstieg als Juror bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» für Aufsehen - vor allem  wegen seiner Begründung.

Er gehe mit sofortiger Wirkung, sagte Wendler am Donnerstagabend in einer Instagram-Story. Dabei war Wendler gerade erst bei DSDS präsentiert worden. Als Grund nannte der 48-Jährige das Vorgehen von Bundesregierung und Medien in der Corona-Pandemie. Seine Stellungnahme hatte umgehend Folgen: Ein Werbepartner distanzierte sich wenig später. Komiker Oliver Pocher präsentierte noch am Abend eine Sondersendung. In den sozialen Medien wird erregt diskutiert.

9.13 Uhr: Mehr als 4500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 4516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

8.16 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch und ASP belasten Tönnies und Bauern

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies hat schwer zu kämpfen – und mit ihm viele Schweinebauern hierzulande. Der akute Corona-Ausbruch bei der Tochter Weidemark im emsländischen Sögel sorgt für neue Probleme. Zudem belastet das wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) für deutsche Standorte verhängte Exportverbot für den wichtigen Auslandsmarkt China das Unternehmen.

Dem Konzern droht auch wirtschaftlich eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte.

6.24 Uhr: Großstädte wollen Corona-Anstieg bremsen

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute (12.30 Uhr) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage.

An der Videokonferenz werden nach Angaben eines Regierungssprechers die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen.

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten.

+++  Hier geht es zu Blog-Teil 12 (15. September bis 8. Oktober).  +++

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