Ärzte und Kliniken wollen bei Corona-Impfaktion mitwirken
Mindestens 53 Impfzentren in NRW

Düsseldorf (dpa) -

In NRW sind die praktischen Vorbereitungen für die Impfungen gegen das Coronavirus angelaufen - eine der größten Impfaktionen seit Jahrzehnten. Nach den Plänen Landesregierung sollen für eine mögliche Impfaktion gegen das Coronavirus mindestens 53 Impfzentren in NRW entstehen - also in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt zumindest eins.

Donnerstag, 19.11.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 17:41 Uhr
Nach den Plänen Landesregierung sollen für eine mögliche Impfaktion gegen das Coronavirus mindestens 53 Impfzentren in NRW entstehen.
Nach den Plänen Landesregierung sollen für eine mögliche Impfaktion gegen das Coronavirus mindestens 53 Impfzentren in NRW entstehen. Foto: dpa

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein spricht von einer bevorstehenden Mammutaufgabe. Insbesondere in der ersten Phase der Impfungen sei davon auszugehen, dass Mediziner und medizinische Fachangestellte für die Besetzung der Impfzentren und für mobile Impfteams benötigt würden. „Wir erheben gerade mittels einer Befragung unserer fast 20.000 Mitglieder, welche Arztressourcen für zentrale Impfungen zur Verfügung stehen“, sagte ein Verbandssprecher am Donnerstag auf Anfrage der der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn zu einem späteren Zeitpunkt weitere Impfstoffe zur Verfügung stünden, die geringere Anforderungen an die Logistik wie Lagerung und Transport stellten, könnten Impfungen auch in den Praxen stattfinden. Die niedergelassenen Ärzte hätten durch regelmäßige ambulante Schutz- und Grippeimpfungen ihrer Patienten einen breiten Erfahrungsschatz. Auch bei den Impfungen gegen Corona seien die Ärzte bereit, ihre Strukturen und ihr Know-how einzubringen. Über Rahmenbedingungen und Details sei man mit dem NRW-Gesundheitsministerium im Gespräch.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe erklärte ebenfalls ihre Bereitschaft, bei bestimmten Aufgaben zu unterstützen. In welchem Ausmaß dies passieren werde, könne man noch nicht sagen. So stehe noch nicht fest, wie die Zentren ausgestattet würden und wo Unterstützung benötigt werde, sagte eine Verbandssprecherin.

Nach den Plänen Landesregierung sollen für eine mögliche Impfaktion gegen das Coronavirus mindestens 53 Impfzentren in NRW entstehen - also in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt zumindest eins. Die Impfzentren sollen durch mobile Teams ergänzt werden, die vor allem für Impfungen pflegebedürftiger Menschen eingesetzt werden könnten. Auch Krankenhäuser würden in die Impforganisation für das bei ihnen tätige medizinische Personal eingebunden. „Wir können heute noch nicht mit letzter Gewissheit sagen, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden können“, sagte Laumann. Das hänge maßgeblich von dem dann zugelassenen Impfstoff und der vom Bund gelieferten Menge ab.

Zahlreiche Krankenhäuser wollen von der geplanten Möglichkeit Gebrauch machen, die eigenen Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. „Viele sagen, wir machen das“, erklärte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen am Donnerstag. Ein Teil der Krankenhäuser verfüge durch eine Apotheke im Haus bereits über entsprechende Kühlmöglichkeiten für den Impfstoff. Andere Krankenhäuser seien bereit, Kühlkapazitäten zu schaffen. Nach einer Umfrage des Verbandes unter ausgewählten Kliniken werde von den dortigen Geschäftsführungen geschätzt, dass sich etwa 50 bis 70 Prozent der Krankenhausmitarbeiter gegen Corona impfen lassen wollen.

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