Corona-Maßnahmen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen
Laschet will Handel «schnellstmöglich» schließen - ab Montag keine Präsenzpflicht an Schulen mehr

Düsseldorf (WB/dpa) -

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen muss ab Montag in Nordrhein-Westfalen niemand mehr seine Kinder zur Schule schicken. Schulpflicht besteht dennoch.

Freitag, 11.12.2020, 12:13 Uhr aktualisiert: 11.12.2020, 20:06 Uhr
CDU-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).
ja CDU-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: imago images/teamwork

Schüler der unteren Stufen können und sollen von diesem Montag an von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag. Ältere Schüler ab Klasse acht würden grundsätzlich auf Distanz unterrichtet.

„Alle Schulen bleiben offen“, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Bisher hatte Gebauer stets betont, es solle trotz der Pandemie möglichst aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit für alle Schüler beim Präsenzunterricht bleiben. Nur in Einzelfällen solle „schulscharf“ digital unterrichtet werden. Das ändert sich nun.

Die Schulen bleiben dennoch bis zum 18. Dezember geöffnet für Schüler der Klassen 1 bis 7 sowie Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die Eltern können aber entscheiden, ihre Töchter und Söhne nicht zur Schule zu schicken. „Ich gehe davon aus, dass das sehr viele Eltern machen werden“, sagte Laschet.

Nach den Weihnachtsferien wird es zwei zusätzliche unterrichtsfreie Tage geben, so dass bis zum 10. Januar schulfrei ist. Die Landesregierung hatte schon vor Wochen entschieden, dass die Ferien zudem zwei Tage früher beginnen, also der 18. Dezember der letzte Schultag ist. Für Klassenarbeiten und Klausuren, die in der kommenden Woche aber fest eingeplant und nicht verschiebbar sind, müssen Schüler in die Klassenräume kommen. Das gelte auch für den 21. und 22. Dezember, der für alle anderen unterrichtsfrei sei, erläuterte Gebauer.

Kindergartenkinder sollten möglichst zwischen dem 14. Dezember und dem 10. Januar nicht in die Kita gebracht werden. Familienminister Stamp (FDP) appellierte an alle Eltern, das Angebot nur zu nutzen, wenn es absolut notwendig sei und Kinder ansonsten möglichst zu Hause zu lassen. Die Betreuungsgarantie werde aufrechterhalten: Jedes Kind, für das der Kita-Besuch unverzichtbar sei, werde ein Betreuungsangebot bekommen.

Vom Einzelhandel verlangte Laschet, Geschäfte „schnellstmöglich“ bis zum 10. Januar zu schließen. Ausgenommen werden sollten Geschäfte mit Waren für den täglichen Bedarf. Zugleich betonte er: „Wir brauchen eine gesamtdeutsche Antwort.“ Nach dem Willen der NRW-Regierung soll es „schnellstmöglich»“ eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben, in der ein möglichst zügiger bundesweiter Lockdown vereinbart werde.

Auch Partys an Silvester will Laschet nicht zulassen. Die aktuell geltenden Beschränkungen, dass sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, müssten an Silvester wieder gelten, sagte der Ministerpräsident. „An Silvester darf es auf öffentlichen Plätzen keine Versammlungen geben“, sagte er.

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