Für die Schnelltests in Pflegeheimen
30.000 freiwillige Helfer gesucht

Berlin (WB/maxi) -

Bund und Länder planen eine neue Initiative, um bis zu 30.000 freiwillige Helfer für tägliche Corona-Schnelltests in den rund 15.000 deutschen Alten- und Pflegeheimen anzuwerben. Pro Alten- und Pflegeheim sollten zwei Helfer eingestellt werden, um die Heime bei den Schnelltests zu entlasten, hieß es dazu in Regierungskreisen.

Dienstag, 05.01.2021, 22:08 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 22:19 Uhr
Pflegeheimbewohnerin in Köln
Pflegeheimbewohnerin in Köln Foto: imago images/Future Image

Die Bundesagentur für Arbeit und Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sollten die Heime bei der Rekrutierung der Helfer unterstützen. Die Alten- und Pflegeheime erweisen sich als ein Schwerpunkt bei Infektionen und Todesfällen. Das Bundeskanzleramt hatte daher vorgeschlagen, sie durch tägliche Schnelltests bei Bewohnern, Besuchern und Personal besser zu schützen. Die Initiative solle möglichst bereits in den kommenden Tagen starten.

„Vielfach fehlen in den Einrichtungen die personellen Kapazitäten, solche Schnelltests vor Ort durchzuführen, obwohl die Abrechnung sowohl der Anschaffung als auch der Testdurchführung über die Testverordnung des Bundes sichergestellt ist“, heißt es im Entwurf des Beschlusses von Bund und Ländern, der unserer Redaktion vorliegt. „Die Einrichtungen sind in der Verantwortung, eine umfassende Umsetzung der Testanordnung sicherzustellen. Unterstützend werden Bund und Länder – aufbauend auf bestehenden Maßnahmen der Länder – eine gemeinsame Initiative starten, um Freiwillige vorübergehend zur Durchführung von umfangreichen Schnelltests in die Einrichtungen zu bringen.“

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat tägliche Schnelltests als den Schlüssel bezeichnet, um das Corona-Virus vor dem Pflegeheim zu stoppen.

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