„Es wird unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet“
Impftermin-Vergabe in NRW: Webseiten und Hotlines überlastet

Düsseldorf (dpa) -

Schon im Vorfeld der Terminvergabe hatten die Impf-Organisatoren wegen hoher Nachfrage Probleme erwartet und um Geduld gebeten. Am Montag war es dann soweit. Viele Impfwillige schafften es zunächst nicht, einen Termin zu ergattern.

Montag, 25.01.2021, 12:36 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 12:54 Uhr
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Symbolbild Foto: Thomas F. Starke

Zum Start der Impftermin-Vergabe in Nordrhein-Westfalen hat es einen Ansturm auf die Anmelde-Webseiten und Hotlines gegeben. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe sprachen von einer Überlastung und baten um Geduld.

Extrem hohe Zugriffszahlen auf die Webseiten und ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 führten aktuell zu erheblichen Verzögerungen bei der Terminbuchung für die Impfberechtigten ab 80 Jahren in NRW, berichten die Organisationen am Montagmittag. „Es wird unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet“, hieß es weiter. „Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.“

Die Gruppe der Impfberechtigten, die ab Montag Termine vereinbaren könne, umfasse in NRW fast eine Million Menschen. Sie sei trotz der großen Call-Center-Kapazitäten mit rund 1200 Mitarbeitern und den eigens zur Buchung geschaffenen Online-Portalen so groß, dass es bei der Terminvergabe zumindest zum Start zu Engpässen komme.

Die Organisationen baten alle noch nicht impfberechtigen Menschen unter 80 Jahren darum, noch nicht anzurufen, sondern erst, wenn auch für sie die Terminvergabe startet. Wann das sein wird, ist noch offen. Zudem sollten die telefonischen Anmeldemöglichkeiten für eine Corona-Schutzimpfung vor allem zur Terminvermittlung und nicht für allgemeine Fragen zur Corona-Impfung in Anspruch genommen werden.

„Niemand muss sich Sorgen um seine Impfung beziehungsweise seinen Termin machen“, erklärten die Organisatoren. „Jeder, der geimpft werden möchte, wird drankommen, aber eben nicht sofort. Niemand muss befürchten, zu spät zu kommen.“

Die Impfstoffmengen reichen den Angaben zufolge zunächst, um ab dem 8. Februar pro Woche etwa 70 000 Menschen in Impfzentren in Nordrhein-Westfalen zu impfen. Bis Anfang April stünden damit nach aktuellem Stand rund 560.000 Impfstoffdosen zur Verfügung.

Die Leitungen sind täglich von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr besetzt. Wer im rheinischen Teil von NRW lebt, soll die kostenfreie Rufnummer 0800/11611701 wählen, Menschen in Westfalen die ebenfalls kostenfreie Rufnummer 0800/11611702. Wer nur die 116117 wählt, wird weitergeleitet. Wer am Montag nicht durchkam, hörte die Ansage: „Leider sind aufgrund zahlreicher Anrufe derzeit alle Leitungen in Ihrem Landkreis belegt. Bitte versuchen sie es später noch einmal“. Zu finden sind die Anmeldeportale unter der Adresse www.116117.de .

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