Siebenjähriger leidet in Homburg an aggressivem Hirntumor – Ehrlich Brothers aus Bünde senden Video
Eine magische Botschaft für Max

Bünde/Homburg (WB) -

Manchmal bedarf es keiner Magie, da reicht ein persönliches Video, um einem kleinen, sterbenskranken Jungen eine Riesenfreude zu machen. Die Ehrlich Brothers – die Illusionisten aus Bünde – haben Max einen kurzen Gruß geschickt.

Dienstag, 02.03.2021, 23:10 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 11:28 Uhr
Andreas und Chris Ehrlich haben für Max ein persönliches Video gedreht und ihm viele Grüße aus Bünde geschickt.
Andreas und Chris Ehrlich haben für Max ein persönliches Video gedreht und ihm viele Grüße aus Bünde geschickt.

Der Siebenjährige aus dem Saarland leidet seit November an einem seltenen, aggressiven Hirntumor und liegt in der Uniklinik in Homburg. Seit Kurzem steht fest, dass medizinisch nichts mehr für ihn getan werden kann. Max ist ein großer Fan der Zauberei – und vor allem der Ehrlich Brothers. Ein Freund der Familie hat sich an den ASB-Wünschewagen gewandt und gefragt, ob die Organisation nicht den Kontakt zu Andreas und Chris Ehrlich herstellen könne. Und das hat geklappt! Die Brüder drehten ein ganz persönliches Video für Max. „Wir haben gehört, dass wir dir vielleicht einen kleinen Wunsch erfüllen können und das tun wir sehr, sehr, sehr gerne!“, sagt Andreas Ehrlich gleich zum Start des Videos.

Der siebenjährige Max aus dem Saarland leidet an einem Hirntumor und liegt in der Uniklinik in Homburg.

Der siebenjährige Max aus dem Saarland leidet an einem Hirntumor und liegt in der Uniklinik in Homburg. Foto: ASB Wünschewagen

Außerdem haben die Bünder ihm einige signierte Fan-Artikel eingepackt – unter anderem ein Kopfkissen. Als Max das Video sieht, freut er sich: „Nur für mich, und die wissen sogar meinen Namen – oh wie toll.“ Das Patientenbett musste direkt neu bezogen werden, da Max gerne auf dem frisch signierten Kissen liegen wollte.

„Bei uns kommt täglich jede Menge Post von Fans an – darunter auch Wünsche nach einer persönlichen Videobotschaft. Gerade Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, wünschen sich so etwas“, sagt Chris Ehrlich. Diese Nachrichten gingen ihm ans Herz, und die Ehrlich Brothers versuchten, möglichst viele Wünsche zu erfüllen. „Leider geht das zeitlich aber nicht immer“, meint Chris Ehrlich.

Auch ein signiertes Kopfkissen ist in dem Geschenk aus Bünde. Das wird direkt aufs Krankenbett gezogen.

Auch ein signiertes Kopfkissen ist in dem Geschenk aus Bünde. Das wird direkt aufs Krankenbett gezogen. Foto: ASB Wünschewagen

Im Fall von Max sei der Aufruf tausendfach in den Sozialen Medien geteilt worden und auch etliche Male beim Ehrlich Entertainment eingegangen. „Es ist ein bewegendes Schicksal, es hat uns traurig gemacht“, so Chris Ehrlich. Daher haben er und sein Bruder das Video direkt aufgenommen.

„Die Ehrlich Brothers zu erreichen, war wirklich nicht so ganz einfach“, sagt Jürgen Müller vom Wünschewagen Saarland. Der Freund der Familie hatte zuvor schon versucht, per E-Mail, Buchungsanfrage, Instagram und Facebook Kontakt zu bekommen. Doch er scheiterte. Müller schickte schließlich eine Rundmail an alle Wünschewagen-Standorte in Deutschland und an alle Wunscherfüller. Einige davon posteten ihr Anliegen in die lokalen Facebook-Gruppen – auch in Bünde – in der Hoffnung, so den Kontakt zu den Magiern zu bekommen.

Ehrlich Brothers

Ehrlich Brothers Foto: Jennifer von Glahn

Am Ende erreichte die Ehrlich Brothers die Botschaft gleich auf mehreren Kanälen. Denn der Wünschewagen hatte für Zauberfreund-Max noch eine weitere Überraschung: Maxim Maurice – ein preisgekrönter Magier aus dem Saarland – konnte dafür gewonnen werden, für den kleinen Max am Krankenbett aufzutreten. Es brauchte nur ein Telefonat mit Philipp Daub, so der bürgerliche Name des Zauberkünstlers, und schon war ein Termin gefunden. Daub ist Deutscher Vizemeister der Großillusionen und hat Max mit einer Show in der Klinik überrascht. Bevor es aber losgehen konnte, war ein Corona-Test Pflicht. Außerdem kennt Maxim Maurice die Ehrlich Brothers persönlich – und hat sie direkt angefunkt mit der Bitte, sich bei Max zu melden.

Und das hat ja schließlich geklappt! Kurz darauf meldete sich das Management von Andreas und Chris Ehrlich per Telefon bei mir“, erinnert sich Jürgen Müller, der die Geschenkbox zusammen mit Maxim Maurice persönlich an Max überreicht hat. Das Strahlen des Jungen sei ihm sehr nah gegangen. Müller: „Dieser Moment, der war unbezahlbar.“

Der ASB-Wünschewagen

Der Wünschewagen des Arbeiter und Samariterbunds (ASB) erfüllt schwerstkranken Menschen in ganz Deutschland letzte Wünsche – Kindern wie Erwachsenen. „Das Durchschnittsalter der Betroffenen – sie sind in der Regel Palliativ-Patienten – liegt bei uns bei 55 Jahren“, sagt Jürgen Müller vom Wünschewagen aus dem Saarland. Oft wünschten sich die Menschen, noch einmal ans Meer zu fahren, ins Fußballstadion zu können oder einfach nach Hause in den eigenen Garten zurückzukehren. „Wir versuchen, möglichst alle Wünsche zu realisieren“, sagt Jürgen Müller.

Den ASB-Wünschewagen gibt es auch für diese Region. Ansprechpartnerin ist Amelie Hecker, Telefon 0201/8700121 oder wuenschewagen@asb-ruhr.info . Mehr Infos hier.

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