Mi., 13.02.2019

Neue LTE-Masten auch in OWL – Arbeiten bis Sommer 2021 geplant Mobilfunknetz wird aufgerüstet

Blick auf die LTE-Mobilfunkstationen in OWL: Im zweiten Halbjahr 2018 sind mehr als 70 Sendeanlagen neu hinzugekommen oder auf den 4G-Standard aufgerüstet worden. Gerade in den Kreisen Höxter und Lippe gibt es aber weiterhin weiße Flecken.

Blick auf die LTE-Mobilfunkstationen in OWL: Im zweiten Halbjahr 2018 sind mehr als 70 Sendeanlagen neu hinzugekommen oder auf den 4G-Standard aufgerüstet worden. Gerade in den Kreisen Höxter und Lippe gibt es aber weiterhin weiße Flecken. Foto: dpa, Grafik: Land NRW

Von Hilmar Riemenschneider

Düsseldorf (WB). Die letzten weißen Flecken im LTE-Mobilfunknetz (4G) sind der schwierigste Teil: Doch seit Ende 2018 treffen sie nur noch ein Prozent der Haushalte im Land, betonte am Dienstag NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

»Schon jetzt können wir 99 Prozent der Haushalte durch mindestens einen Anbieter mit Mobilfunk im LTE-Standard versorgen«, bilanzierte Pinkwart erste Ergebnisse des im vergangenen Jahr mit den Konzernen Telekom, Vodafone und Telefonica vereinbarten Mobilfunkpaktes. Der sieht neben dieser erreichten Zielmarke vor, dass bis Sommer 2021 insgesamt 1350 LTE-Sendeanlagen neu errichtet sowie 5500 bestehende Stationen aufgerüstet werden. Die ersten 100 neuen Sendemasten und 950 umgerüstete seien bereits im zweiten Halbjahr 2018 realisiert worden.

Bis Ende diesen Jahres sollen weitere 400 neue und 1200 aufgerüstete LTE-Anlagen das Netz verstärken. Nutzer sollen den Fortschritt vor allem in ländlichen Regionen und an Verkehrswegen erleben können. Vertreter der drei Mobilfunkunternehmen betonten, dass die Datenrate überall mindestens 30 Megabit je Sekunde (Mbit/s) erreichen solle. Nach – allerdings älteren – Werten des Bundesverkehrsministeriums war das vor Juni 2018 nur in wenigen ländlichen Regionen der Fall. Dass der Ausbau der neuen LTE-Basisstationen relativ schleppend anläuft, begründen die Unternehmen mit langwierigen Planungen und schwieriger Standortsuche.

»Initiative D21«

Viele der neuen Sendemasten sollen helfen, die weißen Flecken auf dem Land abzudecken. Dafür müssen die Konzerne nach eigenen Angaben abhängig vom Standort zwischen 150.000 und 300.000 Euro je Anlage investieren. Standorte außerhalb von Ortschaften seien dabei teurer, weil sie mit Glasfaser und Strom erschlossen werden müssten. Wo Nutzer den Eindruck hätten, dass die LTE-Anbindung nicht klappt wie erhofft, sollten sie sich an die Beschwerdestelle der Konzerne richten, riet Pinkwart.

Der Minister zitierte eine Studie der »Initiative D21«, der zufolge NRW das Land mit der stärksten mobilen Internetnutzung ist: 72 Prozent der Bürger surfen mobil – mehr als in Niedersachsen (71), Bayern (69), Baden-Württemberg (68) oder Hessen (65). »Das sind hervorragende Voraussetzungen, um Nordrhein-Westfalen zum Leitmarkt für die nächste Mobilfunkgenerationen weiter zu entwickeln«, sagte Pinkwart. Die 5G genannte Technologie sei – auch auf dem Land – entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung von Smart Home über das Internet der Dinge bis zum vernetzten Fahren.

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