Do., 14.02.2019

Dem Konzern gelingt ist im Schlussquartal ein Umsatzplus von 3,2 Prozent Diebold Nixdorf: Kurssprung trotz hohem Verlust

Diebold-Nixdorf-Vorstandschef Gerrard Schmid.

Diebold-Nixdorf-Vorstandschef Gerrard Schmid.

North Canton/Paderborn(WB/in). Mehr Umsatz und Ergebnis im vierten Quartal und neue Anstrengungen zur Kosteneinsparung: Mit diesen aus Anlegersicht überraschend positiven Nachrichten hat der US-Konzern Diebold Nixdorf mit Tochter in Paderborn an der Börse gestern überzeugt. Und das, obwohl 2018 unterm Strich ein Verlust von 566 Millionen Dollar (rund 500 Millionen Euro) angefallen ist.

Die Aktie des Herstellers von Bankautomaten und Kassensystemen für den Einzelhandel kletterte im Xetra-Handel um 37 Prozent auf 6,19 Euro und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr. An den US-Börsen betrug der Zuwachs zeitweise sogar 39 Prozent.

Wie Vorstandschef Gerrard Schmid am Firmensitz in North Canton im US-Bundesstaat Ohio erläuterte, gelang dem Konzern im Schlussquartal ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Analysten waren zuvor von nur 1,22 Milliarden Euro ausgegangen. Ohne Währungseffekte hätte der Zuwachs Schmid zufolge sogar bei 6,6 Prozent gelegen.

Rückgänge im Bankensektor

Im gesamten Geschäftsjahr erwirtschaftete Diebold Nixdorf 4,58 Milliarden US-Dollar Umsatz (Vorjahr: 4,61) – das sind 4,05 beziehungsweise 4,08 Milliarden Euro. Im Bankensektor gab es in beiden Regionen Rückgänge: in Europa/Asien um 5,4 Prozent auf 1,8 Milliarden und in Amerika um 0,6 Prozent auf 1,52 Milliarden.

Dabei sank das Hardware- und Servicegeschäft, während der Konzern bei Software zulegte. Einen starken Zuwachs um sieben Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar gab es bei Kassensystemen für den Handel. Im neuen Geschäftsjahr wird ein Umsatz von 4,4 bis 4,5 Milliarden Dollar (etwa 3,9 Milliarden Euro) erwartet.

Sparprogramm im Konzern

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll von zuvor 162 auf 380 bis 420 Millionen steigen. Unter dem Titel »DN now« hat der Konzern ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt.

Angestrebt waren zunächst 260 Millionen Dollar bis zum Jahr 2021. Diese Summe wurde schrittweise auf nun 400 Millionen erhöht. In Paderborn soll die Mitarbeiterzahl in dieser Zeit von 1700 auf 1500 reduziert werden.

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