Mi., 01.05.2019

Konzern sieht aber Fortschritte – Aktienkurs fällt nach Höhenflug Weiter Verluste bei Diebold

Diebold Nixdorf erkennt trotz weiterhin hoher Verluste einen Hoffnungsschimmer.

Diebold Nixdorf erkennt trotz weiterhin hoher Verluste einen Hoffnungsschimmer. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/OH). Der amerikanisch-deutsche Zahlungssystemhersteller Diebold Nixdorf mit Standort in Paderborn kämpft weiter mit hohen Verlusten, sieht sich aber auf dem Wege der Besserung. Vor allem auch im Geschäft mit Lösungen für den Einzelhandel berichtet der Konzern von Fortschritten. Diebold sicherte sich mehrere Großaufträge – etwa von einer Tankstellenkette in Europa, aber auch von Banken.

Im ersten Quartal setzte der Konzern 1,03 Milliarden Dollar (920 Millionen Euro) um. Das war rein nominal zwar ein Rückgang zum Vorjahr um 3,4 Prozent – währungsbereinigt jedoch ein Plus von drei Prozent. Zuwächse gab es im Geschäft mit Geldautomaten in Nordamerika sowie im Einzelhandel. Diebold setzt verstärkt auf Produkte zur individuellen und ortsbezogenen Kundenansprache auch auf Smartphones.

Unterm Strich fiel von Januar bis Ende März aber ein Verlust von 133 Millionen Dollar an – nach 73 Millionen im Jahr zuvor. Der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich indes von 62 auf 65 Millionen Dollar.

»Paderborn bleibt Produktionsleitwerk und Entwicklungsstandort«

Konzernchef Gerrard Schmid sprach von einer verbesserten Rentabilität dank des Sparprogramms »DN now«. Im laufenden Jahr soll dieses Einsparungen von 160 Millionen Dollar gegenüber 2017 bringen, ab 2021 sogar 400 Millionen pro Jahr.

In Paderborn soll die Zahl der Stellen über Fluktuation und Ruhestandsregelungen bis Ende nächsten Jahres von einst 2000 und derzeit 1700 auf rund 1500 sinken. Carmelo Zanghi von der IG Metall Paderborn sagte, dass er den Standort als nachhaltig gesichert ansehe und die Entwicklung zufriedenstellend sei. »Paderborn bleibt Produktionsleitwerk und Entwicklungsstandort.«

Obwohl Schmid die Jahresziele bestätigte, brach der Kurs der Diebold-Aktie am Dienstag um rund 20 Prozent ein. Das Papier hatte sich seit Jahresbeginn zuvor aber auch mehr als verfünffacht.

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