240 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen – überwiegend am Standort Gütersloh
Miele baut 1070 Stellen ab

Gütersloh (WB). Der Hausgeräte-Hersteller Miele wird in Deutschland 240 Arbeitsplätze abbauen. Betroffen sind vor allem die Hauptverwaltung und der Vertrieb am Stammsitz in Gütersloh. Insgesamt kündigt das Familienunternehmen am Dienstag in einer Presseerklärung weltweit die Reduzierung um 1070 Stellen an.

Mittwoch, 30.10.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 12:38 Uhr
Miele-Zentrale in Gütersloh. Foto: Oliver Schwabe
Miele-Zentrale in Gütersloh. Foto: Oliver Schwabe

Man werde alles daran setzen, den Abbau bis zum Jahresende 2021 »verantwortungsvoll« und »sozialverträglich« durchzuführen, heißt es. Betriebsbedingte Kündigungen sollen »so eben möglich« vermieden werden. Die Gespräche mit dem Betriebsrat würden in Kürze beginnen. Zugleich kündigt Miele an, in anderen Bereichen 470 Arbeitsplätze neu zu schaffen. Der Konzern zählt weltweit aktuell 20.200 Beschäftigte, davon 11.050 in Deutschland.

Einsparungen: 190 Millionen Euro

Ziel des Sparprogramms »Design2Excellence«, das die Miele-Geschäftsleitung in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen McKinsey erstellt hat, sind Einsparungen von 190 Millionen Euro pro Jahr. Der wesentliche Anteil entfalle auf die Reduzierung der Sachkosten. In den Bereichen Vertrieb, Service, Logistik, IT und bei Standardtätigkeiten im Finanzbereich gebe es Überschneidungen und Parallelstrukturen, die abgebaut werden sollen.

Weiterer Stellenabbau in der Produktion bis 2025

Der jetzt angekündigte Stellenabbau betrifft noch nicht die Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall über Kosteneinsparungen in der Gütersloher Waschmaschinen-Fabrik. Dabei sollen weitere 650 Arbeitsplätze im Zusammenspiel mit der Eröffnung eines neuen Werks im polnischen Kaserów wegfallen. Dies allerdings erst ab Ende 2025. In diesem Fall würde sich die Gesamtzahl der Stellenreduzierung auf 1720 erhöhen.

Umsatz legt leicht zu

Im Geschäftsjahr 2018/19 hat Miele einen Umsatz von 4,16 Milliarden Euro erwirtschaftet. In den vergangenen fünf Jahren wurde der Umsatz den Angaben zufolge um mehr als 30 Prozent und die Beschäftigtenzahl um gut 17 Prozent erhöht. Auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres stünden die Zeichen auf Wachstum. Gleichzeitig stellten aber tief greifende Veränderungen am Markt das Unternehmen wie die gesamte Branche vor große Herausforderungen.

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