Logistikzentrum in Halle bleibt vermutlich bis Ende 2021 im Konzern
Gerry Weber lässt sich mit Verkauf Zeit

Halle (WB). Der im Insolvenzplan der Gerry Weber International AG vorgesehene Verkauf des Logistikzentrums im Haller Ravenna Park ist einstweilen eingestellt worden. Damit stehen die dortigen Mitarbeiter für die Versandarbeit von Gerry Weber zur Verfügung.

Freitag, 01.11.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 05:00 Uhr
Gerry-Weber-Logistikzentrum im Haller Gewerbegebiet Ravenna Park. Foto: Ulrich Fälker
Gerry-Weber-Logistikzentrum im Haller Gewerbegebiet Ravenna Park.

Zuletzt zählte das Unternehmen dort 230 Beschäftigte. Angebote hatte der Vorstand von Gerry Weber schon im Frühjahr eingeholt und damals von mindestens drei Interessenten berichtet.

Verschoben auf zweite Jahreshälfte 2021

Nach Auskunft des Unternehmens soll der geplante Verkaufsprozess nun voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 eingeleitet werden. Der im Insolvenzplan festgeschriebene Verkauf enthält die Verpflichtung, die Einnahmen aus dem Verkauf der Immobilie im Ravenna Park bis zum 31. Dezember 2021 an die Gläubiger auszuschütten.

Teuerste Investition in der Firmengeschichte

Der Bau des Logistikzentrums war vor fünf Jahren mit Kosten von 90 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Sollte Gerry Weber den Insolvenzplan nicht einhalten, können die Gläubiger den Verkauf selbst in die Hände nehmen.

Nach dem bereits berichteten Abbau von 37 weiteren Arbeitsplätzen am Firmensitz in Halle wird am 1. November die inzwischen fünfte Transfergesellschaft ihre Arbeit aufnehmen. Insgesamt sieht der Insolvenzplan die Reduzierung um 454 Arbeitsplätze vor. Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte Gerry Weber einen operativen Verlust von 192 Millionen Euro bei einem Umsatz von 795 Millionen Euro ausgewiesen.

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