Di., 04.02.2020

Sonderschau auf der Zuliefermesse ZOW – Trendfarbe Braun – mit Kommentar Möbel für den kleinsten Raum

Die IG Leichtbau (Igel) zeigt auf der ZOW leichte Werkstoffe für den Möbelbau.

Die IG Leichtbau (Igel) zeigt auf der ZOW leichte Werkstoffe für den Möbelbau. Foto: Hertlein

Von Bernhard Hertlein

Bad Salzuflen (WB). Klein, aber fein: So wie die diesjährige Möbelzulieferermesse ZOW präsentiert sich in Bad Salzuflen auch die dort stattfindende Sonderausstellung „Tiny Spaces“. Den Experten in Fragen des Möbeldesigns von der Agentur „Trendfilter“ in Bad Oeynhausen geht es darum, Wohnen auf möglichst kleinem Raum so zu verwirklichen, dass die Bewohner nichts vermissen.

Dabei geht Katrin de Louw beispielhaft von den Bedürfnissen eines 30-jährigen beruflichen Pendlers und einer 74-jährigen Rentnerin aus. Für die Rentnerin ließ sie ein Bett entwickeln, dessen Matratze tagsüber im dahinter stehenden Schrank verschwindet. Ein Knopfdruck genügt, schon wird sie nach oben gezogen. Bett und Antriebstechnik wurden von Hartmann Asytec und Belitech (beide Löhne) entwickelt.

„Hängematte“ für die Katze

Zu den „Tiny Spaces“ gehören weiter etwa ein flexibler Ausziehtisch für die Küche, eine Platz sparende runde Tür als Zugang zum Bad, ein Sessel auf Rollen und ein Hochbett mit inte­grierter Kleidertruhe und Sitzgelegenheiten für den jüngeren Mitbewohner. Auch eine Outdoor-Küche von Burnout (Bünde) ist vorgesehen. Und sogar an das Haustier ist gedacht: Unter dem Küchenstuhl versteckt sich eine „Hängematte“ für die Katze.

„Trendfilter“ ist auch Initiator des Netzwerks „Servicepoint A30“ direkt an der „Küchenmeile“. Neu ist die jährlich geplante Prämierung einer „Möbelfarbe des Jahres“. Im Gegensatz zu Modefarben in der Kleidung soll sie nach Angaben von Jorrit de Louw so ausgewählt werden, dass sie auch viele Jahre später noch gefällt. Passend zur Farbe sucht „Trendfilter“ Beispielmöbel und Einrichtungsgegenstände. Für den Start 2020 wählte die Jury ein dunkles Braun.

Form-, Massiv- und Altholz

Neben Licht und verschiedenartigen Oberflächenfolien spielt Holz eine wichtige Rolle auf der ZOW. Fritz Becker , Hersteller von geformten Holzteilen aus Brakel im Kreis Höxter, zeigt in Bad Salzuflen erstmals auch Massivholzelemente, die zum Beispiel für die Stuhlproduktion eingesetzt werden können. Hergestellt werden sie in einem neuen Betrieb in Rumänien, der Anfang 2020 mit zunächst zehn Beschäftigten an den Start ging. In einem zweiten Werk in Rumänien zählt Becker 350 und am Stammsitz in Brakel weitere 300 Beschäftigte.

Trotz des Rückgangs der Ausstellerzahl haben auch einige ausländische Unternehmen den Weg nach Lippe gefunden. Unter ihnen ist Solovero aus Kiew. Das ukrainische Unternehmen macht aus Altholz Tischplatten und sucht nun Abnehmer in Deutschland.

Die ZOW ist für Fachbesucher bis 6. Februar geöffnet.

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