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Wie stellen Ärzte die Diagnose Asthma?

Atemnot, Husten und Brustenge: Steckt womöglich Asthma dahinter? Wer mit solchen Beschwerden zu kämpfen hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser kann mithilfe von Untersuchungen und Tests die Diagnose Asthma stellen.

Freitag, 14.02.2020, 03:28 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 13:36 Uhr
Wirtschaft: Wie stellen Ärzte die Diagnose Asthma?
Foto: Colourbox.de

Diagnose bei Asthma: Das erwartet Patienten beim Arzt

Personen, die unter anfallsartiger Luftnot leiden, bekommen Informationen über den Ursprung und die Behandlung von ihrem Hausarzt. Doch was genau erwartet Betroffene mit Atemwegsbeschwerden bei einem Arztbesuch? In der Regel befragt ein Arzt seine Patienten zunächst ausführlich über die Krankengeschichte. Während dieser sogenannten Anamnese sammelt der Mediziner wichtige Hinweise, woher die Atemprobleme möglicherweise kommen.

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei hört der Arzt mit einem Stethoskop die Lunge ab, während die betroffene Person durch den offenen Mund tief ein- und ausatmet. Außerdem klopfen die Mediziner auch den Brustkorb ab. So lässt sich beispielsweise erkennen, ob beim Ausatmen zu viel Luft im Brustkorb verbleibt – und somit die Lunge gebläht ist. All das sind Anhaltspunkte, um die Diagnose Asthma letztlich stellen zu können.

Die Asthma-Tests zur Kontrolle der Lungenfunktion

Ausgehend von den Untersuchungen führt der Fachmann nun spezielle Tests durch, deren Ergebnisse zur Diagnose Asthma beitragen. Dazu gehört vor allem der Lungenfunktionstest. Dieser liefert wichtige Werte zur Prüfung der Lungenfunktion sowie über die Ursache von Atemwegsproblemen. Es gibt unterschiedliche medizinische Geräte, die für einen Lungenfunktionstest bereitstehen.

Zur Messung des Luftstroms, der sogenannten Spirometrie, ist ein Pneumotachograph notwendig. Der Bodyplethysmograph wiederum erfasst die Veränderung des Lungenvolumens. Unterscheiden lassen sich die beiden Verfahren bei der Durchführung: Während Patienten mit dem Pneumotachographen über ein Mundstück verbunden sind, erfolgt der Test mit einem Bodyplethysmographen in einer geschlossenen Kabine. Die Diagnose Asthma wird durch ein wiederholtes Durchführen des Lungenfunktionstests bestätigt. Erfahren Sie mehr zum Bronchospasmolysetest 

Weitere Asthma-Diagnose-Maßnahmen: Bluttest, Röntgenbilder und Co.

Allergisches oder nicht-allergisches Asthma? Hierbei hilft zur Diagnose ein Bluttest, da bei allergisch bedingten Beschwerden bestimmte Antikörper im Blut nachweisbar sind. Um den genauen Auslöser von allergischem Asthma festzustellen, hat sich der Prick-Test bewährt. Dabei ritzt der Arzt die Haut leicht an und trägt an diesen Stellen allergische Substanzen wie Pollen, sogenannte Allergene, auf. Reagiert der Körper daraufhin mit Rötungen oder anderen Hautirritationen, ist das ein wichtiger Anhaltspunkt.

Röntgenuntersuchung kommen nur dann in Betracht, wenn andere Erkrankung ausgeschlossen werden müssen. Typische Asthma-Symptome wie zum Beispiel Kurzatmigkeit lassen sich nämlich auch auf eine schlechte körperliche Kondition zurückführen. Außerdem kommen bei Atemwegsbeschwerden eine Lungenentzündung oder eine chronisch-obstruktive Bronchitis infrage.

Nach der Diagnose Asthma empfehlen Mediziner meist den Selbsttest mit dem Peak-Flow-Meter für zu Hause. Damit können Patienten den Verlauf der Erkrankung prüfen. Betroffene atmen einfach in ein Mundstück hinein, welches den Luftstrom misst. Der Wert sollte anschließend in einem Tagebuch festgehalten und die Anwendung regelmäßig wiederholt werden. So lässt sich eine Verschlechterung rechtzeitig erkennen und liefert dem Arzt Hinweise für die weitere Behandlung.

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