Wirtschaft
Heimarbeit per Mausklick: Wie einfach man einen Online-Shop ins Leben ruft

Mancher kann sich noch an die klassische Heimarbeit erinnern, die einem ein kleines Zusatzeinkommen bescherte: Man musste Briefe zusammenfalten, Stickereien anfertigen oder Kugelschreiber montieren. Diese Zeiten sind vorbei: Heute findet Heimarbeit am Computer statt und statt Stundenlohn ist man sein eigener Boss.

Freitag, 14.02.2020, 05:46 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 14:15 Uhr

Noch nie war es so einfach, einen Online-Shop aufzumachen, Die technischen Hürden dafür sind immer weiter gesunken, und man braucht weder Programmierkenntnisse noch Wissen darüber, wie Server funktionieren. Als Online-Entrepreneur kann man sich voll und ganz auf seine Produkte und das Marketing konzentrieren und weltweit tätig sein.

Im ersten Schritt sollte man sich überlegen, was man eigentlich verkaufen möchte. Je spezifischer die Produkte sind, umso größer ist die Chance, auch seine Zielgruppe erreichen zu können. Mit normalen Handyhüllen wird man nicht mehr weit kommen, hier ist die Konkurrenz zu groß. Sind diese aber aus einem bestimmten Material gefertigt, wie Holz aus nachhaltigem Anbau, wird man bessere Absatzmöglichkeiten haben.

Bei einem Online-Shop gibt es zwei Produktgruppen: Man verkauft selbst oder von Freunden produzierte Güter, oder man kauft fertige Güter bei Drittanbietern aus der ganzen Welt und stellt sie in den Online-Shop. Beide Wege führen zum Ziel, allerdings auf sehr unterschiedlichen Wegen.

Eigene Produkte in der Marktniche verkaufen

Wenn Sie ein Händchen für Handarbeiten haben, dann kann es durchaus einen Markt für lustige Topflappen, handgeschnitzte Schlüsselanhänger oder ausgefallene Schals geben. Sie können im Online-Shop auch die Naturkosmetik ihrer Freunde anbieten, die bislang nur im Bioladen verkaufen. Der Vorteil bei eigenen Produkten ist, dass Sie komplette Kontrolle über die Kosten haben. Sie müssen lediglich das Rohmaterial bezahlen, und ihre Gewinnmarge ist höher. Sie können auch Geschichten zu ihren Produkten erzählen und damit die Kunden auch emotional an die Produkte binden. Allerdings müssen Sie auch die Zeit einrechnen, die Sie für die Produktion aufwenden. Und hier kann die Kostenschere schnell aufgehen. Als Nebenerwerb kann sich das immer noch lohnen, wenn Sie aber skalieren wollen, wird es zunehmend schwierig, die Nachfrage zu befriedigen.

Massenware als Online Entrepreneur anbieten

Ziel jedes Entrepreneurs ist es, ein Unternehmen zu gründen, um Gewinne zu erzielen. Wer nicht selbst produzieren will, kann heute auf globalen Online-Märkten Produkte zu sehr geringen Preisen in großen Mengen einkaufen und dann im eigenen Online-Shop anbieten. Die Einkaufspreise sind günstig, und man kann zum Beispiel auch T-Shirts oder Kofferanhänger in bestimmte Farben und mit personalisierten Aufdrucken bestellen. Gerade wenn Sie einen Riecher für Trends haben, ist das eine schnelle und einfache Methode, Geld zu verdienen. Ein Beispiel waren die Fidget-Spinner, die in China produziert wurden und in kurzer Zeit über die ganze Welt verteilt waren. Noch einfacher wird es, wenn sie die Produkte gar nicht selbst versenden. Als Online-Händler können sie auch den Versand den Produzenten überlassen. Gerade als Start-Up Entrepreneur ist das eine interessante Alternative, weil es lästige Verwaltungsarbeit abnimmt und man sich auf wichtigere Dinge konzentrieren kann.

Online-Shop installieren

Es ist heute ein Kinderspiel, eine Webseite mit einem Online-Shop zu gestalten. Das Zauberwort ist Cloud-basiert. Viele Firmen bieten Baustein-Systeme an, bei denen man lediglich Logo und Fotos hochladen und dann Farben und Funktionen auswählen muss. Die Software macht daraus eine Grundstruktur und bieten dann noch verschiedene Gestaltungsvorlagen an. Eine der wichtigen Funktionen ist natürlich der Online-Shop. Hier gibt es kostenlose (und auch kostenpflichtige) Erweiterungen, die Ihnen viel Arbeit abnehmen. Sie haben den Bestellprozess bereits eingebaut, können mit einem Kreditkartenunternehmen verbunden werden und erstellen automatisch eine Rechnung. Wenn Sie über Drittanbieter versenden, dann bieten diese Ihnen meistens Schnittstellen zur Anbindung an. Über diese werden ausgewählte Produkte automatisch in Ihren Shop eingefügt.

Marketing ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Zeit und das Geld, die Entrepreneurs bei der technischen Erstellung eines Online-Shops heute sparen sollte ins Marketing investiert werden. Denn der Markt ist groß, Anbieter gibt es wegen der niedrigen Eintrittsschwelle viele. Die Kunst ist, sich von der Masse abzuheben, eine Nische zu finden und dann in dieser zu dominieren. Das bedeutet vor allem, dass man nicht nur seine Kunden genau kennt, sondern auch deren Bedürfnisse. Die richtigen Suchbegriffe zu kennen ist ebenso wichtig wie ein Blog, in dem Produkte und Dienstleistungen beschrieben werden, das aber auch Ratschläge und Hilfestellungen gibt. Ein Online-Shop ist zwar schnell, oft ein in, zwei Tagen aufgesetzt, ihn bekannt und erfolgreich zu machen braucht aber Zeit.

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