Erstmals steht ein Ostwestfale an der Spitze des Landwirtschaftsverbandes Westfalen-Lippe - mit Video
Hubertus Beringmeier zum ersten Bauernpräsidenten aus OWL gewählt

Münster/Hövelhof (WB). Erstmals ist ein Ostwestfale an die Spitze des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) gewählt worden. Hubertus Beringmeier (58), Landwirt aus Hövelhof, hat sich bei der Wahl in Münster im zweiten Wahlgang durchgesetzt.

Montag, 17.02.2020, 12:38 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 19:24 Uhr
Hubertus Beringmeier Foto: Moritz Winde
Hubertus Beringmeier Foto: Moritz Winde

Wahl des WLV-Präsidenten in Münster

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Schon im ersten Wahlgang setzte sich Beringmeier am Montag an die Spitze. 48 der mehr als 100 Delegierten im Verbandsausschuss gaben ihm ihre Stimme, 38 votierten für Sabine Schulze Bockeloh (54), deren Hof sich in der Nähe von Münster befindet. Der dritte Kandidat, Landwirt Joachim Pehle (46) aus Erwitte im Kreis Soest, schied mit 18 Stimmen nach dem ersten Wahlgang aus dem Kandidatenfeld aus.

Im zweiten Wahlgang stimmten 57 und damit die absolute Mehrheit für Beringmeier, 48 für Schulze Bockeloh. Wahlberechtigt waren neben den Vertretern der drei Bezirksverbände Münsterland, OWL und Sauerland auch Vertreter einiger landwirtschaftlicher Organisationen.

Vorgänger vorzeitig zurückgetreten

Johannes Röring (60) hatte im Juni 2019 für manche überraschend angekündigt, das Amt des regionalen Bauernpräsidenten im Frühjahr 2020 zur Verfügung zu stellen. Er wolle sich künftig auf seine Aufgabe als CDU-Bundestagsabgeordneter des Kreises Borken konzentrieren, erklärte er. Röring stand acht Jahre an der Spitze des WLV.

Beringmeier ist der sechste Präsident in der 73-jährigen Geschichte des Verbandes. Vor ihm hatten mit Fritz Hollmann (1947-1955), Antonius Freiherr von Oer (1955-68), Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (1968-97), Franz-Josef Möllers (1997-2012) und Röring nur Landwirte aus dem Münsterland das Amt inne. Wilhelm Brüggemeier aus Enger, der 2012 gegen Röring knapp gescheitert ist, bleibt ebenso wie der Sauerländer Henner Braach Vizepräsident. Das gesamte Präsidium des WLV wird erst im Mai 2021 neu gewählt.

Hubertus Beringmeier bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen. Er kündigte an, sich mit aller Kraft für die heimische Landwirtschaft einzusetzen. Fachlichkeit nach wissenschaftlichen Grundsätzen habe für ihn einen hohen Stellenwert.

Beringmeier führt seit 2015 den OWL-Bezirksverband . Zuvor war er sechs Jahre Paderborner Kreis- und seit 2000 Ortsverbandsvorsitzender. Er bewirtschaftet einen Hof mit Schweinehaltung und Ackerbau in Hövelhof-Espeln. Beringmeier und seine Frau Christiane haben drei erwachsene Kinder. Sein ältester Sohn Michael (31) leitet mit ihm gemeinsam den Betrieb. Seine Hobbys sind Radfahren und Geflügelzucht (Tauben und Hühner), vor allem Wassergeflügel (Gänse und Enten).

 

Zu den ersten Gratulanten gehörte Carsten Linnemann. „Ich kenne niemanden, der so pointiert die Stimmung in der Landwirtschaft aufgreift und seit Jahrzehnten leidenschaftlich für die Belange der Bauern kämpft. Davon wird auch die Bundespolitik profitieren”, erklärte der Paderborner Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung.

 

 

 

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