Landwirtschaft
Trotz Krise können Erntehelfer nach Deutschland einreisen

Landwirte sind auf Erntehelfer angewiesen - viele davon kommen aus dem Ausland. Nun beginnt zum Beispiel die Spargelsaison. Die Politik betont, dass es bei den Einreisebeschränkungen Ausnahmen geben soll.

Mittwoch, 18.03.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 16:54 Uhr
Auf einem Feld im hessischen Weiterstadt beginnt die Spargelernte.
Auf einem Feld im hessischen Weiterstadt beginnt die Spargelernte. Foto: Andreas Arnold

Berlin/Eitting (dpa) - Erntehelfer für die Landwirtschaft aus direkten Nachbarländern sollen trotz strengerer Grenzregelungen wegen der Coronakrise weiter nach Deutschland kommen können.

Mit einem entsprechenden Nachweis dürften Saisonkräfte aus berufsbedingten Gründen grenzüberschreitend reisen, teilte das Bundesagrarministerium auf Anfrage mit. Dies sei durch Unterlagen wie Arbeitsverträge, Auftragsunterlagen und Grenzgängerkarten zu belegen.

«Es gibt hier spezielle Formulare, die die Betriebe den Helfern aushändigen können, damit diese problemlos einreisen können», sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) in Eitting bei München. Viele Landwirtschaftsbetriebe befürchten kurz vor der Spargelsaison Engpässe bei Erntehelfern. Derzeit gelingt es oft nicht, sie aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern nach Deutschland zu bekommen. Teils sorgen sich Saisonarbeiter auch darum, ob und wie sie angesichts der Corona-Lage wieder heimkehren können.

Damit auch Saisonkräfte aus Staaten kommen können, die durch deutsche Nachbarländer hindurchreisen müssen, bemüht sich Ministerin Julia Klöckner (CDU) gerade um flexible Regelungen. Insgesamt kommen laut Bauernverband vor allem zwischen April und Oktober 286.000 Helfer aus dem Ausland nach Deutschland.

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