Boge-Kompressoren aus Bielefeld in der Corona-Krise gefragt
Druckluft für Beatmungsgeräte

Bielefeld (WB). In der Corona-Krise sind Kompressoren des Bielefelder Unternehmens Boge stark gefragt, um medizinische Druckluft für Beatmungsgeräte zu liefern. Aus Deutschland, Spanien und Großbritannien liegen Anfragen für mehrere hundert Geräte vor, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Wolf D. Meier-Scheuven. Boge sei auch dank „super mitziehender Lieferanten“ voll produktions- und lieferfähig, um einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten.

Freitag, 27.03.2020, 03:23 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 06:18 Uhr
Wolf D. Meier-Scheuven liefert mit seinem Bielefelder Unternehmen Boge Kompressoren in der Corona-Krise besonders gefragte medizinische Druckluft für Beatmungsgeräte. Foto: Oliver Horst
Wolf D. Meier-Scheuven liefert mit seinem Bielefelder Unternehmen Boge Kompressoren in der Corona-Krise besonders gefragte medizinische Druckluft für Beatmungsgeräte. Foto: Oliver Horst

„Wir sind im Bereich der Medizintechnik ein anerkannter Partner“, sagt Meier-Scheuven. Die Produktion und Lieferung der Kompressoren für Beatmungsgeräte habe aktuell Priorität bei Boge, auch wenn die Auftragslage insgesamt weiterhin gut sei. „Unsere Produktion ist voll ausgelastet. Weil wir zum eigenen Schutz aktuell keine Externen mehr ins Unternehmen lassen, auch keine Leiharbeiter, arbeiten inzwischen auf freiwilliger Basis auch Mitarbeiter aus der Verwaltung in der Produktion mit.“

Um eine Corona-Welle im Unternehmen selbst zu vermeiden, sind weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. „Die Kantine ist geschlossen. Die Produktion arbeitet in zwei Schichten so zeitversetzt, dass diese sich im Betrieb nicht begegnen.“

Auf der anderen Seite bereite sich Boge auf mögliche Kurzarbeit vor, insbesondere in Verwaltungsbereichen wie dem Vertrieb, aber auch im Service, weil „Kunden zum Teil selbst notwendige Wartungen aktuell verschieben“, sagt Meier-Scheuven. „Boge steht nach der Restrukturierung im vergangenen Jahr heute zum Glück super da. Die damals eingeleiteten Maßnahmen waren goldrichtig.“ Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 800 Mitarbeiter, am Stammsitz Bielefeld sind es 430, die Hälfte davon in der Produktion.

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