Schankwirtschaften dürfen auch „mit Abstand“ nicht öffnen
Kneipenwirrwarr

Bielefeld/Höxter (WB). In NRW hat der Neu­start der Gastronomie seit Montag für einige Verwirrung gesorgt. Konkret ging es um die Frage, ob Gaststätten, die nur Getränke anbieten, öffnen dürfen. Landeswirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart hatte auf einer Pressekonferenz gesprochen, dass nun „Kneipen“ wieder besucht werden dürften, sofern diese Abstandsregeln und Hygiene-Vorschriften einhielten.

Freitag, 15.05.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 15.05.2020, 05:03 Uhr
Andreas Rüther (Höxter) versteht die Welt nicht mehr. Erst durfte er „Bürgerstuben“ öffnen, dann wieder nicht. Foto: Michael Robrecht
Andreas Rüther (Höxter) versteht die Welt nicht mehr. Erst durfte er „Bürgerstuben“ öffnen, dann wieder nicht. Foto: Michael Robrecht

Inzwischen hat das NRW-Gesundheitsministerium – unter anderem durch eine Anfrage der Stadt Bielefeld – klargestellt, dass dies nur für Speisegaststätten gilt. Schankwirtschaften dürfen nach Angaben von Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Regine Tönsing auch dann nicht öffnen, wenn sie Getränke nur an Tischen servieren und Abstand garantieren.

Während Bielefeld von Anfang an auf Schließung beharrte, konnten Schankwirtschaften in Paderborn und dem Kreis Höxter – dort sogar nach Nachfrage beim kommunalen Ordnungsamt – öffnen. Hier berief man sich auf das NRW-Wirtschaftsministerium. Am Ende waren zum Beispiel die Bürgerstuben in Höxter einen Tag offen, um dann, nach Rücksprache bei ihrem Verband, wieder zu schließen.

Das Konzessionsrecht kennt weder Kneipen noch Bars, nur Speisegaststätten und Schankwirtschaften. Nach Angaben von Thorsten Hellwig, Sprecher der Dehoga in NRW, genügt es nicht, wenn eine Schankwirtschaft auch Würstchen anbiete. Vielmehr müsse eine Speisekarte ausliegen. Für Bars inklusive Shishabars gelte auf jeden Fall Öffnungsverbot.

Ab kommenden Montag dürfen auch Hotels wieder öffnen. Frühstück darf serviert werden, aber nicht an einem offenen Buffet.

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