Sa., 23.05.2020

Elf Ideen für Businessplan-Wettbewerb „Startklar“ in OWL qualifiziert Yoga und „fühlende“ Roboter

Yoga ist auch jetzt möglich – zum Beispiel im Freien und auf Abstand. Ein Bielefelder Start-up will die Angebote der Yogaschulen auf einer Internet-Plattform sichtbarer machen.

Yoga ist auch jetzt möglich – zum Beispiel im Freien und auf Abstand. Ein Bielefelder Start-up will die Angebote der Yogaschulen auf einer Internet-Plattform sichtbarer machen. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

Bielefeld (WB). Gerade in Zeiten, da Mindestabstand – neudeutsch: Social Distancing – Gebot ist, ist das Internet oft ein wichtiger Brückenbauer. Das spiegelt sich auch in der Auswahlliste für den 6. „Startklar“-Wettbewerb der OWL GmbH. Und noch etwas fällt 2020 auf: Bürokratie quält nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Dienstleistungsanbieter im Sozialbereich – ein Thema, das bei den bisherigen Wettbewerben noch keine Rolle spielte. Und es geht um ganz konkrete Hilfen für den Alltag.

Insgesamt haben sich 59 Gründungsteams aus Ostwestfalen-Lippe an der sechsten Auflage von „Startklar“ beteiligt. Für sie beginnt der Wettbewerb mit Workshops und Beratungsgesprächen. 30 Teams reichten Businesspläne ein. Von ihnen schafften elf den Sprung ins Finale, in dem am 18. Juni drei Siegern Preisgelder von 5000 winken. Der Gesamtsieger erhält 10.000 Euro.

Yoga entwickelt sich in Deutschland fast schon zu einer Breitenbewegung. Daran wird mittelfristig auch die Corona-Pandemie nichts ändern. Woran es aber offenbar mangelt, ist eine Plattform, die diejenigen, die Yoga machen, informiert und verbindet. Das zu schaffen, hat sich Darja Noschenko zum Ziel gesetzt, nachdem sie sich schon mit nachhaltiger Mode etabliert hat. Ihr neues Bielefelder Start-up „Chakrana“ soll Kunden über das Angebot von Yogaschulen und weitere Events informieren.

„Momontum“ hat der Zettelwirtschaft den Kampf angesagt. Gemeinsam mit sozialen Einrichtungen entstand die Software Kodoku für die digitale Dokumentation in der Jugendhilfe. Lösungen für Eingliederungshilfe und Pflege sollen folgen. „Notium“, wie „Momontum“ aus Bielefeld, will mit seiner Software die Kräfte im psycho-sozialen Bereich entlasten.

Sehr praktisch wird es bei „E-Lifter“ von OWLtec in Lemgo. Der smarte Handwagen wird mit ei­nem Elektromotor angetrieben. Nach Angaben des Gründers Jan Krügermeier könnte er dem Besitzer auch schon autonom folgen, doch fehlten dafür jetzt noch die rechtlichen Voraussetzungen.

Neben den genannten vier Unternehmen haben sich sieben weitere für das „Startklar“-Finale qualifiziert: „Unchained Robotics“ (Paderborn) erleichtert nach eigenen Angaben mittelständischen Betrieben mit Software sowie Kamera und Roboter den Fertigungsprozess. Ebenfalls in Paderborn zu Hause ist „Devity“; das Unternehmen verspricht, Geräte nicht nur ins „Internet of Things“ zu integrieren, sondern auch vor Cyberangriffen zu schützen.

„Robomantic“ (Bielefeld) entwickelt einen Roboter-Handschuh, der „fühlen“ kann. Einsatzgebiete sind sowohl in der industriellen Fertigung als auch in der Prothetik. Die Holzmanufaktur Formfreund in Steinhagen produziert nachhaltige Möbel und Inneneinrichtungen. Markus Vüllers coacht Azubis und Fachkräfte in der Beschichtungsbranche auch digital. „Sonnenlager Aachen“ speichert Energie mit Hilfe aufbereiteter alter Autobatterien. Und „VRlinked“ (Paderborn) nutzt virtuelle Realität, um Partner global zu verbinden. „Startklar“ wird von der OWL GmbH veranstaltet und von den Industrie- und Handelskammern sowie der OWL-Handwerkskammer unterstützt. Hauptsponsor sind die regionalen Sparkassen.

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