Sonderveröffentlichung

Wirtschaft
Belvona, Vivawest und Co. – Was sich deutsche Mieter wirklich wünschen

Vor fünf Jahren gab es in Deutschland knapp 20 Millionen bewohnte Mietwohnungen. Doch nicht alle Mieter sind mit ihrer Wohnsituation und ihrem Vermieter so zufrieden wie die des Düsseldorfer Wohnungsunternehmens belvona. Die Ansprüche an Wohnraum wachsen, aber auch die Kommunikation mit der Verwaltung und die Handhabung von Anliegen sind Mietern wichtig. Wohnungsunternehmen wie belvona setzen auf persönlichen Service und eine Zufriedenheitsgarantie, andere wie Vivawest aus Gelsenkirchen investieren in Digitalisierung – doch die Zufriedenheit der Mieter steht längst nicht bei allen an erster Stelle.  

Freitag, 12.06.2020, 16:39 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 16:41 Uhr
Wirtschaft: Belvona, Vivawest und Co. – Was sich deutsche Mieter wirklich wünschen
Foto: ©istock.com/Daisy-Daisy

Das erwarten Mieter von Ihrer Wohnung

Es gibt viele Gründe, warum Menschen lieber in einer Mietwohnung wohnen möchten, statt Eigentum zu besitzen. Neben finanziellen Aspekten spielt der Serviceaspekt ebenfalls eine wichtige Rolle. Als Mieter ist man beispielsweise nicht in der Pflicht, sich an teuren Investitionen wie der Erneuerung des Daches oder die Instandhaltung der Heizung zu beteiligen, sondern kann dies vom Vermieter erwarten. Auch bei einem tropfenden Wasserhahn kann in einer Mietwohnung meist unkompliziert der Hausmeister angerufen werden und das Problem beseitigt werden. Wer Eigentum besitzt, sei es eine Wohnung oder ein Haus, muss sich darum kümmern, dass alles stets in bester Ordnung ist und kleinere sowie größere Reparaturen selbst in Angriff nehmen.  

In Ballungszentren wie Hamburg, München oder Berlin scheint es ein Leichtes zu sein, Wohnungen zu vermieten und möglichst wenig Leerstand zu haben. Doch nicht überall sind Mieter nur dankbar, eine der begehrten Wohnungen in angesagten Vierteln zu bekommen oder auf historischem Grund wohnen zu können, sondern stellen an Mietobjekte sowie an die Kommunikation mit der Wohnungsverwaltung Ansprüche. Es gibt einige Faktoren, auf die potenzielle Mieter besonderen Wert legen und die die Wohnung attraktiver und damit die Vermietung leichter machen. Wohnungsunternehmen wie belvona setzen beispielsweise auf moderne und sanierte Wohnungen. Allein im Jahr 2020 will die belvona GmbH über 2.000 Wohnungen ihres Bestandes sanieren. Auf diese Faktoren kommt es Mietern meist besonders an:

  • Renovierte Wohnungen: Die Bereitschaft, eine Wohnung im unrenovierten Zustand zu übernehmen, ist in den letzten Jahren deutlich gesunken und daher oft ein Ablehnungsgrund. Bei einer guten Ausstattung sind Mieter auch bereit, mehr Mieter zu zahlen.
  • Die Lage der Wohnung im Haus: Meist sind Wohnungen in der ersten und zweiten Etage am beliebtesten. Das Erdgeschoss ist nur dann attraktiv, wenn ein Garten oder eine Terrasse vorhanden sind. Ab der dritten Etage wird von Mietern meist ein Fahrstuhl erwartet.
  • Mögliche Haustierhaltung: Viele Mietsuchende möchten gerne ihr Haustier mit in der Wohnung halten. Daher wünschen sich Mieter von ihren Vermietern, dass die Möglichkeit besteht, ihre Katze und ihren Hund mitzunehmen.
  • Ein zugehöriger Balkon: Für die meisten Mieter ist ein Balkon Voraussetzung. Ungern möchte man bei Mietwohnungen komplett auf die Möglichkeit verzichten, in einer Form Anschluss nach draußen zu haben. Die Größe des Balkons spielt dabei sogar eine untergeordnete Rolle.
  • Stauräume zusätzlich zur Wohnungsfläche: Die meisten Mieter erwarten als Nebenfläche einen Keller oder einen Bodenabstellraum. Auch ein gemeinschaftlicher Fahrradkeller wird von den meisten Mietern als positiver Faktor wahrgenommen.

So wollen Wohnungsunternehmen die Mietzufriedenheit erhöhen 

„Wohnraum ist das höchste Gut der Menschen – deshalb ist es unsere Priorität, dass unsere Mieter voll und ganz zufrieden sind“, so Frank Krienen, Geschäftsführer von belvona. Dass die Mieterzufriedenheit nicht immer höchste Priorität hat, zeigen aktuelle Umfragen.

Zufriedene Mieter bedeutet im Umkehrschluss meist wenig Arbeit für Vermieter. Doch nicht nur bei der Initialvermietung der Wohnung, sondern auch im Laufe des Mietverhältnisses muss Arbeit in das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter gesteckt werden. Mit der Zeit ändern sich Fragen und Bedürfnisse der Mieter. Wer gerade in eine neue Wohnung einzieht, braucht andere Informationen als jemand, der schon seit Jahren im gleichen Objekt lebt.

Die vom Wohninvestment-Unternehmen Wertgrund durchgeführte Studie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach zeigt einerseits, dass 74 Prozent der Mieter in Deutschland mit ihrer allgemeinen Wohnsituation zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. Auf der anderen Seite offenbart die Umfrage zugleich einen rückläufigen Trend. Der Zufriedenheitsindex, der über die Grundfrage, ob Mieter mit ihrer Wohnsituation zufrieden sind, hinausgeht, ist im Gegensatz zu den Vorjahren deutlich abgefallen. Bei 67 von 100 möglichen Punkten liegt der Wert mit 6,9 Prozent unter dem aus dem Jahr 2016.

Schuld an diesem Abwärtstrend scheint die Zufriedenheit der Mieter bezüglich des technischen Zustandes der Wohnung oder der Instandhaltung zu sein. Die Qualität der Serviceleistungen ist in den Augen der Mieter gesunken. In manchen Punkten ist die Zahl derer, die ausdrücklich unzufrieden sind, besonders gestiegen – vor allem bei der Frage, wie schnell Mängel behoben wurden. Statt sechs sind in der aktuellen Studie von 2019 nun zwölf Prozent sehr unzufrieden. Auch bei der Frage, wie die Arbeit des Hausmeisters bewertet wird, geben aktuell zehn statt fünf Prozent der Befragten an, sehr unzufrieden zu sein.

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Foto: ©istock.com/Stadtratte

Innovative Wohnungsunternehmen: belvona setzt auf Zufriedenheitsgarantie

Das Wohnungsunternehmen belvona GmbH aus Düsseldorf geht das Thema Mieterzufriedenheit ganz besonders an. Erst kürzlich erwarb das Unternehmen 1.700 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen von einem privaten Verkäufer. Für die belvona GmbH stehen guter Service mit persönlichem Kontakt und hohe Qualitätsstandards der Mietobjekte im Fokus.

Die derzeit 14.000 Mieter (Stand: Juni 2020) sollen sich nicht nur wohlfühlen, sondern können auf eine vom Unternehmen gegebene Zufriedenheitsgarantie setzen. Das Mieterserviceprogramm ermöglicht Mietern die tägliche Mitgestaltung in Form von Bewertungen, Wunschäußerungen und Verbesserungsvorschlägen. Zudem setzt das Wohnungsunternehmen besonderen Wert auf den persönlichen Kontakt mit den Mietern. Statt Servicehotlines sind für die Wohnanlagen Property Manager zuständig, die als persönliche Ansprechpartner agieren und im ständigen Austausch mit den Mietern stehen. Bei Problemen sollen sich die Mieterbeauftragten laut Website des Unternehmens innerhalb von zwei Stunden nach Kontaktaufnahmen der Sache annehmen.

Digital vernetzt mit der Kundenservice-App von Vivawest

Die Vivawest Wohnen GmbH aus Gelsenkirchen hingegen erweitert seine Kontaktmöglichkeiten mit den Mietern in eine andere Richtung: Mithilfe einer App sollen Mieter 24 Stunden bequem Schaden melden, Termine vereinbaren oder Nachrichten an das Wohnungsunternehmen senden können. Auch Informationen rund um das Mietvertragskonto, der Nebenkosten oder der Kundendaten sind damit rund um die Uhr einsehbar. Damit haben Mieter die Möglichkeit, jederzeit schnell und unkompliziert in Kontakt mit ihrem Vermieter zu treten. Belvona setzt auf Property Manager, Vivawest will mit der App punkten.

Eine digitale Option, die vor allem auf Anklang trifft – auch Studien zeigen die zunehmende Beliebtheit des digitalen Services. Vor allem in den Bereichen Handwerkerservice, Versorgungsdienstleister und Nachbarschaftshilfen werden solche Angebote inzwischen sehr geschätzt. Dennoch ist der Digitalisierungsdruck in der Wohnungswirtschaft längst nicht so groß wie bei anderen Unternehmen. Wer dank digitalisierter Prozesse seinen Service jedoch effizienter, schneller und kostengünstiger anbieten kann, hat damit einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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