Wirtschaft
Nervennahrung gegen Stress und seine Folgen

Die Ursachen für Stress sind vielfältig. Ob Corona-Pandemie, hektischer Berufsalltag oder sonstige Verpflichtungen. Eine gesunde Ernährung kann helfen, die negativen Auswirkungen auf den Organismus zu mindern und wesentliche Körperfunktionen unterstützen. Ein Einblick in das breite Spektrum effektiver Substanzen.

Dienstag, 30.06.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 10:28 Uhr
Wirtschaft: Nervennahrung gegen Stress und seine Folgen
Foto: watanabe / Pixabay

Wird der Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt, kann er stressbedingte Folgen besser verkraften. Die Stressresistenz und Konzentration steigen, das Immunsystem wird gestärkt und der Stoffwechsel angeregt. Eine zentrale Rolle spielen unter anderem Vitamin C und E sowie Lecithin. Vitamin C trägt zum Zellschutz und der Regulierung der Hormonausschüttung bei. Es fängt freie Radikale ab und beugt Stress konkret vor. Das gesamte Nervensystem profitiert von einer ausreichenden Versorgung. Paprika, Grünkohl, Hagebutte und Zitrusfrüchte sind typische Vitamin-C-Lieferanten. Vitamin E hemmt negative Folgen von oxidativem Stress und ist ebenfalls am Schutz von Körperzellen beteiligt. Pflanzliche Öle wie Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl und Nüsse sind gesunde Vitamin-E-Spender.

Nahrungsergänzungen bei Nährstoffmangel

Lecithin lässt sich mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufnehmen. Dessen biologische Wirksamkeit ist gegenüber gesättigten Fettsäuren wesentlich höher. Empfehlenswerte Quellen sind Fische wie Lachs und Thunfisch sowie Nüsse, Sojabohnen, Hanf- und Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Eigelb. Der Größte Anteil an Lecithin im Körper befindet sich im Gehirn. Die Substanz ist maßgeblich am Aufbau von Nerven- und Gehirnmembran beteiligt. Mangelt es dem Organismus an Lecithin, schwächt dies das Nervenkostüm. Erschöpfungszustände treten schneller auf. Gelingt die Bedarfsdeckung nicht über den Speiseplan und wird von einem Arzt ein Lecithin-Mangel festgestellt, können Nahrungsergänzungen die Lösung sein.

Großen Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden hat vermutlich das endogene Cannabinoid-System, auch Endocannabinoid-System genannt. Dieser Bereich des menschlichen Nervensystems ist besonders komplex und die Erforschung dessen längst nicht abgeschlossen. Bekannt sind die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Während der CB2 Rezeptor im gesamten Organismus gleichmäßig verteilt ist, kommt der CB1 Rezeptor vorwiegend im Gehirn vor. Gerät das sensible Signalsystem aus dem Gleichgewicht, können zahlreiche Körperfunktionen betroffen sein. Angstzustände, Bluthochdruck, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen sind nur einige der typischen Folgen. Zwar produziert der Körper Endocannabinoide selbstständig, dennoch kann die Versorgung ungenügend sein. Auch in diesem Fall können Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen. Exogene Cannabinoide wie sie beispielsweise in hochwertigen und schonend verarbeiteten CBD-Produkten vorkommen, interagieren mit demendogenen Cannabinoid-System des Körpers und unterstützen die Regulierung vermutlich in vielerlei Hinsicht. Wie auf dieser Seite rund um Nachhaltigkeit und CBD Öl bestätigt wird, sollte beim Kauf allerdings zu streng kontrollierten Nahrungsergänzungsmitteln aus biologischem Anbau gegriffen werden. „So ist sichergestellt, dass die Produkte weder Pestizide noch Düngemittel oder andere chemische Zusätze enthalten“, heißt es im Verbraucherratgeber, der eine Testsieger Liste für CBD Öle arrangiert hat.

Magnesium mindert das Risiko für Erschöpfungszustände

Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wirkt sich positiv auf das Nervensystem sowie die Psyche aus und hilft gegen Erschöpfung. Insbesondere bei Stress fehlt es dem Körper häufig an dem essentiellen Mineralstoff. Durch Mineralwasser, Nüsse und Hülsenfrüchte lässt sich die Mineralstoffaufnahme steigern. „Vollkornerzeugnisse, Milch und Milchprodukte, Geflügel, Sojabohnen, Beerenobst und Bananen sind besonders reich an Magnesium“, fügt die Techniker Krankenkasse in diesem Ernährungsratgeber hinzu. Leistungssportler und Menschen mit körperlich anstrengendem Beruf haben laut TK einen erhöhten Bedarf.

Omega-3-Fettsäuren als beruhigende Helfer

Das Stresshormon Adrenalin ist in Gefahrensituation zwar unverzichtbar, weil es zu beschleunigten Reaktionen verhilft, kann im Alltag jedoch den Stresspegel unnötig in die Höhe treiben. Omega-3-Fettsäuren gelten als Adrenalin-Hemmer und effektive Helfer gegen Stress. Zudem sind die Fettsäuren essentiell – der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen deshalb über die Ernährung aufgenommen werden. Geschieht dies nicht, kommt es zu Mangelerscheinungen und das Adrenalin kann Stressreaktionen zunehmend ankurbeln.

Hinzu kommt, dass Omega-3-Fettsäuren die Funktion des Gehirns fördern, zu einem starken Immunsystem beitragen und das Herzrhythmus-System vorteilhaft beeinflussen. Gesunde Quellen für die ungesättigten Fettsäuren sind Mandeln, Walnüsse, fettreiche Fische und folgende Öle:

  • Rapsöl
  • Leinöl
  • Sojaöl
  • Walnussöl
  • Olivenöl

„Hervorzuheben ist das günstige Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in Rapsöl“, heißt es auf der Internetpräsenz der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als Bestandteile von Zellmembranen und Reparaturprozessen sind Omega-6-Fettsäuren an der Gesunderhaltung beteiligt. Ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren ist eher selten. Stattdessen nehmen viele Menschen zu viel davon auf, weshalb ein gutes Verhältnis der beiden Fettsäuren so wichtig ist.

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