Vielerorts stellen Kaufmannschaften in Ostwestfalen-Lippe jetzt Anträge
Verkaufsoffene Sonntage: Die Zeit drängt

Bielefeld (WB/in). Während Verdi angekündigt, gegen Ladenöffnungen an Sonntagen, die ohne ein Fest oder anderen großen Anlass geplant werden, gerichtlich vorgehen zu wollen, sind die Vorbereitungen dafür in den Städten und Gemeinden in OWL unterschiedlich weit gediehen. Hier eine Auswahl als Übersicht:

Mittwoch, 26.08.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 07:32 Uhr
Ein Transparent an einer Kaufhausfassade weist auf einen verkaufsoffenen Sonntag hin. In OWL ist ungewiss, ob die geplanten Einkaufssonntage stattfinden können. Foto: dpa
Ein Transparent an einer Kaufhausfassade weist auf einen verkaufsoffenen Sonntag hin. In OWL ist ungewiss, ob die geplanten Einkaufssonntage stattfinden können. Foto: dpa

Bielefeld: Bis Jahresende sollen die Geschäfte an sieben Sonntagen öffnen können. Geplant sind 21 Teilöffnungen in den zehn Stadtbezirken: 13. und 27. September sowie 13. Dezember in jeweils einem, 20. September in vier, 11. Oktober in drei und 6. Dezember in fünf Stadtbezirken. Erstmals soll es auch „zwischen den Jahren“ Sonntagsshopping geben: am 27. Dezember in sechs Stadtbezirken Mitte, Jöllenbeck, Sennestadt, Schildesche, Stieghorst und Brackwede. Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) erklärt, auch Betriebsräte hätten ihm signalisiert, dass die Belegschaften zu den Sonntagsöffnungen stünden. Entscheiden soll der Stadtrat am 3. September in seiner letzten Sitzung vor der Neuwahl.

Paderborn: Die Werbegemeinschaft Paderborn ist in Gesprächen mit der Verwaltung. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Uwe Seibel, erklärt: „Wir wollen nur das nachholen, was abgesagt werden musste.“ Zur konkreten Anzahl verkaufsoffener Sonntage möchte die Werbegemeinschaft sich derzeit mit Blick auf die laufenden Gespräche nicht äußern. Der amtierende Rat hat am 8. Oktober seine letzte Sitzung, bevor sich der neue Rat konstituiert. Ob das Thema dann auf die Tagesordnung kommen wird, ist allerdings noch völlig offen.

Höxter: Auch wenn die begleitenden Feste ausfallen, möchte die Werbegemeinschaft an den verkaufsoffenen Sonntagen zu Huxori (27. September), Märchensonntag (18. Oktober) und Weihnachtsmarkt (6. Dezember) festhalten. Der Stadtrat entscheidet am 27. August. Die Stadtverwaltung unterstützt den Antrag der Kaufleute.

Warburg : Fest steh, am 4. Oktober soll ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden. Er war schon vor Corona geplant und soll mit einem regionalen Bauernmarkt in der gesamten Stadt begleitet werden. Über weitere offenen Sonntage soll noch beraten werden.

Herford: 2020 stehen noch drei Termine an: 11. Oktober, 6. und 27. Dezember. Der Stadtrat soll am kommenden Freitag entscheiden.

Bünde: Die Kaufmannschaft beantragt verkaufsoffene Sonntage für 6. und 27. September, 25. Oktober und 29. November. Das Thema kommt am 3. September auf die Tagesordnung des Rats.

Bad Oeynhausen: Die Stadt plant schon für den 6. September, dem ursprünglichen Weinfest-Termin einen verkaufsoffenen Sonntag. Grundlage soll eine ordnungsbehördliche Verfügung sein. Weitere könnten im Oktober und am dritten Advent stattfinden.

Lübbecke: Vier verkaufsoffene Sonntage sind beantragt. Da keine Großveranstaltungen wie Bierbrunnenfest oder Wurstmarkt stattfinden, behalf sich die Stadtverwaltung mit einer ordnungsbehördlichen Verordnung. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sie in der vergangenen Woche einstimmig gebilligt. Termine: 4. Oktober, 8. November, 6. Dezember und eventuell der 27. Dezember.

Halle: Schon am 6. September ist trotz der Absage des „Haller Herbstes” ein verkaufsoffener Sonntag für die kleineren Geschäfte geplant.

Werther: Die Werbegemeinschaft will am 4. Oktober im reduzierten Umfang einen „Goldenen Oktober” durchführen. Im November plant sie turnusgemäß einen verkaufsoffenen Sonntag zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes. Doch diesen will man noch nicht beantragen, man fahre„auf Sicht”.

Schloß Holte-Stukenbrock: Wegen der Verdi-Klagen 2019 waren 2020 keine verkaufsoffenen Sonntage geplant. Für 2021 wurden am Montag drei Termine zu Summertime und an den beiden Weihnachtsmärkten genehmigt.

Hövelhof: Ebenfalls am Montag genehmigte der Stadtrat einstimmig einen verkaufsoffenen Sonntag am 4. Oktober. Da wäre eigentlich Hövelmarkt. Vorgesehen ist noch ein weiterer im Dezember zum Nikolausmarkt.

Delbrück: Der Rat diskutiert das Thema am Donnerstag. Die Marketinggemeinschaft plant vier verkaufsoffene Sonntage am 20. September (eigentlich Katharinenmarkt), 11. Oktober, 8. November und 6. Dezember.

Bad Lippspringe: In der Kur­stadt fand am 9. August sogar schon ein verkaufsoffener Sonntag, ohne dass Verdi geklagt hätte. Ein weiterer ist für Sonntag, 13. September geplant.

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