Vorstandschef Jürgen Pampel: Wir waren 2019 schon auf einem guten Weg
Voltabox malt Zukunft in positiven Farben

Delbrück (WB). Die Voltabox AG hat in der Vergangenheit manche Erwartung nicht erfüllen können. Das hat Vorstandschef Jürgen Pampel am Mittwoch auf der online übertragenen Hauptversammlung nicht daran gehindert, die Zukunft des auf Lithium-Ionen-Batterietechnik spezialisierten Unternehmens in Delbrück in sehr positiven Farben zu malen. Konkret geht es um ein nach seinen Angaben revolutionäres Hochleistungsbatteriesystem. Konkreter äußerte sich Pampel nicht, da die Entwicklung gerade vom Patentamt geprüft werde.

Donnerstag, 17.09.2020, 03:00 Uhr
Voltabox-Vorstandschef Jürgen Pampel

Den Aktionärsvertretern ging es am Mittwoch in erster Linie um Vergangenheitsbewältigung. Pampel, der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dieter Frers und Finanzvorstand Patrick Zabel mussten erklären, wie es zum hohen Umsatzrückgang, dem negativen Konzernergebnis und vor allem der Wertberichtigung in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro gekommen war. Ihm folgte ein deutlicher Verfall des Aktienkurses. Aktuell wird das Wertpapier noch etwa mit 12 Prozent des Ausgabekurses im Oktober 2017 gehandelt.

Was die Entwicklung 2019 betrifft, so gab es Pampel zufolge vor allem zwei Ursachen. Zum einen sei ein Großauftrag im Zusammenhang mit der Aufstellung von 5G-Sendemaasten in Texas erst verschoben und dann ganz abgesagt worden. Zum anderen konnte oder wollte ein Lieferant wegen Umstellung auf eine modernere Batteriezelltechnologie nicht mehr vertragsgemäß liefern. Zwar habe man Ersatz gefunden; doch die Produkte im eigenen Lager hätten nur mit Preisabschlag verkauft werden können.

„Voltabox hat schnell reagiert”

Voltabox habe, so Finanzchef Zabel, schnell reagiert. Unter anderem konzentriere man sich auf weniger Geschäftsbereiche und habe auch die vorher dreistellige Zahl der Projekte in Forschung und Entwicklung deutlich reduziert. Dann aber habe Corona dem Unternehmen erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gleichwohl finde der neue, noch unbekannte Ankerinvestor, der den 60-Prozent-Anteil von Paragon innerhalb der nächsten Wochen übernehmen soll, ein zukunftsfähiges Unternehmen vor.

Aktuell sei die Produktion nach coronabedingter Unterbrechung wieder gut ausgelastet. Pampel erwartet für 2020 einen Umsatz zwischen 25 und 40 Millionen Euro und einen Verlust (Ebitda) von höchstens sechs Prozent.

Wie schon am Vortag bei Paragon gab am Ende der Voltabox-Hauptversammlung ein Aktionär seinen Widerspruch zu Protokoll.

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