Veranstalter der MOW mit Verlauf zufrieden – Cor druckt wieder Katalog
Messe in der Pandemie möglich

Bad Salzuflen/Rheda-Wiedenbrück (WB). Während beispielsweise die Messegesellschaft in Frankfurt gerade ihren Kalender überarbeitet und alle physischen Messen bis einschließlich März 2021, darunter die verwandten Einrichtungsmessen Heimtextil und Ambiente, abgesagt hat, ist man in Bad Salzuflen optimistischer. Nachdem sich trotz Reisebeschränkungen 329 Aussteller zur Möbelmesse MOW 2020 angemeldet und damit 80 Prozent der normalen Ausstellungsfläche belegt haben, sagten die Geschäftsführer Bernd Schäfermeier und Andreas Reibchen am Dienstag, sie gingen aus, 2021 noch weitere Messen durchführen zu können.

Mittwoch, 23.09.2020, 03:05 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 03:10 Uhr
Matratzentests mit Maske – gesehen auf der MOW 2020, die noch bis kommenden Donnerstag in de Bad Salzufler Messehallen erstmals unter Corona-Bedingungen stattfindet. Foto: Hertlein
Matratzentests mit Maske – gesehen auf der MOW 2020, die noch bis kommenden Donnerstag in de Bad Salzufler Messehallen erstmals unter Corona-Bedingungen stattfindet. Foto: Hertlein

Geplant sind aktuell für 2020 noch die Verbrauchermesse „Shopping hoch zwei“, die Car-Hifi-Schau, die Maschinenbau-Zuliefermesse FMB und die „Custombike“, eine führende Messe für umgebaute Motorräder. Natürlich werden sie in der Pandemie unter veränderten Bedingungen stattfinden. Doch angesichts dessen, dass aktuell mehr als 60 Prozent aller geplanten Messen in Deutschland 2020 abgesagt oder verschoben seien, betrachtet Schäfermeier dies als großen Erfolg. Dass sich der Aufwand rechtfertigt , folgert er aus Reaktionen von Ausstellern und Besuchern der MOW.

Auch die IMM Cologne soll 2021 stattfinden

Nach der langen Auszeit schätze die Möbelbranche Austausch, Begegnungen und neue Kontakte umso mehr. Auch die Kölner Messegelände betonte am Dienstag, dass sie am Plan, die IMM Cologne 2021 stattfinden zu lassen, festhält.

Eines der zentralen Themen ist nach Ansicht der MOW-Trendexpertin Kaja Möller aktuell das Homeoffice. Die Arbeit vom Küchentisch aus habe eine kurze Zeit funktioniert. Doch mit der Maßgabe, dass sich das Homeoffice auch nach dem erhofften Ende der Pandemie fester etablieren werde, wüchsen die Ansprüche an die Ausstattung inklusive Möbel.

Polstermöbel derzeit gefragt

Weitere Gewinner der Corona-Krise sind nach Ansicht Möllers die Hersteller von Sesseln und Sofas. Ihre Produkte belegten bei den Online-Suchen die vorderen Plätze. Polster-Garnituren bilden traditionell einen Schwerpunkt auf der MOW. Bei den Farben dominieren in diesem Jahr gedeckte Töne, aufgefrischt durch Schmuckfarben wie Curry, Bordeaux und Olivgrün.

Die MOW 2020 endet nach fünf Messetagen an diesem Donnerstag. Auffällig ist die trotz Reisebeschränkungen große Zahl an Ausstellern aus dem Ausland. Führend unter den 170 Unternehmen sind die EU-Länder Polen, Niederlande, Italien, Dänemark und Österreich. Aber auch eine Delegation aus dem russischen Gebiet Kaliningrad (früher Königsberg) ist unter den Ausstellern.

Cor druckt nach 13 Jahren wieder einen Katalog

C or, einer der führenden Sitzmöbel-Hersteller aus Rheda-Wiedenbrück, lädt selbst zu keiner Hausmesse ein; das Unternehmen konzentriert sich traditionell auf die IMM Cologne. Cor macht stattdessen in der Branche mit einem Druckwerk von sich reden: In Zeiten, in denen alle auf Online setzen, hat das Unternehmen nach 13 Jahren seinen edel aufgemachten Gesamtkatalog neu aufgelegt. Das Produkt – eher ein Buch als ein Katalog – umfasst 258 Seiten und erscheint in einer Auflage von 14.000 Exemplaren.

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