Umsatz bis Ende August um 32 Prozent unter Vorjahr – Kosten reduziert
Ahlers hofft auf das vierte Quartal

Herford (WB). Fast ein Drittel weniger Umsatz als vor einem Jahr: Auch im dritten Quartal hat die Ahlers AG die Krise in der Modebranche deutlich zu spüren bekommen. Gleichzeitig konnte der Herforder Bekleidungshersteller erste Erfolge auf der Finanzseite verbuchen: Die betrieblichen Aufwendungen konnten durch die eingeleiteten Sparmaßnahmen schon um 20,6 Prozent auf 16,3 Millionen Euro gedrückt werden.

Montag, 12.10.2020, 13:03 Uhr aktualisiert: 12.10.2020, 13:06 Uhr
Stella Ahlers ist Vorstandsvorsitzende der Herforder Ahlers AG. Foto: Hertlein
Stella Ahlers ist Vorstandsvorsitzende der Herforder Ahlers AG. Foto: Hertlein

Gleichwohl blieb unter dem Strich im operativen Geschäft ein Minus von 10,1 Millionen Euro – nach einem kleinen Gewinn von 500.000 Euro im dritten Quartal 2019. Entsprechend reduzierte sich auch das Konzernergebnis von plus 400.000 auf minus 10,9 Millionen Euro.

Der Umsatz sank im dritten Quartal um 30 Prozent auf 38,2 (Vorjahr: 54,4) Millionen Euro. Insgesamt musste Ahlers in den ersten neun Monaten einen Rückgang um 32 Prozent von 159,6 auf 108,9 Millionen Euro hinnehmen. Neben den coronabedingten Einschränkung im Handel wurden die Herforder auch von den Auswirkungen auf die internationale Lieferketten getroffen. Die Auslieferung der ursprünglich für den Saisonstart zum August bestellte Herbst- und Winterware verschob sich auf das vierte Quartal.

80 Arbeitsplätze werden nach Polen verlagert

Wie berichtet hat Ahlers beschlossen, Logistikleistungen und die Modellabteilung für Pionier Workware von Herford nach Polen zu verlagern. In diesem Zusammenhang werden 80 Arbeitsplätze abgebaut. Dadurch, so die Vorstandsvorsitzende Stella Ahlers, könnten die Personalkosten bis Ende des Geschäftsjahres 2020 „kontinuierlich und signifikant“ gesenkt werden.

Was die finanzielle Seite betrifft, so ist es Ahlers auch mit Hilfe einer Landesbürgschaft gelungen, den Kreditrahm für den Zeitrahmen der nächsten fünf Jahre deutlich zu erhöhen. Die Nettofinanzschulden, also die Differenz zwischen Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln, stieg von 21,4 auf 35,0 Millionen Euro. Gleichwohl beträgt die Eigenkapital noch 48,7 (Vorjahr: 59,0) Prozent.

Optimistischer Ausblick

Karsten Kölsch, noch bis Ende November 2020 Finanzvorstand, macht für das vierte Quartal Hoffnung: „Wir erwarten, dass die verzögerten Auslieferungen des dritten Quartals im vierten Quartal weitgehend aufgeholt werden.“ In diesem Fall erwartet Kölsch nur ein leichtes Minus beim Umsatz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7628406?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198339%2F
Landkreise fordern normalen Unterricht im Juni
Hochgestellte Stühle in einem leeren Klassenzimmer einer Gesamtschule.
Nachrichten-Ticker