Verteidigungsministerium bestellte ohne Ausschreibung zwei Tankschiffe
Windhorst streitet für seine Werft

F lensburg/Koblenz  (WB). Es gibt Streit zwischen dem aus Rahden im Kreis Minden-Lübbecke stammenden Unternehmer Lars Windhorst und dem Bundesverteidigungsministerium. Dabei geht es, wie eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte, um den Auftrag für zwei Tankschiffe.

Samstag, 17.10.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 08:30 Uhr
Lars Windhorst. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Lars Windhorst. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Diese sollen spätestens 2024 bei der Bundesmarine die beiden mehr als 40 Jahre alten Tanker „Spessart“ und „Rhön“ ersetzen und die Flotte mit Treibstoff versorgen. Mit 170 Meter Länge seien sie deutlich größer als ihre Vorgänger, dazu schneller und sicherer, berichtet der Branchendienst „Business Insider“.

Investor bei Hertha BSC

Die Tanker wurden nicht europaweit ausgeschrieben. Möglich ist das, sofern deutsche Schlüsseltechnologien betroffen sind. Das genau bestreitet die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, die seit Anfang September nach zweimaliger Insolvenz nun vollständig im Besitz der Windhorst-Holding Tennor ist. Tankschiffe, erklärt die Werft, seien keine Schlüsseltechnologie. Sie legte Beschwerde ein. Die „Rüge“ werde nun im Beschaffungsamt in Koblenz bearbeitet, heißt es im Ministerium.

Lars Windhorst, als Jungunternehmer mit dem damaligen Bundeskanzler in China, hat in jüngster Zeit vor allem als Investor bei Hertha BSC Berlin von sich reden gemacht.

Kommentare

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7635842?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198339%2F
Geheimdienste sollen WhatsApp & Co. mitlesen dürfen
Die WhatsApp-Plattform wird von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit genutzt.
Nachrichten-Ticker