Kanaldeckel-Hersteller in Rahden wegen Preis- und Rabattabsprachen verurteilt
Kartellstrafe gegen Meier Guss

Bonn/Rahden (dpa/WB) -

Die beiden führenden Hersteller von Kanaldeckeln in Deutschland, darunter die Firma Meier Guss in Rahden, sollen sich bei Preisen und Rabatten abgesprochen haben. Das Bundeskartellamt reagiert mit Geldbußen in Millionenhöhe.

Donnerstag, 14.01.2021, 19:28 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 19:34 Uhr
Sitz der Firma Meier Guss in Rahden.
Sitz der Firma Meier Guss in Rahden.

Wegen verbotener Preis- und Rabattabsprachen hat das Bundeskartellamt gegen die beiden führenden Hersteller von Kanaldeckeln in Deutschland Geldbußen in Millionenhöhe verhängt.

Insgesamt sollen die Straßenkanalguss-Hersteller Meier Guss in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke und die Hydrotec Technologies AG im niedersächsischen Wildeshausen sowie ihre Verantwortlichen rund sechs Millionen Euro zahlen. Das teilte die Bonner Wettbewerbsbehörde am Donnerstag in Bonn mit.

«Die Verstöße konnten mithilfe des anonymen Hinweisgebersystems des Bundeskartellamtes aufgedeckt werden», betonte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Die Hersteller hätten 2018 zu Lasten ihrer Kunden mehrfach Erhöhungen von Nettopreisen sowie Rabattkürzungen für bestimmte Produktgruppen miteinander abgestimmt. Darüber hinaus sei in einem Fall auch die Aufteilung zweier Großaufträge vereinbart worden.

Sämtliche verhängten Geldbußen seien bereits rechtskräftig, berichtete das Bundeskartellamt. Im Fall Hydrotec sei das Verfahren einvernehmlich abgeschlossen worden. Auch das Unternehmen MeierGuss habe den vom Bundeskartellamt ermittelten Schahverhalt - mit Ausnahme der Absprache über die Aufteilung zweier Aufträge - als zutreffend anerkannt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt.

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