Schlachthof soll seit Jahrzehnten illegal geschächtet haben
„Die Qualen und Schreie der Tiere sind erschütternd“

Selm -

Nach Hinweisen von Tierschützern hat der Kreis Unna einen Schlachthof in Selm geschlossen. Dort wurden möglicherweise seit Jahrzehnten Rinder und Schafe in großer Zahl geschächtet. Das bedeutet, dass ihnen ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten wurde, wie es vor allem der Islam und das Judentum verlangen. Mit einem Trick sollen die Täter das Veterinäramt über Jahre getäuscht haben Von Christian Althoff
Donnerstag, 25.03.2021, 03:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.03.2021, 03:00 Uhr
Friedrich Mülln ist Vorsitzender des Vereins „Soko Tierschutz“ und hat schon in mehreren Fällen Tierschutzverstöße auf Schlachthöfen nachgewiesen.
Friedrich Mülln ist Vorsitzender des Vereins „Soko Tierschutz“ und hat schon in mehreren Fällen Tierschutzverstöße auf Schlachthöfen nachgewiesen.
Dass die Behörde den Schlachthof der Familie Prott am vergangenen Donnerstag geschlossen hat, liegt an Videos, die der Münchener Verein „Soko Tierschutz“ Stunden zuvor dem Kreis Unna, der Staatsanwaltschaft Dortmund und dem NRW-Umweltministerium übermittelt hatte. Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Friedrich Mülln waren vier versteckte Kameras im Schlachthof installiert, die seit dem 22. Februar drei Wochen lang rund um die Uhr aufgezeichnet haben. „Dabei wurden 14 Schlachttage dokumentiert, in denen meistens zwischen 4 und 11 Uhr gearbeitet wurde“, sagt der Vereinsvorsitzende. Videos entstanden nachweislich im Schlachthof  Die Videos, die unserer Redaktion in Teilen vorliegen und nach Angaben der Kreisverwaltung Unna im Schlachthof Prott entstanden sind, sind eindeutig.
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