Mo., 11.03.2019

Kooperation mit der Uni Osnabrück NRW will mit Forschungsprojekt Insektenvielfalt überwachen

Zwei Hummeln krabbeln über die Blüte einer Sonnenblume.

Zwei Hummeln krabbeln über die Blüte einer Sonnenblume. Foto: dpa

Recklinghausen /Essen (epd). Nordrhein-Westfalen will langfristig die Anzahl und Verbreitung von Insekten erfassen. Hierzu ist ein Forschungsvorhaben in Kooperation mit der Universität Osnabrück gestartet, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) am Montag in Recklinghausen mitteilte.

Innerhalb von drei Jahren sollen demnach die Grundlagen für eine landesweite Datenüberwachung geschaffen werden, wie etwa einheitliche Standards zur Erfassung der Insektenvielfalt. Hintergrund der Untersuchung ist ein Rückgang von Insekten insgesamt.

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium unterstützt das Forschungsvorhaben den Angaben zufolge mit knapp 480.000 Euro. »Nicht nur einzelne Insektenarten sind gefährdet und gehen immer weiter zurück, auch die Biomasse flugfähiger Insekten nimmt insgesamt ab«, erklärte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU).

Einige Ursachen seien zwar bekannt, viele weitere aber noch nicht. Deswegen sei es wichtig, sowohl in den Insektenschutz als auch in die Forschung zu investieren. Es gehe etwa darum herauszufinden, welche Artengruppen wie stark betroffen seien und ob es regionale Unterschiede gebe, betonte sie.

Tagfalter und Heuschrecken

Das Lanuv-Forschungsprojekt baut den Angaben zufolge auf dem bisherigen »Monitoring« zur Artenvielfalt in NRW auf. Dabei spielten auch Empfehlungen vom Bundesamt für Naturschutz eine Rolle, um die Überwachung zwischen Bund und Ländern anzupassen, hieß es. Die Untersuchungen seien Teil der Ökologischen Flächenstichprobe, welche seit 1997 landesweit repräsentative Daten über Zustand und Veränderung der Vielfalt gewinne.

Von den 25.000 in Nordrhein-Westfalen lebenden Insekten blickten die Forscher in einem ersten Schritt auf die Tagfalter und Heuschrecken. Die Arten beider Artengruppen sind dem Projektleiter Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück zufolge eng an ihre Lebensräume angepasst und deswegen gute Indikatoren für die Vielfalt an Lebensräumen und die Intensität der Landnutzung. »Zudem sind sie gut zu erfassen und daher ideal für ein dauerhaftes Monitoring geeignet«, erklärte er.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6463376?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198344%2F