Fr., 27.03.2020

Informationen über staatliche Hilfsprogramme auch an diesem Samstag Kammern erweitern Beratungsangebote

Industrie- und Handelskammer in Bielefeld

Industrie- und Handelskammer in Bielefeld Foto: Thomas F Starke

Bielefeld (WB/in). Wegen der vom Staat beschlossenen Hilfen für Unternehmer, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, erweitern die Wirtschaftskammern in OWL kurzfristig ihre Beratungsangebote.

Die IHK Ostwestfalen richtet eine neue Hotline zum Soforthilfefonds für Soloselbstständige und Betriebe bis 50 Mitarbeiter ein. Die Nummer 0521 554-450 ist ab sofort aktiv geschaltet und auch am Samstag, 28. März, erreichbar. Dem Beraterteam gehören 15 IHK- Mitarbeiter an.

„Mit unserem Angebot wollen wir unsere Mitgliedsunternehmen dabei unterstützen, schnell die Zuschüsse aus dem Soforthilfefonds abrufen zu können“, sagt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe. Seit vergangener Woche habe die IHK über 2000 Anfragen erhalten, quer durch alle Branchen. „Für viele kleine Unternehmen ist die Situation existenzbedrohend. Die Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro helfen dabei, die laufenden Betriebsausgaben zu decken“, so Grefe weiter.

Über ihre Hotline informiert die IHK über Auszahlungsmodalitäten, wie zum Beispiel über Voraussetzungen, Antragsweg, Höhe und Staffelung der Auszahlung, der von der Bundes- und Landesregierung bereitgestellten Mittel zur Abfederung der durch die Corona-Epidemie verursachten wirtschaftlichen Schäden. Darüber hinaus informiert die IHK über weitere staatliche Unterstützungsprogramme wie Überbrückungskredite und Bürgschaften.

Das komplette IHK-Hilfsangebot wird auf der IHK-Internetseite https://www.ostwestfalen.ihk.de/corona gebündelt. Die Hotline ist weiterhin während der IHK-Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8:30 bis 17 und freitags von 8.30 bis 15 Uhr frei geschaltet. Am Freitag ist sie auch bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

Campus Handwerk in Bielefeld Foto: Bernhard Pierel

Informationen für die Handwerker

Auch die OWL-Handwerkskammer weitet aus aktuellem Anlass ihr Beratungsangebot aus. Nach einer Blitzumfrage befürchte jeder zweite Handwerksbetrieb in Ostwestfalen-Lippe Liquiditätsengpässe. Experten der Kammer stehen den Mitgliedsbetrieben auch am Samstag zwischen 8 Uhr und 16 Uhr über eine extra eingerichtete Corona-Hotline zur Verfügung.

„Viele Betriebe befinden sich laut der Umfrage der Handwerkskammer schon jetzt am Rande der Zahlungsfähigkeit. Diese müssen schnell an die überlebenswichtigen Gelder kommen. Ich bitte daher die Betriebe, die noch ein paar Tage ohne diese Überbrückung auskommen können, ihre Anträge erst in den kommenden Wochen zu stellen“, erklärt Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL. Die Antragsfrist läuft, nach dem sie am Freitag schon verlängert wurde, nun nicht nur bis zum 30. April sondern bis zum 31. Mai 2020. Es sei gewährleistet, dass alle bis dahin eingehenden Anträge Berücksichtigung fänden, so Prager.

Die Handwerkskammer hält Informationen und Antragsformulare auch auf ihrer Internetseite handwerk-owl.de in der Rubrik Coronavirus bereit. Die Corona-Hotline der Handwerkskammer ist unter Tel. 0521 5608-444 sowie per E-Mail unter beratung@hwk-owl.de erreichbar.

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