Grenzgebiet Nigeria-Kamerun
Kamerafalle fotografiert seltene Cross-River-Gorillas

Einen Cross-River-Gorilla zu fotografieren ist so gut wie unmöglich. Nur noch etwa 300 der seltenen Menschenaffen leben in einer einsamen Bergregion Afrikas. Doch nun hat eine Kamerafalle spektakuläre Bilder aufgenommen.

Donnerstag, 09.07.2020, 10:35 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 10:38 Uhr
Ein von einer Kamerafalle aufgenommenes Foto mit einer Gruppe der seltenen Cross-River-Gorillas.
Ein von einer Kamerafalle aufgenommenes Foto mit einer Gruppe der seltenen Cross-River-Gorillas. Foto: -

Abuja (dpa) - In Nigeria konnten Tierschützer Fotos von extrem seltenen Gorillas und ihren Jungen aufnehmen. Eine Gruppe Cross-River-Gorillas wurde in den abgelegenen Mbe-Bergen im Süden des Landes von Kamerafallen fotografiert, wie die Wildlife Conservation Society (WCS) mitteilte.

Die Cross-River-Gorillas sind stark vom Aussterben bedroht, es gibt laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) nur etwa 300 Tiere. Das liegt vor allem an Wilderei und dem Verlust von Lebensraum. Die Gorillas werden der WCS zufolge inzwischen nicht mehr unbedingt selbst gejagt - die für andere Tiere gelegten Fallen stellen aber eine Bedrohung für sie da.

Lange wurde angenommen, dass die Tiere ausgestorben waren, bis sie in den 1980ern wieder entdeckt wurden. Die Gorillas leben nur in einem Gebiet an der Grenze zwischen Nigeria und Kamerun.

Zuletzt konnte die WCS nach eigenen Angaben 2012 und 2013 Fotos einzelner Gorillas aufnehmen. Diese neuen Bilder seien nun aber «das erste Mal, dass mehrere Junge in einer Gruppe fotografiert wurden», sagte Andrew Dunn, der Landesdirektor der WCS in Nigeria, am Mittwoch. Dies sei sehr ermutigend, denn es bedeute, dass es der Gruppe gut gehe. «Wenn Tiere gestört werden, werden sie sich nicht erfolgreich fortpflanzen.» Die WCS bemüht sich seit Jahren, die Gorillas verstärkt zu schützen und die Population aufzubauen.

© dpa-infocom, dpa:200709-99-727702/2

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7486771?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198344%2F
BGE: Deckgebirge in Gorleben nicht ausreichend für Endlager
Stefan Studt (r.), BGE-Vorsitzender und Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der BGE, zeigen eine Landkarte mit Teilgebieten für die Endlagersuche.
Nachrichten-Ticker