Ernährung
Hilfreiche Tipps bei Verstopfung

Bei einer Verstopfung kann nur sehr selten (weniger als 3-mal in der Woche) und/oder nur unter größter Anstrengung Stuhl abgesetzt werden.[1] Die Folge ist, dass Betroffene sich aufgebläht fühlen und unter Darmkrämpfen leiden. Glücklicherweise gibt es aber einiges, dass Menschen mit Verstopfung tun können, um ihre Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Wir verraten die besten Tipps gegen Verstopfung.

Mittwoch, 14.10.2020, 03:05 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 16:13 Uhr
Ernährung: Hilfreiche Tipps bei Verstopfung
Foto: Colourbox

Verstopfung: Ursachen und Symptome

Grund für Verstopfung ist in der Regel eine träge Verdauung. Für diese kommen eine Vielzahl an Auslöser infrage. Häufig führt eine ungesunde Ernährung (zum Beispiel mit sehr zucker- oder fettreichen Lebensmitteln) dazu, dass sich die Darmbewegungen verlangsamen. Auch ein Mangel an körperlicher Aktivität lässt den Darm träge werden.

Weiterhin kann Stress (auf der Arbeit, aber ebenfalls auf Urlaubsreisen) unter Umständen die Entstehung einer Verstopfung begünstigen. Leiden Betroffene unter einer anhaltenden psychischen Belastung besteht die Möglichkeit, dass die Verstopfung sogar chronisch wird. Weitere denkbare Ursachen für Verstopfung sind hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren bei Frauen auftreten.

Verstopfungen sind besonders unangenehm, da sie neben Problemen während des Toilettengangs häufig mit zusätzlichen Beschwerden einhergehen, unter anderem Blähungen oder Darmkrämpfen (hier mehr zu Darmkrämpfen erfahren). Es gibt jedoch einige Tipps, mit denen Betroffene gegen die Verstopfung vorgehen können.

Bewährte Hausmittel bei Verstopfung

Ein Klassiker gegen Verstopfung ist eine sanfte Bauchmassage. Betroffene führen die Hand in kleinen kreisförmigen Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Die Bewegungen werden dabei langsam immer größer. So wird die Darmmuskulatur angeregt und Verstopfung mitunter gelindert.

Wärme sorgt dafür, dass sich die Darmmuskulatur entspannt, was unter anderem gegen Darmkrämpfe und Verstopfung helfen kann. Daher zählen Wärmflaschen oder Kirschkernkissen als beliebte Hausmittel, wenn es mit der Verdauung nicht ganz rund läuft.

Ein weiterer Tipp gegen Verstopfung: Bewegung, denn ständiges Sitzen macht den Darm träge. Dabei müssen keine sportlichen Höchstleistungen erbracht werden. Ein ausgedehnter Spaziergang kann bereits ausreichen, um den Darm zu aktivieren und die Verdauung in Schwung zu bringen.

Zudem schwören manche Menschen, die unter Verstopfung leiden, auf einen reinigenden Einlauf. Bei einem Einlauf wird Flüssigkeit mithilfe eines dünnen Schlauchs über den After in den Darm geleitet. Dort wird sie für eine Weile gehalten, bevor der Betroffene sie wieder ausscheidet. Fester Stuhl soll sich so leichter lösen. Fertige Einlauf-Sets gibt es in Apotheken zu kaufen.

Tipp: Die richtige Ernährung gegen Verstopfung

Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln , die natürlich abführend wirken. Dazu gehören unter anderem naturtrüber Apfelsaft, Sauerkrautsaft, Apfelessig, Backpflaumen oder Leinsamen. Werden diese Nahrungsmittel in die tägliche Ernährung integriert, kann das für einen leichteren Stuhlabgang sorgen.

Zudem sollten Betroffene reichlich trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag), um gegen Verstopfung vorzugehen und den Stuhl weich zu halten.[2] Gut geeignet dafür sind Wasser, verdünnte Saftschorlen oder ungesüßte Tees.

Gut zu wissen: Wer bereits Probleme mit dem Stuhlabgang hat, sollte auf den Verzehr von stopfenden Lebensmitteln verzichten. Hierzu zählen unter anderem Weißbrot, reife Bananen, süße Backwaren oder Fertiggerichte.

Wie helfen Medikamente bei Verstopfung?

Kurzzeitig können Medikamente, die die Darmbewegung anregen, gegen Verstopfung zum Einsatz kommen. Auch Abführmittel (welche mehr Wasser im Stuhl binden) sind in der Lage, Abhilfe zu schaffen. Jedoch sollten diese Arzneien nur kurzzeitig und nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bei längerer Anwendung besteht die Gefahr, dass sich der Darm an die Wirkung der Medikamente gewöhnt, dadurch noch träger wird und so gesehen Verstopfung langfristig sogar begünstigt.

Verstopfungen vorbeugen mit diesen Tipps

Am besten ist es, wenn Betroffene es gar nicht erst zu Verstopfung kommen lassen und direkt bei den Ursachen für eine träge Verdauung ansetzen. Da Bewegungsmangel häufig der Grund für Verstopfung ist, empfiehlt es sich, regelmäßige Sport- und Bewegungseinheiten in den Alltag zu integrieren. Neben der Verdauung profitieren so auch noch unter anderem der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System davon.

Zur Prävention von Verstopfung sollte die Ernährung möglichst ausgewogen sein und viele Ballaststoffe enthalten. Diese unverdaulichen Nahrungsbestandteile regen die Darmaktivität an und sind allen voran in Vollkornprodukten und Gemüse enthalten.

Da Stress eine gängige Ursache für Verstopfung darstellt, ist es ratsam, im anspruchsvollen Alltag darauf zu achten, dass immer wieder kurze Ruhepausen eingehalten werden, die zur Entspannung dienen.

Um die Entstehung von Verstopfung zu verhindern, ist es nicht zuletzt wichtig, dass dem eigenen Stuhldrang nachgegangen wird. Zu oft wird der Toilettengang in einer scheinbar unpassenden Situation (während einer Autofahrt oder auf der Arbeit) unterdrückt und herausgeschoben. Das kann jedoch einen später erschwerten Stuhlabgang nach sich ziehen. Daher gilt: Wer muss, sollte lieber gleich die Toilette aufsuchen. Der Darm wird es danken.

[1] Gastro Liga e.V.: Chronische Obstipation (Verstopfung). URL: https://www.gastro-liga.de/fileadmin/download/Obstipation_WEB-168-02-17.pdf (12.10.2020).

[3] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Nicht nur im Sommer: Am besten Wasser trinken. URL: https://www.dge.de/presse/pm/nicht-nur-im-sommer-am-besten-wasser-trinken/ (12.10.2020).

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